Stasi-Methoden bei Zalando?

Stasi-Methoden bei Zalando?

Mitarbeiter von Zalando beklagen ein System der permanenten Überwachung. Schuld ist eine Software zur internen Personalbewertung.

Die Arbeitsbedingungen beim Online-Versandhändler Zalando sind erneut in die Kritik geraten. Die Mitarbeiter des Unternehmens sehen sich einem System der ständigen Überwachung und des Leistungsdrucks ausgesetzt. Das geht aus einer Studie der Berliner Humboldt-Universität (HU) hervor, die von der Hans-Böckler- Stiftung herausgegeben wurde und die der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

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Schuld ist die Software „Zonar“, mit der derzeit 5.000 der insgesamt 14.000 Mitarbeiter ihren Kollegen Feedback geben. Die Beschäftigten würden dadurch allerdings nicht nur permanent bewertet, sondern auch kontrolliert und sanktioniert, kritisieren die Forscher Sascha-Christopher Geschke und Philipp Staab. Sie arbeiten seit zwei Jahren an der Studie. Durch die Software habe sich ein Klima von Stress und Leistungsdruck entwickelt. Sie ermögliche es, die Mitarbeiter in drei Gruppen einzuteilen, die unter den Bezeichnungen „herausragend“, „stark“ und „verbesserungsfähig“ laufen. Zalando halte die Gruppe der Topleister jedoch systematisch klein, in manchen Abteilungen läge sie lediglich bei zwei bis drei Prozent. Da sich die Bewertungen auch auf die Gehälter auswirken, drücke Zalando so die Löhne.

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Quelle: Stasi-Methoden bei Zalando?

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