Fachkräfte und Führung

Fachkräfte und Führung

Im Schnitt bewerten Fachkräfte in Deutschland ihre Vorgesetzten auf einer Schulnotenskala von eins bis sechs mit einer 3+ (2,67) wie eine aktuelle Untersuchung zeigt. Das Marktforschungsinistut Respondi hat im Auftrag von Meinetstadt.de rund 2.000 Fachkräfte mit Berufsausbildung im Alter von 25 bis 65 Jahren befragt. Die Studienautoren stellen dabei infrage, ob diese “befriedigende” Bewertung der Vorgesetzten in Zeiten des Fachkräftemangels wirklich gut genug ist. Auch dass 30,2 Prozent der Befragten schon einmal wegen ihrer Führungskraft den Job gewechselt haben, wirft kein gutes Licht auf die Führungskultur.

Wolfgang Weber, Geschäftsführer von Meinstadt.de, meint deshalb, dass Arbeitgeber ihre Führungskultur reflektieren und in die Führungsqualität investieren müssten. Denn: “Gute Führungskräfte machen einen Arbeitgeber für Fachkräfte mit Berufsausbildung attraktiv, schlechte Führungskräfte unattraktiv.”

Schilderungen negativer Führungserlebnisse geben zu denken

Besonders alarmierend sind die konkreten Beschreibungen von negativen Führungserlebnissen, die in der Studie zusammengetragen wurden. Viele Fachkräfte schildern dabei ein beachtliches Maß an Wutausbrüchen und Gewalt seitens einzelner Führungskräfte. In der Studie werden Schilderungen von cholerischen Anfällen “bis an den Rand der Gewalttätigkeit”, vom Werfen mit Ordnern und anderen Gegenständen oder vom Anschreien “vor versammelter Mannschaft und Kunden” zitiert. Auch Homophobie oder bewusst eingesetzte psychologische Gewalt werden in der Studie problematisiert: Ein Teilnehmer erzählt von “persönlichen Beleidigungen, weil ich schwul bin”. Auch vom Zwang, “21 Tage ohne Pause zu arbeiten”, oder von der Verweigerung von Toilettenpausen durch Abschließen der Toilette berichtet die Studie.

Als besonders positiv erleben es die Befragten der Studie hingegen, wenn Führungskräfte Rücksicht auf persönliche Stresslagen oder Nöte nehmen und wenn die Arbeit der Fachkräfte geschätzt wird. So freut sich eine Fachkraft beispielsweise, als sein Vorgesetzter “vor allen anderen sagt, dass er weiß was er an mir hat.” Andere Stimmen freuen sich darüber, dass “Stress und Arbeit ferngehalten” werden, wenn die gesundheitliche oder psychische Situation das erfordert, oder darüber, dass für Todesfälle auch außergewöhnlich lange Abwesenheitszeiten (“drei Wochen unvorhergesehenes Fernbleiben”) akzeptiert werden.

►► Um den vollständigen Text zu lesen, folgen Sie bitte dem Link…..

Quelle: Fachkräfte und Führung | Personal | Haufe

Lesen Sie auch:  Längere Ein-Euro-Jobs, frühere Rente: Regierung macht Langzeitarbeitslosen Druck - n-tv.de

Schreibe einen Kommentar

2 + fünf =