Jobwechsel: wie erklärt man ihn?

Es gab Zeiten, in denen Mitarbeiter nach der Ausbildung übernommen wurden und erst mit Eintritt ins Rentenalter aus dem Unternehmen ausschieden. Aber auch Beschäftigungszeiten von über 15 Jahren waren normal. Viele klagen diesen Zeiten nach, aber für noch mehr unter Ihnen scheint sich dieses Thema erledigt zu haben. Gründe hierfür gibt es viele. Und immer öfter sind es die Arbeitnehmer, die einen Wechsel wünschen.

Egal aus welchem Grund es zu dem Wechsel gekommen ist, sollte dieser in einem Vorstellungsgespräch, aber auch in der schriftlichen Bewerbung angesprochen und erklärt werden.

Motivation 1: Sie sind mit Ihrem Gehalt unzufrieden
Einer der häufigsten Gründe für einen Jobwechsel ist finanzielle Unzufriedenheit. Mitarbeiter steigern ihre Leistung und übernehmen mehr Verantwortung, aber Gehaltserhöhungen bleiben aus. Von Jahresprämien, Zulagen und Sonderzulagen wird zwar gesprochen, es kommt aber nicht dazu. Vor einer Kündigung sollten Sie sich aber genau informieren, ob andere Unternehmen Ihnen tatsächlich mehr zahlen würden. Zumindest wenn das der einzige Grund für Ihre Wechselmotivation ist. Ganz wichtig: Nennen Sie in Vorstellungsgesprächen niemals das Gehalt als Grund für einen angestrebten Wechsel, sondern orientieren Sie sich an den folgenden Punkten, um eine angemessene Begründung zu finden.

Motivation 2: Neue Herausforderungen und Perspektiven sind gefragt
Mangelnde Perspektiven gehören ebenfalls zu den oft genannten Wechselmotivationen. Obwohl Sie stets überdurchschnittliches Engagement zeigen und das Unternehmen vorwärts bringen, sehen Sie keine Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Möglich ist aber auch, dass die Situation des Unternehmens keine Beförderung zulässt. Diese Aussichten münden in Frustration und Unzufriedenheit, sodass für Sie ein Jobwechsel unumgänglich ist. Diesen Grund können Sie im Vorstellungsgespräch nennen, dürfen aber keinerlei Missmut zeigen und über Ihren aktuellen Arbeitgeber nur äußerst sachlich reden. Abfällige Bemerkungen über ein Unternehmen wirken unprofessionell und unangebracht. Ganz besonders, wenn man sich selbst gerade verändern möchte.

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Motivation 3: Sie möchten Ihren beruflichen Schwerpunkt verlagern
Sie sind in eine berufliche Sackgasse geraten und denken auch über grundlegende Veränderungen Ihrer professionellen Tätigkeit nach. Vielleicht streben Sie einen kompletten Branchenwechsel oder eine Änderung Ihres beruflichen Umfeldes an. Die Gründe dafür können wirtschaftlicher Natur sein, weil es Ihrer aktuellen Branche schlecht geht, aber auch persönlichen Motiven entspringen: Sie sind lernbegierig und suchen Ihre Chancen in einer neuen Zielbranche. Mangelnde Perspektiven für den weiteren Karriereweg gehören zu den meistgenannten Wechselmotivationen. Andere Gründe sind, Wechsel von kleinem Unternehmen zu einem großen Konzern oder umgekehrt, neue Herausforderung im Ausland oder der Wunsch nach mehr/weniger Reisetätigkeit

Motivation 4: Sie streben einen Wechsel aus familiären Gründen an
Oft liegt der Grund für einen Jobwechsel klar auf der Hand. Ihr Partner/Ihre Partnerin wurde versetzt und der Umzug in eine andere Stadt steht an.

Weitere Gründe sind:

  • Unzufriedenheit mit der Work-Life-Balance im derzeitigen Unternehmen
  • Tätigkeit, bei der Sie Beruf und Familie besser vereinbaren können
  • Andere Unternehmen sind familienfreundlicher, flexibler und toleranter gegenüber jungen Familien

Wichtig: Lassen Sie Ihre Wechselmotivation nicht wie eine Rechtfertigung oder gar Entschuldigung wirken. Machen Sie sie stattdessen für Ihr Gegenüber greifbar konkret: Nennen Sie Beispiele und sagen Sie, was dieses Wechselmotiv konkret für Sie bedeutet und welche Ziele Sie persönlich – und nicht man! – damit verbinden: