Comeback der Mitarbeiterwohnung 

Willow Village heißt das Dorf, das Facebook derzeit außerhalb von San Francisco plant. Rund 1.500 Wohnungen sollen dort für die Beschäftigten in der Nähe des Firmensitzes entstehen. In Zeiten steigender Mietpreise und Wettbewerb um Fachkräfte erfährt dieses Konzept auch in Deutschland ein Comeback: das Mitarbeiterwohnen in sogenannten Werkswohnungen. Der Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen geht aktuell von etwa 100.000 solcher Wohnungen in Deutschland aus – vor allem bei kommunalen Verkehrsbetrieben, Kliniken und Pflegeheimen, aber auch in der Hotel- und Gastronomie-Branche. Auch das Verkehrsunternehmen Üstra in Hannover hat neue Wohnungen für Mitarbeiter gebaut, wie die “NDR Info Perspektiven” berichten.

Bernd Burghardt von der Üstra vor einem neuen Wohnkomplex des Unternehmens. © Üstra

Bernd Burghardt leitet als Geschäftsführer die Versorgungseinrichtung der Üstra. Das Rentenwerk ist auch für die Betriebswohnungen zuständig und damit auch der Vermieter.

Etwa 1.000 neue Beschäftigte sucht das Nahverkehrsunternehmen Üstra in Hannover in den kommenden fünf Jahren. Etwa die Hälfte der Mitarbeiter gingen demnächst in Rente, so Danjiel Majstorovic, Personal-Bereichsleiter bei der Üstra. Die Nachfrage nach Fachkräften sei daher sehr hoch. In den Bewerbungsgesprächen erwähne das Unternehmen offensiv die rund 600 Mitarbeiterwohnungen: “Ich würde schon sagen, dass unser Angebot ein klarer Wettbewerbsvorteil ist. Es sind viele Aspekte, warum sich ein Mitarbeiter für das Unternehmen entscheidet, aber es ist definitiv ein Pfund, das wir auf unserer Seite haben. Wenn Mitarbeiter gerade Schwierigkeiten haben, auf dem Wohnungsmarkt eine Wohnung zu finden, fällt die Entscheidung vielleicht eher auf die Üstra.”

Quelle: Comeback der Mitarbeiterwohnung | NDR.de – Nachrichten – Niedersachsen

Lesen Sie auch:  Dr. Oetker gegen Pizza von Aldi – der ARD-"Markencheck" - DIE WELT

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.