Minderung der gesetzlichen Rente bedenken | Soziale Sicherheit

Künftig soll es attraktiver sein, einen Teil des Gehalts steuer- und sozialabgabenfrei in eine Anwartschaft auf eine Betriebsrente umzuwandeln. Doch diese Entgeltumwandlung schmälert die eigene gesetzliche Rente. Und sie führt auch dazu, dass bei allen Arbeitnehmern und Rentnern die gesetzlichen Rentenansprüche geringer steigen. Davor warnt der Wirtschaftswissenschaftler Volker Meinhardt in der »Sozialen Sicherheit« 4/2017.Mit dem geplanten Betriebsrentenstärkungsgesetz soll erreicht werden, dass mehr Beschäftigten eine betriebliche Altersversorgung (bAV) angeboten wird. Dazu soll vor allem die so genannte Entgeltumwandlung attraktiver werden. Darunter wird verstanden, dass sozialversicherungspflichtige Beschäftigte einen Teil ihres Gehalts in eine Anwartschaft auf eine bAV überführen können. Dieser Teil ist derzeit auf vier Prozent der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (3.048 Euro pro Jahr) begrenzt, die steuer- und sozialabgabenfrei sind.Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz soll ab 2018 der steuerfreie Höchstbetrag auf acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze angehoben werden. Und: Die Tarifvertragsparteien sollen sich vertraglich auf eine obligatorische Entgeltumwandlung einigen. Der einzelne Arbeitnehmer soll aber die Möglichkeit haben, dagegen zu votieren (Opting-out).

Quelle: Minderung der gesetzlichen Rente bedenken | Soziale Sicherheit

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