Altenpfleger verdienen immer noch zu wenig 

Altenpfleger verdienen immer noch zu wenig 

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Die Löhne steigen, aber nicht schnell genug: Altenpfleger werden in Deutschland deutlich schlechter bezahlt als andere Erwerbstätige – und als andere Beschäftigte in der Pflege.

Während Fachkräfte der Gesundheitspflege in Krankenhäusern im Mittel etwa 3.340 Euro brutto im Monat verdienen, kamen Fachkräfte in der Altenpflege 2017 auf lediglich etwa 2740 Euro brutto für eine Vollzeitstelle.

Das entspricht etwa 85 Prozent des mittleren Verdienstes aller Berufsgruppen, heißt es in einer neuen Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung. Zwischen 2012 und 2017 stiegen die Löhne der 1,3 Millionen Beschäftigten in der Altenpflege demnach zwar um gut 15 Prozent und damit stärker als in vielen anderen Branchen. Dennoch ist der Rückstand auf die anderen Berufsgruppen weiter groß.

  • Besonders niedrig sind demnach die Löhne von Hilfskräften in der Altenpflege, die im Mittel bei 1940 Euro liegen.
  • Zudem unterscheidet sich die Bezahlung je nach Arbeitsplatz: Altenpflegekräfte in Krankenhäusern verdienen aufgrund von Tarifverträgen besser als Beschäftigte in Senioreneinrichtungen.
  • Am niedrigsten sind die Löhne in der ambulanten Altenpflege, wo besonders selten nach Tarif gezahlt wird.

Die Einkommen für eine Vollzeitstelle liegen hier unter 1560 Euro monatlich und damit im Bereich des Mindestlohns. “Eine Zahl, die an Brisanz gewinnt, verdeutlicht man sich, dass 67 Prozent der Hilfskräfte in der Altenpflege in Teilzeit arbeiten und deshalb noch einmal niedrigere Einkommen erzielen”, sagt Studienautorin Michaela Evans.

Quelle: Altenpfleger verdienen immer noch zu wenig – SPIEGEL ONLINE

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