Bewerbung & Lust

Begeistert schreibt man in sozialen Netzwerken, dass immer mehr Unternehmen dazu übergehen und kein Anschreiben mehr verlangen, sondern nur noch einen Lebenslauf. Begründet wird es – damit es sich gut anhört – , dass man im Kampf um die Fachkräfte, den neuen Mitarbeitern entgegenkommen will und das Bewerbungsverfahren vereinfachen will.

Ok. Und Sie glauben das jetzt wirklich?

Angenommen das würde wirklich stimmen, denken Sie über folgende Beispiele nach:

  1. Ist es von Vorteil, wenn man statt eines fehlenden Grußes, zumindest einen freundlichen Blick zuwirft?
  2. Ist es von Vorteil, jemanden, die Tür aufzuhalten, wenn man zur gleichen Zeit durchgeht?
  3. Reicht es die Autotüren mit der Fernbedienung zu öffnen, oder hilft man beim Einsteigen?
  4. Sind Sie zufrieden, wenn der Verkäufer Ihnen lieblos das Datenblatt eines Gebrauchtwagens in die Hand drückt, statt persönlich zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung zu stehen?
  5. Angenommen, jemand grüßt Sie. Grüßen Sie zurück?
  6. Und nach dem Sex? Na klar, man dreht sich einfach rum und schläft ein.

Und nun entscheiden Sie bitte nochmals, ob es Ihnen angenehm wäre, einem Unternehmen nur den Lebenslauf zu übersenden. Auch wenn es nur den Lebenslauf fordert. Meinen Sie nicht, dass sich die Gegenseite über etwas mehr Bemühung, Freundlichkeit und Entgegenkommen freut?

Und jetzt kommts…………………………….: Sind Sie wirklich der Meinung, dass Sie mit all den Kratzern und Beulen, die das Leben in Ihrem Lebenslauf zurückgelassen hat, eine Chance auf eine Einstellung zu haben, wenn Sie nur den Lebenslauf einreichen? Oder würden Sie gerne noch über die Möglichkeit verfügen, etwas am Prozess steuern zu können?

Seiten Sie nicht zu naiv. Niemand ist wirklich bestrebt, Ihnen das “Bewerbungsleben” so einfach wie möglich zu machen. Jeder will nur den besten Kandidaten! Und da sind viele Mittel recht, um das Ziel zu erreichen.

Die E-Mail-Bewerbung

Die wahrscheinlich gängigste Variante für eine Bewerbung ist die per E-Mail. Doch die hat ihre Tücken.

Alles kompakt

Personaler wollen sich nicht erst die Anhänge der Bewerbungs-E-Mail einzeln zusammensuchen und Ihre Dateien sortieren, bevor sie sich die Bewerbung überhaupt anschauen.

Erstellen Sie daher unbedingt eine einzige PDF-Datei, die die gesamte Bewerbung in folgender Reihenfolge enthält:

  • gegebenenfalls Deckblatt,
  • Anschreiben,
  • Lebenslauf,
  • Anhang (Zeugnisse, gegebenenfalls Arbeitsproben und Gutachten).

“Bei vielen Einzeldateien fragen Personaler sich schon mal: ‘Wie würde die Person hier arbeiten? Müssen wir ihm oder ihr Grundlagen beibringen?”

Text in der E-Mail

Wichtig: Kopieren Sie nicht das Anschreiben in das Textfeld hinein. Überlegen Sie sich stattdessen einen guten Text für die E-Mail. Es geht hier schließlich um den ersten Eindruck, den der Personaler von Ihnen bekommt.

Sie können hier schreiben, was im Anschreiben nicht vorkommt.
Z.B. “mit Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen und freue mich, Ihnen beigefügt meine Bewerbungsunterlagen zuzusenden.”

Was Sie schreiben, sollte keinesfalls unüberlegt daherkommen oder einen “flapsigen Beigeschmack” haben. Wer nach einer Bewerbung per E-Mail länger nicht erreichbar ist, weil eine Reise geplant ist, sollte nicht schreiben: “Ich feiere meinen echt gelungenen Abschluss im Ausland und bin daher die nächsten Wochen nicht erreichbar.” Auch wenn es wegen eines Auslandsaufenthalts telefonisch schwierig werden könnte, ist jeder eigentlich immer privat per E-Mail erreichbar. Schreiben Sie doch: “Da ich mich bis zum TT.MM.JJJJ im Ausland aufhalte, erreichen Sie mich in dieser Zeit per E-Mail.” Damit bleiben Sie seriös und zeigen außerdem, dass Sie planen können.

Ein geeigneter Schlusssatz? “Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie meine Bewerbung berücksichtigen und mich zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch einladen”.

Drei wichtige Tipps

1. Zeugnisse und Zertifikate immer einscannen, nicht abfotografieren. Und vor allen Dingen gerade und sauber einscannen.

2. Betreffzeile nicht vergessen. Falls nicht anders vorgegeben, können Sie als Betreff schreiben: “Bewerbung für die Stelle als XY”.

3. Empfängeradresse zum Schluss eingeben, um die E-Mail nicht zu früh zu versenden – mit unvollständigem, fehlerhaftem Text oder gar ohne Anhang.

Zum Schluss checken

Kontrollieren Sie vor dem Absenden noch einmal, ob alles enthalten ist:

  • PDF-Datei mit Ihrer gesamten Bewerbung im Anhang,
  • Text im E-Mail-Feld (inklusive Gruß- und Schlussformel).

Wichtig: Was Sie in der E-Mail schreiben, sollte insgesamt sachlich, knapp und prägnant sein.

Ein letzter Tipp: Strapazieren Sie keine fremden Postfächer. Ca. 5 MB sollten für die meisten Bewerbungen vollkommen ausreichend sein. Weniger ist mehr!

Bewerbung? Zuerst einmal Kontoauszüge auf den Tisch?

Preislise

Stellen Sie sich vor, wir würden bei einer Bewerbung die Kontostände von Ihnen erfahren wollen. Ok, das wird wahrscheinlich nicht so schnell passieren. Aber anders herum kommt es in ähnlicher Form schon oft vor.

Oft genug lese ich in Lebensläufen “interne Dinge”, bei denen ich der Meinung bin, man sollte doch etwas Vorsicht walten lassen. Auf der anderen Seite hat das neue Unternehmen aber auch das Interesse zu erkennen, welchen Mitarbeiter man sich gerade “einkauft.”

Der bisherige Arbeitgeber dürfte nicht erfreut darüber sein, dass womöglich noch die Konkurrenz per Bewerbung und Lebenslauf beispielsweise etwas über…

  • Umsätze
  • Investitionen
  • Budgets
  • Einsparungen

…erfährt.

Und letztlich dürfte es dem neuen Arbeitgeber genauso gehen. Denn der muss damit rechnen, dass der Arbeitnehmer in spe bei einem künftigen Ausscheiden vielleicht wieder genauso offenherzig mit Betriebsinterna umgeht. Nicht zuletzt existiert so etwas wie eine Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers.

Wie Sehen Sie das?
Und vor allen Dingen, wie lösen Sie dieses Problem?
Denn schließlich wollen Sie sich ja gut verkaufen!

Haben Sie nicht zu viel Respekt vor Stellenausschreibungen.

Machen Sie sich bewusst, dass die Anforderungsprofile in Stellenanzeigen quasi eine Art Wunschzettel des Unternehmens sind: Hier wird oft einfach alles aufgelistet, was man meint, irgendwie und irgendwann gebrauchen zu können. Und wie schon beschrieben, ist Unternehmen bei neuen Positionen oft selbst noch nicht vollständig klar, welche Qualifikationen der neue Mitarbeiter mitbringen muss. Lassen Sie sich von ellenlangen Anforderungsprofilen also nicht ins Bockshorn jagen. Wichtig ist, dass Sie die zuerst genannten Fähigkeiten mitbringen, das sind die Must-haves für die Stelle.

Sind Sie „aktiv arbeitsuchend“ oder liegen auf der faulen Haut?

Viele unter uns waren schon einmal zwischen zwei Jobs arbeitslos und haben diese Zeiten einfach mit dem Begriff „arbeitsuchend“ im Lebenslauf angeführt. Das hat bisher immer gereicht, bis die Branche der Berater nach neuen Verdienstquellen Ausschau gehalten haben. Bestens geht das, indem man seinen Kunden erklärt, bisher alles falsch gemacht zu haben, oder nicht auf Trends reagiert zu haben.

Trends? Ja, selbstverständlich. Man versucht sich in der sprachlichen Umdeutung. Alles was sich anderes anhört muss doch auf eine interessante Person deuten.

„Umorientierungsphase“. Ist das wirklich sinnvoll?

Sprachliche Umdeutung von Arbeitslosigkeit im Lebenslauf?

Diese Empfehlung wird immer wieder gegeben. Nicht nur von wohlmeinenden Bekannten, sondern auch in der Bewerbungs-Ratgeberliteratur oder in einschlägigen Seminaren. Da schwirren dann Begriffe wie „Umorientierung“, „Neuorientierung“ oder gar „aktiv arbeitssuchend“ durch die Lebensläufe.

Alle beschreiben mehr oder weniger blumig die gleiche Tatsache: Man war im so beschriebenen Zeitraum ohne Beschäftigungsverhältnis.

Fragen wir uns also, was diese sprachliche Umdeutung erreichen soll und was sie tatsächlich nutzt.

All diese Begriffe sollen besser klingen als das schlichte „arbeitssuchend“. Dabei ist das erst mal nur eine neutrale Benennung eines Umstandes und kennzeichnet noch keinen als Verlierer.

Diese sprachlichen Umdeutungen sollen eine bestimmte Geisteshaltung deutlich machen. Jemand, der „aktiv arbeitssuchend“ ist, ist besser als jemand ( der Nachbar, oder Kollege) , der nur „arbeitsuchend“ ist. Und wer sich gar noch „umorientiert“ oder „neu orientiert“, scheint sich zudem auch noch Gedanken über seine Zukunft zu machen. Denn der Duden bietet folgende Wortbedeutung für „Umorientierung“ an: Die richtige Richtung finden; sich (in einer unbekannten Umgebung) zurechtfinden.

Dabei suchen die meisten doch eigentlich nur nach einem vergleichbaren Job wie dem, den sie aus irgendwelchen Gründen verloren haben!

Sie wollen den zukünftigen Arbeitgeber beeindrucken und von Fehlzeiten ablenken? Glauben Sie wirklich, dass Sie einen Arbeitgeber mit Wortumdeutungen überzeugen können? Der weiß ganz genau, was Sie suchen und womit Sie es versuchen.

Warum schreiben Sie nicht weiter einfach „arbeitsuchend“?  Was übrigens nicht weiter dramatisch ist, wenn es nicht regelmäßig und in kürzeren Abständen in Ihrem Lebenslauf angezeigt ist. Dann nützt auch aber auch keine Umschreibung mehr. Dann haben Sie das Problem, schlüssig erklären zu müssen, warum das so ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Schreiben Sie weiterhin „arbeitssuchend“. Schreiben Sie auch „Umorientierungsphase“, wenn das für Sie netter klingt. Aber erwarten Sie nicht, dass sich jemand davon beeindrucken lässt. Oft quittiert man solche Aussagen mit einem müden Lächeln.

Wenn Fachidioten Bewerbungstipps geben.

Der Gegner der normalen Online-Bewerbung heißt Applicant Tracking System. Also ein System, dass Bewerbungen einscannt und bis zu einem gewissen Grad auch beurteilt.
Nun gibt eine international bekannte und sehr große Personalvermittlung Tipps für Kandidaten, wie man dafür sorgen kann, dass die eigene Bewerbung gut im “System” ankommt.

Und einer der wichtigsten Hinweise lautet: “Prüfen Sie genau, welche Dateiformate das ATS des Bewerberportals akzeptiert und es korrekt lesen kann. Passen Sie Ihre Online-Bewerbung entsprechend an.”

Kann mir da mal bitte jemand helfen?

Der Quereinstieg. Mehr als ein Notnagel.

Haben Sie schon einmal an einen beruflichen Quereinstieg gedacht? Wenn, dann aber wahrscheinlich nur sehr kurz, um sich anschließend wieder den üblichen Bewerbungsbemühungen zu widmen. Doch warten Sie nicht zu lange, denn „wer zu spät kommt, den bestraft oft das Leben.“

Viele von Ihnen können z.B. ohne große Anlernzeit eine Tätigkeit in der Verwaltung, der Buchhaltung, der Sachbearbeitung oder im Vertrieb übernehmen. Die Bundesbahn, Nahverkehrsunternehmen und viele Verwaltungen bieten schon einige Zeit viele Jobs an, für die man einige Monate angelernt wird. In einigen Bundesländern werden Lehrerstellen schon im erheblichen Maß durch Quereinsteiger besetzt.

In anderen Ländern wie beispielsweise in Frankreich, England und den USA ist der Quereinstieg oft nicht die letzte Lösung, sondern eine gute und allemal die schnellste Lösung. Dort ist Training on the Job, also die Ausbildung am Arbeitsplatz üblich. Und das beinhaltet letztlich Learning by doing, also das Lernen durchs Ausführen. In Ländern mit diesem Prinzip sind alle Arbeitnehmer Quereinsteiger: Denn von Berufen, die ein Studium erfordern, einmal abgesehen, lässt sich demnach fast alles erlernen, wenn man nur irgendwie eingearbeitet wird.

Ganz allgemein lässt sich feststellen: Da wo Mangel herrscht, sind Quereinsteiger besonders willkommen. Und jetzt sind Sie am Zug. Betrachten Sie den Quereinstieg nicht als letzte Lösung oder Notnagel. Oft sind Sie die Lösung für das Unternehmen!

Aber hier gilt auch: Ziehen Sie zunächst jede denkbare Möglichkeit in Betracht und schließen Sie keine Option aus, weil diese scheinbar unrealistisch ist.  Sie kennen sicherlich die Redewendung „Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Ausreden.“ Für den beruflichen Neustart gilt dieses Motto ganz besonders.

Im besten Fall stoßen Sie bei der Sammlung verschiedener Optionen auf eine, die sich intuitiv richtig anfühlt und die Sie mit Begeisterung und Leidenschaft erfüllt.

Bedenken sollten Sie, dass Sie kein Anschreiben verwenden können, wie Sie es gewohnt sind. Dafür ist es aber denkbar, jedes, aber auch wirklich jedes Unternehmen in Ihrer Nähe anzuschreiben.

Im Beitrag „Der Quereinstieg – II“ lassen wir Sie später wissen, wie ein Anschreiben für „Quereinsteiger / Blindbewerbungen“ aussehen kann. Außerdem stellen wir Ihnen Hilfsmittel vor, mit denen es Ihnen gelingt, in kürzester Zeit viel Adressen zu erfassen, um mit geringstem Aufwand eine große Anzahl von Unternehmen anschreiben zu können.

Sie wollen keinen unserer Beiträge verpassen? Abonnieren Sie unseren Newsletter.

https://www.netzwerk-arbeit.com/newsletter/

 

 

Selbstverständlich finden Sie Ihren Job selbst, aber………………………………

Sie gehören zu den gesuchten Fachkräften. Gut, dann sollten Sie keine Probleme haben, einen Job zu finden. Viele Kandidaten mit denen wir sprechen kommt es aber nicht auf einen Job an, sondern auf “den Job”. Und der scheint trotz der vielen Stellenangebote doch schwer zu finden sein.

Der Grund ist einfach zu finden, suchen doch die meisten Kandidaten in den einzelnen Jobbörsen. Doch es gibt auch Jobs, die schwer zu finden sind. Oft bei kleinen oder mittelständischen Unternehmen, mit familiären Charakter, die sich auch Gedanken machen, wie z.B. die Familie in den Job integriert wird, oder der Umzug erleichtert werden kann.

Dumm ist, dass diese Unternehmen meistens nicht in den öffentlichen Stellenmärkten zu finden sind. Haben Sie schon einmal etwas vom verdeckten Stellenmarkt gehört? Man nimmt an, dass 50-60 % aller zu besetzenden Stellen nicht ausgeschrieben werden, sondern durch interne und externe Netzwerke, bzw. Personalvermittler und Headhunter besetzt werden.

Unternehmen die so handeln, legen zwar auch Wert auf Fachkenntnisse, sorgen sich aber noch mehr darum, ob die neuen Angestellten auch ins Unternehmen und ins Team passen.

Diese Unternehmen gehören sehr oft zu unseren Kunden und dort konnten wir auch schone einige der Jobs, die man als “Sahnestückchen” bezeichnen kann, besetzen.

Selbstverständlich haben wir solche Jobs nicht ständig auf Lager. Wir wissen aber, wo wir suchen müssen. Jedenfalls nicht in den öffentlichen Stellenmärkten, wo sich bis zu 50 Personen auf eine Position bewerben.

Wenn Sie gerade auf Jobsuche sind, oder sich aus persönlichen bzw. finanziellen Gründen verändern wollen, können wir der richtige Ansprechpartner für Sie sein.

Füllen Sie doch gleich unser “Bewerbungsformular” aus, oder abonnieren unseren Newsletter, um wöchentlich einmal auf dem Laufenden gehalten zu werden.

 

Bewerber – schön oder nicht schön? Das Aussehen könnte doch ausschlaggebend sein.

Als eine der wenigen Personalvermittlungen, die Kandidaten auch initiativ in Unternehmen vorstellen, stehen wir immer wieder vor der Frage, ob wir Kandidaten, die fachlich bestimmt hoch qualifiziert sind, in einem Unternehmen vorstellen.

Der Hintergrund:
In den kommenden Monaten werden naturgemäß in Unternehmen viele Personalentscheidungen getroffen. Hier möchten wir dabei sein und setzen gerne weiteres Personal für diese Tätigkeit ein. Dieser Personaleinsatz muss sich lohnen. Entweder durch Vermittlungen, oder zumindest in der Form, das wir Sie und uns in einem Unternehmen überzeugend haben vorstellen können.

Das Problem:
Um Kandidaten in Unternehmen zu präsentieren, bei denen man noch vollkommen unbekannt ist, kommt es darauf an, den ersten Augenblick zu nutzen, wenn man überzeugen will.

Hier stoßen wir immer wieder auf Profile von Kandidaten, die “recht lieblos” ausgefüllt sind. Ein Grund, warum wir diese Kandidaten nicht vorstellen ist der, dass wir uns auch selbst damit Schaden antun, weil wir anscheinend nicht in der Lage sind, überzeugend zu präsentieren.

Ein Beispiel:
Wenn Sie sich die folgenden Beispiele anschauen, werden Sie schnell erkennen, um was es geht.

Schlecht:

Gut:

Die Lösung:
Nehmen Sie sich ganz einfach 5 Minuten Zeit, um das Profil auf Vordermann zu bringen. Und schon können wir auch für Sie zusätzliche Möglichkeiten nutzen, um SIE vorzustellen.

Bewerbung ohne Anschreiben und Lebenslauf. Geht das?

Bewerbungen sind strikt formalisiert: Lebenslauf nur tabellarisch, maximal eine Seite Anschreiben und nicht zu viel oder zu wenig Anlagen, um zu beweisen, dass auch alles der Wahrheit entspricht. So und nicht anders hat man sich zu bewerben.

Auch wir dachten das für eine lange Zeit und meinten unser System für immer und ewig darauf einrichten zu können. Wir hofften, den Punkt der Perfektion irgendwann zu erreichen. Den Zeitpunkt, wo man nichts mehr ändern kann.

Abhängig von den Zielen, die man verfolgt kann dies aber gefährliche Auswirkungen haben. Kennen Sie den Spruch: “Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit“?

Wir haben es ganz deutlich spüren können. Es gelang uns ein Anschreiben und einen Lebenslauf in wenigen Minuten zu bewerten und – wenn wir ehrlich sind – suchten zuerst nach Ausschlussgründen, um auf den nächst besseren Kandidaten zu hoffen. Sie wissen schon. Man schaut ganz schnell aufs Alter, das Bild oder Geschlecht und schon wurde eventuell ein oder mehrere Gründe geliefert, von denen man sich ablenken lässt.

Ein weiteres Gefühl schlich sich ein. Bei diesem „scannen“ von Bewerbungsunterlagen bestand immer die Gefahr, dass man durch die Konzentration auf Fakten, den persönlichen Kontakt zum Kandidaten verlor. Hierzu gibt es auch ein Zitat: „Die Führungskraft wird eingestellt wegen seiner Fachkompetenz und gefeuert wegen seiner Sozialkompetenz“.

Nachdem wir das Verhalten von Unternehmen und Bewerbern längere Zeit aufmerksam studiert haben, entschlossen wir uns, unser System umzustellen.

Ab sofort können sich Bewerber vollständig ohne Bewerbungsunterlagen vorstellen. Sicherlich werden wir noch einige Zeit der Beobachtung benötigen und Anpassungen in Details vornehmen, aber die ersten Bewerbungen sind schon eingegangen, wir werden alles aufmerksam beobachten und „mit der Zeit gehen“.

Zum Schluss noch der Hinweis, das man sich auch ohne Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen in einem Unternehmen vorstellen kann. Wie wäre es mit „persönlich und emotional?

An dieser Stelle möchte ich meine Ausführungen beenden, um Ihnen Gelegenheit zu geben, Fragen zustellen oder Anregungen zu geben.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie eine Bewerbung ohne Anschreiben und Lebenslauf aussehen kann, dann schauen Sie bitte hier:

Bewerbungsformular

 

Bewerbung ohne Anschreiben und Lebenslauf. Wir machen es möglich.

Knapp 20 Fragen, von denen 2/3 nur durch “ankreuzen” beantwortet werden müssen. So einfach geht “Bewerben bei Netzwerk Arbeit”.

Wenn Sie sich auf der Suche nach einem Arbeitsplatz befinden, können Zeitarbeitsunternehmen und Personalvermittler auch behilflich sein. Oft ist es aber so, dass diese Unternehmen nur regional tätig sind und sich auf bestimmte Berufsgruppen oder Branchen spezialisiert haben.

Eine deutlich bessere Alternative für Sie ist Netzwerk Arbeit e.V., denn Netzwerk Arbeit ist bundesweit tätig und darauf spezialisiert, alle Berufsgruppen anzubieten.

Gründe die für Netzwerk Arbeit sprechen:

1. Wir sprechen mit gezielten Aktionen bundesweit Unternehmen an.
2. In den sozialen Netzwerken Xing, Facebook, Twitter, LinkedIn verfügen wir über mehr als 20.000 Kontakte
3. Kandidaten werden regelmäßig durch uns in Unternehmen vorgestellt
4. Einzelne Kandidaten werden in allen sozialen Netzwerken anonymisiert beworben
5. Für einzelne Kandidaten werden bei Facebook und Google Anzeigen erstellt, um den Wirkungskreis zu erhöhen
6. Durch regelmäßigen Kontakt zu unseren Kandidaten schließen wir „Karteileichen“ aus, was besonders für Unternehmen erfreulich ist. Aber auch für die Kandidaten von Netzwerk Arbeit. So befinden Sie sich immer in „bester Gesellschaft“
7. Wir sind persönlich für Sie da, gut erreichbar und freuen uns über jeden Anruf
8. Falls Sie Fragen zu Ihren Bewerbungsunterlagen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung
9. Und letztendlich können Sie sich jetzt sogar ohne Anschreiben und Lebenslauf bei uns bewerben*

Zum Schluss beantworten wir Ihnen gerne noch die Frage, warum wir auf ein Anschreiben oder einen Lebenslauf verzichten können.

* Grundsätzlich vertrauen wir Ihren Angaben und haben unser Bewerbungsformular so eingerichtet, das Sie dies nur an uns senden können, wenn alle notwendigen Informationen erfasst wurden. Mit diesen Angaben ermöglichen Sie es uns, ein Bild über Sie zu machen. Selbstverständlich haben wir auch nichts dagegen, wenn Sie die Unterlagen gleich beifügen. Aber ansonsten können wir mit der Vorlage eines Anschreibens und Lebenslaufes warten, bis sich ein Unternehmen wirklich für Ihr Profil interessiert.

Haben wir Sie überzeugen können?
Dann wechseln Sie jetzt direkt zum Bewerbungsformular.

3 x geschieden, 5 Kinder (8/12/14, 16, 23), katholisch

Im Internet findet man viele Dinge. Sogar nach seiner neuen Partnerin kann man(n) suchen und es ist heute nicht absolut ungewöhnlich. Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich auf der Partnersuche, schauen sich einige Profile an und lesen auf einmal:

3x geschieden, 5 Kinder, katholisch………………………

Jetzt würde ich gerne Ihre Gedanken lesen :-).

Machen wir uns nichts vor, es könnte sehr oft bedeuten, nicht die „erste Wahl“ zu sein. Allein der Gedanke an die zukünftige große Verwandtschaft und den dazugehörigen „gesellschaftlichen Verpflichtungen“ kann darauf hindeuten, dass Sie kaum ein ruhiges Wochenende haben werden. 🙂

Man kann der suchenden Dame oder dem Herrn nur empfehlen, die Überschrift und den Inhalt so zu gestalten, dass man zuerst auf die mehr angenehm erscheinenden Fakten aufmerksam macht.

In der Industrie wird es auch so gemacht. Man macht dem Kunden Appetit, oder nennen wir es doch so: „man füttert ihn an“.

Kommen wir nun zum eigentlichen Thema:
►die Bewerbung◄

Eine „ordentliche“ Bewerbung umfasst ein Anschreiben, den Lebenslauf und die dazugehörigen Zeugnisse. Oft kann man an den Anschreiben erkennen, das einem die Worte gefehlt haben.

Man liest dann:
__________________________________________________________________
„Während meiner Ausbildung und meines bisherigen beruflichen Werdeganges habe ich umfangreiche Erfahrungen in verschiedenen Unternehmen gesammelt und suche jetzt eine neue berufliche Herausforderung.
.
.
.
„Ich möchte mein in 30 Jahren erworbenes Wissen gern in Firmen einbringen und zu Ihrem Erfolg beitragen. Ich arbeite mich schnell in neuen Aufgaben ein, arbeite gern in einem Team, ich bin kommunikativ und analytisch, ich arbeite selbstständig und effizient, bin sehr gewissenhaft, ausdauernd, flexibel und lösungsorientiert.“
.
.
„Sollte ich Ihr Interesse mich näher kennen zu lernen geweckt haben, wäre weiterführend ein persönliches Gespräch zur intensiveren Vorstellung meiner Person bzw. meiner Fähigkeiten gut geeignet. Ihrer geschätzten Antwort sehe ich daher mit großem Interesse entgegen.

Ich bin momentan sofort verfügbar.“
_________________________________________________________________
Zumindest könnte der Personalentscheider denken, dass er sich das Lesen des Anschreibens hätte sparen können. Blättert er jetzt wirklich um, um den Lebenslauf anzuschauen, wird er eventuell durch Ihre persönlichen Daten sofort darauf gestoßen, dass Sie wirklich Jahrgang 1963 sind, 5 Kinder haben, katholisch und geschieden sind.

Geht das vielleicht auch etwas anders? So wie es Marketingstrategen tun?

Ihr Geburtsgewicht interessiert uns nicht.

Damit wollen wir sagen, dass es Informationen aus Ihrer Vergangenheit gibt, die nicht wirklich für Ihre berufliche Entwicklung entscheidend sind. Das Geburtsgewicht ist ebenso uninteressant, wie der Besuch der Hauptschule oder des Kindergartens.

Interessant für Unternehmen sind Ihre aktuellen Kenntnisse, was Sie damit jetzt anfangen und wie Sie sich weitere Entwicklung vorstellen.

Machen Sie sich bitte keine Illusionen: Kein Personaler beschäftigt sich mehr als wenige Minuten mit Ihrem Lebenslauf. Deswegen ist es besonders wichtig, dass dem Leser besonders wichtige Informationen sofort ins Auge springen.

In der Regel wird die aktuelle oder letzte berufliche Station für den Personaler das Interessanteste sein. Der Leser möchte wissen, was Sie derzeit in Ihrem Job leisten und wie weit Sie es gebracht haben. Deshalb sollte sich der jüngste Teil Ihrer Berufspraxis auf der ersten Seite Ihres Lebenslaufs befinden. Genau das wird durch die umgekehrte Chronologie sichergestellt.

Sie wissen, dass auch berufserfahrene Kandidaten die Länge des Lebenslaufes auf möglichst 2 Seiten beschränken sollen. Deswegen sollten Sie auch prüfen, ob Sie wirklich jede Weiterbildung oder andere Details im Lebenslauf aufführen.

Ganz besonderes Augenmerk gilt hier für Veranstaltungen, an denen man nur eine Teilnahmebescheinigung ausgehändigt bekommt. Es wird Ihnen nur die Teilnahme bescheinigt und kein Wissen bestätigt.

Und ob Sie vor 5 Jahren an einem Kurs in MS-Word teilgenommen haben, ist auch nicht wirklich wichtig, zumal Arbeitgeber davon ausgehen, dass die Beherrschung aktueller Betriebssysteme und Anwendungsprogramme angenommen werden kann.

Zuletzt noch etwas aus dem Bereich Lebenslauf, der gerne genommen wird:

Geboren am 14.03.1962, in Musterstadt, Bayern/Deutschland
Familienstand: geschieden, 3 Kinder
Religion: katholisch

Gibt es ein Gesetz oder eine Vorschrift, die besagt, das diese teils “sprengstoffartigen” Aussagen in einem Lebenslauf aufzuführen sind?

 

Arbeitssuchende sollten alle Tassen im Schrank haben.

Bei der Vielfalt der Kaffeevariationen sollten Café-Betreiber gut vorbereitet sein und alle Tassen im Schrank haben. Wenn nicht, gehen einem die Gäste oder der ganze Job auf die Nerven. Und das kann man vermeiden.

Wenn Sie sich um einen Arbeitsplatz bewerben, kann es Ihnen ähnlich ergehen. Deswegen empfehlen wir Ihnen sich schon vorher gut vorzubereiten, denn schließlich sollen Sie sich mit einem guten Gefühl bewerben und nicht immer warten, bis sich die nächste Überraschung bei Ihnen einstellt.

In unserem Beitrag „Bewerbung: und ab geht die Post“, beschrieben wir den Versand von Bewerbungen per E-Mail.

In vielen Unternehmen finden Sie allerdings auch sogenannte Bewerberportale, oft mehr gehasst, als geliebt, weil Sie – je nach Gestaltung – den Bewerbungsprozess umständlich gestaltet. Meine Meinung hierzu ist folgende:

Selbstverständlich kann jeder Eintrag in ein Bewerberportal eine Chance auf einen Job bedeuten. Da diese Software aber immer günstiger wird, besteht auch die Gefahr, dass man ein Opfer der Sammelleidenschaft von Daten wird.Und so, wie man sich nicht überall in einen Newsletterverteiler einträgt, tut man es mit seiner Bewerbung auch nicht.

Wenn Sie jetzt eine Hilfe von mir erwarten, wird es schwierig. Ich schaue mir solche Unternehmen genauer an und entwickele ein Gefühl für das Unternehmen.
Eine einfach gestaltete Homepage, mit Standardinformationen über ein Unternehmen, ohne jeglichen weiteren Mehrwert für Sie als Bewerber könnte so ein Indiz sein, das man sich hier nicht einträgt.

Doch gehen wir davon aus, Sie wollen sich in einem Bewerberportal registrieren, haben Sie mit unserer Anleitung aus dem Beitrag „Bewerbung: und ab geht die Post“ schon fast die halbe Arbeit erledigt.

Neben den üblichen Eintrag Ihrer persönlichen Daten finden Sie ein Textfeld vor. In dieses könnten Sie auf jeden Fall den Inhalt Ihres Anschreibens kopieren. Damit machen Sie nichts falsch.

Danach kann es sein, dass man nur ein Feld zum Upload einer Datei (Bewerbung) hat, oder man kann das Anschreiben, den Lebenslauf und die Anhänge jeweils extra hochladen.Viele Möglichkeiten gibt es nicht und auf die, können Sie sich vorbereiten.

Wenn Sie also Ihre komplette Bewerbungsdatei in diese Bestandteile zerlegen, müssen Sie diese Dateien nur noch so benennen, dass sie in einem Unternehmen jederzeit schnell gefunden werden. Hierfür empfiehlt sich dann „Anschreiben-Nachname-Vorname“, „Lebenslauf-Nachname-Vorname“ und „Anlagen-Nachname-Vorname“.

Gut vorbereitet sind also Bewerbungen in einem Bewerberportal auch keine Hexerei und in wenigen Minuten erledigt.

Bewerbungen aus der Konservendose, oder: wir lassen uns helfen, bis wir dumm sind

Immer öfter bekommen wir Bewerbungen auf den Tisch, die wir anscheinend schon einmal gesehen haben. Der Beruf und die persönlichen Daten haben sich geändert, aber formal und inhaltlich, lässt alles sehr zu wünschen übrig. Und ganz nebenbei ist es  verständlich, das solche Bewerbungen kaum zu einem Erfolg führen.

Was ist passiert?
Viele unter uns meinen, es würde reichen, wenn man sich eine Vorlage aus dem Internet besorgt, ändert ein paar Kleinigkeiten und schickt die Papiere nach einem weiteren Blick darüber los. Besonders gefährlich dabei ist die Tatsache, wie leichtgläubig Bewerber den Quellen gegenüber sind.

Stellen Sie sich alternativ doch einmal vor, Sie wollen ein Haus bauen, besorgen sich irgendeinen Plan von einem Bastler aus dem Internet und bauen das Haus nach. Nach 3 Monaten fällt Ihnen das dach auf den Kopf und der Gutachter bescheinigt, das die Statik auf dem Bauplan nicht ausreichend war.

Kommen wir zurück zum Thema Bewerbung, um beim Thema zu bleiben.
Sehr oft erklären uns Bewerber, Sie hätten Vorlagen von Xing-ProJobs benutzt. Ja, genau denen kann man ja vertrauen. Oder? Es sind aber auch noch genügend andere Quellen zu finden, wo Ihnen geholfen wird, damit Leser Ihrer Bewerbung so bedenkliche Sätze, wie:

“Besonders hervorheben möchte ich hierbei meine Zuverlässigkeit, mein Verantwortungsbewusstsein, und eine engagierte und ausdauernde Arbeitsweise. Frühere Kollegen und Vorgesetzte haben an mir ge­schätzt, dass ich als Mitarbeiter flexibel, motiviert und aufgeschlossen bin. Darüber hinaus zeichne ich mich durch ausgeprägte Kommunikationsstärke, hohe soziale Kompetenz, außergewöhnliche Einsatz­bereitschaft und ausgeprägte Überzeugungsfähigkeit aus.”

Ihren Unterlagen entnehmen können.

Sie sollten Sich die Frage stellen, ob Sie sich solche Bewerbungen leisten können, denn schließlich gehts um Ihr Einkommen und auch dem Spaß an der Arbeit.

Denken Sie doch einfach ganz entspannt darüber nach.

Und wenn Sie mit uns über Ihre Bewerbung sprechen wollen, dann freuen wir uns über deren Zusendung.

Bewerbung: und ab die Post

Wenn ein Unternehmen Personal einstellt, dann einzig und allein, weil man Hilfe benötigt, um zusätzliche Aufträge zu erledigen, oder um überstrapaziertes Personal zu entlasten. Man erwartet von Bewerbern also, dass einem Arbeit abgenommen wird. Mit Ihrer Bewerbung bekommen Sie die erste Gelegenheit zu beweisen, dass Sie es können. Wie es Ihnen gelingt zu zeigen, dass Sie sich mit Soft- und Hardware auskennen, organisiert arbeiten können und dabei dem Leser nicht nur die Arbeit erleichtern, sondern ihm auch noch Zeit sparen, erfahren Sie von uns.

Bitte beachten Sie, dass wir an dieser Stelle nur den Versand der Unterlagen besprechen und wir davon ausgehen, dass Ihre Bewerbungsunterlagen inhaltlich in Ordnung sind.

Davon ausgehend, dass Sie sich per E-Mail bewerben gilt:

  1. Sie haben die richtige E-Mailadresse ausgewählt?
  2. Geben Sie im „Betreff“ eine möglichst kompakte Angabe ein, aus der man erkennen kann, dass es sich bei Ihrer Mail um eine Bewerbung handelt. Vorteilhaft wäre eine Bezeichnung wie „Bewerbung Nachname Vorname“, weil man Ihre Mail so später ganz leicht wiederfinden kann. Falls vorhanden, können Sie noch eine „Referenznummer“ angeben, die die Zuordnung erleichtert.
  3. Im Textfeld der E-Mail sollten Sie den Text aus Ihrem Anschreiben einfügen.
  4. Vergessen Sie nicht unter den Abschiedsgruß Ihre vollständige E-Mail-Signatur zu setzen. Diese beinhaltet Vornamen, Nachname, Straße und Hausnummer, PLZ und Ort, sowie Ihre Telefonnummern und Ihre E-Mailadresse.
  5. Ist das erledigt, müssen Sie noch Ihre Bewerbungsunterlagen beifügen. Beachten Sie, dass diese Unterlagen grundsätzlich als PDF-Datei verschickt werden, außer das Unternehmen wünscht andere Formate.
  6. Versenden Sie auf keinen Fall einzelne Dateien, sondern packen alle Dokumente in eine PDF-Datei.
  7. Diese PDF enthält folgende Dokumente: Anschreiben, Lebenslauf und die Zeugnisse. Ein Deckblatt oder Anlagenverzeichnis ist optional, also kein Muss.
  8. Benennen Sie diese PDF-Datei ganz eindeutig. Viele begehen den Fehler und nennen die Datei ganz einfach „Bewerbung“. Bevorzugen Sie lieber „Bewerbung-Nachname-Vorname“.
  9. Kommen wir jetzt zur Größe der E-Mail. Auch wenn anscheinend unendlich Platz zur Verfügung steht, sollte Ihre E-Mail nicht größer als 4-6 MB sein. Das geht auch, wenn Ihre Unterlagen aus 10 oder mehr Seiten bestehen.
  10. Wenn Sie nun der Meinung sind, alles richtig gemacht zu haben, können Sie auf „absenden“ drücken, wenn nicht noch eine ganze Kleinigkeit zu beachten wäre.
  11. Es gibt sehr gute Gründe, E-Mails zu „normalen“ Arbeitszeiten zu versenden.

Wenn Sie dies alles beachten, dann können Sie sicher sein, einen ersten positiven Eindruck hinterlassen zu haben.

Das Übel des Anschreibens………………

Das Anschreiben empfinden Bewerber oft als größte Hürde. Wir verraten Ihnen, in welche Formulierungsfallen Sie nicht tappen sollen.

Das Übel beginnt oft so. Sätze wie …

  • Hiermit bewerbe ich mich
  • mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen und möchte mich hiermit auf die ausgeschriebene Stelle als XYZ bewerben
  • Ihre Stellenanzeige hat sofort mein Interesse geweckt
  • mein Interesse wurde sofort durch die Betonung auf die Qualität der Produkte und das beeindruckende internationale Netzwerk des Unternehmens geweckt
  • Ich bin sicher, dass ich der Richtige für Sie bin.
  • …das traditionsreiche Unternehmen für Tiernahrung in Deutschland – stellt sich mir als ein äußerst attraktiver Arbeitgeber dar
  • …darüber hinaus ist das Arbeitsfeld Altersgerechte Ernährung für Senioren aus meiner Sicht eine der wesentlichen gesellschaftlichen Aufgaben der nächsten Jahre
  • Darüber hinaus konnte ich meine hervorragende Ausdrucksweise in zahlreichen Projektarbeiten und meiner Bachelor Thesis zeigen, was sich in den sehr guten Ergebnissen wiederspiegelt
  • Die gesammelten Erfahrungen aus Praktika, Nebenjobs und außeruniversitärem Engagement prägen mein sicheres und authentisches Auftreten.
  • Zu meinen weiteren Stärken zählen Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Organisationsvermögen.
  • Des Weiteren konnte ich im Laufe des Studiums ein grundlegendes Verständnis in einer Vielzahl verschiedener Richtungen in diversen Prüfungen beweisen.
  • Durch die Teilnahme an unterschiedlichen IT-Kursen konnte ich außerdem meine Affinität zur elektronischen Datenverarbeitung schulen
  • Meiner Meinung nach konnte ich mir Qualifikationen und Kenntnisse aneignen, welche sich in großem Maße mit Ihrem Anforderungsprofil decken.
  • …werde ich oft mit den unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert
  • …weckt in mir den Wunsch nach einer Beschäftigung in Ihrem Haus
  • ..Ihre Reputation als international anerkanntes Unternehmen und als fairer Arbeitgeber…

sollten Sie auf jeden Fall weglassen.

Kurz, knapp, präzise, anforderungsbezogen

Je einfacher Sie es Ihren Lesern machen, das richtige Bild von Ihnen zu bekommen, desto erfolgreicher werden Sie mit Ihrem Anschreiben sein.

Nochmals zur Erinnerung: Unternehmen erwarten, dass Sie sachbezogen begründen, warum Sie für diesen Job der oder die Richtige sind. Personaler erwarten nicht bemühte Originalität, plumpes Anbiedern oder den perfekten Marketingflyer.

Mit der Vorgehensweise, nur die für die jeweilige Position relevanten Erfahrungen und Erfolge zu beschreiben, werden Sie sich von der “breiten Masse abheben”.

Sprachkenntnisse im Lebenslauf richtig einstufen und angeben

Sprachkenntnisse im Lebenslauf richtig einstufen und angeben

“Ich spreche Niveau B2 und schreibe B1”: Ja, es stimmt deutsche Bewerber und Arbeitnehmer sind dafür beliebt, aber leider manchmal auch gefürchtet, dass sie für alles die richtige Vorschrift, Regel und am lieben Norm (DIN) suchen. Allerdings bleibt die inhaltliche Überzeugungskraft gelegentlich dann doch auf der Strecke.

Dies sollte Ihnen bei der Angabe, Auflistung und Bewertung Ihrer Fremdsprachenkenntnisse jedoch auf gar keinen Fall passieren. Schließlich wollen Sie sich nicht ungewollt unter Wert verkaufen und vorzeitig aussortiert werden, weil Sie unbedacht eine ungünstige Darstellungsweise gewählt haben.

Um für mehr Klarheit zu sorgen, kann auch der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) für die Einstufung von Sprachkenntnissen eingesetzt werden. In dieser knappen Form ohne weitere Erläuterung klingen die Angaben jedoch etwas blutleer.

Um sicher zu gehen, dass man Ihre Angaben versteht, ergänzen Sie doch ganz einfach die Ziffern und beschreiben die Sprachkenntnisse mit knappen Worten.

Gemeinsamer Europäischer Refenzrahmen mit Erläuterungen!

  • Da also nicht alle Personalverantwortlichen, künftigen Fachvorgesetzten oder Headhunter mit dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen/GER vertraut sind, können Sie die formalen Angaben des GER auch durch erläuternde Beschreibungen ergänzen:
16.
Englisch: C2 – verhandlungssicher in Wort und Schrift
17.
Englisch: C1 – fließend in Wort und Schrift
18.
Englisch: B2 – fließend
19.
Englisch: B1 – konversationssicher
20.
Englisch: A2 – gute Grundkenntnisse
21.
Englisch: A1 – Grundkenntnisse

Hier sind die Einstufungen nochmals detaillierter dargestellt:

A1 – Anfänger

Kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden, die auf die Befriedigung konkreter Bedürfnisse zielen. Kann sich und andere vorstellen und anderen Leuten Fragen zu ihrer Person stellen – z. B. wo sie wohnen, was für Leute sie kennen oder was für Dinge sie haben – und kann auf Fragen dieser Art Antwort geben. Kann sich auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen und bereit sind zu helfen.

A2 – Grundlegende Kenntnisse

Kann Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen, die mit Bereichen von ganz unmittelbarer Bedeutung zusammenhängen (z. B. Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). Kann sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen, in denen es um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht. Kann mit einfachen Mitteln die eigene Herkunft und Ausbildung, die direkte Umgebung und Dinge im Zusammenhang mit unmittelbaren Bedürfnissen beschreiben.

B1 – Fortgeschrittene Sprachverwendung

Kann die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht. Kann die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. Kann sich einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern. Kann über Erfahrungen und Ereignisse berichten, Träume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und zu Plänen und Ansichten kurze Begründungen oder Erklärungen geben.

B2 – Selbständige Sprachverwendung

Kann die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen; versteht im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen. Kann sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. Kann sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen Standpunkt zu einer aktuellen Frage erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben.

C1 – Fachkundige Sprachkenntnisse

Kann ein breites Spektrum anspruchsvoller, längerer Texte verstehen und auch implizite Bedeutungen erfassen. Kann sich spontan und fließend ausdrücken, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen. Kann die Sprache im gesellschaftlichen und beruflichen Leben oder in Ausbildung und Studium wirksam und flexibel gebrauchen. Kann sich klar, strukturiert und ausführlich zu komplexen Sachverhalten äußern und dabei verschiedene Mittel zur Textverknüpfung angemessen verwenden.

C2 – Annähernd muttersprachliche Kenntnisse

Kann praktisch alles, was er/sie liest oder hört, mühelos verstehen. Kann Informationen aus verschiedenen schriftlichen und mündlichen Quellen zusammenfassen und dabei Begründungen und Erklärungen in einer zusammenhängenden Darstellung wiedergeben. Kann sich spontan, sehr flüssig und genau ausdrücken und auch bei komplexeren Sachverhalten feinere Bedeutungsnuancen deutlich machen.

EDV-Kenntnisse im Lebenslauf richtig einstufen und angeben

EDV-Kenntnisse im Lebenslauf richtig einstufen und angeben

In den meisten Berufen werden anwendungssichere EDV- und IT-Kenntnisse in den verschiedensten Schwierigkeitsstufen vorausgesetzt. Leider machen viele Bewerber bei der Angabe der EDV-Kenntnisse im Lebenslauf einige vermeidbare Fehler. Zum einen werden die EDV-Kenntnisse oft erst am Ende des Lebenslaufes versteckt angegeben, und das auch noch viel zu allgemein und ohne Angabe einer aussagekräftigen Kompetenzstufe. Je allgemeiner Sie aber Ihre EDV-Kenntnisse darstellen, desto weniger aussagekräftig sind sie.

Machen Sie sich vor allem die Tatsache bewusst, dass die Mehrzahl Ihrer Mitbewerber über vergleichbare EDV- und IT-Kenntnisse verfügen werden. Sie können sich daher nur mit solchen EDV-Kenntnissen von der Masse der Bewerber abheben, die Sie besonders gut beherrschen und die Sie somit besonders deutlich hervorheben können. Zum anderen neigen viele andere Bewerber dazu, Ihre EDV-Kenntnisse zu umfangreich anzugeben, so dass nicht ersichtlich ist, was die Bewerber nun überdurchschnittlich gut beherrschen. Auch hierbei ist die Konzentration auf das Wesentliche angeraten.

Beispiel für die Darstellung von EDV-Kenntnissen im Lebenslauf

Folgendermaßen kann die übersichtliche und aussagekräftige Darstellung der eigenen EDV-Kenntnisse in einer eigenständigen Rubrik “EDV-Kenntnisse” im Lebenslauf erfolgen, mit einer detaillierten Unterteilung und Einschätzung der EDV-Kenntnisse:

  • Grundkenntnisse
    Fähigkeit, unter Anleitung mit dem Programm oder System Aufgaben auszuführen.
  • Mittlere Kenntnisse
    Fähigkeit, einfache Aufgaben ohne Anleitung mit dem Programm oder System auszuführen.
  • Gute Kenntnisse
    Fähigkeit, anspruchsvollere Aufgaben mit dem Programm oder System selbständig zu lösen.
  • Sehr gute Kenntnisse
    Fähigkeit, mit dem Programm oder System komplexe Probleme und Aufgaben schnell und selbständig zu lösen und andere Personen bei der Anwendung zu unterstützen.
  • Expertenwissen
    Fähigkeit, das Programm oder System in einem Betrieb zu evaluieren, einzurichten, zu betreiben, zu schulen und sehr komplexe Aufgaben damit zu lösen.

Bitte beachten Sie: Falls es sich um sogenannte Software-Pakete handelt, wie MS-Office oder SAP, beschreiben Sie nicht die gesamte Gruppe mit einer Note, sondern führen die einzelnen Module auf. Z.B. Word, Office, Excel, Outlook, SAP IPRO………..