Markit-Index: Wirtschaftsklima auf Zwei-Jahreshoch

Das Geschäftsklima hat sich im Juli deutlich aufgehellt. Für Deutschland stieg das am Freitag veröffentlichte Barometer des Londoner Markit-Instituts auf ein 23-Monatshoch. Der Index basiert auf der monatlichen Befragung von 1000 Einkaufsmanagern aller Branchen und gilt als wichtiger Indikator für die konjunkturelle Entwicklung.

Die Erholung vom Wirtschaftseinbruch nimmt damit weiter Fahrt auf. Im März und April war der Markit-Index regelrecht abgestürzt bis auf 17,4 Zähler; von einem „beispiellosen Kollaps der Wirtschaftsaktivitäten“ war damals die Rede, der den Einbruch in der Finanzkrise von 2008 deutlich übertraf.

Von Mai an ging es dann aber wieder nach oben. Im Juni notierte das Barometer bei 47 Zählern, nun sind es 55,5 Zähler. Die 50-Punkte-Schwelle, die eine Zunahme der Wirtschaftsleistung signalisiert, ist damit übersprungen.

Die Ergebnisse lägen „deutlich über den Erwartungen“, kommentierte Markit-Ökonom Phil Smith. Das zeige, dass es mit der deutschen Wirtschaft wieder aufwärts gehe und die Nachfrage mehr und mehr in Schwung komme. Vor allem das verbesserte Geschäftsklima in der exportabhängigen deutschen Industrie, die ganz besonders unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise ächzt, mache Mut. Zumal das Einkaufsmanager-Barometer für den Euroraum ebenfalls kräftig stieg.

Amerika hängt hinterher

Tatsächlich vermeldeten nicht nur die primär binnenwirtschaftlich orientierten Dienstleistungsunternehmen eine bessere Stimmung im Juli, sondern stieg auch das Industriebarometer auf 53,2 Punkte. Selbst die Industrieproduktion erreicht in der Markit-Erhebung nun wieder 50 Punkte. Die Ökonomen verweisen auf solide Zuwächse beim Neugeschäft, wo die Industrie sogar Spitzenreiter sei.

Quelle: Markit-Index: Wirtschaftsklima auf Zwei-Jahreshoch

 

 

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