Mehr Geld für Kinder von Geringverdienenden

Mehr Geld für Kinder von Geringverdienenden

Ab Juli gibt es für knapp vier Millionen Kinder von Familien und Alleinerziehenden mit geringen Einkommen mehr Geld. Denn dann tritt das »Starke-Familien-Gesetz« in Kraft. Was sich im Einzelnen ändert und wer davon profitiert, erläutert Martin Künkler in der »Sozialen Sicherheit« 4/2019.

1. Neuregelungen beim Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag (KiZ) ist eine monatliche Geldleistung, die zusätzlich zum Kindergeld und Wohngeld bezogen werden kann. Ihn bekommen Eltern, deren Einkommen zwar für ihren eigenen Lebensunterhalt ausreicht, nicht jedoch für den ihres Kindes oder ihrer Kinder. Der Zuschlag soll zusammen mit dem Kinder- und Wohngeld das Existenzminimum sichern und einen Bezug von Hartz-IV-Leistungen vermeiden. Der gleichzeitige Bezug von KiZ und Hartz IV ist nicht möglich.

Der KiZ erreicht heute nur rund 250.000 Kinder und Jugendliche. Denn die Leistung, die vom Einkommen und Vermögen der Familie abhängt, ist wenig bekannt und kompliziert. Das neue Gesetz soll dafür sorgen, dass künftig 328.000 Kinder zusätzlich den Zuschlag bekommen.

Höherer Maximalbetrag: Ab Juli wird der Höchstbetrag des KiZ um neun Prozent angehoben: Statt maximal 175 Euro pro Kind gibt es dann maximal 185 Euro im Monat.

Einkommensanrechnung entschärft: Bisher wird Einkommen eines Kindes – dazu gehören vor allem Unterhaltszahlungen – zu 100 Prozent auf den KiZ angerechnet und reduziert damit den Zahlbetrag. Ab Juli wird das Kindeseinkommen nur noch zu 45 Prozent angerechnet. Davon profitieren vor allem Alleinerziehende, die heute vom KiZ ausgeschlossen sind, wenn der Unterhalt des anderen Elternteils oder der Unterhaltsvorschuss vom Staat über 170 Euro im Monat liegt. So kann künftig eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind zwischen sechs und elf Jahren neben dem Unterhaltsvorschuss von 202 Euro einen KiZ von 94 Euro im Monat bekommen. Heute hat sie gar keinen Anspruch auf den KiZ.

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Quelle: Mehr Geld für Kinder von Geringverdienenden

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