Krankschreibung: Sie haben blaugemacht

Krankschreibung: Sie haben blaugemacht

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Wenn morgens der Wecker klingelt und Sarah Neubaur* wieder schlecht geschlafen hat, bleibt sie einfach liegen. Sie geht nicht zum Arzt – und auch nicht zur Arbeit. Meistens kann sie sich am nächsten Tag wieder motivieren. Manchmal reichen zwei Tage nicht, dann geht sie zu ihrer Ärztin und lässt sich für eine Woche krankschreiben: Erkältung oder Bauchschmerzen. Insgesamt hat Neubaur in den letzten zwölf Monaten mehr als 30 Tage gefehlt. Wirklich krank war sie an diesen Tagen selten. Sie macht blau. Neubaur ist 21 Jahre alt und auszubildende Kauffrau bei einer privaten Krankenversicherung. Dort prüft sie Abrechnungen, acht Stunden am Tag. Eine Idiotenaufgabe, sagt Neubaur. Dazu kommen die Kollegen, die kaum Hallo sagen und den ganzen Tag aufs Handy starren. Und Chefs, die sich so wenig für ihre Mitarbeiter interessieren, dass sie nicht mal aufmerksam wurden, als Neubaur einmal mehr als sechs Wochen gefehlt hatte. “Alles hier ist mir zuwider “, sagt die Auszubildende. “Das Schlimmste ist für mich ist die fehlende Wertschätzung. Die anderen Auszubildenden und ich werden wie billige Arbeitskräfte behandelt: Wir werden nicht gefordert und gefördert, sondern runtergemacht und kleingehalten.” Wann haben Sie zuletzt blaugemacht? Das haben wir unsere Leser gefragt und 23.000 Menschen haben den Fragebogen auf ZEIT ONLINE ausgefüllt. 19 Prozent aller Befragten haben demnach in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Tag blaugemacht. Fragt man nicht nach den eigenen Fehltagen, sondern nach denen der Kollegen, scheint das Phänomen deutlich größer zu sein: 87 Prozent der Blaumacher geben an, dass sie wissen oder vermuten, dass ihre Kollegen auch blaumachen.

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Quelle: Krankschreibung: Sie haben blaugemacht | ZEIT Arbeit

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