Unternehmen beantragt Kurzarbeitergeld bei Netzwerk Arbeit e.V.

Sie haben richtig gelesen. Ich war heute unterwegs, lasse gewöhnlich mein Telefon bei Terminen im Auto und sah später eine Rufnummer aus Süddeutschland, die vor wenigen Minuten versuchte, mich zu erreichen.
Ich rief zurück, um den Kunden nicht lange warten zu lassen und es meldete sich der Inhaber eines Dentallabors aus der Gegend um den Starnberger See und er erklärte mir, dass er meine Anschrift aus dem Internet hätte
und einen Antrag auf Kurzarbeitergeld stellen wollte.

Ich erklärte ihm, dass er bei uns falsch ist, wollte den Herrn aber nicht so „auf der Straße stehen lassen“. Also bat ich ihn, mir kurz eine E-Mail zu schicken, damit ich ihn später vom Home-Office aus anrufe und versuche ihm Hilfe zu leisten.

Das tat er dann auch ganz beflissen. Er benutzt sogar unser Kontaktformular und schrieb:
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Ich möchte für meine Firma Alp… Den… Kurzarbeit für die Monate April und Mai anmelden..
(hier stand die komplette Anschrift) Ich habe Zwei Mitarbeiter: Zahntechniker Franz G…. und Zahntechnikermeister Stefan ….. Ich bitte um nähere Information und entsprechende Formulare.

Dr. S. Schm….., Geschäftsführer

Anscheinend hat er es immer noch nicht verstanden, dass wir nicht der richtige Ansprechpartner sind und so gab ich mir mehr Mühe, um ihm helfen zu können. Ich informierte mich bei der Arbeitsagentur, wie man Kurzarbeitergeld beantragt,
welche Formulare man benötigt und was sonst noch wichtig sein könnte. Anschließend erstellte ich eine schriftliche Anleitung, fügte die Formulare als PDF bei und die Links zu den Formularen. Das alles ging per Mail an den Geschäftsführer.

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Hier unsere E-Mail:

Hallo Herr Dr. Schm…,
wie bereits am Telefon erläutert, bilden wir keine „Arbeitsgemeinschaft“ mit der Arbeitsagentur, sondern sind ein Verein, der sich um die Personalbeschaffung für Unternehmen,
oder die Stellenvermittlung für Arbeitssuchende kümmert. Trotzdem versuche ich Ihnen soweit möglich behilflich zu sein, bemerke aber, dass es sich um eine Gefälligkeit handelt und
keine Haftung für gegebene Hinweise übernehmen kann.

Zum Kurzarbeitergeld:

Zuständig ist die Arbeitsagentur Seefeld und wie ich es gelesen habe, müssen Sie:

  1. Kurzarbeitergeld anzeigen. Das funktioniert mit diesem Formular:  https://www.arbeitsagentur.de/datei/anzeige-kug101_ba013134.pdf
  2. als nächstes füllen Sie den Antrag auf Kurzarbeitergeld aus, den Sie hier finden: https://www.arbeitsagentur.de/datei/antrag-kug107_ba015344.pdf
  3. dann folgt Monat für Monat die Abrechnungsliste: https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug108_ba013010.pdf

Ich habe Ihnen noch ein paar weitere Anlagen zur Info beigepackt und wünsche Ihnen, Ihren Mitarbeitern und dem Unternehmen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen
aus dem Süden Hamburgs

Netzwerk Arbeit e.V

Hans-Jürgen Schäfer
21258 Heidenau / Nds.

Mobil:0178 – 13 65 328

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Anschließend rief ich sofort an und erklärte ihm alles noch persönlich und fragte danach, ob er einen Steuerberater hat, der für die Lohnbuchhaltung zuständig wäre. Er bejahte und so konnte ich ihn beruhigen und ausrichten, er solle doch die Unterlagen aus meiner Mail an den Steuerberater geben, der ihm bei der Sucherei nach Zahlen und Angaben behilflich sein könne.

Das alles hat knapp 2 Stunden Zeit gekostet, war aber in vielerlei Hinsicht interessant für uns und auch wenn wir kein Geld damit verdient haben, hat es sich gelohnt.

Corona: Unternehmen können Sozialbeiträge später zahlen

Arbeitgeber, die wegen der Corona-Epidemie keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlen können, haben die Möglichkeit, diese stunden zu lassen. Auch für die Zinszahlungen gibt es eine Ausnahme.

Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Kreisen der Sozialversicherungsträger.

Turnusgemäß sind die Beiträge für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung an diesem Freitag fällig. Eingezogen werden sie von der gesetzlichen Krankenversicherung. Es handelt sich um insgesamt rund 40 Milliarden Euro. In einem der dpa vorliegenden Schreiben der Sozialversicherungsträger heißt es, Stundungen seien zunächst längstens bis Juni zu gewähren. „Einer Sicherheitsleistung bedarf es hierfür nicht.“ Ein zentraler Punkt ist, dass keine Stundungszinsen berechnet werden sollen.

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Quelle: Corona: Unternehmen können Sozialbeiträge später zahlen

Corona-Krise: Telefonische Krankschreibung jetzt für 14 Tage möglich 

Ärzte und Krankenkassen weiten die Möglichkeit aus, sich ohne Besuch in einer Praxis krankschreiben zu lassen: Bei Beschwerden der oberen Atemwege und einem Corona-Verdacht kann man sich nun telefonisch für 14 Tage die Bescheinigung besorgen.

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Quelle: Corona-Krise: Telefonische Krankschreibung jetzt für 14 Tage möglich | rbb24

ALG-II (Hartz-IV) Vermögensprüfung und Prüfung der Wohnungsgröße entfallen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bringt in der Corona-Krise ein großes Sozialpaket auf den Weg. Sein Gesetzentwurf, der der “Bild am Sonntag” vorliegt, sieht vor dass die Zugangsbeschränkungen für Hartz IV in der Krise massiv gelockert werden.

So soll für den Antrag auf Grundsicherung die Vermögensprüfung und die Überprüfung der Wohnungsgröße wegfallen. Heil sagte “Bild am Sonntag”: “Wir sorgen jetzt dafür, dass die aufwendige Vermögensprüfung für sechs Monate ab dem 1. April entfällt. Außerdem kann jeder weiter in seiner Wohnung bleiben. Die Leistungen der Grundsicherung werden schnell und unbürokratisch gewährt. Das hilft erst einmal, um nicht ins bodenlose zu stürzen. Wir lassen die Menschen nicht allein, der Staat kümmert sich!”

Das Bundesarbeitsministerium rechnet in der Krise mit bis zu 1,2 Millionen zusätzlichen Beziehern der Grundsicherung. In dem Gesetzesentwurf heißt es: “Unter Berücksichtigung der Branchen- und Einkommensstruktur könnten bis zu 700.000 der 1,9 Millionen Solo-Selbständigen und bis zu 300.000 der 1,6 Millionen Selbständigen mit Angestellten für eine Antragstellung in Frage kommen. Zusammen mit weiteren Anspruchsberechtigten wäre eine maximale Größenordnung von 1,2 Millionen zugehenden Bedarfsgemeinschaften infolge der Corona-Krise und dieser Regelung möglich.”

Knapp 10 Milliarden Euro Mehrkosten

Für den Bundeshaushalt und die Kommunen  bedeuten das knapp 10 Milliarden Euro Mehrkosten. “Bei 6 Monaten Leistungsbezug entspräche dies maximalen Mehrausgaben von rund 9,6 Milliarden Euro. Davon entfallen 7,5 Milliarden Euro auf den Bund und 2,1 Milliarden Euro auf die Kommunen”, heißt in dem Gesetzentwurf.

Arbeitsminister Heil betonte gegenüber “Bild am Sonntag”: “Wir müssen auch an die Menschen denken, die jetzt infolge der wirtschaftlichen Krise in Existenznöte geraten. Besonders hart trifft es gerade Selbstständige und Kleinstunternehmer. Menschen, die ansonsten dafür sorgen, dass unser Land gut funktioniert.”

Auch der Zugang zum Kinderzuschlag (maximal 185 Euro pro Monat) soll stark vereinfacht werden. Das Einkommen der Eltern wird nicht mehr für die vergangenen sechs Monate geprüft, es reicht der Einkommensbescheid des letzten Monats vor Antragsstellung. Dies wird nach Berechnungen der Bundesregierung zu einmaligen Mehrausgaben von 200 Millionen Euro führen.

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https://www.focus.de/finanzen/news/wegen-corona-krise-bundesregierung-will-bei-hartz-iv-vermoegenspruefung-aussetzen_id_11798424.html?fbclid=IwAR0p8m7tHt3F-W_K-pDK4XiQdAbiijmj2TRoWOIGqQs2twaPSGFPbemd408

Regelung wegen Corona-Krise: Kurzarbeitergeld rückwirkend ab 1. März

Das Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Krise kann kurzfristig fließen und bereits jetzt beantragt werden. Wie Bundesarbeitsminister Heil mitteilte, tritt es rückwirkend zum 1. März in Kraft und wird auch rückwirkend ausgezahlt.

Die wegen der Coronakrise eingeführten neuen Regeln für das Kurzarbeitergeld gelten rückwirkend bereits ab 1. März. Darauf wies Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hin. “Das bedeutet, dass Unternehmen jetzt schon die verbesserte Kurzarbeit beantragen können”, betonte der SPD-Politiker. Neben der Gesundheit der Menschen müsse die Regierung auch ihre Arbeitsplätze schützen.

Arbeitsminister Heil: Jetzt Kurzarbeitergeld beantragen und rückwirkend zum 1. März bekommen.

Mit dem neuen Kurzarbeitergeld sollen vor allem Unternehmen unterstützt werden, die “unter massiven Lieferengpässen leiden oder behördlich geschlossen werden müssen”. Die Bundesregierung will damit auch Entlassungen von Mitarbeitern vermeiden.

Die Neuregelung des Kurzarbeitergeldes war am vergangenen Freitag im Eilverfahren von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden. Unternehmen können demnach bereits dann Kurzarbeitergeld beantragen, wenn zehn Prozent der Beschäftigten im Betrieb von Arbeitsausfall betroffen sind – statt zuvor ein Drittel. Zudem werden Arbeitgebern die Sozialversicherungsbeiträge, die sie auch bei Kurzarbeit zu zahlen haben, in voller Höhe erstattet.

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Quelle: Regelung wegen Corona-Krise: Kurzarbeitergeld rückwirkend ab 1. März | tagesschau.de

Die Post versteckt das Aus für den Streetscooter in einer Corona-Meldung

Vor kurzem war noch alles gut. Doch weil der Konzern keinen Käufer findet, stellt die Post die Produktion des Elektrolasters ein. Das Abenteuer hat mehr als eine Milliarde Euro gekostet – und wird still beerdigt.

Die Deutsche Post beendet das größte und teuerste Abenteuer des vergangenen Jahrzehnts: Die Produktion des Elektrolieferwagens Streetscooter wird im kommenden Jahr eingestellt. Zu den vorhandenen 12.000 Fahrzeugen werden noch bis zu 7000 Neuwagen hinzukommen.

Der Postvorstand gab diese Nachricht in einem ganz anderen Zusammenhang bekannt, nämlich in einer Meldung über die Folgen des Coronavirus auf die Geschäftszahlen. Danach rechnet der Postkonzern im Monate Februar durch Viruserkrankungen in Asien und Europa mit einer Belastung von bis zu 70 Millionen Euro für das internationale Brief-, Paket- und Transportgeschäfte. Zu den Folgen für das gesamte Geschäftsjahr gibt es noch keine Einschätzung. Das angekündigte Ergebnisziel von fünf Milliarden Euro stellte Postchef Appel „unter Vorbehalt“.

Was die Elektrowagenflotte angeht, so wird diese noch für einige Jahre gewartet und betrieben. Die Suche nach einem Käufer unter Finanzinvestoren sowie in der Autoindustrie stellt der Postkonzern ab sofort ein. In Zukunft will sich die Post Elektrowagen bei den großen Auto- und Lkw-Herstellern zukaufen.

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Postchef Frank Appel kündigte „Anpassungsaufwendungen“ von bis zu 400 Millionen Euro an, die das Konzernergebnis des laufenden Jahres belasten werden. Die aufgelaufenen Verluste der Posttochter Streetscooter mit ihren zwei Werken in Aachen und Düren sind nicht bekannt. Allein im vergangenen Jahr soll es jedoch ein Minus von 100 Millionen Euro gewesen sein.

Gebaut wird das Fahrzeug seit 2014, Käufer außerhalb der Post gab es nur wenige. Zusammen mit den Kosten der Eigenentwicklung und den Abschreibungen auf die Anlagen ergibt sich nach Expertenschätzung ein Verlust von mehr als einer Milliarde Euro aus dem Abenteuer Streetscooter für die Post.

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Quelle: Streetscooter: Post zieht den Stecker – WELT