Bundesarbeitsgericht: Griff ans Geschlechtsteil führt zur Kündigung

Bundesarbeitsgericht: Griff ans Geschlechtsteil führt zur Kündigung

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Ein kräftiger Griff ans Gemächt des Kollegen, die Bemerkung: “Du hast aber dicke Eier!” Kann schon mal vorkommen? Na ja.Einem Stahlarbeiter aus Bremen war wegen dieses Verhaltens gekündigt worden. Dagegen wehrte er sich vor Gericht. Beim Landesarbeitsgericht in Bremen hatte er recht bekommen: Zwar habe er sich falsch verhalten. Aber weil er seit 23 Jahren ohne Beanstandung bei der Firma arbeitete, hätte als Sanktion eine Abmahnung gereicht. Schließlich habe er mit dem Griff in den Schritt kein sexuelles Interesse verbunden.Das sieht das Bundesarbeitsgericht als höchste Instanz anders – diesen Donnerstag veröffentlichte es sein Urteil: Die absichtliche Berührung der Geschlechtsteile eines anderen gilt immer als sexuelle Belästigung und kann am Arbeitsplatz die Kündigung nach sich ziehen. Auf eine sexuelle Motivation der Berührung kommt es dabei nicht an (Az: 2 AZR 302/16).

Quelle: Bundesarbeitsgericht: Griff ans Geschlechtsteil führt zur Kündigung – SPIEGEL ONLINE

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