Archiv Oktober 2018

Bundessozialgericht sieht Arbeitnehmer bei Krankmeldung in der Pflicht

Erkrankte Arbeitnehmer sind nach Ablauf der sechswöchigen Lohnfortzahlung selbst dafür verantwortlich, dass ihre Krankenkasse sämtliche Krankmeldungen zeitnah erhält. Wird die einwöchige Frist für den Zugang bei der Krankenkasse verpasst, ruht der Anspruch auf Krankengeld bis zum Zugang der Bescheinigung, wie heute das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied.

Als Konsequenz geht zwischenzeitlich arbeitslos gewordenen Versicherten der Anspruch auf Krankengeld sogar dauerhaft verloren (Az: B 3 KR 23/17 R). Bei ihnen wirkt die im Arbeitsverhältnis begründete Pflichtversicherung zwar während des Krankengeldbezugs weiter. Jede Unterbrechung beendet aber die Mitgliedschaft in der Krankenkasse, so dass dann der Krankengeldanspruch nicht nur vorübergehend ruht, sondern dauerhaft verlorengeht.

Im Streitfall hatte der Arbeitnehmer nach der sechswöchigen Lohnfortzahlung bereits gut zwei Monate Krankengeld bezogen. Am 28. September 2016 stellte sein Arzt eine Folgebescheinigung aus und übergab auch den für die Krankenkasse vorgesehenen Durchschlag dem Patienten. Dieser bat – nach eigenen Angaben zeitnah – seine Frau, die Bescheinigung in die Post zu geben. Erst am 18. Oktober 2016 ging sie aber bei der Krankenkasse ein.

Quelle: Bundessozialgericht sieht Arbeitnehmer bei Krankmeldung in der Pflicht

Arbeitsmarkt: Aufschwung geht weiter 

Der Aufschwung am Arbeitsmarkt scheint nicht enden zu wollen. Das erkennt man heute am Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), einer Einrichtung der Bundesagentur für Arbeit. Die Grafik seit 2011 zeigt für 2018 einen Schwächeanfall im Arbeitsmarktbarometer, aber jetzt geht es wieder aufwärts. Zitat IAB:

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hat im Oktober zum zweiten Mal in Folge zugelegt. Nach einer leichten Schwächephase im Sommer steigt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erneut um 0,2 Punkte auf jetzt 104,1 Punkte.

„Der gegenwärtige Arbeitsmarktaufschwung wird sich bis ins nächste Jahr fortsetzen“, kommentiert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Zum Anstieg des IAB-Arbeitsmarktbarometers tragen sowohl die Aussichten für die Beschäftigungsentwicklung als auch der Indikator für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei. Vor allem die Arbeitslosigkeitskomponente hat sich im Oktober verbessert, nämlich um 0,3 Punkte. Der aktuelle Stand von 101,7 Punkten lässt einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit erwarten.

Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers steht mit 106,6 Punkten im Oktober um 0,1 Punkte höher als im Vormonat. „Wieder einmal zeigt sich: Eine Eintrübung der Stimmung in der Weltwirtschaft wirft den Trend im deutschen Arbeitsmarkt nicht aus der Bahn“, so Weber. Rekordwerte bei den Beschäftigungszunahmen seien aber auch nicht mehr zu erwarten, weil die Verfügbarkeit von Arbeitskräften an ihre Grenzen stoße. Dementsprechend liege die Beschäftigungskomponente auch klar unter ihren Spitzenwerten vom Jahresbeginn.

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Quelle: Arbeitsmarkt: Aufschwung geht weiter | finanzmarktwelt.de

Ryanair beschäftigt Großteil des Kabinenpersonals offenbar illegal 

Ryanair beschäftigt offenbar den Großteil des Kabinenpersonals in Deutschland illegal. Dies berichtet das manager magazin. Die in Irland beheimatete Billig-Airline ist die nach Passagierzahlen größte Billigfluglinie Europas. Den beiden irischen Leiharbeitsfirmen Crewlink und Workforce, über die Ryanair rund 700 Flugbegleiter in Deutschland beschäftigt, fehlt die für den Einsatz in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene “Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung”. Dies bestätigte die Bundesagentur für Arbeit dem manager magazin.

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Quelle: Ryanair beschäftigt Großteil des Kabinenpersonals offenbar illegal – manager magazin

Wie die Arbeitsagentur “tickt”. Oder wie kann ich vermeiden eine Arbeit zu erledigen?

Im Auftrag eines bilingualen Kindergartens haben wir 3 Stellenangebote in der Jobbörse geschaltet, in der Mitarbeiter mit deutschen und chinesischen Sprachkenntnissen gesucht werden.

Hier ist der Text der Anzeige zu finden.

Diese 3 Stellenangebote waren seit 23.09.2018 veröffentlicht und anscheinend war die Welt in Ordnung. Zwischenzeitlich haben sich Bewerber gemeldet – aber nicht über die Arbeitsagentur – und erste Gespräche werden in Kürze geführt.

Nun kam ich auf die Idee und suchte unter den zahlreichen Kandidaten der Arbeitsagentur einige raus und schrieb diese über das Portal der Arbeitsagentur an. D.h., die Mitarbeiter der BA müssen anscheinend unsere Anfragen “begutachten” und weiterleiten.

Das war vermutlich zuviel verlangt. Statt die Anfragen (Stellenangebote) an die Empfänger zu leiten bekamen wir folgende Mitteilung:

In Ihrem Stellenangebot wurden Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen der JOBBÖRSE festgestellt. Daher wurde der Veröffentlichungsstatus des Stellenangebotes auf “nicht veröffentlicht” geändert. Bitte beachten Sie, dass Ihr Stellenangebot erst wieder in der JOBBÖRSE veröffentlicht wird, wenn die von Ihnen erforderliche Überarbeitung des Stellenangebotes durchgeführt und erfolgreich durch uns überprüft wurde

Stellenangebot: 10000-xxxxxx-S Bilinguale Kita sucht Leiter/innen für Ü3- und U3-Gruppen in (Erzieher/in) Fachkraft

Verstoß gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

akzentfrei bzw. Muttersprache – Verstoß gegen das AGG (§ 9 Abs. 3 Nr. 1 Nutzungsbedingungen

Die Formulierung „akzentfreie Sprachkenntnisse“ bzw. „Muttersprache“ deutet auf die ethnische Herkunft eines Menschen hin, weniger auf die Ausprägung seiner Sprachkenntnisse. Dies kann eine mittelbare Benachteiligung bewirken, weil die Mehrzahl der davon nachteilig Betroffenen nicht einer bestimmten ethnischen Herkunft sind. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist diese Benachteiligung nicht zulässig

Aufgefallen ist mir, das man in der Arbeitsagentur unbegrenzt Stellenangebote aufgeben kann, die anscheinend nicht geprüft werden. Nur die Stellenangebote, die den Mitarbeitern zusätzliche Arbeit verschaffen, scheinen geprüft zu werden.

Schaut man etwa nach, wie man Arbeit verhindern kann? Es sieht so aus, denn die anderen Stellenangebote mit ähnlichem Text wurden nicht beanstandet.

Gut. Es lässt sich für alles eine Lösung finden. Ich habe diesen sprachlichen Aspekt dann weggelassen und werde einfach demnächst alle Bewerbungen annehmen und entscheiden,
was zu tun ist.

Übrigens kann man sprachliche Attribute bei Stellenangeboten doch ziemlich qualifiziert angeben, wie das folgende Bild zeigt. Nur den Ausdruck “muttersprachlich” darf man anscheinend nicht verwenden.

Ich jedenfalls werde die beiden anderen Stellenangebote nicht im Text verändern und warten, ob es der Arbeitsagentur auffällt, wenn ich keine zusätzlichen Aktivitäten einfordere.

Bundesbank: Beamte sollten länger arbeiten – DWN

Die Bundesländer müssen nach Ansicht der Bundesbank steigende Pensionsausgaben verkraften. Daher schlägt die Bundesbank vor, das Penisonsalter anzuheben: „Wie auch für die gesetzliche Rentenversicherung diskutiert, wäre es naheliegend, das Pensionsalter mit der steigenden Lebenserwartung künftig sukzessive weiter anzuheben,“ ergänzte die Bundesbank mit Blick auf Beamte. Notenbank-Präsident Jens Weidmann setzt sich aber auch allgemein für eine Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters über 67 Jahre hinaus ein.Die Ausgaben für Pensionen würden noch einige Zeit erheblich zunehmen, hieß es am Montag im aktuellen Monatsbericht der Notenbank. „Die vorhandenen Pensionsrücklagen können dies aus heutiger Sicht nicht auffangen.“ Wie groß die Belastung und wie hoch die Vorsorge sei, unterscheide sich dabei von Land zu Land. Über beide Punkte sollten alle Bundesländer deshalb regelmäßig berichten.

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Quelle: Bundesbank: Beamte sollten länger arbeiten – DWN

Gleitzone 2019: Neuer Übergangsbereich bei Midijobs

Midijobber zählen zur Gruppe der Geringverdiener. Ihr Arbeitsentgelt ist höher als das eines 450-Euro-Minijobbers, so dass sie voll sozialversicherungspflichtig sind. Der Vorteil eines Midijobs besteht darin, dass bis zu einer festgelegten Verdienstobergrenze verringerte Arbeitnehmerbei­träge gezahlt werden. Der aktuell vorliegende Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu einem Gesetz über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetz) entwickelt die bisherige Gleitzone zu einem sozialversicherungs­rechtlichen Übergangsbereich weiter. Zudem wird sichergestellt, dass die reduzierten Rentenversicherungsbeiträge nicht mehr zu geringeren Rentenleistungen führen.

Gleitzone 2019: Hintergrund der Midijob-Regelung

Durch die Midijob-Regelung wird vermieden, dass der vom Arbeitnehmer zu zahlende Beitragsanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen bei einem Verdienst oberhalb der 450-Euro-Grenze abrupt ansteigt. Anstelle der für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer üblichen Beitragsbelastung (circa 21 Prozent des Arbeitsentgelts) steigt die Abgabenlast für Midijobber progressiv an.

Gleitzonenregelung 2019: Beitragsberechnung

Über eine aufwendige Formel, die in Entgeltabrechnungssystemen hinterlegt ist, wird für die Beitragsberechnung im Midijob eine reduzierte beitragspflichtige Einnahme ermittelt. Sie entspricht nicht dem tatsächlichen Arbeitsentgelt. Die Beitragsverteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer erfolgt für jeden Versicherungszweig getrennt in drei Schritten:

  1. Berechnung des Gesamtbeitrags ausgehend von der reduzierten beitragspflichtigen Einnahme.
  2. Berechnung des Beitragsanteils des Arbeitgebers ausgehend vom tatsächlichen Arbeitsentgelt.
  3. Berechnung des Arbeitnehmeranteils durch Abzug des Arbeitgeberanteils vom Gesamtbeitrag.

Sobald der Arbeitnehmer mit seinem Arbeitsentgelt die obere Midijob-Grenze erreicht, trägt er die für Arbeitnehmer übliche Abgabenlast.

Regelmäßiges monatliches Arbeitsentgelt

Die Zugehörigkeit zum Personenkreis der Midijobber ist abhängig vom durchschnittlichen monatlichen Arbeitsentgelt. Für diese Feststellung sind bei Beschäftigungsbeginn beziehungsweise bei jeder dauerhaften Änderung in den Verhältnissen alle für die nächsten zwölf Monate mit hinreichender Sicherheit zu erwarten laufenden und einmaligen Einnahmen zu addieren und durch  zwölf zu teilen. Dieser Wert muss mindestens 450,01 Euro betragen.

Erhöhung Gleitzone 2019: Neuer Übergangsbereich ab 1. Januar 2019

Die Obergrenze der vergünstigten Beitragsbelastung für Arbeitnehmer im Midijob soll von heute 850 Euro ab 1. Januar 2019 auf 1.300 Euro angehoben werden. Die neue Midijob-Formel, nach der zukünftig das beitragspflichtige Arbeitsentgelt zur Berechnung des Gesamtsozialversicherungsbeitrags ermittelt wird, lautet wie folgt:

F x 450 + ([1.300/(1.300-450)] – [450/(1.300-450)] x F) x (AE – 450)

Wesentlicher Parameter der Formel ist der Faktor F, der sich an der Höhe des Gesamtsozialversicherungsbeitrags orientiert und sich ebenfalls zum 1. Januar 2019 verändern wird.

Entlastung für Arbeitnehmer mit einem Arbeitsentgelt ab 850 Euro

Arbeitnehmer, die heute 850 Euro verdienen, werden mit der üblichen Abgabenlast für versicherungspflichtige Arbeitnehmer von gut 20 Prozent belastet. Zukünftig wird ihr Anteil bei derselben Vergütung unter 18 Prozent liegen. Die volle Abgabenbelastung trifft Arbeitnehmer dann erst bei einem monatlichen Arbeitsentgelt von 1.300 Euro.

Umsetzung des neuen Übergangsbereichs in der Entgeltabrechnung

In der Konsequenz haben Arbeitgeber mit Inkrafttreten des Gesetzes für die betroffenen Arbeitnehmer eine neue vorausschauende Betrachtung des regelmäßigen Arbeitsentgeltes vorzunehmen. Auf dieser Grundlage ist die Entscheidung zu treffen, ob der Arbeitnehmer künftig mit seinem Arbeitsentgelt innerhalb des Übergangsbereichs liegt und insoweit verminderte Beiträge zu zahlen sind.

Zum 1. Januar 2019 wird das bisherige Kennzeichen Gleitzone in den Meldungen abgeändert. Künftig heißt das neue Kennzeichen „Midijob“. Auf den neuen Begriff „Übergangsbereich“ hat sich die Sozialversicherung nicht eingelassen. Die bestehenden Auswahlziffern 0, 1  und 2 lauten dann

0 = kein Arbeitsentgelt innerhalb der Grenzen des § 20 Abs. 2 SGB IV/Verzicht

= Arbeitsentgelt durchgehend innerhalb der Grenzen des § 20 Abs. 2 SGB IV

2 = Arbeitsentgelt sowohl innerhalb als auch außerhalb der Grenzen des § 20 Abs. 2 SGB IV

Kein Meldeanlass bei Eintritt in den Übergangsbereich

Sofern Arbeitnehmer sich ab dem 1. Januar 2019 erstmalig aufgrund des erzielten Arbeitsentgeltes innerhalb der Grenzen des Übergangsbereichs befinden (450,01 – 1.300,00 EUR), ist keine Ab- und Anmeldung vorzunehmen, um das Kennzeichen Übergangsbereich zu setzen. Das Kennzeichen ist erst bei der nächsten anstehenden Entgeltmeldung (zum Beispiel Jahresmeldung oder Unterbrechungsmeldung) zu setzen.

Zusätzlicher Vorteil für Arbeitnehmer in der Rentenversicherung

Midijobber erwerben heute geringere Rentenleistungen, weil Rentenversicherungsbeiträge nicht vom tatsächlichen Arbeitsentgelt, sondern von einer fiktiven reduzierten beitragspflich­tigen Einnahme gezahlt werden. Um Nachteile zu vermeiden, können Sie aber schriftlich gegenüber ihrem Arbeitgeber erklären, dass sie volle Rentenversicherungsbeiträge nach dem tatsächlichen Entgelt zahlen möchten. Dies ist ab 1. Januar 2019 nicht mehr vorgesehen und auch nicht erforderlich. Die geringere Beitragsbelastung führt dann nicht mehr zu geringeren Rentenleistungen. Vielmehr werden Entgeltpunkte für Beitragszeiten aus einer Beschäfti­gung im Übergangsbereich immer aus dem tatsächlichen Arbeitsentgelt ermittelt.

Auf bestehende Verzichtserklärungen nicht verzichten

Fraglich ist, wie mit den bestehenden Verzichtserklärungen umzugehen ist, die in den Entgeltunterlagen vorhanden sind. Die Pflicht zur Aufbewahrung ist mit der Aufgabe der Verzichtsmöglichkeit in der Beitragsverfahrensverordnung gestrichen worden. Dennoch sollten die bestehenden Verzichtserklärungen erst nach der nächsten Betriebsprüfung vernichtet werden.

Verzichtserklärung weiterhin im Kennzeichen Übergangsbereich

Stolpern kann man über die Entscheidung der Sozialversicherung, im neuen Kennzeichen Übergangsbereich trotz des Wegfalls der Verzichtserklärungen auch künftig die Angabe „Verzicht“ vorzusehen. Dies hat folgenden Hintergrund: Im Jahr 2019 sind noch Entgeltmeldungen möglich mit Meldezeiträumen in 2018 (z. B. die Jahresmeldung 2018). In diesen Meldungen wird ein Meldezeitraum abgebildet, in dem der Verzicht möglich war. Insoweit muss für diese Meldungen die Möglichkeit bestehen, den  Verzicht anzugeben.

Angabe des zusätzlichen Arbeitsentgeltes in den Meldungen

Damit die Rentenversicherungsträger in den Fällen des Übergangsbereichs  das tatsächliche Arbeitsentgelt der Rentenberechnung zugrunde legen, müssen Arbeitgeber diesen Wert in den Entgeltmeldungen zusätzlich angeben. In welchen Fällen der zusätzliche Wert tatsächlich anzugeben ist, wird in der Besprechung der Spitzenorganisationen der Sozialversicherung zu Fragen des gemeinsamen Meldeverfahrens am 28.2.2019 festgelegt.

Erweiterung des Meldeverfahrens ab 1. Januar 2020

Die verfahrenstechnische Umsetzung des zusätzlichen tatsächlichen Arbeitsentgeltes im Meldeverfahren und bei der Rentenberechnung erfordert eine entsprechende Vorlaufzeit. Daher wird der zusätzliche Wert erst zum 1. Januar 2020 umgesetzt. Für das Jahr 2019 wird die Deutsche Rentenversicherung Maßnahmen treffen, um das tatsächliche Arbeitsentgelt systemseitig zu ermitteln.

Quelle: Gleitzone 2019: Neuer Übergangsbereich bei Midijobs | Personal | Haufe

Teilzeitjob: So kann sich die Teilzeit auf die Karriere auswirken

WirtschaftsWoche: Herr Mengewein, halten manche Menschen Sie für faul?
Axel Mengewein: Faul nicht unbedingt. Aber die Meinungen über Teilzeit gehen schon sehr weit auseinander. Wer selbst Stunden reduziert, schätzt die Freiheiten. Wer in der Vollzeit-Tretmühle steckt, steht dem kritischer gegenüber.

Der Untertitel Ihres neuen Buches „Halbe Arbeit – Ganzes Leben“ lautet: Arbeite so wenig, wie du willst. Da könnte man schon auf die Idee kommen, Sie machen sich einen schönen Lenz.
Ich mache in der gewonnenen Zeit ja andere Dinge. Zum Beispiel habe ich dieses Buch geschrieben. Das bedeutete viel Arbeit. Ich bin Taekwondo-Meister geworden, was viel Fleiß erfordert. Sehen Sie, ich bin nicht dem Teilzeit-Müßiggang verfallen, den man ja aus dem Urlaub kennt und der nachweislich träge macht. Ich kann nur jedem empfehlen, in Teilzeit zu arbeiten. Dabei entdecken Sie ungeahnte Talente. Denn wenn Sie Vollzeit arbeiten, haben Sie gar keine Zeit zu hinterfragen, was Ihnen noch Spaß machen könnte.

Wie hat sich ihr Leben verändert, seitdem Sie in Teilzeit arbeiten?
Mit der Liebe läuft es besser. Ich habe über zehn Jahre viel gearbeitet und war immer fürs Unternehmen da – auch am Wochenende, an Feiertagen und in Randzeiten. Jetzt habe ich eine tolle Partnerschaft, die ich auch pflegen kann. Außerdem bin ich deutlich fitter, als ich mir das jemals erträumt habe. Ich laufe sogar Marathon. Diese Art zu leben, macht mich zufriedener.

Quelle: Teilzeitjob: So kann sich die Teilzeit auf die Karriere auswirken

Slow Work: Im Job entschleunigen, produktiver arbeiten

Die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit sind inzwischen psychische Diagnosen, zu denen auch Burnouts zählen. Tendenz steigend. Sie waren 2017 für fast 17 Prozent der krankheitsbedingten Ausfälle in Deutschland verantwortlich. Viele fühlen sich von dem Tempo der heutigen Arbeitswelt überfordert. „Zeit ist Geld“ ist zu „weniger Zeit ist noch mehr Geld“ geworden. Mit zunehmender Digitalisierung werden auch die Erwartungen an die ständige Verfügbarkeit immer größer. Sogar die Entspannung ist auf maximale Leistung ausgelegt: Powernaps sollen schnell wieder fit machen, und nach dem Motto „Sitzen ist das neue Rauchen“ wird der soziale Druck, auch in der Freizeit dynamisch und aktiv zu sein, ebenfalls höher.

Genau hier setzt das Slow Work-Konzept mit einem Gegenhebel an: Einfach mal durchatmen und aus der Rolle des ständig Getriebenen herauskommen lautet die Devise. Gleichzeitig verfolgt die noch vergleichsweise neue Slow Work-Bewegung das Ziel, Arbeit mit Zufriedenheit und Erfüllung zu verknüpfen, was dem Lebensgefühl der Generation Y entgegen kommt. Das Selbstwertgefühl vieler Menschen ist eng an ihre Arbeit gekoppelt – und genauso, wie Arbeit frustrieren und krank machen kann, kann sie auch sinnstiftend und bestätigend wirken. Beides hat einen massiven Einfluss auf die Lebensqualität.

Routinen aufbrechen und neue Komfortzonen entdecken

Wie aber funktioniert Slow Work? Im Wesentlichen geht es darum, seine Zeit insgesamt sinnvoller und produktiver zu nutzen, indem man kontrollierte Pausen macht und sich seine Energie so einteilt, dass man Aufgaben fokussiert erledigen kann. Das bedeutet zum einen ein Umdenken und zum anderen die bewusste Einführung neuer Routinen. Dazu gehören auch bewährte Tools wie eine To Do-Liste: das Auslagern der zu erledigenden Dinge in eine Liste schafft automatisch freie Kapazitäten im Kopf. Der Trick dabei ist, für alle Tätigkeiten deutlich mehr Zeit einzuplanen als vorher und sich so selber zu entschleunigen.

Ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor für viele Arbeitnehmer ist die tägliche Fahrt ins Büro. Dabei nutzen viele den Weg heute als verlängerte Arbeitszeit. Doch konzentriertes Arbeiten in einem überfüllten Pendlerzug ist manchmal schwer, wenn nicht sogar so gut wie unmöglich. Deshalb lieber die Fahrt dazu nutzen, sich zu sammeln, sich auf den Tag vorzubereiten, die To Dos im Geiste durchzugehen und noch einmal tief durchzuatmen, um dann die Aufgaben umso strukturierter angehen zu können. Oder am besten gleich ein bis zwei Tage die Woche im Homeoffice bleiben.

Quelle: Slow Work: Im Job entschleunigen, produktiver arbeiten

Epic fails bei Restrukturierungen / #3: Falsch unterzeichnete Kündigungsschreiben – Arbeitsrecht. Weltweit.

In dieser Serie haben wir bereits die “epic fails” Rahmensozialplan und Rahmeninteressenausgleich aufgezeigt. In diesem Teil widmen wir uns einer scheinbaren Nebensächlichkeit, die aber ohne ausreichende Aufmerksamkeit schnell den Erfolg der Restrukturierung unnötig gefährden oder sie zumindest erheblich verteuern kann: die “falsche” Unterzeichnung der Kündigungsschreiben.

Situation: Sozialplan und Interessenausgleich stehen, die Umsetzung kann starten

Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat sind abgeschlossen. Jetzt müssen zur Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahme die Kündigungen auf den Weg gebracht werden. Nach komplexer Vorbereitung der Restrukturierung wirkt die Ausfertigung und Unterzeichnung der Kündigungsschreiben da „nur noch“ wie eine lästige Banalität. Zeit ist Geld und der Zeitrahmen ist eng. Nach Anhörung des Betriebsrates und Beteiligung aller anderen Stellen bleiben – wenn überhaupt – nur noch wenige Tage, um die häufig zahlreichen Kündigungsschreiben noch vor dem Monatswechsel auszufertigen und zuzustellen.

Falscher Ansatz: Kündigungsschreiben kurz und knapp abzeichnen

Der falsche Weg in dieser Situation wäre es, wegen Zeitdrucks oder der Masse an Kündigungsschreiben die Formvorschriften für die notwendigen Kündigungen außer Acht zu lassen und nur noch schnell „abzuzeichnen“. Formanforderungen für Kündigungsschreiben und gerade die Unterzeichnung scheinen zwar niedrige Hürden auf dem Weg zum Abschluss der Restrukturierung zu sein. Dennoch werden sie oft genug nicht überwunden. Im schlimmsten Fall sind die ausgesprochenen Kündigungen wegen Formfehlern unrettbar nichtig. Die Arbeitsverhältnisse werden nicht wirksam beendet. Die Kündigungen müssen dann nochmal ausgesprochen werden. Mit jedem Monat, den die Arbeitsverhältnisse dadurch länger bestehen, wachsen die Lohnkosten. Bei Quartals- oder Jahreskündigungsfristen (z. B. sechs Monate zum Quartal) kann sich ein Arbeitsverhältnis auch schnell um mehrere Monate verlängern. Hinzu kommt: Wegen Formfehlern können Arbeitnehmer auch noch nach Ablauf der dreiwöchigen Klagefrist nach § 4 KSchG die Kündigung gerichtlich angreifen. Unsauberes Arbeiten an dieser Stelle führt daher zu einem hohen Kostenrisiko und erzeugt Rechtsunsicherheit.

Kardinalfehler ist die Unterzeichnung mit nicht notariell beurkundeten Paraphenoder Handzeichen, wie Gebilden aus ein oder zwei Buchstaben, Initialen oder anderen Zeichen, z.B. Kreuzen oder Strichen. Der Einwand „ich unterschreibe aber immer so“ rettet die Kündigung im Zweifel nicht. Gleiches gilt für alle Formen der Unterschrift, die nicht eigenhändig erfolgen. Faksimiles oder Unterschriftsstempel sparen zwar Zeit, sind aber nicht ausreichend. Keine Lösung ist es, ein ‚Master-Schreiben‘ zu unterzeichnen und dann zu kopieren. Kündigen per Kopie, Fax, E-Mail, SMS usw. erfüllt die gesetzliche Schriftform nicht.

Richtiger Ansatz: Sorgfältig bleiben bis zum letzten Schreiben

Grundsätzlich gilt: Das Kündigungsschreiben muss als eigenhändig unterzeichnetes Dokument im Original dem Arbeitnehmer zugestellt werden.

Die Kündigungsschreiben müssen daher jeweils einzeln eigenhändig und zumindest mit dem Familiennamen, idealerweise auch mit Vornamen, unterzeichnet werden. Der verwendete Schriftzug muss den Namen des Unterzeichners wiedergeben und vor allem in Abgrenzung zur Paraphe die Absicht einer vollen Unterschriftsleistung erkennen lassen. D. h. es sollten nicht nur Anfangsbuchstaben ausgeschrieben werden ohne den Namen – zumindest in Teilen – weiter zu führen. Einzelne Buchstaben des Namens müssen nicht leserlich sein, sollten aber zumindest angedeutet werden. Ins andere Extrem zu verfallen und den eigenen Namen einfach in Druckbuchstaben auszuschreiben, ist aber ebenso zu vermeiden.

Ein maschinenschriftlicher Namenszusatz (z.B. in Klammern nach der Unterschrift) ist nicht zwingend, aber empfehlenswert. Denn die Rechtsprechung will dann einen großzügigeren Prüfungsmaßstab an den Unterschriftszug anlegen. In jedem Fall müssen Unterschrift und Namenszusatz unbedingt erst am Ende des Textes stehen und das Schreiben abschließen.

Um die Echtheit der Unterschrift später leichter nachweisen zu können, kann die Orientierung an Unterschriften in offiziellen Dokumenten, z. B. dem eigenem Personalausweis, hilfreich sein. Falls aber der Ausweis auch nur mit einer Paraphe unterzeichnet ist, macht dies eine Paraphe im Kündigungsschreiben nicht automatisch zu einer Unterschrift. Es wäre dann – anders als im Personalausweis – mit einem genügenden Schriftzug zu unterschreiben.

Diese Grundsätze sollten vor allem nicht nur bei den ersten Schreiben, sondern bis zum letzten Kündigungsschreiben beibehalten werden, um diesen besonders unnötigen und ärgerlichen „epic fail“ zu vermeiden.

… to be continued …

Quelle: Epic fails bei Restrukturierungen / #3: Falsch unterzeichnete Kündigungsschreiben – Arbeitsrecht. Weltweit.

EuGH verschärft Ablöseverbot bei Entsendung von Arbeitnehmern

1. Welches Sozialsystem findet bei der Entsendung von Arbeitnehmern Anwendung?

Beim grenzüberschreitenden Arbeitnehmer-Einsatz stellt sich die Frage, welches Sozialversicherungssystem Anwendung findet. Innerhalb der EU gilt das Prinzip, dass Arbeitnehmer nur den Regelungen eines Mitgliedsstaates unterliegen sollen. Dies sind in der Regel die Vorschriften des Landes, in welchem die Tätigkeit ausgeübt wird. Bei grenzüberschreitenden Arbeitnehmer-Einsätzen kann dies zu einem (vorübergehenden) Wechsel zwischen den jeweiligen Sozialversicherungssystemen führen. Dies ist aber nicht im Interesse des im Ausland eingesetzten Arbeitnehmers und widerspricht den Gedanken der Dienstleistungsfreiheit und Freizügigkeit.

Eine Ausnahme von diesem Grundsatz ist die Entsendung im Sinne des Art. 12 der Verordnung zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (Verordnung (EG) 883/04). Bei einer solchen Entsendung unterliegt der entsandte Arbeitnehmer weiterhin den sozialversicherungsrechtlichen Regelungen seines Heimatlandes, solange die Entsendung einen Zeitraum von 24 Monaten nicht überschreitet und durch die Entsendung nicht die Ablösung eines anderen zuvor entsandten Arbeitnehmers bezweckt wird (sogenanntes Ablöseverbot). Bisher beschränkte sich dieses Ablöseverbot auf die Ablösung eines Arbeitnehmers, der vom selben Arbeitgeber entsandt wurde. Diese Regelung hat der EuGH nunmehr ausgeweitet und damit die Spielregeln für den grenzüberschreitenden Einsatz von Arbeitnehmern verschärft.

2. Worum geht es in der Entscheidung?

Ein österreichischer Schlachthof beauftragte ein ungarisches Unternehmen damit, als Subunternehmer für den Schlachthof Fleisch zu zerlegen und zu verpacken. Vor und nach dem Zeitraum dieser Subunternehmer-Beauftragung ließ der Schlachthof die Arbeiten von den Arbeitnehmern eines anderen ungarischen Unternehmens ausführen. Der ungarische Sozialversicherungsträger stellte für die nach Österreich entsandten Arbeitnehmer Bescheinigungen aus, dass diese im entsendenden Land – also Ungarn – versichert sind (sogenannte A1-Bescheinigung, welche rechtsverbindlich bescheinigt, welches Sozialsystem für einen entsendeten Arbeitnehmer zuständig ist). Dies erfolgte in einigen Fällen rückwirkend und betraf auch Fälle, in denen der österreichische Sozialversicherungsträger bereits eine Versicherungspflicht der betreffenden Arbeitnehmer in Österreich festgestellt hatte. So kam es zum Streit, wo die ungarischen Arbeitnehmer der Sozialversicherungspflicht unterliegen und ob die A1-Bescheinigungen aus deren Heimatland Ungarn Bindungswirkung entfalten. Der österreichische Sozialversicherungsträger berief sich hierbei darauf, dass die A1-Bescheinigungen wegen Verstoßes gegen das Ablöseverbot nicht hätten ausgestellt werden dürfen.

3. Was sind die wesentlichen Inhalte der Entscheidung des EuGH?

Der EuGH stellte zunächst klar, dass eine A1-Bescheinigung bis zum Zeitpunkt des Widerrufs oder der Ungültigkeitserklärung durch den ausstellenden Sozialversicherungsträger Bindungswirkung (gegenüber jedermann) entfaltet. Die im vorliegenden Fall ausgestellten A1-Bescheinigungen würden somit auch gegenüber dem österreichischen Sozialversicherungsträger gelten. Der EuGH entschied aber auch, dass ein entsandter Arbeitnehmer, wenn er einen anderen entsandten Arbeitnehmer ablöst, unter das System der sozialen Sicherheit am Arbeitsort (in der vorliegenden Entscheidung also Österreich) fällt, auch wenn die beiden Arbeitnehmer nicht von demselben Arbeitgeber entsandt wurden. Damit kommt es jetzt nur noch darauf an, ob der entsandte Arbeitnehmer an demselben Arbeitsplatz einen anderen entsandten Arbeitnehmer ablöst, unabhängig davon, von welchem Unternehmen der „abgelöste“ Arbeitnehmer entsandt wurde. Er unterliegt damit den Vorschriften des Sozialsystems am Tätigkeitsort. Auf eine konzernrechtliche Verbindung oder sonstige Verflechtung der entsendenden Unternehmen kommt es dabei nicht an.

4. Was sind die Praxisfolgen für HR-Verantwortliche?

Die Möglichkeiten des grenzüberschreitenden Arbeitnehmereinsatzes werden weiter eingeschränkt. Für Arbeitnehmer wird eine Entsendung unattraktiv, wenn diese dadurch den sozialversicherungsrechtlichen Status im Heimatland verlieren. Anders als im vorliegenden Fall dienen aber solche Entsendungen häufig auch der Karriereförderung und sind – jedenfalls in international agierenden Unternehmen – ein wichtiger Bestandteil der Personalentwicklung. Entsendende Unternehmen müssen jetzt darauf achten, dass an dem geplanten Tätigkeitsort zuvor kein anderer entsandter Arbeitnehmer tätig war, egal von welchem Unternehmen dieser entsandt wurde. Dies ist für das neue entsendende Unternehmen nun – wo das Ablöseverbot unabhängig vom vorher entsendenden Arbeitgeber besteht – in der Praxis häufig schwer überprüfbar. Hier muss sich das entsendende Unternehmen in der Regel auf die Angaben vom Unternehmen am Einsatzort verlassen. Der grenzüberschreitende Einsatz von Arbeitnehmern bleibt damit sowohl arbeitsrechtlich (unter anderem stellen sich komplexe Fragen zur Arbeitsvertragsgestaltung) als auch in sozialrechtlicher Hinsicht weiterhin eine Herausforderung. Abzuwarten bleibt, ob und wie die Sozialversicherungsträger im Hinblick auf erteilte A1-Bescheinigungen auf die Entscheidung reagieren.

Quelle: EuGH verschärft Ablöseverbot bei Entsendung von Arbeitnehmern

Fachkräftemangel: Der Kampf der Kleinen

Insbesondere dem Mittelstand fällt es immer schwerer, Fachkräfte zu finden, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Situation verschärft sich deutschlandweit – vor allem Fachkräfte mit Berufsausbildung sind Mangelware. Die Unternehmen reagieren darauf, indem sie beispielsweise mehr Ausbildungsplätze in Engpassberufen anbieten. Im vergangenen Jahr waren rund 72 Prozent aller offenen Stellen in Engpassberufen ausgeschrieben, das sind Berufe, für die es mehr freie Stellen als verfügbare Fachkräfte gibt. Vor fünf Jahren traf das erst auf 47 Prozent der Stellen zu.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gehen bei der Mitarbeitersuche häufig leer aus: Sie sind nicht so bekannt wie Konzerne und sitzen zudem oft in der Provinz. Im Schnitt können kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern jede dritte Stelle nicht besetzen. Die Folge: Diese Firmen arbeiten oft an der Auslastungsgrenze und können neue Aufträge nicht annehmen. „Der Mangel erfasst mehr und mehr Regionen und Branchen. Dabei geht es immer öfter um beruflich qualifizierte Fachkräfte, nicht um Akademiker“, erklärt IW-Wissenschaftlerin Paula Risius.

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Quelle: Fachkräftemangel: Der Kampf der Kleinen | Crosswater Job Guide

Eyetracking Studie: So lesen Personalverantwortliche Bewerbungen

• Personaler investieren für das erste Screening nicht einmal eine Minute pro Lebenslauf
• Bewerberfoto ist der erste Blickfang
• Der Berufserfahrung wird die meiste Aufmerksamkeit geschenkt
• Zeugnisse nur für jeden Zehnten wichtig
• Jobhopping bei älteren Bewerbern nicht gern gesehen
• Lücken im Lebenslauf müssen schlüssig argumentiert werden

Wie lesen Personalverantwortliche Bewerbungen? Die Ergebnisse liefert die StepStone Eyetracking Studie. (Bildquelle: istockphoto.com / venuestock)

Ob aufgrund der gestiegenen Bewerberzahl oder weil ihnen der Job nur wenig Zeit lässt: Personaler nehmen sich durchschnittlich nicht einmal eine Minute Zeit für den Lebenslauf von Bewerbern.

Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie von StepStone Österreich und der Marktforschungsagentur MindTake, bei der das Nutzungsverhalten von Personalentscheidern beim Scannen von Bewerbungsunterlagen sowohl durch persönliche Befragung als auch unterstützt durch Eyetracking-Messung untersucht wurde.

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Quelle: Eyetracking Studie: So lesen Personalverantwortliche Bewerbungen | Crosswater Job Guide

Richter definieren neue Telefonregeln für Headhunter

Aus Sicht von Arbeitgebern ist es eine ärgerliche Unsitte, die in Zeiten von professionellen Karrierenetzwerken wie Xing oder LinkedIn stark zu genommen hat: Abwerbeversuche von Headhuntern am Arbeitsplatz. „Können Sie gerade frei sprechen?“ Die Frage kennt jeder, der schon einmal von einem Personalvermittler während der Bürozeit angesprochen wurde. Sie gehört zum Jargon der Headhunter, dient aber der Diskretion des Auftraggebers und des potentiellen Bewerbers. Für Abwerbeversuche am Arbeitsplatz gelten strenge Regeln. So ist es etwa Unternehmen untersagt, fortlaufend Akquise neuer Mitarbeiter bei der Konkurrenz zu betrieben, indem man sie direkt auf ihrer Dienst-Durchwahl anruft. Was aber gilt, wenn ein Mitarbeiter seine private Mobilnummer über soziale Netzwerke preisgibt – mit dem Hintergedanken, einmal doch „gesucht und gefunden“ zu werden?

Quelle: Richter definieren neue Telefonregeln für Headhunter

Beziehungen: Anbandeln im Büro: Wenn es zwischen Kollegen funkt. Vorgesetzte sind benachteiligt. :-)

Im beruflichen Umfeld verbringt man mehr Zeit als mit Freunden – und Gelegenheit macht bekanntlich Liebe: Nicht wenige Menschen lernen ihren Partner im Job kennen. Viele haben sexuelle Fantasien über Kolleginnen oder Kollegen, andere lassen sich auf einen One-Night-Stand ein, wie eine Studie zeigt.

Rund zwei Drittel der Berufstätigen hierzulande (65 Prozent) hatten bereits einmal sexuelle Fantasien über jemanden aus dem Kollegenkreis. Bei den Männern läuft das Kopfkino hier allerdings eher an, denn von ihnen geben gut drei Viertel (77 Prozent) an, dass Kolleginnen schon Objekt ihrer Begierde waren, während es von den Frauen immerhin circa jede zweite (53 Prozent) sagt. Mittelpunkt der Fantasien sind mit 43 Prozent die eigenen Teamkollegen oder -kolleginnen. Auf Vorgesetzte sind nur noch 15 Prozent scharf und CEOs sind mit fünf Prozent am wenigsten begehrt.

Quelle: Beziehungen: Anbandeln im Büro: Wenn es zwischen Kollegen funkt

Vermögen: Zahl der deutschen Millionäre steigt

Der Club der Millionäre in Deutschland ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Nach Schätzung der Schweizer Großbank Credit Suisse gab es zur Jahresmitte hierzulande 2,1 Millionen Einwohner, die sich in Dollar gerechnet über ein Vermögen in zumindest siebenstelliger Höhe freuen können. Das waren 253.000 Millionäre mehr als ein Jahr zuvor.In den nächsten fünf Jahren könnte die Millionärsliste noch deutlich länger werden. Das prognostiziert jedenfalls Credit Suisse. Für das Jahr 2023 rechnen die Analysten mit 3,077 Millionen Millionären in Deutschland – also ein satter Zuwachs um 41 Prozent. Die Zahlen sind im neuen Global Wealth Report der Großbank enthalten. Die jährlich veröffentlichte Analyse zeichnet die Vermögensentwicklung quer durch die Gesellschaft in rund 200 Ländern nach.

Die Deutschen arbeiten, ihr Geld nicht

Eine zentrale Erkenntnis der Untersuchung lautet: Reicher sind die Deutschen in letzter Zeit vor allem mit Immobilienbesitz geworden. Einerseits, weil die Hauspreise in Deutschland stärker gestiegen sind als in manch anderem Land. Um 7 Prozent legten sie laut Credit Suisse binnen eines Jahres zu. Andererseits, weil die Deutschen einen großen Batzen ihres Vermögens in Immobilen investiert haben – also von den steigenden Preisen im Häusermarkt besonders stark profitieren. Laut Studie entfällt auf reale Vermögenswerte, womit in erster Linie Immobilien gemeint sind, ein Anteil von 59 Prozent am Gesamtvermögen der Deutschen.

Dass Immobilien wichtig sind für die Vermögensbildung der Deutschen, zeigt auch der Vergleich der Credit-Suisse-Studie mit einer ähnlichen Untersuchung der Allianz. Der Münchner Versicherungskonzern stellte den Deutschen in seinem eigenen Vermögensbericht kürzlich ein wenig schmeichelhaftes Zeugnis aus: „Die Deutschen arbeiten für ihr Geld, aber sie lassen ihr Geld nicht für sich arbeiten“, bilanzierte der Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. Laut Allianz sparen die Bundesbürger zwar fleißig, sie legten ihr Geld aber vergleichsweise wenig rentabel an. Sie mögen laut Allianz noch immer Bankeinlagen, die seit längerem nur noch Magerrenditen bringen.

Quelle: Vermögen: Zahl der deutschen Millionäre steigt

Statistische Bundesamt: Jeder Elfte erhält Sozialleistungen

In Deutschland sind weniger Menschen auf Sozialleistungen angewiesen. Ende 2017 erhielten 7,6 Millionen Menschen sogenannte soziale Mindestsicherungsleistungen. Das waren 300.000 weniger als Ende 2016, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Der Anteil an der Bevölkerung verringerte sich von 9,5 Prozent auf 9,2 Prozent und ging damit das zweite Jahr infolge zurück.

Einen Anstieg der auf staatliche Leistungen angewiesenen Bevölkerungsgruppen gab es vor allem bei älteren Menschen. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen der Statistik zufolge knapp 1,1 Millionen Menschen und damit 3,2 Prozent mehr als Ende 2016.

Hingegen verringerte sich die Zahl der Flüchtlinge mit Ansprüchen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erheblich um 35,7 Prozent auf rund 468.000 Menschen. Der Rückgang liegt an der hohen Zahl abgeschlossener Asylverfahren – diese Menschen beziehen keine Asylbewerberleistungen mehr.

Auch die Zahl der Hartz-IV- und der Sozialhilfe-Empfänger nahm den Angaben zufolge ab. 5,9 Millionen Menschen – und damit 0,7 Prozent weniger als Ende 2016 – erhielten Hartz IV. Die Zahl der Sozialhilfe-Empfänger sank sogar um fast 5 Prozent auf 127.000 Menschen.

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Quelle: Statistische Bundesamt: Jeder Elfte erhält Sozialleistungen

Künstliche Intelligenz im Recruiting: Sicht der Bewerber

Schon seit 2014 versuchte ein Team von Amazon einen Algorithmus zu entwickeln, der die Qualifikation von Bewerbern automatisch aufgrund von Lebenlaufdaten bewertet. Mittels künstlicher Intelligenz sollte das Tool anhand vergangener Bewerbungsprozesse lernen, Kandidaten entlang einer Fünf-Sterne-Skala einzuordnen, und so den Recruiting-Prozess unterstützen.

Amazon scheitert mit KI in der Personalauswahl – vorerst

Doch die Software kam laut Aussage des Konzerns nie zum Einsatz, denn schon 2015 erkannte man erste Probleme bei den Tests: Das System tendierte dazu, Frauen schlechter zu bewerten als Männer. Vermutlich hatte es aufgrund der Überzahl männlicher Arbeitskräfte im IT-Sektor selbst erlernt, Kandidaten aufgrund des Geschlechts unterschiedlich zu behandeln. Offenbar bekam man die Probleme trotz dieser Erkenntnis nicht in den Griff, sodass das Projekt Ende 2017 eingestellt werden musste.

Nun will Amazon einen neuen Anlauf wagen, wie Reuters kürzlich berichtete. Demnach soll ein neues Team aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und ein System zur automatisierten Bewertung in der Personalauswahl entwickeln, das mehr auf Diversität zielt.

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Quelle: Künstliche Intelligenz im Recruiting: Sicht der Bewerber | Personal | Haufe

Dienstreisen als Arbeitszeit: “Das ist Pech für den Arbeitnehmer”

SPIEGEL ONLINE: Herr Rädlein, das Bundesarbeitsgericht hat in einem Urteil erklärt, dass Dienstreisezeit wie Arbeitszeit zu vergüten ist. Wie bewerten Sie diese Entscheidung?

Hanno Rädlein: Die Auswirkungen kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht umfassend absehen. Bislang liegt vom Gericht nur eine Pressemitteilung vor. Erst, wenn das Urteil da ist, sehen wir, ob es sich hier um eine grundlegende Änderung der Rechtsprechung handelt.

SPIEGEL ONLINE: Wie ist es bisher gesetzlich geregelt – gilt Reisezeit als Arbeitszeit?

Rädlein: Das ist unterschiedlich. Schickt ein Arbeitgeber während der Kernarbeitszeit einen Arbeitnehmer von der eigentlichen Arbeitsstelle zu einem anderen Einsatzort, wird die Fahrt dorthin natürlich auch bislang schon als Arbeitszeit angesehen und auch vergütet.

SPIEGEL ONLINE: Etwa bei Handwerkern, die aus der Zentrale direkt zum Kunden geschickt werden.

Rädlein: Genau. Das gilt aber auch für Geschäftsleute, die zum Beispiel morgens mit der Bahn von Hamburg nach Berlin fahren, dort einen Termin haben und am Nachmittag den Zug zurück nehmen. Das ist alles Arbeitszeit.

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Quelle: Dienstreisen als Arbeitszeit: “Das ist Pech für den Arbeitnehmer” – SPIEGEL ONLINE

Arbeit: Muss mir der Arbeitgeber Weihnachtsurlaub gewähren?

Die Grundregel unabhängig von Weihnachten lautet erstmal: Arbeitnehmer haben Anspruch, in den von ihnen gewünschten Zeiträumen Urlaub zu nehmen, erklärt der Arbeitsrechtler Peter Meyer. Lehnen Firmen das ab, müssen sie entsprechende betriebliche Gründe dafür angeben: „Der Arbeitgeber muss erklären, warum er ihn nicht gewähren kann.”

So kann er zum Beispiel sagen, dass für den Betrieb eine gewisse Anzahl an Mitarbeitern auch zwischen den Jahren vor Ort sein muss. Dann gilt es abzuwägen. Ein Aspekt können schulpflichtige Kinder sein, so dass eine Fahrt in den Skiurlaub zum Beispiel nur in der Ferienzeit möglich ist. Wer keine solchen familiären Verpflichtungen hat, muss eventuell zurückstehen und arbeiten.

„Auch ein Lebenspartner, der nur in diesem Zeitraum Urlaub bekommt, ist ein starkes Argument”, sagt Meyer. Hier ist es an der Firma, einen gerechten Ausgleich herzustellen. In festgefahrenen Situationen kann man versuchen, die Gewährung des Urlaubs per einstweiliger Verfügung vor einem Arbeitsgericht durchzusetzen.

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Quelle: Arbeit: Muss mir der Arbeitgeber Weihnachtsurlaub gewähren?

Social Media Recruiting: Das Ende der Illusionen? 

Kaum ein anderer Recruiting-Kanal hat ein solch großes mediales Echo erzeugt wie Social Media Recruiting, die Kandidaten-Ansprache und Bewerbungen in Facebook & Co. Und bei kaum einem anderen Recruiting-Kanal klaffen Meinungen von der empirischen Faktenlage so weit auseinander wie bei Social Media Recruiting.

Eine Analyse der Ergebnisse der Jobbörsen-Kompass-Umfrage kommt nun zu einer eher ernüchternden Bestandsaufnahme. Ein Vergleich der Umfrageergebnisse (33.940 Bewertungen Stand 20.10.2018) zeigt die relative Zufriedenheit (auf einer Skala von 7=sehr zufrieden bis 1=überhaupt nicht zufrieden) der Bewerber mit den drei wichtigen Recruiting-Kanälen auf:

  • Jobportale: 4,53
  • Job- / Karrieremessen: 4,48
  • Social Media Recruiting: 3,12

Quelle: Social Media Recruiting: Das Ende der Illusionen? | Crosswater Job Guide

Nervende Werbung in sozialen Netzwerken? Schalten Sie einfach ab.

Sind Sie auch von den ständigen Werbeeinblendungen – zum Beispiel in XING-Gruppen – genervt?

Ich habe einige Werbeblocker ausprobiert und AdBlock Plus (http://www.adblockplus.org/de)  scheint die einfachste und wirkungsvollste Möglichkeit sein, ohne technisches Hintergrundwissen Werbung innerhalb von Xing sicher und dauerhaft auszublenden. Der Adblocker ist kostenlos, für Chrome, FIrefox und viele andere Browser verfügbar.

Die Installation ist einfach und funktioniert sicher.

Wenn der Adblocker installiert ist, einfach irgendeinen Werbeeintrag in Xing ansteuern, mit der Maus darauf zu zeigen und die rechte Maustaste zu drücken. Es öffnet sich ein Fenster, in dem man durch Fragen zur Werbefreiheit hingeführt wird.

Wichtig ist, bei der Frage mit dem Schieberegler genau hinzusehen: Den Regler so weit nach rechts verschieben, dass alle Werbeeinblendungen verschwinden, der Rest aber stehenbleibt.
Ähnlich gut und einfach ist uBlock Origin, der anscheinend weniger Ressourcen nutzt.

Einmal gemacht, ist Xing wieder werbefrei.
Xing kassiert weiterhin “Sponsorengelder”, als Mitglied habe ich aber wieder meine Ruhe.

Studie: Direkte Kandidatenansprache wird wichtiger

Laut einer aktuellen Studie gewinnt Active Sourcing im Recruiting für Unternehmen an Bedeutung, um im Wettbewerb um Talente erfolgreich zu sein. Auch wollen immer mehr Jobinteressierte inzwischen lieber von potenziellen Arbeitgebern angesprochen werden, als selbst eine Stelle zu suchen. Soziale Medien werden in diesem Zusammenhang immer wichtiger.

Heute möchte etwas mehr als die Hälfte (51,4 Prozent) der Jobsuchenden und Karriereinteressierten lieber von Unternehmen angesprochen werden, als sich zu bewerben. Das sind 11,5 Prozent mehr als vor sieben Jahren. Ein Viertel der Kandidaten ist sogar bereit, für eine bessere Sichtbarkeit in Karrierenetzwerken oder Lebenslaufdatenbanken zu bezahlen. Active Sourcing gewinnt auch bei den Unternehmen an Bedeutung, da sie mit der direkten Ansprache auch passive Kandidaten erreichen können. Inzwischen ist Active Sourcing bereits bei 40 Prozent der Unternehmen, auch im Mittelstand, Bestandteil im Recruiting-Mix. Das geht aus der Untersuchtung „Active Sourcing & Social Recruiting“ hervor, einer Teilstudie der aktuellen Studienreihe “Recruiting Trends 2017” von Monster. Dafür wurden die Top 1000 Unternehmen und die 1000 größten Unternehmen aus dem Mittelstand in Deutschland befragt.

Quelle: Studie: Direkte Kandidatenansprache wird wichtiger

Fehlendes Feedback nervt am meisten 

Die Bewerbung ist abgeschickt, die Hoffnung groß, und dann passiert – nichts. 62 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage gaben an, dass keine oder späte Antworten auf Bewerbungen der nervigste Aspekt im Bewerbungsprozess sind. Auch ausbleibendes Feedback nach einem Bewerbungsgespräch kam mit 58 Prozent bei fast ebenso vielen nicht gut an.Insgesamt hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 507 qualifizierte und leitende Angestellte zwischen 18 und 60 Jahren mittels computergestützter Telefoninterviews befragt. Auf dem dritten Rang der Fettnäpfchen aufseiten der Arbeitgeber landeten fehlende Begründungen für eine Absage – 52 Prozent der Befragten waren davon genervt.

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Quelle: Fehlendes Feedback nervt am meisten – Personalwirtschaft.de

Bewerbungsverfahren: Langzeitarbeitslosigkeit gleich mangelnde Motivation

Wer längere Zeit arbeitslos ist, hat schlechte Karten bei Personalverantwortlichen. Das zeigt die Studie eines belgischen Forscherteams. Nicht nur, dass Langzeitarbeitslosigkeit oft als Signal für geringe Motivation gewertet wird. Den Jobsuchenden werden unter anderem auch Probleme im Umgang mit neuen Technologien unterstellt. Die Entscheider lassen sich dabei oft von einem Herdentrieb leiten.

Wie das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) berichtet, wurden 219 Personalern fünf fiktive Bewerbungen vorgelegt. Diese sollten sie mit Blick auf Jobchancen und persönliche Eigenschaften wie Motivation, kognitive und soziale Fähigkeiten bewerten. Die Dauer der vorangegangenen Arbeitslosigkeit der Bewerber reichte von einem Monat bis zu drei Jahren.

Geringe Motivation und mangelnde Kompetenzen

Personalverantwortliche müssen anhand von begrenzten Informationen Rückschlüsse auf die Eignung der Kandidaten ziehen. Die Studie zeigte, dass Langzeitarbeitslosigkeit bei der Entscheidung für oder gegen die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch oft als Signal für geringe Motivation gewertet wird. Den fiktiven Langzeitarbeitslosen wurden darüber hinaus geringere kognitive und soziale Kompetenzen, eine geringere Lernfähigkeit sowie Probleme im Umgang mit neuen Technologien zugeschrieben.

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Quelle: Bewerbungsverfahren: Langzeitarbeitslosigkeit gleich mangelnde Motivation

Mein Aufreger der Woche: die sozialverträgliche Trennung

Ich kenne das von früher, das man sich über die Wirkung von Worten seine Gedanken gemacht hat. Heute erscheinen mir viele Worte absolut GEDANKENLOS.
Was ist passiert:
Eine Niederlassungsleiterin eines Zeitarbeitsunternehmens präsentiert sich mit HÜNDCHEN und erklärt mit einem Kollegen, das Bewerber heute viel wertvoller sind, als früher.
Wie bitte?
Nur weil Bewerber knapp sind – die ja auch Menschen sind – sind sie heute viel wertvoller?
Den Vorteil den man als Bewerber nach diesem Erkenntnisgewinn hat ist, das man nach einer Entlassung des Mitarbeiters aus der Zeitarbeit auch weiterhin versucht, den Ex-Mitarbeiter in andere Unternehmen zu vermitteln.
Das nun als besondere Fürsorge zu bezeichnen………….
Naja……….., wenn man jetzt und in dieser Situation erst daran denkt, den Ruf der Zeitarbeit zu verbessern, dann wissen wir ja wo die Priorität liegt.

Interessantes zum Thema Urlaubsanspruch

Für eine ausgewogene Work-Life-Balance ist es wichtig, dass Sie den Alltag auch einmal hinter sich und die Seele baumeln lassen. Denn erholte Menschen arbeiten konzentrierter und effizienter. Deswegen sieht das Arbeitsrecht einen Erholungsurlaub vor. Doch wissen Sie was Ihnen zusteht? Wir haben die häufigsten Fragen gesammelt und liefern Ihnen die Antworten.

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Quelle: Urlaubsanspruch | Arbeitsvertrag | Robert Half

Recruiting: Big Data verändert die Personalsuche

Robot Recruiting für die Idealbesetzung

Die digitale Bewerbungsmappe bekommt Konkurrenz: Algorithmen und HR-Analytics unterstützen Recruiting-Spezialisten, die in Netzwerken wie LinkedIn aktiv nach passenden Jobkandidaten für ihr Unternehmen zu suchen.

Der viel zitierte „War for Talents“ ist in vollem Gang – daher setzt modernes Recruiting verstärkt auf Big Data und Matching-Algorithmen. Der Bewerbungsprozess hat sich spürbar gewandelt. Ausgedruckte Bewerbungen sind so gut wie ausgestorben. Selbst die digitale Bewerbungsmappe mit personalisiertem Anschreiben gilt mancherorts schon als Auslaufmodell: Vor allem in den USA setzen Unternehmen mittlerweile verstärkt auf Software-Tools, um Bewerber aktiv zu rekrutieren.

Kollege Algorithmus hilft beim Recruiting

Social Networks lassen sich so quasi zu Jobbörsen umfunktionieren. Recruiter sichten und nutzen Business-Netzwerke wie XING oder LinkedIn, gelten ihre Informationen doch als Personaldatenbanken erster Wahl. Nicht ohne Grund hatte Microsoft sich den Kauf von LinkedIn rund 26 Milliarden US-Dollar kosten lassen. Neben Werkzeugen wie Sales Navigator, das der Lead- Generierung dient, stellt das Softwareunternehmen mit seiner Businessumgebung Dynamics 365 auch das HR-Tool Dynamics 365 for Talent zur Verfügung. Es bietet eine Verbindung zu LinkedIn, um Recruitern und Personalabteilungen die Suche nach passenden Kandidaten aus dem riesigen Pool zu erleichtern. Algorithmen durchforsten dabei die Datensätze von mehr als 500 Millionen weltweiten Mitgliedern. Auch verbundene Kontakte, Gruppen, ehemalige Arbeitgeber und nahezu alle Daten und Metadaten eines Profils lassen sich aufbereiten. Das automatisierte Tool zeichnet detaillierte Profile von Jobkandidaten und versorgt Personalverantwortliche mit den jeweils aktuellsten Informationen.

Umfassende Datensuche mit HR-Analytics

Noch einen Schritt weiter geht HR-Analytics. Diese Werkzeuge durchsuchen mit Algorithmen nicht nur ein soziales Netzwerk, sondern sammeln Informationen aus allen öffentlich zugänglichen Social Media-Accounts, Profildaten aus Jobbörsen, anonymisierte Suchanfragen und statistischen Kennzahlen. Innerhalb der Europäischen Union setzen indes Datenschutzgesetze wie die EU-DSGVO der Neugier von Unternehmen Grenzen, wenn es um die Privatsphäre der potenziellen Jobanwärter geht. In den USA hingegen nutzen speziell große Konzerne wie Google, IBM oder Walmart HR-Analytics-Tools. Falls etwa Veränderungen im Kundenportfolio oder größere Projekte anstehen, können die Tools vorab automatisiert nach Kandidaten für die zu besetzenden Stellen suchen.

Komplizierte Bewerbungsverfahren wirken abschreckend

Dass Unternehmen, Recruiter und Zeitarbeitsfirmen mittlerweile deutlich aktiver bei der Jobsuche vorgehen, liegt auch am Fachkräftemangel in bestimmten Branchen wie beispielsweise der IT: Vor allem Datenanalysten, Visualisierungsexperten und Cloud-Architekten fehlen. In Bereichen ohne Ressourcenproblem ist hingegen häufig zu beobachten, dass Bewerber sich vom Bewerbungsprozess abschrecken lassen und diesen nicht zu Ende führen. So ergab eine Studie von Indeed, einer der weltweit größten Jobbörsen, dass zwei von fünf Bewerbern den Prozess eigenhändig abbrechen, unabhängig davon, ob sie für die Stelle qualifiziert sind oder nicht. Zu komplizierte Bewerbungsverfahren mit technischen Hürden, etwa beim Upload von Dokumenten, fehlendes Feedback oder unzureichende Statusinformationen seitens der Unternehmen und teils auch antiquierte Assessment-Center-Verfahren ließen die Bewerber vorzeitig das Handtuch werfen.

Sorgen Algorithmen für weniger Diskriminierung bei der Bewerberauswahl?

In Deutschland steckt die Personalsuche mit Matching-Algorithmen noch in den Anfängen. Laut der Studie Recruiting Trends nutzten 2016 erst 2,3 Prozent der deutschen Top 1.000 Unternehmen Algorithmen, um sich automatisiert geeignete Kandidaten für Vakanzen vorschlagen zu lassen. Allerdings gehen zwei Drittel der Befragten davon aus, dass derartige Techniken zukünftig immer häufiger zum Einsatz kommen werden – und rund die Hälfte erhofft sich davon positive Effekte. So schätzen 56,3 Prozent, dass Matching-Algorithmen die Rekrutierung beschleunigen. 49,3 Prozent glauben, dass sie eine diskriminierungsfreie Rekrutierung ermöglichen, und 47,3 Prozent erwarten, dass sie die Passgenauigkeit verbessern.

Dass Künstliche Intelligenz den kompletten Bewerbungsprozess übernimmt, bleibt vorerst unwahrscheinlich. Indes haben in den USA bereits erste Firmen damit begonnen, Bewerbungsgespräche von Computern führen zu lassen. Hierbei sitzt der Jobkandidat vor einer Webcam. Eine Software berechnet aus der Analyse von Mimik, Stimme und Inhalt, ob ein Bewerber geeignet ist oder nicht. Nach Ansicht von Wirtschaftsinformatik-Professor Tim Weitzel, der an der Universität Bamberg zum Thema „Robot Recruiting“ forscht, hat dieses Verfahren einen wesentlichen Vorteil: „Der Algorithmus diskriminiert nicht. Er ist objektiv. (…) Der Computer hat keine Vorurteile, er achtet allein auf meine Eignung und Fähigkeiten.“

Allerdings räumt auch Weitzel im Interview auf www.zeit.de ein, dass Algorithmen und Programme keinesfalls unfehlbar sind: So nutzt man für ihr Training menschliches Verhalten und das unterliegt bekanntlich auch in Personalfragen Vorurteilen. Am Ende fließt das Schubladendenken mit in die Programmierung ein. Daher gelte es immer wieder zu überprüfen, welche Kriterien ein Algorithmus entwickelt, und sich nicht blind auf die Entscheidungen der Maschine zu verlassen.

Quelle: Recruiting: Big Data verändert die Personalsuche

Zuwanderung ausländischer Fachkräfte – BA macht Vorschläge – Blog 

Zuwanderung ausländischer Fachkräfte – BA macht Vorschläge Verwaltungsrat und Vorstand legen Vorschläge zur Vereinfachung der gezielten Erwerbsmigration vor Die BA hat in den vergangenen Jahren bereits vielfältige Erfahrungen in der Gewinnung und Vermittlung von ausländischen Fachkräften gesammelt, zum Beispiel im Projekt „Triple Win“ zur Gewinnung von Pflegekräften aus Drittstaaten. Diese Expertise bringt sie nun in …

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Quelle: Zuwanderung ausländischer Fachkräfte – BA macht Vorschläge – Blog | kanzlei.jobs

Dienstreisen als Arbeitszeit: Rechtsprechungswechsel mit weitreichenden Folgen 

Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass Dienstreisezeit als Arbeitszeit zu bewerten ist. Bei dem Urteil ging es um die Hin- und Rückreise zu einer Auslandstätigkeit. Ein Mitarbeiter eines Bauunternehmens hatte geklagt, weil ihm für eine Reise nach China nur jeweils acht Stunden pro Reisetag angerechnet wurden, obwohl die tatsächliche Reisezeit deutlich länger war.

In einer Pressemitteilung des Gerichts heißt es, Reisen zu einer auswärtigen Arbeitsstelle seien “in der Regel wie Arbeit zu vergüten”. Dabei müsse nur geprüft werden, welche tatsächliche Reisezeit anzusetzen sei. Im konkreten Fall hatte der Mitarbeiter um eine spezielle Flugverbindung mit Zwischenstopp gebeten, obwohl ein Direktflug verfügbar gewesen wäre.

Welche Folgen hat das Urteil?

Vor allem Arbeitgeber, deren Mitarbeiter viel reisen, müssen durch das Urteil mit hohen Zusatzkosten rechnen. Arbeitnehmer können dagegen auf bessere Entlohnung für Dienstreisen oder Freizeitausgleich hoffen. Doch das ist noch nicht alles. Das Urteil könnte die Arbeitswelt grundlegend verändern, sagen Experten.

Bahram Aghamiri, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hamburg, spricht von einem Wechsel der Rechtsprechung. “Das könnte nicht nur Auswirkungen auf die Vergütung, sondern auch auf die arbeitszeitschutzrechtliche Bewertung von Dienstreisen haben”, sagt Aghamiri. “Das hätte weitreichende Folgen, weil sich dann zum Beispiel die Frage stellen würde, ob man überhaupt Dienstreisen antreten darf, die länger dauern als elf Stunden.”

Laut seiner Einschätzung wäre die Neuregelung nicht auf Auslandsreisen beschränkt, sondern müsste auch im Inland gelten. Um all das endgültig bewerten zu können, müsse man aber die Urteilsbegründung abwarten. Das Bundesarbeitsgericht teilte auf Nachfrage mit, dass die Begründung voraussichtlich in sechs bis acht Wochen vorgelegt wird.

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Quelle: Dienstreisen als Arbeitszeit: Rechtsprechungswechsel mit weitreichenden Folgen – SPIEGEL ONLINE

Das dürfen Sie tun trotz Krankschreibung 

Darf ich in den Supermarkt oder lieber nicht? Wenn Mitarbeiter krankgeschrieben sind, glauben viele, nicht mehr vor die Tür zu dürfen. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Die Grippe hat Sie fest im Griff, aber den ganzen Tag im Bett liegen, ist auch langweilig? Sie würden gerne mal wieder ein bisschen frische Luft schnappen oder kurz ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt besorgen? Dann müssen Sie nicht mehr länger mit schlechtem Gewissen aus dem Haus schleichen, denn es gibt einige – teils erstaunliche – Dinge, die Sie trotz Krankschreibung tun dürfen.

Einkaufen gehen trotz Krankschreibung

Wer krank, aber nicht bettlägerig ist, der darf ruhig auch Lebensmittel-Besorgungen im Supermarkt erledigen. Grundsätzlich ist (alles) erlaubt, was der Genesung dienlich ist. Und der arbeitsunfähige Arbeitnehmer muss alles dafür tun, dass er wieder gesund wird. Daher ist auch der Gang zur Apotheke an der Ecke kein Problem.

Doch was ist mit einem Kaffeeplausch mit einer Freundin – oder der Shoppingrunde durch die Einkaufsstraße? Hier ist es wieder kniffliger. Wer vom Kollegen oder Chef “erwischt” wird, der macht sich verdächtig. Schließlich sieht das Shoppen gehen mit der besten Freundin eher nach Freizeitspaß aus.

Für arbeitsrechtliche Maßnahmen muss der Arbeitgeber bei Verdacht allerdings zuerst einmal nachweisen, dass Sie tatsächlich eine Pflichtverletzung begangen haben.

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Quelle: Das dürfen Sie tun trotz Krankschreibung | Karriere

Social Media Recruiting: Strategie erfolgreich umsetzen

Social Media Recruiting ist kein Hype mehr, sondern inzwischen fester Bestandteil einer aktuellen Recruiting-Strategie. Doch welche Strategien, Methoden und Ansätze lohnen sich wirklich? Und welche Fehler sollten Recruiter vermeiden? Ein Überblick.Inzwischen gehört Social Media Recruiting zum festen Methodeninventar fast aller großen deutschen Unternehmen: Der Studie “Best Recruiters” zufolge nutzen nur drei Prozent der 400 deutschsprachigen Top-Arbeitgeber keines der üblichen digitalen Sozialen Netzwerke für Recruitingzwecke. Dennoch bleibt bei manchen Unternehmen der gewünschte Erfolg aus – was auch an der Vielzahl an Möglichkeiten liegt, die sich durch die Social Media für Recruiter eröffnen.Social Media Recruiting: DefinitionUnter Social Media Recruiting fallen verschiedene Methoden und Ansätze, bei denen Prozesse der Personalbeschaffung durch die aktive oder passive Nutzung digitaler sozialer Netzwerke unterstützt werden. Somit umfasst Social Media Recruiting verschiedene Aktivitäten, die den Recruitingprozess effizienter gestalten oder verbessern können und die im wesentlichen in drei Bereiche eingeteilt werden können:Social Media wird dabei erstens genutzt um Stellenanzeigen gezielt zu verbreiten und die Arbeitgebermarke positiv zu beeinflussen (Employer Branding). Zweitens können Kandidaten bei offenen Stellen oder zum Aufbau eines Talent Pools direkt angesprochen werden (Active Sourcing). Drittens können Social Media bei Beachtung des Datenschutzes dafür genutzt werden, gezielt nach zusätzlichen Informationen für die Personalauswahl zu suchen.Beispiele für Social Media RecruitingIn der Regel nutzen die Unternehmen im Social Media Recruiting in erster Linie berufliche soziale Netzwerke wie Linkedin oder Xing. Vor allem bei Stellen für hochqualifizierte Mitarbeiter werden diese Business-Netzwerke dazu genutzt, potenzielle Kandidaten ausfindig zu machen, einen direkten Kontakt herzustellen und die Bewerber somit in einen Pool aufzunehmen oder direkt für Stellen vorschlagen zu können. Dabei können neben den sozialen Medien selbst noch weitere Tools Verwendung finden, die bei der Suche nach geeigneten Bewerbern helfen. Viele Matching-Plattformen beispielsweise nutzen als Grundlage für die Kandidatenprofile die jeweiligen Angaben auf Xing oder Linkedin.Es können sich aber auch allgemeine Plattformen wie Facebook oder Twitter für Social Media Recruiting eignen. Teilweise wird auch die aktive Verwendung von Arbeitgeberbewertungsportalen als Teil von Social Media Recruiting betrachtet, auch wenn es sich dabei nicht um digitale soziale Netzwerke im eigentlichen Sinn handelt.Social Media Recruiting: Strategien entwickelnAuch wenn im Jahr 2018 laut der Studie “Recruiting Trends 2018” drei Viertel der deutschen Unternehmen ihre Aktivitäten im Bereich Social Media Recruiting als positiv bewerten, bleibt der gewünschte Erfolg immer noch bei einigen aus, weil das Wissen um Einsatzmöglichkeiten und Erfolgschancen fehlt. Deshalb ist es ratsam, den Recruiting-Prozess von einer klaren Social-Media-Recruiting-Strategie leiten zu lassen.Dafür ist es wichtig, folgende Fragen zu klären:Welche Plattform eignet sich am besten für das jeweilige Ziel, das wir verfolgen?Auf welchem Weg finden wir am ehesten Kandidaten, die zu unserem Unternehmen passen? Wollen wir für Gespräche und Diskussionen offen sein und Active Sourcing über Soziale Medien betreiben oder wollen wir es bei der Nutzung von Social Media als reines Informationstool belassen?Je nachdem, wie diese Fragen beantwortet werden, ergibt sich ein anderer Bedarf an Ressourcen und speziellen Tools. Bei der Entwicklung einer Social-Media-Recruiting-Strategie sollte außerdem darauf geachtet werden, dass diese niemals losgelöst angewandt werden kann, sondern stets an eine übergreifende Strategie zur Personalgewinnung und an angrenzende Prozesse angebunden sein muss.

Quelle: Social Media Recruiting: Strategie erfolgreich umsetzen | Personal | Haufe

Kommunikation für Industrie 4.0 

Anforderungen von Industrie 4.0 und Stand der TechnikKommunikation spielt für die Umsetzung von Industrie 4.0 eine entscheidende Rolle. Ein Schlüssel dazu sind Ethernet-basierte Bussysteme. In den letzten 15 Jahren haben sie einen wahren Siegeszug in der Automatisierungstechnik angetreten. Es gibt kaum einen Hersteller oder Anwender der nicht auf das Bussystem aus der IT-Welt setzt. Mit Industrie 4.0 ist der Zug noch schneller geworden.Kommunikation in Industrie 4.0Betrachtet man die Kommunikationsanforderungen an Industrie 4.0 dann spielen Echtzeit-Datenübertragung und Integration zur Informationstechnologie eine zentrale Rolle. Die Diskussion um BigData, Cloud Services und Machine Learning ist ohne eine leistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur nicht möglich. Ergänzend um die vielfältigen Anforderungen rund um das Thema „Daten“ steht die Herausforderung „Echtzeit-Kommunikation“ im Mittelpunkt. Hier scheiden sich die Geister. Echtzeit in der Automatisierungstechnik und Echtzeit in der Servicewelt sind so Grund verschieden, dass es immer wieder zu Missverständnissen und Irritationen führt.Abb. 1.: Kommunikation und Cloud-Services sind zentraler Faktor für Industrie 4.0 [Quelle: Microsoft]Für die IT-ler ist die Welt noch in Ordnung. Das was für „Echtzeit“ Banktransaktionen reicht, sollte doch auch für Echtzeit in der OT (Operational Technologie) ausreichen. Doch weit gefehlt. Die Anforderungen liegen derart weit auseinander dass sich sogar die Kommunikationstechnologien auf Hardwareebene in andere Richtungen entwickeln. Dieses liegt an zwei wesentlichen Faktoren.Ethernet wird als Synonym für interoperable Kommunikation verwendet. Das ist auf der physischen Ebene richtig, aber zunehmend sind unsere Kommunikationsgeräte gar nicht mit Ethernet-Schnittstellen ausgerüstet, sondern mit WIFI, 3G, LTE oder in Zukunft mit 5G Kommunikationsstandards. Diese Schnittstellen werden zwar meistens im Backbone auf Ethernet zusammen gefasst, aber es sind eigene Technologien. Tatsächlich ist Ethernet aber eine Punkt-zu-Punkt Kommunikation zwischen zwei Endpunkten, die auf dem ISO-OSI-Layer 2 realisiert ist und in der Automatisierungstechnik für ein mehr oder weniger deterministisches Zeitverhalten sorgt.Durchgängigkeit wird hingegen durch das ISO-OSI-Layer 3 und 4 mit der TCP/IP Protokollfamilie realisiert. Hier geht es um das Finden von Rechnern in einem hierarchischen Netzwerk, was IP realisiert und um den Austausch von Diensten oder Services und der Bereitstellung genau definierter Anwendungsschnittstellen das ist die Aufgabe der Transportschicht mit der TCP-Protokollfamilie. Hier spielt der physikalische Transport keine Rolle mehr. Es geht ausschließlich um die Serviceschnittstellen und die bereit gestellten Dienste.Abb. 2.: Ethernet ist Basis von vielem – Durchgängigkeit in der Automation wird durch die TCP/IP Protokollfamilie realisiertNoch deutlicher wird die Herausforderung, wenn man die Industrie 4.0 Entwicklungen und Referenzarchitektur betrachtet. Hier wird klar differenziert zwischen der Service-orientierten I4.0-Kommunikation und deterministischer Echtzeit-Kommunikation. Den Arbeitsgruppen ist es völlig klar, dass Echtzeit und Durchgängigkeit zwei vollkommen unterschiedliche Aspekte sind, die es zu lösen gilt. Es ist also nicht trivial zu entscheiden, was die richtige Technologie ist. Offensichtlich ist, das zumindest die I4.0 konforme Kommunikation über TCP/IP abgewickelt wird. Naheliegend ist dann auch die Nutzung von Ethernet als Basiskommunikation. Oder jede andere Hardwaretechnologie die in der Lage ist TCP/IP Kommunikation zu transportieren. Das ist ein weiterer Grund warum WiFi und 4G und im Besonderen die neu aufkommenden 5G Standards für I4.0 Kommunikation eine große Rolle spielen werden. Unter Industrie 4.0-konformer Kommunikation versteht man in erster Linie ein Kommunikationsmedium, welches in der Lage ist Rechner zu finden und Services anzubieten und zu konsumieren. Und hierbei spielt der TCP/IP Protokollstapel eine entscheidende Rolle.Abb. 3.: Die Referenzarchitektur Industrie 4.0 macht es deutlich, deterministische Echtzeit-Kommunikation und Industrie 4.0 Service-Architektur sind was anderes  [Quelle: RAMI4.0]Das man auch für den Rest der Kommunikation Ethernet verwenden möchte ist naheliegend – doch so einfach ist das nicht. Ethernet „von der Stange“ hat spezifische Eigenschaften und die widersprechen den Anforderungen einer deterministischen Reaktion im µSec-Bereich. Auch das ist hinlänglich bekannt und der Grund für Hersteller-spezifische Lösungen. Ethercat, Powerlink, Profinet oder Sercos III basieren zwar in gewisser Weise auf Ethernet – aber sie sind nicht IT-kompatible Standards. Sie lösen alle Zusammen das Thema „Durchgängkeit“ und „Echtzeitfähigkeit“ – aber jede Technologie auf ihre Art.Warum Ethernet?Jeder redet von Ethernet, aber „das“ Ethernet gibt es gar nicht. Ethernet beschreibt ein Bussystem welches eine phänomenale Evolution in den letzten 40 Jahren vollzogen hat. Es ist eng verbu

Quelle: Kommunikation für Industrie 4.0 | VDI Wissensforum

Mensch-Roboter-Kollaboration: Wie innovative Cobots & neue Controller die automatisierte Industrieproduktion revolutionieren werden.

Der automatisierten Industrieproduktion steht die nächste technische Revolution bevor. Eine Branche, in der die Automatisierung bislang in erster Linie zur Steigerung des Produktionsvolumens eingesetzt wurde, hat angesichts steigender Lohnkosten, sinkender Verfügbarkeit und der sich ständig verändernden Konsumnachfrage (Losgröße 1) die Flexibilität für sich neu entdeckt.Doch ein großer Teil der Fertigungsaufgaben lässt sich nach wie vor nicht sinnvoll automatisieren. Dieser Wert nimmt jedoch stetig ab – die Cobots sind auf dem Vormarsch und werden die Automatisierung in vielen Bereichen neu definieren.Das mag angesichts gängiger Studien, wie etwa „Leichtbau-Roboter in der manuellen Montage“ des Fraunhofer IAO-Instituts aus dem Jahre 20161 unrealistisch klingen, denn sie fanden nur wenige MRK-Anwendungen in der Produktion – typisch ist eher die Koexistenz zwischen Roboter und Mensch. Auch eine US-Marktforschungsstudie2 legt nahe, dass Cobots heute nur eine geringe Bedeutung haben; so hatten sie im Jahre 2015 einen Anteil von gerade einmal vier Prozent am weltweiten Gesamtmarkt für Industrieroboter.Doch wer genauer hinschaut, erkennt das Potenzial der Cobots: So wurde in der Fraunhofer-Studie bei 20 von 25 untersuchten Applikationen als Grund für die Einführung von Cobots die „Erhöhung der Wirtschaftlichkeit“ angegeben – ein langfristig entscheidender Faktor! Und die „Internatonal Federation of Robotics“ (IFR) prognostiziert für das Jahr 2025 einen Cobots-Marktanteil von 34 Prozent.3

Quelle: Mensch-Roboter-Kollaboration: Wie innovative Cobots & neue Controller die automatisierte Industrieproduktion revolutionieren werden. | VDI Wissensforum

Schlafmangel: Der eine Produktivitätskiller, den jeder Unternehmer ignoriert

Fühlen Sie sich tagsüber häufig schlapp und unkonzentriert? Dann können diese 5 Tipps helfen, die alle einen entscheidenen Energieräuber stoppen.Gäbe es einen Preis für die unternehmerfreundlichste Erfindung der Natur – der Schlaf hätte ihn sicher. Denn während wir ruhen, transportiert unser Gehirn nicht nur schädliche Abbauprodukte ab, die sich tagsüber angesammelt haben. Es legt außerdem wie eine gute Sekretärin Wichtiges ab und sortiert Unwichtiges aus, damit wir am nächsten Tag wieder konzentriert arbeiten können.Umgekehrt belegen immer neue Studien: Ohne ausreichend Schlaf sind wir nicht nur weniger kreativ. Wir merken uns Neues zudem kaum, erinnern uns nur schwer, kommunizieren schlechter, arbeiten weniger effektiv – und werden schneller und häufiger krank. Kurz: Nach 17 Stunden ohne Schlaf handeln wir wie Menschen mit 0,5 Promille Alkohol im Blut, nach 24 Stunden so, als hätten wir ein Promille. Kein Wunder, dass ein Unternehmen in den USA seinen Mitarbeitern Geld fürs Schlafen zahlt.

Quelle: Schlafmangel: Der eine Produktivitätskiller, den jeder Unternehmer ignoriert | impulse

Fehlerkultur laut Studie in vielen Unternehmen ausbaubar

Über Fehler wird längst nicht in jedem Unternehmen konstruktiv geredet. Einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) zufolge sehen zwar 66 Prozent der Führungskräfte bei ihrem Arbeitgeber eine offene Diskussionskultur zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten, aber nur 42 Prozent der Mitarbeiter.Immerhin 18 Prozent der 800 befragten Angestellten gaben an, in ihrem Unternehmen würden Fehler nicht angesprochen. Bei den 218 Führungskräften, die an der am Sonntag veröffentlichten Umfrage des Beratungsunternehmens teilnahmen, antworteten 7 Prozent entsprechend. Hauptgründe für das Vertuschen von Fehlern sind nach Einschätzung der Befragten Sorge vor Nachteilen für die eigene Karriere oder Angst, den Job zu verlieren.Unter den Angestellten sind 57 Prozent der Ansicht, dass Fehler vertuscht werden, weil Mitarbeiter fürchten, als Überbringer schlechter Nachrichten zum Bauernopfer zu werden. Die Mehrheit der Führungskräfte (54 Prozent) sieht Angst vor Gesichtsverlust als größtes Hindernis auf dem Weg zu einer positiven Fehlerkultur.

Quelle: Fehlerkultur laut Studie in vielen Unternehmen ausbaubar

Hirnforscher Wolf Singer über Lesen und Digitalisierung

Ich höre Hörbücher, aber ich lese grundsätzlich keine E-Bücher. Auch schon, weil mir der Kontrast in der Sonne, wo ich gern lese, zu schlecht ist. Und wenn ich dann noch die Sonnenbrille aufsetzen muss, habe ich fast gar nichts mehr vom Lesen.Was passiert beim Lesen im Gehirn?Zuallererst aktivieren Sie Ihr visuelles System, weil Sie die Symbole erkennen müssen. Es gibt ein besonderes Areal in der Hirnrinde, das bei uns Menschen besonders stark ausgeprägt ist. Das können wir nutzen, um Grafeme zu erkennen. Aus Buchstabenfolgen Worte zu machen ist ein besonderes Problem. Wenn in dieser „word form area“ eine Lösung gefunden worden ist, wird diese Erregung weitergeleitet in die sprachverarbeitenden Systeme. Die sind primär angelegt im akustischen Bereich, weil die erste Verständigung auditiv war. Das Sprachnetzwerk geht von der Hörrinde aus. Von dort breitet sich die Information in weiter vorne gelagerte Hirnstrukturen aus, wo die motorischen Programme erarbeitet werden, um die Sprache auch aktiv zu nutzen und sich zu verständigen. Es handelt sich um ein weit verteiltes Netzwerk, das anders, als man früher dachte, nicht nur die sogenannte sprechende Hirnhälfte betrifft, sondern beide Hirnhälften. Es gibt spiegelsymmetrische Strukturen in den beiden Hemisphären, die sich alle an der Verarbeitung und Interpretation von Sprache beteiligen.

Quelle: Hirnforscher Wolf Singer über Lesen und Digitalisierung

Milchpreise: Australischer Minister greift Aldi an

Der deutsche Discounter Aldi sieht sich in Australien massiver Kritik ausgesetzt. Landwirtschaftsminister David Littleproud warf dem Unternehmen am Montag beim Sender ABC vor, rein gar nichts zu tun, um die einheimischen, von der Dürre gebeutelten Milchbauern zu unterstützen. So habe sich Aldi nicht bei einem vorgeschlagenen Hilfsprogramm beteiligt: Dieses sehe vor, dass Discounter pro Liter Milch einen Preisaufschlag von 10 australischen Cent (rund 6 Euro-Cent) für die Bauern erheben.Aldi wies die Vorwürfe in einer Mitteilung zurück und erklärte, man habe die Bauern während der Dürre sehr wohl unterstützt, indem am Preiserhöhungen auf die gekaufte Milch akzeptiert habe, aber diese zusätzlichen Kosten nicht an die Verbraucher weitergegeben habe.Es wäre unverantwortlich von Aldi, die Verbraucher beim Kauf von Milch zu belasten, hieß es in der Mitteilung weiter. Man wolle die von der Regierung angestrebte Reform unterstützen und sei gegen befristete Abgaben, die künstlich Marktdynamiken verändern könnten und begrenzte Wirkung für jene hätten, die sie am meisten benötigten.

Quelle: Milchpreise: Australischer Minister greift Aldi an

Rentensystem: Niederländer bekommen mehr Rente als Gehalt

In den Niederlanden bekommen Angestellte über 100 Prozent ihres früheren Einkommens als Rente. Trotzdem sind die Rentenkassen gut für die Zukunft aufgestellt. Wie das funktioniert – und was Deutschland daraus lernen kann.

Es ist eine Zahl, die unglaublich klingt: Wer in den Niederlanden in Rente geht, bekommt mehr als 100 Prozent seines letzten Einkommens als Altersbezug. Seine Rente liegt also über seinem vorherigen Gehalt. Und diese Zahlen stammen nicht von irgendwem, sondern wurden hochoffiziell von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) errechnet. Wie schaffen die Niederländer dieses Kunststück, während Deutsche im Schnitt nur etwa die Hälfte ihres letzten Gehalts bekommen? Und was kann Deutschland davon lernen?

Quelle: Rentensystem: Niederländer bekommen mehr Rente als Gehalt

Taxigewerbe: Warten auf Fahrgäste ist vergütungspflichtig

Sind die Zeiten, in denen eine Taxifahrer auf Fahrgäste wartet, immer als Bereitschaftszeiten zu vergüten? Oder kann das Taxiunternehmen verlangen, dass der Fahrer während der Standzeit im 3-Minuten-Takt seine Arbeitsbereitschaft signalisiert?

Taxi im Wartestand
Um die Vergütung von Taxifahrern ging es in einem Fall vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg. Bild: © cameris/Fotolia.de

Ein Taxiunternehmen kann von seinen beschäftigten Fahrern nicht verlangen, während des Wartens auf Fahrgäste alle drei Minuten eine Signaltaste zu drücken, um ihre Arbeitsbereitschaft zu dokumentieren. Das hat das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg entschieden (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30.08. 2018, Az. 26 Sa 1151/17).

Fahrer forderte den gesetzlichen Mindestlohn auch für Standzeiten

In dem Fall hatte ein Taxifahrer hat von seinem Arbeitgeber den gesetzlichen Mindestlohn auch für Standzeiten im Laufe des Arbeitstages verlangt. Der Arbeitgeber machte geltend, er habe sämtliche von dem Zeiterfassungssystem im Taxi erfassten Arbeitszeiten vergütet, mehr Arbeitszeit sei nicht angefallen. Zur Zeiterfassung war im Falle einer Standzeit stets nach jeweils drei Minuten vom Fahrer eine Taste zu drücken, worauf ein akustisches und optisches Signal hinwies. Hat der Fahrer die Taste nicht gedrückt, wurde die darauf folgende Standzeit nicht als Arbeitszeit, sondern als unbezahlte Pausenzeit erfasst.

Der Taxifahrer argumentierte dagegen, er habe Anspruch auf den Mindestlohn auch für Zeiten, die mangels Betätigung der Signaltaste als Pausenzeiten erfasst wurden. Er habe sich zu diesen Zeiten stets zur Aufnahme von Fahrgästen bereit gehalten. Ein Betätigen der Signaltaste sei nicht zumutbar und auch nicht immer möglich gewesen.

Vergütungspflicht für Wartezeiten – auch ohne Signal der Arbeitsbereitschaft im 3-Minuten-Takt

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat wie bereits das Arbeitsgericht Berlin einen Anspruch auf den Mindestlohn auch für Standzeiten ohne Betätigung der Signaltaste bejaht. Bei den Standzeiten handle es sich um vergütungspflichtige Bereitschaftszeiten. Das unterbliebene Betätigen des Signalknopfes stehe der Vergütungspflicht nicht entgegen. Die Weisung, einen solchen Signalknopf zur Bestätigung der Arbeitsbereitschaft alle drei Minuten zu drücken, sei nicht durch berechtigte Interessen des Arbeitgebers gedeckt und in Abwägung der beiderseitigen Belange unverhältnismäßig, so das Gericht.

Quelle: Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg

Quelle: Taxigewerbe: Warten auf Fahrgäste ist vergütungspflichtig – Personalwirtschaft.de

AÜG: Es bleibt holprig 

Top oder Flop? Das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) ist im Markt angekommen. Wie geht die Wirtschaft mit Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer um? Beim jährlichen Round Table der Personalwirtschaft berichten neun Personaldienstleister aus der Praxis und diskutieren die Folgen.

Als großen Wurf feierte die ehemalige Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles die von ihr auf den Weg gebrachte Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) im April 2017. Das Lohn- Gap zur Stammbelegschaft soll mit Equal Pay ab dem neunten Monat geschlossen und der Übernahmewille der Entleihbetriebe durch eine verringerte Höchstüberlassungsdauer angeheizt werden. Was ist heute aus dem Prestigeobjekt geworden?

Geschätzt 40 bis 50 Prozent der Zeitarbeitnehmer sind mit einem Branchenzuschlagstarifvertrag ausgestattet. Ebenso gibt es viele entleihende Unternehmen, für die Equal Pay auf Grund der Qualifikationsstruktur der Arbeitnehmer nie ein Problem darstellte, sie haben immer schon höher entlohnt – für den Vorteil der Flexibilität. Doch was ist mit denjenigen, die nicht von Branchenzuschlägen profitieren und nur den Mindestlohn erhalten?

Die Rechnung ohne die Wirtschaft gemacht

Diese Gruppe der Zeitarbeitnehmer hat häufig das Nachsehen. „Der Kunde bezahlt nicht“, lautet eine mehrfach wiederholte Aussage der Marktteilnehmer. Die Dienstleister erleben Abmeldungen, da der Kunde nach neun Monaten die flexible Arbeitskraft nicht höher entlohnen kann oder will. Diejenigen, die zu günstigen Löhnen arbeiten und vom AÜG profitieren sollten, haben keinen Vorteil. Für den Zeitarbeitnehmer bedeutet dies: Er muss sich die Neun-Monatsfrist und die damit einhergehende Gehaltssteigerung „neu erarbeiten“. Bei Zeitarbeitnehmern im gelernten Bereich entscheiden sich viele Kunden dafür, Equal Pay zu zahlen. Ihnen ist die Flexibilität wichtiger als der vermehrte Kostenaufwand. Für die anderen gilt: Die Reform geht zu Lasten der Arbeitnehmer, die eigentlich geschützt werden sollten.

Equal Pay – ein administratives Monstrum

Dabei sind die höheren Kosten nicht immer der Hauptgrund für die Abmeldung: Es ist der große administrative Aufwand, der Personaler am meisten stört. Einzelne Kundengruppen planen, die Arbeitnehmerüberlassung zurückzufahren, da ihnen die rechtskonforme Umsetzung von Equal Pay zu kompliziert ist. Die Personaldienstleister fordern zur Verbesserung der Situation nach wie vor eine klare gesetzliche Definition von Equal Pay. Sinnvolle Kriterien seien Grundlohn, Leistungsprämie, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Stattdessen müssen sich Ent- und Verleiher mit anteiliger Gewinnbeteiligung, vermögenswirksamer Leistung und anderem beschäftigen.

Quelle: AÜG: Es bleibt holprig – Personalwirtschaft.de

EU will Arbeitnehmer besser vor Krebs schützen

Arbeiten kann Krebs verursachen. Vor allem, wenn man in besonders gefährdeten Branchen wie der Chemieindustrie, der Autobranche oder im Bergbau arbeitet. Die Europäische Union möchte ungefähr 20 Millionen betroffene Europäer deshalb jetzt besser schützen.Gelingen soll das mithilfe von Grenzwerten. Für acht weitere krebsverdächtige Stoffe – darunter Dieselabgase – werden Grenzwerte eingeführt. Darauf einigten sich Vertreter der EU-Kommission, des Europaparlaments und der EU-Staaten am Donnerstag in Brüssel.Mit der Neuregelung sollten in den nächsten 50 Jahren in Europa etwa 100.000 Krebs-Todesfälle vermieden werden, sagte EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen. Der Europaabgeordnete Claude Rolin betonte, nicht Arbeitsunfälle seien Hauptursache von Todesfällen im Betrieb, sondern Krebs, verantwortlich für 52 Prozent dieser Fälle.

Quelle: EU will Arbeitnehmer besser vor Krebs schützen

Wenn Benefits und Feelgood-Management schädlich wirken

Benefits für die Mitarbeiter sind nicht ohne Risiken. Falsch geplant schaden sie der Motivation und fördern die Fluktuation. Was Unternehmen tun sollten.Die deutsche Startup-Szene wächst deutlich. Selbst große Unternehmen orientieren sich an diesen dynamischen Organisationen mit Blick auf das eigene, oft zu träge Innovationsmanagement. Alles wird Startup. Alles wird Benefit. Alles wird Feelgood. Die Konsequenzen für die Motivation der Mitarbeiter und den Geschäftserfolg sind gravierend und kaum rückgängig zu machen.

Quelle: Wenn Benefits und Feelgood-Management schädlich wirken

Anonyme Job-Apps: Bewerben in geheimer Mission

Sie heißen Truffls, Placing-You, Legalhead oder Meet Frank: Job-Apps und Stellenportale im Internet, auf denen sich Menschen anonymisiert bewerben können. So soll einerseits Diskriminierung vermieden werden, andererseits wollen die Plattformbetreiber verhindern, dass der derzeitige Chef davon Wind bekommt, dass sich jemand anderswo bewirbt – oder sich jedenfalls für einen Wechsel interessiert. Wie die Anonymität gewahrt werden soll und an welchem Punkt der potentielle neue Arbeitgeber schließlich erfährt, welchen Bewerber er vor sich hat, ist unterschiedlich.Mit einem Profil der App Truffls etwa bleibt der Bewerber nur bis zu dem sogenannten Match anonym. Der Bewerber erstellt – ähnlich wie bei einer Xing- oder Linkedin-Seite – ein Profil von sich, aus dem zum Beispiel Branche und Berufserfahrung hervorgehen. Die App gleicht dann die Wünsche und Voraussetzungen des Bewerbers mit denen des Unternehmens ab. Passt das zusammen, schlägt die App dem Unternehmen den Bewerber vor und andersherum. Unternehmen sehen dabei nicht den Namen, sondern lediglich die Initialen und den Lebenslauf des Bewerbers. Wenn sowohl Unternehmen als auch Bewerber Interesse haben, wischen sie das Angebot auf ihrem Smartphone nach rechts. Das ist dann ein Match. Nun sieht das Unternehmen auch persönliche Angaben wie den Namen, ein Foto und das Geschlecht des Bewerbers.Dass dieser Prozess an Online-Dating erinnert, ist kein Zufall: Das Vorbild für Truffls ist die Dating-App Tinder. Nach der ersten Kontaktaufnahme folgt häufig noch eine klassische Bewerbung mit Anschreiben und Zeugnissen. Die Zielgruppe sind dabei vor allem akademische Nachwuchskräfte.

Quelle: Anonyme Job-Apps: Bewerben in geheimer Mission

Diskriminierung in Stellenanzeigen: Diese Formulierungen in Stellenanzeigen können teuer werden 

Wenn es um Diskriminierung in Stellenanzeigen geht, kennt das AGG kein Pardon: Eine falsche Formulierung – und schon können abgelehnte Bewerber auf Entschädigung klagen.

Nichts Böses ahnend, hat man gerade erst per Stellenanzeige geschlechtsneutral nach einer/n Assistentin/Assistenten gesucht, deren/dessen Muttersprache Deutsch ist, – und schon flattert eine Klage ins Haus. Warum? Weil man mit der Annonce gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, kurz AGG, verstoßen hat. Das AGG soll dafür sorgen, dass niemand benachteiligt wird – zum Beispiel auch bei den „Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen“ für einen Job. Darum sollten Stellenanzeigen niemals Bezug nehmen auf:

  • Geschlecht
  • Rasse oder ethnische Herkunft,
  • Religion und Weltanschauung,
  • Behinderung,
  • Alter und
  • sexuelle Identität.

Was aber ist falsch daran, nach jemandem zu suchen, dessen Muttersprache Deutsch ist? Das Kriterium ziele allein auf die Herkunft und nicht auf die Sprachkenntnisse ab, urteilte das Landesarbeitsgericht Hessen (Az.: 16 Sa 1619/14). In dem verhandelten Fall hatte ein abgelehnter Bewerber geklagt, dessen Muttersprache Russisch war. In der Stellenausschreibung wurde eine Bürohilfe gesucht, deren Muttersprache Deutsch ist, um einem Redakteur beim Verfassen eines Buch zu helfen. Der Fall zeigt: Bei Stellenanzeigen ist Vorsicht geboten.

Was passiert, wenn eine Stellenanzeige gegen das AGG verstößt?

Wer in seiner Stellenausschreibung diskriminiert, muss im schlimmsten Fall mit einer Klage eines abgelehnten Bewerbersrechnen – auch wenn man sich nichts Böses dabei dachte. „Gedankengänge kann man nicht nachweisen“, sagt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Sozialrecht. Und bei wem liegt in einem solchen Fall die Beweislast für den AGG-Verstoß? „Es reicht, wenn der Kläger Indizien vorlegen kann, die eine Diskriminierung vermuten lassen“, erklärt die Juristin. Mithilfe der Stellenausschreibung ist das leicht gemacht.

Der Stellenausschreiber muss dann beweisen, dass er trotz dieser Indizien nicht gegen das AGG verstoßen hat. Das sei laut Oberthür meist nicht möglich. Und dann? Seine Einstellung kann der Kläger zwar nicht gerichtlich durchsetzen, aber: „Es können Entschädigungszahlungen auf den Stellenausschreiber zukommen, bis zu drei Monatsbruttogehälter“, so Oberthür.

Folgender Fall wäre zum Beispiel denkbar: Ein Fachgeschäft für Herrenbekleidung sucht per Annonce „einen Verkäufer mit langjähriger Erfahrung in der Branche“. Eine 20-Jährige bewirbt sich und wird abgelehnt. Sie fühlt sich diskriminiert und klagt. Sie verweist auf die Stellenausschreibung, die nahe legt, dass Alter und Geschlecht bei der Auswahl eine Rolle spielten. Das Fachgeschäft muss nun nachweisen, dass die 20-Jährige nicht deswegen abgelehnt wurde, sondern weil ein anderer Bewerber bessere Qualifikationen vorweisen konnte.

Quelle: Diskriminierung in Stellenanzeigen: Diese Formulierungen in Stellenanzeigen können teuer werden | impulse

Job – Pendeln macht unglücklich 

Zu den Sätzen, die noch nie ein Mensch ausgesprochen hat, gehört: “Pendeln macht mich glücklich.” Die maximale Glücksvariante lautet: “Pendeln ist gar nicht so schlimm.” Und damit ist schon vieles gesagt.

Zu den Dingen, die laut Forschung die Lebenszufriedenheit reduzieren, gehört unter anderem Krankheit, Scheidung und: ein langer Arbeitsweg. Das bestätigt auch wieder der nun veröffentlichte Glücksatlas.

Die Situation in Deutschland macht es den Pendlern auch immer schwieriger als leichter. So spitzt sich die Verkehrslage auf den Straßen weiter zu. Mittlerweile sind 64 Millionen Fahrzeuge in Deutschland zugelassen. Immer mehr Autos fahren auf oft immer überholungsbedürftigeren Straßen. Und zwei von drei Deutschen fahren mit dem Auto zur Arbeit. Sie sitzen also jeden Morgen hinterm Lenker und stehen im Zweifelsfall im Stau. Oder wie es im Glücksatlas heißt: “Der Weg zur Arbeit ist verlorene Zeit.” Dem stimmt ein großer Teil der Menschen zu, die länger als 40 Minuten pro Richtung unterwegs sind. Wenig überraschend.

Quelle: Job – Pendeln macht unglücklich – Karriere – Süddeutsche.de

Scholz lehnt Altmaier-Plan für Milliardenentlastung ab

Wirtschaftsminister Peter Altmaier will, dass Unternehmen pro Jahr 20 Milliarden Euro weniger an Steuern zahlen. Finanzminister Olaf Scholz ist nicht begeistert.

Unternehmen und Spitzenverdiener sollten sich nicht zu früh über die von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ins Spiel gebrachten Steuerentlastungen freuen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) reagierte im fernen Indonesien kühl auf die Überlegungen aus dem Haus des CDU-Politikers. Die Bundesregierung habe im Koalitionsvertrag die Schritte aufgeführt, die sie ergreifen wolle, sagte Scholz am Freitag am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds. „Dabei wird es auch bleiben.“

Die wichtigste steuerliche Reform ist nach den Worten des Minister die Entlastung beim Solidaritätszuschlag. Vom Jahr 2021 an würden etwa 90 Prozent der Menschen, die diese Abgabe bisher zahlten,  davon profitieren. Allein das werde den Bundeshaushalt mit jährlich mehr als 10 Milliarden Euro belasten, bei wachsender Tendenz. „Deutschland verfügt über ein sehr modernes Unternehmenssteuerrecht“, betonte Scholz.

Das ändere aber nichts daran, dass man immer nach Verbesserungsmöglichkeiten Ausschau halten sollte. Am wichtigsten sei hier die steuerliche Forschungsförderung. Dies wolle die Koalition bald auf den Weg bringen.

Quelle: Scholz lehnt Altmaier-Plan für Milliardenentlastung ab

Heils Rentenpaket durchbricht die „Beitrags-Haltelinie“

Der Bundestag berät an diesem Freitag erstmals über das Rentenpaket, das die Bundesregierung im Sommer beschlossen hat. Sozialminister Hubertus Heil (SPD) hat damit nun allerdings ein unbequemes Problem: Das Gesetzespaket soll zwar die Verlässlichkeit der Alterssicherung stärken – unter anderem durch eine neue „Haltelinie“, die den Rentenbeitragssatz bis zum Jahr 2025 auf höchstens 20 Prozent des Bruttolohns begrenzt.

Zugleich aber sorgen die mit ebendiesem Paket verbundenen Mehrbelastungen der Rentenkasse nun dafür, dass eine schon seit Jahren geltende „Haltelinie“ gerissen wird. Von 2025 bis 2030 wird der Beitragssatz den neuen Vorausberechnungen zufolge auf 22,2 Prozent steigen. Das Sozialgesetzbuch erlaubt bis 2030 aber nur höchstens 22 Prozent.

Quelle: Heils Rentenpaket durchbricht die „Beitrags-Haltelinie“

Wie Manager 45plus die Sinnkrise meistern

Ab Mitte 40 ziehen viele Manager Bilanz zu ihrer Karriere – ein Anlass zum Ausloten von Wünschen und Nachjustieren von Zielen. Welche Fragen schaffen Klarheit?

Viele Manager kommen nach meiner Erfahrung ab Mitte 40 an den Punkt ihrer Karriere, an dem sie sich einige Sinnfragen stellen: Muss ich weiter in der Pflicht bleiben oder wie komme ich endlich in die Kür? Bin ich meinen Idealen und Werten noch treu oder quäle ich mich weitere Jahre im Hamsterrad der Routine? Was ist Karriere wirklich für mich? Was will ich noch mehr? Bin ich hier noch der Richtige? Solche Sinnkrisen bieten auch Chancen, noch einen Entwicklungsschritt zu machen.

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Die Barriere im Kopf – und ihre Ursachen

Manager in großen mittelständischen Unternehmen und Konzernen sind innerhalb von zehn bis zwanzig Jahren die Karriereleiter hinaufgeklettert. Viele von ihnen haben noch nie den Arbeitgeber gewechselt. Das Unternehmen ist ein fester Bestandteil ihrer Identität, ihres Alltags, ihres Lebens. Der Erfolg im Unternehmen gab ihnen den Sinn für ihr Tun und Handeln. Und plötzlich, auf den letzten Runden ihrer beruflichen Laufbahn, stellt sich etwas in den Weg, an dem es kein Vorbeikommen gibt: Eine Barriere im Kopf.

Quelle: Wie Manager 45plus die Sinnkrise meistern

„Schnell ist ein Headhunter, wenn er sechs Monate braucht“

Headhunter bleiben trotz Xing oder LinkedIn unersetzlich, sagt Christel Gade, Professorin an der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef/Bonn. Das gilt vor allem, wenn Top-Manager rekrutiert werden sollen.

Frau Gade, vor wenigen Jahren war die Devise, wechselwillige Führungskräfte sollten sich direkt bei den Headhuntern melden. Und jetzt?

Ehrlich gesagt ist das aus Sicht der Personalberater nicht mehr unbedingt so, jedenfalls nicht aus Sicht derjenigen Beratungen, die sich als Headhunter – im Sinne des BDU mit seinen Standesregeln – verstehen. Da diese nur im Auftrag arbeiten, machen sie sich in jedem Einzelfall selbst auf die Suche über Netzwerke und eigene Datenbanken. Meldete sich früher ein Kandidat selbst, konnte das zur Bereicherung der Datenbank beitragen. Aber nur sehr selten passten diese Kandidaten dann auch zu einer aktuell freien Stelle in ihrem Portfolio. Kandidaten, die auf Suche sind, vertrauen sich den großen Beratern an.

Kandidaten können ihre Wechselbereitschaft heute mehr oder weniger offen an den einschlägigen Orten im Internet wie LinkedIn oder Xing kundtun. Hier werden sie von Unternehmen und gegebenenfalls auch Headhuntern gefunden und angesprochen. Da hat sich nicht viel geändert, außer, dass nun alles viel transparenter und zugänglicher ist. In vielen Fällen, wo man früher einen Headhunter brauchte, ist das gar nicht mehr nötig.

Quelle: „Schnell ist ein Headhunter, wenn er sechs Monate braucht“

33 % der europäischen Mitarbeiter mit Führung unzufrieden | Personal | Haufe

Ein Drittel (33 Prozent) der europäischen Arbeitnehmer ist nicht mit der Qualität ihrer Mitarbeiterführung zufrieden. Zudem gehen 37 Prozent davon aus, dass ihr Vorgesetzter nicht in der Lage ist, ihr volles Potenzial zu erkennen, so zwei Ergebnisse einer aktuellen Befragung unter Mitarbeitern aus fünf Ländern.Das Gefühl, nicht verstanden zu werden, geht dabei offensichtlich über die direkten Vorgesetzten und das Management hinaus. 46 Prozent gaben nämlich an, ihr Arbeitgeber verstehe ihr Potenzial nicht. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) der Befragten gaben an, das Gefühl zu haben, im Unternehmen lediglich als Nummer wahrgenommen zu werden.Mängel im Gesundheitsschutz und der ArbeitssicherheitMangelndes Verständnis seitens der Arbeitgeber und der Führungsebene war dabei nicht die einzige Ursache für die Unzufriedenheit von Mitarbeitern mit ihrem Arbeitsplatz. So fühlte sich ein Drittel der Mitarbeiter (34 Prozent) im vergangenen Jahr bei der Arbeit unsicher, vor allem aufgrund von Defiziten im Gesundheitsschutz und bei der Arbeitssicherheit oder wegen aggressiver Kunden. Ein Großteil der Arbeitgeber hat laut den Umfrageteilnehmern keine adäquaten Prozesse implementiert, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter sicherzustellen; lediglich ein Viertel (26 Prozent) bietet für die Belegschaft einen Feedback-Prozess, über den Bedenken kommuniziert werden können. Immerhin 43 Prozent offerieren zumindest Gesundheits- und Sicherheitsschulungen.

Quelle: 33 % der europäischen Mitarbeiter mit Führung unzufrieden | Personal | Haufe

BAG: Jeder vierte Tachograf ist manipuliert

Erst kürzlich war der FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung bei einer großangelegten Kontrolle des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) dabei. „Nach den Schätzungen der dortigen BAG-Kontrolleure sind in Deutschland mindestens 25 Prozent der in der Regel in Osteuropa zugelassenen Lkw mit einer manuell ein- und ausschaltbarer Software zur Manipulierung von digitalen Tachographen ausgerüstet“, berichtet Jung exklusiv gegenüber eurotransport.de.

Bei der mehrstündigen Lkw-Kontrolle an der A5 zwischen Freiburg und Basel hat der FDP-Politiker gleich hautnah miterlebt, wie raffiniert die Betrüger hierbei vorgehen: „Mir wurde ein Schummel-Software-Gerät gezeigt, dass ein Techniker des BAG nach 24 Stunden Arbeitszeit aus einem verdächtigen Lkw hinter einer verbauten Mikrowelle gefunden und mühsam ausgebaut hatte“, erläutert Jung.

Schätzungen seitens der Verbände bestätigt

Das Erlebte hat Jung, der zudem Berichterstatter der FDP-Fraktion für Güterverkehr und Logistik ist, nicht losgelassen. „Bei meiner weiteren Recherche innerhalb der Logistikbranche, wurden mir die Schätzungen ausdrücklich bestätigt.“ So werde etwa auch bei dem einen oder anderen Branchenverband diese Einschätzung geteilt. „Wir haben es hier mit einer technologisch auf höchstem Niveau operierenden Form von organisierter Kriminalität zu tun. Ohne spezialisierte Werkstätten und Software-Schmieden in Osteuropa geht so etwas nicht“, sagt Jung. Mit Verweis auf die Expertenmeinung der Kontrolleure geht der Bundestagsabgeordnete auch künftig von keiner Besserung aus: „Selbst bei den neuen digitalen Tachografen, die im kommenden Jahr auf dem Markt kommen, dauert es vermutlich keine sechs Wochen, bis diese gehackt sind.“

Quelle: BAG: Jeder vierte Tachograf ist manipuliert – Eurotransport

Straftat eines Mitarbeiters: So reagieren Sie richtig

Die fristlose Kündigung eines Busfahrers, der von Touristen Kundengelder kassierte, ohne dafür Fahrscheine auszudrucken, war rechtmäßig. Der Fall vor dem LAG Berlin-Brandenburg betraf eine Straftat, die im Arbeitsverhältnis ausgeübt wurde.

Für Straftaten, die der Mitarbeiter außerhalb des Arbeitsverhältnisses ausübt gelten nochmal speziellere Voraussetzungen. Arbeitgeber sollten in allen entsprechenden Fällen zunächst auch eine Abmahnung, ordentliche Kündigung, Verdachtskündigung oder Betriebsbuße in Betracht ziehen.

Straftat eines Mitarbeiters: Am Anfang steht die Abmahnung

Als mildestes Mittel kann der Arbeitgeber bei Straftaten im Betrieb grundsätzlich eine Abmahnung gegen den betroffenen Arbeitnehmer aussprechen. Damit zeigt er, dass er das Verhalten nicht billigt und droht gleichzeitig mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen für den Fall, dass der Arbeitnehmer das gerügte Verhalten in der Zukunft wiederholt.

Prinzipiell gilt im Kündigungsrecht das Ultima-ratio-Prinzip. Das bedeutet: Bevor der Arbeitgeber eine verhaltensbedingte Kündigung wirksam aussprechen kann, hat er den Arbeitnehmer abzumahnen. Dem Arbeitnehmer soll dadurch die Chance gegeben werden, sein Verhalten für die Zukunft zu ändern.

Quelle: Straftat eines Mitarbeiters: So reagieren Sie richtig | Personal | Haufe

Mitarbeiterüberwachung: Was ist erlaubt? 

Mit zunehmender Digitalisierung wachsen die Möglichkeiten für den Arbeitgeber, seine Mitarbeiter zu überwachen. Um mögliche Verstöße des Arbeitnehmers gegen arbeitsvertragliche Pflichten festzustellen oder Leistungsverhalten zu beurteilen, kann der Arbeitgeber heute das Telefon oder Diensthandy überwachen, möglich ist sogar eine Ortungs- oder Bewegungskontrolle. Er kann E-Mails oder die Internetnutzung kontrollieren oder die komplette PC-Nutzung mittels Spyware überprüfen. Rein technisch ist das alles gar kein Problem. Doch nicht alles ist auch rechtlich zulässig. Insbesondere die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter und den Datenschutz müssen Arbeitgeber im Blick haben.

Mitarbeiterüberwachung am Arbeitsplatz

Bei der Mitarbeiterüberwachung am Arbeitsplatz kommt es ganz entscheidend darauf an, ob der Arbeitgeber dienstliche oder private Inhalte kontrollieren möchte. Dienstliche E-Mails und dienstlich aufgerufene Internetseiten dürfen nachverfolgt und kontrolliert werden, ebenso wie der Arbeitgeber auch dienstliche Briefpost und andere Arbeitsergebnisse überprüfen kann.

Um den vollständigen Text zu lesen, folgen Sie bitte dem Link…..

Quelle: Mitarbeiterüberwachung: Was ist erlaubt? | Personal | Haufe

Home-Office: Fünf Tipps fürs Arbeiten im eigenen Heim

Das Home-Office gilt als Lösung für viele Probleme: Gut für die Work-Life-Balance, noch besser für die Konzentration und der Weg zur Arbeit lässt sich dadurch auch noch einsparen. Stimmt – dennoch sollten Heimarbeiter ein paar Regeln beachten.Das MobiliarGerade wer regelmäßig von Zuhause arbeitet, sollte sich auch dementsprechend einrichten. Arbeiten Sie nur selten oder stundenweise von Zuhause, geht das auch vom Sofa oder Küchentisch aus. Doch sobald Sie regelmäßig oder den ganzen Tag im Home-Office arbeiten, sollte Ihr Büro auch so aussehen. Das heißt nicht, dass Sie gleich Tausende von Euros investieren müssen.Aber: „Zur Grundausstattung gehören ein Tisch, ein Stuhl – und eine gute Beleuchtung“, sagt Eckart Maise, Chief Design Officer beim Schweizer Möbelhersteller Vitra. Der Stuhl sei dabei das wichtigste Möbelstück. Er sollte im besten Fall ergonomisch geformt sein und sich zudem in der Höhe verstellen lassen. Maise selbst hat sich in seinem Arbeitszimmer auch noch einen Tisch mit dieser Funktion gegönnt.

Quelle: Home-Office: Fünf Tipps fürs Arbeiten im eigenen Heim

Die 7 schlimmsten Mitarbeiterbenefits und was stattdessen wirkt

Durch die aktuelle Vollbeschäftigung überschlagen sich viele Unternehmen mit Benefits und suchen nach dem heiligen Gral der Mitarbeiterzufriedenheit. Den passenden Ansporn zu geben, ist gar nicht so einfach. Denn mit einer Bonuszahlung bei guter Leistung ist es nicht getan. Anreize sollten nicht wie Gimmicks wirken: Ihre Mitarbeiter durchschauen die halbherzigen Versuche sofort.Das hat uns nicht davon abgehalten, einige skurrile Benefits aus Internetforen zusammengetragen, um am Schluss ernsthafte Tipps zu geben, wie Sie Ihre Mitarbeiter wirklich zufriedenstellen.

Quelle: Die 7 schlimmsten Mitarbeiterbenefits und was stattdessen wirkt

Bumerang-Mitarbeiter: Wenn Arbeitnehmer zurückkehren 

Während noch vor einigen Jahren eine Kündigung den Abschied auf ewig bedeutete, sieht die Angelegenheit heutzutage ganz anders aus! Immer öfter kehren Mitarbeiter einige Zeit nach dem Abschied in ein bereits vertrautes Unternehmen zurück – weshalb sie auch als „Bumerang-Mitarbeiter“ bezeichnet werden. Warum manche Arbeitnehmer diese Entscheidung treffen und welche Vorteile für beide Seiten entstehen, kann hier nachgelesen werden.

Quelle: Bumerang-Mitarbeiter: Wenn Arbeitnehmer zurückkehren – karriere.at

Fehlzeiten im Job – Zur Hälfte krank

Der Ärzteverband Marburger Bund will Arbeitsminderungsbescheinigungen einführen, um Beschäftigte auch teilweise krankschreiben zu können. Der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, Dietrich Munz, hält das für eine gute Idee.

SZ: Mit Teilkrankschreibungen will der Marburger Bund den Beschäftigten lange, komplette Krankschreibungen ersparen. Das klingt, als täte man Kranken etwas Gutes, wenn sie arbeiten dürfen.

Dietrich Munz: Manchmal trifft das zu. Gerade bei psychischen Erkrankungen kann es sinnvoll sein, dass die Tagesstruktur und die sozialen Kontakte des Arbeitsplatzes erhalten bleiben. Das muss natürlich freiwillig sein und mit den Patienten besprochen werden. Hinzu kommt: Wenn ein Teil der Erkrankung mit psychischen Problemen im Job zu tun hat, kann das besser in der Therapie bearbeitet werden, weil man es unmittelbar aufgreifen kann.

Arbeit kann also die Genesung fördern?

Sie kann dazu beitragen. Andersherum wissen wir, dass zum Beispiel arbeitslose Menschen deutlich häufiger psychisch krank sind als arbeitende Menschen. Arbeit kann durchaus hilfreich sein, um sich psychisch zu stabilisieren.

Quelle: Fehlzeiten im Job – Zur Hälfte krank – Karriere – Süddeutsche.de

Künstliche Intelligenz und Robotik. Die Gefahr für Arbeitsplätze und was man dagegen tun kann.

Große Erfindungen veränderten die Welt: das Rad, die Dampfmaschine, die Glühbirne, das Internet.
Obwohl anfänglich kritisiert, möchte kaum jemand unter uns heute eine dieser Erfindungen missen.

Ähnlich wird es mit der Entwicklung von „künstlicher Intelligenz“ und Robotern sein. Die Folge wird aber sein, dass Arbeitsplätze für immer kürzere Zeiträume zur Verfügung stehen. Um die nicht vermeidbaren Folgen abzufangen, sollten Sie nicht warten, bis man Ihnen die Kündigung ausspricht. Es dürfte sich um einen Zufall handeln, wenn Sie direkt eine Anschlussbeschäftigung finden.

Wer jetzt nur negativ denkt, den bestraft das Leben.
Werden Sie aktiv. Zeigen Sie dem Arbeitsmarkt das Sie da sind!

Es ist Ihre Aufgabe, sich zu zeigen. Bedenken Sie, Unternehmen und Personalvermittlungen handeln nur, wenn Bedarf besteht. Eine Basis, auf die man sich nicht allein verlassen sollte.

Netzwerk Arbeit steht Ihnen schon früher zur Seite. Netzwerk Arbeit bietet Ihnen Chance gefunden zu werden. Mindestens 40% unserer Kandidaten befinden sich noch in einem Beschäftigungsverhältnis und nutzen die Chance jetzt schon gefunden zu werden.

 

Wann sind Sie dabei?

Unsere Kandidaten. Und der Weg dorthin.

 

Netzwerk Arbeit finden Sie mit über 20.000 Kontakten bei Xing, LinkedIn, Facebook und Twitter.

Roboter-Revolution: Deutsche Firmen verlassen China und Osteuropa

Jahrelang galt China als Traumland für große Konzerne: Ein riesiger Markt, der nur darauf wartet, mit den Produkten des Westens geflutet zu werden. Dazu fleißige Arbeitskräfte, die in riesigen Fabriken zu Billiglöhnen schuften.

Doch zunehmende Gängelung durch Politik und Behörden sowie der Zollstreit mit den USA lassen den Glanz zunehmend verblassen.

Märklin, Adidas, Bosch – alle kehren zurück

Ein anderer Trend aber hat schon längst ein nachhaltiges Umdenken bewirkt: Roboter sind noch billiger als chinesische Arbeiter. Und die können auch daheim in Deutschland stehen.

Die Folge: Deutlich weniger Firmen verlegen ihre Produktion ins Ausland als zu Beginn des Jahrtausends. Stattdessen verlassen immer mehr Unternehmen Asien oder Osteuropa um zurückzukehren, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Karlsruher Wissenschaftler.

Unter den Rückkehrern finden sich bekannte Unternehmen wie Märklin oder Adidas, Bosch oder Gigaset. Ganz vorne dabei seien Unternehmen, die bei der Digitalisierung schon lange aktiv sind: Es bestehe diesbezüglich „ein klarer, positiver Zusammenhang“.

Um den vollständigen Text zu lesen, folgen Sie bitte dem Link…..

 

Quelle: Roboter-Revolution: Deutsche Firmen verlassen China und Osteuropa – FOCUS Online

Akademiker: Plan B, dringend gefragt

Jürgen Mischke ist ein zurückhaltender Mann, der sich Zeit für ausführliche Antworten nimmt. Doch geht es um seine akademische Karriere, gibt es für ihn kein Larifari, sondern nur: vorwärts. Seine Doktorarbeit über die Entstehung von Familiennamen im Raum Basel schrieb der Sprachwissenschaftler in lediglich zweieinhalb Jahren; in einem Fach, in dem viele Wissenschaftler gern einmal doppelt so lange an ihrer Dissertation rumdoktern. Er erhielt dafür ein summa cum laude, die Höchstnote. Danach leitete er ein Forschungsprojekt an der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel.

Ein eigener Lehrstuhl, eine eigene Professur – nicht einmal in die Nähe davon kam Mischke. Trotz seiner wissenschaftlichen Erfolge. Und als klar wurde, dass er die Akademie würde verlassen müssen, fand er, der Hochqualifizierte, erst nach 80 Bewerbungsschreiben eine passende Stelle.

Heute arbeitet der 35-Jährige in der Gemeindeverwaltung von Birsfelden im Kanton Baselland.

Nur zehn Prozent werden eigenen Lehrstuhl haben

An Schweizer Universitäten arbeiten zurzeit 20.000 junge Menschen an ihren Doktorarbeiten. Einen eigenen Lehrstuhl werden dereinst aber höchstens zehn Prozent von ihnen haben. Alle anderen müssen sich mit befristeten und meistens schlecht bezahlten Anstellungsverhältnissen zufriedengeben. Oder den akademischen Betrieb verlassen.

Besonders schwer ist dieser Wechsel in den freien Arbeitsmarkt für Geisteswissenschaftler. In den Natur- und Technikwissenschaften forscht auch die Privatwirtschaft. Und um das tun zu können, braucht sie wissenschaftlich erfahrenes Personal. Für Fächer wie Sprachwissenschaft hingegen interessiert sich außerhalb der Universitäten niemand. Entsprechend sind Akademiker aus solchen Disziplinen auf dem Arbeitsmarkt kaum gefragt.

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Quelle: Akademiker: Plan B, dringend gefragt | ZEIT Arbeit

Arbeit: Jobcenter helfen behinderten Arbeitslosen zu wenig

Bei der Betreuung der in der Regel behinderten Menschen und ihrer Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt handelten die Jobcenter „überwiegend nicht zielführend”, heißt es in dem BA-Papier. „Die Bundesagentur für Arbeit bestätigt diesen Innenrevisionsbericht mit den beschriebenen Befunden”, teilte eine Sprecherin der Behörde in Nürnberg mit. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe darüber berichtet.

Laut dem BA-Papier erhalten die Betroffenen oft „nicht die individuell erforderliche Hilfe”. Die Kommunikation mit ihnen sei „in nahezu allen Fällen unzureichend”, die Abstände zwischen den Gesprächen zu lang. Bei vielen Beschäftigten der Jobcenter sei „das Fachwissen oder das Bewusstsein für die besonderen Belange der behinderten Kunden nicht vorhanden”, schreiben die internen Prüfer. Leistungen an die dauerhaft erkrankten Menschen würden teilweise zu Unrecht aus Bundesmitteln finanziert.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagte, gerade bei lang anhaltender Arbeitslosigkeit träten gesundheitliche Probleme auf, die durch behinderungsgerechte Förderung ausgeglichen werden könnten. Sie forderte spezielle Reha-Vermittler in allen Jobcentern, die genug Fachwissen und Zeit haben, sich um die Betroffenen zu kümmern.

Geprüft wurde für den BA-Bericht in den Jobcentern in Berlin-Mitte, Unna, Mannheim und Lübeck. Es kann nach Ansicht der Revisoren aber sein, dass es bundesweit in anderen Jobcentern ähnlich aussieht. Die Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium, Anette Kramme, kündigte an, dass die notwendigen Schritte nun mit der Bundesagentur erörtert werden. Das Ministerium strebe Änderungen an. Von der BA hieß es: „Maßnahmen, um die beschriebene Situation zu ändern, wurden bereits ergriffen.”

Nach DGB-Angaben nahmen im Juni 2018 bei den Jobcentern 21.500 Arbeitslose an Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation teil – bei insgesamt 1,5 Millionen Arbeitslosen, die von den Jobcentern betreut wurden. In den Agenturen für Arbeit wurden im gleichen Monat 29.600 Arbeitslose in Reha-Maßnahmen gefördert. Insgesamt werden 730.000 Menschen im Bereich der Arbeitslosenversicherung betreut. Sie bekommen bis zu zwölf Monate nach Einsetzen der Arbeitslosigkeit Unterstützung. Berufliche Rehabilitation beinhaltet eine Umorientierung, wenn nach einer längeren Krankheit oder aufgrund einer Behinderung ein Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann.

Quelle: Arbeit: Jobcenter helfen behinderten Arbeitslosen zu wenig

Urteil des EuGH: Elternzeit verkürzt Jahresurlaub

In der Elternzeit haben Arbeitnehmer keinen vollen Anspruch auf einen bezahlten Jahresurlaub. Während ihrer Abwesenheit vom Betrieb ist das Arbeitsverhältnis ausgesetzt, daher muss der Arbeitgeber den Elternurlaub nicht als Arbeitszeit anrechnen, hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschieden. Ein entsprechendes Gesetz aus Rumänien sei daher mit dem Unionsrecht vereinbar, heißt es in dem Urteil vom Donnerstag. Auch in Deutschland wird der Anspruch auf den Jahresurlaub durch die genommenen Monate der Elternzeit geschmälert.

In dem Ausgangsfall hatte eine Richterin das Recht ihres Heimatlandes auf den Prüfstand gestellt. Die Rumänien hatte 2015 für die Betreuung ihres unter zwei Jahren alten Kindes rund siebeneinhalb Monate Elternurlaub genommen. Währenddessen ruhten die Pflichten aus ihrem Dienstverhältnis, nach der Rückkehr machte die Juristin ihren normal bezahlten Jahresurlaub geltend. Den verweigerte ihr der Dienstherr aber mit der Begründung, dass der Jahresurlaub an ihre tatsächliche Arbeitsleistung geknüpft sei. Diese sei aber gerade während der Elternzeitnicht erbracht worden.

Diesem rechtlichen Standpunkt schlossen sich nun auch die Richter in Luxemburg an. Nach EU-Recht habe zwar jeder Arbeitnehmer Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub. Dessen Zweck, nämlich die Erholung, setze aber voraus, dass auch tatsächlich Arbeit geleistet worden sei, führte der EuGH aus und nannte zugleich die Erkrankung des Arbeitnehmers oder den Mutterschutz als gesetzlich geregelte Sonderfälle.

In seiner Entscheidung machte der Gerichtshof abermals die Unterschiede zwischen Mutterschutz und Elternzeit deutlich. Erstgenannter diene dem Schutz der Frau und der besonderen Beziehung zum Kind unmittelbar nach der Geburt. Eine junge Mutter könne in diesem bestimmten Zeitraum keinem Beruf nachgehen – für den Zeitraum eines späteren Elternurlaubs soll das nach Ansicht des EuGH aber nicht gelten (Az.: C-12/17).

Quelle: Urteil des EuGH: Elternzeit verkürzt Jahresurlaub

37 Prozent der Büromitarbeiter nehmen ihren Arbeitsplatz als fortschrittlich wahr

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Die neue IDG-Studie „Arbeitsplatz der Zukunft 2018“, die mit Unterstützung von Dimension Data Deutschland entstanden ist, zeigt, dass 89 Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wissen, wie wichtig ein modern ausgestatteter Arbeitsplatz im Wettbewerb um die klügsten Köpfe ist. Mehr als ein Drittel der Unternehmen hat das Thema bereits praktisch umgesetzt: Von den im Rahmen der Studie befragten Büromitarbeitern nehmen 37 Prozent ihren Arbeitsplatz als durchaus fortschrittlich wahr.

Die Gestaltung des „Arbeitsplatzes der Zukunft“ beschäftigt die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland und rückt gerade in höheren Führungspositionen immer stärker in den Fokus. So hat in jedem dritten Unternehmen das Top-Management bei dem Thema den Hut auf, wie die IDG-Studie „Arbeitsplatz der Zukunft 2018“ zeigt. Das wirkt sich auch auf die Mitarbeiterzufriedenheit aus. 37 Prozent der befragten Mitarbeiter nehmen ihren Arbeitsplatz bereits als durchaus fortschrittlich wahr und geben an, in einer Umgebung tätig zu sein, die weitgehend ihre Vorstellungen an einen zukunftsfähigen Arbeitsplatz erfüllt. Dazu gehören die Nutzung neuer Mobilitätsmöglichkeiten und Technologien, flexiblere Arbeitszeitmodelle, Home- oder Remote-Arbeit sowie neue Formen der Zusammenarbeit. Für Unternehmen, die das Thema bislang noch nicht auf der Agenda hatten, steigt damit der Handlungsdruck.

Ellen Kuder, Director Digital Workplace & Customer Experience bei Dimension Data Deutschland: „Es ist erfreulich, dass sich Unternehmen zunehmend um das Thema ‚Arbeitsplatz der Zukunft‘ kümmern. Denn dieses Engagement zahlt sich aus: Wer optimale und zukunftsfähig ausgestattete Arbeitsplätze bietet, bindet hochqualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen und hat Wettbewerbsvorteile im zunehmend härter geführten Kampf um die klügsten Köpfe.“

Für die Erhebung hat IDG Research im Juni 2018 343 Mitarbeiter und oberste Führungskräfte aus 285 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mithilfe von qualifizierten Interviews online befragt. Die Ergebnisse wurden einmal aus Sicht der Unternehmen/Führungskräfte und einmal aus Sicht der Mitarbeiter ausgewertet.

Quelle: 37 Prozent der Büromitarbeiter nehmen ihren Arbeitsplatz als fortschrittlich wahr | HR Performance

Vertrauensurlaub: Employer Branding oder Personalmarketing-Gag?

Immer häufiger werben Unternehmen in Stellenanzeigen mit Vertrauensurlaub. Versprechen wie „Mache Urlaub, soviel und wann Du möchtest!“ sollen Bewerber anlocken. Steckt hinter Vertrauensurlaub ein modernes und noch unterschätztes Employer Branding Werkzeug? Oder handelt es sich eher um einen kurzfristig wirksamen Personalmarketing-Gag? Einblicke in das Konstrukt Vertrauensurlaub.

Was bedeutet Vertrauensurlaub?

Im Kern deutet Vertrauensurlaub den Verzicht auf explizite und zu genehmigende Urlaubsanträge sowie das Fehlen eines Urlaubscontrollings durch den Arbeitgeber. Stattdessen setzen Unternehmen auf eine verantwortungsvolle Gestaltung der Zeitautonomie durch ihre Mitarbeiter. Häufig meint Vertrauensurlaub auch unbegrenzten Urlaub bzw. eine Urlaubs-Flatrate.

Wie steht Vertrauensurlaub zu Vertrauensarbeitszeit?

Sowohl Vertrauensarbeitszeit als auch Vertrauensurlaub ergänzen sich. Denn wenn es keine Kontrolle der urlaubsbedingten Abwesenheiten mehr gibt, fällt häufig auch die Arbeitszeitaufschreibung oder Messung. Ansonsten wäre durch die Hintertür das Konzept der Vertrauensarbeit gleich wieder aufgeweicht. Auf Basis der dokumentierten Arbeitszeit ließe sich nämlich nach Abzug von Krankheitstagen die (urlaubsbedingten) Abwesenheiten trotzdem errechnen und festhalten.

Status quo von Vertrauensurlaub in Deutschland

Nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) stehen Arbeitnehmern bei einer Vollzeitbeschäftigung im Rahmen einer 5-Tage-Woche 20 Tage gesetzlicher Mindesturlaub zu. Durchschnittlich ergänzen Unternehmen diesen Anspruch auf rund 28 Urlaubstage, die deutschen Arbeitnehmern zur Verfügung stehen. Vertrauensurlaub verzeichnet eine starke Steigerung, ist aber in Summe eher noch eine Seltenheit.

Vertrauensurlaub boomt – allerdings noch auf geringem Niveau

Die Plattform Joblift hat 14 Millionen Stellenanzeigen der vergangenen zwei Jahre analysiert und festgestellt, dass Vertrauensurlaub in Deutschland derzeit von 132 Arbeitgebern angeboten und in deren Ausschreibungen explizit beworben wird. Damit sei das Angebot im letzten Jahr laut Analyse um 25% gestiegen.

Quelle: Vertrauensurlaub: Employer Branding oder Personalmarketing-Gag?

EU-Kommissarin will Diesel vor Export nachrüsten lassen

Die EU-Kommission warnt deutsche Autohersteller vor Osteuropa-Geschäften mit schadstoffreichen Diesel-Fahrzeugen, die in Deutschland von der Straße genommen werden. „Ein Export ist lediglich eine Verschiebung der Luftqualitätsprobleme von West nach Ost“, sagte EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska dem Berliner „Tagesspiegel“ laut Vorabbericht vom Sonntag. Sie fürchtet, dass ältere Diesel, die in Deutschland mit Hilfe einer Prämie in neue schadstoffärmere Fahrzeuge getauscht werden, verstärkt nach Osteuropa verkauft werden. Schon jetzt würden immer mehr ältere, umweltschädliche Diesel jenseits der Grenzen billig verkauft.

„Der Plan der deutschen Regierung, Fahrverbote zu umgehen, könnte das Problem noch intensivieren“, warnte Bienkowska. Allein nach Bulgarien wurden 2017 mehr als 100.000 Gebrauchtwagen exportiert, davon mehr als 30.000 schmutzige Diesel, wie die Zeitung unter Berufung auf die europäische Organisation Transport & Environment berichtete.

EU-Umweltminister wollen Luftverschmutzung durch Importe bekämpfen

Es sei zwar verständlich, wenn deutsche Verbraucher eine Umtauschprämie in Anspruch nähmen, sagte Bienkowska. „Klar muss allerdings sein, was mit den abgehalfterten, schlecht eingestellten Wagen dann passiert.“ Sie dürften nicht auf anderen Wegen zurück auf die Straßen gelangen. Nach ihren Worten ist die Debatte um saubere Diesel „ein europäisches Problem, kein national isoliertes Thema“. Die EU-Umweltminister wollen dem Bericht zufolge am Dienstag in Luxemburg Maßnahmen einleiten, welche die vom Import von Gebrauchtwagen verursachte Luftverschmutzung eindämmen.

Indes könnte in dieser Woche ein neues Fahrverbot auf den Weg gebracht werden – ausgerechnet in der Hauptstadt. Am Dienstag berät das Verwaltungsgericht in Berlin darüber, ob Dieselautos wegen der zu hohen Luftbelastung im Herzen der Hauptstadt nicht mehr fahren dürfen. Sollte das Gericht der Forderung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) folgen, ist die Bundesregierung am Zug. Berlin könnte dann in den Kreis der bisher 14 „Intensivstädte“ rücken – besonders auf diese zielt das neue Maßnahmenpaket der Koalition in der Dieselkrise.

Quelle: EU-Kommissarin will Diesel vor Export nachrüsten lassen

„Männer müssen sich von klein auf im Wettkampf beweisen“

„Bullshit, an den nur Frauen glauben“ heißt Anna Rossis Bestseller mit dem Untertitel „Was dich daran hindert im Job erfolgreich zu sein“. Darin beschreibt sie erfrischend wertfrei, wie man die Regeln der immer noch männlich dominierten Berufswelt durchschaut – und wie man mit ihnen und nach ihnen spielt. Wir haben die Gründerin der Trainingsakademie Business Kollektiv auf der Tagung Führungskräfteentwicklung getroffen und mit ihr über Geschlechterunterschiede und werteorientierte Führung gesprochen.Frau Rossi, warum glauben so viele Frauen an den in Ihrem Buch beschriebenen „Bullshit“?Das hat nichts mit Unwissenheit oder Schuld zu tun. Es ist einfach eine Folge unserer Sozialisierung – meiner Meinung nach ein kultureller Faktor. Als Frauen haben wir bestimmte Settings von Regeln und auch Kommunikationsrollen, die wir einnehmen und die aus der Kultur stammen, in der wir erzogen werden. Bei Männern ist das natürlich ganz genauso – nur funktionieren ihre Regeln zum Teil ganz anders. Solche Verhaltensmuster sitzen oft so tief, dass es uns sehr schwer fällt, sie zu bemerken.Die gute Nachricht ist: Wenn man sich über diese Verhaltensweisen bewusst wird, kann man sie ändern. Bei manchen Dingen ist das ganz einfach, bei anderen braucht es ein bisschen Übung. Man kann auch damit spielen. Ich kann dann bewusst einsetzen, was ich sowieso schon kann, kann mich aber auch anderer Tools bedienen.

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Dem Fachkräftemangel mit Quereinsteigern trotzen

Geradlinige Karrierewege werden immer seltener. Trotz Fachkräftemangel haben Unternehmen Quereinsteiger kaum auf dem Radar. Ein Manko, das sich rächen wird.Thomas Wenzler (Name von der Redaktion geändert) hat eigentlich Politik studiert. Doch mit seinem Verkaufstalent wurde er zu einem erfolgreichen Verkaufsrepräsentanten eines Pharmaunternehmens. Einige Jahre später gewann er als Verkaufsleiter eines Medizingeräteherstellers mehrere Großkunden, bevor er mit 45 Jahren den Sprung in die IT-Branche schaffte. Über eine Stellenanzeige, die explizit Quereinsteiger zur Bewerbung aufforderte, fand er einen Job als IT-Berater. Durch sein technisches Talent verbunden mit starker Kundenorientierung ist Wenzler entsprechend produktiv. Die persönliche Befriedigung zieht er aus der Lust an neuen Aufgaben und seiner Bereitschaft zur Veränderung.

Quelle: Dem Fachkräftemangel mit Quereinsteigern trotzen

Anlegen der Ausrüstung ist nicht immer Arbeitszeit

Polizisten in NRW, die vor dem Jahr 2017 entgegen der damals bestehenden Erlasse ihre Ausrüstung bereits vor der Dienstschicht angezogen und erst nach Ende der Dienstschicht wieder abgelegt haben, bekommen dafür keinen Zeitausgleich. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden.Die Kläger sind Polizeibeamte im Dienste des Landes Nordrhein-Westfalen. In ihren Dienststellen bestand in den vergangenen Jahren eine weit verbreitete Praxis, nach der sich zahlreiche Polizeibeamte verpflichtet fühlten, bereits vor Schichtbeginn mit Dienstwaffe, Mehrzweckstock etc. ausgerüstet zu sein und erst nach Schichtende die Ausrüstung wieder abzulegen. So sollte nach Ansicht der Kläger die uneingeschränkte Einsatzfähigkeit der Beamten zu Beginn und am Ende der sich nicht überschneidenden Schichten gewährleistet werden. Nach ihrer Darstellung umfassen die sog. Rüstzeiten pro Schicht etwa 15 Minuten. Mit ihren Klagen streben die Kläger einen Zeitausgleich für diese Rüstzeiten seit dem Jahr 2008 an.

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Rechtliche Voraussetzungen bei der Beschäftigung von Flüchtlingen

Unternehmen wollen Flüchtlinge einstellen, Flüchtlinge wollen arbeiten. Die rechtlichen Hürden sind hoch, oft herrscht Unklarheit. Im ersten Teil unserer Serie erklären daher die Rechtsanwältinnen Julia Tänzler-Motzek und Deniz Nikolaus die Voraussetzungen für den Zugang zum Arbeitsmarkt.Viele Flüchtlinge, ob Ungelernte, Fachkräfte oder hochqualifizierte Arbeitskräfte suchen aktuell den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Für Unternehmen bieten sich hier neue Chancen Talente zu rekrutieren oder selbst auszubilden. Seit Jahresbeginn konnten in Deutschland dennoch erst 17.401 Flüchtlinge eine Arbeitsgenehmigung erhalten. Zwei Rechtsanwältinnen erklären die rechtlichen Herausforderungen bei der Beschäftigung von Flüchtlingen.Haufe Online Redaktion: Wieso ist es so schwer für Flüchtlinge und Unternehmen zusammenzukommen?Deniz Nikolaus: Zunächst muss man den allgemein verwendeten Begriff des “Flüchtlings” konkretisieren. Drei Fallgruppen sind zu unterscheiden, bei denen jeweils unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen für den Zugang zum Arbeitsmarkt gelten.

Quelle: Rechtliche Voraussetzungen bei der Beschäftigung von Flüchtlingen | Öffentlicher Dienst | Haufe

Zuwanderung: Ausländische Fachkräfte beschäftigen

Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Deutschland ist groß. Um dem Fachkräftemangel entgegenzusteuern hat das Bundeskabinett nun ein Eckpunktepapier für ein neues Zuwanderungsrecht beschlossen. Das geplante Zuwanderungsgesetz soll die Zuwanderung von Hochqualifizierten und ausländischen Fachkräften aus Handwerk, Gastronomie oder Pflege in den deutschen Arbeitsmarkt steuern.Fachkräftezuwanderung: mit qualifizierter Ausbildung, Deutschkenntnissen und GeldGeplant ist, Fachkräften aus Nicht- EU-Staaten zukünftig die Möglichkeit zu geben, für sechs Monate nach Deutschland zu kommen, um einen Job zu suchen. Bislang müssen auch Menschen mit einer guten beruflichen Qualifikation vorher einen Arbeitsvertrag nachweisen.Voraussetzung für die Fachkräftezuwanderung sollen eine qualifizierte Ausbildung und Deutschkenntnisse sein. Außerdem müssen die Ausländer genügend Geld vorweisen können, um ihren Lebensunterhalt während der Jobsuche selbst zu bestreiten. Eine vergleichbare Regelung gibt es schon für Hochschulabsolventen. Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse soll zudem beschleunigt und vereinfacht werden.

Quelle: Zuwanderung: Ausländische Fachkräfte beschäftigen | Personal | Haufe

Digitalisierung: In diesen Bundesländern drohen Jobverluste

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt betrifft die deutschen Bundesländer in sehr unterschiedlicher Weise. Dies ist vor allem auf die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen in den Regionen zurückzuführen, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt.Katharina Dengler, Britta Matthes und Gabriele Wydra-Somaggio vom IAB haben für alle Bundesländer untersucht, wie hoch der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist, die in einem Beruf arbeiten, in dem mehr als 70 Prozent der Tätigkeiten bereits heute von Computern oder computergesteuerten Maschinen erledigt werden könnten. Die höchste Ersetzbarkeit droht der Studie zufolge Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe (53,7 Prozent), die geringste im Gastgewerbe (3,3 Prozent) und in Erziehung und Unterricht (4,4 Prozent).Je größer die Bedeutung beispielsweise des verarbeitenden Gewerbes in einem Bundesland ist, desto höher ist tendenziell dort der Anteil der möglicherweise ersetzbaren Beschäftigungsverhältnisse. Während der Anteil der Berufstätigen mit hoher Ersetzbarkeit im Bundesdurchschnitt bei 25 Prozent liegt, beträgt er im Saarland 30 und in Thüringen 29 Prozent. In den Dienstleistungsmetropolen Berlin und Hamburg mit einem geringeren Anteil an Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe ist dieses „Substituierbarkeitspotenzial“ mit 15 und 18 Prozent dagegen vergleichsweise niedrig.

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Digitalisierung: Können Computer unsere Jobs gefährden?

Werden wir demnächst zunehmend durch Roboter, Computer und Algorithmen ersetzt, die dann unsere Arbeit machen? Kommt drauf an, sagen Arbeitsmarktforscher. Zum Beispiel darauf, wie kreativ unsere Tätigkeit ist. Weil die Ersetzbarkeit einzelner Stellen höchst unterschiedlich ist, ist auch die Verteilung der gefährdeten Jobs in Deutschland unterschiedlich. Wie sehr sie auseinanderklafft, hat jetzt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung untersucht und herausgefunden: Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in einem Beruf arbeiten, in dem mehr als 70 Prozent der Tätigkeiten schon heute von Computern oder computergesteuerten Maschinen erledigt werden könnten, unterscheidet sich deutlich und liegt zwischen 15 Prozent in Berlin und 30 Prozent im Saarland.

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Mindestlohn-Anspruch darf nicht eingeschränkt werden – Personalwirtschaft.de

Eine vom Arbeitgeber vorformulierte arbeitsvertragliche Ausschlussfrist, die ohne jede Einschränkung alle beiderseitigen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und damit auch den gesetzlich garantierten Mindestlohn erfasst, verstößt gegen das Transparenzgebot des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB. Eine solche Ausschlussklausel ist jedenfalls dann insgesamt unwirksam, wenn der Arbeitsvertrag nach dem 31.Dezember 2014 geschlossen wurde. Das geht aus einem neuen Urteil hervor.

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Bruchteile von Urlaubstagen: Wie ist damit umzugehen?

Nach dem Bundesurlaubsgesetz sind Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, auf volle Urlaubstage aufzurunden. Aber wie ist die Rechtslage, wenn der Bruchteil weniger als einen halben Tag ergibt? Dieser Fall ist gesetzlich nicht ausdrücklich geregelt. Wie aus der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts hervorgeht, ist ein Abrunden von Bruchteilen, die weniger als einen halben Urlaubstag ergeben, höchstens dann erlaubt, wenn eine spezielle Regelung oder Vereinbarung zum Abrunden existiert. Ansonsten bleibt der Bruchteil bestehen und ist durch stundenweise Arbeitsbefreiung auszugleichen.

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Spontanurlaub ohne Abstimmung kann zur Kündigung führen

„Wo scheint die Sonne für so wenig Geld? In Palma, Palma de Mallorca! Urlaub mal zu zwein [sic!], oder ganz allein, Palma de Mallorca lädt uns alle ein.“ Sonnenstrahlen und Lebensfreude springen einem aus fast jeder Zeile des Chris-Wolff-Schlagers von 1987 entgegen. Wer möchte da nicht in den nächsten Flieger steigen und dem Chef einfach eine lange Nase drehen? Genau das machte eine junge Dame mit einem Beruf, der Anglophilen das Herz höherschlagen lässt: Die „Junior Business Excellence Managerin mit Controlling-Tätigkeiten“, die bei ihrem Arbeitgeber in der Abteilung „Online Performance Management“ eingesetzt war, musste den Ausflug in die Sonne aber dann doch teuer bezahlen – mit ihrem Job. Darauf einigte sie sich mit ihrem Arbeitgeber vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) Düsseldorf.

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Arbeitsmarkt: Arbeitslosenzahlen – kräftiger Rückgang im September 

Die Arbeitslosenquote in NRW ist im September im Vergleich zum August um 0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent zurückgegangen.”Der Arbeitsmarkt hat im September wieder dort angeknüpft, wo er vor der Sommerpause aufgehört hat”, sagte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, bei der Vorstellung der Zahlen. Deutlich wird dies beim Vergleich mit dem Vorjahr: Zum Herbstbeginn waren in NRW fast 60.000 Menschen weniger arbeitslos als zum selben Zeitpunkt 2017.

Quelle: Arbeitsmarkt: Arbeitslosenzahlen – kräftiger Rückgang im September – Wirtschaft – Nachrichten – WDR

Bremer Arbeitsmarkt: Migranten sind im Nachteil

Beschäftige mit Migrationshintergrund werden am Bremer Arbeitsmarkt benachteiligt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Arbeitnehmerkammer. So arbeiteten Menschen mit ausländischen Wurzeln häufiger unter schlechteren Bedingungen als Angestellte ohne Migrationshintergrund.Insgesamt haben 28 Prozent aller Beschäftigten in Bremen einen Migrationshintergrund. Dazu zählen Menschen, die selbst aus dem Ausland kommen oder mindestens ein Elternteil haben, das eine ausländische Staatsbürgerschaft hat oder hatte. Darin unterscheiden sich die Zahlen der Kammer etwa von Statistiken der Agentur für Arbeit: Die Behörde erfasst nur Staatsangehörigkeit, aber nicht, ob ein Migrationshintergrund vorliegt.

Quelle: Bremer Arbeitsmarkt: Migranten sind im Nachteil – Nachrichten aus Bremen – WESER-KURIER

“Sozialer Arbeitsmarkt”: Neues Programm für Langzeitarbeitslose

Kein Ehrenamt, keine ScheinbeschäftigungWahrscheinlich sind es leichte Helfertätigkeiten, aber am ganz normalen Arbeitsmarkt – keine Ein-Euro-Jobs, keine Scheinbeschäftigung. Auch von der “Bürgerarbeit” unterscheidet sich das neue Programm. Damit sollten von 2011 bis 2014 Langzeitarbeitslose über ehrenamtliche Tätigkeiten zurück in Arbeit kommen. Nach Projektende war die Bilanz eher ernüchternd.Diesmal steckt sich die Regierung laut Arbeitsminister Heil hohe Ziele, wie viele Menschen profitieren sollen: “Wir haben die Chance, mit den vier Milliarden Euro, die wir zur Verfügung gestellt haben, mehrere zehntausend – möglichst 150.000 – in den nächsten Jahren zu erreichen.”

Quelle: “Sozialer Arbeitsmarkt”: Neues Programm für Langzeitarbeitslose | MDR.DE

Adecco: Größte Zeitarbeitsfirma der Welt hat ein Drittel ihres Börsenwertes verloren – WELT

33.000 Menschen arbeiten für größte Zeitarbeitsfirma der Welt, mit der Konjunktur boomt das Geschäft – trotzdem hat Adecco ein Drittel des Börsenwerts verloren. Das hat mit fehlenden Wachstumsfantasien zu tun – und mit eigenen Digitalprojekten.

Quelle: Adecco: Größte Zeitarbeitsfirma der Welt hat ein Drittel ihres Börsenwertes verloren – WELT