Vorstellungsgespräch: Frage nach Vorstrafe bedingt zulässig 

Um den geeigneten Bewerber zu finden, wollen Personaler möglichst viel über den Kandidaten erfahren. Doch nicht jede Frage, ist aus rechtlicher Sicht erlaubt. Unzulässige Fragen darf der Bewerber bewusst falsch beantworten. Eine falsche Antwort auf eine zulässigerweise gestellte Frage kann im Nachhinein einen Kündigungsgrund oder eine arglistige Täuschung sein. Immer wieder müssen Gerichte daher beurteilen, ob die Frage zulässig oder unzulässig war. So auch im konkreten Fall: Der Arbeitgeber fühlte sich von seinem Auszubildenden getäuscht, nachdem dieser ihm nach einem knappen Jahr Ausbildungszeit mitteilte, dass er eine Haftstrafe antreten müsse.

Lüge im Bewerbungsverfahren?

Der Auszubildende als Fachkraft für Lagerlogistik hatte sein Ausbildungsverhältnis im August 2018 begonnen. Im Einstellungsverfahren musste er ein “Personalblatt” ausfüllen. Beim Punkt “Gerichtliche Verurteilungen / schwebende Verfahren” antwortete er mit  “Nein” – obwohl er wusste, dass ein Strafverfahren wegen Raubes gegen ihn anhängig war und die Hauptverhandlung bevorstand.

Anfechtung des Ausbildungsvertrages wegen arglistiger Täuschung

Im Juli 2019 teilte er seinem Vorgesetzten dann mit, dass er eine Haftstrafe antreten müsse und die Erklärung des Arbeitgebers brauche, um die Ausbildung während seines Freigangs fortführen zu können. Der Arbeitgeber erklärte daraufhin die Anfechtung des Ausbildungsvertrages wegen arglistiger Täuschung.

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Quelle: Vorstellungsgespräch: Frage nach Vorstrafe bedingt zulässig | Personal | Haufe

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