Fristlose Kündigung: Arbeitgeber muss Überstunden vergüten 

Fristlose Kündigung: Arbeitgeber muss Überstunden vergüten 

Wird ein Angestellter von der Arbeit freigestellt, sind damit nicht automatisch auch seine Überstunden abgegolten. Das entschied das Bundesarbeitsgericht in einem Urteil am Mittwoch (5 AZR 578/18). “Endet das Arbeitsverhältnis und können Gutstunden auf dem Arbeitszeitkonto nicht mehr durch Freizeit ausgeglichen werden, sind sie vom Arbeitgeber in Geld abzugelten”, hieß es in der Begründung.

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Im konkreten Fall hatte eine Sekretärin ihren ehemaligen Arbeitgeber verklagt. Für 67 geleistete Überstunden forderte sie eine Nachzahlung von 1317,28 Euro – nebst Zinsen. Diese muss ihr ehemaliger Arbeitgeber ihr nun erstatten.

Der damals 51 Jahre alten Sekretärin einer Steuerberater- und Wirtschaftsprüfergesellschaft wurde im Juni 2016 fristlos gekündigt. Vor Gericht schloss die Frau mit ihrem Arbeitgeber einen Vergleich: Die außerordentliche, fristlose Kündigung wurde umgewandelt in eine ordentliche, arbeitgeberseitige betriebsbedingte Kündigung.

Ihr Arbeitsverhältnis endete damit am 31. März 2017. Bis dahin war sie freigestellt. Ihre Ansprüche auf Weihnachtsgeld wurden abgerechnet, den Urlaubsanspruch verlor sie durch die Freistellung, so wurde es im Vergleich festgehalten. Was im Vergleich nicht erwähnt wurde: die bis Juni 2016 geleisteten Überstunden.

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Quelle: Fristlose Kündigung: Arbeitgeber muss Überstunden vergüten – SPIEGEL ONLINE

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