Berlin: „Solo-Selbstständige“ schuften im Luxus-Kaufhaus

Berlin: „Solo-Selbstständige“ schuften im Luxus-Kaufhaus

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Mehrere Hundert Verkäufer arbeiten in Berliner Luxus-Kaufhäusern ohne Arbeitsvertrag und Angestelltenverhältnis: Als „Solo-Selbstständige“ müssen sie auf eigene Rechnung arbeiten, weil ihre Arbeitgeber die Sozialabgaben sparen wollen.Das berichtet der „Berliner Kurier“ unter Berufung auf eine Mitteilung der Gewerkschaft Ver.di.Demnach müssen Mitarbeiter von Weinabteilungen Rechnungen über „Weinproben“ schreiben, obwohl sie ganz gewöhnliche Jobs in Kaufhäusern machen. Vom Mindestlohn können die Ein-Mann-Betriebe nur träumen, von Tarifgehältern ganz zu schweigen, so Ver.di.Hinzu komme, dass Betroffene ihre Kranken- und Pflegeversicherung komplett selbst zahlen müssen, weil es keinen Arbeitgeberanteil gibt. Das treibe einige in Schulden, klagt die Gewerkschaft.Spätestens im Alter droht den „Solo-Selbstständigen“ ein böses ErwachenVon den 2,34 Millionen Selbstständigen in Deutschland, die keine Angestellten haben („Solo-Selbstständige“), verdient ein Viertel umgerechnet weniger als den Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde, hatte das DIW Berlin 2016 in einer Studie für das Bundesarbeitsministerium ermittelt. Bei solchen Hungerlöhnen bleibt für die Altersvorsorge kein Geld übrig, irgendwann droht Hartz IV oder Grundsicherung im Alter.

Quelle: Berlin: „Solo-Selbstständige“ schuften im Luxus-Kaufhaus – FOCUS Online

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