Arbeit auf Abruf: Wie wird das geregelt?

Arbeit auf Abruf: Wie wird das geregelt?

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Immerhin 4,5 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland arbeiten auf Abruf. Das geht aus einer Studie des IAB hervor. Vor allem unter Mini-Jobber in Gastronomie und Handel ist diese Arbeitsform weit verbreitet. Welche Vorgaben Arbeitgeber bei diesem flexiblen Mitarbeitereinsatz beachten müssen.

Der Anteil der Beschäftigten, die auf Abruf arbeiten, ist im Vergleich zum Jahr 2015 leicht gesunken, so die Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (Halle). Allein unter den Mini-Jobbern ist der Anteil jedoch wesentlich höher: Zwölf Prozent von ihnen jobben nur dann, wenn der Chef anruft, weil er Verstärkung im Betrieb benötigt.

Am stärksten verbreitet ist Arbeit auf Abruf in Lebensmittel- und Gastgewerbeberufen, stellte das IAB fest. “Hier dürften vor allem Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe betroffen sein, in denen plötzliche Schwankungen der Geschäftstätigkeit nicht untypisch sind”, schreiben die Arbeitsmarktforscher in ihrer Studie. Eine größere Rolle spiele diese Form des flexiblen Mitarbeitereinsatzes auch bei Sicherheitsberufen, etwa privaten Sicherheitsdiensten.

Arbeit auf Abruf: nur einseitig flexibel?

Die Arbeitsmarktforscher beurteilten die Arbeit auf Abruf zwiespältig. Sie biete dem Arbeitgeber zwar große Flexibilität. Allerdings werde für die Betroffenen dadurch die Grenze zwischen Arbeit einerseits und Familie und Freizeit andererseits “durchlässiger”. Diese Grenze sei aber wichtig für die Erholung der Beschäftigten.

Die regelmäßige Befragung von 25.000 Beschäftigten, auf der die Studie basiert, habe diese Vermutung bestätigt: Betroffene sehen mit der Arbeit auf Abruf ihre “Lebens- und Arbeitszufriedenheit” beeinträchtigt.

Arbeit auf Abruf ist flexible Teilzeitarbeit

Für Arbeitgeber gibt es konkrete rechtliche Vorgaben: Grundsätzlich ist die sogenannte “Arbeit auf Abruf” eine Form der flexiblen Teilzeitarbeit und gesetzlich in § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) geregelt. Dabei wird die Arbeitszeit nicht auf der Grundlage eines bestimmten Arbeitszeitmodells geleistet, sondern kurzfristig nach dem jeweiligen betrieblichen Bedarf durch den Arbeitgeber eingeteilt. Dieser ist jedoch nicht völlig frei in der Gestaltung, sondern hat die Vorgaben des § 12 TzBfG zu beachten.

So müssen die Vertragsparteien im Arbeitsvertrag ein bestimmtes Arbeitszeitvolumen – quasi eine Untergrenze – vereinbaren. Grundsätzlich ist dabei die zeitliche Bemessungsgrenze frei wählbar. Arbeitgeber und Mitarbeiter können also eine tägliche, wöchentliche oder jährliche Arbeitszeit vereinbaren.

Um den vollständigen Text zu lesen, folgen Sie bitte dem Link…..

Quelle: Arbeit auf Abruf: Wie wird das geregelt? | Personal | Haufe

 

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