Werden bestimmte Kandidaten besser oder bevorzugt behandelt?

Werden bestimmte Kandidaten besser oder bevorzugt behandelt?

Selbstverständlich behandeln wir einige unserer Kandidaten bevorzugt. Aber nicht mit Absicht.
Grundsätzlich behandeln wir alle Kandidaten anfänglich gleich. Jede eingehende Bewerbung wird aufmerksam zur Kenntnis genommen, der Kandidat wird in unserem System erfasst und bekommt eine Eingangsbestätigung für seine Bewerbung per E-Mail zugesandt.
In dieser Eingangsbestätigung bieten wir jedem Bewerber ein persönliches Beratungsgespräch an und warten darauf, dass die Kandidaten einen Termin vereinbaren. Grundsätzlich achten wir darauf, dass wir keinen Bewerbungseingang länger als 2 Tage unbeantwortet lassen.

Die Benachteiligung entsteht automatisch, wenn es zu keinem persönlichen Gespräch zwischen dem Kandidaten und einem Berater von Netzwerk Arbeit kam. In einem Telefonat können zusätzliche Informationen berücksichtigt werden, ebenso wie man berufliche und auch private Angelegenheit mit einfließen lassen kann, die bei einer Vermittlung zu berücksichtigen sind. Kommt es zu keinem Telefonat, liegen uns eben nur die mehr oder weniger ausführlichen Bewerbungsunterlagen vor. Dieses “Informationsdefizit” wirkt sich auch auf unsere Vermittlungsversuche  aus, da Unternehmen oft auch zu wenig über die Kandidaten erfahren.

Nun zwei Beispiele:

1. Ein Kandidat führt in seinen Bewerbungsunterlagen auf, dass er das MS Office Paket beherrscht. Diese Aussage ist zu allgemein, so das wir immer wieder nachfragen und dann auf einmal erfahren, dass sich der Kandidat auch mit der programmierung, Makros und anderen Dingen in Excel auskennt. Diese speziellen Kenntnisse nicht aufzuführen ist ein großer Fehler.

2. Ein ausländischer Kandidat legt seinen Bewerbungsunterlagen eine Zeugnis bei, in dem die Kenntnisse der deutschen Sprache mit A1 bewertet werden. Dumm nur, dieses Zeugnis ist schon 3 Jahre alt und in dem mit unser geführten Telefonat stellen wir fest, dass wir mit dem Kandidaten fließend und ohne Probleme alle Themen besprechen können. Wenn ein Personalentscheider dies aber nicht hinterfragt, sondern sich an den beigefügten Zeugnissen orientiert, bekommt man eventuell nur eine Absage.

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