Bewerbung: hören Sie mal auf dabei zu denken

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Einer der schlimmsten Momente wenn man sich bewirbt ist die Entscheidung, die Taste „senden“ zu betätigen. Ich kann mich selbst daran erinnern, wie oft ich eingehalten habe und versucht habe noch etwas am Text zu optimieren. Letztendlich kam es in vielen Fällen zu Verschlimmbesserungen. Aus heutiger Sicht hat mir jemand gefehlt, mit dem ich die Bewerbung inhaltlich hätte diskutieren können. Nicht die eigene Frau, die Kinder oder gute Freunde, die sich nicht trauen, einem die Wahrheit zu sagen. Oder denen man selbst es ganz einfach nicht zutraut, eine Bewerbung beurteilen zu können.

Nein, eine fremde Person sollte es sein. Eine die bei Bedarf den Streit beherrscht. Schließlich wollen Sie vom TÜV für das Auto auch keine Gefälligkeitsplakette, denn es sollte schon verkehrssicher sein.

Wenn wir Bewerbungsunterlagen unserer Kandidaten lesen, entsteht auch oft der Eindruck, als habe sich der Kandidat im Kreis gedreht. Das was man zu lesen bekommt, würde unter normalen Umständen nie aus dem Mund der Kandidaten kommen. Franz Kafka sagte:“ Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man.“ Recht hat er.

Seien Sie mutig und drücken die „Sende-Taste“. Oder bewerben Sie sich einfach mal ein paar Tage nicht, wenn der Kopf gerade nicht frei ist.

Jetzt denken Sie bestimmt, dass es für mich einfach ist, solche Empfehlungen auszusprechen. Schließlich sitze ich auf der anderen Seite und muss nur kritisieren, wenn es darauf ankommt.

Aber so leicht ist es nicht. Wir haben auch Verantwortung zu tragen. Für den Verein, die Mitarbeiter, die Kandidaten und die Unternehmenskunden. Aber auch für jeden von uns persönlich gilt es gesund zu bleiben, das Einkommen zu sichern und tausend andere Dinge auch noch.

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Deswegen – ohne genau einschätzen zu können, ob der Text perfekt ist, drücke ich jetzt auf „veröffentlichen“.