Arbeitsrecht: Vorgaben zum Aussehen 

Arbeitsrecht: Vorgaben zum Aussehen 

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Beim äußeren Erschei­nungs­bild von Mit­ar­bei­tern möchten Arbeit­geber gerne ein Wort mit­reden. Das betrifft Vor­gaben zum Aus­sehen von Haaren, Fin­ger­nä­geln oder der Dienst­klei­dung: In welchen Fällen dies auf­grund des Wei­sungs­rechts arbeits­recht­lich zulässig ist – ein Über­blick.Zu klein, zu dick, zu viele Tattoos oder Pier­cings für einen Job? Immer wieder landen Aus­ein­an­der­set­zungen zwi­schen Arbeit­geber und Arbeit­nehmer vor Gericht, bei denen es um das Erschei­nungs­bild geht. Erst kürz­lich hatte das Arbeits­ge­richt Aachen zu ent­scheiden, ob der Arbeit­geber dem Per­sonal im Alten­heim Vor­gaben zum Aus­sehen machen durfte – konkret zur Länge und zum Aus­sehen der Fin­ger­nägel einer Mit­ar­bei­terin. Das Gericht ent­schied: keine langen Fin­ger­nägel bei der Arbeit mit Senioren und bestä­tigte das Direk­ti­ons­recht. Ganz grund­sätz­lich geht es immer um eine Abwä­gung zwi­schen dem Wei­sungs­recht des Arbeit­ge­bers im Ver­hältnis zum grund­ge­setz­lich geschützten Per­sön­lich­keits­recht des Mit­ar­bei­ters.Wie weit darf der Arbeit­geber das Aus­sehen vor­geben?Grund­sätz­lich ist jeder Mit­ar­beiter erst einmal frei in der Ent­schei­dung, was er anzieht oder wie er aus­sieht. Das Direk­ti­ons­recht des Arbeit­ge­bers kann aber auch Vor­gaben zum Aus­sehen beinhalten – vor­aus­ge­setzt, es gibt eine gute Begrün­dung. Wenn also hygie­ni­sche Gründe es erfor­dern oder Sicher­heits­vor­schriften ein­ge­halten werden müssen, darf der Arbeit­geber Arbeits­klei­dung vor­schreiben oder bei­spiels­weise Pier­cings oder lange Fin­ger­nägel ver­bieten. Auch Vor­gaben, die ein ein­heit­li­ches äußeres Erschei­nungs­bild vor­schreiben, sind in der Regel wirksam, wie das Tragen von Dienst­uni­formen oder von Klei­dung mit Unter­neh­mens­logo.

Quelle: Arbeitsrecht: Vorgaben zum Aussehen | Personal | Haufe

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