Mohamed aus Tunesien hat es bald geschafft

Im Dezember 2021 schickte uns Mohamed N. seine Bewerbungsunterlagen aus Tunesien zu. Zuerst dachten wir, es wäre doch zu schwierig, jemanden aus einem Drittstaat zu vermitteln. Wir änderten unsere Meinung und denken, dass auch Unternehmer unbedingt mehr auf ausländische Arbeitskräfte setzen müssen. Das Risiko nicht scheuen, versuchen, die Grenzen zu erkennen und zu erkunden, wie man sie überwindet.

Mohamed und ich hielten den Kontakt aufrecht, bis ich ihn bei einem unserer Stammkunden in Bayern vorstellen konnte. Ehrlich gesagt: „es war auch keine deutsche Fachkraft zu finden“. Mir blieb nichts anderes übrig. Ich musste und wollte „liefern“.

Ich schlug Mohamed im Unternehmen vor und Ende März unterhielt man sich über Skype, war sich recht schnell einig und vereinbarte am 04.04.2022 einen Arbeitsvertrag.

Nun galt es, die Genehmigungen einzuholen. Visa, Arbeitserlaubnis usw. Beteiligt waren das einstellende Unternehmen, wir als Vermittler, die Arbeitsagentur, die Ausländerbehörde und die Stadtverwaltung. Dank der guten Zusammenarbeit und natürlich auch der guten Verbindungen untereinander, gab es nur einmal eine kleine Schwierigkeit, die aber innerhalb weniger Tage ausgeräumt werden konnte.

Gerade teilte mir Mohamed N. mit, dass er schon am 17.06.2022 einen Termin in der deutschen Botschaft in Tunesien bekommen hat und sein Visum mit Arbeitserlaubnis erteilt ist.

So schnell gehts. Knapp 10 Wochen, bis alle Formalitäten erledigt sind.

Da Mohamed N. noch keinen Führerschein hatte, nutzte er die Zeit noch, um den tunesischen Führerschein zu erwerben. Auch den hat er nun seit Anfang Juni. Jetzt kommt er nach Deutschland, ist sogar mobil, mit seinem internationalen Führerschein, den er aber nur für begrenzte Zeit hier nutzen kann. Aber gut. Er verdient ja dann ordentlich Geld bei unserem Unternehmen und kann sich zusätzlich einen deutschen Führerschein leisten.

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