Archiv Juli 2019

Dienstreisen sind Arbeitszeit: Das bedeutet das Urteil

WirtschaftsWoche: Der Fall am Bundesarbeitsgericht war speziell. Ist das Urteil überhaupt auf alle Angestellten anwendbar, die auf Dienstreisen gehen?
Frank Weberndörfer: Der verhandelte Fall war tatsächlich exotisch, weil der klagende Mitarbeiter für seinen Flug nach China erst ein Business-Class-Upgrade beanspruchte und dadurch auch noch einen Umweg über Dubai fliegen musste, der seine Reisezeit erheblich verlängerte. Aber das Bundesarbeitsgericht hat in seinem Urteil klargestellt, dass die Zeit im Flugzeug, die ein Economy-Flug bis zum Zielort benötigt, im Regelfall als Arbeitszeit zu bewerten und grundsätzlich auch so zu vergüten ist – unabhängig davon, ob der Mitarbeiter während des Fluges arbeitet oder schläft. Die Reisezeit bei Dienstreisen ist demnach als Arbeitszeit zu werten, ganz gleich, was der Mitarbeiter währenddessen macht. Wenn man also genauer hinsieht, hat das Urteil das Potenzial, die bisherige Rechtsprechung zu ändern. Denn grundsätzlich entstehen durch die langen Dienstreisen zunächst Überstunden.

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Sind Reisezeiten Arbeitszeit?

Immer wieder steht die Frage im Raum, ob die Wegezeiten der Beschäftigten auch Arbeitszeit sind. Was so einfach klingt, ist tatsächlich nicht ganz leicht zu beantworten. Arbeitszeit ist nämlich nicht gleich Arbeitszeit. Wie das Thema am besten zu regeln ist, zeigen Marc-Oliver Schulze und Tatjana Volk in der »Arbeitsrecht im Betrieb« 7-8/2019.

Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) dient dem Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer und stellt Vorgaben auf, an die sich der Arbeitgeber im Interesse der Gesundheit seiner Mitarbeiter zu halten hat. § 2 Abs. 1 ArbZG definiert Arbeitszeit als die Zeit von Beginn bis Ende der Arbeit ohne Ruhepausen. Den meisten Beschäftigten sind insbesondere die Regelungen zu Pausenzeiten nach § 4 ArbZG bekannt. Das ArbZG legt aber auch tägliche bzw. wöchentliche Höchstarbeitszeiten und die einzuhaltende Ruhezeit von elf Stunden zwischen Beendigung der Arbeit und neuem Beginn der Arbeit fest.

Um die Einhaltung der Vorgaben des ArbZG sicherstellen zu können, muss klar sein, welche Zeiten überhaupt als Arbeitszeit im Sinne des Gesetzes gelten. Dies ist nicht nur für möglicherweise betroffene Arbeitnehmer wichtig, sondern auch für den Betriebsrat. Er hat die Einhaltung der Vorgaben des ArbZG nach § 80 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG zu überwachen.

Wichtig: Mit Urteil vom 14.5.2019 hat der Europäische Gerichtshof (Az: C-55/18) entschieden, dass die EU-Staaten Arbeitgeber verpflichten müssen, ein System einzurichten, mit dem die von einem jeden Arbeitnehmer geleistete tägliche Arbeitszeit gemessen werden kann.

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Spaziergang in der Pause ist nicht versichert

Verunglückt ein Beschäftigter während eines Spaziergangs in der Mittagspause, ist das kein Arbeitsunfall im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung. Spazierengehen sei eine »privatnützige Verrichtung«, vergleichbar mit Einkaufen, Essen oder Joggen – so das Hessische Landessozialgericht.

Ein 1962 geborener versicherter Arbeitnehmer arbeitete als Fondsmanager bei einer Investmentgesellschaft. Seine Arbeitszeiten konnte er weitgehend frei bestimmen.

Als er mittags das Firmengebäude für einen Spaziergang verließ, stolperte er über eine Steinplatte und verletzte sich an Handgelenken und Knie.

Berufsgenossenschaft erkennt Sturz nicht als Arbeitsunfall an

Die Berufsgenossenschaft anerkannte dies nicht als Arbeitsunfall. Der Versicherte sei während einer Pause verunglückt, die ein eigenwirtschaftliches Gepräge gehabt habe. Der Versicherte wandte hiergegen ein, dass aufgrund seiner Arbeitsbelastung die Pause zur Fortsetzung der Arbeit erforderlich gewesen sei.

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Insolvenz der Eisenmann-Gruppe: Der nächste Autozulieferer kippt

Erst vor wenigen Wochen traf es den Autozulieferer Weber Automotive, nun erwischt es den nächsten großen Autozulieferer: Die Böblinger Eisenmann-Gruppe und ihre Anlangenbau-Tochter sowie die Konzernableger Lactec GmbH und Enisco haben beim Amtsgericht Stuttgart Insolvenzantrag gestellt. Für die Automobilindustrie liefert der Konzern vor allem Lackieranlagen, aber auch Lichttunnel für die Qualitätskontrolle.

Michael Keppel, Chief Restructuring Officer, sprach in einer Pressemitteilung von einer „Chance auf einen Neustart“. Der Verwaltungsrat, die Familie Eisenmann und die Kreditgeber würden den jetzt eingeschlagenen Weg unterstützen, so Keppel. Wie der Weg aussieht, bleibt bislang indes vage. Fest steht, dass ein „strategischer Partner“ für das Geschäft mit Lackieranlagen und Applikationssysteme gesucht wird. „Die ersten Interessenten haben sich auch schon gemeldet“, so Keppel.
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Die E-Mail-Bewerbung

Die wahrscheinlich gängigste Variante für eine Bewerbung ist die per E-Mail. Doch die hat ihre Tücken.

Alles kompakt

Personaler wollen sich nicht erst die Anhänge der Bewerbungs-E-Mail einzeln zusammensuchen und Ihre Dateien sortieren, bevor sie sich die Bewerbung überhaupt anschauen.

Erstellen Sie daher unbedingt eine einzige PDF-Datei, die die gesamte Bewerbung in folgender Reihenfolge enthält:

  • gegebenenfalls Deckblatt,
  • Anschreiben,
  • Lebenslauf,
  • Anhang (Zeugnisse, gegebenenfalls Arbeitsproben und Gutachten).

“Bei vielen Einzeldateien fragen Personaler sich schon mal: ‘Wie würde die Person hier arbeiten? Müssen wir ihm oder ihr Grundlagen beibringen?”

Text in der E-Mail

Wichtig: Kopieren Sie nicht das Anschreiben in das Textfeld hinein. Überlegen Sie sich stattdessen einen guten Text für die E-Mail. Es geht hier schließlich um den ersten Eindruck, den der Personaler von Ihnen bekommt.

Sie können hier schreiben, was im Anschreiben nicht vorkommt.
Z.B. “mit Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen und freue mich, Ihnen beigefügt meine Bewerbungsunterlagen zuzusenden.”

Was Sie schreiben, sollte keinesfalls unüberlegt daherkommen oder einen “flapsigen Beigeschmack” haben. Wer nach einer Bewerbung per E-Mail länger nicht erreichbar ist, weil eine Reise geplant ist, sollte nicht schreiben: “Ich feiere meinen echt gelungenen Abschluss im Ausland und bin daher die nächsten Wochen nicht erreichbar.” Auch wenn es wegen eines Auslandsaufenthalts telefonisch schwierig werden könnte, ist jeder eigentlich immer privat per E-Mail erreichbar. Schreiben Sie doch: “Da ich mich bis zum TT.MM.JJJJ im Ausland aufhalte, erreichen Sie mich in dieser Zeit per E-Mail.” Damit bleiben Sie seriös und zeigen außerdem, dass Sie planen können.

Ein geeigneter Schlusssatz? “Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie meine Bewerbung berücksichtigen und mich zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch einladen”.

Drei wichtige Tipps

1. Zeugnisse und Zertifikate immer einscannen, nicht abfotografieren. Und vor allen Dingen gerade und sauber einscannen.

2. Betreffzeile nicht vergessen. Falls nicht anders vorgegeben, können Sie als Betreff schreiben: “Bewerbung für die Stelle als XY”.

3. Empfängeradresse zum Schluss eingeben, um die E-Mail nicht zu früh zu versenden – mit unvollständigem, fehlerhaftem Text oder gar ohne Anhang.

Zum Schluss checken

Kontrollieren Sie vor dem Absenden noch einmal, ob alles enthalten ist:

  • PDF-Datei mit Ihrer gesamten Bewerbung im Anhang,
  • Text im E-Mail-Feld (inklusive Gruß- und Schlussformel).

Wichtig: Was Sie in der E-Mail schreiben, sollte insgesamt sachlich, knapp und prägnant sein.

Ein letzter Tipp: Strapazieren Sie keine fremden Postfächer. Ca. 5 MB sollten für die meisten Bewerbungen vollkommen ausreichend sein. Weniger ist mehr!

Bewerbung? Zuerst einmal Kontoauszüge auf den Tisch?

Preislise

Stellen Sie sich vor, wir würden bei einer Bewerbung die Kontostände von Ihnen erfahren wollen. Ok, das wird wahrscheinlich nicht so schnell passieren. Aber anders herum kommt es in ähnlicher Form schon oft vor.

Oft genug lese ich in Lebensläufen “interne Dinge”, bei denen ich der Meinung bin, man sollte doch etwas Vorsicht walten lassen. Auf der anderen Seite hat das neue Unternehmen aber auch das Interesse zu erkennen, welchen Mitarbeiter man sich gerade “einkauft.”

Der bisherige Arbeitgeber dürfte nicht erfreut darüber sein, dass womöglich noch die Konkurrenz per Bewerbung und Lebenslauf beispielsweise etwas über…

  • Umsätze
  • Investitionen
  • Budgets
  • Einsparungen

…erfährt.

Und letztlich dürfte es dem neuen Arbeitgeber genauso gehen. Denn der muss damit rechnen, dass der Arbeitnehmer in spe bei einem künftigen Ausscheiden vielleicht wieder genauso offenherzig mit Betriebsinterna umgeht. Nicht zuletzt existiert so etwas wie eine Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers.

Wie Sehen Sie das?
Und vor allen Dingen, wie lösen Sie dieses Problem?
Denn schließlich wollen Sie sich ja gut verkaufen!

• Infografik: Junge Deutsche sehen vor allem Überstunden als Problem

Junge Deutsche sehen vor allem Überstunden als Problemvon Andreas Grieß, 18.05.2015Zu häufige Überstunden sind der meistgenannte Grund für Kündigungen durch Arbeitnehmer der Generation Y in Deutschland. Laut Ernst & Young ist dies bei drei Viertel der Kündigungen durch Personen der Jahrgänge 1977–1998 ein Motiv. Ebenfalls oft genannt: geringe Gehaltssteigerungen und Nachteile, die im Fall von flexibler Arbeitszeit in Kauf genommen werden müssen, etwa Gehaltseinbußen oder schlechtere Aufstiegschancen. Zu wenig Flexibilität und der Mangel an Aufstiegsmöglichkeiten werden ebenfalls gesondert genannt. In den USA und dem Vereinigten Königreich sind die Gründe für Kündigungen zum Teil ähnlich, wenngleich hier auch Geschäftsreisen oder Mangel an Teamarbeit in den Top 5 auftauchen.

Infografik: Junge Deutsche sehen vor allem Überstunden als Problem | Statista

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Quelle: • Infografik: Junge Deutsche sehen vor allem Überstunden als Problem | Statista

Den richtigen Job finden: So haben Sie Erfolg 

Sie möchten den richtigen Job finden, doch der Stellenmarkt im Netz verwirrt Sie? Keine Panik. Wir erklären, wie sich die Anbieter unterscheiden. Zudem finden Sie Tipps, wie Sie strategisch am besten vorgehen, damit Ihre Jobsuche online von Erfolg gekrönt wird.

Wie finde ich den richtigen Job? Früher gab es vor allem einen Weg: Man schlug die Samstagszeitung auf, blätterte bis zum Inseratenteil und suchte dort nach einer neuen Stelle. Wie einfach im Vergleich zu heute!

Aktuell wirkt der Stellenmarkt auf Jobsuchende oft wie ein undurchsichtiger Dschungel: Da konkurrieren Printmedien mit Experten für die Online-Jobsuche wie Monster oder Stepstone um die Gunst des Bewerbers, zudem finden sich spezialisierte Karriereportale von Personaldienstleistern, regionale Portale, Metajobsuchmaschinen, Xing, Twitter und nicht zuletzt Unternehmens-Karriereseiten. „Nur“, fragen Sie sich zu Recht, „wo finde ich denn jetzt am besten einen neuen Job?

Dieser Frage ist auch das Deutsche Kreditinstitut in einer Untersuchung nachgegangen, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet. Bewertet wurden das Angebot, der Service und die Nutzerfreundlichkeitvon acht Jobbörsen wie Monster, Stepstone oder meinestadt.de und elf Meta-Suchmaschinen wie Jobrapido oder Jobbörse.de. Fazit: Einen klaren Sieger gibt es nicht, denn je nach Berufsgruppe wird man auf dem einen oder anderen Online-Stellenmarkt besser fündig.

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Quelle: Den richtigen Job finden: So haben Sie Erfolg | Robert Half

Haben Sie nicht zu viel Respekt vor Stellenausschreibungen.

Machen Sie sich bewusst, dass die Anforderungsprofile in Stellenanzeigen quasi eine Art Wunschzettel des Unternehmens sind: Hier wird oft einfach alles aufgelistet, was man meint, irgendwie und irgendwann gebrauchen zu können. Und wie schon beschrieben, ist Unternehmen bei neuen Positionen oft selbst noch nicht vollständig klar, welche Qualifikationen der neue Mitarbeiter mitbringen muss. Lassen Sie sich von ellenlangen Anforderungsprofilen also nicht ins Bockshorn jagen. Wichtig ist, dass Sie die zuerst genannten Fähigkeiten mitbringen, das sind die Must-haves für die Stelle.

Sind Sie „aktiv arbeitsuchend“ oder liegen auf der faulen Haut?

Viele unter uns waren schon einmal zwischen zwei Jobs arbeitslos und haben diese Zeiten einfach mit dem Begriff „arbeitsuchend“ im Lebenslauf angeführt. Das hat bisher immer gereicht, bis die Branche der Berater nach neuen Verdienstquellen Ausschau gehalten haben. Bestens geht das, indem man seinen Kunden erklärt, bisher alles falsch gemacht zu haben, oder nicht auf Trends reagiert zu haben.

Trends? Ja, selbstverständlich. Man versucht sich in der sprachlichen Umdeutung. Alles was sich anderes anhört muss doch auf eine interessante Person deuten.

„Umorientierungsphase“. Ist das wirklich sinnvoll?

Sprachliche Umdeutung von Arbeitslosigkeit im Lebenslauf?

Diese Empfehlung wird immer wieder gegeben. Nicht nur von wohlmeinenden Bekannten, sondern auch in der Bewerbungs-Ratgeberliteratur oder in einschlägigen Seminaren. Da schwirren dann Begriffe wie „Umorientierung“, „Neuorientierung“ oder gar „aktiv arbeitssuchend“ durch die Lebensläufe.

Alle beschreiben mehr oder weniger blumig die gleiche Tatsache: Man war im so beschriebenen Zeitraum ohne Beschäftigungsverhältnis.

Fragen wir uns also, was diese sprachliche Umdeutung erreichen soll und was sie tatsächlich nutzt.

All diese Begriffe sollen besser klingen als das schlichte „arbeitssuchend“. Dabei ist das erst mal nur eine neutrale Benennung eines Umstandes und kennzeichnet noch keinen als Verlierer.

Diese sprachlichen Umdeutungen sollen eine bestimmte Geisteshaltung deutlich machen. Jemand, der „aktiv arbeitssuchend“ ist, ist besser als jemand ( der Nachbar, oder Kollege) , der nur „arbeitsuchend“ ist. Und wer sich gar noch „umorientiert“ oder „neu orientiert“, scheint sich zudem auch noch Gedanken über seine Zukunft zu machen. Denn der Duden bietet folgende Wortbedeutung für „Umorientierung“ an: Die richtige Richtung finden; sich (in einer unbekannten Umgebung) zurechtfinden.

Dabei suchen die meisten doch eigentlich nur nach einem vergleichbaren Job wie dem, den sie aus irgendwelchen Gründen verloren haben!

Sie wollen den zukünftigen Arbeitgeber beeindrucken und von Fehlzeiten ablenken? Glauben Sie wirklich, dass Sie einen Arbeitgeber mit Wortumdeutungen überzeugen können? Der weiß ganz genau, was Sie suchen und womit Sie es versuchen.

Warum schreiben Sie nicht weiter einfach „arbeitsuchend“?  Was übrigens nicht weiter dramatisch ist, wenn es nicht regelmäßig und in kürzeren Abständen in Ihrem Lebenslauf angezeigt ist. Dann nützt auch aber auch keine Umschreibung mehr. Dann haben Sie das Problem, schlüssig erklären zu müssen, warum das so ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Schreiben Sie weiterhin „arbeitssuchend“. Schreiben Sie auch „Umorientierungsphase“, wenn das für Sie netter klingt. Aber erwarten Sie nicht, dass sich jemand davon beeindrucken lässt. Oft quittiert man solche Aussagen mit einem müden Lächeln.

BGH lockert Zwangsrente für Hartz-IV-Bezieher

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Wer Grundsicherung für Arbeitsfähige bezieht (Hartz IV), muss in der Regel die Rente mit 63 Jahren beantragen und Abschläge hinnehmen. Allerdings gibt es Ausnahmen, die das Bundessozialgericht jetzt neu definiert hat.

Am 9.8.2018 hat sich das Bundessozialgericht (BSG) mit der Zwangsverrentung von Hartz-IV-Beziehern befasst. Das Gericht befand: Ein älterer Arbeitsloser ist nicht verpflichtet, mit 63 in eine Rente mit hohen Abschlägen zu gehen, wenn er einige Monate später eine Altersrente ohne Abschläge erhalten kann (Az. B 14 AS 1/18 R).

“Vorrangige Leistungen” lautet die Überschrift von § 12a des zweiten Sozialgesetzbuchs (SGB II). Er regelt: Bevor jemand Arbeitslosengeld (ALG) II erhalten will, muss er zunächst andere, ihn zustehende Sozialleistungen in Anspruch nehmen, denn das ALG II wird nicht vorrangig, sondern nachrangig gezahlt. Andere Leistungen gehen also vor.

Ausnahmen bei der Rente ab 63

Wenn es um die gesetzliche Altersrente geht, gibt es allerdings Ausnahmen. Wer schon vor dem 63. Lebensjahr Anspruch auf eine Altersrente hat, muss diese ohnehin nicht beantragen. Das steht schon im Gesetz. Das betrifft heute aber allenfalls noch Schwerbehinderte.

Weitere Ausnahmen sind in der sogenannten Unbilligkeitsverordnung festgehalten. Sie regelt, wann es unbillig (also ungerecht) wäre, ALG-II-Beziehenden ab 63 das Arbeitslosengeld II zu streichen und sie dadurch zu zwingen, einen Rentenantrag zu stellen.

Bisher galt: Regelaltersgrenze muss innerhalb von drei Monaten erreicht sein

Die Verordnung nennt eine Reihe von Ausnahmen vom Rentenzwang. Unter anderem ist in Paragraf 3 geregelt, dass ein Rentenantrag auch dann nicht zumutbar ist, wenn Hilfebedürftige in nächster Zukunft die Altersrente abschlagsfrei in Anspruch nehmen können. In nächster Zukunft: Das bedeutet längstens drei Monate.

Vor dem BSG wurde nun darüber gestritten, ob diese Drei-Monats-Frist auch für die erst 2012 eingeführte und 2014 aufgebesserte vorgezogene Altersrente für besonders langjährig Versicherte gilt, die ebenfalls abschlagsfrei gezahlt wird.

Dabei ging es um einen Mann, der knapp 46 Jahre gearbeitet hatte, bis er mit 60 Jahren in Hartz IV rutschte. Als er seinen 63. Geburtstag und damit die Altersgrenze für die Altersrente für langjährig Versicherte (ohne den Zusatz “besonders”) erreichte, forderte ihn das Jobcenter auf, diese zu beantragen. Dabei hätte er lebenslang Rentenabschläge von etwa 100,– € im Monat hinnehmen müssen. Vier Monate später hätte er jedoch Anspruch auf die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte gehabt.

BGG erweitert Ausnahmeregeln: Vier Monate Hartz IV bis zu Altersrente

Das BSG hielt es in diesem Fall wegen der hohen Rentenabschläge für unzumutbar, den Betroffenen mit 63 Jahren auf die mit Abschlägen belegte vorgezogene Altersrente zu verweisen.

Eine “zusätzliche Inanspruchnahme von Grundsicherungsleistungen von vier Monaten bei einer durchschnittlichen Rentenbezugsdauer von gegenwärtig nahezu 20 Jahren [sei] so kurz, dass der Verweis auf eine dauerhaft geminderte Altersrente einem Leistungsberechtigten nicht zuzumuten” sei. Das Gericht vermied allerdings eine Festlegung, ob das auch dann gilt, wenn der ALG-II-Bezieher fünf oder sechs Monate bis zur abschlagfreien Rente für besonders langjährig Versicherte zu überbrücken gehabt hätte.

Bedürftigkeit im Alter soll möglichst vermieden werden

Es gibt darüber hinaus eine Reihe von weiteren Fällen, in denen die Verweisung auf die Altersrente nach der Unbilligkeitsverordnung als unbillig gilt. Vor allem soll seit Anfang 2017, als die Verordnung geändert wurde, möglichst vermieden werden, dass ältere Beziehende von Leistungen nach dem SGB II durch den vorzeitigen Rentenantrag zu Sozialhilfebeziehenden werden.

Seitdem muss die vorgezogene Altersrente nicht (mehr) in Anspruch genommen werden, wenn die dann zu erwartende Rente so niedrig wäre, dass sie durch Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter aufgestockt werden müsste. Das gilt, wenn 70% der zu erwartenden Altersrente bei Erreichen der regulären Altersgrenze den aktuellen SGB-II-Regelbedarf des Betroffenen zu dem Zeitpunkt, an dem über die Zwangsrente entschieden wird, unterschreitet. Was das bedeutet, verdeutlicht folgendes Beispiel.

Rechenbeispiel

Eine am 17.9.1954 geborene verheiratete Hartz-IV-Bezieherin erreicht die reguläre Altersgrenze für die Rente am 17.5.2020. Am 17.9.2017 wurde sie 63. Das Jobcenter forderte sie Anfang April 2017 zur Vorlage der aktuellen Rentenauskunft auf, die sie einige Tage später, am 14.4.2017, vorlegte. Sie hatte zu dieser Zeit einen persönlichen Regelbedarf (Regelsatz plus Unterkunftskosten) von 639,– € . Aus ihrem Rentenbescheid ging hervor, dass sie mit 65 Jahren und acht Monaten eine Regelaltersrente von 907,– € erreicht. 70 % davon sind 634,90 €, also weniger als ihr persönlicher Hartz-IV-Gesamtbedarf im April 2017. Sie wurde deshalb nicht aufgefordert, einen Antrag auf vorzeitige Rente zu stellen. Hätte sie eine nur um 10,– € höhere Rente bei Erreichen der Regelaltersgrenze bekommen, müsste sie mit der Zwangsverrentung ab 63 und entsprechenden lebenslangen Rentenabschlägen rechnen.

Bisheriger Ausnahmekatalog bleibt bestehen

Nach der Verordnung ist ein vorzeitiger Rentenantrag auch in folgenden Fällen nicht zumutbar.

Erwerbstätige: Wer sozialversichert beschäftigt oder selbstständig tätig ist und aufstockendes ALG II erhält, darf mit 63 von den Ämtern nicht auf einen Rentenantrag verwiesen werden. Die Erwerbstätigkeit muss jedoch “den überwiegenden Teil der Arbeitskraft in Anspruch nehmen”. Der zeitliche Umfang der Beschäftigung eines Arbeitnehmers mit aufstockendem ALG II muss dabei “mindestens die Hälfte der im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit möglichen Arbeitszeit in Anspruch nehmen”, so die fachlichen Hinweise der Bundesagentur für Arbeit.

Bevorstehende Erwerbstätigkeit: Auch diejenigen, die durch Vorlage eines Arbeitsvertrags oder einer verbindlichen Einstellungszusage glaubhaft machen, dass sie in nächster Zukunft eine Erwerbstätigkeit aufnehmen werden, dürfen in der Regel mit 63 nicht aufgefordert werden, eine Rente zu beantragen.

Bezieher von ALG II plus ALG I: Arbeitslosengeld II wird oft auch als Aufstockung eines niedrigen Arbeitslosengelds I gezahlt. Reicht die Versicherungsleistung ALG I der Arbeitsagenturen nicht aus, um den Lebensunterhalt zu decken, besteht häufig zusätzlich Anspruch auf ALG II. Auch in diesen Fällen besteht keine Pflicht zur vorzeitigen Rente.

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Quelle: BGH lockert Zwangsrente für Hartz-IV-Bezieher

Junior Professional „Komplette Diskriminierung des Meistertitels“

Ein Bundesratsausschuss will für Meister den alternativen Titel „Junior Professional“ einführen. handwerk.com-Leser sind empört.

Auf einen Blick:

  • In der Diskussion um die Reform des Berufsbildungsgesetzes hat ein Ausschuss des Bundesrates mit einem neuen Vorstoß für Aufsehen gesorgt.
  • Als Ergänzung zum Meistertitel plädiert das Ländergremium für die Einführung der Bezeichnung „Junior Professional“.
  • Dieser Vorschlag bewegt viele Leser von handwerk.com. In Leserbriefen üben sie vor allem Kritik. Ein Überblick.

In die Diskussion um die mögliche Einführung des „Bachelor Professional“ hat sich auch der Kulturausschuss des Bundesrates eingeschaltet. Das Ländergremium lehnt diese Bezeichnung als Ergänzung zum Meister ab. Mit dem „Junior Professional“ haben die Politiker einen neuen Vorschlag ins Spiel gebracht. Das kritisiert nicht nur der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Auch viele handwerk.com-Leser sind empört.

Den Bachelor Professional als Ergänzung zum Meistertitel hält ein Bundesratsausschuss für verfassungswidrig und macht einen neuen Vorschlag. Das Handwerk reagiert mit Unverständnis.

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Vorbehalte von Eltern: Neuer Titel hilft dem Handwerk nicht

Elektromeister Christoph Blum gehört zu den Handwerkern, die den Vorschlag des Ländergremiums kritisch sehen. Er empfindet den Begriff „Junior Professional“ als „Abqualifizierung“. Und genau das sieht er vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftemangels und der Einstellung vieler Eltern problematisch. „Grundsätzlich halten alle Eltern heute ihren Nachwuchs für so ambitioniert, dass nur der höchste Schulabschluss in Frage kommt“, meint Blum. Die neue Bezeichnung wäre nur „eine weitere Bestätigung, diesen Ausbildungsweg auf keinen Fall zu empfehlen“, fürchtet der Meister.

Diskriminierung und Herabwertung des Meistertitels

Auch Galvaniseur- und Metallschleifermeister Michael Pohl ist wenig begeistert. Der Begriff „Meister“ sei bislang aussagekräftig genug gewesen. Der Geschäftsführer eines Berliner Betriebes versteht nicht, warum im Zuge der Europäisierung „jetzt alle Bachelor oder sonst wie heißen“ müssten. Die Bezeichnung „Junior Professional“ sieht er als „komplette Diskriminierung des Meistertitels“. Sollte sich der Bundesratsausschuss mit seinem Vorschlag durchsetzen, ist für Pohl schon klar, was er tun wird: „Heute – nach 24 Jahren als Meister – würde ich es mir verbitten, ‚Junior‘ genannt zu werden“, schreibt der Unternehmer.

 

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Quelle: „Komplette Diskriminierung des Meistertitels“

Mittagsschlaf im Büro: Wie Berufstätige im Job Nickerchen machen

Ich bin dann mal kurz schlafen, lieber Chef: So könnte die Abschiedsformel lauten, mit der sich Arbeitnehmer in ihre Mittagspause verziehen – zum Nickerchen. Genau dafür sollen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern längere Auszeiten zur Mittagszeit ermöglichen, forderte jüngst der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB).

Experten befürworten das ausdrücklich, Schlafforscher Alfred Wiater etwa empfiehlt als besten Ort für ein Nickerchen: “Ein ruhiger Raum, gedimmtes Licht, eine Liege.”

Ein Schläfchen am Arbeitsplatz, wie soll das gehen?

Das wollten wir von Ihnen wissen. Machen Sie ein Nickerchen – und wenn ja, wohin gehen sie dafür? Wir haben Sie gebeten, uns per E-Mail davon zu berichten – und veröffentlichen hier eine Auswahl Ihrer Einsendungen.

Christian Kölbel arbeitet in einem Krankenhaus. Er schreibt:

“Seit vielen Jahren halte ich gegen 14 Uhr einen regelmäßigen Mittagsschlaf von maximal 20 Minuten auf einer Untersuchungsliege in meinem Büro. Das Telefon wird abgestellt; ich bin für niemanden zu sprechen. Danach bin ich frisch und gestärkt und kann meinen elf- bis zwölfstündigen Arbeitstag gut absolvieren. Meine Kollegen und Mitarbeiter wissen davon und respektieren meine Siesta.”

Yasmin Heisler hat sich digitale Hilfe geholt, um ihren Mittagsschlaf genießen zu können:

“Ich habe eine Powernap-App und suche mir für etwa 16 Minuten einen nicht genutzten Besprechungsraum. Dort lehne ich mich mit Nackenkissen, Schlafbrille und In-Ear-Kopfhörer zurück und folge der 15-minütigen Hypnose. Ich kann mittlerweile total entspannen. Danach bin ich wieder fit für die zweite Hälfte des Tages. Meine Kollegen wissen davon, finden das gut – aber bislang macht keiner mit.”

Ein IT-Manager aus Dresden will seinen richtigen Namen nicht veröffentlicht wissen. Er arbeitet neun bis zehn Stunden pro Tag in einem Großraumbüro – und schreibt:

“Jeden Tag ist meine Mittagspause 90 Minuten lang. 60 Minuten wird gegessen und gequatscht und 30 Minuten sind für die Siesta reserviert. Ich versuche, in dieser Zeit auf meinem Büro-Stuhl mithilfe von lauter Musik und einer Augenbinde ‘wegzunicken’. Dafür brauche ich zehn bis 20 Minuten.

Ich muss laute Musik ohne Gesang hören. Am besten funktioniert schnelle, klassische Musik. Gespräche sollten nicht zu hören sein, Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung sind sehr hilfreich. Danach einen Kaffee und noch etwas Zeitvertreib im Internet. Fertig, ich bin wieder 100 Prozent fit!

Ich merke, dass ich in puncto Konzentration und Effektivität vor allem zwischen 13 und 15 Uhr, aber auch nach 17 Uhr meinen Mitarbeitern überlegen bin.

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Quelle: Mittagsschlaf im Büro: Wie Berufstätige im Job Nickerchen machen – SPIEGEL ONLINE

Krank im Urlaub

Endlich im Urlaub und dann das: statt am Pool zu relaxen mit Fieber im Bett. Wenn Arbeitnehmer im Urlaub krank werden, ist das für sie nicht nur ärgerlich, sondern wirft grundsätzlich auch die Frage nach den arbeitsrechtlichen Folgen auf. Gleiches gilt für die Situation, wenn der Mitarbeiter bereits vor dem Urlaub arbeitsunfähig erkrankt, aber dennoch in den Urlaub fahren möchte. Denn Arbeitsunfähigkeit und Urlaub schließen sich grundsätzlich aus.

Urlaubsanspruch nach Krankheit im Urlaub: Tage zählen nicht zum Urlaub

Wenn der Arbeitnehmer tatsächlich im Urlaub krank wird, werden diese Tage gemäß § 9 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) nicht auf den Jahresurlaub angerechnet – vorausgesetzt, der Arbeitnehmer kann seine Arbeitsunfähigkeit durch ein ärztliches Attest nachweisen. Arbeitsunfähig ist der Arbeitnehmer dabei nicht wegen jeder Krankheit, sondern nur, wenn die Erkrankung ihn theoretisch auch an der Ausübung seiner spezifischen Arbeit hindern würde.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Ärztliches Attest bei Krankheit im Urlaub

Arbeitnehmer, die im Urlaub tatsächlich arbeitsunfähig erkranken, müssen zwingend ein ärztliches Attest bei einem Arzt am Urlaubsort einholen – zumindest, wenn die Krankheitstage nicht auf den Jahresurlaub angerechnet werden sollen. Der Arbeitnehmer kann in diesem Fall Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall verlangen. Daher gelten auch bei Krankheit im Urlaub die entsprechenden Nachweispflichten. So muss der Arbeitnehmer den Arbeitgeber bei Beginn einer Arbeitsunfähigkeit auch aus dem Urlaub im Ausland so schnell wie möglich informieren über:

  • die Arbeitsunfähigkeit an sich,
  • deren voraussichtliche Dauer und
  • die Adresse am Aufenthaltsort.

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Quelle: Krank im Urlaub | Personal | Haufe

Gendergerechte Stellenanzeigen – “Stern und Unterstrich sind gar nicht sinnvoll” 

Die Psychologin Bettina Hannover hat untersucht, inwiefern sich männliche und weibliche Jobtitel auf die Berufswahl von Kindern auswirken.

SZ: Frau Hannover, was ist falsch an dem Begriff Ingenieur?

Bettina Hannover: Der Begriff ist nicht falsch, aber er adressiert nur die Hälfte der Menschen, die sich möglicherweise für den Beruf interessieren, nämlich männliche Personen. Menschen lernen zwar in ihrer sprachlichen Sozialisation, dass das generische Maskulinum Gruppen von Personen meint, zu denen auch Frauen gehören können. Aber wenn man sich kognitionspsychologische Untersuchungen anschaut, bei denen man beispielsweise anhand der Reaktionszeiten betrachtet hat, wie Menschen mit einer solchen Information umgehen, dann zeigt sich, dass sie eine komplexe kognitive Operation vornehmen müssen, um sich tatsächlich beide Geschlechtergruppen vorzustellen.

Was bedeutet das für Berufsbezeichnungen in Stellenanzeigen?

Arbeitgebende kommunizieren durch Stellenbezeichnungen auch Erwartungen. Eine Stellenanzeige, in der nur das generische Maskulinum verwendet wird – das ist ja nicht mehr gestattet seit 2006 -, würde ganz klar signalisieren: Wir denken eher an männliche Personen. Dadurch fühlt sich eine Frau, die das liest, weniger angesprochen.

Inwiefern beeinflussen Berufsbezeichnungen die Berufswahl?

Das haben wir bei Grundschulkindern untersucht. Die Lehrerinnen haben den Kindern bestimmte Berufe vorgestellt und dabei entweder das generische Maskulinum verwendet, haben also beispielsweise gesagt: “Ingenieure sind Leute, die Autos erfinden und bauen.” Oder sie haben gesagt: “Ingenieure und Ingenieurinnen sind Leute, die Autos erfinden und bauen.” Danach haben wir die Kinder gefragt, ob sie sich selber vorstellen könnten, einen solchen Beruf einmal zu ergreifen und ob sie glauben würden, in einem solchen Beruf erfolgreich sein zu können. Es zeigte sich, dass die weibliche Form bei den Mädchen dazu führte, dass sie häufiger angaben, einen solchen Beruf selber ergreifen zu wollen und auch zuversichtlicher waren, dass sie darin erfolgreich sein könnten.

Fühlen sich Jungen und Männer umgekehrt von der weiblichen Form abgeschreckt?

Tatsächlich ist das nicht der Fall. Untersuchungen zeigen eigentlich immer nur Effekte auf Mädchen und Frauen. Es sei denn, es geht um eine Domäne, in der Männer selber eine Minorität darstellen. Wenn für eine Tätigkeit in der Geburtshilfe in der Stellenausschreibung stünde: “Wir suchen eine Hebamme”, dann würde ein Mann seine Chancen für sehr viel geringer halten, als wenn formuliert würde: “Wir suchen einen qualifizierten Mann/eine qualifizierte Frau, der/die in der Geburtshilfe folgende Aufgaben übernimmt.” Arbeitgebende kommunizieren mit Stellentiteln, welche Personen sie sich vorstellen, und beeinflussen damit die Erwartungen der Bewerberinnen und Bewerber.

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Quelle: Gendergerechte Stellenanzeigen – “Stern und Unterstrich sind gar nicht sinnvoll” – Karriere – Süddeutsche.de

Deutscher Arbeitsmarkt: Auch die Autoindustrie stellt noch ein

Aus der deutschen Industrie kommen die schlechten Nachrichten derzeit Schlag auf Schlag. Die beiden wichtigsten Branchen, der Maschinenbau und die Automobilindustrie, haben ihre Prognosen für das laufende Jahr nach unten korrigiert und rechnen nun sogar mit einem Produktionsminus. Der Chemiekonzern BASF musste seine Gewinnprognose drastisch anpassen, was als ein Warnzeichen für die gesamte Wirtschaft interpretiert wurde, weil die Produkte aus der Chemieindustrie in vielen Branchen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus rechnen die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes damit, dass die Kurzarbeit in den kommenden Monaten wieder steigen wird.

Zumindest mit Blick auf die Beschäftigten in der Industrie ist von einer Krise bislang allerdings noch nichts zu spüren. Zwar ist ihre Zahl im Mai nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vormonat minimal um 0,1 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat allerdings steht ein Plus von 1,4 Prozent. Damit sind in der deutschen Industrie jetzt knapp 5,7 Millionen Menschen tätig. Und: Selbst in kriselnden Branchen wie dem Maschinenbau, der Chemie- und der Autoindustrie ist die Zahl der Beschäftigten weiter gestiegen (siehe Graphik).

Am stärksten hat die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresmonat in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+ 3 Prozent) zugelegt. Überdurchschnittlich erhöhte sie sich auch in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (+ 2,1 Prozent), im Maschinenbau (+ 1,9 Prozent) und in der Herstellung von Metallerzeugnissen (+ 1,8 Prozent). Einen Beschäftigtenrückgang gab es dagegen in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (- 1,1 Prozent).

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Quelle: Deutscher Arbeitsmarkt: Auch die Autoindustrie stellt noch ein

Audi-Ermittlungen: KBA wurde gezielt betrogen 

Der Audi-Konzern hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) noch mehr als zwei Jahre nach der Aufdeckung des Dieselskandals in den USA betrogen und das wahre Ausmaß der Abgasmanipulation in Europa verschleiert. Audi hat nicht nur eigene Erkenntnisse über verbotene Software in den Fahrzeugen zurückgehalten, sondern auch Dokumente manipuliert und Messergebnisse kritischer Fahrzeuge vertuscht.

Das geht aus mehr als hundert Ordnern Ermittlungsakten – die der SPIEGEL auswerten konnte – der Staatsanwaltschaft München II hervor. Die Behörde ermittelt seit mehr als zwei Jahren gegen den Autobauer.

Hintergrund für die Vertuschung war offenbar die Angst vor einem Produktionsstopp für viele Dieselmodelle in Europa. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Ex-Audi-Chef Rupert Stadler, er habe nach der Aufdeckung des Dieselskandals in den USA lange keine systematische Untersuchung der EU-Modelle durchgeführt, obwohl es Hinweise auf illegale Funktionen gegeben hatte.

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Quelle: Audi-Ermittlungen: KBA wurde gezielt betrogen – SPIEGEL ONLINE

Wenn Fachidioten Bewerbungstipps geben.

Der Gegner der normalen Online-Bewerbung heißt Applicant Tracking System. Also ein System, dass Bewerbungen einscannt und bis zu einem gewissen Grad auch beurteilt.
Nun gibt eine international bekannte und sehr große Personalvermittlung Tipps für Kandidaten, wie man dafür sorgen kann, dass die eigene Bewerbung gut im “System” ankommt.

Und einer der wichtigsten Hinweise lautet: “Prüfen Sie genau, welche Dateiformate das ATS des Bewerberportals akzeptiert und es korrekt lesen kann. Passen Sie Ihre Online-Bewerbung entsprechend an.”

Kann mir da mal bitte jemand helfen?