Grundeinkommen: Finnland rückt immer weiter von der Idee ab

Grundeinkommen: Finnland rückt immer weiter von der Idee ab

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HelsinkiSollte man Hartz IV abschaffen und stattdessen ein solidarisches Grundeinkommen einführen? Die Diskussion darüber hat neuen Aufschwung erhalten, nachdem Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) eine Abkehr vom Arbeitslosengeld II, besser bekannt als Hartz IV, und stattdessen die Einführung eines solidarischen Grundeinkommens gefordert hat.

Bei 1500 Euro brutto solle der Betrag liegen, der jedem Arbeitslosen monatlich ausgezahlt wird. Allerdings müsse der Empfänger arbeiten, „in Bereichen, die unserer Gemeinschaft zugute kommen“, wie sich Müller ausdrückte. Berlins Bürgermeister denkt an kommunale Arbeitsplätze wie Hausmeister in einer Schule oder Personal in Bahnen und Bussen.

Der Vorschlag, der eine Abkehr von den Reformen der Agenda 2010 bedeutet, ist von Teilen der CDU scharf kritisiert worden. Müller erhielt aber auch Zustimmung von Parteigenossen und Vertretern der Grünen und der Linken. Auch der DGB spricht von einem Denkanstoß, der in die richtige Richtung ginge.

Was in Deutschland derzeit noch diskutiert wird, ist in Finnland zumindest testweise bereits Realität. Seit 2017 wird hier das bedingungslose Grundeinkommen bereits erprobt – als erstes Land in Europa. 2000 arbeitslose Finnen im Alter von 25 bis 58 Jahren, die Arbeitslosengeld erhielten, wurden ausgelost, um an dem Versuch teilzunehmen.

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Quelle: Grundeinkommen: Finnland rückt immer weiter von der Idee ab

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