Zeit und Zutritt: Abstand halten im Arbeitsalltag 

Die Bänder sind in den meisten Industriebetrieben wieder angelaufen. In den anderen Branchen kehren zahlreiche Mitarbeiter aus ihren Homeoffices zurück in ihre betrieblichen Büros. Auch viele Gastronomiebetriebe und Freizeiteinrichtungen konnten wieder ihre Türen öffnen. Doch all dies ist nicht möglich ohne gezielte Maßnahmen der Arbeitgeber, ihre Belegschaft vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen.

Infektionsschutz ist ein zentrales Thema in den Unternehmen geworden. Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sieht zahlreiche organisatorische Maßnahmen vor, die in den Bereich der Zeitwirtschaft, der Schichtplanung und der Zutrittskontrolle fallen. Dazu gehören unter anderem:

  • Arbeitszeit- und Pausengestaltung: Die Belegungsdichte von Arbeitsbereichen und gemeinsam genutzten Einrichtungen ist durch Maßnahmen zur zeitlichen Entzerrung zu verringern, zum Beispiel durch versetzte Arbeits- und Pausenzeiten.
  • Schichtplanung: Bei der Aufstellung von Schichtplänen ist zur weiteren Verringerung innerbetrieblicher Personenkontakte darauf zu achten, möglichst dieselben Personen zu gemeinsamen Schichten einzuteilen.
  • Besuchermanagement: Der Zutritt betriebsfremder Personen ist nach Möglichkeit auf ein Minimum zu beschränken. Kontaktdaten betriebsfremder Personen sowie Zeitpunkt des Betretens und Verlassens des Betriebsgeländes sind zu dokumentieren.

Arbeitszeitgestaltung: Versetzter Arbeitsbeginn

Damit die Beschäftigten Distanz halten können, ist nun die Arbeitszeitplanung gefordert. Es geht darum, Arbeitsbeginn und -ende sowie die Pausenzeiten der Beschäftigten so zu legen, dass es zu keinen großen Ansammlungen an den Eingängen, den Zeiterfassungsterminals sowie in den Umkleide- und Pausenräumen kommt. Solch komplexe Planungsaufgaben sind nur mithilfe einer professionellen Zeitwirtschaftslösung möglich.

Auch die Änderung im Arbeitszeitgesetz, durch die kurzfristig längere Schichten für systemrelevante Bereiche ermöglicht werden, Kurzarbeit oder ein durch Nachfrageschwankungen gesteigerter oder verminderter Personalbedarf – all das sind Themen, die in größeren Unternehmen nicht mehr mit Excel-Listen bewältigt werden können. In der aktuellen Zeit zeigt sich: Ein digitales Arbeitszeitmanagement ist für die Unternehmen, die ihr Personal wirtschaftlich und gemäß den neuen Rahmenbedingungen sicher einsetzen wollen, von hoher Bedeutung. Die Nachfrage der Unternehmen nach professioneller Software steigt.

Schichtplanung: Getrennte Teams steuern

Das gilt auch für die Schicht- und die Personaleinsatzplanung: Für viele Arbeitgeber ist es sinnvoll, ihre Mitarbeiter in mehrere kleine Teams einzuteilen, die nicht in Kontakt zueinander kommen. Auf diese Weise können sie sicherstellen, dass im Infektionsfall nur eines der Teams nachhause geschickt werden muss und die anderen weiterarbeiten und den laufenden Betrieb aufrechterhalten können.

Dadurch steigen jedoch die Anforderungen an die Planer, die nun erheblich mehr Faktoren berücksichtigen müssen, zusätzlich zu den Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes, den verschiedenen Arbeitszeitmodellen und persönlichen Wünschen der Mitarbeiter. Ohne eine Software, in der alle relevanten Kriterien hinterlegt sind, kann diese komplexe Tätigkeit kaum noch bewältigt werden.

Besuchermanagement: Zutrittsprotokolle erfassen

Das Besuchermanagement der Unternehmen steht ebenfalls vor neuen Herausforderungen, da die Rückverfolgung von Kontaktketten ein wichtiger Aspekt des Infektionsschutzes ist. Deshalb sollten alle Besucher bei der Anmeldung im System ihre Kontaktdaten hinterlassen. Auch die Information der Besucher über die Vorsichts- und Hygienemaßnahmen im Unternehmen kann über das digitale Besuchermanagement erfolgen, zum Beispiel über das Anzeigen dieser Infos an den Terminals am Firmeneingang.

Darüber hinaus gilt es, den Besuch von externen Kräften so zu beschränken, dass ihnen nur Zugang zu bestimmten Bereichen gewährt wird. Das funktioniert am besten über eine Kombination der Lösungen für Besuchermanagement und Zutrittskontrolle: Besucher erhalten Ausweise, die ihnen nur zu bestimmten Räumen und innerhalb vorab definierter Zeiträume die Türen öffnen. Mithilfe von Zutrittsprotokollen in der Software kann im Falle einer Infizierung ausgelesen werden, wer mit wem in Kontakt gekommen sein könnte. Dadurch können die Unternehmen den Kreis der Betroffenen eingrenzen.

►► Um den vollständigen Text zu lesen, folgen Sie bitte dem Link…..

Quelle: Zeit und Zutritt: Abstand halten im Arbeitsalltag | Personal | Haufe

Lesen Sie auch:  Flexible Arbeitszeit: Sieben Tipps für kleine Betriebe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie sind kein Computer? *