3 x geschieden, 5 Kinder (8/12/14, 16, 23), katholisch

Stellen Sie sich vor,
Sie befinden sich auf der Partnersuche, schauen sich einige Anzeigen / Profile im Internet an und lesen:

3x geschieden, 5 Kinder (schulpflichtig), katholisch………………………

Jetzt würde ich gerne Ihre Gedanken lesen :-).

Machen wir uns nichts vor,
man kann der suchenden Dame oder dem Herrn nur empfehlen, die Überschrift und den Inhalt so zu gestalten, dass man Lust auf eine Begegnung hat. In der Wirtschaft wird es auch so gemacht. Man macht dem Kunden Appetit, oder nennen wir es doch so: „man füttert ihn an“. Dabei sollten sie aber zu den getroffenen Aussagen stehen können, denn spätestens im Vorstellungsgespräch müssen die Karten auf den Tisch gelegt werden.

Kommen wir nun zum eigentlichen Thema:
►die Bewerbung◄

Eine „ordentliche“ Bewerbung umfasst ein Anschreiben, den Lebenslauf und die dazugehörigen Zeugnisse. Oft kann man am Anschreiben erkennen, das dem Verfasser die Worte gefehlt haben und er ohne groß darüber nachzudenken, einfach die Seite mit Floskeln “gefüllt” wurde.

Man liest dann:
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„Während meiner Ausbildung und meines bisherigen beruflichen Werdeganges habe ich umfangreiche Erfahrungen in verschiedenen Unternehmen gesammelt und suche jetzt eine neue berufliche Herausforderung.
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„Ich möchte mein in 30 Jahren erworbenes Wissen gern in Ihre  Firma einbringen und zu Ihrem Erfolg beitragen. Ich arbeite mich schnell in neuen Aufgaben ein, arbeite gern in einem Team, ich bin kommunikativ und analytisch, ich arbeite selbstständig und effizient, bin sehr gewissenhaft, ausdauernd, flexibel und lösungsorientiert.“
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„Sollte ich Ihr Interesse mich näher kennen zu lernen geweckt haben, wäre weiterführend ein persönliches Gespräch zur intensiveren Vorstellung meiner Person bzw. meiner Fähigkeiten gut geeignet. Ihrer geschätzten Antwort sehe ich daher mit großem Interesse entgegen.

Lesen Sie auch:  In welcher Sprache bewerbe ich mich richtig?

Ich bin momentan sofort verfügbar.“

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Manch ein Personalentscheider würde sich gern das Lesen solcher Zeilen ersparen. Und blättert er jetzt wirklich um, um den Lebenslauf anzuschauen, wird er eventuell durch Ihre persönlichen Daten sofort darauf gestoßen, dass Sie wirklich Jahrgang 1963 sind, 5 Kinder haben, katholisch und geschieden sind.

Geht das vielleicht auch etwas anders? So wie es Marketingstrategen tun?
In den wenigsten Fällen interessieren sich Personalentscheider für die privaten Lebensumstände der Mitarbeiter oder Bewerber. In den meisten Fällen reicht es, den Namen, die Kommunikationsdaten und das Geburtsdatum anzugeben.

Hier ist weniger, einfach mehr. Und es ist gut für Sie.  

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