Wie Führung in Krisenzeiten gelingt 

Kurzarbeit, Homeoffice-Regelungen, Arbeitsschutzmaßnahmen, Krisenmanagement und nicht zuletzt die Sorgen und Nöte der Mitarbeiter: In der Corona-Krise sind Führungskräfte mehr denn je gefragt. Worauf kommt es in der momentanen Situation an? Wie rede ich am besten mit meinen Mitarbeitern? Wie organisiere ich Homeoffice für alle? Und wie schaffe ich es, nicht in der Arbeitsflut zu ertrinken? Antworten gibt die Psychologin Franziska Stiegler, Referentin für Gesundheitsförderung beim Dachverband der BKK.Welche Rolle spielen Führungskräfte in der aktuellen Krise?Eine ganz zentrale. Die Haltung der unmittelbaren Führungskraft ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidend und hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit. Momentan ist jeder verunsichert. Was wird morgen sein? Ist nach Ostern alles vorbei? Führungskräfte sind deshalb mehr denn je aufgefordert, Gesicht zu zeigen, sich zu informieren und Informationen weiterzugeben. Das allein ist schon eine Mammutaufgabe in Zeiten schneller, ständig neuer und widersprüchlicher Informationen. Zusätzlich müssen sie psychologisches Krisenmanagement betreiben, während sie gleichzeitig selbst betroffen sind. Klarheit und Souveränität strahlt aus, wer Bescheid weiß, aber auch, wer offen zugibt, dass er oder sie nicht auf alles eine Antwort hat. Führungskräfte haben eine Vorbildfunktion: Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die offiziellen Verhaltensregeln einhalten sollen, dann müssen das die Vorgesetzten vorleben.Wie kann eine klare, transparente Kommunikation gelingen?Das Aufmerksamkeitsbedürfnis der Beschäftigten ist gerade sehr hoch. Ein guter Informationsfluss vermeidet Panik und gibt Orientierung. Jede und jeder ist dankbar für gute, sachliche Handlungsanleitungen. Wie wird wann und von wem berichtet? Benennen Sie Herausforderungen, vor denen alle gemeinsam stehen. Fragen Sie täglich, wo es Schwierigkeiten gibt, wer Unterstützung braucht. Machen Sie deutlich, wann Sie ansprechbar sind. In größeren Betrieben kann es sinnvoll sein, einen Krisenstab zu bilden. Bieten Sie Informationen an, aber drängen Sie sie niemandem auf. Hinterfragen Sie Selbstverständlichkeiten: Wir gehen häufig davon aus, dass alle verstanden haben, wenn wir etwas gesagt haben. Im Nachhinein merken wir, dass Missverständnisse auftauchen. Fragen Sie am Anfang einer Teamsitzung: „Wo stehen wir?“ Nicht nur, was die Ergebnisse angeht, sondern auch, wie alltägliche Herausforderungen unter den neuen Umständen bewältigt werden. Das reicht betont kurz. Am Ende der Sitzung vergewissern Sie sich: „Was haben Sie mitgenommen?“Welche Bedeutung hat die Wortwahl?Es geht um eine lösungsorientierte Ansprache. Vermitteln Sie Sicherheit, indem Sie positive und neutrale Begriffe wie „Lösungen“, „Empfehlungen“, „Pläne“ oder „Unterstützung“ verwenden. Verzichten Sie auf Wörter wie „Infektion“, „Ansteckungsrisiko“ oder „Todesfälle“, die ein Bedrohungsszenario heraufbeschwören. Die meisten Menschen sind ausreichend sensibilisiert.

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Quelle: Wie Führung in Krisenzeiten gelingt | Faktor A

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