Weltweite Fortbildungen: Bosch trainiert Personaler gegen Schubladendenken | Jetzt? Auf einmal?

Weltweite Fortbildungen: Bosch trainiert Personaler gegen Schubladendenken | Jetzt? Auf einmal?

Die anonyme Bewerbung, ohne persönliche Daten, wie etwa einen ausländisch klingenden Namen, hat sich nie durchgesetzt. Doch selbst wenn sie genutzt würde: Spätestens im Vorstellungsgespräch sorgen spontane Eindrücke dafür, die Menschen in Schubladen einzusortieren. Dagegen geht Bosch vor.
Von Gerd Scholz

Im Alltag hilfreich – für Personaler schädlich: Die Einordnung von Menschen in Schubladen im Arbeitsumfeld will Bosch mit Fortbildungen vermeiden. (Foto: Bosch)
Aussehen, Händedruck, Haltung und andere Merkmale einer Person sorgen dafür, dass wir uns bereits nach kurzer Zeit ein Urteil über eine Person bilden – unterbewusst und vollkommen automatisch, selbst wenn man es gar nicht will. Deshalb bietet Bosch seinen Mitarbeitern bereits seit 2006 weltweit Workshops an, um sie für unbewusste Denkmuster zu sensibilisieren und eine wertschätzende Zusammenarbeit zu fördern.

Doch auch im Personalauswahlprozess kann das Schubladendenken zu Problemen führen. Deshalb hat Bosch ein Seminar speziell für Personaler und Führungskräfte entwickelt, das den Einfluss unbewusster Denkmuster reduzieren soll. Für beide Gruppen ist das Thema besonders relevant, da eine objektive Wahrnehmung und Bewertung von Bewerberinnen und Bewerbern eine wichtige Voraussetzung ist, um Talente frühzeitig zu entdecken und zu fördern, betont man bei Bosch.

Vorurteile blockieren Blick auf Kompetenzen
„Vielfalt ist Bereicherung und Voraussetzung für unseren Erfolg – deswegen sollte eine vorurteilsfreie Haltung in jeder Situation gegeben sein”, betont Bosch-Geschäftsführer und -Arbeitsdirektor Christoph Kübel. Umso wichtiger sei es, sich Unconscious Bias, also unbewusste Voreingenommenheit, zu vergegenwärtigen. Denn durch sie werden häufig wertvolle Fähigkeiten und Merkmale übersehen.

„Menschen bewerten Menschen, indem sie sie mit sich selbst vergleichen. Sie entscheiden sich bevorzugt für Personen, mit denen sie mehr persönliche Übereinstimmungen erkennen“, erläutert Heidi Stock, Leiterin Talent Acquisition und Diversity bei Bosch. „Das widerspricht jedoch dem Gedanken der Vielfalt. Wir leben eine Arbeitskultur, in der alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit Wertschätzung erfahren und ganz bewusst ihre Unterschiedlichkeit einbringen können.“

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Quelle: Weltweite Fortbildungen: Bosch trainiert Personaler gegen Schubladendenken | Automobilwoche

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