Mittagsschlaf im Büro: Wie Berufstätige im Job Nickerchen machen

Mittagsschlaf im Büro: Wie Berufstätige im Job Nickerchen machen

Ich bin dann mal kurz schlafen, lieber Chef: So könnte die Abschiedsformel lauten, mit der sich Arbeitnehmer in ihre Mittagspause verziehen – zum Nickerchen. Genau dafür sollen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern längere Auszeiten zur Mittagszeit ermöglichen, forderte jüngst der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB).

Experten befürworten das ausdrücklich, Schlafforscher Alfred Wiater etwa empfiehlt als besten Ort für ein Nickerchen: “Ein ruhiger Raum, gedimmtes Licht, eine Liege.”

Ein Schläfchen am Arbeitsplatz, wie soll das gehen?

Das wollten wir von Ihnen wissen. Machen Sie ein Nickerchen – und wenn ja, wohin gehen sie dafür? Wir haben Sie gebeten, uns per E-Mail davon zu berichten – und veröffentlichen hier eine Auswahl Ihrer Einsendungen.

Christian Kölbel arbeitet in einem Krankenhaus. Er schreibt:

“Seit vielen Jahren halte ich gegen 14 Uhr einen regelmäßigen Mittagsschlaf von maximal 20 Minuten auf einer Untersuchungsliege in meinem Büro. Das Telefon wird abgestellt; ich bin für niemanden zu sprechen. Danach bin ich frisch und gestärkt und kann meinen elf- bis zwölfstündigen Arbeitstag gut absolvieren. Meine Kollegen und Mitarbeiter wissen davon und respektieren meine Siesta.”

Yasmin Heisler hat sich digitale Hilfe geholt, um ihren Mittagsschlaf genießen zu können:

“Ich habe eine Powernap-App und suche mir für etwa 16 Minuten einen nicht genutzten Besprechungsraum. Dort lehne ich mich mit Nackenkissen, Schlafbrille und In-Ear-Kopfhörer zurück und folge der 15-minütigen Hypnose. Ich kann mittlerweile total entspannen. Danach bin ich wieder fit für die zweite Hälfte des Tages. Meine Kollegen wissen davon, finden das gut – aber bislang macht keiner mit.”

Ein IT-Manager aus Dresden will seinen richtigen Namen nicht veröffentlicht wissen. Er arbeitet neun bis zehn Stunden pro Tag in einem Großraumbüro – und schreibt:

“Jeden Tag ist meine Mittagspause 90 Minuten lang. 60 Minuten wird gegessen und gequatscht und 30 Minuten sind für die Siesta reserviert. Ich versuche, in dieser Zeit auf meinem Büro-Stuhl mithilfe von lauter Musik und einer Augenbinde ‘wegzunicken’. Dafür brauche ich zehn bis 20 Minuten.

Ich muss laute Musik ohne Gesang hören. Am besten funktioniert schnelle, klassische Musik. Gespräche sollten nicht zu hören sein, Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung sind sehr hilfreich. Danach einen Kaffee und noch etwas Zeitvertreib im Internet. Fertig, ich bin wieder 100 Prozent fit!

Ich merke, dass ich in puncto Konzentration und Effektivität vor allem zwischen 13 und 15 Uhr, aber auch nach 17 Uhr meinen Mitarbeitern überlegen bin.

Um den vollständigen Text zu lesen, folgen Sie bitte dem Link…..

Quelle: Mittagsschlaf im Büro: Wie Berufstätige im Job Nickerchen machen – SPIEGEL ONLINE

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