Bewerber darf man nicht allgemein nach Vorstrafen fragen

Der Chef darf im Vorstellungsgespräch nicht nach irgendwelchen Vorstrafen fragen. Er kann nach Ansicht des Arbeitsgerichts Bonn nur solche Informationen einholen, die für die konkrete Stelle relevant sind.

Ein Dauerbrenner im Arbeitsrecht ist die Frage, welche Informationen ein Arbeitgeber beim Vorstellungsgespräch einholen darf, wie der Bewerber auf unerlaubte Fragen reagieren kann und welche Konsequenzen daraus folgen. Ein Klassiker ist die Frage nach Vorstrafen und laufenden Ermittlungsverfahren.

Dazu sagt das Arbeitsgericht Bonn: Es ist nicht erlaubt, einen Bewerber im Vorstellungsgespräch ganz allgemein nach Vorstrafen und Ermittlungsverfahren zu fragen. Das verletzt das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Grundsätzlich sind nur Informationen zu Vorstrafen abzufragen, die für den Arbeitsplatz wichtig sein können. Anderenfalls darf der Kandidat lügen.

Der Fall

EIn junger Mann bewarb sich um ein Ausbildungsverhältnis zur Fachkraft für Lagerlogistik. Beim Einstellungsverfahren füllte er ein “Personalblatt” aus. Darin gab es die Frage nach “Gerichtlichen Verurteilungen / schwebende Verfahren”. Er kreuzte die Antwortmöglichkeit “Nein” an, obwohl er wusste, dass gegen ihn ein Strafverfahren wegen Raubes lief.

Er bekam den Ausbildungsplatz, aber ein Jahr später musste er eine Haftstrafe antreten. Als er das seinem Chef mitteilte, löste dieser den Ausbildungsvertrag auf wegen arglistiger Täuschung.

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Quelle: Bewerber darf man nicht allgemein nach Vorstrafen fragen

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