Profi-Fußballer oder Polizist – warum wir nicht nach Leistung bezahlt werden

Profi-Fußballer oder Polizist – warum wir nicht nach Leistung bezahlt werden

Die Diskussion übers Gehalt ist so alt wie die Menschheit. Alle sind sich einig: Man selbst verdiene zu wenig. Doch stimmt das auch?

Hältst du dein Gehalt auch für zu niedrig? In dem Fall bist du in guter Gesellschaft. Denn ein Großteil der Angestellten und auch viele Selbstständige beschweren sich darüber, zu wenig zu verdienen – obwohl sie doch so viel und hart arbeiten. Schuld seien der böse Arbeitgeber oder der knickrige Kunde. Doch ist das wirklich so? Sind wir im Arbeitsleben von lauter Missgunst umgeben? Geschäftsführer-Coach Bernd Geropp hält das für ein fatales Missverständnis.

Der Nutzen entscheidet

„Es mag zwar so aussehen, als ob du als Mitarbeiter für deine Arbeit bezahlt wirst“, so Geropp. Das sei jedoch im Grunde nicht der Fall. „Du wirst nicht für deine Arbeitszeit bezahlt – selbst wenn es so in deinem Vertrag steht“, so der Coach. „Auch nicht nach Leistung.“ Arbeitszeit und Leistung seien sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Kunden belanglos. Entscheidend sei vielmehr der Nutzen, den die Arbeit stiftet. „Honoriert wird nicht die mühevoll erbrachte Leistung, sondern nur die damit generierte Wirkung“, erklärt Geropp weiter. Dabei sei völlig irrelevant, wie der Arbeit- oder Auftragnehmer den Nutzen einschätzt. „Der wird vermutlich sehr hoch sein“, schmunzelt er. Die Wirksamkeit werde jedoch ausschließlich vom Kunden oder vom Arbeitgeber bewertet. „Kunde und Arbeitgeber sind diejenigen, die festlegen, wie wertvoll die Wirkung wirklich ist – und zahlen entsprechend viel oder wenig dafür.“

Quelle: Profi-Fußballer oder Polizist – warum wir nicht nach Leistung bezahlt werden

Beitrag empfehlen.