Mitarbeiter-Austausch als Win-win-Situation

Um die negativen Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern, kann ein branchenübergreifender Austausch von Mitarbeitern allen Beteiligten Vorteile bringen.

Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Veränderungen, die durch das Corona-Virus entstanden sind, führen zu erheblichen Nachfrageverschiebungen in allen Industriezweigen. Während der Gastronomie- und der Tourismussektor dramatische Rückgänge erlebten, stieg die Nachfrage im Gesundheitswesen, in der Logistik und in einzelnen Bereichen des Einzelhandels massiv an. Diese Verschiebungen erfordern innovative Ideen und kooperative Konzepte beim Einsatz von Arbeitskräften. Maßnahmen wie Kurzarbeit, Entlassungen sowie die Einstellung einzelner Vollzeitbeschäftigter oder Freelancer sind oft für alle Beteiligten problematisch – sie sind für Unternehmen sowie die Regierung teuer und zeitaufwändig, während Beschäftigte dadurch teils in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Eine sinnvolle Alternative ist dabei in vielen Fällen der branchenübergreifende Mitarbeiter-Austausch. In Deutschland haben McDonald’s und die Lebensmittelketten Aldi Süd und Aldi Nord dieses kooperative Konzept in die Tat umgesetzt. Durch ein Verständnis von Arbeit, das ein Überschreiten von organisatorischen Grenzen erlaubt, lässt sich die allgemeine Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft gegenüber exogenen Schocks wie dem Coronavirus in Zukunft erhöhen.

Das ist die Idee des Mitarbeitertauschs:

  • Ausgewählte Mitarbeiter mit vergleichbaren Fähigkeiten aus Industrien, die sich einer geringeren Nachfrage gegenübersehen (Sender-Organisationen), für einen befristeten Zeitraum an solche, die eine gestiegene Nachfrage bedienen müssen (Empfänger-Organisationen), auszuleihen
  • Den Austausch umzusetzen und gleichzeitig friktionelle Kosten und Zeitaufwand zu minimieren, mit denen traditionelle Beschäftigungsübergänge verbunden sind (Stellenabbau/ Beurlaubung, Beantragung von Arbeitslosengeld, Bewerbung auf neue Stellen und so weiter)

Wie läuft das ab? Die Empfänger-Unternehmen (zum Beispiel im Gesundheitswesen, in einzelnen Bereichen des Einzelhandels oder in der Logistik) ermitteln die Art und die Anforderungen der benötigten Fähigkeiten und suchen danach die geeigneten Quellen für die erforderlichen Kompetenzen bei potentiellen Sender-Unternehmen (zum Beispiel einer Fluggesellschaft). Das aufnehmende und das entsendende Unternehmen legen dann die Bedingungen des Austauschs fest (Dauer, Vergütung, Leistungen und Versicherung, rechtliche Erwägungen).

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Quelle: Mitarbeiter-Austausch als Win-win-Situation

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