Bewerbung: vergessen Sie die Suche nach dem Ansprechpartner

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Mich irritiert es immer mehr, wenn ich ständig lese, man sollte keine Bewerbung versenden, ohne den Ansprechpartner zu kennen. Noch schlimmer raten Fachleute dazu, den Ansprechpartner durch ein Telefonat im Unternehmen zu finden und dies gleich damit zu verbinden, ganz gezielt  Fragen zum Job zu stellen. Oder es wird behauptet, so zeige man Interesse für das Unternehmen.

Meine Meinung?
Wenn Sie den Ansprechpartner kennen, dann benutzen Sie den Namen auch als Anrede. Kennen Sie den Namen nicht, dann lassen Sie es. Verwenden Sie „Sehr geehrte Damen und Herren“ oder andere vernünftige Anreden, die zur Verfügung stehen.

Warum?
Stellen Sie sich vor, Sie sind Chef eines Unternehmens oder zumindest Leiter der Personalabteilung. In diesen verantwortungsvollen Positionen ist man wahrscheinlich immer gut ausgelastet. Eventuell ist man auch mal auf Dienstreise oder in Besprechungen.

Und jetzt rufen Sie an und möchten sich über das Sekretariat hinweg bis zum verantwortlichen Entscheider durchkämpfen? Und nicht nur das. Nachdem Sie seinen Namen erfahren haben verwickeln Sie ihn auch noch in ein längeres Gespräch?

Sind Sie der Meinung, dass Sie einen so großen Stein im Brett haben, wenn Sie den Ansprechpartner benennen können und ihn dafür bei einer eventuell wichtigen Tätigkeit unterbrochen haben.?

 

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