Toll, ein anderer macht’s: Wenn Teamarbeit unproduktiv ist

“Teamfähig” muss er sein, der erfolgreiche Kandidat, damit er sich auch ja nahtlos in das “dynamische Team” einfügt – so oder so ähnlich steht es in so ziemlich jeder Stellenanzeige. Wer kein Teamplayer ist, hat keine Chance, denn der Team-Begriff ist zum Modewort in der Arbeitswelt avanciert. Doch der Team-Fetischismus grassiert zu Unrecht. Denn wissenschaftlich erwiesen ist nicht etwa, dass Teamarbeit besonders produktiv ist – sondern genau das Gegenteil: Sie kann Mitarbeiter demotivieren und sie faul und weniger leistungsbereit machen.Weniger Leistungsfähigkeit im TeamDiese Erkenntnis ist eigentlich ein ziemlich alter Hut: Schon 1882 untersuchte der französische Agraringenieur Maximilian Ringelmann die Effizienz der Arbeit von Pferden, Ochsen, Maschinen und eben auch Menschen. Bei Versuchen zum Ziehen von Lasten fand er heraus, dass die Leistung von Männern in Gruppen kleiner ist als die Summe der Leistungen, die jeder für sich alleine erbringen würde. Und zwar deutlich: Ringelmann ließ sieben Männer an einem Seil ziehen, mal einzeln, mal in der Gruppe. Allein zogen die Männer ein Gewicht von 85 Kilogramm – in der Gruppe entfielen auf jeden einzelnen aber nur 65 Kilogramm. Mit anderen Worten: Die Teamarbeit kostete fast ein Viertel der Leistungsfähigkeit.

Quelle: Toll, ein anderer macht’s: Wenn Teamarbeit unproduktiv ist – dhz.net

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