Kündigung vor Insolvenz: Abfindung kann Masseverbindlichkeit sein

Kündigung vor Insolvenz: Abfindung kann Masseverbindlichkeit sein

Im Zusammenhang mit einer Insolvenz kann Timing sehr wichtig sein. So ist es zum Beispiel für den Gläubiger einer Forderung entscheidend, wann dieser Anspruch gegen ein wirtschaftlich angeschlagenes Unternehmen rechtlich begründet wurde: vor oder nach Eröffnung der Insolvenz des Unternehmens.

Auch in dem aktuellen Fall vor dem BAG ging es darum, ob die Forderung (in diesem Fall eine Abfindung) eines Arbeitnehmers als sogenannte Masseverbindlichkeit – also als ein nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens begründeter Anspruch – anzusehen war. Der Vorteil: Die Gläubiger von Masseverbindlichkeiten sind im Insolvenzverfahren vor allen anderen Gläubigern zu befriedigen. Anders ist die Situation bei einfachen Insolvenzforderungen: Diese sind bereits vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens begründet und werden daher wie Ansprüche anderer Gläubiger lediglich in eine Insolvenztabelle aufgenommen.

Quelle: Kündigung vor Insolvenz: Abfindung kann Masseverbindlichkeit sein | Personal | Haufe

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