Nach dem Lockdown droht der Burnout – Personalwirtschaft.de

In Deutschland zeigen sich jetzt die Auswirkungen der Isolation und Überforderung während der Corona-Krise, sowohl bei den in ihre Büros zurückkehrenden Arbeitnehmern, als auch bei denen, die vorerst im Homeoffice bleiben. Der größte Negativ-Trend der letzten Monate ist der Burnout.

Das zeigen die nun ausgewerteten Ergebnisse einer Umfrage der Mitarbeiterengagement-Plattform Glint, für die insgesamt mehr als 700.000 Arbeitnehmern weltweit, beginnend am 18. März und durch die letzten drei Krisenmonate andauernd, befragt wurden.

Ziel der Umfrage war es, eine akkurate Stimmungslage der Mitarbeiter zu erhalten und ihr Wohlbefinden zu ermitteln.

Jeder fünfte der befragten Arbeitnehmer fühlt sich isoliert. Und zum wachsenden Stress in der Krisenzeit kommen noch mehr Aufgaben hinzu, die Arbeitnehmer bewältigen müssen. Etwa die Herausforderung, Haushalt, Familie und Arbeit zu vereinbaren. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich zwischen März und April die Antworten der Arbeitnehmer, die um das Thema Burnout kreisen, verdoppelt haben.

Burnout ist keine Krankheit, sondern eine Sammlung von Symptomen. Im Kern können dabei Faktoren wie Überlastung, Isolation und zu hohe Ansprüche langfristig zu Arbeitsausfall und psychischer wie physischer Krankheit führen.

Befragte, die angaben unter hoher Arbeitslast zu leiden, waren mehr als doppelt so anfällig für Burnout-Indikatoren. Wer die Anzeichen für einen Burnout rechtzeitig erkennt, hat allerdings gute Chancen, gegenzusteuern.

Bedürfnisse der Mitarbeiter

Die befragten Arbeitnehmer wünschen sich mehr Unterstützung von ihrem Arbeitgeber. In Zeiten der Krise brauchen Menschen zunächst das, was sie sonst auch nötig haben: Anerkennung und das Vertrauen, dass ihr Arbeitsplatz sicher ist, dass sie einen festen Platz im Team haben, dazugehören und dass ihre Aufgaben klar sind.

Hinzu kommen krisenbedingt die Bedürfnisse, schnelle, genaue und ehrliche Informationen über die Situation im Unternehmen zu erhalten und die Kontrolle zu behalten. Vor allem in einer Krise, in der nicht klar ist, welche Regeln nächste Woche gelten, wollen Arbeitnehmer, dass ihre Sorgen gehört und verstanden werden. Und sie wollen so viel Kontrolle haben wie möglich, um sich gegen Unsicherheiten zu wappnen.

Aufgabe der Arbeitgeber

Arbeitgeber und Führungskräfte können die Bedürfnisse der Mitarbeiter bedienen, indem sie zunächst immer den Finger am Puls des Unternehmens haben: Wie ist die Stimmung zurzeit? Wo liegen Anomalien vor? Gibt es lokale Besonderheiten im Unternehmen, die man angehen kann?

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Quelle: Nach dem Lockdown droht der Burnout – Personalwirtschaft.de

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