Erstes Jobcenter verzichtet auf eine Verrechnung der Mietkaution.

Erstes Jobcenter verzichtet auf eine Verrechnung der Mietkaution.

Artikel bei Ihren Kontakten empfehlen:

Mietkautionsdarlehen sind schon länger ein umstrittenes Thema. Denn aus verschiedenen Gründen ist die Verrechnung der Mietkaution mit dem Hartz 4-Regelsatz nicht zulässig. Dennoch ist das Vorgehen eine gängige Praxis bei allen Jobcentern. Doch nun hat das Jobcenter des Landkreises Regensburg angekündigt, zukünftig darauf zu verzichten.

Wir berichteten bereits über die Probleme, die ein Mietkautionsdarlehen mit sich bringt. Natürlich bist du im ersten Moment erleichtert, da die Kaution an deinen Vermieter überwiesen wird. Doch das nette Angebot des Jobcenters entpuppt sich schnell als Nachteil für dich. Denn schon im Folgemonat werden monatlich bis zu 10 % deines Hartz 4-Regelsatzes einbehalten. So holt sich das Jobcenter die Mietkaution zurück.

Das Jobcenter macht sich die Welt, wie sie ihm gefällt

Die Frechheit am Vorgehen des Jobcenters ist, dass diese Praxis gar nicht zulässig ist. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe:

  • Der Hartz 4-Regelsatz versorgt dich mit dem Existenzminimum. Wenn man monatlich 10% von diesem Betrag abzieht, lebt du also unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Minimum. Das darf nicht sein.
  • Der Hartz 4-Regelsatz ist nicht für Mietkosten gedacht. Dafür gibt es die Kosten der Unterkunft, die ebenfalls vom Jobcenter bezahlt werden. Die Mietkaution von deinem Regelsatz abzubezahlen ist also ebenfalls rechtwidrig
  • Es herrscht eine ungenaue Rechtslage. Generell dürfen Darlehen von deinem Hartz 4-regelsatz abgezogen werden, aber ein Mietkautionsdarlehen wird hier nicht benannt. Das Jobcenter hat also eine Grauzone gefunden, die sie schamlos ausnutzt.

Quelle: Erstes Jobcenter verzichtet auf eine Verrechnung der Mietkaution.

Artikel bei Ihren Kontakten empfehlen: