“Roboter Recruiting”: “Der Algorithmus diskriminiert nicht” | ZEIT Arbeit

“Roboter Recruiting”: “Der Algorithmus diskriminiert nicht” | ZEIT Arbeit

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ZEIT ONLINE: Herr Weitzel, in den USA gibt es erste Firmen, die Bewerbungsgespräche von einem Computer führen lassen. Der Kandidat sitzt vor der Webcam; eine Software analysiert Mimik, Stimme, Inhalt und berechnet daraus, ob man den Bewerber einstellen sollte oder nicht. Finden Sie das nicht befremdlich?

Tim Weitzel: Im ersten Moment vielleicht. Aber wenn das funktioniert, ist das ein erheblicher Fortschritt.

ZEIT ONLINE: Inwiefern?

Weitzel: Schauen Sie sich an, wie Stellenbesetzungen ablaufen. Ist das wirklich optimal? Oft führen das Gespräch Mitarbeiter aus der Personalabteilung, nicht die Kollegen, mit denen der Bewerber später zusammenarbeiten soll. Aber woher soll der Recruiter wissen, welchen Mitarbeiter die Fachabteilung braucht? Wie aussagekräftig ist die menschliche Entscheidung in so einem Fall überhaupt?

ZEIT ONLINE: Der Algorithmus entscheidet besser als ein Personaler, der vom eigentlichen Job keine Ahnung hat?

Weitzel: Gut möglich. Überlegen wir uns einmal, was ein menschlicher Recruiter in einem Bewerbungsgespräch macht. Was sind die Kriterien, nach denen er den Daumen hebt oder senkt? Sind das überhaupt die richtigen? Wir müssen sagen: Wir wissen ziemlich wenig darüber, wie Einstellungsentscheidungen ablaufen und ob sie wirklich sinnvoll sind. Dass ein Mensch sie trifft, ist noch kein Wert an sich. Es kommt auf die richtige Entscheidung an. Wir können die Dinge besser machen, indem wir weniger aus dem Bauch und mehr mit dem Kopf entscheiden. Und automatisierte Vorstellungsgespräche per Computer können erheblich dazu beitragen.

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Quelle: “Roboter Recruiting”: “Der Algorithmus diskriminiert nicht” | ZEIT Arbeit

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