Gehaltsverzicht bei Führungskräften: Diese rechtlichen Stolperfallen gibt es 

In der Corona-Krise geht vielen Unternehmen die Liquidität aus. Kurzarbeit ist bei Führungskräften nicht immer möglich. Eine Alternative ist der freiwillige Gehaltsverzicht. Worauf Arbeitgeber und Arbeitnehmer dabei achten müssen, erklärt Rechtsanwältin Julia Ruch.

Frau Ruch, wenn Unternehmen in der jetzigen Corona-Krise Personalkosten vorübergehend einsparen müssen, greifen sie häufig auf Kurzarbeitergeld zurück. Sie schlagen für Führungskräfte ein weiteres Instrument vor: den Gehaltsverzicht. Wieso?

Leitende Angestellte haben eine besondere Stellung. Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen zur einseitigen Einführung von Kurzarbeit gelten für sie nicht. Das Direktionsrecht des Arbeitgebers reicht auch nicht aus. Dafür braucht es eine Einwilligung der leitenden Führungskraft. Während Unternehmen für „einfache“ Angestellte diese beispielsweise über eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat erzielen können, geht das bei den Führungskräften häufig nicht, da diese nicht vom Betriebsrat vertreten werden. Es braucht also eine individuelle Einigung oder einer Kurzarbeitsklausel im Arbeitsvertrag.

Darüber hinaus ist es für Unternehmen mitunter schwierig, in einer Krise auf die Arbeit der Führungskräfte zu verzichten, weswegen Kurzarbeit keine Option ist. Dagegen kann ein freiwilliger Verzicht auf Teile des Gehalts eine gute Lösung sein.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein solcher Verzicht möglich ist?

Natürlich muss die Führungskraft dem zustimmen. Der Arbeitgeber kann das also nicht einseitig anordnen. Wichtig ist auch, dass es einen schriftlichen Vertrag gibt, in dem der Gehaltsverzicht dokumentiert wird. Darin muss enthalten sein, auf wie viel Prozent der Vergütung verzichtet wird und für welchen Zeitraum. Außerdem sollte darin geregelt werden, ob sich die Einbußen nur auf das Grundgehalt oder auch auf Zuschläge, Bonuszahlungen und Pensionsleistungen beziehen. Der Vertrag kann außerdem Klauseln enthalten, wonach der Gehaltsbetrag, auf den die Führungskraft verzichtet hat, nachgezahlt wird, wenn das Unternehmen sich wirtschaftlich erholt hat.

►► Um den vollständigen Text zu lesen, folgen Sie bitte dem Link…..

Quelle: Gehaltsverzicht bei Führungskräften: Diese rechtlichen Stolperfallen gibt es – Markt und Mittelstand

Lesen Sie auch:  Immer mehr Menschen arbeiten im Niedriglohnsektor

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.