Soll ich mein Kind bei Bewerbungen lieber verschweigen?

Vor ein paar Monaten schrieb ich für die deutsche „Vogue“ einen Text über meine Mutterschaft. Also darüber, wie ich das so mache als Alleinerziehende, wie ich darüber denke als Festangestellte und Freelancerin, und was besser laufen müsste für Frauen und Mütter. Es gab einen Absatz, in dem ich mich dazu äußerte, dass ich im siebten Monat meiner Schwangerschaft noch eine Festanstellung bekam und diese selbstverständlich auch annahm, und dass ich drei Wochen nach der Geburt schon für ein paar Stunden wieder ins Büro ging. Einfach, weil mich die Langeweile früher heimsuchte als manch andere Frau. Außerdem erwähnte ich, dass meine Tochter nicht in meiner Vita steht, dort auch nie stand und niemals stehen wird. Nicht, weil ich sie auf irgendeine Art verstecken möchte, sondern weil sie aus meiner Sicht dort nichts zu suchen hat. Meine Tochter ist Teil meines Lebens, ja. Aber sie ist nicht Teil meines beruflichen Lebens. So sehe ich das jedenfalls.

Immer wenn ich über mein Leben als arbeitende Frau und Mutter spreche, dann wird es ein bisschen brenzlig für mich, denn ich rate Frauen mit Kind von Teilzeit ab, fordere sie auf Vollzeit zu arbeiten und weise darauf hin, dass ihnen das Ehegattensplitting spätestens dann das Genick brechen wird, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Weil dann möglicherweise der geliebte Ehemann, der dank ihnen tausende Euro mehr in die Rentenkasse eingezahlt hat, mit einer Jüngeren eine Villa auf Mallorca bezieht oder eben ein Reihenhaus in Bottrop. Ich sage auch, offen und ehrlich wie ich leider bin, dass sie ihre Ehemänner in die Verantwortung nehmen müssen. Und wenn die sich weigern sollten, ihren gerechten Teil (50 Prozent) an der Care-Arbeit zu leisten, müsse ein Schlussstrich unter das traute Familienglück gezogen werden. Das wirkt auf viele unverständlich, an der Realität vorbei und gerne wirft man mir einen „privilegierten“ Blick vor. Aus meiner Sicht ist konsequente ökonomische Freiheit kein Privileg.

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Ist die Besteuerung einer Altersrente verfassungswidrig? | Recht | Haufe

Besteuerung der Rente

Vor dem FG Baden-Württemberg klagte ein verheirateter Steuerpflichtiger, der etwa 10 Jahre lang als Auszubildender und Angestellter Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichte. Er war dann als freiberuflich Tätiger auf Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) pflichtversichert, und zwar bis zum Eintritt in den Ruhestand. Aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht er seit Dezember 2007 eine Altersrente. Vor Gericht wehrte er sich nun gegen die Besteuerung der Altersrente, die mit einem Besteuerungsanteil von 54 Prozent vorgenommen wurde. Nach Auffassung des Klägers handelte es sich hierbei um eine Doppelbesteuerung, da er die Beiträge zur Rentenversicherung aus versteuertem Einkommen zahlte.

Wann liegt eine verfassungswidrige Doppelbesteuerung vor?

Das FG entschied, dass die Summe der dem Steuerpflichtigen nach der statistischen Lebenserwartung nach der im Zeitpunkt des Renteneintritts letztverfügbaren Sterbetafel voraussichtlich steuerunbelastet zufließenden Rententeilbeträge höher sei als der vom Kläger aus versteuertem Einkommen geleistete Teil seiner Altersvorsorgeaufwendungen. Das Gericht ließ jedoch die Revision zum BFH zu, da “die Einzelheiten zur Ermittlung einer verfassungswidrigen Doppelbesteuerung” noch nicht höchstrichterlich geklärt seien.

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Präsentismus: “Mitarbeiter prahlen mit dem Aspirin-Pulver in der Schublade”

Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland gehen trotz Krankheit zur Arbeit. Die Zahl der Angestellten, die krank arbeiten, ist laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund auf 76 Prozent gestiegen. Und die Deutschen gehen nicht nur häufiger, sondern auch immer länger angeschlagen zum Arbeitsplatz. Ein Viertel tut dies an mindestens 15 Tagen im Jahr. Weitere 20 Prozent waren 10 bis 14 Tage lang trotz Krankheit im Dienst. Der Arbeitspsychologe Tim Hagemann erklärt, welche Menschen besonders anfällig dafür sind, weshalb der sogenannte Präsentismus auch Unternehmen schadet und wie Führungskräfte gute Vorbilder sein können.

ZEIT ONLINE: Wann waren Sie das letzte Mal krank arbeiten, Herr Hagemann?

Tim Hagemann: Das passiert mir manchmal. Ich bin aber auch in einem der typischen Berufsfelder unterwegs, in denen das häufig vorkommt. Berufe mit vielen sozialen Kontakten, personenbezogenen Tätigkeiten und dem Gefühl, unersetzlich zu sein. Ich bin Hochschullehrer und da fällt es einem schwer, eine Vorlesung ausfallen zu lassen. Vor allem auch, wenn man weiß, dass viele berufsbegleitende Studierende extra anreisen. Deshalb kommt es auch hin und wieder vor, dass ich erkältet Vorlesungen halte, was eigentlich nicht vernünftig ist.

Präsentismus: Tim Hagemann ist Professor an der Fachhochschule für Diakonie am Lehrstuhl Arbeitspsychologie und leitet das Institut für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin (IAPAM) in Berlin.
Tim Hagemann ist Professor an der Fachhochschule für Diakonie am Lehrstuhl Arbeitspsychologie und leitet das Institut für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin (IAPAM) in Berlin.

ZEIT ONLINE: Dann gehören Sie zu den 76 Prozent aller Angestellten, die laut einer neuen Studie in Deutschland im letzten Jahr trotz Krankheit zur Arbeit gegangen sind. Wieso tun das so viele?

Hagemann: Man muss sagen, dass die Forschungslage schwierig ist, all die Studien beruhen immer auf Selbsteinschätzungen. Diese zeigen: Immer dort, wo eine hohe soziale Verantwortung herrscht, gehen Angestellte häufiger krank zur Arbeit. Dann sprechen sie von einem Pflichtgefühl. Einerseits den Kolleginnen gegenüber, aber auch den Menschen, die von ihrem Dienst abhängig sind.

ZEIT ONLINE: Gibt es Berufsgruppen, die besonders anfällig dafür sind?

Hagemann: Es sind vor allem die sozialen Berufe betroffen. Also Angestellte im Gesundheitswesen, wie Pflegekräfte oder Ärztinnen, aber auch Lehrer und Erzieherinnen. Dort trifft ein starkes Pflichtgefühl auf die Tatsache, dass diese Angestellten aufgrund des Fachkräftemangels schwer zu ersetzen sind. Die Personalschlüssel sind schon ohne Krankheit oft schlecht. Wer dann krank wird, hat ein schlechtes Gewissen, weil die Kollegen unterbesetzt sind oder andere aus ihrer Freizeit gerufen werden.

ZEIT ONLINE: Also können wir nicht von der Volkskrankheit Präsentismus sprechen. Ist das alles nur ein Phänomen der sozialen Berufe?

Hagemann: Nein. Sie sind besonders stark betroffen, aber das zieht sich durch alle Berufsgruppen. Das kommt auch vermehrt bei Führungskräften aller Art vor, weil diese eine hohe Verantwortung oder einen besonderen Konkurrenzdruck spüren. Ebenfalls lässt sich der Präsentismus auch bei Berufsanfängerinnen oder Angestellten mit befristeten Verträgen beobachten. Da herrscht dann vor allem die Sorge, dass sie berufliche Nachteile fürchten müssen, wenn sie sich krankmelden.

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Amazon: Rassismus im Betriebsrat?

Der Betriebsrats-Vize eines deutschen Amazon-Standorts muss wegen rassistischer Äußerungen eine Geldauflage zahlen. Handelt es sich um ein Missverständnis?

Der Vize-Vorsitzende des Betriebsrats am Amazon-Standort in Graben bei Augsburg soll sich mehrfach rassistisch geäußert haben, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Im Oktober 2018 soll er in einer Diskussion über den hohen Ausländeranteil im Gremium und bei Amazon gesagt haben, dass sich „jeder Deutsche einen Ausländer halten“ solle, und zwar „wie einen Hund“. Kurze Zeit später soll er einem Gremiumsmitglied mit afrikanischer Herkunft nahegelegt haben, erst einmal richtig Deutsch zu lernen. Das Gremiumsmitglied und ein weiteres Betriebsratsmitglied beschwerten sich deshalb beim Personalchef und forderten die fristlose Kündigung des Betriebsrats-Vizes.

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Da der mutmaßliche Rassist lediglich eine Ermahnung bekam, zeigten die Betriebsräte ihn bei der Polizei an. Der Fall ging vor Gericht. Weil der Betriebsrats-Vize abgesehen davon nie ein Problem verursacht hatte, wird das Verfahren nun gegen eine Geldauflage eingestellt. Er muss einem Verein, der sich um die Integration von Geflüchteten kümmert, 2.500 Euro zahlen.

Angeklagter streitet Vorwürfe ab

Der angeklagte Vize-Vorsitzende entschuldigte sich laut Protokoll in der nächsten Betriebsratssitzung und beteuerte vor Gericht, kein Rassist zur sein. Er habe bereits mehreren ausländischen Mitarbeitern geholfen. Seine Aussage sei außerdem missverstanden worden; er habe damit gemeint, dass jeder Deutsche einen Geflüchteten bei sich zu Hause unterbringen solle.

Mehrere Zeugen, die in der damaligen Sitzung anwesend waren, bleiben allerdings dabei, die eindeutig rassistischen Worte gehört zu haben. Der Personalchef verteidigt weiterhin den Angeklagten und meint, in einer internen Befragung

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Quelle: Amazon: Rassismus im Betriebsrat?

Netflix und Handys: viel Menschen leiden unter Schlafmangel

WirtschaftsWoche: Herr Meadows, wie sollte es sich anfühlen, wenn man genug geschlafen hat und dann morgens aufsteht?
Guy Meadows: Es fühlt sich an, als hätte man Superkräfte, als könnte man die ganze Welt erobern. Du bist fokussiert und aufmerksam. Das ist der Schlüssel: Wenn du dich fokussieren kannst, kannst du etwas lernen, dir Dinge merken, kommunizieren, Probleme lösen und vieles mehr. Und all das mit einer Leichtigkeit. Du fühlst dich voller Energie und voll da. Und, ganz wichtig: Du fühlst dich glücklich, du hast mehr Leidenschaft und Liebe für dich selbst, aber auch für andere. Wenn du gut geschlafen hast, ist alles besser.

Sie sagen aber: Dieses Gefühl kennen viele Menschen gar nicht mehr.
Wir sehen das jeden Tag in den Unternehmen: Die Menschen haben vergessen, wie es sich anfühlt, erholt aufzuwachen. Bei einer Umfrage unter 25.000 jungen Erwachsenen in Großbritannien hat nur ein Prozent angegeben, morgens vollkommen frisch und erholt aufzuwachen. Millionen Menschen wachen müde auf und pfeifen sich deshalb Energydrinks und Kaffee rein. Ein ganzer Markt existiert, um die Rolle des Schlafs zu ersetzen.

Sie konstatieren deshalb eine globale Epidemie des Schlafmangels. Was meinen Sie genau damit?
Der größere Teil der Weltbevölkerung gewährt sich selbst nicht ausreichend Schlaf. Das betrifft nicht nur die westliche Welt. Es gibt dafür einen eigenen Begriff: insufficient sleep syndrome. Die Menschen entscheiden sich aufgrund ihres Lebenswandels und ihrer Gewohnheiten dafür, nicht genug zu schlafen. Das Phänomen des absichtlichen Zuwenigschlafens hat immense Auswirkungen auf die Gesundheit von ganzen Bevölkerungen und die Produktivität ganzer Volkswirtschaften. Das geht bis in die Versicherungswirtschaft hinein, weil zum Beispiel so viele Autounfälle mit Schlafmangel zu tun haben.

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Quelle: Netflix und Handys: viel Menschen leiden unter Schlafmangel