VW-Vorstand Stefan Sommer verzichtet freiwillig auf Millionen-Gehalt 

Großzügiges Gehalt, üppige Pensionen und jede Menge Extras wie zum Beispiel Wochenend-Heimflüge im Firmenjet: Das Leben eines VW-Vorstandes hat viele Vorzüge.

In der Autobranche bietet der VW-Konzern immer noch die besten Konditionen. Genau deshalb zieht es etliche Top-Manager nach Wolfsburg. Denn sie wissen auch: Selbst wenn sie bei Volkswagen scheitern und rausfliegen, landen sie in der Regel finanziell weich und müssen sich in ihrem Leben keine Geldsorgen mehr machen. Nur ein Beispiel ist der frühere Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder, der fünf Jahre lang Millionen fürs Nichtstun kassierte. Auch aktuell leistet sich der weltgrößte Autobauer den Luxus, in Ungnade gefallene Top-Manager nach Hause zu schicken und weiter zu bezahlen.

In dieses Bild passt der Fall Stefan Sommer ganz und gar nicht. Sein vorzeitiges Ausscheiden wurde vor einer Woche bekannt gegeben – und ging im turbulenten Machtkampf um Vorstandschef Herbert Diess ziemlich unter. Sommer hat jedenfalls etwas gemacht, was in Wolfsburg völlig unüblich ist: Er hat freiwillig auf sehr viel Geld verzichtet.

Nicht einmal zwei Jahre hielt es Sommer im VW-Konzernvorstand aus

Der promovierte Maschinenbau-Ingenieur machte in der Autozulieferer-Industrie Karriere, erst bei Continental, dann bei ZF Friedrichshafen. Dort stieg er zum Vorstandschef auf. Sommer genießt einen guten Ruf in der Branche.

Im September 2018 wechselte er in den Konzernvorstand von VW, zuständig für den Einkauf. Er löste damals den langjährigen Einkaufsvorstand Francesco Javier Garcia Sanz ab, der einen fast schon legendären Ruf als knallharter Preisdrücker hatte. Viele Zulieferer atmeten jedenfalls auf, als Garcia Sanz ging und Sommer kam. Natürlich geht es beim Einkaufschef immer darum, Kosten für den Konzern zu sparen. Aber Sommer wollte ein anderes Verhältnis zwischen Autobauer und Zulieferer schaffen, die Firmen weniger stark unter Druck setzen und mit ihnen mehr als Partner zusammenarbeiten.

Jetzt, nach zwei Jahren auf der Position, weiß der Manager: Er und VW passen nicht zusammen. Als Neuling im Konzern ohne Machtbasis hatte er es von Anfang schwer. Hinzu kamen Intrigen und Machtkämpfe in einem Unternehmen, in dem einflussreiche Arbeitnehmervertreter derart reinregieren wie nirgendwo anders und auch die Politik ordentlich mitmischt. Das „System Wolfsburg“ eben, mit seinen eigenen Gesetzen, war nicht Sommers Welt. Auch die Strategie von Vorstandschef Diess, den Autobauer so kompromisslos auf die Elektromobilität auszurichten, missfiel Sommer. Nach außen zeigte er sich aber loyal.

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Quelle: VW-Vorstand Stefan Sommer verzichtet freiwillig auf Millionen-Gehalt – Business Insider

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