Archiv Juli 2017

Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben: Unterstützung für Masterarbeit gesucht! – Netzwerk Arbeit | XING

Sie sind berufstätig? Dann nehmen Sie bitte an meiner Studie teil! Oder leiten Sie den Link an Berufstätige in Ihrem Umfeld weiter! Sie helfen damit geeignete Trainingsmaßnahmen abzuleiten, um Berufs- und Privatleben leichter miteinander zu vereinbaren! Vielen Dank 🙂

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eServices – die elektronischen Dienste der Bundesagentur für Arbeit – erklärt auf YouTube – www.arbeitsagentur.de

Seit dieser Woche ist eine neue Version von “Meine eServices” online. Um Arbeitslosen und Ratsuchenden den Einstieg in die elektronischen Dienste der Bundesagentur für Arbeit zu erleichtern, wurde ein Video erstellt, das die Funktionen und die Menüführung Schritt für Schritt erklärt. Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten von “Meine eServices” bei YouTube

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Lastwagen: Lastwagenfahrer auf dem Rastplatz: Das Gesetz der Kabine

Eigentlich ist es für Barsaw Ioaw ein Wochenende wie viele andere. Doch etwas ist anders als sonst, und dennoch bleibt alles beim Alten. Zwischen der Bordwand des Lastwagens und den ersten Paletten im Heck sind noch knapp zwei Meter Platz. Hier hat der Lkw-Fahrer seinen Campingstuhl aufgestellt und eine improvisierte Küche eingerichtet. Auf dem Gaskocher brät sich der Rumäne ein Steak. Dazu Kartoffeln und eingelegte Gewürzgurken.Damit verstößt Ioaw gegen geltendes Recht. Denn seit im Mai das Fahrpersonalgesetz überarbeitet wurde, erfüllen Lkw-Fahrer die vorgeschriebene Wochenruhezeit von 45 Stunden nur dann, wenn sie nicht im Fahrzeug oder an einem Ort ohne geeignete Schlafmöglichkeit verbracht wird. Die neue Vorschrift soll dafür sorgen, dass die wilden Zustände auf den Rastplätzen aufhören. Außerdem sollen sich die Fernfahrer besser ausruhen können, damit ihre Fahrtauglichkeit gesichert ist.

Quelle: Lastwagen: Lastwagenfahrer auf dem Rastplatz: Das Gesetz der Kabine – Wirtschaft – Aktuelle Wirtschafts- und Finanznachrichten – Augsburger Allgemeine

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NGOs in der Türkei: “Wenn wir bibbern, haben wir unseren Job verfehlt”

“Wenn wir uns bei jeder Sache überlegen, ob das opportun ist, können wir gleich aufhören.” Hans-Georg Fleck leitet seit 2012 das Büro der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung in Istanbul. Seine Arbeit habe sich in dieser Zeit nicht verändert, sagt er, die Situation um ihn herum aber schon: Weil sich seine Stiftung für Grundrechte, Demokratie, Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit in der Türkei einsetzt, wird sie von der Regierung inzwischen als Teil der Opposition gesehen. “Obwohl wir das gleiche machen wie zuvor.”

Quelle: NGOs in der Türkei: “Wenn wir bibbern, haben wir unseren Job verfehlt” – SPIEGEL ONLINE

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Arbeitsrecht: Zeckenbiss eines Polizisten ist kein Dienstunfall

Die Situation war dramatisch, sein Handeln vorbildlich: Ein Euskirchener Polizist, der im September 2013 während der Nachtschicht Zeuge eines Autounfalls auf der A3 wurde, eilte dem Fahrer sofort zu Hilfe. Weil der Unfallwagen erst in einem Waldstück neben der Autobahn zum Stehen kam, rannte der Beamte zu Fuß durchs Gebüsch zu dem Unfallopfer.

Quelle: Arbeitsrecht: Zeckenbiss eines Polizisten ist kein Dienstunfall – SPIEGEL ONLINE

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Ferienjobs: Was ist bei Ferienjobs zu beachten?

Sehr geehrte Frau Hochmeister,Der Berliner Arbeitsrechtler Ulf WeigeltUlf Weigeltfester freier Autor im Ressort Karriere & Fachanwalt für Arbeitsrechtzur Autorenseitewer Schüler für einen Ferienjob beschäftigen möchte, sollte die Bedingungen für sogenannte kurzfristige Beschäftigungen erfüllen. Diese Art von Beschäftigung bringt dem Arbeitgeber den Vorteil, dass er zwar Lohnsteuer zahlen muss, aber keine Sozialabgaben. Damit sind Schüler-Ferienjobs für Betriebe besonders wirtschaftlich. Erfüllt der Ferienjob die Voraussetzungen für eine kurzfristige Beschäftigung nicht, dann kann das Finanzamt den Lohn nicht als Betriebsausgabe anerkennen.Das sind die Bedingungen: Der Ferienjobber darf nur maximal 50 Tage oder zwei Monate pro Jahr arbeiten. Zudem muss durch die Eigenart seiner Tätigkeit von Anfang an klar sein, dass es sich um eine kurzfristige Beschäftigung handelt. Ein Beispiel dafür ist Saisonarbeit. Bei Schülern ist diese Bedingung in der Regel erfüllt.

Quelle: Ferienjobs: Was ist bei Ferienjobs zu beachten? | ZEIT ONLINE

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Googlen von Bewerbern: Nicht erwischen lassen!

Viele Personalverantwortliche in mittelständischen Unternehmen geben die Namen potentieller neuer Mitarbeiter bei Google und Facebook ein und schauen, was sie dort finden. Rechtsanwalt Dirk Bischoff erklärt, wieso das rechtlich problematisch ist – und welche Recherchen erlaubt sind.30 Millionen Deutsche sind auf Facebook vertreten, und über einen Großteil der übrigen findet man an anderen Stellen im Netz alle möglichen Informationen – ob in Zeitungsartikeln, in anderen sozialen Netzwerken oder auf vergessen geglaubten privaten Websites. Was liegt also näher, als Bewerber auf eine vakante Stelle im Laufe des Auswahlprozesses zu googlen?Immerhin jedes zweite Unternehmen, ergab eine Bitkom-Umfrage vor zwei Jahren, überprüft Bewerber in sozialen Netzwerken. Vorrangig zwar in berufsbezogenen Netzwerken wie Xing und Linkedin, teilweise aber auch bei eher privat genutzten wie Facebook. Doch während ersteres arbeitsrechtlich wohl unproblematisch ist, steht letzterem der Datenschutz entgegen, betont Arbeitsrechtler Dirk Bischoff: „Schließlich kann man bei Xing und Linkedin davon ausgehen, dass die Bewerber die Profile auch für solche Zwecke eingerichtet haben.“ Bei Facebook hingegen sehe das in aller Regel anders aus.

Quelle: Googlen von Bewerbern: Nicht erwischen lassen!

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Jobcenter: Wirtschaft fehlt Mut zur Einstellung von Flüchtlingen

Die deutschen Jobcenter fordern von der deutschen Wirtschaft mehr Mut und Risikobereitschaft bei der Beschäftigung von Flüchtlingen.Es gäbe bei Arbeitgebern eine „Diskrepanz zwischen der öffentlich bekundeten Unterstützung der Integration von Flüchtlingen und dem praktischen Handeln vor Ort“, sagte Matthias Schulze-Böing vom Bundesnetzwerk Jobcenter, der WirtschaftsWoche. Das Netzwerk vertritt die bundesweit über 400 deutschen Einrichtungen. Die Zahl der angebotenen Praktikums- und Ausbildungsplätze reiche bei weitem nicht aus

Quelle: Jobcenter: Wirtschaft fehlt Mut zur Einstellung von Flüchtlingen

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Dieselskandal: Audi-Techniker klagen laut “Handelsblatt” gegen Entlassung

Der Stuhl von Audi-Chef Rupert Stadler wackelt bereits, nun hat der Chef des tief im Sumpf des Abgasskandals steckenden Autokonzerns offenbar neuen Ärger: Audi Chart zeigen ist laut einem Bericht von dreien wegen des Dieselskandals gefeuerten Führungskräften verklagt worden. Bei dem Streit gehe es um die Verantwortung für offenbar manipulierte Schadstoffwerte beim Abgasausstoß, meldet das “Handelsblatt”.

Quelle: Dieselskandal: Audi-Techniker klagen laut “Handelsblatt” gegen Entlassung – SPIEGEL ONLINE

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Stellenanzeigen: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Engagiert, kompetent, teamfähig und kommunikativ sein – das erwarten die Betriebe durch die Bank von Bewerbern. Ihre Stellenanzeigen aber sind häufig das genaue Gegenteil. Eine Studie der Agentur Textkernel offenbart, dass ein Großteil der deutschen Arbeitgeber aus Phrasendreschern besteht. Sie suchen nach neuen Mitarbeitern mit Hilfe von Stellenanzeigen, die einfallslos, nichtssagend und beliebig sind. Die DHZ sagt Ihnen, was auch Handwerksbetriebe in ihren Stellenanzeigen beherzigen und vermeiden sollten.

Quelle: Stellenanzeigen: Diese Fehler sollten Sie vermeiden – dhz.net

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Sie suchen nach neuen Wegen um Personal zu finden?

Ist Ihnen bekannt, dass Sie auf der Homepage von Netzwerk Arbeit vollkommen kostenlos Ihre Stellenanzeigen veröffentlichen können? Wenn nicht, dann wissen Sie es jetzt.

Wir haben uns zu diesem Service entschlossen, da wir und unsere Dienstleistungen nicht mit denen der Arbeitsagentur oder Personalvermittlungen vergleichbar sind. Wir sind für einen offenen Marktplatz, der sich auch durch Ideen der Kunden weiterentwickeln kann.

Oft veröffentlichen fremde Unternehmen wöchentlich bis zu 50 Stellenangebote auf unserer Homepage, um Kandidaten die Chance zu geben, sich direkt bei IHNEN zu bewerben.

Was diesen Service für Sie besonders attraktiv macht ist nicht die Tatsache, das Sie eine weitere Möglichkeit gefunden haben, Stellenangebote zu veröffentlichen. Wirklich interessant macht es unser Netzwerk, in dem Ihre Stellenangebote automatisch über unsere Kontakte in unseren persönlichen oder in Social-Media” verbreitet werden.

Schauen Sie sich ein paar Stellenangebote hier an.

Oder starten Sie sofort und erfassen Ihr erstes Stellenangebot auf der Homepage von Netzwerk Arbeit.

 

 

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Mitarbeiter mit Wahrnehmungsstörung? Kann aber lesen!

Heute fuhr ich zur Post um das Postfach zu leeren und was fand ich im Postfach?
Einen Brief der Post, mit einem fettem Aufdruck “Wichtig. Nicht ins Postfach legen”

 

Bildung ist der Weg oder auch Prozess, in dem der Mensch seine geistig-seelische Gestalt gewinnt. Heute versteht man unter Bildung vor allem auch das Allgemeinwissen, über das ein Mensch verfügt.

In der Psychologie ist Intelligenz ein Sammelbegriff für die kognitive Leistungsfähigkeit des Menschen, also die Fähigkeit, zu verstehen, zu abstrahieren, Probleme zu lösen, Wissen anzuwenden und Sprache zu verwenden.

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Mitarbeiter sucht Ferienwohnung – / Mietwohnung in 63831 Wiesen

Sehr geehrte Damen und Herren,
einem unserer Kandidaten, den wir als technischen Redakteur in ein Unternehmen im Raum Aschaffenburg vermittelt haben, möchten wir bei der Wohnungssuche behilflich sein.

Unser Kandidat ist 27 Jahre alt, ledig und sucht im Umkreis von 30 km von 63831 Wiesen entweder:

1. eine Wohnung mit 30-50m² zur Dauermiete, oder übergangsweise
2. eine Ferienwohnung zur Langzeitmiete

Da der Kandidat seinen neuen Job zum 01.08.2017 antritt, freuen wir uns, wenn wir durch Ihre Unterstützung eine Hotelunterkunft vermeiden können.

Wir sind Ihnen für jegliche Hinweise per E-Mail an info@netzwerk-arbeit.com dankbar.
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Trump verzweifelt? Jetzt nehmen auch Ziegen den Amerikanern ihre Jobs weg

Die Tiere pflegen Grünflächen nicht nur schneller und günstiger, sondern auch umweltfreundlicher. Erste Gewerkschafter protestieren schon gegen die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt.

Von Kathrin Werner, New York

 

Amerikas Arbeiter haben es nicht leicht. Seit Jahren hören sie immer neue Argumente gegen sich: Mexikaner erledigen dieselbe Arbeit billiger. Maschinen und Roboter arbeiten schneller. Gerade schlecht ausgebildete Menschen tun sich in den USA schwer, Jobs zu finden. Und wenn, dann sind diese so schlecht bezahlt, dass sich von ihnen kaum leben lässt. Die Löhne sind im vergangenen Monat gerade mal um 0,2 Prozent gestiegen. Und jetzt gibt es neue Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt: Ziegen.

Die Gewerkschaft der städtischen, kommunalen und bundesstaatlichen Angestellten (AFSCME) hat offiziell Beschwerde eingereicht, weil die Western Michigan University in diesem Sommer statt der bislang dort tätigen Gärtner eine Herde Ziegen angeheuert hat. Die Tiere erledigten die Arbeit billiger, schneller und umweltfreundlicher, argumentiert die Universität. Doch die Gewerkschaft lässt sich solche Verdrängung auf dem Jobmarkt nicht gefallen, weder durch Mähroboter noch durch Ziegen: “Die AFSCME nimmt den Schutz der Arbeitsplätze ihrer Mitglieder ernst, und wir haben einen Tarifvertrag mit Western Michigan”, sagte der Gewerkschaftspräsident Dennis Moore der Lokalzeitung Battle Creek Enquirer. “Wir erwarten, dass der Vertrag erfüllt wird.” Die Arbeitnehmervertreter ärgern sich besonders, dass ihnen vorher niemand Bescheid gesagt hat über die mähende Konkurrenz.

Ein einwöchiges Pilotprojekt mit zehn “Fressmaschinen” im vergangenen Jahr sei ein Erfolg gewesen, hatte die Universität per Pressemitteilung mitgeteilt. Also hat sie für dieses Jahr aufgestockt. Den ganzen Sommer über sollen sich 20 Ziegen über sechs Hektar voller Unkraut hermachen, vor allem über den in den USA weit verbreiteten Giftsumach, der bei zweibeinigen Arbeitern so heftigen Ausschlag auslösen kann, dass sie sich ihm nur mit Schutzkleidung nähern. Für Ziegen dagegen ist das Gewächs besonders schmackhaft und ungiftig. Die Universität fand es darum schlicht praktisch, dessen Entfernung den Tieren zu überlassen.

Ziegen seien ruhige Allwetter-Arbeiter, die von Natur aus den Boden düngen, warb Nick Gooch, der Gartenbauer der Universität, in der Projektbeschreibung. Die alte Methode dagegen sei “arbeits- und kapitalintensiv”. 1618 Dollar koste es, tausend Quadratmeter von menschlichen Gärtnern samt ihrer Gerätschaft und Unkrautvernichtungsmitteln bearbeiten zu lassen, die tierische Arbeit schlage dagegen nur mit rund 1280 Dollar zu Buche. Zudem, damit wirbt die Agentur Munchers on Hooves, die der Hochschule die Herde vermittelt, seien die Tiere eher Jäter als Mäher: Sie verspeisen 85 Prozent Unkraut und nur 15 Prozent Gras.

Ziegen als Gartenarbeiter liegen im Trend: Die Flughäfen in Atlanta, Chicago und San Francisco haben schon Böcke zu Gärtnern gemacht, ebenso die Betreiber diverser Golfplätze und die Verwalter des Prospect Park in Brooklyn. Auch die Grünanlagen um die Google-Zentrale im Silicon Valley werden von Vierbeinern gepflegt. Sogar im Internet bestellen kann man die tierischen Arbeiter: Über den Dienst Amazon Home Services lassen sich in den USA neben Handwerkern und Putzhilfen auch Leih-Ziegenherden anheuern.

Quelle: Jetzt nehmen auch Ziegen den Amerikanern ihre Jobs weg – Wirtschaft – Süddeutsche.de

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Jeder dritte Manager hat schon Schmiergeld im Ausland gezahlt

Teure Geschenke für den Geschäftspartner, den Kunden ins schickste Hotel der Stadt einladen: Die meisten verzichten auf diese Gesten. Aus Compliancegründen. Nur im Ausland sind die den Deutschen offenbar egal.Schmiergelder, Bestechung, Vorteilnahme: Bei diesen Begriffen stehen Managern im Normalfall die Nackenhaare hoch. Wer sich nämlich erwischen lässt, muss nicht nur mit Strafen rechnen. Auch der Ruf ist ruiniert. Trotzdem hat rund jedes vierte Unternehmen mit Schmiergeldfällen zu tun, wie eine Studie der Unternehmensberatung EY aus dem vergangenen September zeigt.Damit niemand unwissentlich in die Falle tappt, haben sich viele deutsche Unternehmen Richtlinien auferlegt: Wie viel darf ein Geschenk an

Quelle: Jeder dritte Manager hat schon Schmiergeld im Ausland gezahlt

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Nebentätigkeit und Arbeitsrecht: Was erlaubt ist

Einer Geschäftsführerin wurde kürzlich gekündigt, weil sie angeblich ihre Nebentätigkeit als Anwältin übertrieben habe. Zu Unrecht, entschied das LAG Düsseldorf. Abseits dieses konkreten Falles bleibt die Frage, was bei Nebenjobs von Arbeitnehmern grundsätzlich arbeitsrechtlich gilt. 0 0 7 Nicht jede Nebentätigkeit eines Arbeitnehmers ist pflichtwidrig und berechtigt den Arbeitgeber zu arbeitsrechtlichen Schritte, zum Beispiel zu einer Abmahnung oder zur fristlosen Kündigung, wie etwa im Fall der Anwä

Quelle: Nebentätigkeit und Arbeitsrecht: Was erlaubt ist | Personal | Haufe

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McDonald’s & Co: Tarif-Einigung bei Schnellrestaurants

Die großen Schnellrestaurant-Ketten und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich in der Nacht zum Freitag auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Wie die NGG in München mitteilte, sieht der Kompromiss Lohnerhöhungen zwischen 7,3 und 8,7 Prozent in drei Stufen vor. Das Einstiegsgehalt liegt ab 1. August 2017 bei 9,00 Euro pro Stunde.Mehr zum Thema Vapiano-Vorstand: Der Chefkoch für Pizza und Pasta Shopping-Center: Rettet die Gastronomie den Einzelhandel? „Aposto“ im Nordend: Pizza und Pasta im KinoDer neue Tarifvertrag habe eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019, hieß es weiter. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen demnach in den kommenden 29 Monaten in allen drei Ausbildungsjahren um 60 Euro

Quelle: McDonald’s & Co: Tarif-Einigung bei Schnellrestaurants

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Zoll: Weniger Kontrollen gegen Schwarzarbeit am Bau

Die Kontrollen des Zolls in der Baubranche sorgen für Kritik: laut der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt haben sich in manchen Regionen die Razzien am Bau im Vergleich zu 2014 fast halbiert.Bild: imago, dpa, Montagevon Andreas MachoDie Kontrollen des Zolls in der Baubranche stehen in der Kritik. Weil die Beamten weniger Razzien als früher durchführen, würde die Schwarzarbeit am Bau blühen, kritisieren Gewerkschafter. Wie effektiv bekämpft der Zoll die illegale Arbeit am Bau tatsächlich?

Quelle: Zoll: Weniger Kontrollen gegen Schwarzarbeit am Bau

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Leben wie ein Tagelöhner – Bremen ist Hauptstadt der Leiharbeiter

Der Anteil der Leih- beziehungsweise Zeitarbeiter ist nirgends so hoch wie in dem kleinen Stadtstaat Bremen. Vor fünf Jahren lag er bei ungefähr fünf Prozent. Tendenz steigend. Bislang ist es nicht gelungen, die Leiharbeit einzudämmen. Stattdessen nimmt die Zahl der prekären Jobs weiter zu.

Von Almuth Knigge

  • Leiharbeiter gehen an einer Straße entlang nach Feierabend (dpa/Rust)
  • Der Stadtstaat wird den Titel als Leiharbeiter-Hochburg Deutschlands nicht los. (dpa/Rust)

“Das Schlimme ist ja, wenn du frei hast, hast du ja kein frei, weil sie dich ständig anrufen, ja, ist bei meinem Sohn auch immer.”

Streikfrühstück bei Verdi im Bremer Gewerkschaftshaus – im Einzelhandel Bremen/Niedersachsen muss ein neuer Tarifvertrag ausgehandelt werden. Heftige Diskussionen vor der Tür.

“Ich gehe gerne arbeiten, wirklich, ja aber unter anderen Bedingungen, ich bin auch ein Mensch und ich will Essen und Trinken, ich will davon leben können, und ich will auch mal in Urlaub fahren – das kann ich doch gar nicht.”

Helga Rolle ist die Betriebsratsvorsitzende einen großen Textildiscounters. Sie ist in absoluter Streiklaune.

“Gestern sagt einer zu mir, BILD Hannover, sagt der zu mir, warum wollen sie sechs Prozent, da guck ich den an und denke, was bist du denn für ein Spacken. Informiere dich mal, was wir generell verdienen. Ehrlich. Oder unsere Tarifverträge, wenn sie uns unsere Tarifverträge nehmen…”

Tarifverträge im Einzelhandel eine Seltenheit

Die Gefahr besteht durchaus. Tarifverträge sind im Einzelhandel mittlerweile eine Seltenheit, meint Rudolf Hickel. Er war lange Jahre Direktor des Instituts Arbeit und Wirtschaft in Bremen und kennt den Arbeitsmarkt des kleinen Bundeslandes wie kaum jemand.

“Der Einzelhandel insbesondere Discounthandel ist natürlich die absolute Speerspitze im Ausstieg aus dem Tarifvertragssystem.”

Leiharbeit, Minijobs, alles, was man sich in der Welt der prekären Beschäftigung vorstellen kann, nutzt der Arbeitgeber zur Gewinnsteigerung. Anfangen hat alles, sagt Hickel, unter anderem mit Schlecker:

Hickel: “Schlecker hat ja die massive Leiharbeit eingeführt, Schlecker hat auch eingeführt Werktverträge fürs Auffüllen von Regalen.” Mit der Folge und vielleicht auch mit der Absicht, dass diese Mitarbeiter ohne Tarifbindung und eben ohne jegliche Sicherheit dastehen. “Und es nehmen auch Betriebe ab, die der Tarifbindung unterliegen …”

Anteil der prekären Jobs liegt bei 40 Prozent

In Bremen passiert oftmals früher, was den anderen Ländern noch bevorsteht. Der Anteil der Leih- beziehungsweise Zeitarbeiter ist in nirgends so hoch wie in dem kleinen Stadtstaat. Vor fünf Jahren lag er bei ungefähr fünf Prozent. Tendenz steigend. Die Anzahl derer, die prekär – das heißt unsicher, ohne soziale Absicherung und mit niedrigeren Löhnen als das Stammpersonal beschäftigt sind – , liegt, wenn man großzügig rechnet, bei 40 Prozent.

Nur noch 57 Prozent der Arbeitsverträge in Bremen sind Vollzeitverträge, viele davon befristet. Und das ist nicht nur im Niedriglohnsektor so, sondern auch bei den gut bezahlten Jobs in der Automobil oder Luft und Raumfahrtindustrie.

“Wir haben in Bremen seit Jahren ein zunehmendes Prekariat, das heißt eine Spaltung des Arbeitsmarktes gegenüber den tarifrechtlich mitbestimmungsmäßig abgesicherten Arbeitsplätzen nehmen die prekären Jobs immer mehr zu.

Im Krankheitsfall kein Geld

Im Mittelpunkt – die Leiharbeit. Auch wenn es da durchaus mittlerweile einen Tarifvertrag gibt. “Aber die Löhne spielen sich dann eher in der Höhe des Mindestlohns ab, und insoweit spielt die Tarifvertragsdynamik da kaum eine Rolle.”

Die Arbeitsrealität für Musik- und Sprachlehrer, oft befristet oder als Minijobber eingestellt – sieht zum Beispiel so aus. Betroffene erzählen: “Im Krankheitsfall würde ich kein Geld bekommen. In den Schulferien werden wir nicht bezahlt, das sind einkommenslose Zeiten, die Rente wird sehr niedrig ausfallen.”

Verkäuferinnen stehen auf Abruf und bekommen höchstens zehn Stunden-Verträge. “Man lebt im Grunde genommen wie ein Tagelöhner.”

Wissenschaftliche Mitarbeiter, Kellner, Zimmermädchen, Köche, ja – auch – Journalisten – brauchen Zweit und Drittjobs. “Verlass, oder ne Verlässlichkeit, haben wir vertraglich nicht, wir haben einen Monat Kündigungsfrist.”

“In meinem Fall muss ich wirklich sagen, ich kann davon nicht leben.”

Senat will Anteil der Leiharbeiter reduzieren

Warum ist das so? Arbeitsmarkt-Experte: “Das hat was damit zu tun, dass in Bremen der Druck aufgrund der immer drohenden Arbeitslosigkeit relativ hoch ist und das dann die Instrumentalisierung der möglichen, sich abzeichnenden Arbeitslosigkeit natürlich genutzt wird, solche Billigjobs insgesamt stärker durchzusetzen.”

Der Bremer Senat will den Anteil von Leiharbeit reduzieren. So soll zum Beispiel die Zahlung von Investitionsfördermitteln künftig von der Quote der Zeitarbeiter abhängig sein. “Bremen hat in den letzten Jahren immer zu Gunsten der Unternehmer auf Arbeitssicherungsrechte im Grunde verzichtet.” Rudolf Hickel ist skeptisch: Eine gute Idee, die Umsetzung ist schwierig.

“Ich glaube, das wird in Bremen verkündet und das ist auch sicher gut gemeint aber am Ende nicht durchgesetzt.” Für Verdi geht die Auseinandersetzung mit den Arbeitgebern weiter. Sandra Schmidt von der Gewerkschaft pusht die Stimmung beim Streikfrühstück weiter in die Höhe.

“Ich finde, wir hätten kein besseres Motto treffen können für diese Tarifrunde, das bringt es wirklich auf den Punkt – du verdienst mehr, ihr verdient mehr, wir verdienen mehr. Und vielleicht rutscht es mir dann auch mal raus in einer Tarifverhandlung, ihr verdient Anerkennung, von eurem Arbeitgeber, für das, was ihr leistet. Ohne Euch könnten die sich nicht die ein oder andere Yacht leisten, oder Urlaub oder Drittauto und Viertauto.”

Klassenkampf-Rhetorik. Aber sie trifft den Nerv: “Es müssten wesentlich mehr rausgehen, jetzt auch in der Innenstadt. Die müssten alle rausgehen, alle. Läden zumachen. Raus.”

“Und warum machen sie das nicht?” Helga Rolle: “Weil sie Angst haben, die meisten haben ja Angst. Angst.”

Quelle: Leben wie ein Tagelöhner – Bremen ist Hauptstadt der Leiharbeiter

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Wir mögen den verdeckten Stellenmarkt, denn da findet man 65% der offenen Stellen.

Wir mögen den verdeckten Stellenmarkt, weil wir dort am wenigsten gestört werden, wenn wir unsere Kandidaten vorstellen. Warum das so ist, erklärt wir Ihnen gerne. Wenn wir dort auch für Sie suchen sollen, freuen wir uns auf Ihre Initiativbewerbung.

Lesen Sie dazu den Artikel der WILA-Infodienste:

50 Bewerbungen auf eine Stelle? Alltag, wenn man sich auf öffentlich ausgeschriebene Jobs bewirbt. Dabei werden die meisten Stellen unter der Hand vergeben. Dort ist die Bewerberzahl deutlich kleiner.

Es ist eine Situation, wie sie viele Jobsuchende kennen: Man gibt sich Mühe bei der Bewerbung – und landet doch nur auf einem riesigen Stapel von Bewerbungen. Sicher, man kann sich im Bewerbungsprozess durchsetzen. Aber es ist ein harter und langwieriger Weg.

Dabei gibt es auch einen verdeckten Stellenmarkt. Experten schätzen, dass zwei Drittel aller Stellen nicht öffentlich ausgeschrieben werden. Stattdessen wird auf andere Kanäle vertraut, wie persönliche Kontakte und Empfehlungen. Wie kann man sich als Bewerberin und Bewerber auf diesen verdeckten Arbeitsmarkt einstellen? Wie bekommt man einen Fuß in die Tür? Redaktionsleiter Andreas Pallenberg gibt dazu acht Tipps.

Tipp 1: Voraussetzung für die Nutzung des verdeckten Stellenmarktes ist die gründliche Analyse der eigenen Fähigkeiten und eine möglichst klare Vorstellung davon, wohin es beruflich gehen soll. (Von der Potenzialanalyse über die Defizitanalyse zur Profilschärfung).

Tipp 2: Der verdeckte Stellenmarkt funktioniert informell, diskret und manchmal überraschend schnell. Als Arbeitsuchender muss man erkennbar sein und gefunden werden können, um auf diesem Arbeitsmarkt berücksichtigt zu werden. Facebook, Xing und eigene Blogs bieten ihre spezifischen Möglichkeiten, mit den eigenen beruflichen Fähigkeiten entdeckt und kontaktiert zu werden.

Tipp 3: Im privaten Umfeld gilt es, möglichst viele Freunde, Bekannte und Verwandte kurz und prägnant darüber zu informieren, was man wo auf dem Arbeitsmarkt leisten kann. Nur dann können sie als Botschafter in ihren privaten und beruflichen Netzwerken etwas für einen tun.

Tipp 4: Im beruflichen Umfeld geht es darum, in der Branche, auf Kongressen, Symposien, Messen und anderen Events auf sich aufmerksam zu machen. Neben der direkten Ansprache von möglichen Arbeitgebern geht es darum, als Teil des Netzwerkes wahrgenommen zu werden und sich mit Engagement und inhaltlichen Beiträgen zu profilieren.

Tipp 5: Eine gut vorbereitete Initiativbewerbung bei einem ausgesuchten Arbeitgeber kann ein Treffer sein, muss aber zeitlich gut passen und setzt zumindest eine aktuelle oder absehbare Vakanz voraus. Sinnvoll ist es, dabei auch Signale zu setzen, dass man nicht nur punktuell, sondern auch mittel- bis langfristig an einer Mitarbeit interessiert ist.

Tipp 6: Die großen Online-Job- und Stellenbörsen bieten die Möglichkeit, Bewerberprofile öffentlich zu hinterlegen. Diese sollten genutzt, mit geeigneten Suchbegriffen ausgestattet sowie regelmäßig aktualisiert werden.

Tipp 7: Auch Zeitarbeitsfirmen und professionelle Personalberater bieten Plattformen, auf denen man als möglicher Mitarbeiter entdeckt werden kann. Diesen sollte ein aussagefähiges Profil mit den Kernaussagen zu den beruflichen Einsatzmöglichkeiten vorgelegt werden.

Tipp 8: Auch die Jobbörse der Arbeitsverwaltung bietet an, Bewerberprofile zu hinterlegen. Es gibt immer mehr Berichte, dass dieser Weg zum Erfolg geführt hat.

Der verdeckte Arbeitsmarkt ist schwer greifbar, birgt aber ein großes Beschäftigungspotenzial. Nur wer sich gleichzeitig auf allen Wegen und Plattformen mit seinen Fähigkeiten zeigt, kann als Arbeitskraft für den verdeckten Arbeitsmarkt wahrgenommen werden. Erhöhen Sie Ihre Präsenz, werden Sie zum umgekehrten Headhunter in eigener Sache!

 

Quelle:

https://www.wila-arbeitsmarkt.de/blog/2015/03/18/tipps-zum-verdeckten-stellenmarkt/

 

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Arbeitsrecht: Wie Arbeitsschutz die Gleichberechtigung hemmt

Dürfen nach Geschlechtern getrennte Toiletten einen gemeinsamen Vorraum mit einem gemeinsamen Waschbecken haben? Das ist auch im Jahr 2017 eine durchaus aktuelle Frage. Bei Komnet – einer Wissensdatenbank des Landesinstituts für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen – wird diese Frage ernsthaft wie folgt beantwortet: “Die Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV fordert, dass für Männer und Frauen getrennte Toilettenräume einzurichten sind oder eine getrennte Nutzung zu ermöglichen ist (§ 6 ArbStättV). In der Regel werden die Toilettenräume getrennt eingerichtet. Im Anhang zur ArbStättV (Ziffer 4.1) wird weiter erläutert, dass in Toilettenräumen eine ausreichende Zahl von Handwaschbecken zur Verfügung stehen muss.”

Geschlechtertrennung bei Wasch-, Toiletten und Umkleideräumen

Dabei lernt man, nota bene, was ein “Bedürfnisstand” ist. Für alle, die nicht selbst googeln wollen: Es handelt sich um ein Urinal (in der “technischen Regel” heißt es: “Urinale sind Bedürfnisstände ausgeführt als Becken oder Rinnen”).

Es gilt sowohl für Wasch-, Toiletten- als auch für Umkleideräume, dass diese für Männer und Frauen getrennt einzurichten sind. Seltsam nur: Die Beschäftigung im Freien und auf Baustellen besitzt eine Sonderrolle, denn bei Vorhandensein nur weniger Beschäftigter erfüllen in diesem Fall schon abschließbare Toiletten und Waschgelegenheiten die Vorgaben.

Also: Geschlechtertrennung auf dem Land anders als in der Stadt? Oder besonders gute Lobby-Arbeit der Landwirtschaft und Bauindustrie? Mit dem Argument der technischen Machbarkeit ist diese Differenzierung jedenfalls nicht zu begründen – auf Volksfesten sind auch mobile Toiletten für zwei Geschlechter zu sehen.

Arbeitsstättenverordnung: Detaillierte Regelung zu Toilettenräume

Aber schauen wir noch genauer hin: Auch wenn im Anhang der Arbeitsstättenverordnung die Toiletten-Anzahl vorgeschrieben wird, werden immer noch keine genauen Zahlen genannt. Abhilfe schafft hier die dazu passende Technische Regel für Arbeitsstätten, die ASR A4.1. Darin enthalten sind sehr präzise Vorgaben, Messwerte und Zahlen zu sanitären Einrichtungen. Ich bin fasziniert, schafft es doch nicht nur der europäische Gesetzgeber, besonders tief in Regelungsangelegenheiten einzusteigen (in diesem Zusammenhang sei auf das Zitat des Unternehmers Alwin Münchmeyer aus dem Jahr 1974 verwiesen: “Das Vaterunser hat 56 Wörter, die Zehn Gebote haben 297 und die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 300. Aber eine Verordnung der EWG-Kommission über den Import von Karamellen und Karamellprodukten zieht sich über 26 911 Wörter hin.”)

Und besonders schön führt Nr. 5.2 der ASR A4.1 aus: Die Toilettenräume müssen sich in der Nähe der Arbeitsplätze, der Pausen, Bereitschafts-, Wasch- oder Umkleideräume befinden. Die Weglänge zu Toilettenräumen sollte nicht länger als 50 Meter sein und darf 100 Meter nicht überschreiten. Die Toilettenräume müssen sich im gleichen Gebäude befinden und dürfen nicht weiter als eine Etage von ständigen Arbeitsplätzen entfernt sein. Der Weg von ständigen Arbeitsplätzen in Gebäuden zu Toiletten soll nicht durchs Freie führen.

Arbeitsschutz: Keine Toilette, kein Praktikum

Weshalb ich auf das – auf den ersten Blick vielleicht nicht einmal spannende – Thema komme? Meine Tochter. Sie ist an einem technischen Beruf interessiert und kümmert sich gerade um ein Praktikum. Das möchte sie in einer Autowerkstatt machen, am liebsten bei Maserati, Bugatti oder so. Da es dies am Ort nicht gibt, wäre aber auch BMW, Mercedes & Co in Ordnung.

Also, sie kommt dort an: “Hallo, ich möchte gerne ein Praktikum im Sommer machen, geht das wohl?” Die Antwort: “Ja klar gern; was im Büro interessiert Dich denn am meisten?” Stotternd: “Büro, nein, nein: Werkstatt…” Nun stockt das Gespräch. Nach ein paar Sekunden Schnappatmung: “Nun ja, wir finden es toll dass Du als Mädchen Dich für einen technischen Beruf interessierst, wir machen ja auch beim Girl´s Day und so weiter mit, aber, hm, nein das geht nicht, wir haben in der Werkstatt leider keine Damentoilette.”

Sie ahnen schon nach oben Gelesenem: die Damentoilette ist mehr als 50 Meter von der Werkstatt entfernt oder sie ist in einem anderen Stockwerk oder – und da wird es ganz ernst – von der Werkstatt zum Verkauf oder Büro geht es durchs Freie… Danke.

Scheitert Frauenförderung am Arbeitsschutz?

Da mühen sich Bundesregierung (angeblich), Verbände und Kammern, Mädchen und junge Frauen in vermeintlich männerdominierte Berufe zu bringen. Da werden Millionen aufgewandt für Girl´s Day, Girlsatec, Femtec, Frauen in MINT, Women Power. Da werden Gesetze gebastelt, wie Entgeltgleichheitsgesetz, Frauenquote im Aufsichtsrat, allgemeines Gleichbehandlungsgesetz – mit einer Regelungswut und -tiefe vergleichbar der vorbenannten “Technischen Regel”.

Und was kommt dabei im Ergebnis heraus? Alles heiße Luft – der Vergleich mit Flatulenz sei mir nachgesehen, bietet sich aber als wunderbares „jeux des mots“ geradezu an. Angesichts der Absagen könnte man auch sagen: Pfeif drauf – ein weiteres linguistisch sehr nahes Wortspiel würde zu vulgär für diese Kolumne sein.

Arbeitsschutz und Gleichberechtigung: Unisex-Toiletten als Lösung?

Arbeitsschutz ist wichtig, keine Frage. Ob wir hier aber nicht ein wenig überziehen? Da kommt einem nicht nur die im Anwaltsbüro vorhandene Unisex-Toilette aus der Erfolgs-Anwaltsserie Ally Mc Beal in den Sinn. Da denken wir an überlaufene Damentoiletten, zum Beispiel am Flughafen nach einem Langstreckenflug – wobei die Damen wie selbstverständlich auch die Herrentoiletten stürmen (nein, nicht die Bedürfnisstände) und keinen stört´s.

Übrigens: Auch in Großfamilien werden Toiletten gemeinsam und geschlechterübergreifend benutzt, und früher, als alles besser war, auf Pfadfinderlagern, da gab es auch nur einen Donnerbalken.

Mehr Deregulierung, mehr Gleichberechtigung

Mehr Selbstverständlichkeit und Gelassenheit täte uns gut. Deregulierung ist mehr und mehr das Gebot der Stunde. Nicht nur das Entgeltgleichheitsgesetz, Quotenregelungen et cetera sind überreguliert – ohne dass die Zielrichtung der Gleichberechtigung falsch wäre. Bevor man ans große Ganze geht, hätte die Frauenministerin der Arbeitsministerin vielleicht einfach mal sagen sollen, wo die Probleme bei der Gleichberechtigung beginnen: beim kleinen und großen Geschäft!

Bis dahin sage ich meiner Tochter: “Wähle einen Frauenberuf. Friseurin vielleicht. Oder Lehrerin. Oder wenn gar nichts geht Politikerin, am besten Ministerin. Du könntest das dann ja ändern!”

Quelle: Arbeitsrecht: Wie Arbeitsschutz die Gleichberechtigung hemmt | Personal | Haufe

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Erreichbarkeit im Urlaub: Was Arbeitnehmer beachten sollten

Das Handy im Urlaub abschalten und einfach nicht erreichbar sein: Nur noch ein Traum in der modernen Arbeitswelt? Nach dem geltenden Arbeitsrecht ist das eigentlich keine Frage: Arbeitnehmer dürfen rein rechtlich betrachtet, dienstliche Anrufe, E-Mails oder SMS während ihres Urlaubs ignorieren oder ihr Smartphone ausschalten. Umfragen zeigen jedoch, dass das totale Abschalten für viele Beschäftigte keine realistische Option ist. Zu groß ist die Angst, einen wichtigen Anruf zu verpassen und sich damit ins Abseits zu manövrieren. Umso wichtiger ist es, klare Regelungen zur Erreichbarkeit zu treffen.

Fehlende Regelungen zur Erreichbarkeit verursachen Stress

In vielen Betrieben wird über eine Erreichbarkeit im Urlaub gar nicht gesprochen. Das kann zu Stress und Unsicherheit führen. Denn wenn man nicht weiß, ob es in Ordnung ist, das Handy einfach auszulassen, reist das schlechte Gewissen immer mit. Diplom-Psychologin Dr. Nina Pauls, die im Projekt “Master” mitarbeitet, rät zu klaren Absprachen, um die wichtige Erholung im Urlaub zu sichern-auch für Führungskräfte.

Zwar sehen viele Beschäftigte auch Vorteile in einer flexiblen Gestaltung ihrer Erreichbarkeit, aber unausgesprochene Erwartungen und unklare Regelungen erzeugen häufig Stress. Sie führen oft dazu, dass die Grenzen der eigenen Belastbarkeit aus den Augen verloren werden. Das wiederum kann sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken. Um die Erholungsfähigkeit sicher zu stellen, ist die bewusste und planvolle Gestaltung der Erreichbarkeit deshalb für Unternehmen eine wichtige Maßnahme, meint die Psychologin.

Die ständige Erreichbarkeit in den Griff kriegen: Tipps für Arbeitnehmer

1. Sprechen Sie es an. Sie haben das Gefühl, immer erreichbar sein zu müssen, nach Feierabend, am Wochenende und sogar im Urlaub? Sprechen Sie mit Ihrer Führungskraft, klären Sie die gegenseitigen Erwartungen und finden Sie so gemeinsam eine Lösung, die Sie entlastet.
2. Organisieren Sie frühzeitig eine Vertretung.  Kümmern Sie sich frühzeitig in Absprache mit Ihrer Führungskraft darum, dass wichtige Aufgaben während Ihrer Urlaubszeit von Kolleginnen und Kollegen erledigt werden. Nur so können Sie im Urlaub abschalten und bleiben auf lange Sicht gesund und leistungsfähig.
3. Schaffen Sie räumliche Distanz. Versuchen Sie sich nach Feierabend oder am Wochenende ganz auf Ihre Erholung zu konzentrieren. Das gilt auch räumlich: Die Arbeit ins Schlafzimmer oder die Küche zu verlagern, mag eine Zeit lang gemütlich sein. Doch auf Dauer leidet oft die Erholungsfähigkeit.

Auch die Chefetage braucht Erholung: Tipps für Führungskräfte

1. Treffen Sie klare Absprachen. Klar kommunizierte Regelungen zur Erreichbarkeit, z.B. im Urlaub, im Feierabend oder zu Stoßzeiten, helfen Ihnen und Ihren Beschäftigten dabei, sich in der Freizeit zu erholen und richtig abzuschalten. Sprechen Sie mit Ihren Beschäftigten verschiedene Situationen durch und klären Sie so gegenseitige Erwartungen an eine Erreichbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeiten. Halten auch Sie als Führungskraft sich an diese Absprachen.
2. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Auch Führungskräfte müssen nicht immer und überall erreichbar sein. Verordnen Sie sich in Absprache mit Ihren Vorgesetzten und Ihrem Team regelmäßig erreichbarkeitsfreie Zeiten, in denen Sie auftanken können. Denn auf lange Sicht ist eine angemessene Erholung sehr wichtig. Schließlich orientieren sich auch Ihre Teammitglieder an Ihrem Umgang mit Erreichbarkeit.
3. Senden Sie die richtigen Signale. Machen Sie sich bewusst, welches Signal Sie senden, wenn Sie Ihren Teammitgliedern spätabends oder am Wochenende Mails schicken. Besser ist es, wenn Sie die Mail innerhalb der regulären Arbeitszeit zusenden, z.B. am nächsten Morgen. Bei Bedarf können Sie mit Ihren Beschäftigten einen Bereitschaftsplan erarbeiten, der für Notfälle eine Sicherheit bietet.
4. Organisieren Sie eine Jahresurlaubsplanung. Bilden Sie wenn möglich Tandems innerhalb Ihres Teams, sodass sich Kolleginnen und Kollegen gegenseitig in Urlaubs- und Krankheitszeiten vertreten können. So stellen Sie sicher, dass Ihre Beschäftigten nicht nur eine erholsame Urlaubszeit haben, sondern auch bei spontanen Ausfällen immer jemand ansprechbar ist.

Quelle: Erreichbarkeit im Urlaub: Was Arbeitnehmer beachten sollten | Personal | Haufe

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Rentnerbeschäftigung: Was Ältere zum Bleiben motiviert | Personal | Haufe

Jeder dritte Betrieb versucht inzwischen, Mitarbeiter, die das Rentenalter erreicht haben, weiterzubeschäftigen. In absoluten Zahlen gab es bei rund 650.000 Mitarbeitern, die im Jahr 2015 ihre Rentenberechtigung erlangten, 170.000 Versuche diese zu halten, wie eine repräsentative Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in rund 13.000 Betrieben ergeben hat.

Die Erfolgsaussichten, die Rentenberechtigten zu halten, waren demnach sehr gut: Die Erfolgsquote lag bei 83 Prozent. Knapp 145.000 Senioren ließen sich dazu motivieren, weiter im Unternehmen zu arbeiten anstatt ihren Ruhestand zu Hause zu genießen. Allerdings werten die Arbeitsmarktforscher die hohe Erfolgsquote nicht als Beleg dafür, dass die Unternehmen bei den Rentnern übermäßig viel Motivationsarbeit geleistet hätten: Vielmehr vermuten sie, dass die Betriebe von vorneherein vor allem die Mitarbeiter angesprochen haben, bei denen sie sich gute Erfolgschancen auf einen Verbleib im Betrieb ausgerechnet hatten – und es bei den anderen Mitarbeitern erst gar nicht versucht hätten.

Rentnerbeschäftigung: Attraktive Arbeitszeiten motivieren am meisten

Aufschlussreich für Arbeitgeber, denen es bisher noch nicht so gut gelingt, ihre Rentner für eine Weiterbeschäftigung zu begeistern, dürfte vor allem sein, auf welche Maßnahmen und Motivatoren jene Betriebe setzen, die dabei schon erfolgreich sind. Nach den Erkenntnissen des IAB ließen sich die Senioren vor allem durch attraktive Arbeitszeiten ködern: Die überwiegende Mehrheit der erfolgreichen Betriebe (60 Prozent) gaben “kürzere Arbeitszeiten” als wichtigste Maßnahme an, gefolgt von 49 Prozent der Betriebe, die mit einer Flexibilisierung der Arbeitszeit Erfolge verbuchen konnten.

Einige (17 Prozent) gaben auch an, die Veränderung des Tätigkeitsprofils sei bei ihren Senioren ein erfolgreiches Instrument gewesen. Eine höhere Entlohnung, Prämien oder einer Beförderung beeindruckten hingegen weniger Rentenberechtigte – nur 13 Prozent der Betriebe können diese Maßnahmen als Erfolgsgaranten weiterempfehlen.

Rekrutierungsprobleme häufigster Grund für Rentnerbeschäftigung

Auch, wenn sich die Strategien unterscheiden, mit denen die Betriebe versuchen ihre Silver Ager zu halten – bei der Begründung, warum sie sie weiterbeschäftigen möchten, sind sich die meisten einig: Ihnen gelingt es nicht, rechtzeitig zum Ausscheiden der erfahrenen Mitarbeiter passende Nachwuchskräfte einzustellen. “Liegen Fachkräfteengpässe vor, so steigt die Wahrscheinlichkeit, rentenberechtigte Mitarbeiter halten zu wollen, statistisch hochsignifikant um 21 Prozentpunkte”, erklären die Forscher.

Kleinbetriebe versuchten mit 32 Prozent einen erheblich höheren Anteil an Rentnern zu halten als größere Betriebe mit elf Prozent. Auch hier spielen offenbar Rekrutierungsprobleme die Hauptrolle: “Kleinbetriebe haben tendenziell schlechtere Chancen, ausscheidende Mitarbeiter durch Neueinstellungen adäquat zu ersetzen”, so die Arbeitsmarktforscher.

Bei einer Betrachtung nach Wirtschaftszweigen zeigt sich, dass im Bereich der Öffentlichen Verwaltung mit 18 Prozent vergleichsweise wenige Betriebe Versuche unternahmen, rentenberechtigte Mitarbeiter zu halten. Die Erfolgsquote fiel hier mit 67 Prozent zudem unterdurchschnittlich aus. Im Wirtschaftszweig “Maschinen, Elektrotechnik, Fahrzeuge” waren es dagegen 43 Prozent der Betriebe, die rentenberechtigten Mitarbeitern entsprechende Angebote unterbreiteten. Die Erfolgsquote betrug dabei 86 Prozent.

Flexirente kommt gut an

Die IAB-Forscher befragten die teilnehmenden Betriebe auch zu ihrer Meinung zum Flexirentengesetz: Die seit diesem Jahr geltenden Regelungen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit schätzen diese vorwiegend positiv ein. Besonders gut kommt bei den Befragten der Wegfall der Arbeitslosenversicherungsbeiträge für altersrentenberechtigte Mitarbeiter und zu den großzügigeren Hinzuverdienstmöglichkeiten im Rahmen einer Teilrente an.

Die komplette IAB-Studie steht im Internet zum Download bereit unter doku.iab.de/kurzber/2017.

Quelle: Rentnerbeschäftigung: Was Ältere zum Bleiben motiviert | Personal | Haufe

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Anerkennungsgesetz: Qualifizierte Zuwanderung weiter schwierig

Zu Recht hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka das Anerkennungsgesetz als Brücke in eine Beschäftigung, die der Qualifikation entspricht, angepriesen. Denn derjenige, der für seine im Ausland erworbene Qualifikation die Gleichwertigkeit erreicht, bekommt durch den gesetzlichen Rahmen nun die Möglichkeit, entsprechend seiner Qualifikation eingesetzt zu werden.

Dass in Deutschland nach wie vor ausländische Ärzte und Ingenieure (besonders aus Ländern wie Iran, Irak und Syrien) als Taxifahrer arbeiten, ist noch immer die Regel. Für sie kam das Anerkennungsgesetz zu spät. Seit der Einführung der Vorschriften war jedoch die Hoffnung gestiegen, dass künftig in Deutschland kein Ausländer mehr unter seiner Qualifikation beschäftigt wird.

Vorteil Anerkennungsgesetz: Anspruch auf Gleichwertigkeitsprüfung

Mit dem Anerkennungsgesetz wurde Ausländern erstmalig und übergreifend in der Geschichte des Ausländerrechts ein Rechtsanspruch auf ein Verfahren zur Gleichwertigkeitsprüfung ihrer Qualifikation gewährt – unabhängig von der Staatsangehörigkeit, vom Aufenthaltsstatus, vom Aufenthaltsort und von der finanziellen Situation. Durch diese Entkoppelung haben nicht nur Geduldete und Asylsuchende einen Rechtsanspruch auf Gleichwertigkeitsprüfung, sondern auch Antragsteller aus dem Ausland.

Vorteil Anerkennungsgesetz: Aufenthaltstitel für Bildungsmaßnahme

Als positiv zu bewerten ist auch die Einführung des § 17a Aufenthaltsgesetz (AufenthG). Die Vorschrift räumt Ausländern die Möglichkeit ein, zwecks Anerkennung der Berufsqualifikation einen Aufenthaltstitel für die Durchführung einer Bildungsmaßnahme und einer sich daran anschließenden Prüfung für eine Dauer von 18 Monaten zu erhalten. Dieser Anspruch besteht erst seit August 2015 und trat – aus welchen Gründen auch immer – nicht zeitgleich mit dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) in Kraft, sondern erst drei Jahre später.

Vorteil: BQFG Weitere Verfahren zur Gleichwertigkeit

Angesichts der Zahl der Flüchtlinge aus Kriegs- und Armutsgebieten, die vorrangig nach Deutschland flüchten, ist zudem die Einführung der Qualifikationsanalyse gemäß § 14 BQFG als sinnvoll zu beurteilen. Wenn der Antragsteller unverschuldet Nachweisdokumente nicht beibringen kann oder diese Dokumente unvollständig sind, bietet § 14 BQFG die Qualifikationsanalyse. Hierbei sollen die Kenntnisse und Fertigkeiten an Hand von Fachgesprächen oder Arbeitsproben festgestellt werden.

Beispiel: Stipendienprogramm Hamburg

In diesem Zusammenhang ist das “Stipendienprogramm Hamburg” hervorzuheben. Das Programm dient der Sicherung des Lebensunterhalts für die Dauer einer Ausgleichsmaßnahme oder Anpassungsqualifizierung. Nach diesem Programm werden 50 Prozent als Zuschuss und weitere 50 Prozent als zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich kann für die anfallenden Kosten im Rahmen des Anerkennungsverfahrens ein nicht rückzahlbarer Einmalzuschuss über maximal 12.000 Euro beantragt werden.

Von diesem Programm können allerdings nur Antragsteller profitieren, die bereits einen Aufenthaltstitel für Deutschland besitzen und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Hamburg haben. Ob andere Bundesländer nachziehen, bleibt abzuwarten.

Fünf Jahren Anerkennungsgesetz: Nachteil durch deutsche Arroganz?

Doch es gibt auch eine Kehrseite: Obwohl das Anerkennungsgesetz vor fünf Jahren in Kraft trat und die Bundesregierung intensiv an seinem Gelingen arbeitet, sind noch immer keine außerordentlichen Erfolge zu feiern. Die Zahl der Antragsteller steigt weiterhin im “Schneckentempo”.

Dies liegt meines Erachtens einmal daran, dass Deutschland sein Bildungsniveau zu Unrecht höher bewertet als das Bildungsniveau anderer Länder. Die Folge:  Die Antragsteller werden zur “Nachbesserung” ihrer im Ausland erworbenen Qualifikation gezwungen. Dies kann bis zu drei Jahren in Anspruch nehmen.

Nachteil Anerkennungsgesetz: Hohe Kosten für den Antragsteller

Des Weiteren stellen die Kosten einer Gleichwertigkeitsprüfung eine kaum zu überwindende finanzielle Hürde dar. Es ist nicht nur das gebührenpflichtige Anerkennungsverfahren, das Kosten verursacht. Auch die von der zuständigen Stelle aufgegebene “Nachbesserung” der Qualifikation – die Anpassungs- oder Ausgleichsmaßnahmen also – kann im Einzelfall mehrere Tausend Euro betragen. Hinzu kommen Gutachterkosten, Kosten für Übersetzungen et cetera.

Der hierfür eingeführte Anerkennungszuschuss von maximal 600 Euro kann nicht annähernd die Kostenlast decken, wenn zum Beispiel ein Arzt für eine „Nachbesserung“ seiner Qualifikation zwischen 5.000 und 9.000 Euro auf den Tisch legen muss. Auch der nach dem SGB II und III eingeführte Zuschuss kann die Last der Antragsteller nicht wirklich minimieren.

Nachteil: Keine bundesweite Vereinheitlichung der Sprachanforderungen

Ein weiteres Hindernis bilden die Anforderungen an die deutschen Sprachkenntnisse. Berufsbezogene Sprachkursangebote, zum Beispiel im Gesundheitsbereich, werden nach wie vor durch die unterschiedliche Umsetzung von Sprachanforderungen in den Ländern erschwert. Eine Vereinheitlichung ist nach fünf Jahren noch nicht gelungen. Viele Ärztinnen und Ärzte, die einen Antrag auf Approbation stellen, wissen daher oft nicht, welche Sprachzertifikate anerkannt werden.

Auch fünf Jahre nach Inkrafttreten der Vorschriften bleibt das Thema “Anerkennung von Qualifikationen” also weiterhin unübersichtlich. Trotz einiger wichtiger Vorteile ist das Ziel, durch das Gesetz die qualifizierte Zuwanderung zu forcieren und damit dem steigenden Fachkräftemangel zu begegnen, nicht annähernd erreicht.

 

Autorin: Güler Doğan ist Rechtsanwältin bei und Gründungs-Gesellschafterin von Employland. Auf der Vermittlungsplattform können sich ausländische Fachkräfte mit ihrem Profil registrieren. Neben der Vermittlung an Arbeitgeber in Deutschland erledigt Employland sämtliche juristischen Schritte, die mit der Arbeitszuwanderung der ausländischen Fachkraft verbunden sind.

Quelle: Anerkennungsgesetz: Qualifizierte Zuwanderung weiter schwierig | Personal | Haufe

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AGG: Strenge Kriterien für Rechtsmissbrauch bei Schein-Bewerbern | Personal | Haufe

In einem aktuellen Verfahren hatte sich das BAG mit dem Fall eines Juristen auseinanderzusetzen. Dieser fühlte sich wegen der Ablehnung seiner Bewerbung für eine Trainee-Stelle aufgrund seines Alters und Geschlechts diskriminiert.

Die Formulierung der Bewerbung für die Trainee-Stelle bei einer Versicherung sowie weitere Umstände, ließen den Senat des BAG ursprünglich zu dem Schluss kommen, dass sich der Rechtsanwalt nicht mit dem Ziel einer Einstellung beworben hatte. Die Einschätzung, es habe sich dabei um rechtsmissbräuchliches Verhalten gehandelt, hat das BAG nach der Entscheidung des EuGH nun jedoch korrigiert und sieht die Voraussetzungen – zumindest auf Grundlage der aktuellen Sachlage – nicht als erfüllt an.

Quelle: AGG: Strenge Kriterien für Rechtsmissbrauch bei Schein-Bewerbern | Personal | Haufe

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Ältere Mitarbeiter zum Bleiben bewegen: Lieber Arbeit statt Rente

Die steigende Personalnot macht die Wirtschaft erfinderisch. Jedes dritte Unternehmen versucht, rentenberechtigte Mitarbeiter weiterhin zu beschäftigten. Im Jahr 2015, auf das sich die neuesten Daten beziehen, erreichten rund 650.000 Beschäftigte die Rentenberechtigung oder besaßen sie schon. 170.000 davon wollten ihre Arbeitgeber halten.

Sven Astheimer Folgen:

Gelungen ist das in rund 145.000 Fällen, was einer Erfolgsquote von stolzen 83 Prozent entspricht, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht. Befragt wurden Personalentscheider von rund 13.000 Unternehmen.

 
Viele Unternehmen bieten Mitarbeitern an, auch im Rentenalter noch weiter zu arbeiten. Jeder Fünfte sagt

Vor allem kleine Betriebe versuchen oft, ältere Mitarbeiter länger an sich zu binden. Jeder dritte Beschäftigte im rentennahen Alter bekommt dort eine entsprechende Offerte. „Für sie kann das altersbedingte Ausscheiden von auch nur wenigen Mitarbeitern einen großen Verlust an Fachkompetenz bedeuten“, schreiben die Studienautoren als mögliche Begründung. Großunternehmen werden dagegen nur in rund 11 Prozent der Fälle aktiv. Sie finden – bislang noch – häufig leichter und schneller neues Personal für frei werdende Stellen.

Im Maschinen- und Fahrzeugbau arbeiten viele Ältere weitere

Am häufigsten führte zu einer Weiterbeschäftigung, wenn Arbeitgeber den Mitarbeitern kürzere Arbeitszeiten anboten (60 Prozent). Dann folgten flexiblere Arbeitszeiten (49), andere Tätigkeiten (17) und eine höhere Vergütung (13).

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In der öffentlichen Verwaltung machten nur 18 Prozent der Arbeitgeber ein Alternativangebot zum Ruhestand. Mit 67 Prozent fiel auch die Erfolgsquote unterdurchschnittlich aus. Ganz anders dagegen das Bild im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Elektrotechnik. Hier versuchte fast jedes zweite Unternehmen, verdiente Mitarbeiter länger an sich zu binden – und in 86 Prozent der Fälle waren die Bemühungen von Erfolg gekrönt. Kein Wunder: Liegen Fachkräfteengpässe wie in Teilen der Metall- und Elektroindustrie vor, steigen die Bemühungen der Arbeitgeber im Kampf gegen die Rente um 21 Prozent.

Arbeitszeiten anboten (60 Prozent). Dann folgten flexiblere Arbeitszeiten (49), andere Tätigkeiten (17) und eine höhere Vergütung (13).Mehr zum Thema Wer in der Pflege arbeitet ist selbst oft krank Ein Deutscher als beliebtester Chef AmerikasIn der öffentlichen Verwaltung machten nur 18 Prozent der Arbeitgeber ein Alternativangebot zum Ruhestand. Mit 67 Prozent fiel auch die Erfolgsquote unterdurchschnittlich aus. Ganz anders dagegen das Bild im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Elektrotechnik. Hier versuchte fast jedes zweite Unternehmen, verdiente Mitarbeiter länger an sich zu binden – und in 86 Prozent der Fälle waren die Bemühungen von Erfolg gekrönt. Kein Wunder: Liegen Fachkräfteengpässe wie in Teilen der Metall- und Elektroindustrie vor, steigen die Bemühungen der Arbeitgeber im Kampf gegen die Rente um 21 Prozent.

Quelle: Mitarbeitermangel: Lieber Arbeit statt Rente – Arbeitswelt – FAZ

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Psychische Gesundheit: Frau meldet sich krank und wird von ihrem Chef gelobt

Weil sie sich um ihre mentale Gesundheit kümmern möchte, meldet sich eine Amerikanerin krank. Ihr Chef reagiert überraschend positiv und tritt damit eine Debatte über psychische Probleme los.

Die Amerikanerin Madalyn Parker weiß, wann sie sich Zeit für sich nehmen muss, und gönnt sich diese Pausen. So meldet sie sich Ende Juni für zwei Tage krank, um sich ihrer mentalen Gesundheit zu widmen. Für ihre ehrliche E-Mail ist sie nun von ihrem Chef gelobt worden und hat damit eine Diskussion über psychische Probleme angestoßen.

„Wo ist Madalyn“, lautet der Betreff der E-Mail, die eine überraschend offene Antwort liefert. „Liebes Team, ich nehme mir heute und morgen frei, um mich auf meine psychische Gesundheit zu fokussieren“, schreibt Parker. „Hoffentlich bin ich so nächste Woche erholt zurück, um mich wieder mit 100 Prozent der Arbeit zu widmen.“

Bereits in der Vergangenheit hatte sich Parker aus diesem Grund für einige Tage krankgemeldet. Doch dieses Mal antwortet ihr Chef Ben Congelton. Er wolle ihr für ihre E-Mails persönlich danken, schreibt Congelton. Denn jedes Mal, wenn er diese erhalte, würden sie ihn daran erinnern, wie wichtig es sei, Krankheitstage für die psychische Gesundheit zu nehmen.

Chef sieht Mitarbeiterin als Vorbild

„Ich kann immer noch nicht verstehen, warum das noch kein Standard in allen Organisationen ist“, so Congelton. „Du bist ein Vorbild für uns alle und hilfst, das Stigma zu durchbrechen, sodass wir alle im Einklang mit uns selbst zur Arbeit kommen.“

Seine Mitarbeiterin freute sich über diese Antwort so sehr, dass sie diese auf Twitter veröffentlichte. Nichts ahnend, dass sie damit eine Diskussion im Netz lostreten würde. Mehr als 13.000 Menschen teilen ihren Tweet, fast 40.000 Usern gefällt er.

Unter dem Posting der Webdesignerin entbrennt eine Diskussion über mentale Gesundheit. Viele Menschen berichten von ihren Erfahrungen mit Chefs und Kollegen, die kein Verständnis für Depressionen und psychische Probleme haben. Andere beglückwünschen Madalyn Parker zu ihrem tollen Chef und fragen, ob in ihrem Unternehmen nicht bald ein Job ausgeschrieben sei.

Auch Parkers Chef meldet sich einige Tage nach dem Tweet zurück. In einem Beitrag für das Onlinemagazin medium.com lobt Ben Congelton seine Mitarbeiterin erneut für ihren Mut. Selbst an den sichersten Arbeitsplätzen sei es immer noch untypisch, ehrlich über psychische Probleme zu sprechen. Madalyns Mut helfe, dass sich der Weg zu psychischer Gesundheit als ein normales Krankheitsbild normalisiere.

Eine Debatte, die berührt

Die Geschichten der Menschen unter Parkers Tweet hätten ihn sehr berührt. Er könne nicht verstehen, warum niemand offen über mentale Gesundheit spreche. Schließlich sei einer von sechs Amerikanern in medizinischer Behandlung wegen psychischer Probleme.

„Es ist 2017. Wir sind eine Wissensgesellschaft. Unsere Jobs verlangen von uns die höchste mentale Performance“, schreibt Congelton. „Wenn sich Leistungssportler verletzen, setzen sie sich auf die Bank und erholen sich. Lasst uns die Idee verwerfen, dass es sich mit unserem Gehirn anders verhält.”

In den USA ist – im Gegensatz zu Deutschland – der Mental Health Day etabliert. Arbeitnehmer dürfen sich ein oder zwei Krankheitstage nehmen, um den Stress des Alltags zu entgehen und ihre Psyche zu fördern. Eine deutsche Übersetzung für den Tag, der die psychische Gesundheit fördern soll, gibt es somit nicht.

Quelle: Psychische Gesundheit: Frau meldet sich krank und wird von ihrem Chef gelobt – WELT

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Sonderurlaub: Wann müssen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bezahlt freistellen?

Ob Hochzeit, Umzug oder Todesfall in der Familie: Bei besonderen Ereignissen beantragen Arbeitnehmer oft Sonderurlaub. In welchen Fällen Arbeitgeber ihn gewähren müssen – und wann nicht.Was versteht man unter Sonderurlaub?Grundsätzlich versteht man unter Sonderurlaub die Freistellung eines Arbeitnehmers von der Arbeit – auf dessen eigenen Wunsch und wegen besonderer Umstände. „Nicht immer wird Sonderurlaub unter Fortzahlung der Vergütung gewährt“, präzisiert Rechtsanwältin Marion Bernhardt. „Es kann sich auch um unbezahlten Urlaub handeln.“ Im Folgenden geht es aber um die Voraussetzung dafür, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer bezahlt freistellen muss.Wie ist bezahlter Sonderurlaub gesetzlich geregelt?Der Anspruch eines Arbeitnehmers auf bezahlten Sonderurlaub lässt sich aus Paragraf 616 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ableiten. Dort heißt es:Der zur Dienstleistung Verpflichtete wird des Anspruchs auf die Vergütung nicht dadurch verlustig, dass er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird.„Der Paragraf 616 BGB statuiert eine Ausnahme von dem sonst geltenden Grundsatz: ‚Ohne Arbeit keinen Lohn’“, sagt Marion Bernhardt. Auf ihn können sich Arbeitnehmer aber nur dann berufen, wenn es in Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder im Arbeitsvertrag keine Regelungen zum Sonderurlaub gibt und im konkreten Fall kein anderes Gesetz greift.Welche Gründe für Sonderurlaub gibt es?Was ein persönlicher Verhinderungsgrund ist und was nicht, darüber schweigt sich der Gesetzgeber aus. Und auch darüber, wie viele Tage Sonderurlaub einem Arbeitnehmer zustehen, etwa bei einem Todesfall in der Familie, bei der eigenen Hochzeit oder der Geburt des Kindes, sagt Paragraf 616 BGB nichts. Entsprechend häufig beschäftigten diese Fragen bereits die Arbeitsgerichte.+++ Der impulse-Newsletter – für Unternehmer, die durchstarten wollen. Jetzt abonnieren! +++Konkrete Regeln finden sich aber in vielen Tarifverträgen, beispielsweise im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Dieser stellt einen wichtigen Anhaltspunkt dar, wie Bernhardt erklärt: „Da Arbeitgeber im Zweifel nicht die gesamte Rechtsprechung der Arbeitsgerichte kennen oder kennen können, orientieren sie sich häufig an den Vorgaben des Paragrafen 29 TVöD.“Sonderurlaub bei Geburt des KindesDas ist üblich:Die Geburt eines Kindes ist ein besonderes Ereignis – dem auch die Rechtsprechung Rechnung trägt: „Der Vater kann sich, sofern keine anderslautende Regelung gilt, auf Paragraf 616 BGB berufen“, sagt Marion Bernhardt. Auch der TVöD gewährt einen Tag Sonderurlaub – allerdings nur bei Niederkunft der Ehefrau oder Lebenspartnerin, nicht bei unverheirateten, bzw. unverpartnerten Paaren.Diese Besonderheiten sind zu beachten:Der Anspruch auf Sonderurlaub gilt unabhängig davon, ob der Kindsvater der werdenden Mutter im Kreißsaal die Hand hält, erklärt Bernhardt: „Selbst wenn die Ehefrau ‚in Spanien niederkommt‘ und der Ehemann den freien Tag nicht zum Besuch seiner Frau nutzt, steht ihm ein freier Tag zu. Das hat das Bundesarbeitsgericht schon 1973 entschieden.“ (Az.: 4 AZR 75/73)Sonderurlaub bei Todesfall in der FamilieDas ist üblich:Stirbt ein geliebter Mensch, gerät die Welt aus den Fugen. Angehörige trauern und müssen zudem rund um Bestattung und Nachlass viel organisieren. Entsprechend gewährt der TVöD zwei Tage Sonderurlaub bei Tod des Ehepartners, des Lebenspartners, eines Kindes oder Elternteils.Diese Besonderheiten sind zu beachten:Entscheidend ist für die Arbeitsgerichte die Frage, wie nah sich der Verstorbene und der Arbeitnehmer standen, wie Marion Bernhardt erklärt. Unstrittig ist Sonderurlaub nur bei Todesfällen im engsten Familienkreis – und dazu gehören nicht einmal Großeltern, Schwiegereltern oder Geschwister. Einige Arbeitgeber stellen ihre Mitarbeiter in solchen Fällen aber trotzdem für die Beerdigung frei. Auch eine unbezahlte Freistellung kommt in Frage.Sonderurlaub bei HochzeitDas ist üblich:Heiratet ein Arbeitnehmer, gilt das allgemein als guter Grund für Sonderurlaub. So urteilte etwa das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz 2010, es sei nicht zumutbar, dass ein Arbeitnehmer am Tag seiner Hochzeit arbeiten müsse. Daher könne er von seinem Arbeitgeber verlangen, dass dieser die Arbeitsabläufe umorganisiert und den Mitarbeiter bezahlt freistellt (Az.: 3 Sa 265/10). Der TVöD enthält allerdings keine Regelung zum Sonderurlaub bei Hochzeit oder Lebenspartnerschaft.Diese Besonderheiten sind zu beachten:Was gilt, wenn Kinder oder Eltern des Arbeitnehmers heiraten? Auch hierfür kann ein Anspruch auf Sonderurlaub bestehen, wie Marion Bernhardt erklärt – allerdings mit einer Einschränkung: „Umstritten ist dabei, ob dies nur für die standesamtliche oder nur für die kirchliche Trauung oder für beide gelten soll.“Auch für die goldene Hochzeit und sogar für die silberne Hochzeit könne es Sonderurlaub geben. Nicht nur für die eigene, wie das Bundesarbeitsge

Ob Hochzeit, Umzug oder Todesfall in der Familie: Bei besonderen Ereignissen beantragen Arbeitnehmer oft Sonderurlaub. In welchen Fällen Arbeitgeber ihn gewähren müssen – und wann nicht.

Was versteht man unter Sonderurlaub?

Grundsätzlich versteht man unter Sonderurlaub die Freistellung eines Arbeitnehmers von der Arbeit – auf dessen eigenen Wunsch und wegen besonderer Umstände. „Nicht immer wird Sonderurlaub unter Fortzahlung der Vergütung gewährt“, präzisiert Rechtsanwältin Marion Bernhardt. „Es kann sich auch um unbezahlten Urlaub handeln.“ Im Folgenden geht es aber um die Voraussetzung dafür, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer bezahlt freistellen muss.

Wie ist bezahlter Sonderurlaub gesetzlich geregelt?

Der Anspruch eines Arbeitnehmers auf bezahlten Sonderurlaub lässt sich aus Paragraf 616 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ableiten. Dort heißt es:

Der zur Dienstleistung Verpflichtete wird des Anspruchs auf die Vergütung nicht dadurch verlustig, dass er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird.

„Der Paragraf 616 BGB statuiert eine Ausnahme von dem sonst geltenden Grundsatz: ‚Ohne Arbeit keinen Lohn’“, sagt Marion Bernhardt. Auf ihn können sich Arbeitnehmer aber nur dann berufen, wenn es in Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder im Arbeitsvertrag keine Regelungen zum Sonderurlaub gibt und im konkreten Fall kein anderes Gesetz greift.

Welche Gründe für Sonderurlaub gibt es?

Was ein persönlicher Verhinderungsgrund ist und was nicht, darüber schweigt sich der Gesetzgeber aus. Und auch darüber, wie viele Tage Sonderurlaub einem Arbeitnehmer zustehen, etwa bei einem Todesfall in der Familie, bei der eigenen Hochzeit oder der Geburt des Kindes, sagt Paragraf 616 BGB nichts. Entsprechend häufig beschäftigten diese Fragen bereits die Arbeitsgerichte.

+++ Der impulse-Newsletter – für Unternehmer, die durchstarten wollen. Jetzt abonnieren! +++

Konkrete Regeln finden sich aber in vielen Tarifverträgen, beispielsweise im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Dieser stellt einen wichtigen Anhaltspunkt dar, wie Bernhardt erklärt: „Da Arbeitgeber im Zweifel nicht die gesamte Rechtsprechung der Arbeitsgerichte kennen oder kennen können, orientieren sie sich häufig an den Vorgaben des Paragrafen 29 TVöD.“

Sonderurlaub bei Geburt des Kindes

Das ist üblich:
Die Geburt eines Kindes ist ein besonderes Ereignis – dem auch die Rechtsprechung Rechnung trägt: „Der Vater kann sich, sofern keine anderslautende Regelung gilt, auf Paragraf 616 BGB berufen“, sagt Marion Bernhardt. Auch der TVöD gewährt einen Tag Sonderurlaub – allerdings nur bei Niederkunft der Ehefrau oder Lebenspartnerin, nicht bei unverheirateten, bzw. unverpartnerten Paaren.

Diese Besonderheiten sind zu beachten:
Der Anspruch auf Sonderurlaub gilt unabhängig davon, ob der Kindsvater der werdenden Mutter im Kreißsaal die Hand hält, erklärt Bernhardt: „Selbst wenn die Ehefrau ‚in Spanien niederkommt‘ und der Ehemann den freien Tag nicht zum Besuch seiner Frau nutzt, steht ihm ein freier Tag zu. Das hat das Bundesarbeitsgericht schon 1973 entschieden.“ (Az.: 4 AZR 75/73)

Sonderurlaub bei Todesfall in der Familie

Das ist üblich:
Stirbt ein geliebter Mensch, gerät die Welt aus den Fugen. Angehörige trauern und müssen zudem rund um Bestattung und Nachlass viel organisieren. Entsprechend gewährt der TVöD zwei Tage Sonderurlaub bei Tod des Ehepartners, des Lebenspartners, eines Kindes oder Elternteils.

Diese Besonderheiten sind zu beachten:
Entscheidend ist für die Arbeitsgerichte die Frage, wie nah sich der Verstorbene und der Arbeitnehmer standen, wie Marion Bernhardt erklärt. Unstrittig ist Sonderurlaub nur bei Todesfällen im engsten Familienkreis – und dazu gehören nicht einmal Großeltern, Schwiegereltern oder Geschwister. Einige Arbeitgeber stellen ihre Mitarbeiter in solchen Fällen aber trotzdem für die Beerdigung frei. Auch eine unbezahlte Freistellung kommt in Frage.

Sonderurlaub bei Hochzeit

Das ist üblich:
Heiratet ein Arbeitnehmer, gilt das allgemein als guter Grund für Sonderurlaub. So urteilte etwa das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz 2010, es sei nicht zumutbar, dass ein Arbeitnehmer am Tag seiner Hochzeit arbeiten müsse. Daher könne er von seinem Arbeitgeber verlangen, dass dieser die Arbeitsabläufe umorganisiert und den Mitarbeiter bezahlt freistellt (Az.: 3 Sa 265/10). Der TVöD enthält allerdings keine Regelung zum Sonderurlaub bei Hochzeit oder Lebenspartnerschaft.

Diese Besonderheiten sind zu beachten:
Was gilt, wenn Kinder oder Eltern des Arbeitnehmers heiraten? Auch hierfür kann ein Anspruch auf Sonderurlaub bestehen, wie Marion Bernhardt erklärt – allerdings mit einer Einschränkung: „Umstritten ist dabei, ob dies nur für die standesamtliche oder nur für die kirchliche Trauung oder für beide gelten soll.“

Auch für die goldene Hochzeit und sogar für die silberne Hochzeit könne es Sonderurlaub geben. Nicht nur für die eigene, wie das Bundesarbeitsgericht 1973 urteilte: Dem Urteil zufolge musste der Arbeitgeber den Arbeitnehmer für die Goldene Hochzeit der Eltern laut Paragraf 616 BGB bezahlt freistellen (Az.: 5 AZR 156/73).

Sonderurlaub bei Umzug

Das ist üblich:
Der TVöD gewährt einen Tag Sonderurlaub bei dienstlich begründetem Umzug.

Diese Besonderheiten sind zu beachten:
Dienstlich oder betrieblich begründet ist ein Umzug etwa dann, wenn der Arbeitnehmer an einen anderen Firmenstandort versetzt wird oder wenn der Firmensitz an einen anderen Ort verlagert wird. Einige Arbeitgeber gewähren darüber hinaus auch Sonderurlaub, wenn der Arbeitnehmer näher an den Arbeitsort zieht, und sogar für vollständig privat begründete Umzüge.

Sonderurlaub zur Pflege kranker Angehöriger

Das ist üblich:
Laut TVöD müssen Arbeitgeber Sonderurlaub in folgendem Umfang gewähren:

  • ein Tag Sonderurlaub im Jahr für die Pflege von kranken Angehörigen im selben Haushalt.
  • bis zu vier Tage Sonderurlaub im Jahr für die Pflege eines kranken Kindes unter 12 Jahren, sofern Paragraf 45 des Sozialgesetzbuches V nicht greift.
  • bis zu vier Tage Sonderurlaub im Jahr für die Pflege eines behinderten und pflegebedürftigen Kindes unter acht Jahren, wenn dessen Betreuungsperson krank ist.

Die bezahlte Freistellung ist allerdings an einige Bedingungen geknüpft (siehe TvöD § 29 (1) 2).

Diese Besonderheiten sind zu beachten:
Die Ehefrau ist im Krankenhaus und ihr Mann muss zuhause bleiben, um die minderjährigen Kinder zu versorgen. Muss der Arbeitgeber den Mann bezahlt freistellen? Ein strittiger Fall, urteilt Marion Bernhardt. Der Arbeitnehmer habe mit einer solchen Forderung aber gute Chancen, schätzt sie.

Sonderurlaub wegen Ehrenamt

Das gilt:
Übt der Arbeitnehmer ein Ehrenamt aus, etwa als Schöffe oder Wahlhelfer, hat er grundsätzlich Anspruch auf Sonderurlaub – das regelt auch der TVöD so.

Eine zeitliche Begrenzung gilt hierbei nicht. „Ein Arbeitnehmer, der als ehrenamtlicher Richter zu einer Sitzung des Arbeitsgerichts geladen worden ist und am Tag vor der Sitzung Prozessakten einsieht, hat gegen seinen Arbeitgeber einen Anspruch auf Sonderurlaub nach Paragraf 616 BGB für beide Tage“, erläutert Bernhardt. Allerdings müsse ein Arbeitnehmer mit Ehrenamt stets versuchen, die Termine außerhalb der Arbeitszeit zu legen.

Diese Besonderheiten sind zu beachten:
„Nicht anerkannt ist eine Freistellung für die Kandidatur um ein öffentliches Amt oder für die Ausübung eines Abgeordnetenmandats“, stellt Bernhardt klar. „Hierbei greifen speziellere Regelungen des Abgeordnetengesetzes.“

Sonderurlaub wegen Gerichtstermin

Das gilt:
Wer vor Gericht erscheinen muss, kommt einer staatsbürgerlichen Pflicht nach, erklärt Marion Bernhardt. „Diese geht der privatrechtlichen Pflicht zur Leistung der Arbeit vor.“ Folglich habe der Arbeitnehmer ein Recht auf bezahlte Freistellung.

Diese Besonderheiten sind zu beachten:
Ein Recht auf bezahlte Freistellung hat der Arbeitnehmer dann, wenn er als Zeuge oder Sachverständiger vor Gericht erscheinen muss oder wenn in einer Zivilsache sein persönliches Erscheinen angeordnet sei. „Der Anspruch aus Paragraf 616 BGB ist aber ausgeschlossen, wenn der Arbeitnehmer aufgrund eigenen Verschuldens bei Gericht erscheinen muss“, sagt Bernhardt. „Das betrifft etwa Angeklagte in einem Strafverfahren.“

Sonderurlaub bei Dienstjubiläum

Das ist üblich:
Der TVöD gewährt einen Tag Sonderurlaub bei 25- und 40-jährigem Arbeitsjubiläum.

Sonderurlaub bei Arztbesuch

Auch für Arztbesuche müssen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bezahlt freistellen – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Wann haben Arbeitnehmer Anspruch auf eine solche Freistellung, was gilt bei Gleitzeit, was bei Vorsorgeuntersuchungen? All das und mehr erfahren Sie in unserem großen Ratgeber zum Arztbesuch während der Arbeitszeit.

Kann ein Arbeitgeber den Anspruch auf Sonderurlaub vertraglich ausschließen?

Ja, grundsätzlich geht das. „Bei Paragraf 616 BGB handelt es sich um so genanntes dispositives Recht“, erklärt Marion Bernhardt. „Das heißt: Die Regelung kann durch Betriebsvereinbarung, Arbeits- oder Tarifvertrag sowohl zu Gunsten als auch zu Ungunsten des Arbeitnehmers aufgehoben, beschränkt oder erweitert werden.“

Enthalten allerdings kollektive Vereinbarungen, etwa ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung, Regelungen zum Sonderurlaub, gelten diese für alle Arbeitnehmer ohne Ausnahme. In diesem Fall kann ein Arbeitsvertrag den Arbeitnehmer nicht schlechter stellen.

Zudem müsse die entsprechende Klausel im Arbeitsvertrag klar formuliert sein, wie Bernhardt betont: Der Arbeitnehmer müsse verstehen, was er da unterschreibt.

Muss der Arbeitnehmer seinen Anspruch auf Sonderurlaub nachweisen?

Der Mitarbeiter kommt einfach nicht zur Arbeit und verweist im Nachhinein auf Sonderurlaub? Ein solches Verhalten muss ein Arbeitgeber nicht hinnehmen. Denn der Arbeitnehmer muss seinen Chef rechtzeitig informieren: „damit sich der Arbeitgeber auf die Dauer der Verhinderung einstellen kann“, wie Marion Bernhardt sagt.

Der Arbeitgeber könne außerdem einen Nachweis vom Mitarbeiter fordern, sagt Bernhardt – „insbesondere dann, wenn der Arbeitgeber einen begründetem Anlass zum Verlangen eines Nachweises hat“. Unaufgefordert vorlegen muss der Arbeitnehmer eine solche Bescheinigung aber nicht.

Hat der Arbeitnehmer auch dann Anspruch auf Sonderurlaub, wenn das Ereignis auf einen arbeitsfreien Tag fällt?

Die Partnerin bekommt ihr Kind an Pfingstmontag, die Hochzeit findet an einem Samstag statt: Glück für den Arbeitgeber – und Pech für den Arbeitnehmer. Denn den Sonderurlaub zu bunkern und an einem anderen Tag zu beanspruchen, das geht nicht.

Was ist, wenn Sonderurlaub und Erholungsurlaub zusammenfallen?

Angenommen, ein Mitarbeiter hat drei Wochen Urlaub und in dieser Zeit wird sein Kind geboren: Auch in diesem Fall hat er keinen Anspruch auf Sonderurlaub, stellt Marion Bernhardt klar: „Da während der Dauer des Erholungsurlaubs keine Verpflichtung zur Arbeitsleistung besteht, kann der Arbeitnehmer auch nicht von dieser freigestellt werden.“ Weder kann der Arbeitnehmer den Sonderurlaub aufsparen, noch verlangen, dass einer der bereits eingereichten Urlaubstage in einen Sonderurlaubstag „umgetauscht“ wird.

Welche Auswirkungen hat Sonderurlaub auf den Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers?

„Sonderurlaub wird zusätzlich zum Urlaubsanspruch gewährt und wird nicht auf diesen angerechnet“, stellt Marion Bernhardt klar. Denn der eine werde gewährt, „um einen anderen Termin wahrzunehmen oder einer Veranstaltung beizuwohnen“, der andere hingegen „dient der Erholung des Arbeitnehmers“. Aus diesem Grund ist Sonderurlaub auch, anders als Erholungsurlaub, nicht im Bundesurlaubsgesetz geregelt.

Gibt es eine Maximalzahl an Sonderurlaubstagen, die ein Arbeitgeber pro Jahr gewähren muss?

Vier Hochzeiten und ein Todesfall – das ist nicht nur eine erfolgreiche Filmkomödie, sondern auch ein Szenario, das manchem Arbeitgeber den Schweiß auf die Stirn treiben dürfte. Denn der Anspruch auf Sonderurlaub besteht unabhängig davon, wie oft der Mitarbeiter schon bezahlt freigestellt wurde. Kein Chef kann also einem Mitarbeiter Sonderurlaub verwehren mit der Begründung, er habe die Regelung bereits häufig genug in Anspruch genommen.

Quelle: Sonderurlaub: Wann müssen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bezahlt freistellen? | impulse

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Tarifeinheit: Beschäftigungsprogramm für Arbeitsrichter – Wirtschaft – Süddeutsche.de

Hat das Bundesverfassungsgericht das Gesetz zur Tarifeinheit in seiner Substanz gekippt oder nicht? Hat es die kleinen, aber bisher so mächtigen Gewerkschaften wie Cockpit oder GDL nun zu Gewerkschaften zweiter Klasse degradiert, oder sieht das nur auf den ersten Blick so aus? Solche Fragen müsste man nach einem Verfassungsgerichtsurteil eigentlich mit ja oder nein beantworten können. Aber nach diesem hier? Was die acht Richter des Ersten Senats am Dienstag verkündeten, war ein entschlossenes “Wir-wissen’s-auch-nicht-so-recht”.

Die Grundüberzeugung des Gerichts ist noch relativ leicht erkennbar. Es will Ordnung schaffen. Es interpretiert das Grundgesetz anders, als vor allem die kleinen Berufsgewerkschaften dies tun. Artikel 9, Absatz 3 bestimmt, dass jedermann das Recht hat, “zur Wahrung und Förderung der Arbeitsbedingungen Vereinigungen zu bilden” – diese Vereinigungen, Gewerkschaften genannt, haben es stets als ihr Wesen gesehen, Tarifverträge durchzusetzen, notfalls mit dem Mittel des Streiks. Ohne diese Kompetenz sind sie ihre Bezeichnung nicht wert. Aber die Streiks zum Beispiel der Lufthansa-Piloten scheinen schlechten Eindruck auf die Richter gemacht zu haben. Aus dem Grundgesetz ergebe sich kein “Recht auf absolute tarifpolitische Verwertbarkeit von Schlüsselpositionen und Blockademacht”, schreiben sie.

Das neue Gesetz soll gelten, doch mit nebulösen Einschränkungen

Doch was ergibt sich daraus? Das Urteil akzeptiert die zentrale Festlegung des Tarifeinheitsgesetzes: dass in einem Betrieb mit zwei kollidierenden Tarifverträgen künftig nur noch der Tarifvertrag derjenigen Gewerkschaft gilt, die dort die meisten Mitglieder hat. Es folgt jedoch das große Aber: Verdrängen darf die größere Gewerkschaft den Tarifvertrag der kleineren nur dann, wenn sie deren Interessen “ernsthaft” und “wirksam” berücksichtigt habe. Außerdem müsse die kleinere Gewerkschaft einen Anspruch haben, dem Arbeitgeber “ihre Vorstellungen vorzutragen”. Wer definiert, was ernsthaft und wirksam ist, wann genug vorgetragen wurde? Was das Bundesverfassungsgericht hier geschaffen hat, ist ein Beschäftigungsprogramm für Arbeitsrichter und eine Goldgrube für Anwaltskanzleien. Bis diese Fragen geklärt sind, durch Arbeitsgerichte, Landesarbeitsgerichte, das Bundesarbeitsgericht und vielleicht wieder das Bundesverfassungsgericht – bis dies so weit ist, werden Jahre vergehen.

Bis dahin wird es in vielen Betrieben ein Wettrennen um Mitglieder geben. Und die noch nicht ausgelasteten Arbeitsgerichte dürfen sich Methoden überlegen, wie sie die Mitgliederstärke von Gewerkschaften in einem Betrieb feststellen, ohne dass ein Arbeitgeber so erfährt, wie stark die Belegschaft organisiert ist. Mit der Urkunde eines Notars wird sich die vermeintlich kleinere Gewerkschaft nicht zufriedengeben, und eine namentliche Aufstellung wird keine Gewerkschaft akzeptieren. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall begrüßt, dass das Gericht “für Klarheit gesorgt” habe. Von allen Einschätzungen ist das diejenige, die am weitesten daneben liegt.

Quelle: Tarifeinheit: Beschäftigungsprogramm für Arbeitsrichter – Wirtschaft – Süddeutsche.de

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Hermann Simon: „Der Mittelstand kann gegen Amazon bestehen“

Der legendäre Berater Hermann Simon verlieh vor einem Vierteljahrhundert den deutschen Mittelständlern ihren Nimbus als „Hidden Champions“. Hier erklärt er, was die versteckten Weltmarktführer jetzt tun können, um im digitalen Plattformkapitalismus nicht unter die Räder zu kommen.WirtschaftsWoche Online: Alle reden von der Industrie 4.0. Wäre die vollständige Vernetzung von Angebot und Nachfrage das Ende von Unternehmen und damit das Ende von unternehmerischer Verantwortung und Innovation?Hermann Simon: Nein, das halte ich für falschen Alarm. Zwar haben Sie Recht, dass die Vernetzung in vielen Fällen

Quelle: Hermann Simon: „Der Mittelstand kann gegen Amazon bestehen“

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Umfrage Millennials – Netzwerk Arbeit | XING

Liebes Netzwerk Arbeit, wir benötigen eure Unterstützung. Im Rahmen eines studentischen Projekts versuchen wir das Kaufverhalten unserer Generation zu erfassen. Egal, ob ihr gerade arbeitet, eine Arbeit sucht, studiert, eine Ausbildung macht oder den Sommer genießt, wir sind für jede ausgefüllte Umfrage sehr dankbar! Die Umfrage ist selbstverständlich anonym, sieht auch mobil schön aus und sollte maximal 10 Minuten dauern. Zur Umfrage gelangt ihr über folgenden Link: https://millennial-studie.typeform.

Quelle: Umfrage Millennials – Netzwerk Arbeit | XING

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Klientin geht auf Distanz zu “Kündigungsanwalt” | Das Erste – Panorama – Meldungen

Anwälte und Detektive, mit deren Hilfe Arbeitgeber unliebsame Betriebsräte loswerden wollen – darüber hatten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung (SZ) am 03. Juli in der Dokumentation “Die Rausschmeißer” ausführlich berichtet. Im Mittelpunkt standen der Rechtsanwalt Helmut Naujoks und ein Detektiv, der über üble Praktiken ausgepackt hat. Nun hat sich mit Carolin Reifschneider eine ehemalige Auftraggeberin der beiden zur Wort gemeldet. Die Leiterin eines Alten- und Pflegeheims im hessischen Bad Nauheim distanzierte sich in einer schriftlichen Erklärung: “Versäumnisse meinerseits in dieser Angelegenheit will ich gar nicht verleugnen. Für diese Versäumnisse möchte ich mich bei allen beteiligen Mitarbeitern in aller Form entschuldigen.”

Quelle: Klientin geht auf Distanz zu “Kündigungsanwalt” | Das Erste – Panorama – Meldungen

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Was Netzwerk Arbeit kann und die Arbeitsagentur nicht darf oder will.

Sicherlich kennen Sie das und haben Mitarbeiter von der Arbeitsagentur oder einem Jobcenter nach einer Empfehlung eines privaten Arbeitsvermittlers gefragt. „Tut mir leid, das dürfen wir nicht“, heißt es und wird eventuell noch damit erklärt, dass man keine bestimmten Personen oder Unternehmen bevorzugen dürfe. Das mag soweit richtig sein und der „genervte“ Arbeitssuchende akzeptiert diese Erklärung natürlich, weil sie logisch klingt.

Am Ende bleibt das Problem bestehen, wie die Arbeitssuchenden Zugang zu einem Markt von über 20.000 Unternehmen finden, die sich professionell mit der Personalvermittlung beschäftigen. Das ist aber nur die erste Hälfte der Wahrheit. Die zweite Hälfte lautet, dass man eine Lösung finden könnte, die rechtssicher ist, diesen Weg aber nicht geht, weil man Personal und Geld in dieses Angebot investieren müsste und man am Ende den freien Personalvermittlern die Basis für eine vernünftige Geschäftsgrundlage liefert. Wer will das schon? Einen Markt für Personalvermittler schaffen und diesen auch noch subventionieren? Man schraubt ja praktisch am eigenen Stuhl.

„Netzwerk Arbeit“ kann das. Und es ist keine Hexerei!

Wie man diese Aufgabe löst, daraus machen wir kein Betriebsgeheimnis. Zuerst benötigt man die Idee und den Willen, diese Aufgabe Meistern zu wollen. Anschließend muss man sich um die Finanzierung kümmern, denn man benötigt nicht nur Zeit, sondern auch Geld, für die passende Betriebsausstattung, zu der auch eine geeignete Software und fachkundiges Personal für die Entwicklung und den Betrieb gehört. Das hat „Netzwerk Arbeit“ geschafft und bei der Software, die „Netzwerk Arbeit“ nutzt, verlassen wir uns auf einen IT-Dienstleister, der auch im Umfeld der Arbeitsagenturen und Jobcenter tätig ist.

Diese Software – ab jetzt nennen wir sie Datenbank – besteht aus einem internen und einem externen Teil. Und so wie wir mit dem externen Teil – das ist der Teil, in dem sich Arbeitssuchende anmelden – umgehen, sollte es auch die „staatliche“ Vermittlung tun. Wer sich bei „Netzwerk Arbeit“ anmelden will, wird von der Anmeldung bis über die Einträge persönlich betreut. Die Möglichkeit von Fehleinträgen ist somit äußerst gering. Und um immer bestmöglich über den „Stand der Dinge“ informiert zu sein, nehmen wir einmal pro Monat zu allen Kandidaten Kontakt auf, um die Daten, die wir externen Personalvermittlern oder selbstverständlich auch Unternehmen zur Verfügung stellen, so weit wie möglich auf dem aktuellsten Stand zu halten.

Um diese Informationen vertrieblich und im Sinne der Arbeitssuchenden nutzen zu können, haben wir ein CRM-System an die Datenbank angeschlossen. Und damit wir dem Datenschutz gerecht werden können, bekommen die Kandidaten, die dieses System nutzen wollen, eine eigene E-Mailadresse auf dem Server von „Netzwerk Arbeit“.

Und jetzt startet der Vertrieb bzw. das Marketing, denn ohne geht’s nicht.
Für jeden Arbeitssuchenden wir eine anonymisierte Stellensuchanzeige erstellt, ebenso wie eine E-Mailadresse auf dem Server von Netzwerk Arbeit zur Verfügung gestellt wird, deren von Unternehmen eingehenden Nachrichten direkt an die private E-Mailadresse der Arbeitssuchenden weitergeleitet wird, ohne das Netzwerk Arbeit in diese Angelegenheit eingebunden ist. Sofern nun Anfragen von Unternehmen oder Personalvermittlern bei den Arbeitssuchenden eingehen, obliegt es denen, auf diese Mails zu antworten.

Zum derzeitigen Stand (07.2017) befindet sich dieses System in Betrieb und wird in den folgenden Wochen noch so angepasst, bzw. erweitert, wie es die Umstände erforderlich machen.

Am absehbaren Ende verfügen wir alleine aus dem Kreis der Unternehmen, die sich mit dem Thema Personalvermittlung beschäftigen, über einen Adressbestand von über 20.000 Unternehmen in ganz Deutschland.

Am einfachsten wäre es jetzt, wenn wir das System einfach den Kunden zur Nutzung übergeben und uns darauf verlassen, dass es auch genutzt wird. Den Glauben daran besitzen wir aber nicht. Für jeden Arbeitssuchenden, der dieses Paket bucht und dessen Unterlagen für den Vertrieb aufbereitet sind, werden wir aus der Gesamtzahl von über 20.000 Adressen die Adressen auswählen, die für den Arbeitssuchenden in Betracht kommen, damit wir die Arbeitnehmer dort über Netzwerk Arbeit vorstellen können.

Sie sehen, dass es rechtlich einwandfrei möglich ist, Arbeitssuchenden mehr Unterstützung zukommen zu lassen, wenn man will. Sicherlich ist dies mit Aufwand verbunden, aber vielleicht auch immer öfter mit dem Erlebnis, die Anzahl der Vermittlungen erhöhen zu können.

“Industrie 4.0” ist ja in aller Munde. Sogar in Frau Nahles Mund. Vielleicht sollte sie auch einmal über “Vermittlung 4.0” nachdenken. Netzwerk Arbeit ist jedenfalls gut vorbereitet.

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Peter Tauber:”‘Vollbeschäftigung’ ist viel besser als ‘Gerechtigkeit'” und “Wenn Sie was Ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs.”

Nicht nur Jobsuchende und Minijobber fanden diese Äußerung respektlos. CDU-Generalsekretär Tauber hat auf Twitter einen Shitstorm ausgelöst – mit der Bemerkung, wer etwas Ordentliches gelernt habe, brauche keine drei Minijobs.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat mit einer Äußerung zu Minijobbern auf Twitter empörte Reaktionen ausgelöst. Hintergrund ist das gemeinsame Wahlprogramm von CDU und CSU, das unter anderem “Vollbeschäftigung” bis 2025 verspricht. Auf Twitter warb Tauber mit einem Artikel unter der Überschrift “‘Vollbeschäftigung’ ist viel besser als ‘Gerechtigkeit'” für das Programm. “Heißt das jetzt drei Minijobs für mich?”, fragte ein Nutzer daraufhin am Montagabend. Tauber antwortete umgehend: “Wenn Sie was Ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs.”

Tauber löst Empörung mit Tweet aus
tagesschau 17:00 Uhr, 04.07.2017, Axel Finkenwirth, ARD Berlin

“Menschenverachtung und Abgehobenheit”

Nicht nur Minijobber fühlten sich dadurch angegriffen. Zahlreiche kritische Antworten folgten auf den Tweet. “Es gibt Leute, die ohne ‘Ausbildung’ gute Arbeit finden und behalten. Und was ‘Ordentliches’ schützt nicht vor Minijobs”, meinte ein Nutzer etwa. Auch die politische Konkurrenz griff das Thema rasch auf. “Da weiß man eben, was man kriegt, wenn man CDU wählt: Menschenverachtung und Abgehobenheit”, schrieb der Linken-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat auf Twitter. “Traurig, wenn eine ‘christliche’ Volkspartei den Bezug zur Lebenswelt der BürgerInnen verliert”, schrieb Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann kommentierte knapp: “Und wer keinen Anstand gelernt hat, wird CDU-Generalsekretär.”

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach nannte Taubers Äußerungen in der “Stuttgarter Zeitung” “respektlos und realitätsfern”. Der DGB-Bundesvorstand schrieb auf Twitter: “Es gibt mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland, mit denen sich Herr Tauber wohl mal unterhalten sollte.”

Quelle: Minijob-Tweet: Peter Tauber provoziert Shitstorm | tagesschau.de

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Shit must be done: Adressen sammeln und archivieren

Sie befinden sich gerade auf der Suche nach einem neuen Job, schauen im Internet nach interessanten Unternehmen und dann………………………….?

Die Adresssuche selbst kann schon nervend sein und wenn man eine Adresse gefunden hat, könnte man sich schnell und sofort bewerben. Angenommen Sie möchten die Bewerbungen erst zu einem späteren Zeitpunkt versenden, müssen Sie die Adressen archivieren. Das kann auf die Nerven gehen.

Aber hier bietet sich eine Lösung an. Markieren Sie die Adresse und kopieren Sie diese doch mit einem oder zwei Klicks in Ihre E-Mailsoftware. geht nicht?

Doch. Es geht. Schauen Sie sich einmal dieses Programm an. Es bietet Ihnen den Service, den ich angesprochen habe und für einfache Anwender gibt es sogar eine kostenlose Version, die für die meisten Fälle ausreichend ist.

Und nun? Viel Spaß bei Ihren nächsten Bewerbungen.

 

 

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Generation Z: Umfragen zu Werten in der Arbeitswelt

Der sichere Arbeitsplatz hat Konjunktur. Jedenfalls bei den 18- bis 35-Jährigen, die das Hamburger Markforschungsinstitut Mindline aktuell für die Zeitschrift Neon befragt hat. Diese Altersspanne von fast 20 Jahren vermischt zwei Generationen, die in anderen Studien gegenübergestellt werden: die Generation Y mit den Jahrgängen 1980 bis 1995 oder 2000 und die Generation Z, die auf die Millennials folgt. Jedenfalls haben die Befragten den Arbeitsmarkt schon erreicht – die meisten als Auszubildende. Spaß bei

Quelle: Generation Z: Umfragen zu Werten in der Arbeitswelt | Personal | Haufe

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Arbeitsrecht: Erreichbarkeit im Urlaub

Muss man im Urlaub erreichbar sein? Was im ersten Moment vielleicht abwegig klingt, ist gar nicht unbedingt von der Hand zu weisen. Der Berufsverband Die Führungskräfte – DFK weist darauf hin, dass man dieses Thema durchaus differenziert betrachten muss und dass das Ausschalten des Diensthandys nicht immer ohne Konsequenzen bleibt. Erreichbarkeit im Urlaub: Blick in den Arbeitsvertrag hilft “Zum einen kommt es darauf an, in welcher Position man beschäftigt ist”, sagt Rechtsanwältin Heike Kroll. Zum ande

Quelle: Arbeitsrecht: Erreichbarkeit im Urlaub | Personal | Haufe

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Fidget Spinner: Was ein Spielzeug Manager lehren kann

Wir leben in einer Zeit, in der Entwicklungen kaum vorhersehbar sind. Zu unübersichtlich, zu komplex gestaltet sich die Umwelt. Damit gewinnt eine Tugend an Bedeutung, die vor allem Manager gern belächeln: Demut. Dabei würde sie vor allem Führungskräften ganz besonders gut zu Gesicht stehen.Wenn es um irrwitzige Entwicklungen in der vernetzten Welt geht, reicht es bereits, auf das Spielzeug der eigenen Kinder zu schauen. Engagierte Eltern kommen nämlich in diesen Tagen an einem Gadget nicht vorbei: dem Fidget Spinner.Matthias Meifert Copyright: HRpepper HRpepper Matthias Meifert ist Unternehmensberater, Publizist und geschäftsführender Gesellschafter der HRpepper Management Consultants, ein auf Fragen des Peoplemanagements spezialisiertes Beratungsunternehmen. Er lehrt an diversen Universitäten und wird seit 2013 vom Personalmagazin als einer der “40 führenden Köpfe im Personalwesen” geführt. Von 2010 bis 2014 beriet er als Mitglied des Beirats für Fragen der Inneren Führung den Bundesminister der Verteidigung.Spätestens seitdem die Stars der YouTube-Szene medial vormachen, was und wie diese Handkreisel einzusetzen sind, ist ihr Siegeszug nicht aufzuhalten. Angeblich entwickelt, um hyperaktive Kinder und Erwachsene zu beruhigen, dreht sich das in vielfältigen Formen erhältliche Spielzeug um das in der Mitte liegende Kugellager. So schnell wie sich das Gerät dreht, gehen die Absatzzahlen in die Höhe. Der Seismograf für Interessen, Google Trends, zeigt Erstaunliches: Erst seit Ende Januar 2017 sind überhaupt Suchanfragen zu verzeichnen. Mitte Mai erreichten sie schon ihren Höhepunkt. Mittlerweile ist das Suchvolumen schon wieder deutlich am Abebben. Der Einzelhandel berichtet allerdings nach wie vor von Lieferengpässen und Amazon freut sich über ordentliche Umsätze.

Quelle: Fidget Spinner: Was ein Spielzeug Manager lehren kann – manager magazin

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Change-Management: Fuck off, Change!

Warum stoßen Change-Projekte immer wieder auf Widerstand? Warum scheitern so viele Change-Projekte und bringen nicht den erhofften Erfolg? Warum verursacht Veränderung Ängste? Die Antwort darauf gibt unser Gastautor Ardeschyr Hagmaiers. „Change Fuck!“, schreit er in seinem Beitrag, den er für unser Businessnetzwerk Leader.In geschrieben hat, nur so heraus und bricht mit den bisherigen Vorstellungen über Change-Management. Denn entscheidend ist nicht die Veränderung um jeden Preis, sondern die beste Lösung: Chancen-Denken statt Change-Denken.Ihre Wege zum Erfolg: Was meinen Sie?Ihre Wege zum ErfolgWas meinen Sie?Diskutieren Sie in unserer Linkedin-Gruppe Leader.In: einem Businessnetzwerk zur Vernetzung erfolgreicher Frauen aus Politik und Wirtschaft untereinander sowie mit einflussreichen Vorständen und Führungskräften. mehr…Wenn ich in meinen Seminaren, Trainings oder Coachings gestandene Führungskräfte frage, ob sie lieber etwas verändern wollen oder verbessern, ernte ich zunächst einmal überraschte Blicke. „Klar, wir wollen uns verbessern!“, lautet die Antwort. „Warum tun Sie es dann nicht?“, bohre ich weiter, „warum setzen Sie immer nur auf Veränderungen, statt zu überlegen, wie Sie Dinge besser machen können?“

Quelle: Change-Management: Fuck off, Change! – ein Gastbeitrag

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Richterlich legitimierte Arbeitsverweigerung?

Nach Ansicht des Zehnten Senats des BAG muss der Arbeitnehmer eine unwirksame Versetzung des Arbeitgebers auch dann nicht befolgen, wenn die Unwirksamkeit der Versetzung (noch) nicht durch rechtskräftige Entscheidung eines Arbeitsgerichts festgestellt wurde. Ausgehend von einer Entscheidung des Fünften Senats des BAG (22. Februar 2012 – 5 AZR 249/11) konnte der arbeitsrechtliche Praktiker bislang davon ausgehen, dass der Arbeitnehmer an eine Weisung des Arbeitgebers vorläufig gebunden ist, bis durch rech

Quelle: Richterlich legitimierte Arbeitsverweigerung? | Human Resources Manager

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