Amazon: Rassismus im Betriebsrat?

Der Betriebsrats-Vize eines deutschen Amazon-Standorts muss wegen rassistischer Äußerungen eine Geldauflage zahlen. Handelt es sich um ein Missverständnis?

Der Vize-Vorsitzende des Betriebsrats am Amazon-Standort in Graben bei Augsburg soll sich mehrfach rassistisch geäußert haben, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Im Oktober 2018 soll er in einer Diskussion über den hohen Ausländeranteil im Gremium und bei Amazon gesagt haben, dass sich „jeder Deutsche einen Ausländer halten“ solle, und zwar „wie einen Hund“. Kurze Zeit später soll er einem Gremiumsmitglied mit afrikanischer Herkunft nahegelegt haben, erst einmal richtig Deutsch zu lernen. Das Gremiumsmitglied und ein weiteres Betriebsratsmitglied beschwerten sich deshalb beim Personalchef und forderten die fristlose Kündigung des Betriebsrats-Vizes.

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Da der mutmaßliche Rassist lediglich eine Ermahnung bekam, zeigten die Betriebsräte ihn bei der Polizei an. Der Fall ging vor Gericht. Weil der Betriebsrats-Vize abgesehen davon nie ein Problem verursacht hatte, wird das Verfahren nun gegen eine Geldauflage eingestellt. Er muss einem Verein, der sich um die Integration von Geflüchteten kümmert, 2.500 Euro zahlen.

Angeklagter streitet Vorwürfe ab

Der angeklagte Vize-Vorsitzende entschuldigte sich laut Protokoll in der nächsten Betriebsratssitzung und beteuerte vor Gericht, kein Rassist zur sein. Er habe bereits mehreren ausländischen Mitarbeitern geholfen. Seine Aussage sei außerdem missverstanden worden; er habe damit gemeint, dass jeder Deutsche einen Geflüchteten bei sich zu Hause unterbringen solle.

Mehrere Zeugen, die in der damaligen Sitzung anwesend waren, bleiben allerdings dabei, die eindeutig rassistischen Worte gehört zu haben. Der Personalchef verteidigt weiterhin den Angeklagten und meint, in einer internen Befragung

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Quelle: Amazon: Rassismus im Betriebsrat?

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