Alle Beiträge von Hans-Jürgen Schäfer

XING: Glocke zur Benachrichtigung

Hier fragt ein Mitglied:

“Warum zeigt meine Notification Glocke rechts oben am Bildschirm immer 2 offene Nachrichten. Ich kann die nicht finden. Macht mich nervös.”

Das Problem besteht bei Xing schon viele, viele Monate und wird vom Support einfach unterdrückt. Die Folge davon ist, dass man sich als Xing-Mitglied nicht mehr auf die Benachrichtigungen verlassen kann und diese einfach wegklickt um den Zähler rückzusetzen. Das einem dabei Nachrichten entgehen, ist das nächste Problem dabei.

Übrigens funktioniert diese Technik bei Facebook wie vom Allerfeinsten. Werden mir 6 Meldungen angezeigt und ich schaue mir eine nach der anderen an, wird der Zähler immer schon brav um einen Schritt runtergezählt.

 

 

 

 

Quelle: XING Community | XING

Unternehmen beantragt Kurzarbeitergeld bei Netzwerk Arbeit e.V.

Sie haben richtig gelesen. Ich war heute unterwegs, lasse gewöhnlich mein Telefon bei Terminen im Auto und sah später eine Rufnummer aus Süddeutschland, die vor wenigen Minuten versuchte, mich zu erreichen.
Ich rief zurück, um den Kunden nicht lange warten zu lassen und es meldete sich der Inhaber eines Dentallabors aus der Gegend um den Starnberger See und er erklärte mir, dass er meine Anschrift aus dem Internet hätte
und einen Antrag auf Kurzarbeitergeld stellen wollte.

Ich erklärte ihm, dass er bei uns falsch ist, wollte den Herrn aber nicht so „auf der Straße stehen lassen“. Also bat ich ihn, mir kurz eine E-Mail zu schicken, damit ich ihn später vom Home-Office aus anrufe und versuche ihm Hilfe zu leisten.

Das tat er dann auch ganz beflissen. Er benutzt sogar unser Kontaktformular und schrieb:
…………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Ich möchte für meine Firma Alp… Den… Kurzarbeit für die Monate April und Mai anmelden..
(hier stand die komplette Anschrift) Ich habe Zwei Mitarbeiter: Zahntechniker Franz G…. und Zahntechnikermeister Stefan ….. Ich bitte um nähere Information und entsprechende Formulare.

Dr. S. Schm….., Geschäftsführer

Anscheinend hat er es immer noch nicht verstanden, dass wir nicht der richtige Ansprechpartner sind und so gab ich mir mehr Mühe, um ihm helfen zu können. Ich informierte mich bei der Arbeitsagentur, wie man Kurzarbeitergeld beantragt,
welche Formulare man benötigt und was sonst noch wichtig sein könnte. Anschließend erstellte ich eine schriftliche Anleitung, fügte die Formulare als PDF bei und die Links zu den Formularen. Das alles ging per Mail an den Geschäftsführer.

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Hier unsere E-Mail:

Hallo Herr Dr. Schm…,
wie bereits am Telefon erläutert, bilden wir keine „Arbeitsgemeinschaft“ mit der Arbeitsagentur, sondern sind ein Verein, der sich um die Personalbeschaffung für Unternehmen,
oder die Stellenvermittlung für Arbeitssuchende kümmert. Trotzdem versuche ich Ihnen soweit möglich behilflich zu sein, bemerke aber, dass es sich um eine Gefälligkeit handelt und
keine Haftung für gegebene Hinweise übernehmen kann.

Zum Kurzarbeitergeld:

Zuständig ist die Arbeitsagentur Seefeld und wie ich es gelesen habe, müssen Sie:

  1. Kurzarbeitergeld anzeigen. Das funktioniert mit diesem Formular:  https://www.arbeitsagentur.de/datei/anzeige-kug101_ba013134.pdf
  2. als nächstes füllen Sie den Antrag auf Kurzarbeitergeld aus, den Sie hier finden: https://www.arbeitsagentur.de/datei/antrag-kug107_ba015344.pdf
  3. dann folgt Monat für Monat die Abrechnungsliste: https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug108_ba013010.pdf

Ich habe Ihnen noch ein paar weitere Anlagen zur Info beigepackt und wünsche Ihnen, Ihren Mitarbeitern und dem Unternehmen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen
aus dem Süden Hamburgs

Netzwerk Arbeit e.V

Hans-Jürgen Schäfer
21258 Heidenau / Nds.

Mobil:0178 – 13 65 328

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Anschließend rief ich sofort an und erklärte ihm alles noch persönlich und fragte danach, ob er einen Steuerberater hat, der für die Lohnbuchhaltung zuständig wäre. Er bejahte und so konnte ich ihn beruhigen und ausrichten, er solle doch die Unterlagen aus meiner Mail an den Steuerberater geben, der ihm bei der Sucherei nach Zahlen und Angaben behilflich sein könne.

Das alles hat knapp 2 Stunden Zeit gekostet, war aber in vielerlei Hinsicht interessant für uns und auch wenn wir kein Geld damit verdient haben, hat es sich gelohnt.

Corona: Unternehmen können Sozialbeiträge später zahlen

Arbeitgeber, die wegen der Corona-Epidemie keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlen können, haben die Möglichkeit, diese stunden zu lassen. Auch für die Zinszahlungen gibt es eine Ausnahme.

Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Kreisen der Sozialversicherungsträger.

Turnusgemäß sind die Beiträge für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung an diesem Freitag fällig. Eingezogen werden sie von der gesetzlichen Krankenversicherung. Es handelt sich um insgesamt rund 40 Milliarden Euro. In einem der dpa vorliegenden Schreiben der Sozialversicherungsträger heißt es, Stundungen seien zunächst längstens bis Juni zu gewähren. „Einer Sicherheitsleistung bedarf es hierfür nicht.“ Ein zentraler Punkt ist, dass keine Stundungszinsen berechnet werden sollen.

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Vornamen aus der DDR: “Oh Mandy!”

Mandy, Kevin, Peggy oder Maik – diese Vornamen waren in der DDR sehr beliebt. Bis heute sind mit ihnen jede Menge Vorurteile verbunden – aber gibt es wirklich DDR-typische Vornamen und wenn ja, warum?

Die Geschichte der DDR-Vornamen ist eben auch ein Wechselspiel zwischen Tradition und Trends. Als in den 1980ern “Dallas” über den Bildschirm flimmerte, wollten die Sachsen mehr als “Cindy” oder “Mandy”. Es gab Anfragen von Eltern, die ihre Kinder Pamela oder – eher sächsisch geprägt – “Bämela” nennen wollten. So lässt sich zwar jeder Namenstrend zählen, aber vielleicht nicht jeder verstehen. Am Ende zählt der eigene Geschmack.

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Quelle: Vornamen aus der DDR: “Oh Mandy!” | MDR.DE

Corona-Krise: Telefonische Krankschreibung jetzt für 14 Tage möglich 

Ärzte und Krankenkassen weiten die Möglichkeit aus, sich ohne Besuch in einer Praxis krankschreiben zu lassen: Bei Beschwerden der oberen Atemwege und einem Corona-Verdacht kann man sich nun telefonisch für 14 Tage die Bescheinigung besorgen.

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Quelle: Corona-Krise: Telefonische Krankschreibung jetzt für 14 Tage möglich | rbb24

ALG-II (Hartz-IV) Vermögensprüfung und Prüfung der Wohnungsgröße entfallen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bringt in der Corona-Krise ein großes Sozialpaket auf den Weg. Sein Gesetzentwurf, der der “Bild am Sonntag” vorliegt, sieht vor dass die Zugangsbeschränkungen für Hartz IV in der Krise massiv gelockert werden.

So soll für den Antrag auf Grundsicherung die Vermögensprüfung und die Überprüfung der Wohnungsgröße wegfallen. Heil sagte “Bild am Sonntag”: “Wir sorgen jetzt dafür, dass die aufwendige Vermögensprüfung für sechs Monate ab dem 1. April entfällt. Außerdem kann jeder weiter in seiner Wohnung bleiben. Die Leistungen der Grundsicherung werden schnell und unbürokratisch gewährt. Das hilft erst einmal, um nicht ins bodenlose zu stürzen. Wir lassen die Menschen nicht allein, der Staat kümmert sich!”

Das Bundesarbeitsministerium rechnet in der Krise mit bis zu 1,2 Millionen zusätzlichen Beziehern der Grundsicherung. In dem Gesetzesentwurf heißt es: “Unter Berücksichtigung der Branchen- und Einkommensstruktur könnten bis zu 700.000 der 1,9 Millionen Solo-Selbständigen und bis zu 300.000 der 1,6 Millionen Selbständigen mit Angestellten für eine Antragstellung in Frage kommen. Zusammen mit weiteren Anspruchsberechtigten wäre eine maximale Größenordnung von 1,2 Millionen zugehenden Bedarfsgemeinschaften infolge der Corona-Krise und dieser Regelung möglich.”

Knapp 10 Milliarden Euro Mehrkosten

Für den Bundeshaushalt und die Kommunen  bedeuten das knapp 10 Milliarden Euro Mehrkosten. “Bei 6 Monaten Leistungsbezug entspräche dies maximalen Mehrausgaben von rund 9,6 Milliarden Euro. Davon entfallen 7,5 Milliarden Euro auf den Bund und 2,1 Milliarden Euro auf die Kommunen”, heißt in dem Gesetzentwurf.

Arbeitsminister Heil betonte gegenüber “Bild am Sonntag”: “Wir müssen auch an die Menschen denken, die jetzt infolge der wirtschaftlichen Krise in Existenznöte geraten. Besonders hart trifft es gerade Selbstständige und Kleinstunternehmer. Menschen, die ansonsten dafür sorgen, dass unser Land gut funktioniert.”

Auch der Zugang zum Kinderzuschlag (maximal 185 Euro pro Monat) soll stark vereinfacht werden. Das Einkommen der Eltern wird nicht mehr für die vergangenen sechs Monate geprüft, es reicht der Einkommensbescheid des letzten Monats vor Antragsstellung. Dies wird nach Berechnungen der Bundesregierung zu einmaligen Mehrausgaben von 200 Millionen Euro führen.

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https://www.focus.de/finanzen/news/wegen-corona-krise-bundesregierung-will-bei-hartz-iv-vermoegenspruefung-aussetzen_id_11798424.html?fbclid=IwAR0p8m7tHt3F-W_K-pDK4XiQdAbiijmj2TRoWOIGqQs2twaPSGFPbemd408

Regelung wegen Corona-Krise: Kurzarbeitergeld rückwirkend ab 1. März

Das Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Krise kann kurzfristig fließen und bereits jetzt beantragt werden. Wie Bundesarbeitsminister Heil mitteilte, tritt es rückwirkend zum 1. März in Kraft und wird auch rückwirkend ausgezahlt.

Die wegen der Coronakrise eingeführten neuen Regeln für das Kurzarbeitergeld gelten rückwirkend bereits ab 1. März. Darauf wies Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hin. “Das bedeutet, dass Unternehmen jetzt schon die verbesserte Kurzarbeit beantragen können”, betonte der SPD-Politiker. Neben der Gesundheit der Menschen müsse die Regierung auch ihre Arbeitsplätze schützen.

Arbeitsminister Heil: Jetzt Kurzarbeitergeld beantragen und rückwirkend zum 1. März bekommen.

Mit dem neuen Kurzarbeitergeld sollen vor allem Unternehmen unterstützt werden, die “unter massiven Lieferengpässen leiden oder behördlich geschlossen werden müssen”. Die Bundesregierung will damit auch Entlassungen von Mitarbeitern vermeiden.

Die Neuregelung des Kurzarbeitergeldes war am vergangenen Freitag im Eilverfahren von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden. Unternehmen können demnach bereits dann Kurzarbeitergeld beantragen, wenn zehn Prozent der Beschäftigten im Betrieb von Arbeitsausfall betroffen sind – statt zuvor ein Drittel. Zudem werden Arbeitgebern die Sozialversicherungsbeiträge, die sie auch bei Kurzarbeit zu zahlen haben, in voller Höhe erstattet.

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Quelle: Regelung wegen Corona-Krise: Kurzarbeitergeld rückwirkend ab 1. März | tagesschau.de

Xing erschwert den Gruppenmoderatoren mit Absicht die Arbeit.

Wir sind es ja schon seit geraumer Zeit gewohnt, dass Xing immer mehr Funktionen für Basis- und Premiummitglieder einstellt, um sie teilweise später wieder kostenpflichtig und total überteuert anzubieten. Statt sich um die Zufriedenheit der Kunden zu kümmern, haben die Bedürfnisse der Aktionäre höchst wahrscheinlich höchste Priorität. Gerade habe ich eine Gruppe gegründet, die sich mit dem Thema “Social Media” beschäftigt. Um die Gruppe bekannt zu machen, wollte ich wie üblich den Gruppenlink von Xing benutzen und diesen in Mails und auf anderen Wegen einsetzen, um Mitglieder zu gewinnen.

Was stellte ich fest?
Es ist nicht mehr möglich, einen vernünftig aussehenden Link zu erzeugen, den man einsetzen kann. Auf meine Anfrage erhielt ich von Xing die Antwort:

“…besuchen Sie bitte das Profil des Mitglieds und laden Sie es über den Menübutton oben rechts auf der Profilseite und den Untermenüpunkt “In Gruppe einladen” ein. Ihre Kontakte können Sie außerdem direkt in der Gruppe einladen, indem Sie oben rechts auf der Gruppenseite auf „Mehr“ und dann auf „In Gruppe einladen“ klicken. Hinweis: Gleichen Sie bitte vor der Einladung in eine Gruppe die Profilinhalte ab, um sicher zu gehen, dass das Mitglied zu Ihrer Gruppe passt.”

Der Aufwand neue Mitglieder für eigene Gruppen zu gewinnen wird immer größer und das geschieht mit Absicht.

 

Besuchen Sie unsere neue Gruppe hier: https://www.xing.com/communities/groups/social-media-freud-und-leid-7179-1127084/posts

XING-Gruppen-WIRRWARR

An die verantwortlichen und unverantwortlichen freien und festangestellten Mitarbeiter von Xing, oder NEW WORK ? Oder wie immer sie heißen.
Schon seit Wochen stört mich, was Sie hier https://www.xing.com/new-groups fabriziert haben. Habe ich vor relativ kurzer Zeit noch alle Gruppen, in denen ich Mitglied bin, alphabetisch oder nach Größe sortieren können und viele weitere Informationen bekam, die meinen Besuch bei Xing angenehm gestaltet haben, ist es jetzt total anders.

Gerade habe ich einen Beitrag in einer Gruppe verfasst und wollte später noch etwas verändern. Was habe ich gesehen?
Ich musste 3x oder 4 x auf einen Reiter drücken, um je eine Gruppenliste zu öffnen, bis ich am Ende die von mir gesuchte Gruppe gefunden habe. Ist das sinnvoll? Wer ist so inkompetent, solche Vorschläge zu machen und so inkompetent, dies auch noch durchgehen zu lassen?

Das ist eine Bildschirmverschwendung die 12 meiner Gruppen beinhaltete und anschließend jede Menge Vorschläge von Gruppen, deren einziger Bezugspunkt die Region Hamburg ist. Fachlich ist absolut nichts dabei. Ich kann gerne auf Frühstücksgespräche, Alovera- und Geistheilerinformationen verzichten. Ich wüsste auch nicht, was ich in der Tableau User Group Hamburg oder beim AMAZON-Stammtisch soll?

Damit es aber nicht genug ist, wird mir vorgeschlagen, eine eigene Gruppe zu gründen. Da gibt es dann lokale Gruppen und Online-Gruppen.

Statt solch einen WirrWarr auf dem Bildschirm zu publizieren schlage ich vor, den NEW Work-Gedanken umzusetzen. ABER SINNVOLL und nicht so wie es derzeit getan wird.

Ruhepausen können als Arbeitszeit zählen

In der Regel gelten Ruhepausen nicht als Arbeitszeit und brauchen deshalb nicht vergütet zu werden. Nach einem neuen Antrag des Generalanwalts beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) kann es aber auch Ruhepausen geben, die als Arbeitszeit zählen und somit zu vergüten sind.

Darum geht es:

Herr XR war beim Verkehrsbetrieb der Hauptstadt Prag als Feuerwehrmann beschäftigt. In seinen Pausen konnte er in die 200 Meter von seinem Arbeitsplatz gelegene Betriebskantine gehen. Dabei musste er ein Funkgerät bei sich tragen, um im Alarmfall innerhalb von zwei Minuten einsatzbereit zu sein und von einem Einsatzfahrzeug vor der Betriebskantine abgeholt zu werden. Die Ruhepausen wurden nur dann auf seine Arbeitszeit angerechnet, wenn sie von einem Einsatz unterbrochen wurden. Nicht unterbrochene Pausen wurden dagegen nicht entlohnt. XR ist der Auffassung, auch nicht unterbrochene Pausen müssten als Arbeitszeit berücksichtigt werden und zog deshalb vor Gericht. Er klagte 95.335 Tschechische Kronen Entlohnung (entspr.ca. 3.770,- EUR – Red.) zuzüglich Verzugszinsen ein. Vom Stadtbezirksgericht Prag 9 in erster Instanz und vom Stadtgericht Prag in zweiter Instanz bekam er auch Recht.

Der Verkehrsbetrieb ging in Revision, und das Oberste Gericht der Tschechischen Republik hob die Urteile der Vorinstanzen auf: Es könne zwar nicht ausgeschlossen werden, dass die Pausen aufgrund eines Einsatzes unterbrochen würden, das träte aber nur zufällig und unvorhersehbar ein, so dass sie »nicht als gewöhnlicher Teil der Ausübung der beruflichen Verpflichtungen angesehen werden könnten«. Deshalb könnten die Ruhepausen grundsätzlich nicht als Arbeitszeit angesehen werden. Das Oberste Gericht verwies die Sache zur materiellen Prüfung an das Stadtbezirksbericht Prag 9 zurück.

Vorlagefragen an den Europäischen Gerichtshof

Das Stadtbezirksgericht Prag 9 wäre nach tschechischem Recht an die Auffassung des Obersten Gerichts gebunden, dürfte also die Ruhepausen nun nicht mehr als Arbeitszeit betrachten. Es ist jedoch der Ansicht, dass die Umstände, unter denen XR seine Pausen nehmen musste, für deren Eigenschaft als Arbeitszeit nach der Europäischen Arbeitszeitrichtlinie (Richtlinie 2003/88) sprechen.

Deshalb setzte es das Verfahren aus und legte dem EuGH zur Vorabentscheidung die Fragen vor, ob Ruhepausen wie im Falle XR als Arbeitszeit anzusehen sind, ob es dabei eine Rolle spielt, dass die plötzlichen Einsätze lediglich zufällig und unvorhersehbar sind und ob ein Gericht der unteren Instanzen die eigentlich bindende Rechtsansicht eines übergeordneten Gerichts außer Acht lassen kann, wenn diese im Widerspruch zum europäischen Recht steht.

Ausführungen des Generalanwalts

Der Generalanwalt ist der Ansicht, dass Pausen wie die von XR, bei denen man mit dem Funkgerät in der Kantine sitzt, um im Bedarfsfall innerhalb von zwei Minuten einsatzbereit zu sein, Arbeitszeit darstellen.

Das europäische Arbeitszeitrecht kennt nur zwei Arten von Zeiten: Arbeitszeit und Ruhezeit. Eine Grauzone dazwischen gibt es nicht. Über die Einstufung von Bereitschaftszeiten gibt es schon Rechtsprechung des EuGH. Wird diese auf die Ruhepausen übertragen, so ergibt sich in Fällen wie dem vorliegenden die Einstufung als Arbeitszeit.

Der Generalanwalt hebt besonders auf die Entscheidung in der Sache Matzak aus dem Jahre 2018 ab, wo es um Bereitschaftszeiten eines Feuerwehrmannes ging, während derer er an seinem Wohnsitz zu sein und innerhalb von acht Minuten einem Ruf seines Arbeitgebers zum Einsatzort Folge zu leisten hatte. Eine solche Bereitschaftszeit sah der EuGH als Arbeitszeit an.

Daraus zieht der Generalanwalt einen Erst-Recht-Schluss: Wenn schon eine Bereitschaftszeit mit etwas milderen Einschränkungen als im vorliegenden Fall als Arbeitszeit anzusehen ist, dann erst recht eine Ruhepause mit Anwesenheitspflicht in der Kantine und Einsatz binnen zwei Minuten.

Die permanente Alarmbereitschaft läuft dem Erholungszweck der Ruhepause entgegen. Dass die tatsächlichen Einsätze gelegentlich und unvorhersehbar sind, ändert daran nichts. Auf ihre Häufigkeit kommt es nicht an. Auch auf die Intensität der Arbeitsleistung kommt es nicht an. Es gibt viele Arbeiten, die zu großen Teilen aus Sich-zur-Verfügung-Halten bestehen.

Bindung an das Oberste Gericht?

Bleibt die Frage, wie mit der sich aus dem nationalen Recht ergebenden Bindung an die Rechtsauffassung des übergeordneten Gerichts umzugehen ist. Dazu sagt der Generalanwalt: Es ist Pflicht des nationalen Gerichts, den Vorrang des Unionsrechts zu gewährleisten.

Deshalb muss ein nationales unterinstanzliches Gericht, das von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hat, fragliche Vorschriften durch den EuGH auslegen zu lassen, gegebenenfalls von der Beurteilung des übergeordneten Gerichts abweichen, wenn es angesichts der Auslegung durch den EuGH der Auffassung ist, dass sie nicht dem Unionsrecht entspricht.

Für den vorliegenden Fall heißt das: Da das Oberste Gericht der Tschechischen Republik sagt, Ruhepausen wie im vorliegenden Fall mit vorgeschriebener Anwesenheit in der Kantine und Einsatzbereitschaft binnen zwei Minuten seien keine Arbeitszeit, muss das unterinstanzliche Gericht davon abweichen.

Wie geht es weiter?

Die Anträge des Generalanwalts sind noch kein Urteil, und der EuGH ist immer für Überraschungen gut. Dennoch sei die Prognose gewagt: In diesem Fall dürfte er wohl dem Generalanwalt folgen. Die Dispositionsfreiheit von XR in den beschriebenen Ruhepausen ist zu eingeschränkt, der Erst-Recht-Schluss zu der Sache Matzak zu zwingend, als dass man mit etwas anderem rechnen dürfte. XR kann also erwarten, zu obsiegen.

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Quelle: Ruhepausen können als Arbeitszeit zählen

Die Post versteckt das Aus für den Streetscooter in einer Corona-Meldung

Vor kurzem war noch alles gut. Doch weil der Konzern keinen Käufer findet, stellt die Post die Produktion des Elektrolasters ein. Das Abenteuer hat mehr als eine Milliarde Euro gekostet – und wird still beerdigt.

Die Deutsche Post beendet das größte und teuerste Abenteuer des vergangenen Jahrzehnts: Die Produktion des Elektrolieferwagens Streetscooter wird im kommenden Jahr eingestellt. Zu den vorhandenen 12.000 Fahrzeugen werden noch bis zu 7000 Neuwagen hinzukommen.

Der Postvorstand gab diese Nachricht in einem ganz anderen Zusammenhang bekannt, nämlich in einer Meldung über die Folgen des Coronavirus auf die Geschäftszahlen. Danach rechnet der Postkonzern im Monate Februar durch Viruserkrankungen in Asien und Europa mit einer Belastung von bis zu 70 Millionen Euro für das internationale Brief-, Paket- und Transportgeschäfte. Zu den Folgen für das gesamte Geschäftsjahr gibt es noch keine Einschätzung. Das angekündigte Ergebnisziel von fünf Milliarden Euro stellte Postchef Appel „unter Vorbehalt“.

Was die Elektrowagenflotte angeht, so wird diese noch für einige Jahre gewartet und betrieben. Die Suche nach einem Käufer unter Finanzinvestoren sowie in der Autoindustrie stellt der Postkonzern ab sofort ein. In Zukunft will sich die Post Elektrowagen bei den großen Auto- und Lkw-Herstellern zukaufen.

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Postchef Frank Appel kündigte „Anpassungsaufwendungen“ von bis zu 400 Millionen Euro an, die das Konzernergebnis des laufenden Jahres belasten werden. Die aufgelaufenen Verluste der Posttochter Streetscooter mit ihren zwei Werken in Aachen und Düren sind nicht bekannt. Allein im vergangenen Jahr soll es jedoch ein Minus von 100 Millionen Euro gewesen sein.

Gebaut wird das Fahrzeug seit 2014, Käufer außerhalb der Post gab es nur wenige. Zusammen mit den Kosten der Eigenentwicklung und den Abschreibungen auf die Anlagen ergibt sich nach Expertenschätzung ein Verlust von mehr als einer Milliarde Euro aus dem Abenteuer Streetscooter für die Post.

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Quelle: Streetscooter: Post zieht den Stecker – WELT

Xing ooommmmmt jetzt………………………..

Haben Sie es auch schon gesehen? das neue Werbeversprechen von XING?

In den vielen Jahren, in denen ich Xing nutze, ahbe ich es noch nie erlebt, das mal wirklich ein richtiger Treffer als Stellenvorschlag gelandet wurde. Eher gingen alle Vorschläge voll daneben.
Keine Seltenheit waren Vorschläge von Teilzeitstellen in der Postsortierung an einem Standort in über 300 km Entfernung.

Lassen wir Xing Ihren Spaß.
Aber für Sie sollte gelten: verlassen Sie sich bei der Jobsuche nicht auf jeden flotten Spruch.

Das Aus für Blitzer-Apps – Unsinn – Bußgeldkatalog

Das Aus für die Blitzer-App! Dinge, die sich 2020 ändern werden! So titelten die Medien zum Anfang des Jahres. Doch was genau steckt dahinter? In den Artikeln w

Quelle: Das Aus für Blitzer-Apps – Unsinn – Bußgeldkatalog

 

12 Hobbys, die gut auf dem Lebenslauf aussehen

Einen guten Lebenslauf zu schreiben ist schwer. Denn höchstens zwei Seiten müssen den gesamten Werdegang und die eigene Persönlichkeit möglichst perfekt widerspiegeln. Was sieht im Lebenslauf also gut aus — und was nicht?

Befolgt man die Empfehlung von eher traditionellen Ratgebern, gehören eure Hobbies nicht in eure Bewerbungsmappe, weil sie schlicht zu viel wertvollen Platz wegnehmen.

Aber in manchen Situationen können eure Hobbies euren Lebenslauf sogar aufwerten und euch aus der Masse positiv hervorheben.

Vor allem bei modernen Firmen, wie zum Beispiel Google, können die richtigen Freizeitaktivitäten gut ankommen. Eine ehemalige Praktikantin der Firma erzählte auf Quora, einer Frage-Antwort-Webseite, dass die Personalmanager auf interessante Details in Bewerbungen besonders achten. „Hier habt ihr die Möglichkeit mit ein paar ungewöhnlichen Aspekten aus eurem Leben zu beeindrucken, die traditionellere Unternehmen nicht so sehr zu schätzen wissen“, schreibt sie.

Andere Unternehmen freut es, wenn ein Hobby aus eurem Lebenslauf etwas mit der Stelle, für die ihr euch bewerbt, zu tun hat, meint Alyssa Gelbard, Gründerin und Präsidentin der Karriereberatungsfirma Résumé Strategists.

„Wenn ein potenzieller Arbeitgeber die Interessen eines Kandidaten in der Bewerbung liest, gibt ihm das einen Einblick in dessen Persönlichkeit und seine Branchenkenntnisse — Was ihn im Endeffekt zu einem attraktiveren Anwärter für die Stelle macht“, sagt sie.

„Was man aber nicht vergessen soll: Alles, was im Lebenslauf steht, kann im Bewerbungsgespräch zur Sprache kommen. Man sollte also über jedes Hobby auch wirklich Bescheid wissen“, erklärt Gelbard.

Wir stellen euch hier 12 Hobbies vor, die ihr in euren Lebenslauf schreiben solltet — vorausgesetzt sie gehören wirklich zu euren Interessen. Und dann haben wir auch noch eins, das definitiv nicht drinstehen sollte.

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Quelle: 12 Hobbys, die gut auf dem Lebenslauf aussehen – Business Insider

Diesel-Skandal: Richter legt Dienstaufsichtsbeschwerde ein – Ganoven halten zusammen

Der Dieselskandal wird zunehmend zur Justiz-Posse. Seit Wochen diskutieren Landgericht und Staatsanwaltschaft Braunschweig über die Zulassung der Betrugsanklage gegen den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn und vier weitere Automanager. Nach Informationen von Business Insider hat nun der zuständige Richter Christian Schütz Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Ermittlungsbehörde eingelegt.

Hintergrund: Die Staatsanwaltschaft hat Mitte 2018 einen Bußgeldbescheid gegen Volkswagen verhängt. Demnach musste der Konzern zum einen den gesetzlichen Höchstbetrag von fünf Millionen Euro zahlen – sowie eine Gewinnabschöpfung von 995 Millionen Euro. Insgesamt also eine Milliarde Euro.

Über den Inhalt des Bescheids ist ansonsten nicht viel bekannt: Lediglich, dass die Staatsanwaltschaft „Aufsichtspflichtverletzungen in der Abteilung Aggregate-Entwicklung“ festgestellt habe und zwischen Mitte 2007 und 2015 insgesamt fast elf Millionen Schummel-Diesel in den Verkehr gebracht wurden. Dies hat VW so akzeptiert. Im Klartext: Behörde und VW einigten sich darauf, dass es Verfehlungen auf Ebene der Abteilungsleitung gab. Im Betrugsverfahren gegen Wiko und Co. geht es nun aber um Vorwürfe gegen ehemalige Vorstände.

Staatsanwaltschaft hält Bußgeldbescheid unter Verschluss

Ende 2019 wollte sich Richter Schütz den Bescheid genauer ansehen und bat die Staatsanwaltschaft, ihm das Papier auszuhändigen. Doch die Braunschweiger Ermittler lehnten dies mit der Begründung ab, dass die Informationen keinen Mehrwert für das Betrugsverfahren hätten. Pikant: Ähnliche Anfragen vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) hatte die Staatsanwaltschaft zuvor auch lange abgelehnt und den Bußgeldbescheid unter Verschluss gehalten. Erst nach langer Zeit gewährte man den Flensburgern einen kurzen Einblick.

Nach Recherchen von Business Insider hat das Landgericht jetzt Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft eingelegt. Sie soll die Staatsanwaltschaft anweisen, den Bescheid endlich rauszurücken.

Auf Anfrage verweisen Staatsanwaltschaft und Generalstaatsanwaltschaft an den Richter. Eine Gerichtssprecherin wollte sich aber auch nicht zu dem außergewöhnlichen Vorgang äußern: „Es handelt sich um ein nicht öffentliches Zwischenverfahren.“

Die förmliche Beschwerde ist der nächste Höhepunkt in dem turbulenten Dieselverfahren. Wie berichtet, hat das Landgericht bereits an den meisten Anklagepunkten Zweifel geäußert und fordert die Staatsanwaltschaft zur Nacharbeit auf. Die Ermittler reagieren zunehmend dünnhäutig auf die andauernden Nachfragen des Gerichts.
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Quelle: Diesel-Skandal: Richter legt Dienstaufsichtsbeschwerde ein – Business Insider

Muss Daimler mehr als 10.000 Stellen streichen?

Das Jahresergebnis des Automobilherstellers ist schlechter als erwartet. Wie viele Mitarbeiter:innen müssen gehen?

Hält der Autohersteller Daimler an seinen Plänen fest, bis zum Jahr 2022 rund 10.000 Arbeitsplätze einzusparen? Darauf wollte sich der Konzern in der Bilanzpressekonferenz am heutigen Dienstag nicht festlegen: Man baue weltweit eine „niedrige fünfstellige Zahl“ an Stellen vor allem in der Verwaltung ab – davon 1.100 Führungsposten, so Daimler-Chef Ola Källenius gegenüber der Presse. Wie das Handelsblatt zuvor berichtete, könnten allerdings weit mehr Mitarbeiter:innen betroffen sein als angekündigt. Mit Berufung auf Konzernkreise ist dort von bis zu 15.000 Stellenstreichungen die Rede. Grund ist das schlechte Jahresergebnis des Konzerns. Wie das Unternehmen heute mitteilte, sind die Gewinne im Jahr 2019 um fast zwei Drittel auf 2,7 Milliarden Euro eingebrochen. Der Börsenkurs hat sich in den letzten fünf Jahren halbiert. Bereits im November letzten Jahres hatte der Konzern deshalb einen drastischen Sparkurs angekündigt: Bis Ende 2022 wolle man rund 1,4 Milliarden Euro an Personalkosten einsparen.

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Dieselaffäre, E-Autos, Klimaauflagen

Daimler wurde erst im letzten Jahr von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC zum weltweit innovativsten Automobilkonzern gekürt. Geholfen hat das augenscheinlich nicht. Dem Konzern machen gleich mehrere Baustellen zu schaffen: Daimler hinkt bei der Umstellung auf Elektroantriebe hinterher. Das ist nicht nur mit Blick auf die zukünftigen Absatzmärkte riskant, dem Unternehmen drohen hierdurch auch Bußgelder von bis zu drei Milliarden Euro, weil es die CO2-Vorgaben der EU nicht erfüllt. Auch die Strafzahlungen, die sich aus der Dieselaffäre ergeben, machen Daimler weiterhin zu schaffen.

Quelle: Muss Daimler mehr als 10.000 Stellen streichen?

Studie zur Lohnlücke: Frauen verdienen mehr, als sie zugeben

Männer sollten die Familie ernähren und deshalb mehr verdienen als ihre Partnerin, die sich zu Hause um die Kinder kümmert. Diese gesellschaftliche Norm, die in Zeiten der Gleichberechtigung in den Augen vieler Menschen veraltet ist, sitzt offenbar tiefer in unseren Köpfen als bislang angenommen. Darauf lässt eine Studie schließen, die jetzt vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim veröffentlicht wurde. Michaela Slotwinski und Anja Roth, die beide an der Universität Basel forschen, zeigen in ihrer Untersuchung, dass ein hoher Anteil von Paaren in Umfragen angibt, dass die Männer mehr verdienen – selbst wenn es in Wahrheit umgekehrt ist. „Viele der Befragten passen ihre Antworten so an, dass sie der männlichen Ernährer-Norm entsprechen“, sagt Forscherin Slotwinski.

Männer verdienen im Schnitt deutlich mehr als Frauen. In Deutschland ist ihr Einkommen um 21 Prozent höher als das der Frauen, hat das Statistische Bundesamt errechnet. Die „bereinigte“ Lohnlücke, die unter anderem berücksichtigt, dass Frauen andere Berufe wählen und häufiger in Teilzeit arbeiten, beträgt hierzulande 6 Prozent. Nur bei etwa jedem siebten Paar verdient die Frau mehr als der Mann.

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Quelle: Studie zur Lohnlücke: Frauen verdienen mehr, als sie zugeben

5000 zusätzliche Stellen: Bahn sucht 25.000 neue Mitarbeiter

Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr rund 25.000 neue Beschäftigte in Deutschland einstellen. Abzüglich derjenigen, die in Rente gehen oder das Unternehmen aus anderen Gründen verlassen, bleibe hierzulande ein Stellenaufbau von 5000 Mitarbeitern, sagte eine Sprecherin am Montag.Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet. Zu den Berufsgruppen, für die besonders viele Neuanstellungen geplant sind, gehören Lokführer, Fahrdienstleiter oder Fahrweginstandhalter. Gesucht werden aber auch Busfahrer, Servicemitarbeiter an Bahnhöfen, IT-Spezialisten und Ingenieure.Bei rund 4700 der 25.000 Neuanstellungen soll es sich um Auszubildende handeln. Im vergangenen Jahr hatte der bundeseigene Konzern 24.000 neue Beschäftigte eingestellt, was einem Saldo von 8000 zusätzlichen Stellen entsprach. Im Rahmen der Konzernstrategie Starke Schiene will die Bahn in den kommenden Jahren rund 100.000 Beschäftigte einstellen. Insgesamt arbeiten bei der Bahn in Deutschland mehr als 200.000 Mitarbeiter.

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Quelle: 5000 zusätzliche Stellen: Bahn sucht 25.000 neue Mitarbeiter | STERN.de

Wien will pflegende Angehörige in Zukunft anstellen 

Das Burgenland also. Dort hat man vieles richtig gemacht, findet die SPÖ auch andernorts, immerhin holte der rote Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bei den letzten Landtagswahlen 49,9 Prozent und damit die Absolute. Die Bundes-SPÖ liebäugelt deshalb schon länger mit den im Osten umgesetzten Maßnahmen und fordert, dass pflegende Angehörige für diese Tätigkeit im ganzen Land angestellt und mit mindestens 1700 Euro entlohnt werden.

Die SPÖ in Wien hätte dank Regierungsbeteiligung die Möglichkeit, das nicht nur zu fordern, sondern auch gleich umzusetzen. Zumindest über einen Teil des Plans will man nun nachdenken: Pflegende Angehörige könnten auch in der Bundeshauptstadt künftig beim Land angestellt werden. Weil man im Burgenland bestehende Hürden überwunden hätte, “werden wir das in Wien sicher auch anbieten”, sagte der zuständige Sozialstadtrat Peter Hacker im Interview mit dem ORF-Report.

Hürden im Dienstrecht

Von einem fixen Plan will Hacker zwar noch nicht reden, aber: “Es spricht nichts dagegen, von anderen Bundesländern zu lernen”, heißt es gegenüber dem STANDARD. Die Idee hätte man ohnehin schon vor zwei Jahren gehabt, damals sei man allerdings über dienst- und arbeitsrechtliche Probleme gestolpert – etwa, was im Falle von Kündigungen oder Abwesenheit passiere.

Die große Reform erwartet man sich davon in Wien jedoch nicht. Man spricht vielmehr von einem “kleinen zusätzlichen Angebot”, mit dem man die Herausforderungen, “was den Personalbedarf im Pflegebereich betrifft”, nicht lösen könne. Grundsätzlich, heißt es aus Hackers Büro, habe das Burgenland ganz andere Voraussetzungen, das Netz an mobiler und teilstationärer Pflege sei in der Bundeshauptstadt dichter.

Kostenlose Grundausbildung

Was das Modell Doskozils ausmacht, ist rasch erklärt: Pflegende Angehörige machen das weiterhin, bekommen aber Geld dafür. Das System dahinter: Sie werden für diese Tätigkeit bei der frisch gegründeten Pflegeservice Burgenland GmbH (PSB) angestellt. Sie ist eine 100-Prozent-Tochter der Krankenanstalten GmbH (Krages), die ihrerseits dem Land gehört. PSB-Angestellte müssen eine kostenlose Grundausbildung machen. Die können sie auch dann abschließen, wenn der Pflegling ins Heim verlegt wird oder verstirbt. Abhängig von der Pflegestufe werden Pflegende für 20 (Stufe drei), 30 (Stufe vier) oder 40 Wochenstunden (ab Stufe fünf) angestellt. Sie sind daher sozialversichert und füllen auch ihre eigenen Pensionskassen.

Im Fall von Urlaub oder Krankheit – eine der Hürden, über die Wien stolperte – sorgt der Arbeitgeber für Ersatzpersonal, etwa aus der Hauskrankenpflege. Der Dienstvertrag wird zwischen der PSB, dem Pflegenden und dem Pflegling geschlossen. Er endet – hier die zweite Hürde –, wenn eine Partei kündigt oder wenn die gepflegte Person über einen Monat im Krankenhaus ist. Es gilt eine einmonatige Kündigungsfrist.

1700 Euro netto, 14 Mal im Jahr

Etwa 100 solcher Anstellungsverhältnisse gibt es derzeit im Burgenland, ein Drittel davon Vollzeit. Dieses Drittel verdient 1700 Euro netto, also den ebenfalls neu eingeführten Mindestlohn – 14 Mal im Jahr. Die anderen bekommen entsprechend weniger.

Finanziert wird das durch 80 bis 90 Prozent des Pflegegeldes und einem Teil des Pensionseinkommens der gepflegten Person. Das Burgenland fördert die Lohn- und Lohnnebenkosten. Für alle 600 Personen, die für eine Anstellung infrage kommen, wurden 13 Millionen Euro jährlich berechnet, so ein Sprecher Doskozils. Weil sich wohl nicht alle gleichzeitig anstellen lassen werden, seien bis Ende 2020 rund sechs Millionen Euro vorgesehen.

Was man sich nicht abschauen will: “Ein Mindestlohn von 1700 Euro steht nicht im Raum”, heißt es aus Hackers Büro. Die weitere Ausgestaltung ist noch unklar. (Gabriele Scherndl, 5.2.2020)

Quelle: Wien will pflegende Angehörige in Zukunft anstellen – Wien – derStandard.at › Panorama

Unverständnis und Wut bei Voith in Sonthofen – Aussagen von Voith verärgern Sonthofer Mitarbeiter 

Anfang Oktober letzten Jahres bekamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Voith Turbo BHS-Standortes Sonthofen – völlig unvorbereitet – die schockierende Nachricht, dass das Werk bis Ende September 2020 geschlossen werden soll. Unverständnis über die Pläne und Wut auf die Konzernleitung waren und sind die Emotionen, die seither nicht nur die Voith-Angestellten beherrschen; aus der Bevölkerung und auch von Seiten der Stadt Sonthofen erfahren sie große Solidarität. Wut über die Art der Kommunikation seitens der Geschäftsführung – der Betriebsrat wurde an diesem Tag Anfang Oktober auch nur kurz informiert, Gespräche mit der Konzernleitung selbst gab es lange Zeit gar nicht. Unverständnis über die Entscheidung zur Schließung – der Standort in Sonthofen arbeitet seit Jahren überaus gewinnbringend, es wurden sämtliche Produktionsvorgaben erfüllt, das technische Know-How, die Erfahrung der Mitarbeiter in Sonthofen wird man sonst kaum  finden. Mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Sonthofen von der Schließung betroffen, und mit ihnen ihre Familien.

Mit einer kurzzeitigen Arbeitsniederlegung und einer lautstarken Kundgebung vor dem Hauptsitz des Unternehmens in Heidenheim, bei der zahlreiche Sonthoferinnen und Sonthofer mit dabei waren und auch Bürgermeister Christian Wilhelm sich in einer Ansprache an die Konzernleitung wandte, versuchten sich die Voith-Angestellten gegen die Pläne zu wehren. Ohne Erfolg – kürzlich gab es sogar Gerüchte, dass die Konzernleitung mit frühzeitigem Abbau der Maschinen und Entlassungen droht, sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sonthofen streiken.

Neujahrsgruß sorgt für weiteren Ärger
Ende Januar wandte sich Geschäftsführer Toralf Haag mit einem Neujahrsgruß im Voith-Intranet an alle Angestellten. Haag hob ein „erfolgreiches Jahr 2019“ hervor, in dem viel erreicht worden sei. Der Konzern habe seine Finanzkennzahlen verbessert und wolle seine Gewinne im Jahr 2020 weiter ausbauen. Der CEO sprach „fünf strategische Fokusthemen“ an, die Voith Turbo in diesem Jahr verfolgen will: Höhere Arbeitssicherheit, bessere Produktionsqualität, mehr profitables Wachstum, mehr Wachstum in neuen Geschäftsfeldern, höherer Cash-Flow. Weiter sprach Haag über neu definierte Voith-Werte, eine neue „Voith-DNA: Nachhaltige Technologie für zukünftige Generationen“, welche durch die Gesellschafter-Familie, den Aufsichtsrat und die Konzernleitung formuliert wurden: innovativ, zuverlässig, fair, nachhaltig, anspruchsvoll.

Mitarbeiter: “Voith-Werte sind ein Schlag ins Gesicht”
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sonthofen sind diese „Voith-Werte“ ein Schlag ins Gesicht. Mitarbeiter aus Sonthofen, die unerkannt bleiben möchten, sagten gegenüber Radio AllgäuHIT, dass gerade der Standort Sonthofen mit seiner jahrhundertelangen Tradition stets innovativ sein musste, sonst hätte er nicht so lange überlebt. Weiter hoben die Mitarbeiter die Zuverlässigkeit der Sonthofer Belegschaft hervor, die, trotz der drohenden Schließung und trotz der vielen Feiertage, im Dezember mehr als 10 Millionen Euro Umsatz gemacht habe – die Kunden vertrauten dem Sonthofer Werk nach wie vor. Beim Thema Fairness können sie nur lachen. „Seit Anfang Oktober, als die Belegschaft in Sonthofen diesen Schließungsbeschluss vor die Füße geworfen bekommen hat, wurden sie in der Schwebe und mit Ängsten zurückgelassen.“ Die Geschäftsführung habe keinen Plan oder Konzept, um den Mitarbeitern und ihren Familien die Unsicherheit zu nehmen. Nachhaltig sei eine Standortverlagerung in seinen Augen ganz und gar nicht: beim Abbau und Transport der schweren Maschinen würden Unmengen an Geld und Energie verbraucht.

Voith Turbo:  “Wir werden unserer Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber gerecht”
„Das übergeordnete Ziel unserer aktuellen Planungen ist es, die erheblichen Strukturkosten unseres Produktionsnetzwerks in Deutschland zu reduzieren, um den Produktionsstandort Deutschland und die damit verbundenen Arbeitsplätze langfristig zu sichern“ sagte Susanne Speiser (Director Market Communication CoC EMEA) in einem Interview mit Radio AllgäuHIT. In „enger Abstimmung mit dem Betriebsrat“ plane die Konzernleitung, allen Mitarbeitern an den von Schließungen betroffenen Standorten einen Arbeitsplatzwechsel innerhalb von Voith-Turbo zu ermöglichen. „Wir wissen um unsere Verantwortung für unsere engagierten Mitarbeiter in Sonthofen – dieser Verantwortung werden wir auch im Rahmen der geplanten Veränderungen nachkommen“, hieß es weiter. Zudem wolle der Konzern „den Mitarbeitern, die bisher in indirekten Funktionen in Sonthofen tätig sind, anbieten, ihre Arbeit für Voith Turbo zukünftig an einem neuen Standort in der Region fortzuführen.

“Wirtschaftliche Gesamtsituation nicht allein ausschlaggebend”
Mit Blick auf die hohen Umsatzsummen des Sonthofer Werkes angesprochen sagte Speiser, dass Voith Turbo die Produktion in Zukunft auf weniger, aber dafür schlagkräftigere Standorte konzentrieren wolle. Dadurch sollen Strukturkosten reduziert werden. Demnach sei die wirtschaftliche Gesamtsituation in Sonthofen nicht allein ausschlaggebend für die Entscheidung, das Produktionsnetzwerk von Voith Turbo neu aufzustellen und die Produktion in Sonthofen aufzugeben. Durch kürzere Lieferwege zwischen den künftigen Produktionsstandorten solle das Produktionsnetzwerk effizienter und nachhaltiger werden.

Speiser: “Know-How geht durch Verlagerung nicht verloren”
Laut Susanne Speiser werde auch das technische Know-How durch eine Standortverlagerung nicht verloren gehen, da Voith Turbo „auf die hohe Kompetenz und das technische Know-How unserer Mitarbeiter an allen unseren Produktionsstandorten“ vertraue. Die Produkte, die in Sonthofen produziert werden, würden Speiser zufolge seit Jahren auch an anderen Standorten gefertigt, dadurch gehe nichts von der Qualität der Produkte verloren. Angesprochen auf ein angeblich qualitativ schlechtes Getriebe, das an einem anderen Standort gefertigt, an Siemens ausgeliefert worden und von einem Mitarbeiter aus Sonthofen schließlich nachgebessert worden sei, antwortete die Sprecherin ausweichend.

“Sonthofen-Produkte sollen zentraler Voith-Bestandteil bleiben”
Weiterhin betonte sie, dass das Werk in Sonthofen nicht verkauft werden solle, da die Produkte, die in Sonthofen gefertigt werden, „ein zentraler Bestandteil des Voith Turbo Produktportfolios“ seien und dies auch bleiben sollen.

Quelle: Unverständnis und Wut bei Voith in Sonthofen – Aussagen von Voith verärgern Sonthofer Mitarbeiter | Radio AllgäuHIT

BAG: Urlaubsansprüche verfallen nicht mehr automatisch

Das BAG hat die EuGH-Vorgaben zum Urlaubsrecht umgesetzt. Damit verfallen Ansprüche nicht mehr automatisch. Die Entscheidung könnte auch für vermeintlich verfallene Urlaubstage gelten, meint Alexander Willemsen.

Drei Monate nach einem wegweisenden Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH Urt. v. 06.11.2018, Az. C-684/16) hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) am 19. Februar 2019 die Vorgaben der europäischen Richter umgesetzt: Der automatische Verfall von Urlaubsansprüchen ist passé. Für die Personalabteilungen bedeutet das Urteil zusätzliche Arbeit – und einige Arbeitnehmer haben 2019 vielleicht mehr Urlaubstage als gedacht.

Der Leitsatz “Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung” hat zumindest im Hinblick auf das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) nur noch eingeschränkte Bedeutung. § 7 Abs. 3 Satz 1 BUrlG sieht zwar vor, dass Urlaub im laufenden Kalenderjahr genommen und gewährt werden muss. Bislang wurde daraus geschlossen, dass Urlaub, der bis zum Jahresende nicht gewährt und genommen wird, verfällt. Das galt nach bisheriger Rechtsprechung selbst für den Fall, dass der Arbeitnehmer den Arbeitgeber rechtzeitig, aber erfolglos aufgefordert hatte, ihm Urlaub zu gewähren.

Keine einseitige Gewährung durch Arbeitgeber

Der EuGH war jedoch der Meinung, dass Urlaubsansprüche nur dann automatisch verfallen, wenn der Arbeitnehmer tatsächlich in der Lage war, seinen bezahlten Jahresurlaub zu nehmen. Dies sei aber nur dann anzunehmen, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer erforderlichenfalls sogar dazu auffordert, den Urlaub zu nehmen und ihm mitteilt, dass der nicht genommene Urlaub am Ende des zulässigen Übertragungszeitraums oder am Ende des Arbeitsverhältnisses verfallen wird.

Diese Rechtsprechung hat das BAG nun übernommen. Bei dieser Gelegenheit hat es auch einige Fragen für die betriebliche Praxis geklärt, die der EuGH offengelassen hatte.

Klar ist nach dem Urteil des BAG, dass der Arbeitgeber nicht verpflichtet ist, dem Arbeitnehmer von sich aus Urlaub zu gewähren, um die Voraussetzungen für einen automatischen Verfall von Urlaubsansprüchen zum Jahresende oder spätestens zum 31. März des Folgejahres zu schaffen. Nach der neuen Formel der Erfurter Richter kann der Verfall von Urlaub allerdings in der Regel nur dann eintreten, “wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer zuvor konkret aufgefordert hat, den Urlaub zu nehmen, und ihn klar und rechtzeitig darauf hingewiesen hat, dass der Urlaub anderenfalls mit Ablauf des Urlaubsjahres oder Übertragungszeitraums erlischt.”

Hieraus lassen sich für die betriebliche Praxis Anforderungen ableiten, die für einen automatischen Verfall von Urlaubsansprüchen am Ende des Urlaubsjahres oder Übertragungszeitraums einzuhalten sind.

Dokumentieren, auffordern, hinweisen

Um sich auf einen automatischen Verfall von Urlaubsansprüchen berufen zu können, werden die Unternehmen in Zukunft nachweisen müssen, dass sie die vom BAG aufgestellten Anforderungen eingehalten haben. Deshalb sollten entsprechende Mitteilungen an die Arbeitnehmer zumindest in Textform erfolgen und in geeigneter Weise archiviert werden.

Nach den Vorstellungen des BAG soll jeder Arbeitnehmer “konkret aufgefordert” werden, den Urlaub zu nehmen. Dass in vielen monatlichen Lohnabrechnungen bereits jetzt die restlichen Urlaubstage ausgewiesen werden, ist nach der Rechtsprechung wahrscheinlich nicht ausreichend. Ob indes eine individuelle Ansprache jedes einzelnen Arbeitnehmers zu erfolgen hat oder auch eine einheitliche Aufforderung – etwa durch Rundmail oder einen Hinweis auf dem “Schwarzen Brett” – erfolgen kann, ließ das Gericht offen. Wer sichergehen will, sollte jeden Arbeitnehmer einzeln unter Mitteilung des jeweiligen Resturlaubsanspruches auffordern, den Urlaub zu nehmen.

Künftig werden die Unternehmen ihre Arbeitnehmer nach Maßgabe des BAG “klar” auf die Möglichkeit und den Zeitpunkt des Verfalls ihrer Urlaubsansprüche hinzuweisen haben. Im Regelfall handelt es sich jedoch um einheitliche Zeitpunkte (Jahresende bzw. 31. März des Folgejahres), so dass diesbezüglich lediglich ein einheitlicher Textblock in das Anschreiben aufgenommen werden muss.

Nach den Vorstellungen der Erfurter Richter hat der Hinweis auf den drohenden Verfall des Urlaubsanspruches “rechtzeitig” zu erfolgen. Was dies konkret bedeutet, hat das BAG bislang nicht erläutert. Es erscheint aber sinnvoll, umso früher auf den Resturlaub und seinen Verfall hinzuweisen, je höher der Resturlaubsanspruch tatsächlich ist. Ob auch eine entsprechende Belehrung direkt zu Beginn des Urlaubsjahres – also zum frühesten denkbaren Zeitpunkt – “rechtzeitig” im Sinne der neuen Rechtsprechung sein kann, ist noch offen.

Geltung offenbar auch für vermeintlich verfallene Tage

Völlig unklar ist derzeit, welche Folgen das Urteil für vermeintlich verfallene Urlaubsansprüche aus den Vorjahren hat. Die derzeit nur als Pressemitteilung vorliegende Entscheidung vom Dienstag trifft keine Aussagen zu einem etwaigen Vertrauensschutz. Der Hinweis von Oliver Klose, Sprecher beim BAG, wonach “Arbeitnehmer jetzt prüfen [können], ob sie vielleicht doch noch Anspruch auf Urlaub haben, von dem sie dachten, er sei verfallen” lässt allerdings erahnen, dass es sich lohnen könnte, verfallene Urlaubsansprüche aus dem Jahr 2018 vor die Arbeitsgerichte zu bringen.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Gerichte vermeintlich verfallene Resturlaubsansprüche aus dem Jahr 2018 zusprechen werden, wenn sich der Arbeitgeber in diesen Fällen auf den bisherigen Automatismus beruft. Die Arbeitsgerichte werden voraussichtlich urteilen, dass die neuen Anforderungen, die an den Verfall von Urlaubsansprüchen zu stellen sind, mit dem Urteil des EuGH vom 6. November 2018 feststanden. Dies hätte den Unternehmen genug Zeit gelassen, die Arbeitnehmer entsprechend zu belehren.

Unternehmen, die damals nicht unverzüglich gehandelt und ihre Arbeitnehmer zur Wahrnehmung des Resturlaubes aufgefordert haben, müssen sich also warm anziehen. Umgekehrt können nicht wenige Arbeitnehmer schon mal die Badehose einpacken, weil sie doch noch in den Genuss des ein oder anderen “verfallenen” Urlaubstages aus 2018 kommen.

Quelle: BAG: Urlaubsansprüche verfallen nicht mehr automatisch

Die attraktivsten Einwanderungsländer für Fachkräfte. ►Deutschland im letzten Drittel.◄

Deutschland braucht mehr Offenheit für ausländische Abschlüsse

Laut der OECD erreicht Deutschland nur ein mittelmäßiges Ergebnis, weil Hochschulabschlüsse und andere Qualifikationen von ausländischen Fachkräften oft abgewertet oder nicht anerkannt werden. Eine Maßnahme gegen den Fachkräftemangel wäre es demnach, hier weniger restriktiv zu sein. Die tatsächliche Qualifikation könnten Unternehmen stattdessen anhand von Case Studies und Arbeitsproben ermitteln.

Betrachtet man aber beispielsweise nur den Faktor Kompetenzumfeld, schafft es Deutschland immerhin auf Platz 5. Die USA schneiden in dieser Dimension am besten ab, wurden aber wegen einer strengen Visa-Politik auf Platz 7 herabgestuft. Die Schweiz ist vor allem wegen eines hohen Gehalts für Fachkräfte besonders attraktiv, Schweden punktet mit Familienfreundlichkeit. Australien hat sich den ersten Platz unter anderem durch besonders hohe Lebensqualität verdient.

Das sind die Top 15 der attraktivsten Länder für hochqualifizierte Fachkräfte:

  1. Australien
  2. Schweiz
  3. Schweden
  4. Neuseeland
  5. Kanada
  6. Irland
  7. USA
  8. Niederlande
  9. Slowenien
  10. Norwegen
  11. Deutschland
  12. Dänemark
  13. Luxembourg
  14. Island
  15. Estland

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Quelle: Die attraktivsten Einwanderungsländer für Fachkräfte

 


Um Zeit für unseren persönlichen Service in der Vermittlung zu gewinnen und gleichzeitig die Anzahl der Stellenangebote zu erhöhen, versenden wir die vollständige Stellenbeschreibung nur auf Anfrage. Einfach das Formular unter dem Stellenangebot ausfüllen und absenden. Kurze Zeit später bekommen Sie die vollständige Positionsbeschreibung.






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Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Was sich ab März ändert

Ab März 2020 gilt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Was ändert sich für Arbeitgeber und für ausländische Fachkräfte, die in Deutschland arbeiten wollen?

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll es Fachkräften aus Drittstaaten erleichtern, in Deutschland zu arbeiten. Die Bundesregierung will damit dem Fachkräftemangel begegnen und die leeren Bewerbermärkte in Deutschland füllen. Die meisten Änderungen durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, die zum 1. März 2020 in Kraft treten, erfolgen im Aufenthaltsgesetz (AufenthG).

Zum Begriff der Fachkraft

Zunächst vereinheitlicht die Neuregelung den Begriff der Fachkraft, so dass nicht nur Hochschulabsolventen, sondern auch Personen mit qualifizierter Berufsausbildung darunter zu verstehen sind.

Quelle: Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Was sich ab März ändert

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Bundesregierung plant Gesetz zur Arbeitszeiterfassung

Der Arbeitgeber muss die vollständige Arbeitszeit der Beschäftigten erfassen. Das hat der EuGH im Jahr 2019 entschieden. Jetzt müssen die Mitgliedstaaten das Urteil umsetzen. Das Bundesarbeitsministerium arbeitet bereits an einem entsprechenden Gesetzentwurf. Kehrt jetzt die Stechuhr zurück?

Die Arbeitszeiten der Beschäftigten müssen durch ein verlässliches System gemessen werden können. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in seinem weitreichenden Urteil vom 14.5.2019, Aktenzeichen: C-55/18. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union müssten die Arbeitgeber verpflichten, die tägliche Arbeitszeit ihrer Beschäftigten systematisch zu erfassen.

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Quelle: Bundesregierung plant Gesetz zur Arbeitszeiterfassung

Kurzfristige Beschäftigung oder Minijob. Hier können Sie als Arbeitgeber viel Geld sparen.

Praxis-Tipp

Vorteile einer kurzfristigen Beschäftigung

Bevor der Unternehmer einen Minijob auf 450 EUR Basis vereinbart, sollte er prüfen, ob nicht – zumindest vorübergehend – die kurzfristige Beschäftigung günstiger für ihn ist. Kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse sind besonders vorteilhaft, weil

  • keine Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen sind, also auch keine pauschalen Abgaben wie bei einem Minijob und
  • bei der individuellen Abrechnung häufig keine Lohnsteuer anfällt.

Kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse eignen sich daher auch sehr gut, um den Ehegatten oder die eigenen Kinder für einen begrenzten Zeitraum zu beschäftigen.

 

Praxis-Beispiel

Vergleich zwischen kurzfristiger Beschäftigung und Minijob

Ein Unternehmer hat mit seinem Arbeitnehmer einen Rahmenarbeitsvertrag über einen Zeitraum von 12 Monaten vereinbart. Der kurzfristig Beschäftigte arbeitet an 34 Stunden im Monat. Bei einem Stundenlohn von 12,50 EUR zahlt er ihm 425 EUR im Monat. Der Vergleich zwischen kurzfristiger Beschäftigung und Minijob sieht wie folgt aus:

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Quelle: Kurzfristige Beschäftigung: Richtig einstufen, abrechnen … / 3 Vor- und Nachteile einer kurzfristigen Beschäftigung und die Unterschiede bei Lohnsteuer und Sozialversicherung | Finance Office Professional | Finance | Haufe

Angst vor neuen Arbeitsplätzen im Osten? / Tesla: “Gigafabrik” trifft auf märkische Provinz 

Bürger waren eingeladen, gekommen aber ist erst mal nur die Presse. Arne Christiani runzelt die Stirn. So hatte sich das der Bürgermeister von Grünheide, einer 8.458-Seelen-Stadt in der Nähe von Berlin, eigentlich nicht vorgestellt. Dann winkt er ab, freut sich, dass “sie” überhaupt gekommen sind.Mit “sie” meint Christiani Tesla. Oder genauer gesagt: eine vom Autobauer beauftragte Kommunikationsagentur. Die soll ab jetzt zwei Mal in der Woche für je zwei Stunden den Einwohnern der Kleinstadt Rede und Antwort stehen. Soll Ängste nehmen – vor der neuen “Gigafactory”.

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Quelle: Tesla: “Gigafabrik” trifft auf märkische Provinz | Das Erste – Panorama – Sendungen – 2020

„Rat der Arbeitswelt“: Wer leider draußen bleiben muss

Es kann keineswegs schaden, kluge Köpfe aus Forschung, Wirtschaft und Gewerkschaften zusammen zu holen, um sie beantworten. Dass Heils „Rat der Arbeitswelt“ kompetent und hochkarätig besetzt ist – daran kann kein Zweifel bestehen. Von Siemens-Personalvorständin Janina Kugel bis zu VW-Betriebsrat Matthias Möreke, von Isabel Rothe, der Präsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, über Ex-Verdi-Chef Frank Bsirske bis hin zu hochangesehenen Professor:innen und erfolgreichen Unternehmer:innen: Die elf Mitglieder des Gremiums – sechs Männer, fünf Frauen – können zweifellos einiges beitragen zur Diskussion darüber, wie sich Arbeit wandeln wird und wandeln muss.

Und doch bleibt ein fader Beigeschmack – beim Blick darauf, wer im „Rat der Arbeitswelt“ erstaunlicherweise nicht vertreten ist.

Wieso keine junge Menschen?

Niemand wird vom Wandel der Arbeit mehr betroffen sein als jene, die erst seit ein paar Jahren im Berufsleben stehen oder es sogar noch ganz vor sich haben. Die rasant voranschreitende Digitalisierung der Wirtschaft, deren soziale und psychologische Auswirkungen, die Unsicherheiten und Unwägbarkeiten – wen geht das mehr an als junge Menschen? Im „Rat der Arbeitswelt“ sind sie nicht vertreten. Jüngstes Mitglied ist der Betriebsratsvorsitzender bei BASF, Sinischa Horvart, Jahrgang 1976. Niemand in Heils neuem Beratergremium ist jünger als vierzig Jahre. Eine bemerkenswerte Generationenlücke und ein schwerer Konstruktionsfehler.

Weshalb kaum Digitales, kaum Dienstleistungen?

Die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz dürfte in all ihren Ausprägungen der Megatrend sein, der Arbeit schon in wenigen Jahren am drastischsten und nachhaltigsten verändern wird. Gemessen daran, ist das neue Beratergremium des Bundesarbeitsministeriums erstaunlich klassisch und wenig digital besetzt. Wo sind die Start-ups, wo die Software-Unternehmen, wo die Programmierer:innen, wo die KI-Spezialist:innen, die Expert:innen für digitale Kommunikation?

Auf der anderen Seite finden, abgesehen vom Gewerkschafts-Ruheständler Bsirske und Gebäudereinigungsunternehmer Stephan Schwarz, Dienstleistungen und der öffentliche Dienst in Heils Gremium praktisch nicht statt. Millionen Deutsche arbeiten in der Pflege, im Einzelhandel, auf dem Bau, als Paketbot:innen und Call-Center-Agent:innen, hangeln sich von Praktika zu befristeten Jobs, oftmals unter prekären Bedingungen. Im konzern-dominierten „Rat der Arbeitswelt“ scheinen sie eine Randnotiz zu sein. Ein weiterer Konstruktionsfehler.

Warum keine Ostdeutschen?

Wenn es in Deutschland eine Bevölkerungsgruppe gibt, die Erfahrungen mit tiefgreifender, schmerzhafter Transformation von Arbeit hat, sind es die ehemaligen Bürger:innen der DDR. Gerade in Ostdeutschland mit all seinen Struktur- und Demografieproblemen, politischem Extremismus und niedrigem Organisationsgrad von Arbeitgebern und Arbeitnehmer:innen lassen sich einige der Probleme, die der Gesellschaft als Ganzes wohl noch bevorstehen, wie unter einem Brennglas beobachten. Und doch: Keine einzige Ostdeutsche, kein einziger Ostdeutscher fand einen Platz im „Rat der Arbeitswelt“. Eine besonders bizarre Fehlentscheidung, welche die bislang zaghaften Rufe nach besserer Repräsentation Ostdeutscher in Politik und Gesellschaft nochmals verstärken dürfte. Mit vollem Recht.

Bundesarbeitsminister Heil sollte unbedingt nachbessern und seinen neuen „Rat der Arbeitswelt“ zügig erweitern. Diversität, vor allem Diversität im Denken aufgrund unterschiedlicher Perspektiven und Erfahrungen, ist Voraussetzung für zukünftigen Erfolg. Doch Diversität ist mehr als eine Frauenquote. Wenn es um die Zukunft von Arbeit geht, sollten junge Menschen unbedingt gehört werden, müssen Digitalexpert:innen und Dienstleistende mitreden, dürfen Ostdeutsche keinesfalls außen vor bleiben.

Bislang entspricht der „Rat der Arbeitswelt“ in seiner Zusammensetzung noch stark dem Schema der längst überholten Deutschland AG – mittelalt, konzerngeprägt, industrielastig, westdeutsch. Ändert sich das nicht schnell, besteht die Gefahr, dass er als „Rat der Arbeitswelt des 20. Jahrhunderts“ agieren wird.

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Quelle: „Rat der Arbeitswelt“: Wer leider draußen bleiben muss

Erster Handwerksmeister trägt Titel Bachelor Professional. Und nun? Wen juckt das wirklich?

Als die Handwerkskammer Thomas Diedert anrief, konnte er nicht glauben, dass er der Erste sein würde. „Der Zusatztitel sieht erst mal merkwürdig aus, aber den Sinn dahinter finde ich klasse“, sagt der 26-jährige Feinwerkmechanikermeister aus Ötzingen im Westerwaldkreis. Mitte Dezember 2019 hatte er seine Prüfung bestanden und am 10. Januar 2020 sein Zeugnis erhalten – mit den Titeln Handwerksmeister und Bachelor Professional.

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Quelle: Erster Handwerksmeister trägt Titel Bachelor Professional

Überstunden-Beweispflicht: So gehst du auf Nummer sicher – laut Fachanwalt

Insgesamt 276 Überstunden will eine Buchhalterin aus Mecklenburg-Vorpommern geleistet haben – dafür wollte sie nach ihrer Kündigung im Mai 2018 entlohnt werden und klagte gegen den Arbeitgeber. Die Summe: 3.353 Euro. Das Landesarbeitsgericht Rostock wies die Klage jedoch ab. Die Angestellte konnte ihre Mehrarbeit nicht zweifelsfrei nachweisen. „Die von der Klägerin vorgelegten Computerausdrucke beruhen ausschließlich auf ihren eigenen Angaben, in welcher Art und Weise auch immer sie diese erfasst hat“, heißt es laut Der Spiegel in dem Urteil der Richter. Die Buchhalterin habe ihre Arbeitszeit in dem Überstundenkonto ihres Arbeitgebers erfasst. Jedoch hätte sie als Administratorin auch rückwirkend Eintragungen vornehmen können.

Da die Buchhalterin nicht nachweisen konnte, dass der Arbeitgeber die Überstunden angewiesen oder zumindest wissentlich in Kauf genommen hatte, scheiterte sie nun mit ihrer Forderung. Der Arbeitgeber hat die Aufzeichnungen der Frau nämlich bestritten. „Selbst wenn die Klägerin zu den behaupteten Zeiten im Betrieb anwesend war, so folgt daraus noch nicht, dass Überstunden notwendig waren, um die geschuldeten Arbeiten in der zur Verfügung stehenden Zeit erledigen zu können“, heißt es in dem Urteil weiter.

Überstunden: Auf Nummer sicher gehen

„Eine Bestätigung der Anordnung von Überstunden und des genauen Leistungszeitraums ist nicht zwingend bereits im Vorfeld nötig“, erklärt Guido Völkel, Associate bei Bird & Bird und Fachanwalt für Arbeitsrecht, gegenüber t3n. „Sofern es Zeiterfassungssysteme im Unternehmen gibt, kann hierdurch die Erfassung des genauen Zeitraums der geleisteten Überstunden bereits abgedeckt sein, was jedoch die Frage der Anordnung von Überstunden oder zumindest der wissentlichen Duldung durch den Arbeitgeber noch offen lässt.“

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich laut Völkel beispielsweise regelmäßig Stundenzettel über geleistete Überstunden im Nachgang abzeichnen lassen, aus denen sich das genaue Datum und der präzise Zeitraum der geleisteten Überstunden ergeben muss sowie die Person, die diese Überstunden konkret angeordnet hat. Dies wäre auch per E-Mail denkbar, wobei dem handschriftlich unterzeichneten Stundenzettel im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung der höhere Beweiswert zukäme, so Völkel.

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Quelle: Überstunden-Beweispflicht: So gehst du auf Nummer sicher – laut Fachanwalt

Entgeltfortzahlung in Deutschland teuer wie nie zuvor

Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) wurden 2018 fast 52 Milliarden Euro an Bruttogehältern und weitere 10 Milliarden Euro an Sozialversicherungsbeiträgen für erkrankte Mitarbeiter gezahlt. Mit insgesamt knapp 62 Milliarden liegen die Aufwendungen der Arbeitgeber 2019 damit 2,7 Milliarden höher als noch 2018.

Ursachen für den Anstieg sind der Studie zufolge der gegenüber dem Vorjahr erneut leicht erhöhte Krankenstand, die durch die günstige Beschäftigungsentwicklung hohe Anzahl an Arbeitnehmern sowie die jährlichen Lohnsteigerungen. Selbst bei einer konstanten Fehlzeitenquote würden die anhaltend günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zusammen mit den jährlichen Gehaltsanpassungen zu stetig steigenden Aufwendungen führen, so das Institut.

Entgeltfortzahlung bei Erkrankung und Mutterschutz

Fehlt ein Mitarbeiter krankheitsbedingt, zahlt der Arbeitgeber nach § 3 EFZG das volle Gehalt für bis zu sechs Wochen, erst danach springt die gesetzliche Krankenkasse ein. Das von den Kassen gezahlte Krankengeld beträgt allerdings nur 70 Prozent des regelmäßigen Bruttoentgelts.

Bei sogenannten Fortsetzungserkrankungen, bei denen die Ausfallzeiten immer wieder auf dieselbe Erkrankung zurückzuführen sind, werden dabei innerhalb eines Jahres die Krankheitstage summiert, so dass der Sechs-Wochen-Zeitraum und damit die Zahlungspflicht des Arbeitgebers irgendwann aufgebraucht ist. Bei unterschiedlichen Erkrankungsursachen beginnt die sechswöchige Fortzahlungsfrist jedes Mal von neuem. Entgeltfortzahlung wird auch während des Mutterschutzes geleistet, also sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin sowie acht Wochen nach der Geburt.

Lohnfortzahlungskosten weiter steigend

Schon jetzt lässt sich prognostizieren, dass die Kosten für die Arbeitgeber im kommenden Jahr erneut steigen werden. Grund ist der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, der die Arbeitgeberkosten erhöhen wird, weil seit dem 1. Januar 2019 auch der Zusatzbeitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung paritätisch finanziert wird.

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Quelle: Entgeltfortzahlung in Deutschland teuer wie nie zuvor | Personal | Haufe

Sexuelle Belästigung: Je höher die Position, desto mehr sexuelle Belästigung 

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Quelle: Sexuelle Belästigung: Je höher die Position, desto mehr sexuelle Belästigung – DER SPIEGEL

Mindestpersonalbesetzung als Maßnahme des Gesundheitsschutzes

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat dem Antrag einer Arbeitgeberin stattgegeben, mit dem diese einen Einigungsstellenspruch über eine Mindestpersonalbesetzung angefochten hat (BAG, Beschluss v. 19. November 2019, Az. 1 ABR 22/18). Dabei ließ das BAG die grundsätzliche Zulässigkeit von solchen Regelungen als Maßnahme des Gesundheitsschutzes ausdrücklich offen (Pressemitteilung Nr. 38/19).

Die Arbeitgeberin betreibt eine Klinik mit circa 300 Mitarbeitern, bei der ein Betriebsrat besteht. Zwischen Arbeitgeberin und Betriebsrat kam es immer wieder zu Streitigkeiten hinsichtlich der Dienstplanung und der Mindestbesetzung für den Pflegedienst auf bestimmten Stationen. Im Frühjahr 2013 wurde deshalb eine Einigungsstelle zum Arbeits- und Gesundheitsschutz eingesetzt. Durch diese Einigungsstelle wurden mehrere Gutachten zur Belastungs- und Gefährdungsbeurteilung des Pflegepersonals eingeholt. Da im Rahmen der Einigungsstelle keine Einigung erzielt werde konnte, endete die Einigungsstelle mit einem Spruch. Dieser beinhaltete eine Betriebsvereinbarung, die unter anderem die Mindestbesetzung des Pflegepersonals auf den einzelnen Stationen in den einzelnen Schichten regelte.

Die Arbeitgeberin hat diesen Einigungsstellenspruch angefochten. Sie machte geltend, dass die Regelungen nicht von der Zuständigkeit der Einigungsstelle gedeckt seien und in die unternehmerische Freiheit der Arbeitgeberin eingegriffen hätten. Die Mindestpersonalbesetzung unterliege nicht dem erzwingbaren Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats.

Rechtlicher Hintergrund

Die Personalplanung ist ureigene Regelungsmaterie des Arbeitgebers. Dies ergibt sich aus der unternehmerischen Freiheit (Art. 12 GG). Die unternehmerische Freiheit wird durch die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats eingeschränkt. Dieser hat bezüglich personeller Einzelmaßnahmen zwar ein Beteiligungsrecht gemäß § 99 und § 102 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) in Form eines Zustimmungserfordernisses und hinsichtlich der Personalplanung ein Informationsrecht gem. § 92 BetrVG; er hat jedoch kein erzwingbares Mitbestimmungsrecht bezüglich der Personalstärke.

Ein erzwingbares Mitbestimmungsrecht besteht allerdings in Fragen des Gesundheitsschutzes (§ 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG), wobei auch die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) umfasst ist. Nach der Rechtsprechung des BAG kann das erzwingbare Mitbestimmungsrecht hinsichtlich des Gesundheitsschutzes aber nicht einschränkungslos bejaht werden (BAG, Beschluss v. 08. Juni 2004, Az. 1 ABR 13/03). Voraussetzung ist das Vorliegen konkreter Gefährdungen i.S.d. § 5 ArbSchG (BAG, Beschluss v. 28. März 2017, Az. 1 ABR 25/15). Eine Mitbestimmung kommt also nur dann in Betracht, wenn eine konkrete Handlungspflicht des Arbeitgebers zu Maßnahmen des Arbeitsschutzes besteht.

Quelle: Mindestpersonalbesetzung als Maßnahme des Gesundheitsschutzes

Familie und Beruf: Familienfeindlicher Bundestag 

Vielleicht sind die Umzugskartons in Swen Schulz’ Abgeordnetenbüro ein Zeichen. Ich bin bald raus hier! Schulz, 51, ist MdB der SPD-Bundestagsfraktion. Der schlaksige Berliner sitzt seit 2002 im Parlament. Er hat Gerhard Schröder überlebt und große Koalitionen. Seine Partei verliert gerade ihre Bedeutung. Einer der Hauptgründe, 2021 bei der Bundestagswahl nicht mehr anzutreten, ist aber ein anderer: Schulz möchte mehr Zeit mit seiner Familie verbringen.

Vielleicht ist es ihre unverwechselbar optimistische Art, die Katja Kipping sagen lässt: “Elternschaft und politisches Engagement – das ist nicht immer einfach, aber es geht.” Die Parteivorsitzende der Linken, 41 Jahre alt, kommt gerade vom Talkshow-Auftritt, sitzt in einem Café am Hamburger Hauptbahnhof und trinkt ihre Rhabarbersaftschorle. Als Mutter einer achtjährigen Tochter hat auch sie ein Ziel: So viel Zeit wie möglich mit ihrer Familie verbringen.

Der Beruf Politiker ist familienfeindlich

Die Perspektiven von Schulz und Kipping sind unterschiedlich, der Anspruch ist der gleiche: 2019 ist es zeitgemäß, dass auch Politiker Eltern sein können. Dass ihr Privatleben ähnlich strukturiert sein darf wie bei Otto Normal. Doch trotz vieler Privilegien ist das eine schwierige Mission. Es braucht vor allem die Bereitschaft, nein zu sagen und sich Freiräume zu schaffen. Der Beruf Politiker ist familienfeindlich. Er verlangt vor allem, gegen Zeitfresser wie Sitzungen und Abendtermine zu kämpfen. Nur wer es wirklich will, kann diesen Kampf gewinnen.

Winston Churchill, von 1940 bis 1945 und von 1951 bis 1955 britischer Premier, hat einmal gesagt, es sei einfacher, eine Nation zu regieren, als vier Kinder zu erziehen. Churchills erste Amtszeit fiel wohlgemerkt in den Zweiten Weltkrieg. Wie viel Kampfgeist der Wechsel zwischen harter Politik und zärtlicher Kinderfürsorge erfordert, erleben Swen Schulz und Katja Kipping täglich.

Schulz hat zwei kleine Kinder: eine sechsjährige Tochter und einen zweijährigen Sohn. Aus seiner ersten Ehe stammt eine heute 16-jährige Tochter. “Um die habe ich mich damals wegen meines Berufes viel zu wenig gekümmert”, sagt Schulz, der sein Gegenüber manchmal starr durch seine Brille fixiert und dabei etwas abwesend wirkt.

Quelle: Familie und Beruf: Familienfeindlicher Bundestag | ZEIT Arbeit

Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Was sich ab März ändert

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll es Fachkräften aus Drittstaaten erleichtern, in Deutschland zu arbeiten. Die Bundesregierung will damit dem Fachkräftemangel begegnen und die leeren Bewerbermärkte in Deutschland füllen. Die meisten Änderungen durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, die zum 1. März 2020 in Kraft treten, erfolgen im Aufenthaltsgesetz (AufenthG).

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Zum Begriff der Fachkraft

Zunächst vereinheitlicht die Neuregelung den Begriff der Fachkraft, so dass nicht nur Hochschulabsolventen, sondern auch Personen mit qualifizierter Berufsausbildung darunter zu verstehen sind.

Verzicht auf Vorrangprüfung

Für die qualifizierte Beschäftigung dieser Fachkräfte wird auf die sogenannte „Vorrangprüfung“ verzichtet. Bevor ein Aufenthaltstitel ausgestellt wurde, wurde bislang grundsätzlich geprüft, ob bevorrechtigte Bewerber – wie beispielsweise deutsche qualifizierte Arbeitnehmer – für eine Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Erst, wenn dies nicht der Fall war, war es ausländischen Fachkräften möglich, im jeweiligen Beruf zu arbeiten. Diese Vorrangprüfung entfällt nun.

Neue Regeln im Hinblick auf die Positivliste und sogenannte Mangelberufe

Möchten Unternehmen eine neue Position mit einem Drittstaatsangehörigen besetzen, müssen sie sich zukünftig nicht mehr auf die Positivliste und die dort aufgeführten Mangelberufe beschränken. Bei den sogenannten Mangelberufen handelt es sich um Berufe, die in Deutschland vom Fachkräftemangel betroffen sind. Fachkräfte können so in dem Beruf arbeiten, zu dem ihre jeweilige Ausbildung sie befähigt. Um dem steigenden Bedarf von IT-Spezialisten gerecht zu werden, erhalten diese schneller einen Aufenthaltstitel: Es ist keine Qualifikation als Fachkraft notwendig – eine fünfjährige praktische Berufserfahrung und deutsche Sprachkenntnisse reichen aus.

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Quelle: Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Was sich ab März ändert

Das sind die 20 beliebtesten Passwörter – ist Ihres dabei?

Was ist die leichteste Art, ein Pflichtfeld mit wenigstens sechs Zeichen zu füllen? Egal was Ihnen jetzt als Antwort einfällt, es dürfte auch unter den Top-Positionen Deutschlands beliebtester Passwörter 2019 landen.

Die Liste stammt vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) und basiert auf einer Datengrundlage von 67 Millionen Zugangsdaten, die auf E-Mail-Adressen mit der “.de-Domain” registriert sind. Gemeinsamkeit: Sämtliche Zugangsdaten wurden 2019 im Netz veröffentlicht – damit stehen sie zum Beispiel Cyberkriminellen für ihre Vorhaben zur Verfügung.

Top 20: Hier kommen Deutschlands meistgenutzte Passwörter 2019

  • 123456
  • 123456789
  • 12345678
  • 1234567
  • password
  • 111111
  • 1234567890
  • 123123
  • 000000
  • abc123
  • dragon
  • iloveyou
  • password1
  • monkey
  • qwertz123
  • target123
  • tinkle
  • qwertz
  • 1q2w3e4r
  • 222222

Das HPI warnt: Keines dieser Passwörter, egal ob Zahlenreihen wie „123456“, Tastenkombinationen wie „qwertz“ oder Worte wie „password“ stellen einen wirksamen Schutz dar. Eine Erklärung für die vielen schwachen Passwörter hat das HPI auch: Viele Internetnutzer würden inzwischen über 100 Online-Konten verwalten. Es sei lästig, sich für jeden Dienst ein anderes Passwort zu merken und überfordere viele Nutzer. Das HPI rät daher zu einer Passwortstrategie oder zu Passwortmanagern.

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Quelle: Das sind die 20 beliebtesten Passwörter – ist Ihres dabei?

Arbeitsunfall: Diese 7 Urteile sollten Chefs kennen!

Auf einen Blick:

  • Unfälle bei der Arbeit sind über die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert.
  • Zwischen Unfallopfer und Berufsgenossenschaft kommt es jedoch öfter zum Streit: Handelt es sich um einen Arbeits- oder um einen privaten Unfall?
  • Gerichte entscheiden dabei nach Einzelfall. Wichtig ist vor allem, ob der Unfall in direktem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit steht.

Unachtsamkeit, ungenügende Kenntnis von Maschinen oder einfach Pech – die Ursachen von Arbeitsunfällen sind vielfältig. Nicht immer ist jedoch eindeutig, ob es sich tatsächlich um einen Vorfall handelt, der über die gesetzliche Versicherung abgedeckt ist. Im Streitfall müssen Gerichte entscheiden, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt oder nicht. Dabei wird vor allem eines klar: Es kommt auf den – manchmal kuriosen – Einzelfall an. Sieben Urteile, die Sie als Arbeitgeber kennen sollten.

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So wirkt sich der Mindestlohn auf die Wirtschaft aus

Als 2015 der gesetzliche Mindestlohn eingeführt wurde, gab es die Befürchtung, dass die Lohnuntergrenze zu Arbeitsplatzverlusten führen könnte. Doch sind die tatsächlich eingetreten? Die Arbeitsmarktforscher vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) haben die Auswirkungen des Mindestlohns unter die Lupe genommen. Ergebnis: Die damals befürchteten Arbeitsplatzverluste sind sehr gering ausgefallen.

Mindestlohn: Das gilt 2020 im Handwerk

Am 1. Januar ist der gesetzliche Mindestlohn erneut gestiegen. 2020 werden aber im Handwerk auch einige Branchenmindestlöhne angehoben.

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Den Forschern zufolge konzentrieren sie sich vor allem auf den Bereich der Minijobs. Allerdings weisen sie darauf hin, dass etwa die Hälfte der zum Jahreswechsel 2014/2015 weggefallenen Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse umgewandelt wurde. Nur ein kleiner Teil der Betroffenen habe sich arbeitslos gemeldet.

Angesichts vermehrter politischer Forderungen zur Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns sprechen die IAB-Forscher allerdings eine Warnung aus: „Es ist offen, ob die aktuell sehr geringen negativen Auswirkungen des Mindestlohns auf höhere Mindestlöhne übertragen werden können“, schreiben sie. Schließlich berge das Aushebeln von Marktmechanismen bei der Lohnfindung erhebliche ökonomische Risiken. Das bedeutet: Ein höherer Mindestlohn könne dazu führen, dass viele Arbeitsplätze oberhalb ihrer Produktivität entlohnt werden müssen. Aus Sicht der Unternehmen wären sie damit unrentabel.

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Quelle: So wirkt sich der Mindestlohn auf die Wirtschaft aus

Online-Sichtbarkeit: Meister setzt auf Google Maps

Auf einen Blick:

  • Jungunternehmer Marco Zimmermann setzt bei seiner Online-Marketing-Strategie unter anderem auf einen gepflegten Unternehmenseintrag in Google Maps.
  • Mit guten Bewertungen, einer Beschreibung seiner Leistungen und Fotos hat er im ländlichen Ostfriesland eine definierte Kundenzielgruppe erreicht: Zugezogene von außerhalb, die sich vor allem online informieren.
  • Künftig will der Handwerker sein Unternehmensprofil in dem Kartendienst noch weiter schärfen.

Gut 18.000 Einwohner zählt die Gemeinde Südbrookmerland im niedersächsischen Ostfriesland. Sucht man das Gebiet in Google Maps, sieht man, wie die Grenzen der Gemeinde westlich von Aurich verlaufen. Und wenn Sie dann als neuen Suchbegriff „Tischler“ in der Suche eingeben, wird Ihnen als Erstes der Betrieb von Marco Zimmermann ins Auge fallen: die Tischlerei Südbrookmerland.

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Arbeitgeber wollen Regeln für Kurzarbeit lockern

Die Automobilindustrie und das Land Niedersachsen drängen darauf, die Regeln für Kurzarbeit zu lockern. Grund sei die schlechte Wirtschaftslage.

Um die Zukunft der Automobilwirtschaft zu sichern, wollen die Arbeitgeberverbände die Regeln für Kurzarbeit lockern. Das Land Niedersachsen, das mehr als 20 Prozent der VW-Anteile hält, unterstützt die Forderung. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, treffen sich vor diesem Hintergrund am kommenden Mittwoch Vertretr:innen der Bundesregierung, der Auto-Industrie und verschiedener Verbände bei einem kleinen Auto-Gipfel.

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Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände Steffen Kampeter erklärte gegenüber Reuters, Mitgliedsverbänden und Unternehmen ginge langsam die Luft aus. Er warnte, Unternehmen würden bereits jetzt Arbeitszeitkonten leeren, Überstunden abbauen und Sonderschichten zurückfahren. Das reiche aber nicht aus. Experten schätzen, dass in den nächsten zehn Jahren mehrere zehntausend Arbeitsplätze verloren gehen. Grund sei die Digitalisierung und die weniger beschäftigungsintensive Produktion von Elektroautos.

Arbeitgeber lehnen Arbeit-von-morgen-Gesetz ab

Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil wird an dem Treffen teilnehmen. Er hatte im November unter dem Titel „Arbeit von morgen“ einen Gesetzentwurf vorgelegt. Dieser sieht eine Ermächtigung für die Bundesregierung vor, die Regeln für Kurzarbeitergeld per Verordnung zu lockern. Heil will zudem Beschäftigte, denen der Jobverlust droht, durch Gelder der Bundesagentur für Arbeit für andere Tätigkeiten qualifizieren.

Dies lehnen die Arbeitgebervertreter allerdings ab: „Es kann nicht sein, dass die Politik eine Pipeline des Geldes von der Bundesagentur in die Personalhaushalte von Unternehmen zu legen versucht. Das käme einem staatsfinanzierten Strukturwandel sehr nahe“, erklärte Kampeter gegenüber Reuters. Die Arbeitgeberverbände wollen die Kurzarbeit deshalb aus dem Entwurf auskoppeln und zügig verabschieden. Konkret fordern sie einen leichteren Zugang zu Kurzarbeitergeld und die Möglichkeit, dieses auf bis zu 24 Monate zu verlängern. Arbeitgeber, die während der Kurzarbeit auch Weiterbildungsmaßnahmen anbieten, sollen außerdem finanziell entlastet werden.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der Kurzarbeiter auf zuletzt rund 84.000 im Oktober. Sie schätzt, dass im Januar in den Bereichen Metall und Technik, Maschinenbau und Automobilwirtschaft bereits 113.000 Menschen bundesweit davon betroffen sein könnten.

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Quelle: Arbeitgeber wollen Regeln für Kurzarbeit lockern

Kündigung wegen Penisfoto 

Per Whatsapp lassen sich Fotos, Videos und Nachrichten schnell und unkompliziert verschicken – auch an die Arbeitskollegen. Immer häufiger hat dieses Verhalten arbeitsrechtliche Konsequenzen – je nachdem welche Inhalte versendet werden. Wer nicht nur die Grenzen des guten Geschmacks überschreitet, sondern auch strafrechtliche Tatbestände erfüllt, riskiert die Kündigung. Dies kann beispielsweise bei fremdenfeindlichen oder sexuell belästigenden Nachrichten der Fall sein. In einem aktuellen Fall erklärte das Arbeitsgericht Ulm jedoch eine Kündigung für unwirksam, die wegen eines privat per Whatsapp verschickten Penisfotos erfolgte.

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Quelle: Kündigung wegen Penisfoto | Personal | Haufe

Meldepflicht bei Arbeitsunfall und Berufskrankheit

Laut Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) kam es 2018 zu knapp 787.000 meldepflichtigen Arbeitsunfällen im Betrieb. Mit 20,3 Prozent passierten die meisten davon an Montagen (siehe Infografik). Dienstags und Mittwochs sind es jeweils 19,1 Prozent, danach nimmt der Anteil bis zum Ende der Woche kontinuierlich ab.

Egal an welchem Wochentag sie passieren: Arbeitsunfälle, wozu auch Wegeunfälle zählen, müssen der zuständigen Berufsgenossenschaft bzw. Unfallkasse gemeldet werden. Müssen? Auch für diesen Grundsatz gibt es Ausnahmen.

Arbeitsunfall: Meldepflicht ist abhängig von Dauer der Arbeitsunfähigkeit

Die Meldepflicht besteht nur bei Unfällen, die zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen führen. Doch Vorsicht bei der Fristenberechnung: der Unfalltag wird nicht mitgezählt. Ereignet sich also ein Arbeitsunfall am 1. April, beginnt die dreitägige Frist am 2. April und endet mit dem 4. April des gleichen Jahres. Entscheidend sind die Kalendertage und nicht etwa nur die Arbeitstage. Samstage, Sonn- und Feiertage zählen hier mit.

Tödliche Unfälle, Massenunfälle und Unfälle mit schwerwiegenden Gesundheitsschäden müssen sofort gemeldet werden.

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Quelle: Arbeitsunfall melden | Personal | Haufe

Einwand oder Vorwand? So reagieren Sie richtig!

Auf einen Blick:Vorwände und Einwände unterscheiden sich voneinander: Ein Vorwand ist meist ein vorgeschobenes „Nein“, ein Einwand signalisiert eine Befürchtung des Kunden bezüglich eines Produkts.Nur wer genau hinhört und auf die Argumente der Kunden achtet, kann Einwände von Vorwänden unterscheiden.Eine Verkaufstrainerin rät: Fragen Sie mehr und bieten Sie weniger, dafür aber zielgerichteter an. Dann wird der Kunde eher auf Ihr Angebot eingehen.Wie oft haben Ihre Kunden „keine Zeit“ oder „keinen Bedarf“, wenn Sie Ihnen eine neue Dienstleistung oder ein neues Produkt anbieten wollen? Doch wenn Sie genauer nachhaken, merken Sie schnell, dass diese Argumente nur vorgeschoben sind – es sind also Vorwände.

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Ist-Besteuerung statt Soll-Besteuerung: Die Umsatzgrenze steigt 2020 auf 600.000 Euro

Die Erhöhung der Umsatzgrenze auf 600.000 Euro bringt so manchem Handwerksbetrieb einen echten Liquiditätsvorteil: Wer beim Finanzamt für 2020 die sogenannte Ist-Besteuerung beantragt, muss Umsatzsteuer auf Ausgangsrechnungen erst dann an das Finanzamt abführen, wenn der Kunde die Rechnung bezahlt hat. Bisher lag die Umsatzgrenze bei 500.000 Euro.Beantragen können die Ist-BesteuerungBetriebe, die von der Buchführungspflicht befreit sind (Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschussrechnung) undBetriebe, deren Gesamtumsatz 2019 nicht mehr als 600.000 Euro betragen hat (die voraussichtliche Höhe 2020 spielt hingegen keine Rolle).Wer die neue Umsatzgrenze 2019 überschritten hat, muss die Umsatzsteuer bei Rechnungsstellung abführen – unabhängig davon, wann der Kunde zahlt.Den Wechsel zur Soll-Besteuerung müssen Betriebe beim Finanzamt beantragen. Dazu genügt ein kurzes formloses Schreiben.

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Die besten Ideen, um im Handwerksbetrieb Geld zu sparen

Auf einen Blick:Spar doch mal, ist leichter gesagt als getan. Doch mit Köpfchen lässt sich bares Geld sparen.Ein Unternehmensberater verrät, wo Betriebsinhaber Einsparpotenziale ausmachen können.Ob Materialeinsatz, Werkzeuge oder Fixkosten, der Berater gibt Tipps worauf Sie in Ihrem Unternehmen achten sollten.Mehr Geld ausgeben als nötig, macht wirtschaftlich wenig Sinn. Doch nicht jeder Kostentreiber lässt sich so ohne Weiteres ausmachen. Hier sind 4 Tipps, wie Sie in Ihrem Betrieb bares Geld sparen können.

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Quelle: Die besten Ideen, um im Handwerksbetrieb Geld zu sparen

Straßenverkehrsordnung 2020: 5 wichtige Änderungen!

Auf einen Blick:

  • Zum 1. Januar sind neue Regelungen in der Straßenverkehrsordnung in Kraft getreten.
  • Ein Hauptziel ist: Radfahrer und Fußgänger besser zu schützen.
  • Deshalb werden Park- und Halteverbote verschärft und neue Schutzzonen eingerichtet.
  • Wer gegen die Regelungen verstößt, muss mit Bußgeld bis 100 Euro und Punkten in Flensburg rechnen.

Mehr Platz für Fahrräder und höhere Strafen beim Parken in zweiter Reihe: Die jüngsten Änderungen der Straßenverkehrsordnung (StVO), die zum 1. Januar in Kraft getreten sind, sollen unter anderem den Straßenverkehr für Radfahrer sicherer machen. Wer viel mit dem Auto in Innenstädten unterwegs ist, sollte deshalb diese Änderungen kennen.

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Quelle: Straßenverkehrsordnung 2020: 5 wichtige Änderungen!

Klima-Aktivistin Greta als Werbefigur für lukrative PR-Geschäfte? 

Greta Thunberg bricht mit einem Segelboot in die USA auf. Das globale Medienspektakel um die Klimaschützerin erreicht einen neuen Höhepunkt. Doch im Hintergrund ziehen Profis ihre PR-Strippen und machen erstaunliche Geschäfte.Seit 800 Jahren ist keine Kinderseefahrt mehr so beachtet worden wie die von Greta Thunberg in dieser Woche. Die schwedische Klimaaktivistin sticht in See nach Amerika, um beim Klimagipfel der Vereinten Nationen am 23. September in New York die Welt vor dem Untergang zu warnen. Und weil sie das demonstrativ emissionsfrei tun will, fliegt sie nicht, sondern segelt sie mit der Hochseeyacht „Malizia II“ los.Es wird ein bildmächtiges Medienspektakel globaler Dimension: Das zerbrechliche Kind stürzt sich in die Atlantikfluten, um die Apokalypse noch zu verhindern. Titelseiten und Nachrichtenaufmacher sind ihr damit sicher. Historiker fühlen an das Jahr 1212 erinnert.Greta Thunberg kämpft für das Klima: Ein Kreuzzug mit FolgenDamals wollten politisch beseelte Kinder ebenfalls mit allerlei Seefahrer-Spektakel die Welt retten, predigten inbrünstig für Armut wie für Gott und brachen ins Heilige Land auf. Ihr Anführer hieß Nikolaus, minderjährig wie Greta und ebenso charismatisch, er kam aus Köln und trug ein Kreuzzeichen aus Schiffstauen bei sich. Auch ihm flogen die Herzen der damaligen Zeit zu. Er versprach Kindern, die sich um ihn geschart hatten, ein Wunder:

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Quelle: Klima-Aktivistin Greta als Werbefigur für lukrative PR-Geschäfte? – FOCUS Online

Löhne in Osteuropa steigen rasant. Kommen weniger Migranten nach Österreich? – Wirtschaftspolitik

Ungarn ist Achterbahn gefahren, und András Vértes war immer im ersten Wagen mit dabei. Vértes leitet seit mehr als 20 Jahren das Budapester Forschungsinstitut GKI. Er und seine Experten vermessen Monat für Monat, wie es den Ungarn geht. In den 2000er-Jahren stieg der Wohlstand im Land stark an, ehe sich im Zuge der Wirtschaftskrise 2008 herausstellte, dass alles auf Sand gebaut war. Ungarn schlitterte in eine dramatische Rezession. Einkommen sanken oder stagnierten, die Arbeitslosigkeit stieg. Das hat sich inzwischen wieder geändert – und 2019 war in dieser Hinsicht ein bemerkenswertes Jahr.

“Die Einkommen der Menschen sind rasant gestiegen”, sagt Vértes. “Die Bäume wachsen zwar auch bei uns noch nicht in den Himmel. Aber die Entwicklung ist faszinierend”. Die durchschnittlichen Bruttolöhne der Ungarn legten 2019 um zehn Prozent zu. Selbst unter Einrechnung der Inflation bleibt ein sattes Plus von sieben Prozent.

Ungarn aus der Mittelschicht kaufen Wohnungen, Autos und Fernseher wie in den besten Zeiten vor der Wirtschaftskrise, sagt Vertés. Nur diesmal ohne Fremdwährungskredite, die für so viele Menschen in der vergangenen Krise zur Schuldenfalle wurden, wie die Frankenkredite für viele Österreicher.

Die Ungarn sind nicht allein

Und die Ungarn sind nicht allein. Katarína Muchová, Ökonomin bei Slovenská sporitelna, der Erste-Group-Tochter in der Slowakei, analysiert die Entwicklung der Löhne in Zentral- und Osteuropa. In allen Ländern der Region gab es einen Sprung, sagt sie. Der Lebensstandard steigt. In Rumänien sind die Bruttoeinkommen im Vorjahr inflationsbereinigt um zehn Prozent gestiegen.

In Polen waren es plus 4,3 Prozent, in der Slowakei fünf Prozent. Muchová sagt, die Lohnsprünge hätten schon 2017 eingesetzt. Seither ist einiges zusammengekommen, in Ungarn und Rumänien wuchsen die Bruttolöhne inflationsbereinigt um mehr als 25 Prozent.

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Quelle: Löhne in Osteuropa steigen rasant. Kommen weniger Migranten nach Österreich? – Wirtschaftspolitik – derStandard.at › Wirtschaft

Bundesarbeitsgericht stärkt Rechte von Leiharbeitern

Junis Jurek* ist als Soldat auf Zeit bei der Bundeswehr. Kameraden und Offizieren fällt auf, dass sich der junge Mann strikt weigert, Frauen die Hand zu geben. Deshalb wird der Soldat zu einem persönlichen Gespräch geladen und nach den Gründen für sein Verhalten befragt. Er erklärt, dass es ja wohl seine persönliche Sache sei, ob er Frauen die Hand geben will oder nicht. Trotz Ermahnung bleibt er dabei und verweigert Frauen den Handschlag. Aus diesem Grund wird Juni Jurek aus dem Dienst entlassen. In den Akten wird zudem vermerkt, dass sich der scheidende Soldat möglicherweise religiös motiviert radikalisieren würde. Gegen die Entlassung klagt Junis Jurek vor dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz.

“Die Einstellung des ehemaligen Soldaten widerspricht der grundgesetzlich angeordneten Gleichstellung von Mann und Frau. Sie ist außerdem eine Missachtung der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Zwar fordert keine Vorschrift die Begrüßung per Handschlag. Das Verhalten des Klägers rechtfertigt aber die Annahme, dass er Kameradinnen nicht ausreichen respektiert. Er gefährdet damit den militärischen Zusammenhalt und das Ansehen der Truppe. Eine Entlassung aus dem Dienst ist damit gerechtfertigt.”

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Quelle: Bundesarbeitsgericht stärkt Rechte von Leiharbeitern | MDR.DE

Gleiche Löhne für Leiharbeiter in Ost und West 

Die rund 750.000 Beschäftigten der Leiharbeitsbranche in Deutschland bekommen mehr Geld und mehr Urlaubstage. Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund am Mittwoch mitteilte, wurden für die Branche neue Tarifverträge vereinbart. Sie sehen vor, die Tariflöhne in Ost und West ab April 2021 vollständig anzugleichen.

Steigerungen ab kommendem Jahr

Den DGB-Angaben zufolge steigen die Gehälter in den kommenden drei Jahren jährlich zwischen 1,9 und 4,1 Prozent: So liegt die Entgeltsteigerung im kommenden Jahr zunächst bei 1,9 Prozent im Westen und 3,0 Prozent im Osten. Zum 1. Oktober 2020 gibt es laut DGB in Ostdeutschland eine weitere Erhöhung um 2,2 Prozent. Ab April 2021 steigen die Löhne im Westen um weitere 3,0 und im Osten um durchschnittlich 7,1 Prozent. Damit gleichen sich die Ost-Löhne in der Zeitarbeit endgültig an die Westlöhne an. Ab April 2022 steigt der Tariflohn deutschlandweit noch einmal um 4,1 Prozent.

Auch mehr Urlaub vereinbart

Ab 2021 erhöht sich im Übrigen auch das Urlaubs- und Weihnachtsgeld in der Leiharbeitsbranche. Außerdem reicht der Urlaubsanspruch der 750.000 Leiharbeiter künftig von 25 bis zu 30 Tagen ab dem vierten Beschäftigungsjahr. Die neuen Tarifverträge haben den DGB-Angaben zufolge eine Laufzeit von drei Jahren.

Die Leiharbeit ist die einzige Branche, in der alle acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften als Tarifgemeinschaft verhandeln. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell bezeichnete die Tarifeinigung als “wichtigen Schritt zur Angleichung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten dieser Branche”.

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Quelle: Gleiche Löhne für Leiharbeiter in Ost und West | MDR.DE

Auswandern: Deutsche gehen laut Studie vor allem für den Job ins Ausland 

Sie ist 36 Jahre alt, hat die Uni mit einem Master abgeschlossen und verdient rund 3000 Euro netto im Monat. Er ist gleich alt, hat auch einen Master und kommt auf einen Nettoverdient von etwas mehr als 4000 Euro netto. So sehen die typischen deutschen Auswanderer aus.

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Das zeigt eine repräsentative Studie über deutsche Aus- und Rückwanderer, die das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung am Mittwoch in Berlin vorstellte.

“Es gehen nicht die Verbitterten oder Enttäuschten”, sagte Marcel Erlinghagen vom Institut für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen. Ein Großteil der Auswanderer verlasse Deutschland, um die eigene Karriere voranzutreiben. Laut Studie sind 70 Prozent der deutschen Auswanderer Akademiker, die Mehrheit ist zwischen 20 und 40 Jahre alt.

Von ihrem Umzug ins Ausland versprechen sich die meisten eine Verbesserung ihres Lebensstandards – und werden in der Regel auch nicht enttäuscht. Laut Studie steigt der persönliche monatliche Nettoverdienst der Auswanderer um durchschnittlich 1186 Euro und zwar bei Männern und Frauen gleichermaßen.

Auch wenn die unterschiedliche Kaufkraft in anderen Ländern berücksichtigt werde, bleibe der “deutliche individuelle Gewinn bei den Nettoverdiensten” bestehen, so die Forscher. Zum Vergleich: Auch die Nettolöhne in Deutschland seien in den zwölf Monaten gestiegen, jedoch nur um durchschnittlich 87 Euro.

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Quelle: Auswandern: Deutsche gehen laut Studie vor allem für den Job ins Ausland – SPIEGEL ONLINE

Zum Jahresende. Passen Sie auf Ihre Xing-Kontakte auf.

An dieser Stelle sprechen wir nicht über bereits bestätigte Kontakte, sondern über “gemerkte Kontakte”. Wie schon oft in der Vergangenheit reduziert Xing wieder einmal ein eingegangenes Leistungsversprechen. Ab Januar 2020 steht Ihnen die Möglichkeit, sich Kontakte für später zu merken, nicht mehr zur Verfügung. Sollten Sie diesen Teil von Xing benutzt haben und auf die “gemerkten Kontakte” nicht verzichten wollen, sollten Sie diese vorher sichern.

Ansonsten empfehlen wir Ihnen zum Thema Xing & AGB unseren Beitrag: https://www.netzwerk-arbeit.com/xing-und-die-vertragstreue-oder-recht-hat-wer-es-sich-nimmt/

Attraktive Regionen für Fachkräfte

Die attraktivsten Regionen für Fachkräfte:
44 Prozent
Laut des aktuellen Fachkräfte-Atlas der Jobbörse Stepstone würden 44 Prozent sofort ihre Koffer packen und nach Bayern ziehen, wenn sie dort eine geeignete Stelle finden.

38 Prozent
Nord und Süd: Jeweils 38 Prozent nannten Baden-Württemberg beziehungsweise den Stadtstaat Hamburg attraktive Regionen für Fachkräfte.

30 Prozent
Ein Drittel möchte in Nordrhein-Westfalen arbeiten.

28 Prozent
Berlin mag sexy sein. Als Fachkräfteregion ist die Hauptstadt jedoch nur für 28 Prozent der Befragten attraktiv.

21 Prozent
Noch weniger, nämlich 21 Prozent, können sich vorstellen, zum Arbeiten nach Hessen zu ziehen.

20 Prozent
20 Prozent halten Niedersachsen für eine attraktive Fachkräfte-Region.

16 Prozent
16 Prozent wollen nach Rheinland-Pfalz.

13 Prozent
13 Prozent zieht es nach Schleswig-Holstein.

11 Prozent
Nur elf Prozent wollen in Bremen leben und arbeiten.

9 Prozent
Neun Prozent könnten es sich vorstellen, für einen Job nach Sachsen zu ziehen.

7 Prozent
Jeweils sieben Prozent nannten Brandenburg beziehungsweise Mecklenburg-Vorpommern eine attraktive Fachkräfte-Region.

6 Prozent
Sechs Prozent würden nach Thüringen ziehen.

5 Prozent
Ins Saarland wollen fünf Prozent.

4 Prozent
Vier Prozent könnten sihc vorstellen, nach Sachsen-Anhalt zu ziehen.

Die IHK Dresden veranstaltet mit der Handwerkskammer und dem Landkreis Bautzen Treffen zwischen rückkehrwilligen Pendlern und Betrieben, die vom Personalmangel gebeutelt sind. Rund 1600 Arbeitnehmer und 120 Unternehmen fanden sich in den vergangenen drei Jahren ein – „doch bislang ist daraus nur eine Handvoll Arbeitsverträge entstanden“, wurde gesagt.

Sieht so Fachkräftemangel aus?

Natürlich ist es schwieriger als noch vor einigen Jahren, geeignete Arbeitskräfte zu finden. Eine echte Bedrohung kann man aber in vielen Bereichen nicht erkennen: „Wer seine Hausaufgaben macht, findet ausreichend Arbeitskräfte.“

Xing: die neue Gruppenstartseite

Xing hat es wieder einmal geschafft. Man ist der Meinung, dass die neue Gruppenübersicht übersichtlicher als die vorherige Übersicht ist. Aber das ist zu bewerten, wie Aussagen von Politikern. Egal was sie tun, es ist gut, weil es gut sein muss und Diskussionen zu dem Thema geht man aus dem Weg.

Ich jedenfalls sehe, das ich viel weniger als vorher sehe und viel öfter klicken muss. Was halten Sie davon?

 

Soll ich mein Kind bei Bewerbungen lieber verschweigen?

Vor ein paar Monaten schrieb ich für die deutsche „Vogue“ einen Text über meine Mutterschaft. Also darüber, wie ich das so mache als Alleinerziehende, wie ich darüber denke als Festangestellte und Freelancerin, und was besser laufen müsste für Frauen und Mütter. Es gab einen Absatz, in dem ich mich dazu äußerte, dass ich im siebten Monat meiner Schwangerschaft noch eine Festanstellung bekam und diese selbstverständlich auch annahm, und dass ich drei Wochen nach der Geburt schon für ein paar Stunden wieder ins Büro ging. Einfach, weil mich die Langeweile früher heimsuchte als manch andere Frau. Außerdem erwähnte ich, dass meine Tochter nicht in meiner Vita steht, dort auch nie stand und niemals stehen wird. Nicht, weil ich sie auf irgendeine Art verstecken möchte, sondern weil sie aus meiner Sicht dort nichts zu suchen hat. Meine Tochter ist Teil meines Lebens, ja. Aber sie ist nicht Teil meines beruflichen Lebens. So sehe ich das jedenfalls.

Immer wenn ich über mein Leben als arbeitende Frau und Mutter spreche, dann wird es ein bisschen brenzlig für mich, denn ich rate Frauen mit Kind von Teilzeit ab, fordere sie auf Vollzeit zu arbeiten und weise darauf hin, dass ihnen das Ehegattensplitting spätestens dann das Genick brechen wird, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Weil dann möglicherweise der geliebte Ehemann, der dank ihnen tausende Euro mehr in die Rentenkasse eingezahlt hat, mit einer Jüngeren eine Villa auf Mallorca bezieht oder eben ein Reihenhaus in Bottrop. Ich sage auch, offen und ehrlich wie ich leider bin, dass sie ihre Ehemänner in die Verantwortung nehmen müssen. Und wenn die sich weigern sollten, ihren gerechten Teil (50 Prozent) an der Care-Arbeit zu leisten, müsse ein Schlussstrich unter das traute Familienglück gezogen werden. Das wirkt auf viele unverständlich, an der Realität vorbei und gerne wirft man mir einen „privilegierten“ Blick vor. Aus meiner Sicht ist konsequente ökonomische Freiheit kein Privileg.

►► Um den vollständigen Text zu lesen, folgen Sie bitte dem Link…..

Quelle: Soll ich mein Kind bei Bewerbungen lieber verschweigen?

Ist die Besteuerung einer Altersrente verfassungswidrig? | Recht | Haufe

Besteuerung der Rente

Vor dem FG Baden-Württemberg klagte ein verheirateter Steuerpflichtiger, der etwa 10 Jahre lang als Auszubildender und Angestellter Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichte. Er war dann als freiberuflich Tätiger auf Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) pflichtversichert, und zwar bis zum Eintritt in den Ruhestand. Aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht er seit Dezember 2007 eine Altersrente. Vor Gericht wehrte er sich nun gegen die Besteuerung der Altersrente, die mit einem Besteuerungsanteil von 54 Prozent vorgenommen wurde. Nach Auffassung des Klägers handelte es sich hierbei um eine Doppelbesteuerung, da er die Beiträge zur Rentenversicherung aus versteuertem Einkommen zahlte.

Wann liegt eine verfassungswidrige Doppelbesteuerung vor?

Das FG entschied, dass die Summe der dem Steuerpflichtigen nach der statistischen Lebenserwartung nach der im Zeitpunkt des Renteneintritts letztverfügbaren Sterbetafel voraussichtlich steuerunbelastet zufließenden Rententeilbeträge höher sei als der vom Kläger aus versteuertem Einkommen geleistete Teil seiner Altersvorsorgeaufwendungen. Das Gericht ließ jedoch die Revision zum BFH zu, da “die Einzelheiten zur Ermittlung einer verfassungswidrigen Doppelbesteuerung” noch nicht höchstrichterlich geklärt seien.

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Quelle: Ist die Besteuerung einer Altersrente verfassungswidrig? | Recht | Haufe

Präsentismus: “Mitarbeiter prahlen mit dem Aspirin-Pulver in der Schublade”

Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland gehen trotz Krankheit zur Arbeit. Die Zahl der Angestellten, die krank arbeiten, ist laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund auf 76 Prozent gestiegen. Und die Deutschen gehen nicht nur häufiger, sondern auch immer länger angeschlagen zum Arbeitsplatz. Ein Viertel tut dies an mindestens 15 Tagen im Jahr. Weitere 20 Prozent waren 10 bis 14 Tage lang trotz Krankheit im Dienst. Der Arbeitspsychologe Tim Hagemann erklärt, welche Menschen besonders anfällig dafür sind, weshalb der sogenannte Präsentismus auch Unternehmen schadet und wie Führungskräfte gute Vorbilder sein können.

ZEIT ONLINE: Wann waren Sie das letzte Mal krank arbeiten, Herr Hagemann?

Tim Hagemann: Das passiert mir manchmal. Ich bin aber auch in einem der typischen Berufsfelder unterwegs, in denen das häufig vorkommt. Berufe mit vielen sozialen Kontakten, personenbezogenen Tätigkeiten und dem Gefühl, unersetzlich zu sein. Ich bin Hochschullehrer und da fällt es einem schwer, eine Vorlesung ausfallen zu lassen. Vor allem auch, wenn man weiß, dass viele berufsbegleitende Studierende extra anreisen. Deshalb kommt es auch hin und wieder vor, dass ich erkältet Vorlesungen halte, was eigentlich nicht vernünftig ist.

Präsentismus: Tim Hagemann ist Professor an der Fachhochschule für Diakonie am Lehrstuhl Arbeitspsychologie und leitet das Institut für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin (IAPAM) in Berlin.
Tim Hagemann ist Professor an der Fachhochschule für Diakonie am Lehrstuhl Arbeitspsychologie und leitet das Institut für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin (IAPAM) in Berlin.

ZEIT ONLINE: Dann gehören Sie zu den 76 Prozent aller Angestellten, die laut einer neuen Studie in Deutschland im letzten Jahr trotz Krankheit zur Arbeit gegangen sind. Wieso tun das so viele?

Hagemann: Man muss sagen, dass die Forschungslage schwierig ist, all die Studien beruhen immer auf Selbsteinschätzungen. Diese zeigen: Immer dort, wo eine hohe soziale Verantwortung herrscht, gehen Angestellte häufiger krank zur Arbeit. Dann sprechen sie von einem Pflichtgefühl. Einerseits den Kolleginnen gegenüber, aber auch den Menschen, die von ihrem Dienst abhängig sind.

ZEIT ONLINE: Gibt es Berufsgruppen, die besonders anfällig dafür sind?

Hagemann: Es sind vor allem die sozialen Berufe betroffen. Also Angestellte im Gesundheitswesen, wie Pflegekräfte oder Ärztinnen, aber auch Lehrer und Erzieherinnen. Dort trifft ein starkes Pflichtgefühl auf die Tatsache, dass diese Angestellten aufgrund des Fachkräftemangels schwer zu ersetzen sind. Die Personalschlüssel sind schon ohne Krankheit oft schlecht. Wer dann krank wird, hat ein schlechtes Gewissen, weil die Kollegen unterbesetzt sind oder andere aus ihrer Freizeit gerufen werden.

ZEIT ONLINE: Also können wir nicht von der Volkskrankheit Präsentismus sprechen. Ist das alles nur ein Phänomen der sozialen Berufe?

Hagemann: Nein. Sie sind besonders stark betroffen, aber das zieht sich durch alle Berufsgruppen. Das kommt auch vermehrt bei Führungskräften aller Art vor, weil diese eine hohe Verantwortung oder einen besonderen Konkurrenzdruck spüren. Ebenfalls lässt sich der Präsentismus auch bei Berufsanfängerinnen oder Angestellten mit befristeten Verträgen beobachten. Da herrscht dann vor allem die Sorge, dass sie berufliche Nachteile fürchten müssen, wenn sie sich krankmelden.

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Amazon: Rassismus im Betriebsrat?

Der Betriebsrats-Vize eines deutschen Amazon-Standorts muss wegen rassistischer Äußerungen eine Geldauflage zahlen. Handelt es sich um ein Missverständnis?

Der Vize-Vorsitzende des Betriebsrats am Amazon-Standort in Graben bei Augsburg soll sich mehrfach rassistisch geäußert haben, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Im Oktober 2018 soll er in einer Diskussion über den hohen Ausländeranteil im Gremium und bei Amazon gesagt haben, dass sich „jeder Deutsche einen Ausländer halten“ solle, und zwar „wie einen Hund“. Kurze Zeit später soll er einem Gremiumsmitglied mit afrikanischer Herkunft nahegelegt haben, erst einmal richtig Deutsch zu lernen. Das Gremiumsmitglied und ein weiteres Betriebsratsmitglied beschwerten sich deshalb beim Personalchef und forderten die fristlose Kündigung des Betriebsrats-Vizes.

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Da der mutmaßliche Rassist lediglich eine Ermahnung bekam, zeigten die Betriebsräte ihn bei der Polizei an. Der Fall ging vor Gericht. Weil der Betriebsrats-Vize abgesehen davon nie ein Problem verursacht hatte, wird das Verfahren nun gegen eine Geldauflage eingestellt. Er muss einem Verein, der sich um die Integration von Geflüchteten kümmert, 2.500 Euro zahlen.

Angeklagter streitet Vorwürfe ab

Der angeklagte Vize-Vorsitzende entschuldigte sich laut Protokoll in der nächsten Betriebsratssitzung und beteuerte vor Gericht, kein Rassist zur sein. Er habe bereits mehreren ausländischen Mitarbeitern geholfen. Seine Aussage sei außerdem missverstanden worden; er habe damit gemeint, dass jeder Deutsche einen Geflüchteten bei sich zu Hause unterbringen solle.

Mehrere Zeugen, die in der damaligen Sitzung anwesend waren, bleiben allerdings dabei, die eindeutig rassistischen Worte gehört zu haben. Der Personalchef verteidigt weiterhin den Angeklagten und meint, in einer internen Befragung

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Netflix und Handys: viel Menschen leiden unter Schlafmangel

WirtschaftsWoche: Herr Meadows, wie sollte es sich anfühlen, wenn man genug geschlafen hat und dann morgens aufsteht?
Guy Meadows: Es fühlt sich an, als hätte man Superkräfte, als könnte man die ganze Welt erobern. Du bist fokussiert und aufmerksam. Das ist der Schlüssel: Wenn du dich fokussieren kannst, kannst du etwas lernen, dir Dinge merken, kommunizieren, Probleme lösen und vieles mehr. Und all das mit einer Leichtigkeit. Du fühlst dich voller Energie und voll da. Und, ganz wichtig: Du fühlst dich glücklich, du hast mehr Leidenschaft und Liebe für dich selbst, aber auch für andere. Wenn du gut geschlafen hast, ist alles besser.

Sie sagen aber: Dieses Gefühl kennen viele Menschen gar nicht mehr.
Wir sehen das jeden Tag in den Unternehmen: Die Menschen haben vergessen, wie es sich anfühlt, erholt aufzuwachen. Bei einer Umfrage unter 25.000 jungen Erwachsenen in Großbritannien hat nur ein Prozent angegeben, morgens vollkommen frisch und erholt aufzuwachen. Millionen Menschen wachen müde auf und pfeifen sich deshalb Energydrinks und Kaffee rein. Ein ganzer Markt existiert, um die Rolle des Schlafs zu ersetzen.

Sie konstatieren deshalb eine globale Epidemie des Schlafmangels. Was meinen Sie genau damit?
Der größere Teil der Weltbevölkerung gewährt sich selbst nicht ausreichend Schlaf. Das betrifft nicht nur die westliche Welt. Es gibt dafür einen eigenen Begriff: insufficient sleep syndrome. Die Menschen entscheiden sich aufgrund ihres Lebenswandels und ihrer Gewohnheiten dafür, nicht genug zu schlafen. Das Phänomen des absichtlichen Zuwenigschlafens hat immense Auswirkungen auf die Gesundheit von ganzen Bevölkerungen und die Produktivität ganzer Volkswirtschaften. Das geht bis in die Versicherungswirtschaft hinein, weil zum Beispiel so viele Autounfälle mit Schlafmangel zu tun haben.

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Quelle: Netflix und Handys: viel Menschen leiden unter Schlafmangel

Mann bessert Rente von unbekanntem Senioren auf, indem er Pfandflasche wegwirft

Schwerin (dpo) – Es ist so einfach, Gutes zu tun. Peter Selke (32) aus Schwerin hat heute die Rente eines unbekannten Senioren signifikant aufgebessert, indem er eine Pfandflasche wegwarf, anstatt sie an einem Pfandautomaten abzugeben und 25 Cent dafür zu kassieren.”Ich bin gerade zu faul, die den ganzen Tag rumzuschleppen”, erklärt der großzügige Gönner. “Darum hab ich meine leere Wasserflasche einfach direkt in den Mülleimer da gepfeffert. Kann man schon mal machen.”Dass er damit einem armen Rentner oder einer armen Rentnerin eine große Freude bereiten wird, habe für ihn “keine große Rolle gespielt”, so der 32-Jährige trotz seiner üppigen Spende bescheiden.

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Quelle: Der Postillon: Mann bessert Rente von unbekanntem Senioren auf, indem er Pfandflasche wegwirft

Xing-AGB gelesen: Das steht in den Nutzungsbedingungen des Netzwerks. Und so geht Xing damit um.

Anfang Mai verkündete das Karriere-Netzwerk Xing, dass es die Marke von 16 Millionen Mitgliedern durchbrochen hat – und das trotz der Konkurrenz durch LinkedIn. Doch welchen Regeln stimmen wir Nutzer bei der Anmeldung eigentlich zu? Eine Analyse der Xing-AGB.

In Deutschland ist Xing vor seinem US-amerikanischen Konkurrenten LinkedIn Marktführer. Anders als LinkedIn hatte Xing bisher keine gravierenden Datenprobleme.

Das hängt wahrscheinlich mit dem Sitz in Deutschland, den hier geltenden strengen Datenschutzvorschriften und dem grundsätzlich anderem Verständnis für den Umgang mit Daten zusammen.

Meine Meinung?
Datenschutz hin oder her, das wird sich mit der zeit regulieren und dazu benötigen wir keine einzelnen Kunden. Die interessiert das nicht.

Aber wie Xing ansonsten mit den AGB umgeht, sollte uns schon interessieren. Da werden – ohne das sich Mitglieder beschweren – ganz deutlich die Leistungen gemindert un d das bei einem gleichhohen Beitrag.

Und noch viel schlimmer: es ist laug AGB verboten. Das juckt Xing aber wie gesagt nicht.

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Quelle: Xing-AGB gelesen: Das steht in den Nutzungsbedingungen des Netzwerks

Xing: Werbung aus Premiumprofilen entfernt – da war doch mal was?

Ja. In 2008 schrieb Xing an die Kunden:

“Seit Samstag, den 05. Januar 2008, sind die Profilseiten von Premium-Mitgliedern generell frei von Werbung. Wir reagieren damit auf das anhaltende Feedback, wonach die Mehrheit unserer Premium-Mitglieder keine Werbung auf ihren Profilseiten für Basis-Mitglieder wünscht. Wir bedauern es sehr, dass wir die Situation falsch eingeschätzt haben. Dafür möchten wir uns bei Ihnen entschuldigen…”
Zwischenzeitlich hat man ja seine Meinung wieder geändert und bei den Premium-Kunden Werbung eingespielt.

Und nun? Bekomme ich regelmäßig bei Xing eingeblendet, dass ich mein Profil “werbefrei” stellen kann, wenn ich bereit bin, monatlich dafür 1,50 Euro auszugeben.
Nö, nö, nö……………………..da werde ich nicht zuschlagen, denn ich bin davon überzeugt, dass die Werbeumsätze, ohne das ich etwas dafür bezahle. Das Xing nun daran auch noch verdienen will zeigt, wie AKTIONÄRSHÖRIG” man ist. Bei dem Unternehmen geht es schon nicht mehr darum, wie ich eine noch bessere Leistung für die Kunden bringe.

 

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Quelle: Xing: Werbung aus Premiumprofilen entfernt – BASIC thinking

BER: Bund stoppt Regierungsterminal – 344-Millionen-Euro-Projekt geplatzt 

Der Bund hat die Pläne für den Neubau eines großen Regierungsterminals am neuen BER gestoppt. Wie der “rbb” unter Berufung auf Kreise aus der Bundesregierung berichtet, soll das 344-Millionen-Euro-Projekt bis mindestens 2030 nicht mehr weiterverfolgt werden.

Stattdessen wird die Flugbereitschaft der Bundesregierung spätestens mit Inbetriebnahme des BER Ende Oktober kommenden Jahres in das bereits fertiggestellte Interimsterminal westlich vom alten Schönefelder Flughafen umziehen. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup dagegen drängt weiter darauf, dass der Umzug bereits Mitte kommenden Jahres vollzogen wird.

Seit mehreren Monaten hatten die Flughafengesellschaft FBB und die Bundesregierung über diese Frage verhandelt. Bedenken hatte es zuletzt vor allem im Auswärtigen Amt gegeben. Das Ministerium zweifelte daran, dass das Interimsterminal repräsentativen Ansprüchen genügen würde. Neben dem Empfang von Staatsgästen sollen auch die Regierungsmitglieder von dem Terminal zu ihren Reisen aufbrechen.

Finanzlücke: Flughafen BER könnte noch mehr Geld brauchen

Der Hauptstadtflughafen könnte derweil mehr Geld brauchen als bisher geplant. Die Flughafengesellschaft FBB nannte am Montag zwar keine konkrete Zahl, erklärte jedoch, dass mehr Geld etwa für Personal notwendig sei. Gespräche mit den Gesellschaftern liefen.

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Quelle: BER: Bund stoppt Regierungsterminal – 344-Millionen-Euro-Projekt geplatzt – FOCUS Online

Stress und Schlafmangel: Macht Pendeln krank?

Viele murmeln ein leises „nie wieder” vor sich hin, um am nächsten Tag erneut im Zug, im Auto oder auf dem Rad sitzen.

„Wir nehmen wahr, dass die Deutschen in den letzten Jahren immer häufiger und immer weiter pendeln”, sagt Albrecht Wehner aus dem Gesundheitsmanagement der Techniker Krankenkasse. Er und sein Team haben die Studienlage zum Thema Pendeln aufgearbeitet, um der Frage nachzugehen: Macht Pendeln krank?

Die Antwort ist überraschend: „Man muss sagen, dass Pendler ein Stück weit gesünder sind als Nichtpendler. Außer, man betrachtet die psychischen Erkrankungen. Wenn ich pendle, habe ich ein höheres Stressempfinden.”

Rund 90 Minuten – davon wird in der aktuellen Forschung ausgegangen – sind Langstreckenpendler täglich mindestens unterwegs. Stress gehört dabei zum Alltag: Wie ist die Verkehrslage? Wie das Wetter? Komme ich rechtzeitig an? Fragen, die sich Berufspendler täglich stellen.

Höheres Schlafdefizit

Ein anderes Problem sorgt für zusätzlichen Stress: der Schlafmangel. „Pendler haben einfach weniger Zeit zum Schlafen und bauen dadurch über die Woche ein Schlafdefizit auf. Am Wochenende versuchen sie es dann oft auszugleichen, aber das ist schwierig”, erklärt Steffen Häfner, Chefarzt der Psychosomatik an der Mediclin Baar Klinik in Königsfeld. Die Folge können Unkonzentriertheit, Reizbarkeit oder eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte sein.

Eine Möglichkeit, um mit dem Pendlerstress umgehen zu lernen, sind Wehner zufolge etwa Stressmanagement-Kurse oder Entspannungstechniken. Für effektiver hält er es aber, die Verhältnisse anzupassen. Dazu könne gegebenenfalls zeitweises Arbeiten im Homeoffice beitragen oder ein späterer Arbeitsbeginn, um den Berufsverkehr zu umgehen.

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Quelle: Stress und Schlafmangel: Macht Pendeln krank?

Anspruch auf Entfernung der Abmahnung aus Personalakte?

Das Arbeitsverhältnis der Parteien endete aufgrund einer Kündigung des Klägers mit Ablauf des 30.06.2017.
Im Rahmen einer arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung stritten die Parteien um die Entfernung einer dem Kläger ausgesprochenen Abmahnung.

Anspruch auf Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses?

Unter Hinweis auf die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), so das LAG, stehe dem Kläger ein Anspruch auf Entfernung der Abmahnung aus seiner Personalakte zu. Denn nach Artikel 17 dieser Verordnung sei der Arbeitgeber verpflichtet, personenbezogene Daten unverzüglich zu löschen, wenn diese für die Zwecke, für die sie erhoben wurden, nicht mehr notwendig sind. Es sei nicht ersichtlich, welches Interesse die Beklagte daran haben könne, die Abmahnung weiterhin in der Personalakte des Klägers zu behalten. Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sei jedenfalls die Warnfunktion der Abmahnung entfallen. Ein Arbeitnehmer müsse auch keine Anhaltspunkte dafür darlegen, dass die Abmahnung ihm noch schaden könne.

Ausnahme: Kein Entfernungsanspruch bei möglichen arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen

Unabhängig von dem grundsätzlichen Anspruch auf Entfernung der Abmahnung wies das LAG darauf hin, dass ein Interesse am Erhalt einer Abmahnung bestehen könne, soweit dies zur Abwehr von etwaigen Ansprüchen des Arbeitnehmers oder zur Begründung eigener Ansprüche gegen den Arbeitnehmer erforderlich sei. Da zwischen den Parteien jedoch keine weiteren Auseinandersetzungen bestanden, bei denen die Abmahnung noch dienlich hätte sein können, bestätigte das LAG die Entscheidung des Arbeitsgerichts.

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Quelle: Anspruch auf Entfernung der Abmahnung aus Personalakte? – DGB Rechtsschutz GmbH

Arbeiten in der Gigafactory: Tesla sucht Personal für Berlin

Am südöstlichen Rand von Berlin, nur 30 Kilometer vom Flughafen Berlin-Schönefeld entfernt und unweit des künftigen Flughafens BER, ist in Grünheide die neue und erste europäische Gigafactory von Tesla geplant.

Ab Frühjahr/Sommer 2021 will Konzernchef Elon Musk hier das beliebte Tesla-Model 3 und sein SUV-Modell Y sowie Batterien produzieren lassen. Zudem soll – wie jetzt bekannt wurde – in Berlin ein Design- und Entwicklungszentrum entstehen.

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat Tesla dazu gerade die ersten Stellen ausgeschrieben. Bewerber sollen in Berlin „die Zukunft mitgestalten“, heißt es auf der Karriere-Webseite des Unternehmens. Schließlich sollen hier um die 150.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr gebaut werden.

21 unterschiedliche Stellenausschreibungen

Gesucht werden jetzt zahlreiche hochqualifizierte Mitarbeiter mit ausgewiesener Expertise als Ingenieure, Informatiker, Juristen, Konstruktionsmanager. Aber auch KFZ-Mechatroniker, Werkstattmitarbeiter und Verkaufsberater sind gefragt. 21 verschiedene Stellenbeschreibungen finden sich jetzt schon auf der Tesla-Karriere-Webseite für den Standort Berlin. Auch eine Stelle als Recruiter ist ausgeschrieben.

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Quelle: Arbeiten in der Gigafactory: Tesla sucht Personal für Berlin

Rentnerjobs: Arbeiten über die Regelaltersgrenze hinaus

Immer mehr Ältere bleiben im Job: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die 60 Jahre oder älter sind, hat sich seit 2007 fast verdreifacht. Bis 2018 stieg die Zahl auf mehr als 2,6 Millionen, zeigt eine Antwort der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf eine Anfrage der Linken im Bundestag.

Dies liegt unter anderem an der Erhöhung des Renteneintrittsalters, viele Ältere wollen aber auch darüber hinaus am Erwerbsleben teilnehmen. Studien wie der Alterssurvey des Deutschen Zentrums für Altersfragen zeigten schon in den vergangenen Jahren mehrere Ursachen: Spaß an der Arbeit, Interesse an anderen Menschen oder finanzielle Gründe.

Unternehmen kommt das angesichts des Fachkräftemangels oft entgegen. Sie wollen häufig nicht auf erfahrene, gut qualifizierte Mitarbeiter verzichten, bloß weil diese die Regelaltersgrenze erreicht haben. Doch wie kann man diese sicher weiter beschäftigen?

Renteneintritt: Altersgrenze für Ende des Arbeitsverhältnisses festlegen

Zunächst gilt, dass das Erreichen des Renteneintrittsalters für sich genommen arbeitsrechtlich ohne Folgen ist. Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis endet also nicht automatisch, sondern muss entweder durch Aufhebungsvertrag oder eine Kündigung beendigt werden. Wobei eine Kündigung nicht aufgrund des Alters erfolgen darf. Üblicherweise wird deshalb eine andere Lösung bevorzugt: Eine Klausel im Tarif- oder Arbeitsvertrag oder aber eine Betriebsvereinbarung. Dort wird bereits bei Beginn des Arbeitsverhältnisses festgelegt, dass der Arbeitsvertrag mit Eintritt in den Ruhestand automatisch endet. Fehlt eine entsprechende Regelung läuft alles weiter wie zuvor.

Möglichkeit der Weiterbeschäftigung nach Erreichen…………

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Quelle: Rentnerjobs: Arbeiten über die Regelaltersgrenze hinaus | Personal | Haufe

Schadensersatz bei rechtswidriger Versetzung 

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber aufgrund seines arbeitsrechtlichen Weisungsrechts die Versetzung einseitig anordnen. Dabei muss er sich an die Grenzen des Direktionsrechts halten. Wird in einem Rechtsstreit festgestellt, dass eine Versetzung rechtswidrig war, schuldet der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Schadensersatz. Dies erkannte das BAG im Fall eines Betriebsleiters, der 480 km weit entfernt nach Sachsen versetzt wurde. In der Entscheidung nahmen die Richter insbesondere zur Frage der Berechnung Stellung.

Arbeitnehmer klagt gegen seine Versetzung

Der Arbeitnehmer war seit 1997 als Metallbaumeister bei einem südhessischen Tischler- und Montageunternehmen beschäftigt. Zuletzt war er Betriebsleiter des südhessischen Standorts. Ab November 2014 wurde er vom Arbeitgeber für mindestens zwei Jahre in die sächsische Niederlassung des Unternehmens versetzt – circa 480 km vom südhessischen Standort entfernt.

Der Arbeitnehmer leistete der Aufforderung Folge, er klagte jedoch gegen seine Versetzung. Während seines Einsatzes in der sächsischen Niederlassung mietete er eine Zweitwohnung an. Außerdem pendelte er mit seinem Privatfahrzeug regelmäßig sonntags und freitags zwischen Hauptwohnsitz und Zweitwohnung.

Rechtswidrige Versetzung: Forderung auf Schadensersatz

Nach einem rechtskräftigen Berufungsurteil konnte er ab Oktober 2016 wieder in Südhessen arbeiten. 2016 klagte der Metallbaumeister erneut und forderte vom Arbeitgeber Schadensersatz. Er verlangte unter anderem die Erstattung der Kosten für seine wöchentlichen Heimfahrten mit dem privaten Pkw.

Schadensersatz: Vorinstanz erkennt Fahrtkosten nur teilweise an

In der Vorinstanz hatte das LAG Hessen diese Forderungen nur teilweise als berechtigt angesehen. Das Gericht sprach dem Arbeitnehmer lediglich die nach der Trennungsgeldverordnung (TGV) zu erstattenden Fahrtkosten für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu – und dies auch nur für Heimfahrten alle zwei Wochen. Der Arbeitnehmer verfolgte nach der Entscheidung sein Begehren auf Zahlung eines Kilometergeldes in Höhe von 0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer weiter.

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Quelle: Schadensersatz bei rechtswidriger Versetzung | Personal | Haufe

Umlage U1: Erstattungssatz bis Januar wählen

Besonders kleine und mittlere Unternehmen belastet es mehrfach, wenn Arbeitnehmer aufgrund Arbeitsunfähigkeit ausfallen. Neben der fehlenden Arbeitskraft besteht in der Regel auch die Verpflichtung zur Fortzahlung des Entgelts. Für Betriebe, die in der Regel nicht mehr als 30 Arbeitnehmer beschäftigen, wird die finanzielle Belastung durch das Umlageverfahren U1 abgefedert.

Wahl des Erstattungssatzes bis 27. Januar 2020 möglich

Im Rahmen des Umlageverfahrens U1 wird den Arbeitgebern das bei Arbeitsunfähigkeit weiter gezahlte Entgelt in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes erstattet. Dieser Erstattungssatz kann immer nur zu Beginn eines Kalenderjahres gewechselt werden. Der Antrag muss bis zur Fälligkeit des Januar-Beitrages bei der Krankenkasse eingegangen sein, im Jahr 2020 somit bis spätestens 27. Januar 2020.

Umlagesatz U1: Arbeitgeber haben die Wahl

Einige Krankenkassen bieten zum U1-Verfahren verschiedene Umlagesätze an. Wählt der Arbeitgeber keinen dieser Umlagesätze, gilt der allgemeine Umlagesatz. Die Höhe des allgemeinen Umlagesatzes wird durch die Krankenkassen individuell festgelegt. Arbeitgeber können bei Kassen mit mehreren Umlagesätzen einen geringeren oder höheren Erstattungssatz wählen. In diesem Fall zahlen sie auch entsprechend entweder einen ermäßigten oder erhöhten Umlagesatz zur U1. Die Erstattungssätze für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall liegen zwischen 40 und 80 Prozent.

Mit Erstattungssatz U1 unterschiedliche Krankheitszeiten

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Quelle: Umlage U1: Erstattungssatz bis Januar wählen | Personal | Haufe

Japan: Frauen machen gegen Brillenverbot am Arbeitsplatz mobil 

In Japan haben Brillenverbote für Frauen in manchen Unternehmen Proteste ausgelöst. Eine Gruppe von Aktivistinnen will in einer Petition die Regierung auffordern, frauenfeindliche Vorschriften zu Kleidung und Aussehen weiblicher Mitarbeiter in einem geplanten Gesetz gegen Belästigung am Arbeitsplatz zu benennen, wie die japanische Tageszeitung “Tokyo Shimbun” am Montag berichtete.

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In Japan sind in Unternehmen verschiedener Branchen diskriminierende Vorschriften für Frauen noch weit verbreitet. So wird weiblichen Mitarbeitern zum Beispiel an der Firmenrezeption das Tragen von Brillen verboten. Empfangsdamen seien nun mal das “Gesicht der Firma”, da störe eine Brille. Manche Kosmetikfirma argumentiert zudem, Brillen bei Verkäuferinnen verdeckten das eigene Produkt.

Hinter der jetzt gestarteten Petition steht eine Gruppe von Frauen unter Führung der Schauspielerin und Autorin Yumi Ishikawa, die zuvor schon eine Initiative gegen das verpflichtende Tragen von hochhackigen Schuhen für Frauen am Arbeitsplatz gestartet hatte. Unter dem Hashtag “#KuToo” – einer Anspielung auf die japanischen Worte für Schuhe (kutsu) und Schmerz (kutsuu) – werden seither entsprechende Regeln in Firmen kritisiert.

Auch in Reaktion auf das Brillenverbot gibt es im Netz einen eigenen japanischsprachigen Hashtag. Zwar erkenne die Regierung das Problem an – in den geplanten Richtlinien………………………..

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Quelle: Japan: Frauen machen gegen Brillenverbot am Arbeitsplatz mobil – SPIEGEL ONLINE

Diese 10 Urteile zu Kündigungen sollten Sie kennen

Auf einen Blick:Wer einem Mitarbeiter kündigen will, muss dabei wichtige Formalitäten und gesetzliche Vorschriften beachten.Häufig landen Auseinandersetzungen über Kündigungen vor Gericht.Unser Überblick zeigt: Bei Klagen gegen ordentliche oder fristlose Kündigungen schauen die Richter sehr genau auf den Einzelfall.Wer seinem Mitarbeiter kündigt, muss dabei zahlreiche Regeln beachten. Nicht selten passieren dabei Fehler und der Gekündigte klagt gegen seine Entlassung. Die Gerichte entscheiden dabei nach dem Einzelfall. Diese 10 Urteile sollten Sie deshalb kennen, um möglichen Fallen zu entgehen.

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Quelle: Diese 10 Urteile zu Kündigungen sollten Sie kennen

Klage gegen den Krankenschein ohne Arztbesuch

Die Krankschreibung ganz ohne Arztbesuch hat Anfang des Jahres Schlagzeilen gemacht. Das Prinzip: Nutzer können auf einer Website Beschwerden wie „Erkältung“ oder „Stress“ wählen, auswählbare Symptome anklicken und nach eigenem Ermessen die Dauer der Krankschreibung bestimmen, beschreibt der Verein Wettbewerbszentrale in einer Mitteilung. Nach Zahlung einer Gebühr erhalte der Kunde einen Krankenschein, ausgestellt von einem Privatarzt.

Kranke Azubis: “Es ist zum Verzweifeln”

Sind Auszubildende öfter krank als andere Mitarbeiter? Diese Frage bestätigt mancher Chef im Handwerk. Und Krankenkassen machen dieselbe Erfahrung.

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Gegen diese Form der Krankschreibung geht die Wettbewerbszentrale nun juristisch vor. Der Verein ist laut eigenen Angaben eine Selbstkontrollinstitution der Wirtschaft zum Schutz des Wettbewerbs im Interesse der Allgemeinheit. Er sieht in der Werbung für die angebotene Dienstleistung einen Verstoß gegen § 9 des Heilmittelwerbegesetzes. Der erklärt Werbung für eine Fernbehandlung – die Erkennung oder Behandlung von Krankheiten, Leiden oder krankhaften Beschwerden, die nicht auf eigener Wahrnehmung an dem zu Behandelnden beruht – für unzulässig.

Die Wettbewerbszentrale hält eigenen Angaben zufolge zudem die Aussage „100% gültiger AU-Schein“, mit der der Anbieter werbe, für unzulässig. Begründung: Es gebe keine höchstrichterliche arbeitsgerichtliche Entscheidung, die eine derartige Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung als „100% gültig“ anerkannt hätte.

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Arbeit: Was für die Ausbildung im Kleinbetrieb spricht

Das erklärt die Bundesagentur für Arbeit auf ihrem Portal „planet-beruf.de”. In einem kleinen Handwerksbetrieb etwa können Lehrlinge früh eigenverantwortlich Tätigkeiten übernehmen.

Entscheidungen fallen bei weniger Mitarbeitern oft schneller, das Betriebsklima ist familiär – und der Meister oder die Firmeninhaberin selbst kümmert sich um die Auszubildenden. Wer darauf Wert legt, fühlt sich in einem Kleinbetrieb wohl.

Wichtig sei aber, sich vorab ein möglichst gutes Bild vom Ausbildungsunternehmen zu machen. Gibt es geregelte Abläufe, gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten, wie stehen die Chance auf eine Übernahme? Zu bedenken ist, dass die Aufstiegsmöglichkeiten in Kleinbetrieben nicht so gut sind wie in mittelständischen oder großen Unternehmen. Auch das ist eine Frage, die es sich vor Ausbildungsbeginn zu klären lohnt.

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Raucher haben eine Eigenschaft, die wir uns unbedingt abschauen sollten

Von Rauchern lernen, heißt Sterben lernen. Klar, regelmäßig zur Zigarette zu greifen und den Rauch in die Lunge zu drücken, bedeutet ein immenses Gesundheitsrisiko. Jeder kennt den Spruch, dass die Straße zum Tod ja geteert werden muss – it’s funny cause it’s true! Denn wer raucht, erhöht das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Abhängig von der Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag und der Zahl der Raucherjahre fallen Raucher in etwa 20 bis 30 Mal häufiger dem Lungenkrebs zum Opfer als Nichtraucher, so die Techniker Krankenkasse. Und dann auch noch die Kosten: Wer eine halbe Schachtel am Tag raucht, kommt im Jahr auf gut 1.200 Euro. Das ist ein schöner Jahresurlaub, alle acht Wochen eine einstündige Massage oder, auf die Seite gelegt, eine üppige Altersvorsorge. Rauchen lohnt sich also nicht. Und doch: Eine gute Sache hat es!

Raucher zeigen nämlich eine Verhaltensweise, von der wir uns alle etwas abgucken können. Wer Raucher unter sich beobachtet, erlebt herzerwärmende Szenen: Wildfremde Menschen, die sich beispielsweise im Smoker-Carré am Bahnsteig gegenüberstehen, witzeln miteinander und kommen ins Gespräch. Und auch im Unternehmen zeigt die Raucherecke mehr Teamspirit, als jedes Escape-Room-Teamevent heraufbeschwören könnte. Da steht der Vorstand mit dem Hausmeister zusammen, die Aufsichtsrätin mit der Azubine, die Marketingleiterin mit der Reinigungskraft – beim Rauchen sind sie alle gleich, begegnen sich auf Augenhöhe und sprechen über dies und das und jenes, als würde seit Jahren eine feste Beziehung bestehen. Selbst der schlechteste Netzwerker geht beim Rauchen aus sich heraus und redet einfach mit. Und so schwer es mir fällt, das zu sagen, aber von Rauchern können wir lernen.

„Manchmal bin ich sogar etwas neidisch auf dieses kleine, zum Keuchhusten verdammte Völkchen.“

Im zigarettenfreien Alltag passiert so etwas so gut wie nie. Wer sich am Bahnsteig einem anderen Wartenden zuwendet, erntet schnell skeptische Blicke à la „Sprich mich bloß nicht an!“. Sofort kommt die Defensivhaltung: Was will er? Hat sie was in der Hand? Könnte er vielleicht ein bisschen irre sein? Fragen, die sich in der Raucherzone plötzlich niemand mehr stellt. Und auch im Büroalltag sind Kollegen und Kolleginnen, die etwas zu oft an den Schreibtisch kommen, um einfach mal Hallo zu sagen, schnell ziemlich suspekt: Wieso ist die Chefin so nett? Will der Kollege ausspionieren, was auf meinem Bildschirm stattfindet? Anders, wenn ein Raucher zum Tisch eines anderen Rauchers geht und fragt, ob derjenige Feuer hat. „Ja klar“, lautet dann die Antwort. „Warte, ich komm mit“, heißt es weiter. Und so gehen sie dahin, gut gelaunt und reichen sich das Feuer.

Tatsächlich sind Raucher untereinander ziemlich offen und unvoreingenommen. Manchmal bin ich sogar etwas neidisch auf dieses kleine, zum Keuchhusten verdammte Völkchen. Denn spannend ist auch, was sie untereinander so austauschen: „Ach, du bist Union-Fan? Glückwunsch zum Aufstieg! Aber die Partie gegen Dortmund entscheiden trotzdem wir!“. Oder: „Ach, du kommst auch aus dem Osten? Kennst du Stralsund? Da bin ich geboren!“. Ich kenne diese Situation natürlich auch. Wenn ich beispielsweise auf einer Party mal ein Glas zu viel getrunken habe, mutiere ich zeitweise zum Raucher und rede auf dem Balkon plötzlich mit Menschen über Dinge, mit denen ich vorher sicherlich nicht in ein Gespräch eingestiegen wäre. Es nimmt einem auch niemand krumm: „Ja klar, kenn ich. Geht mir auch so!“. Nichtraucher hingegen müssen sich eingestehen, dass sie Kollegen und Kolleginnen haben, über die sie eigentlich gar nichts wissen.

Selbstverständlich liegt es mir fern, euch zum Rauchen anzustiften. Liebe Leute, bitte nicht nachmachen! Aber diese Haltung, sich unvoreingenommen zu begegnen, sich auf eine andere Person einzulassen – selbst wenn es nur um Smalltalk geht – und sich im Gespräch auf die Gemeinsamkeiten statt Unterschiede zu konzentrieren, finde ich nicht nur bemerkens-, sondern unbedingt auch nachahmenswert. Also, wenn euch jemand am Bahnsteig anspricht, vielleicht einfach mal lächeln und zwei, drei Minuten ohne Hintergedanken miteinander reden. Und in der Firma vielleicht auch nicht gleich das Schlimmste von anderen Kollegen und Kolleginnen annehmen, wenn sie den Kontakt suchen, sondern ruhig mal drauf eingehen. Statt auf eine Zigarettenlänge kann man sich ja auch mal auf einen kleinen Spaziergang im Hof oder einen Kaffee in der Teeküche treffen. Gelegenheiten gibt es da sicher genug. Lernen von Rauchern – dass ich das mal schreibe, hätte ich auch nie gedacht!

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Schwedische Studie: “Frauen sind die besseren Chefs” 

Jeanet Corvinius arbeitet als Gebietsleiterin einer großen schwedischen Firma auf dem Bau. Allein als Frau ist sie da eine große Ausnahme und als Chefin noch viel mehr. “Chef gleich Mann”, diese Formel gilt häufig auch noch selbst im modernen Schweden mit seiner führenden Rolle auf dem Gebiet der Geschlechtergleichstellung.

Doch das ändere sich gerade, sagt die Gewerkschaft “Ledarna”, in der knapp 100.000 Führungskräfte organisiert sind. Denn eine neue Studie, die sich mit den in dieser Zeit wichtigsten Führungseigenschaften beschäftigt, deutet auf einen grundlegenden Wandel hin und wird in schwedischen Medien mit der Schlagzeile “Frauen sind die besseren Chefs” zusammengefasst. Gebietsleiterin Jeanet ist ein Beispiel für die Zukunft von Frauen in Führungspositionen.

“Ich mag Wettbewerb und kann auch streng sein, aber nur, wenn es notwendig ist. Ich führe lieber mit den Mitarbeitern als über sie hinweg. Männliche Kollegen, die als Chefs beliebt sind, brauchen auch nicht diese Fassade, dieses ‘Immer-Recht-haben’. Auch sie stimmen sich ab und entscheiden gemeinsam.”

Umsicht und Teamfähigkeit gelten als weibliche Eigenschaften

Damit liegt Jeanet voll im Trend. In der Studie werden neun Führungseigenschaften genannt und Geschlechtern zugeordnet. Als typisch männlich gelten danach “autoritär”, “selbstsicher” und “kämpferisch”. “Kompetent”, “mutig” und “ergebnisorientiert” laufen unter “neutral”, typisch weiblich sind “flexibel”, “umsichtig” und “teamfähig”.

Rund 5500 Mitglieder der Chefgewerkschaft sind dann für die Studie des Sozialforschungsinstituts der Universität Stockholm nach ihren Prioritäten befragt worden. Dabei kam heraus, dass eine Führungskraft heute kein riesiges Selbstbewusstsein haben muss und schon gar keine Ramboallüren im Kampf gegen Konkurrenten und Kollegen.

Quelle: Schwedische Studie: “Frauen sind die besseren Chefs” | tagesschau.de

Stellenstreichungen bei Audi: Bram Schot, der Aufräumer

Gerüchte über Bram Schots vorzeitige Ablösung gibt es schon sehr lange. Schließlich hat VW-Konzernchef Herbert Diess bereits im Sommer 2018 seinen alten Vertrauten Markus Duesmann bei BMW abgeworben. Seitdem munkelt man, dass der den Chefposten bei Audi übernehmen soll. Allein: BMW ließ ihn bislang nicht vorzeitig ziehen.

Doch jetzt soll Duesmann im April neuer Chef von Audi werden. Und Schot verlässt das Unternehmen.

Und so sanierte er bei Audi unbeirrt. Mal strich er Varianten bei den Fahrzeugen (fertig ist er damit noch nicht), mal eine Nachtschicht. Auch eine offenere Unternehmenskultur förderte er. Intern nannten sie ihn deswegen sogar schon „Captain Change“. Und manch einer munkelt, dass Schot speziell als Aufräumer installiert worden ist, nachdem sein Vorgänger Rupert Stadler plötzlich in U-Haft musste.

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Quelle: Stellenstreichungen bei Audi: Bram Schot, der Aufräumer

Was tun gegen Rassismus im Unternehmen?

Bei der Frage des richtigen Umgangs mit Rassismus im Arbeitsumfeld bestehen oft Unsicherheiten. Wie können Arbeitgeber und Betriebsrat dem begegnen?

Sowohl Arbeitgeber als auch Betriebsräte haben nicht nur die Möglichkeit zu handeln, der Gesetzgeber richtet gezielt den Auftrag an sie, rassistisch motiviertes Verhalten zu unterbinden.

a) Verhalten von Arbeitnehmern

Rassistische Äußerungen von Arbeitnehmern, ob über Kollegen oder Vorgesetzte, stellen eine arbeitsvertragliche Pflichtverletzung dar, die regelmäßig für eine Abmahnung ausreicht. Teilweise kommt – stattdessen oder im Wiederholungsfall – auch eine verhaltensbedingte ordentliche oder sogar außerordentliche Kündigung in Betracht. Unter Umständen kann allerdings bereits eine Versetzung genügen, um weitere Rechtsverletzungen auszuschließen. Anhand der Einzelfallumstände sollte ein angemessenes Mittel gewählt werden.

Existiert ein von rassistischen Verhaltensweisen geprägtes Arbeitsumfeld darf der Arbeitgeber jedenfalls nicht tatenlos bleiben. Ihm werden durch verschiedene Gesetze zahlreiche Unterlassungs- und Handlungspflichten auferlegt. So gebietet in erster Linie die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers nach § 241 Abs. 2 BGB den Schutz der Interessen und Rechte aller Arbeitnehmer (die Achtung der Menschenwürde und des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts) während der Arbeit. Nach § 12 AGG müssen Arbeitgeber ihre Beschäftigten vor Benachteiligungen wegen ihrer Rasse oder ethnischen Her-kunft schützen; gemeint ist die Unterbindung von Rassismus aber vor allem auch präventives Handeln, um diesem vorzubeugen.

Gemäß den Vorgaben des § 4 Nr. 1 ArbSchG ist die Arbeit zudem so zu gestalten, dass eine Gefährdung für die psychische Gesundheit möglichst vermieden beziehungsweise gering gehalten wird. Arbeitsschutzrelevante Gefährdungen können auch in Form von psychischen Belastungen verursacht durch Diskriminierung auftreten, gegen die der Arbeitgeber Maßnahmen veranlassen muss (§ 5 ArbSchG). Letztlich haben Arbeitgeber und Betriebsrat darüber zu wachen, dass im Betrieb jede Benachteiligung von Personen aus Gründen ihrer Rasse oder wegen ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Abstammung oder sonstigen Herkunft oder ihrer Nationalität unterbleibt (§ 75 Abs. 1 BetrVG).

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Quelle: Was tun gegen Rassismus im Unternehmen?

Lebensarbeitszeit im europäischen Vergleich

Wer 2018 in Deutschland ins arbeitsfähige Alter von 15 Jahren kam, muss ab diesem Zeitpunkt im Schnitt noch 38,7 Jahre arbeiten, bevor er in Rente gehen kann. Damit ist Deutschland im europäischen Vergleich nicht Spitzenreiter, liegt aber über dem Schnitt der 28 EU-Mitgliedstaaten von 36,2 Jahren Lebensarbeitszeit.

Kürzeste Lebensarbeitszeit in Italien

Am längsten müssen die Isländer arbeiten: 46,3 Jahre muss ein im Jahr 2018 15-Jähriger noch arbeiten, bevor er oder sie die Rente genießen kann. Mehr als 40 Jahre beträgt die durchschnittliche Lebensarbeitszeit auch in Schweden, der Schweiz und den Niederlanden. Das kürzeste Arbeitsleben haben Italiener mit im Schnitt 31,8 Jahren. Auch die Griechen (32,9 Jahre) und Kroaten (32,4 Jahre) arbeiten durchschnittlich weniger als 33 Jahre während ihres Erwerbslebens.

Lebensarbeitszeit: Vergleich Männer und Frauen

2008 lag die durchschnittliche Lebensarbeitszeit in Deutschland noch bei 36,5 Jahren. Zum Anstieg der vergangenen Jahre haben hierzulande hauptsächlich die Frauen beigetragen: In der Zeit von 2008 bis 2018 stieg ihre Lebensarbeitszeit von 33,6 auf 36,5 Jahre, das ist ein Plus von 8,6 Prozent. Männer legten im selben Zeitraum von 39,3 auf 40,7 Jahre zu, das entspricht einer Veränderung von 3,6 Prozent.

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Quelle: Lebensarbeitszeit im europäischen Vergleich | Personal | Haufe

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf gelbem Papier hat bald ausgedient. Künftig soll ein elektronisches Meldeverfahren die Papierform ersetzen. Dies ist einer der Punkte des Bürokratieentlastungsgesetz III, das der Bundestag am 18. September 2019 beschlossen hat. Das Gesetz sieht darüber hinaus weitere Erleichterungen insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen vor.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Digital ersetzt Papier

Zurzeit wird der Arbeitgeber noch über die ärztliche Krankschreibung des Arbeitnehmers informiert, indem dieser die typische gelbe Bescheinigung vorlegt oder per Post schickt. Dafür werden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen noch immer in Papierform erstellt und bearbeitet. Diese längst nicht mehr zeitgemäße Lösung soll sich künftig ändern. Entlastung für Unternehmen und Mitarbeiter soll die Einführung einer elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bringen. Arbeitgeber werden damit ab dem 1. Januar 2021 eingebunden in das bereits beschlossene elektronische Verfahren zur Übermittlung von Arbeitsunfähigkeitsdaten durch die Ärzte an die Krankenkassen.

Digitale Übermittlung durch die Krankenkassen

Künftig soll der Arbeitgeber somit digital über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit seines gesetzlich versicherten Arbeitnehmers informiert werden, ebenso darüber, wann die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ausläuft. Die Krankenversicherung, die ohnehin die Daten durch den Arzt erhält, soll dazu eine elektronische Meldung erstellen, die der Arbeitgeber abrufen kann.

Krankmeldung: Vorlagepflicht entfällt, Meldepflicht bleibt

Der Arbeitnehmer ist grundsätzlich ab dem dritten Tag seiner Arbeitsunfähigkeit verpflichtet, dem Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen. Der Arbeitgeber darf sogar am ersten Tag ein Attest fordern. Immer wieder kommt es in der Praxis zu Auseinandersetzungen darüber, ob die AU-Bescheinigung pünktlich vorgelegt wurde. Diese Pflicht des Arbeitnehmers zur Vorlage entfällt künftig.

Was allerdings – zumindest vorerst –  bleibt, ist ein gelber Zettel, den der Arbeitnehmer vom Arzt erhält: eine Papierbescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit als gesetzlich vorgesehenes Beweismittel. Außerdem hat der Arbeitnehmer weiterhin die Pflicht, dem Arbeitgeber seine Arbeitsunfähigkeit zu melden und diese ärztlich feststellen zu lassen.

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Quelle: Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung | Personal | Haufe

Brückenteilzeit wird bislang wenig in Anspruch genommen

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“Arbeitszeit, die zum Leben passt” – unter diesem Slogan kündigte die Bundesregierung 2018 eine Änderung des bestehenden Teilzeit- und Befristungsgesetzes an. Seit dem 1. Januar 2019 gilt nun das sogenannte Brückenteilzeitgesetz. Es ermöglicht Angestellten, ihre Arbeitszeit für einen befristeten Zeitraum zwischen einem und fünf Jahren zu reduzieren.

Das Ifo-Institut befragte im dritten Quartal 2019 im Auftrag von Randstad gut 800 Personalleiter, wie die Brückenteilzeit in Anspruch genommen wird. Lediglich drei Prozent der Befragten geben an, dass in ihren Unternehmen die befristete Teilzeit häufig zum Einsatz kommt. Elf Prozent nutzen das Konzept gelegentlich, 22 Prozent selten. Insgesamt kommt das Arbeitszeitmodell in knapp über einem Drittel der Unternehmen zum Einsatz.

Nutzung der Brückenteilzeit variiert mit der Unternehmensgröße

Ob Mitarbeiter die Brückenteilzeit nutzen, hängt von der Unternehmensgröße ab. Am weitesten verbreitet ist die befristete Teilzeit in Großunternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten. Das ist wenig überraschend, denn von der Größe des Unternehmens hängt ab, wie viele Brückenteilzeiten gewährleistet werden müssen. In zwei Dritteln der Unternehmen mit 46 bis 200 Mitarbeitern arbeitet dagegen niemand in Brückenteilzeit. Überraschend ist das Ergebnis bei den kleinen Unternehmen mit bis zu 45 Beschäftigten: In jedem sechsten Betrieb kommt das Arbeitszeitmodell zum Einsatz, obwohl die Unternehmen aufgrund ihrer Größe eigentlich von der gesetzlichen Pflicht entbunden sind, ihren Mitarbeitern die Brückenteilzeit anzubieten.

Die Personalchefs wurden darüber hinaus gefragt, wie häufig die befristete Teilzeit in Anspruch genommen wird. Es zeigt sich, dass bei der Mehrheit der großen Unternehmen, bei denen das Modell beansprucht wird, die Mitarbeiter die Brückenteilzeit jedoch nur selten nutzen. Dort, wo das Modell genutzt wird, fangen 38 Prozent der Unternehmen die Mehrarbeit vor allem mit der bestehenden Belegschaft auf. In weniger als der Hälfte der Fälle werden neue Mitarbeiter eingestellt (16 Prozent).

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Quelle: Brückenteilzeit wird bislang wenig in Anspruch genommen | Personal | Haufe

Fachkräftemangel: Sechs Thesen, was Unternehmen dagegen tun

Als Ursache des Fachkräftemangels nannten die Befragten insbesondere den demografischen Wandel (53 Prozent) sowie das träge Bildungssystem (50 Prozent). Versäumnisse im eigenen Unternehmen sah die Mehrheit nicht. Das verwundert, offenbaren doch die empirischen Ergebnisse das Gegenteil.

Vor allem in der Personalarbeit machen viele Unternehmen ihre Hausaufgaben nicht. Nachholbedarf sehen die Befragten in der Arbeitgeberattraktivität (54 Prozent), der strategischen Personalbedarfsplanung (49 Prozent), der Rekrutierung und Nachwuchsförderung (48 Prozent), der Kompetenzentwicklung (50 Prozent) sowie dezentralen Arbeitsmöglichkeiten (90 Prozent). Außerdem würden Automatisierung und Digitalisierung (59 Prozent) den Fachkräftemangel weiter verstärken.

Fachkäftemangel: Nur jeder Vierte hält Arbeitgeber für gut gewappnet

Doch gerade in diesen Feldern stellen die Befragten ihren Unternehmen ein schlechtes Zeugnis aus. Nur jeder Vierte hält seinen Arbeitgeber für gut gewappnet. Sieben von zehn Befragten halten die Maßnahmen in den genannten Feldern für Verbesserungswürdig oder mangelhaft. Die Redaktion des Personalmagazins hat die Studienergebnisse zum Anlass genommen, um Personalentscheider zu befragen, was sie tun oder wozu sie raten, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, welche Thesen die Personalentscheider formulieren.

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Quelle: Fachkräftemangel: Sechs Thesen, was Unternehmen dagegen tun | Personal | Haufe

Recruiter*innen braucht das Land! Echt jetzt?! | blog.hrtoday.ch

Haben Sie in Ihrem Unternehmen auch gerade eine Vakanz als Recruiter, Talent Acquisition Manger, (Active) Sourcer oder wie auch immer das alles Neudeutsch jetzt heisst? Gratuliere. Sie sind nicht alleine.

Die Jobplattform jobagent.ch, die auf alle in der Schweiz öffentlich erkennbaren Stellen zugreift, weist sage und schreibe 226 offene Stellen im anverwandten Bereich auf. Neuer Rekord? Selbst bei «Talent Acquisition» spuckt die Maschine ganze 53 Ergebnisse aus (inkl. Überschneidungen). Bei Employer Branding sind’s dann noch 21. Aha. Wir lösen also operativ, was wir strategisch verpassen.

Dies ist die wohl offensichtliche Folge davon, dass Unternehmen einerseits erkennen, dass sie «etwas tun» müssen, um die richtigen Leute zu finden. Eine Investition nach innen einerseits und ein wichtiger Schritt hin zur Professionalisierung des Recruitings andererseits. Das freut mich.

Liest man die Stellenanzeigen, ist es allerdings ganz schön beachtlich, was diese Leute in Personalunion alles können sollten. Nein: es ist gar illusorisch. Anzeigen neu ausschreiben (Storytelling, weisch!), Absprachen mit der Linie führen, den Anzeigen-Mediamix zielgruppengetreu gestalten, Inhalte fürs Employer Branding schreiben, Social Media bespielen, Karriereseite weiter gestalten, evtl. auch noch eine Employer-Branding-Strategie entwickeln, ein HR-IT-Projekt begleiten, Hochschulmarketing aufziehen und durchführen, proaktive Kandidatensuche und -ansprache über Social Media auch noch und idealerweise ein Recruiting-KPI-Dashboard aufziehen. Wow.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr dämmert es mir: es ist die schiere Ratlosigkeit von Unternehmen, sich dem drohenden (von mir aus auch existierenden) Fachkräftemangel zu stellen. Wir packen sämtliche Versäumnisse in ein Stellenprofil und gehen davon aus, dass wir jemand finden, der/die das alles kann und damit die Probleme gelöst werden. Viel Glück. Es wird nicht funktionieren.

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Quelle: Recruiter*innen braucht das Land! Echt jetzt?! | blog.hrtoday.ch

Der Postillon: Antwort auf Tesla: Deutsche Industrie stellt neuartiges E-Auto ohne Akku vor

Jetzt kann sich Elon Musk aber warm anziehen! Nach der Ankündigung, dass Tesla bei Berlin eine neue Gigafactory bauen will, schlägt nun die deutsche Automobilindustrie zurück: Ein Konsortium aus VW-, BMW- und Daimler-Ingenieuren hat heute das neu konzipierte Elektro-Fahrzeug “Volt CableCruiser” vorgestellt, das nicht nur über eine Reichweite von 400 Kilometern verfügen, sondern sogar ganz ohne Akku oder Batterie auskommen soll.
Offenbar haben die Techniker eine bahnbrechende Lösung für das Problem der immer noch sehr schweren und teuren Akkus gefunden: Die viertürige und bis zu 220 km/h schnelle Limousine wird direkt mit dem 230-Volt-Stromnetz verbunden.
“Dank einer auf dem Fahrzeugdach installierten XXL-Kabeltrommel mit einem 400 Kilometer langen Kupferkabel entfällt das umständliche Mitführen und Aufladen eines Akkus”, verriet ein Sprecher der Projektgruppe während einer Präsentation vor Pressevertretern. Mit einem speziellen Adapter lasse sich das Auto so ganz einfach an jede Haushaltssteckdose anschließen.
“Das erspart nicht nur den umweltschädlichen Abbau von Lithium und Kobalt, der für die Produktion der Akkus erforderlich ist. Der direkte Anschluss an den Hausstrom kommt dem Kunden am Ende auch günstiger als die überteuerten Tarife an den E-Ladestationen am Straßenrand.” Zudem werde die verzweifelte Suche der E-Auto-Fahrer nach solchen Stromtankstellen der Vergangenheit angehören.

Das Herzstück der neuen Technik

Bei der Nenn-Reichweite von 400 Kilometern handle sich außerdem nur um eine sogenannte “atmende Reichweite”, so einer der Ingenieure: “Dank des automatischen Kabeleinzugs kann nämlich nach Erreichen der maximalen Fahrstrecke einfach per Knopfdruck das Kabel eingerollt werden, wie man es etwa von einem Staubsauger kennt, und dann der Stecker in die nächstgelegene Steckdose gestöpselt werden. Schon steht 400 weiteren Kilometern mit Elektroantrieb nichts mehr im Weg – und das komplett ohne lange Ladezeiten. Dagegen sieht Tesla alt aus.”
Auch in der Politik zeigt man sich überzeugt von der neuen Entwicklung: “Dank dieser Technik hat die deutsche Industrie die Chance, mit umweltfreundlicher Hochtechnologie wieder weltweit Vorreiter im innovativen Fahrzeugbau zu werden”, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Umwelt- und Wirtschaftsministerium.

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Neuer Ethikbeirat: Wenn Computer Bewerber auswählen

Künstliche Intelligenz ist mittlerweile zu allerlei in der Lage. Sie kann Autos steuern und medizinische Diagnosen stellen. Sie kann theoretisch auch Personalentscheidungen in Unternehmen treffen. Wer wird eingestellt? Wer wird zum Chef befördert? Solche Analysen einer Maschine zu überlassen klingt für Bewerber zuweilen gruselig, für Personalmanager dagegen oft verlockend. Manche – Bewerber wie Chefs – glauben sogar, der Computer könnte Personalentscheidungen viel neutraler treffen als ein vorurteilbeladener Mensch. Aber, wie es so oft ist mit selbst lernenden Maschinen, die Krux steckt im Detail: Entscheidet der Computer wirklich vorurteilsfrei? Oder lernt er aus den vorurteilbeladenen Entscheidungen, die vor ihm die menschlichen Personalverantwortlichen getroffen haben? Welche Daten braucht der Computer, und sind Mitarbeiterdaten nicht viel zu schützenswert? Schließlich: Sind die Systeme überhaupt wissenschaftlich in Ordnung oder die Eintrittskarte ins Reich der Scharlatanerie?

Weil all diese Fragen so kniffelig sind, gibt es seit kurzem einen so genannten „Ethikbeirat HR-Tech“. Darin sitzen Wissenschaftler, Gewerkschafter und (Personal-)Manager aus Unternehmen. Unter den Gründungsmitgliedern sind bekannte Namen wie Brigitte Zypries, frühere Justiz- und Wirtschaftsministerin und heute Schirmherrin des Start-up-Verbands, Reiner Hoffmann, Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Elke Eller, Personalvorstand des Reisekonzerns TUI, oder Bernd Irlenbusch, bekannter Wirtschaftsethik-Professor aus Köln.

Vergangene Woche hat der Beirat einen Entwurf für Richtlinien zum verantwortungsvollen Umgang mit KI in der Personalarbeit vorgestellt, an denen sich Betriebe künftig freiwillig entlanghangeln können. Bei Nichtbeachtung drohen zwar keine Konsequenzen, das Gremium verspricht sich aber mehr Transparenz und weniger Unsicherheit. Das Regelwerk umfasst zehn Punkte und ist noch in der Konsultationsphase, will heißen: Bis September haben alle Interessierten die Möglichkeit, die Richtlinien zu kommentieren und den Beirat aufzufordern, sie weiterzuentwickeln.

„Es geht hier um Menschen“

„Wenn es um das autonome Fahren geht, diskutieren wir ethische Fragen schon lange“, sagt Elke Eller während der Vorstellung des Entwurfs. Oft werde die Frage diskutiert, ob selbstfahrende Autos eher für die Oma bremsen sollten oder für die Frau mit Kinderwagen. Natürlich hat die Personalabteilung in der Regel nicht mit Entscheidungen über Leben und Tod zu tun, und doch: „Es geht hier um Menschen“, sagt Eller. Um ihren Beruf, ihr Einkommen, ihren Lebensunterhalt, manchmal auch: um einen guten Teil ihres Lebensinhaltes. „Da ist Orientierung nötig.“

Grob steht in den Richtlinien, dass KI in der Personalarbeit immer mit einem transparenten Ziel eingesetzt werden soll, dass die Systeme empirisch evaluiert sein müssen und dass die letzte Entscheidung am Ende immer der Mensch treffen sollte. Zudem sollte, wer KI-Lösungen in der Personalarbeit einsetzt, ihre Logik verstehen und erklären können. Organisationen, die KI-Lösungen nutzen, sollen ferner für die Ergebnisse haften. Mit personenbezogenen Daten ist, den Grundsätzen zufolge, sparsam umzugehen, sie sind nur zu einem im Vorfeld definierten Zweck zu verwenden. Alle Betroffenen sollen über die KI-Nutzung informiert werden. Die Daten müssen von hoher Qualität sein, systembedingte Diskriminierungen sind auszuschließen, und die KI muss stetig überprüft werden.

Der heikelste Punkt ist schließlich: Für die Nutzung von KI-Lösungen dürfen dem Regelwerk zufolge keine Daten erhoben und verwendet werden, welche der willentlichen Steuerung der Betroffenen grundsätzlich entzogen sind. In der Fachsprache spricht man von einer Verletzung der „Subjektqualität“, wenn KI-Instrumente den Menschen zum Objekt machen. Die neuen Richtlinien verurteilen damit pauschal alle Systeme, die auf Sprach-, Stimm- oder Mimikanalysen beruhen, Methoden, die die Gesichtszüge vermessen oder mit dem Hautwiderstand arbeiten – nach der Art von Lügendetektoren. All das unterliege nicht der willentlichen Steuerung des Menschen.

Kann der Mensch noch willentlich steuern, was da gemessen wird?

Delikat ist das deshalb, weil insbesondere Sprach- und Stimmanalysen in der deutschen Personalmanagerwelt einige Berühmtheit erlangt haben: Ein Aachener Unternehmen namens „Precire“ wirbt erfolgreich damit, mit Hilfe von KI aus etwa 15 Minuten langen Sprachproben, in denen Bewerber über Belanglosigkeit……………………………..

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Xing und die Vertragstreue. Oder: Recht hat, wer es sich nimmt?

Sicherlich gehören Sie auch zu den Mitgliedern, die sich öfter einmal gewundert haben, wo bestimmte Funktionen von Xing verschwunden sind. Von anderen Unternehmen sind wir es gewohnt, das Updates gefahren werden, um die Leistungen für die Kunden zu verbessern. Ganz anders bei Xing. In den letzten Jahren strich man den Kunden ständig Funktionen, ohne gleichwertigen Ersatz zu liefern.

Ganz besonders wenn Sie die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Xing zur Kenntnis nehmen, sollte man sich die Frage stellen, warum man sich nicht daran hält?

 

Lesen Sie auch:  Xing: oder Ihre Kfz-Werkstatt baut ohne Ihre Zustimmung und Ersatz das Navigationssystem aus und behält es ein.

Unzufrieden mit Xing? Dann machen Sie es öffentlich.

Sind Sie auch unzufrieden mit Xing?

Gründe dafür finden Sie in der Gruppe Xing Community ausreichend.  Da die Gruppe durch Xing gegründet wurde und auch moderiert wird, könnte man hoffen, hier besonders gut “gehört” zu werden. Dem ist aber leider nicht so. Schauen Sie sich ein paar der beiträge an und Sie werden schnell feststellen, dass Xing ständig dabei ist, bisherige Funktionen wegzunehmen, um sie anschließend kostenpflichtig anzubieten. Daneben fällt auf – und wird ebenso häufig angesprochen – das dass Design immer anwenderunfreundlicher wird. Manche der Kritiker vermuten dahinter Absicht. Spricht man Xing auf diese Unzulänglichkeiten an, will man uns wahr machen, dass dem gar nicht so ist. Gut, was sollte man auch von konzerngelenkten Moderatoren erwarten.

Sich innerhalb von Xing über diese Themen zu unterhalten führt zu keinem Erfolg. Wir sind davon überzeugt, dass man an die Öffentlichkeit gehen sollte,um mehr Gehör zu finden. Eine gute Möglichkeit ist die Veröffentlichung auf “TRUSTPILOT”. Zu finden sind bereits 198 Bewertungen, die zu einer Bewertung mit “ungenügend” geführt haben.

Tun Sie sich und allen anderen Xing-Kunden den Gefallen und hinterlassen eine Bewertung, egal ob “gut” oder “schlecht”. Wichtig ist, dass Sie die Bewertung gerecht ist.

Trustpilot und das Profil von Xing finden Sie hier: https://de.trustpilot.com/review/www.xing.com

 

Lesen Sie auch:  Xing und die Vertragstreue. Oder: Recht hat, wer es sich nimmt?

Allianz-Manager wird Hausmann: „Jetzt bin ich dran – und das ist fair“

Allianz-Manager Andreas Utermann hat seinen Job gekündigt, damit seine Frau endlich Karriere machen kann. Ein schwerer Schritt? Im Gegenteil, wie er jetzt in einem Interview erklärte.

Sein Beispiel klingt noch wie die Schlagzeile eines Satiremagazins, ist aber wahr und hoffentlich bald auch selbstverständlich: Andreas Utermann, CEO des deutschen Vermögensverwalters Allianz Global Investors, wird seinen Chefposten zum ersten Januar 2020 räumen, um Hausmann zu werden. Das kündigte der 53-Jährige im Gespräch mit der Wirtschaftswoche an. Utermanns simple Begründung: Seine Frau werde künftig in Vollzeit ihre eigene Firma leiten, er hingegen kümmere sich um die drei gemeinsamen Töchter. „Jetzt bin ich dran – und das ist fair“, sagte Utermann, der eine regelrechte Bilderbuch-Karriere in der Finanzbranche hinter sich hat.

Utermann begann in den 80ern als Azubi bei der Deutschen Bank, heuerte dann für knapp 13 Jahre bei der US-Bank Merril Lynch an, ehe er 2002 zu Allianz Global Investors wechselte. Bei der Finanztochter des deutschen Versicherungskonzerns übernahm er 2016 schließlich den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Ein gut bezahlter Job mit Nachteilen: „Ich war selten zuhause, bin unglaublich viel herumgereist“, so Utermann gegenüber der Wirtschaftswoche.

„Es gab drei Optionen“

Das habe bald auch seine Familie zu spüren bekommen, allen voran seine Frau. „Nach der Geburt unserer ersten Tochter arbeitete sie noch ganz normal weiter. Als sie nach der Geburt unserer zweiten Tochter als Portfolio-Managerin in Teilzeit arbeiten wollte, machte ihre Firma nicht mit. Deshalb hörte sie erst einmal ganz auf. Als wir noch ein drittes Kind bekamen, war meine Frau zunehmend unzufrieden damit, allein zuhause mit drei Kindern alles meistern zu müssen“, erklärt Utermann. Er habe ihr dann versprochen, etwas zu ändern und seinen Arbeitgeber gebeten, vier Wochen unbezahlten Urlaub pro Jahr genehmigt zu bekommen. „So konnte ich bis 2015 jedes Jahr einen Monat Elternzeit nehmen. Nachdem unsere jüngste Tochter fünf Jahre alt war, nahm ich immer noch zwei Wochen unbezahlten Urlaub pro Jahr.“

Doch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war damit noch lange nicht gegeben. Denn Utermanns Frau machte sich in der Zwischenzeit selbstständig, konnte ihre Firma aber nicht in Vollzeit aufbauen. Das aber sei ihr ausdrücklicher Wunsch gewesen, erklärt Utermann. Für die Familie habe sich nun die Frage gestellt, wer kümmert sich um die Kinder? „Es gab drei Optionen“, so Utermann: „Meine Frau hört ein zweites Mal mit ihrer Karriere auf, die Kinder gehen aufs Internat – oder ich ändere was. Das Resultat haben Sie jetzt gesehen“, so Utermann. Zuvor musste der Allianz-Manager allerdings noch seinen Arbeitgeber über den Entschluss informieren.

So reagierten die Vorgesetzten

Ein Schritt mit unkalkulierbaren Risiken? Hagelte es gar Spott aus dem Kollegenkreis? Im Gegenteil, wie Utermann auf Nachfrage der Wirtschaftswoche erklärt. „Es war keine große Überraschung und meine Chefin Jackie Hunt hat meinen Abgang ja auch in den sozialen Medien sehr nett kommentiert“, so der Manager. Worauf es eben ankomme sei, das Unternehmen so aufzustellen, dass alles reibungslos weiterlaufe. So sei seine Nachfolge unabhängig von seinem Abgang bereits geregelt gewesen, zudem habe er Themen wie Teil- und Elternzeit immer offen angesprochen. „Es muss für alle funktionieren, in einem Team müssen sich die Mitarbeiter gegenseitig unterstützen. Ob in Führungsposition oder als normaler Angestellter – Sonderregelungen müssen für alle tragbar sein. Dialog muss auf jeder Ebene stattfinden“, sagt Utermann.

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Führungspositionen: Zahl der weiblichen Chefs stagniert

Dass Frauen noch immer in den Chefetagen in der Minderheit sind, ist schon lange keine Neuigkeit mehr. Bislang aber enthielten statistische Meldungen zu dem Thema eigentlich fast immer eine kleine Fortschrittsnachricht: Wenn auch im Schneckentempo – die Zahlen bewegten sich bislang nach oben.

Aber selbst das ist jetzt vorbei, glaubt man der neuesten Erhebung, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg an diesem Donnerstag veröffentlicht hat. Demnach waren im Jahr 2018 rund 26 Prozent der Führungskräfte der obersten Leitungsebene in der Privatwirtschaft Frauen. Auf der zweiten Führungsebene lag ihr Anteil bei 40 Prozent. Das frappierende Detail: Beide Werte haben sich verglichen mit 2016 nicht verändert.

Besonders ernüchternd ist das mit Blick darauf, dass seit Januar 2016 das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft ist. Unternehmen legen seither verbindliche Zielgrößen für Frauenanteile in Vorständen und oberen Managementpositionen fest und veröffentlichen diese – für alle, die mehr als 500 Beschäftigte haben, ist das Pflicht. „Die Einführung des neuen Gesetzes hat – zumindest auf Betriebsebene – keinen weiteren Zuwachs gebracht“, resümieren die Studienautorinnen Susanne Kohaut und Iris Möller in einem schriftlichen Statement.

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Warum Jobsharing mehr als nur ein „Muttimodell“ ist 

Halbe Stelle, volle Verantwortung: Jobsharing bietet auch für Führungskräfte handfeste Vorteile. Doch das Konzept erhöht den Organisationsaufwand und damit die Kosten. Es kann sich aber trotzdem lohnen.
Teilzeit plus Teilzeit ergibt Vollzeit. So lässt sich die Geschichte von Rebecca Zöller und Lydia Leipert auf den Punkt bringen. Die beiden Journalistinnen sahen sich mit einem Problem konfrontiert, das viele Arbeitnehmer kennen: Wie bringe ich Beruf und Familie unter einen Hut?

Vor allem Menschen mit Wunsch nach einer Führungsposition müssen sich häufig entscheiden. Stelle ich die Karriere der Kinder zuliebe hintenan? Oder mache ich weiter und überlasse dem Partner die Betreuung im Zweifel allein?

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Quelle: Warum Jobsharing mehr als nur ein „Muttimodell“ ist – WELT

Digitalisierung: Keine Panik auf der Titanic!

Die Deutschen, so heißt es, werden von der „German Angst“ geplagt, einer landestypischen Zögerlichkeit gegenüber dem Neuen. Bei künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und Robotik würden wir daher von Mutigeren abgehängt. Wie bekämpfen Personaler diese Haltung auf den Bürofluren und in den Werkshallen?

Schlimm, diese Deutschen. Wann immer sich größere Veränderungen oder Herausforderungen anbahnen, werden sie kollektiv von einer lähmenden Angst befallen. Zusammenfassen lässt sich diese speziell deutsche Angstneurose so: Da kommt etwas Neues auf uns zu, das größer ist als wir, das wir nicht sicher steuern und beeinflussen können. Belassen wir es also lieber beim Altbekannten und hoffen, dass der Wind der Veränderung vorüberzieht und keine allzu verheerenden Schäden hinterlässt.

So in etwa wird sie beschrieben, die sogenannte „German Angst“. Sie steht für mangelnden Gestaltungswillen im Angesicht des Wandels. Für eine frustrierende Zögerlichkeit gegenüber notwendiger Veränderung. Für Bedenkenträgerei und Absicherungsmentalität. Aber auch: Für eine gewisse Arroganz, die auf der Überzeugung beruht, dass man selbst bisher schon alles sehr richtig gemacht habe, der Status quo darum zu erhalten sei und grundlegender Wandel per se nur eine Verschlechterung bringen könne.

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Quelle: Digitalisierung: Keine Panik auf der Titanic!

Stasi-Methoden bei Zalando?

Mitarbeiter von Zalando beklagen ein System der permanenten Überwachung. Schuld ist eine Software zur internen Personalbewertung.

Die Arbeitsbedingungen beim Online-Versandhändler Zalando sind erneut in die Kritik geraten. Die Mitarbeiter des Unternehmens sehen sich einem System der ständigen Überwachung und des Leistungsdrucks ausgesetzt. Das geht aus einer Studie der Berliner Humboldt-Universität (HU) hervor, die von der Hans-Böckler- Stiftung herausgegeben wurde und die der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

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Schuld ist die Software „Zonar“, mit der derzeit 5.000 der insgesamt 14.000 Mitarbeiter ihren Kollegen Feedback geben. Die Beschäftigten würden dadurch allerdings nicht nur permanent bewertet, sondern auch kontrolliert und sanktioniert, kritisieren die Forscher Sascha-Christopher Geschke und Philipp Staab. Sie arbeiten seit zwei Jahren an der Studie. Durch die Software habe sich ein Klima von Stress und Leistungsdruck entwickelt. Sie ermögliche es, die Mitarbeiter in drei Gruppen einzuteilen, die unter den Bezeichnungen „herausragend“, „stark“ und „verbesserungsfähig“ laufen. Zalando halte die Gruppe der Topleister jedoch systematisch klein, in manchen Abteilungen läge sie lediglich bei zwei bis drei Prozent. Da sich die Bewertungen auch auf die Gehälter auswirken, drücke Zalando so die Löhne.

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Quelle: Stasi-Methoden bei Zalando?

Darum solltest du nie an einem Montag aus dem Urlaub zurückkehren

Nach nur einem Tag im Büro fühlst du dich schon wieder urlaubsreif? Eine Gesundheitsexpertin gibt Tipps, wie du stressfreier in den Arbeitsalltag einsteigst.

Nur wer länger im Urlaub war, kommt wirklich entspannt wieder. Doch die Erholung kann schnell verfliegen, wenn der Übergang ins Arbeitsleben zu abrupt passiert. „Nach einem längeren Urlaub sollten Arbeitnehmer möglichst sanft wieder in den Berufsalltag eintreten“, erklärt die Gesundheitswissenschaftlerin Maria Schumann. Die Berlinerin rät im t3n-Gespräch dazu, zwischen einer Reise und dem ersten Arbeitstag stets mehr als nur eine Nacht einzuplanen. „Wer am Sonntag aus Bali kommt und am Montag wieder ins Büro muss, wird kaum konzentriert und motiviert an die Aufgaben gehen“, ordnet sie ein.

Ein Zeitpuffer von zwei bis drei Tagen sei ratsam, um anzukommen, die Koffer auszupacken und sich wieder auf den Alltag einzulassen. Dadurch würde die Erholung nicht gleich wieder einem unangenehmen Gefühl von Stress und Druck zum Opfer fallen. Zudem sei es ratsam, nicht unbedingt an einem Montag, sondern lieber an einem Mittwoch wieder anzufangen. „So ist die Woche kürzer und das Wochenende schneller in Sicht“, erklärt Maria Schumann. Berufstätige würden dadurch sicherstellen, nicht gleich wieder in den roten Bereich zu gehen, sondern hätten die Gelegenheit, langsam an Fahrt aufzunehmen.

„Nach einem längeren Urlaub sollten Arbeitnehmer möglichst sanft wieder in den Berufsalltag eintreten.“

Zum Ende der Woche können Arbeitnehmer sich auch leichter wieder auf Stand bringen. Ein prall gefüllter E-Mail-Posteingang ist vor allem nach einem längeren Urlaub oft die Regel. Empfehlenswert sei es deshalb, die Abwesenheitsnotiz im E-Mail-Client für externe Nachrichten noch einen oder zwei Tag länger anzulassen, um sich umfangreich über die vergangenen Wochen zu informieren. „So bleiben Kunden erst einmal auf Abstand und man bekommt die Möglichkeit, die letzten Tage zunächst intern aufzuarbeiten“, erklärt die Berlinerin. Diese Aufwärmphase sei wichtig, um nicht in anstrengendes Multitasking zu verfallen.

Beschäftigte sollten ihrer Meinung nach die ersten Arbeitstage nach einem längeren Urlaub grundsätzlich dafür nutzen, sich einen umfassenden Überblick über die anstehenden Aufgaben zu verschaffen und nicht sofort ins Tagesgeschehen einzutreten. Dabei helfe ein nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortierter Plan, der dafür sorgt, dass Aufgaben entweder persönlich abgearbeitet, an andere Kollegen delegiert oder komplett hintenangestellt werden können. „Wer aus dem Urlaub kommt und das Gefühl hat, sofort den Kopf zu verlieren, wird jegliche Erholung direkt wieder schwinden sehen“, so Maria Schumann. Ein sanfter Start sei ratsamer.

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Quelle: Darum solltest du nie an einem Montag aus dem Urlaub zurückkehren

13. Gehalt vs. Weihnachtsgeld: Wer kriegt es? Und wie hoch ist es?

Zwischen einem 13. Monatsgehalt und Weihnachtsgeld gibt es einen Unterschied. Wir erklären die Formen der Sonderzahlung und verraten, wer Anspruch hat und wer nicht.

Das Jahresende geht für manch einen Berufstätigen mit einem kleinen Geldsegen einher – entweder flattert ein 13. Monatsgehalt oder ein Weihnachtsgeld ins Haus. Die wenigsten Arbeitnehmer kennen jedoch den Unterschied. Während das zusätzliche Monatsgehalt eine Sonderzahlung ist, die die Arbeitsleistung honoriert, wird das Weihnachtsgeld vielmehr für die Betriebstreue ausgezahlt. Was wie Wortklauberei klingt, bringt jedoch handfeste Unterschiede mit sich. Wir erklären, worin die größten Unterschiede dieser Sonderzahlungen liegen.

13. Monatsgehalt vs. Weihnachtsgeld: Das sind die Unterschiede

Da das 13. Monatsgehalt eine Belohnung für die erbrachte Arbeitsleistung ist, kann es bei Fehlzeiten auch gekürzt werden – etwa nach einer längeren Krankheit. Das passiert jedoch nur, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer das so im Arbeitsvertrag auch vereinbart haben. Die Höhe des 13. Monatsgehalts orientiert sich in der Regel am vollen Monatslohn. Das Weihnachtsgeld macht hingegen oft entweder nur einen prozentualen Anteil dessen oder einen Pauschalbetrag aus. Es kann zudem nicht aufgrund von Fehltagen gekürzt werden.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass das 13. Monatsgehalt auch Mitarbeitern zusteht, die unterjährig kündigen oder gekündigt werden. Die Sonderzahlung wird dann anteilig ausgezahlt. Wer hingegen vor einem bestimmten Stichtag aus dem Unternehmen ausscheidet, verliert seinen Anspruch auf Weihnachtsgeld. Sogar eine Rückzahlungsklausel kann beim Weihnachtsgeld vereinbart werden. Einen Anspruch auf Sonderzahlungen haben Arbeitnehmer nur, wenn der Arbeits- beziehungsweise der Tarifvertrag das vorsehen.

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Quelle: 13. Gehalt vs. Weihnachtsgeld: Wer kriegt es? Und wie hoch ist es?

Autismus: “Autistische Menschen können überall arbeiten” | ZEIT Arbeit

Autistische Menschen haben oft Schwierigkeiten im Umgang mit anderen, zeigen ihre Gefühle kaum oder sind von zu vielen Reizen überfordert. Doch wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können sie in vielen Bereichen gut arbeiten, sagt Sally Maria Ollech. Sie ist Co-Geschäftsführerin von Diversicon, einem Sozialunternehmen, das Coachings für diese Menschen anbietet und sie auch an Firmen vermittelt.

ZEIT ONLINE: Frau Ollech, warum sollten Vorgesetzte autistische Menschen einstellen?

Sally Maria Ollech: Viele Autistinnen und Autisten sind hoch qualifiziert. Das Unternehmen gewinnt also eine Fachkraft und wird zugleich vielfältiger. Ich bin überzeugt, dass verschiedene Perspektiven auf Themen und Produkte im Unternehmensalltag zu besseren Ergebnissen führen. Allerdings sollte das Umfeld stimmen, damit Autistinnen und Autisten gut arbeiten können.

Sally Maria Ollech ist Mitglied der Geschäftsleitung bei Diversicon. Die Firma begleitet Autistinnen und Autisten mit Kursen, Coachings und Beratung. Auch vermittelt sie autistische Fachkräfte an Unternehmen. Ollech studierte BWL und Geographie in Lüneburg und gründete mit querstadtein einen Anbieter von alternativen Stadtführungen in Berlin.
Sally Maria Ollech ist Mitglied der Geschäftsleitung bei Diversicon. Die Firma begleitet Autistinnen und Autisten mit Kursen, Coachings und Beratung. Auch vermittelt sie autistische Fachkräfte an Unternehmen. Ollech studierte BWL und Geographie in Lüneburg und gründete mit querstadtein einen Anbieter von alternativen Stadtführungen in Berlin. © Mathias Becker

ZEIT ONLINE: Welche Besonderheiten bringen autistische Menschen im Berufsleben mit?

Ollech: Die meisten Menschen im Autismusspektrum sind sensibler für Reize wie etwa Geräusche oder Licht. Sie nehmen Strukturen und Muster oft stärker wahr als ihr Umfeld und das führt zu einem anderen Blick auf Abläufe und Themen. Einerseits bietet diese andere Wahrnehmung und Denkweise einen großen Mehrwert für Unternehmen, andererseits erfordert sie genauere Abstimmungen und Kommunikation. In der sozialen Interaktion erklärt sich für autistische Menschen das, was andere intuitiv verstehen, oft nicht von allein. Ihnen ist häufig nicht klar, wie sie auf ihr Umfeld wirken. Und ihre Kolleginnen und Kollegen wissen oft auch nicht, was sie von autistischen Mitarbeitenden erwarten können. Es gibt eine Menge Unwissen – und gegenseitige Vorurteile.

ZEIT ONLINE: Zum Beispiel?

Ollech: Viele Menschen nehmen Autismus als Behinderung wahr und haben einen sehr negativen, defizitorientierten Blick darauf. Menschen, die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben, haben oft auch Klischees im Kopf, mit denen Autistinnen und Autisten nicht gern assoziiert werden. Dann kommen Fragen wie “aber du kannst ja sprechen”, “aber du kannst mir ja in die Augen schauen”, “aber du verstehst ja Humor”. Die kann man zwar einmal nett beantworten, frustrieren aber auf Dauer.

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Quelle: Autismus: “Autistische Menschen können überall arbeiten” | ZEIT Arbeit

Fristlose Kündigung: Arbeitgeber muss Überstunden vergüten 

Wird ein Angestellter von der Arbeit freigestellt, sind damit nicht automatisch auch seine Überstunden abgegolten. Das entschied das Bundesarbeitsgericht in einem Urteil am Mittwoch (5 AZR 578/18). “Endet das Arbeitsverhältnis und können Gutstunden auf dem Arbeitszeitkonto nicht mehr durch Freizeit ausgeglichen werden, sind sie vom Arbeitgeber in Geld abzugelten”, hieß es in der Begründung.

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Im konkreten Fall hatte eine Sekretärin ihren ehemaligen Arbeitgeber verklagt. Für 67 geleistete Überstunden forderte sie eine Nachzahlung von 1317,28 Euro – nebst Zinsen. Diese muss ihr ehemaliger Arbeitgeber ihr nun erstatten.

Der damals 51 Jahre alten Sekretärin einer Steuerberater- und Wirtschaftsprüfergesellschaft wurde im Juni 2016 fristlos gekündigt. Vor Gericht schloss die Frau mit ihrem Arbeitgeber einen Vergleich: Die außerordentliche, fristlose Kündigung wurde umgewandelt in eine ordentliche, arbeitgeberseitige betriebsbedingte Kündigung.

Ihr Arbeitsverhältnis endete damit am 31. März 2017. Bis dahin war sie freigestellt. Ihre Ansprüche auf Weihnachtsgeld wurden abgerechnet, den Urlaubsanspruch verlor sie durch die Freistellung, so wurde es im Vergleich festgehalten. Was im Vergleich nicht erwähnt wurde: die bis Juni 2016 geleisteten Überstunden.

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Quelle: Fristlose Kündigung: Arbeitgeber muss Überstunden vergüten – SPIEGEL ONLINE

“Zonar”: So überwacht Zalando seine Mitarbeiter – Wirtschaft – SZ.de

  • Zalando-Mitarbeiter sind angehalten, über das Personalsystem “Zonar” die Leistung und das Verhalten ihrer Kollegen zu bewerten.
  • Angestellte klagen über enorme Überwachung und infolgedessen über hohen Leistungsdruck und Stress.
  • Zalando hingegen hält das Bewertungssystem für einen Fortschritt.
  • Als sich Marianne Meier damals bei Zalando bewarb, hatte sie auch Schlechtes gehört. “Etwa, dass du da nur weiterkommst, wenn du Chefs Zucker in den Arsch bläst.” Marianne Meier (Name wie bei anderen Mitarbeitern geändert) dachte, so reden halt ein paar Frustrierte – und heuerte bei Europas größtem Online-Modehändler an. Inzwischen ist die Führungskraft selbst frustriert. Das hat viel mit dem Personalsystem “Zonar” zu tun: “Egal wie gut dein Feedback ist, der Chef kann es auslegen, wie er will. Mag er dich nicht, ekelt er dich aus der Firma.”

Zonar, das Zalando bei 5000 von 14 000 Beschäftigten einsetzt, erinnert an Kundennoten im Internet. Nur werden hier nicht Produkte bewertet, sondern Menschen. Mit der Software beurteilen Vorgesetzte und Mitarbeiter umfassend die Stärken und Schwächen von Kollegen, zum Beispiel deren Leistung und soziales Verhalten. “Im Kern geht es darum, Beschäftigte permanent zu bewerten, zu kontrollieren und zu sanktionieren”, sagen Philipp Staab und Sascha-Christopher Geschke von der Berliner Humboldt-Universität. Sie arbeiteten zwei Jahre an einer 60-seitigen Studie, die der Süddeutschen Zeitung  vorliegt.

Süddeutsche Zeitung Wirtschaft Zalando will klimaneutral werden
Umweltbilanz

Zalando will klimaneutral werden

Der Onlinehändler stellt nahezu komplett auf erneuerbare Energien. Es ist schon der zweite Bereich binnen kurzer Zeit, in dem Zalando einen großen Wandel vollzieht.  Von Vivien Timmler

Die Personalchefin spricht von der Möglichkeit zum “360-Grad-Feedback”

Ihre Hauptvorwürfe: Zalando erzeuge Überwachung, Leistungsdruck und Stress. Mit Zonar drücke der rasant auf mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz gewachsene Konzern Löhne und schaffe ein Klima der Angst. Mitarbeiter, gerade befristete, fürchteten um ihren Arbeitsplatz. Solche Personalsysteme könnten sich in der ganzen Berufswelt verbreiten, heißt es in der Studie für die gewerkschaftsnahe Böckler-Stiftung: “Von Zalando als Leitunternehmen der Digitalisierung geht eine Leuchtturmfunktion aus.” Der Handelsgigant Amazon löste 2015 mit einem ähnlichen Programm in den USA Empörung aus. Mitarbeiter beklagten übergroßen Druck.

Zalando, das in 17 Länder Europas liefert, stellt sein System positiv dar: “Zonar ist ein wichtiger Bestandteil unseres Talentmanagements, mit dem wir Mitarbeitern und Führungskräften gleichermaßen die Möglichkeit geben, sich 360-Grad-Feedback einzuholen und zu geben.” Früher habe allein die jeweilige Führungskraft entschieden, ob jemand befördert werde oder mehr Gehalt bekomme, sagt Personalchefin Astrid Arndt. “Jetzt fließt ein, wie Kollegen, firmeninterne Kunden und Führungskräfte über einen denken. Dieses System ist fairer als vorher.” Man unterstütze die Entwicklung jedes Mitarbeiters durch “gelebte Feedback-Kultur”.

“Ich kann nicht einfach mal einen schlechten Tag haben.”

Befragte Mitarbeiter sehen das anders. “Es ist eine 360-Grad-Überwachung”, sagt einer. “Ich kann nicht einfach mal einen schlechten Tag haben.” Monate später schlage sich eine Situation, an die er sich gar nicht mehr erinnere, in einer Beurteilung nieder. “Man muss die ganze Zeit gute Miene zum bösen Spiel machen”, so schildert es Marianne Meier. “Jeden ständig anlächeln. Das kann sich sonst alles rächen.”

Aktuell nominieren Mitarbeiter zweimal jährlich bis zu acht Angestellte, die sie beurteilen. Wobei Führungskräfte die Auswahl mitbestimmen. Im Prinzip werde jeder angehalten, permanent Aufzeichnungen zum Verhalten der Kollegen anzufertigen, so die Forscher. Den Eindruck der Überwachung verstärke, dass Zalando teils in vollverglaste Räume umzog, mit ständig einsehbaren Arbeitsplätzen. “Ich finde Zonar unmöglich”, sagt ein Mitarbeiter. “Eigentlich sind es Stasi-Methoden.”

Zalando erklärt, es gebe ein berechtigtes Interesse des Arbeitgebers an Leistungskontrolle. Zonar werde nur im gesetzlich erlaubten Umfang genutzt. Die zitierten Arbeitnehmer seien nicht repräsentativ. Eine interne Umfrage zeige, dass 67 Prozent der Mitarbeiter Zalando als guten Arbeitgeber weiterempfehlen würden. Nur 13 Prozent erwägten einen Firmenwechsel. “Zonar ist kein Instrument der Kontrolle”, behauptet Personalchefin Arndt.

Es gibt auch Beschäftigte, die das System gut finden

Man findet auch Beschäftigte, die das System im Prinzip gutheißen. “Ich bekomme Feedback für meine Arbeit. Je besser es ist, desto besser ist meine Beurteilung”, erzählt einer am Telefon, nennen wir ihn Thomas Forster. “Das ist eine tolle Sache, wenn es die Firma gut lebt.” In der Realität sieht er aber gravierende Probleme: “Man beschützt seinen eigenen Bereich, statt zusammenzuarbeiten. Die Überwachung durch Zonar spielt dabei eine Rolle. Die Leute überlegen vor allem, wie wirke ich, statt an die Sache zu denken.”

Wie andere Beschäftigte führt Marianne Meier weitere Nachteile an: “Es soll alles anonym sein. Aber jeder redet darüber: Gib mir ein gutes Feedback, dann gebe ich dir auch eines. Wir bereden das mal beim Essen.” Sie sprach ein Manager an, der offiziell nicht wissen konnte, welches Feedback Meier abgegeben hatte. Chefs kungelten über ihr Wissen miteinander, um selbst gute Noten zu erhalten. Ein Weg, der normalen Mitarbeitern verwehrt bleibe.

Konsum und Handel Zalando will jetzt doch Frauen im Vorstand
Online-Versandhändler

Zalando will jetzt doch Frauen im Vorstand

Das Berliner Unternehmen möchte nicht mehr das bekannteste schlechte Beispiel für reine Männerwirtschaft sein. Bislang galt als Frauenquote für den Vorstand: Zielgröße Null.  Von Kathrin Werner

Die Bewertungen entscheiden über das Gehalt, zusammen mit einem Gremium. Indem jeder Stärken und Schwächen beurteile, lasse sich das Bild zum Nachteil von Angestellten auslegen, so die Forscher: “Zonar ist so angelegt, dass es die vom Management gewünschten Ergebnisse produziert.” Beschäftigte werden in drei Leistungsgruppen eingeteilt – aktuell heißen die auf Deutsch herausragend, stark und verbesserungsfähig. Die Forscher behaupten, Zalando halte die oberste Gruppe systematisch klein, in manchen Abteilungen seien es nur zwei bis drei Prozent. “Also, die höchste Stufe kann man eigentlich nicht erreichen”, sagt ein Mitarbeiter. Zonar kreiere eine Masse, deren Bezahlung stagniere, so Staab und Geschke. “Bei Zalando sind viele frustriert wegen der relativ niedrigen Löhne.” Zalando widerspricht, von einer Lohnbegrenzung durch Zonar könne überhaupt nicht die Rede sein. “Die durchschnittlichen Gehaltserhöhungen lagen 2018 und 2019 sehr deutlich über dem deutschen Mittel von 3,1 Prozent.”

Mitarbeiter schildern, wie Zalando das System teils durchsetze. “Ich war letztes Jahr Top-Performer und hab auch Prämien bekommen”, sagt einer in der Studie. Dann habe man ihn angesprochen. “,Entweder du setzt deinen Kollegen jetzt herab und gibst ihm ein negatives Feedback, sodass wir ihn als Low-Performer einstufen können. Oder du bist halt kein Top-Performer mehr.’ Es wurde nicht direkt so gesagt, aber die Worte waren ziemlich im Anschluss, nachdem ich gesagt habe: ‘Nee, ich möchte dieses Feedback nicht geben.’ Das halte ich für Erpressung.”

Zalando erklärt, man könne das nicht nachvollziehen. Mitarbeiter gäben sich untereinander generell eher positives Feedback.

Die Firma hat nach eigenen Angaben Konsequenzen aus Kritik gezogen

Marianne Meier kritisierte offen chaotische Entscheidungen. Nach ihrem Gefühl machte sie sich so bei mehreren Chefs unbeliebt, die sich dann absprachen. Es half ihr nichts, dass ihr die ganzen Kollegen gute Noten gaben. Sie wurde herabgestuft. Zalando erzeuge mit schmerzhaften Sanktionen ein Klima der Angst, so die Forscher. Bei Thomas Forster schüttete eine Kollegin ihr Herz aus. Ihr Chef picke aus den Bewertungen Dinge heraus, um sie loszuwerden.

Personalchefin Arndt zieht dagegen ein positives Fazit. “Wir glauben, dass wir den Mitarbeitern mit Zonar sehr entgegenkommen. Wir hören auf die Mitarbeiter und entwickeln Zonar kontinuierlich weiter.” Einiges, was die Forscher in der seit 2017 laufenden Studie beschreiben, wird demnach heute anders gehandhabt.

Wie sehr verbreiten sich Programme wie Zonar und verändern den Arbeitsalltag? Das ist eine Frage, die Millionen Beschäftigte bewegen dürfte. Es gibt Anzeichen, dass solche Programme im Trend liegen . Die New York Times enthüllte 2015 Praktiken bei Amazon USA. Demnach fühlten sich Führungskräfte durch ein Personalprogramm überwacht und angetrieben. Kollegen sahen sich über das “Anytime Feedback Tool” verpetzt. Es gab den Vorwurf, es werde Druck auf Kranke und “Minderleister” ausgeübt. “Zonar bündelt Dynamiken, die die Arbeitswelt prägen”, schreiben Staab und Geschke. “Online-Händler wie Amazon oder Zalando bilden die Vorhut.”

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Quelle: “Zonar”: So überwacht Zalando seine Mitarbeiter – Wirtschaft – SZ.de

Zalando kritisiert Vorwürfe zu Feedbacktool

Eine  Studie zweier Wissenschaftler der Humboldt Universität Berlin im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung brachte den Stein ins Rollen. Die Autoren hatten Zalando-Mitarbeiter zu deren Erfahrungen mit dem Feedback-Tool “Zonar” befragt. Der Onlinehändler hat das Programm als Teil seiner Talent-Management-Strategie eingeführt. Angestellte sollen sich gegenseitig bewerten und beurteilen. Das helfe Mitarbeitern wie Führungskräften, umfassendes Feedback zu Stärken und Schwächen einzuholen, so Zalando.

Die Studie rückt das Unternehmen in denkbar schlechtes Licht. Die Befragten sprechen von “Stasi-Methoden”, fühlen sich überwacht, verspüren enormen Leistungsdruck.

Belastbarkeit der Studie zu Zalando ist zweifelhaft

Die Süddeutschen Zeitung griff die Studie nun auf und zeichnete ein düsteres Bild. Es passt zu den Darstellungen des Onlinehandels, der immer wieder in der Kritik steht. “Die Zeit” und das Handelsblatt folgten der Meldung und legten nach. Kurze Zeit später veröffentliche Zalando eine Richtigstellung, die Zweifel an der Berichterstattung der drei großen Tageszeitungen lässt. Zu Recht weist das Unternehmen darauf hin, dass für die Studie lediglich zehn Mitarbeiter befragt wurden. Zum Vergleich: Bei Zalando verwenden nach eigenen Angaben rund 5.000 der 14.000 Angestellten “Zonar”. Von einer repräsentativen Studie kann damit keine Rede sein.

Es ist durchaus möglich, dass Mitarbeiter das Tool kritisch sehen und schlechte Erfahrungen damit gemacht haben. Nur lässt sich eine flächendeckende Überwachung auf Basis der Studiendaten keinesfalls belegen. Die Folgerungen, die aufgrund von Aussagen einzelner Mitarbeiter getroffen werden, sind somit bestenfalls Mutmaßungen. Es entsteht jedoch der Eindruck, als wären diese Tatsachen. Das ist fatal! Denn es stellt eine Berichterstattung infrage, die durchaus valide Kritikpunkte äußert.

Einige Kritikpunkte bleiben

Ein Feedbacktool kann enorm wertvoll sein. Es funktioniert allerdings selten ohne eine entsprechende Feedbackkultur. Zalando beteuert, auf eine solche Wert zu legen und diese zu pflegen. Ob der permanente Optimierungsdruck im Onlinehandel das überhaupt zulässt, bleibt indessen fraglich. Ebenso, ob die Mehrzahl der Mitarbeiter das Tool stützt. Und auch in puncto Vergütung lässt die Stellungnahme des Unternehmens Fragen offen. Studienteilnehmer kritisierten, dass die Entlohnung direkt oder indirekt an die Beurteilung geknüpft sei. Zalando räumt diesen Vorwurf nicht aus. Dabei weisen aktuelle Studien darauf hin, dass das Verknüpfen von Leistungsmanagement und Vergütung demotivierend auf die Mitarbeiter wirken kann (siehe Interview mit Prof. Dirk Sliwka: “Ein Bonus kann positive Effekte auch zerstören”).

So bleibt festzuhalten: Eine flächendeckende Überwachung lässt sich anhand der Studiendaten nicht belegen. Die Vorwürfe von SZ, Zeit und Handelsblatt sind damit vorschnell – nicht aber die Fragen, die sich daraus ergeben. Denn Feedbacktools sind immer ein sensibles Thema, das beim Datenschutz beginnt und mit der Unternehmenskultur endet.

Quelle: Zalando kritisiert Vorwürfe zu Feedbacktool | Personal | Haufe

BAG: Saisonarbeitsverhältnis eines Bademeisters

Wo im Sommer die Hölle los ist, herrscht im Winter gähnende Leere. In Saisonbetrieben wie Freibädern oder Biergärten ist der Betrieb je nach Jahreszeit vollkommen unterschiedlich. Aus diesem Grund ergänzen dort regelmäßig Saisonarbeiter die Stammbelegschaft. Nach gängiger BAG-Rechtsprechung dürfen deren Arbeitsverträge zulässig befristet werden, auch eine wiederholte Befristung ist möglich. In einem aktuellen Fall musste das BAG eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag eines Bademeisters rechtlich einordnen. Nach dieser durfte er für eine Gemeinde regelmäßig nur während der Badesaison eines jeden Jahres tätig werden.

Zulässige Befristung als Saisonarbeiter oder unbefristetes Arbeitsverhältnis?

Der Arbeitnehmer war ab Juli 2000 bei einer Gemeinde zunächst unbefristet in Vollzeit beschäftigt. Nach sechs Jahren kündigte die Gemeinde ihm das Arbeitsverhältnis. Gleichzeitig bot sie ihm an, zukünftig weiter als Saisonarbeiter zu arbeiten. In einem neuen Arbeitsvertrag legten die Parteien im April 2006 fest, dass der Gemeindemitarbeiter “als vollbeschäftigter Arbeitnehmer jeweils für die Saison vom 1. April bis 31. Oktober eines Kalenderjahres eingestellt” werde und “in dringenden Fällen … auf Anordnung des Arbeitgebers darüber hinaus Arbeit zu leisten” habe.

Tatsächliche Beschäftigung nur während der Badesaison

Seither wurde der Arbeitnehmer regelmäßig jedes Jahr nur in diesen Monaten beschäftigt und vergütet. Er war nahezu ausschließlich im Freibad der Gemeinde als Badeaufsicht tätig und mit der Reinigung und Pflege des Schwimmbads betraut. In der Saison 2016 stellte die Gemeinde unbefristet eine Fachkraft für Bäderbetriebe ein. Vor Gericht machte der Arbeitnehmer geltend, dass zwischen ihm und der Gemeinde ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bestehe.

Unbefristetes Arbeitsverhältnis oder wirksame Befristung als Saisonarbeiter?

Der Arbeitnehmer begehrte vor Gericht die Feststellung, dass sein Arbeitsverhältnis nicht durch Befristung Ende Oktober 2016 endete. Aus seiner Sicht fehle es für eine wirksame Befristung an einer konkreten Vereinbarung einer bestimmten Vertragsdauer. Zudem liege kein Sachgrund für eine Befristung vor: Ohne Endtermin für die Beschäftigung könne auch keine Bedarfsprognose im Sinne des Befristungsgrundes “vorübergehender Bedarf” gestellt werden. Der Mitarbeiter argumentierte weiter, dass es sich bei dem Arbeitgeber, der Gemeinde, auch nicht um einen Saisonbetrieb handele. Die Befristung halte sich außerdem nicht innerhalb der tarifvertraglich vorgesehenen Höchstbefristungsdauer von fünf Jahren.

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Quelle: BAG: Saisonarbeitsverhältnis eines Bademeisters | Personal | Haufe

JStG 2019: Änderung bei Sachbezügen und der 44-EUR-Grenze | Personal | Haufe

Anfang November hat der Bundestag das sogenannte Jahressteuergesetz 2019 beschlossen (  “Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften”). Bis zum Jahresende muss der Bundesrat noch zustimmen.

Der Bundesrat hatte eine klare gesetzliche Regelung zur Behandlung von Gutscheinen gefordert. Eine solche Neuregelung mit Wirkung ab 2020 ist im nun beschlossenen Gesetz enthalten. Damit endet eine längere Debatte: in einem Vorentwurf gab es eine recht scharfe Neuregelung, die dann im endgültigen Gesetzesentwurf nicht mehr enthalten war. Die jetzt getroffene Neuregelung ab 2020 ist eher moderat, bringt aber doch einige Änderungen mit sich.

Der Auslöser: geänderte Rechtsprechung zu Zusatzkrankenversicherungen

Auslöser der Debatte waren zwei Urteile des Bundesfinanzhofs (BFH, Urteile v. 7.6.2018, VI R 13/16 und 4.7.2018, VI R 16/17), in denen er seine Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug geändert beziehungsweise fortentwickelt hatte. In beiden Fällen ging es um die Behandlung von Zusatzkrankenversicherungen. Entscheidet sich der Arbeitgeber dafür, seinen Mitarbeitern unmittelbar Versicherungsschutz zu gewähren, liegt nach Auffassung des BFH begünstigter Sachlohn vor. Anders ist es hingegen, wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss zahlt unter der Bedingung, dass die Mitarbeiter eine eigene private Zusatzkrankenversicherung abschließen. Die Urteile sind inzwischen ohne weitere Verwaltungsanweisungen veröffentlicht und damit anwendbar. Ihre Auswirkung beschränkt sich aber im Wesentlichen auf vergleichbare Sachverhalte mit Versicherungen.

Rechtslage zu Sachbezügen bis Ende 2019 unverändert

Im Übrigen ist die Behandlung von Sachbezügen und die Abgrenzung zur Geldleistung bis Ende 2019 unverändert. Ob Barlohn oder Sachbezüge vorliegen, entscheidet sich danach, was der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber auf der Grundlage der arbeitsvertraglichen Vereinbarungen beanspruchen kann. Es kommt nicht darauf an, auf welche Art und Weise der Arbeitgeber den Anspruch erfüllt und seinen Mitarbeitern den zugesagten Vorteil verschafft (BFH, Urteile v. 11.11.2010, VI R 21/09, VI R 27/09 und VI R 41/10). Die Finanzverwaltung folgt dieser Rechtsprechung (H 8.1 Abs. 1-4 LStH). Können Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber nur eine “Sache” beanspruchen, ist es unerheblich, ob der Arbeitgeber zur Erfüllung dieses Anspruchs selbst tätig wird oder den Arbeitnehmern gestattet, auf seine Kosten die Sachen bei einem Dritten zu erwerben. Daher spielt es lohnsteuerlich keine Rolle, wenn der Arbeitnehmer selbst – und nicht der Arbeitgeber – Vertragspartner des die Leistung erbringenden Dritten ist.

Als Sachbezug gilt danach unter anderem:

  • eine Zahlung des Arbeitgebers, die mit der Auflage verbunden ist, den empfangenen Geldbetrag nur in bestimmter Weise zu verwenden,
  • ein durch den Arbeitgeber eingeräumtes Recht, bei einer Tankstelle zu tanken,
  • ein Gutschein über einen in Euro lautenden Höchstbetrag für Warenbezug.

In all diesen Fällen ist die 44-EUR-Grenze derzeit anwendbar.

Auch Geldkarten bisher begünstigt

Sachlohn, auf den die Freigrenze des § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG anzuwenden ist, liegt nach bisheriger Verwaltungsauffassung auch dann vor, wenn die Gutscheingewährung mittels sogenannter Guthabenkarten beziehungsweise Geldkarten erfolgt. In seinem Urteil hatte der BFH (BFH, Urteil v. 4.7.2018, VI R 16/17) jedoch in der Urteilsbegründung zwischen Gutscheinen und solchen Karten differenziert. Geldsurrogate, wie zum Beispiel Geldkarten, enthielten keine Leistungsverpflichtung und die Sachbezugseigenschaft sei zweifelhaft. Bis Ende 2019 bleibt die Verwaltung jedoch bei ihrer Auffassung.

Neuregelung ab 2020: Definition Begriff Geldleistung

Das ändert sich zumindest teilweise ab 2020. Die durch die Rechtsprechung entstandenen Unsicherheiten bei der Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug sollen durch die gesetzliche Regelung beseitigt werden. Sie hat daher das Ziel, den Begriff der Geldleistung in Abgrenzung zum Begriff des Sachbezugs klar zu definieren, um damit mehr Rechtssicherheit zu schaffen. Ob das wirklich gelingt, bleibt abzuwarten. Die Änderungen treten am 1. Januar 2020 in Kraft.

Mit dem nun beschlossenen Jahressteuergesetz wird die Sachbezugsregelung konkretisiert (§ 8 Abs. 1 Satz 2 EStG):

Zu den Einnahmen in Geld gehören auch zweckgebundene Geldleistungen, nachträgliche Kostenerstattungen, Geldsurrogate und andere Vorteile, die auf einen Geldbetrag lauten. 

Mit der neuen gesetzlichen Definition wird festgeschrieben, dass zweckgebundene Geldleistungen, nachträgliche Kostenerstattungen, Geldsurrogate und andere Vorteile, die auf einen Geldbetrag lauten, grundsätzlich keine Sachbezüge, sondern Geldleistungen sind.

Gutscheine und Geldkarten sind jedoch ein flexibles Mittel der Sachzuwendung im Rahmen der 44-EUR-Freigrenze und gerade in der heutigen digitalen Zeit bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern weit verbreitet. Daher wird eine Ausnahmeregelung in das Gesetz aufgenommen (§ 8 Abs. 1 Satz 3 EStG):

Satz 2 gilt nicht bei Gutscheinen und Geldkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen und die Kriterien des § 2 Absatz 1 Nummer 10 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes erfüllen.

Diese Regelung hat das Ziel, bestimmte zweckgebundene Gutscheine und Geldkarten, die nicht als Zahlungsdienste gelten, als Sachbezug zu belassen, damit die 44-EUR-Grenze anwendbar bleibt.

Hierzu sollen u.a. aufladbare Geschenkkarten für den Einzelhandel, Centergutscheine und “City-Cards” gehören. Solche Karten berechtigen, Waren oder Dienstleistungen vom Aussteller des Gutscheins bzw. bei einem begrenzten Kreis von Akzeptanzstellen zu beziehen.

Die Ausnahmeregelung soll jedoch regelmäßig nicht anzuwenden sein bei Geldkarten, die als Geldersatz im Rahmen unabhängiger Systeme des unbaren Zahlungsverkehrs eingesetzt werden können. Als Geldleistung zu behandeln sollen daher insbesondere bestimmte Geldkarten sein, die über eine Barauszahlungsfunktion oder über eine eigene IBAN verfügen, die für Überweisungen (z.B. PayPal) oder für den Erwerb von Devisen (z.B. Pfund, US-Dollar, Franken) verwendet sowie als generelles Zahlungsinstrument hinterlegt werden können. Solche Karten sind ab nächstem Jahr vom ersten Euro an steuerpflichtig.

Hinweis: zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn

Gutscheine und Geldkarten sollen im Übrigen ab 2020 nur noch dann unter die 44-EUR-Freigrenze fallen, wenn sie vom Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG). Der steuerliche Vorteil soll damit insbesondere im Rahmen von Gehaltsumwandlungen ausgeschlossen werden. Inwieweit dieser Teil der Neuregelung unter Berücksichtigung der neuesten Rechtsprechung zur Zusätzlichkeitsgrenze greift, bleibt abzuwarten (siehe Nettolohnoptimierung: Änderung der Rechtsprechung).

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Quelle: JStG 2019: Änderung bei Sachbezügen und der 44-EUR-Grenze | Personal | Haufe

Betriebliche Altersversorgung: Entlastung von Betriebsrenten

Die bisherige Doppelverbeitragung von Betriebsrenten gehört zu den größten Hemmnissen der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Das Bundeskabinett hat nun den Entwurf eines “Gesetzes zur Einführung eines Freibetrages in der gesetzlichen Krankenversicherung zur Förderung der betrieblichen Altersvorsorge” beschlossen. Damit sparen Pflichtversicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung etwa 300 EUR jährlich. Der Gesetzentwurf kann nun beraten werden. Eine Zustimmung des Bundesrats ist nicht erforderlich.

Betriebsrente: Einführung eines Freibetrages

Der Entwurf sieht vor, dass die bisherige Freigrenze im Jahr 2019 in Höhe von 155,75 EUR (2020: 159,25 EUR), die für alle Versorgungsbezüge gilt, um einen Freibetrag in gleicher Höhe nur für die Renten der betrieblichen Altersversorgung (Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds) ergänzt wird.

Erhält ein Pflichtversicherter der gesetzlichen Krankenversicherung eine Rente aus der betrieblichen Altersversorgung, die den Betrag von 155,75 EUR (2019) übersteigt, ist nach geltender Rechtslage der Gesamtbetrag zu verbeitragen. Darauf wird dann der volle Krankenversicherungsbeitrag in Höhe von 14,6 Prozent zuzüglich des kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes, des Pflegeversicherungsbeitrages in Höhe von 3,05 Prozent und ggf. des Kinderlosenzuschlages in Höhe von 0,25 Prozent erhoben.

Nach dem Gesetzentwurf soll ab 1. Januar 2020 nur noch der Betrag verbeitragt werden, der die dann geltende Grenze in Höhe von 159,25 EUR übersteigt. Da rund 60 Prozent der Betriebsrentner eine niedrigere Betriebsrente als 318 EUR im Monat bekommen, haben sie durch die Neuregelung weitaus geringere Krankenversicherungsbeiträge zu bezahlen.

Freibetrag gilt nur für die Krankenversicherungsbeiträge

Allerdings gilt dies nur hinsichtlich der zu zahlenden Krankenversicherungsbeiträge. Die Beiträge zur Pflegeversicherung sind weiterhin von dem Gesamtbetrag des Versorgungsbezugs zu entrichten.

Beispiel:

Ein in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversicherter Rentner, zwei Kinder, bezieht von seinem früheren Arbeitgeber eine monatliche Betriebsrente in Höhe von 300 EUR. Seine Krankenkasse erhebt einen Zusatzbeitrag in Höhe von 1 Prozent.

Ergebnis:

Bis zum 31. Dezember 2019 fallen monatlich Beiträge zur Krankenversicherung in Höhe von 46,80 EUR und Pflegeversicherungsbeiträge in Höhe von 9,15 EUR an, also insgesamt 55,95 EUR.

Vom 1. Januar 2020 an werden die Krankenversicherungsbeiträge nur noch von 140,75 EUR (= 300 EUR – 159,25 EUR) berechnet. Daraus resultiert ein monatlicher Krankenversicherungsbeitrag in Höhe von 21,96 EUR (= 140,75 EUR x [14,6 % + 1 %]). Zusammen mit dem unveränderten Pflegeversicherungsbeitrag ergibt sich ein monatlicher Gesamtbetrag in Höhe von 31,11 EUR (= 21,96 EUR + 9,15 EUR). Die monatliche Beitragsentlastung beträgt also 24,84 EUR (= 55,95 EUR – 31,11 EUR) und damit knapp 300 EUR im Jahr.

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Quelle: Betriebliche Altersversorgung: Entlastung von Betriebsrenten | Personal | Haufe

Arbeit: Wie Hobbys bei der Berufswahl helfen

Was will ich später werden? Für Jugendliche oft eine schwierige Frage. Die eigenen Hobbys können ein Ansatzpunkt sein, um darauf eine Antwort zu finden, erklärt die Bundesagentur für Arbeit auf ihrem Blog „planet-beruf.de”.

Hobbys als Hinweis für eigene Stärken: Wenn jemand jahrelang ein Instrument gelernt hat, spricht das für sein Durchhaltevermögen.

Denn Freizeitaktivitäten geben Hinweise darauf, welche Tätigkeiten man mit Spaß verfolgt – und zeigen, wo die eigenen Stärken oder Schwächen liegen.

Jugendliche, die in ihrer Freizeit am liebsten jede Minute an der frischen Luft und in Bewegung sind, ziehen womöglich körperliche Arbeit einem Bürojob vor. Wer Spaß daran hat, eine Jugendgruppe zu leiten oder andere zu trainieren, kann das als Hinweis für seine Teamfähigkeit sehen. Seit vielen Jahren ein Instrument zu erlernen, spricht mitunter für Durchhaltevermögen und Ausdauer.

Passende Hobbys lassen sich positiv in der Bewerbung verpacken. Aber: Nicht alle Freizeitaktivitäten eignen sich ohne Einschränkungen für den Lebenslauf, heißt es auf dem Blog. Ins Kino gehen oder mit Freunden treffen – diese Hobbys sagen zum Beispiel wenig über die Persönlichkeit aus.

Quelle: Arbeit: Wie Hobbys bei der Berufswahl helfen

Geschlechterrollen: Frauen in technischen Berufen weiter unterrepräsentiert 

Männer dominieren nach wie vor zahlreiche technische Berufe in Deutschland. Der Anteil von Frauen in vielen Branchen hat sich in den vergangenen Jahren kaum geändert, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. 2018 waren demnach 89 Prozent der Beschäftigten im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik und 85 Prozent der Informations- und Kommunikationstechniker Männer.

Seit 2012 stieg der Anteil der Frauen in IT-Berufen nur um zwei Prozentpunkte, wie die Behörde mitteilte. In der Maschinen- und Fahrzeugtechnik ging er sogar um einen Prozentpunkt zurück.

Zuletzt waren jedoch mehr Frauen bei der Polizei, Kriminaldiensten und im Gerichts- und Justizvollzug beschäftigt. Dort erhöhte sich der Frauenanteil von 2012 bis 2018 von 20 Prozent (59.000 Frauen) auf immerhin 24 Prozent (72.000 Frauen).

Besonders wenig Grundschullehrer

Eine sehr ungleiche Verteilung der Geschlechter gibt es auch an allgemeinbildenden Schulen, wo Frauen dominieren. Hier lagen sie vergangenes Jahr mit 73 Prozent vorn, während der Anteil an Männern seit 2012 um zwei Prozentpunkte auf 27 Prozent sank. Besonders gering ist der Männeranteil an Grundschullehrern. An Hochschulen stellten Männer vergangenes Jahr hingegen 58 Prozent der Lehrenden und Forschenden – etwas weniger als 2012.

Umgekehrt arbeiteten mehr Männer in Bereichen wie der Altenpflege. 2018 stieg der Anteil von Pflegern im Vergleich zu 2012 um zwei Punkte auf 16 Prozent. 110.000 Pflegern standen hier 583.000 Kolleginnen gegenüber.

Auch in der Kindertagesbetreuung waren mehr Männer beschäftigt, auch wenn ihr Anteil nach wie vor gering ist. Im März 2019 arbeiteten 42.200 Männer in Kitas oder als Tagesvater. Das waren 6,4 Prozent der Beschäftigten und war damit ein doppelt so hoher Anteil wie noch vor zehn Jahren, als es erst 13.500 Männer in diesen Berufen gab.

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Quelle: Geschlechterrollen: Frauen in technischen Berufen weiter unterrepräsentiert | ZEIT Arbeit

Gleitzeit: Wie man Gleitzeit klug regelt

Alle kommen und gehen, wann sie wollen: Dieses Szenario ist ein Traum für Mitarbeiter, doch für viele Chefs ein Alptraum. Eine Gleitzeit kann ein guter Kompromiss sein – wenn man sie klug regelt.

Stau auf der Autobahn, der Zug hat Verspätung und das Kind, das noch zur Kita gebracht werden muss, hatte partout keine Lust, sich anziehen zu lassen. Es gibt zig Gründe, warum es Mitarbeitern schwerfällt, pünktlich zur Arbeit zu kommen. Selbst wenn sie es auf den letzten Drücker noch schaffen, sind sie dann so gestresst, dass sie erst mal fünf Minuten brauchen, um sich zu sammeln. Diese Hetze bringt Stress und schlechte Laune – für alle im Unternehmen. Das Problem lässt sich jedoch leicht lösen – durch Einführung einer Gleitzeit. Wie aber funktioniert das Modell genau? Und worauf müssen Arbeitgeber dabei achten?

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Quelle: Gleitzeit: Wie man Gleitzeit klug regelt | impulse

Furcht vor Stellenabbau: IG Metall: 800 Osram-Mitarbeiter protestieren

Mehrere Hundert Osram-Mitarbeiter und Betriebsräte aus ganz Deutschland haben vor der Münchner Konzernzentrale des angeschlagenen Beleuchtungsherstellers gegen Stellenabbau protestiert. Die Industriegewerkschaft Metall verlangte ein Zukunftskonzept für die Entwicklung neuer Produkte.

«Damit haben die Belegschaften ein starkes Signal gesendet», sagte Klaus Abel, der stellvertretende Aufsichtsratschef und Unternehmensbeauftragte der IG Metall für Osram. Die Gewerkschaft zählte 800 Teilnehmer. Demonstriert wurde auch in Berlin, wo sich ein großer Standort des mehr als 110 Jahre alten Traditionsunternehmens befindet.

Nach Angaben der Gewerkschaft will Osram 800 seiner 5600 deutschen Arbeitsplätze abbauen, wofür es allerdings bislang keine offizielle Bestätigung des Vorstands gibt. Osram schreibt derzeit tiefrote Zahlen. Hauptgrund ist die gesunkene Nachfrage von Auto- und Smartphoneherstellern, den zwei wichtigsten Kundengruppen. Im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr summierten sich die Verluste auf annähernd eine halbe Milliarde Euro. Der österreichische Sensorhersteller AMS will Osram übernehmen. IG Metall und Betriebsräte fürchten, dass das die Zerschlagung bedeuten würde.

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Quelle: Furcht vor Stellenabbau: IG Metall: 800 Osram-Mitarbeiter protestieren | STERN.de

Best Case: Agile Personalentwicklung bei der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn hat ein neues System für Personalentwicklung und Performance Management entwickelt. Katrin Krömer erläutert die Methoden und deren Ziele.Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel – die Welt verändert sich rasant. Auch die Mobilitätsbranche wandelt sich von Grund auf. Das erfordert Anpassung. Unter dem Motto „Starke Schiene“ hat die Deutsche Bahn eine neue Strategie verabschiedet, um diese Transformation aktiv anzugehen. Diese soll vor allem dazu beitragen, dass Deutschland seine Klimaziele erreicht. Der Personalentwicklung kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Deshalb hat die Deutsche Bahn vor zwei Jahren damit begonnen, ihre Kerninstrumente neu aufzustellen. Besonders das neue, digital gestützte Performance Management soll die „Starke Schiene“ mit vorantreiben.

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Quelle: Best Case: Agile Personalentwicklung bei der Deutschen Bahn

7 Dinge, die Handwerker über ihren Wettbewerb wissen sollten

7 Dinge, die Handwerker über ihren Wettbewerb wissen sollten

Auf dem Markt sind Sie mit Ihrem Betrieb nicht alleine unterwegs. Da schadet es nicht, die Konkurrenz im Blick zu haben. Drei Unternehmensberater verraten, worauf Sie achten sollten.

INHALTSVERZEICHNIS

Auf einen Blick:

  • Märkte und Branchen entwickeln sich. Aber sind Sie im Vergleich zur Konkurrenz gut aufgestellt? Und haben Sie überhaupt Konkurrenz? Ein Blick auf den Wettbewerb gibt Ihnen Aufschluss.
  • Drei Unternehmensberater erläutern, was Sie deshalb idealerweise über Ihre Wettbewerber wissen sollten.
  • Ob Stärken und Schwächen des Wettbewerbs oder die allgemeine Branchenentwicklung – die Berater geben Tipps, welche Bereiche Sie im Blick haben sollten und warum Ihnen diese Informationen nützlich sein können.

Wettbewerb gehört zur Marktwirtschaft dazu. Mit Ihrem Betrieb wollen Sie Geld verdienen – genau das wollen andere auch. Im Wettbewerb um Kunden und Aufträge ist es daher gut, zu wissen, was die Konkurrenz macht. Doch welche Fragen sollten Sie sich stellen?

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Quelle: 7 Dinge, die Handwerker über ihren Wettbewerb wissen sollten

Kfz-Steuer: Für den Zoll ist dieser Sprinter ein Pkw!

Mehrarbeit für Betriebe und Zusatzkosten für Kunden: Dieser Handwerksmeister wehrt sich gegen die neuen Kfz-Steuer-Bescheide vom Zoll – zur Not mit dem Zollstock.

INHALTSVERZEICHNIS

Auf einen Blick:

  • Handwerksmeister Andreas Ließke soll für vier Nutzfahrzeuge 2.700 Euro Kfz-Steuer mehr zahlen, weil der Zoll sie als Pkw eingestuft hat.
  • Einspruch hat er schon eingelegt, jetzt müsste er noch nachweisen, dass auch große Wagen, wie sein neuer Mercedes Sprinter, wirklich keine Pkw sind.
  • Gegen den bürokratischen Aufwand und die Mehrkosten will sich Ließke wehren, notfalls vor Gericht „durch alle Instanzen“ und mit einer Online-Petition.

Andreas Ließke soll zahlen – rund 2.700 Euro Kfz-Steuer mehr als bisher für vier leichte Nutzfahrzeuge. Der Grund: Der Zoll hat seine Firmenwagen als Pkw eingestuft – auch den Vito Mixto und den sogar Mercedes Sprinter. Für den Schornsteinfegermeister aus dem niedersächsischen Kirchgellersen ist das „völlig unverständlich“. Alle vier Fahrzeuge hatte die Zulassungsstelle zuvor als Lkw zugelassen. „Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich die Wagen so nicht angeschafft.“

Worum es geht: So stuft der Zoll leichte Nutzfahrzeuge als Pkw ein

Die geänderten Kfz-Steuer-Bescheide erhielt Ließke, weil der Zoll seit 2019 auch solche Fahrzeuge steuerlich als Pkw einstufen kann, die von der Zulassungsstelle als Lkw zugelassen wurden. Der Zoll entscheidet dabei mittels einer Software nach der Zahl der möglichen Sitzplätze gemäß Zulassung. Eigentlich müsste er auch den Anteil der Ladefläche der Wagen berücksichtigen. Doch weil der nicht in der Zulassung steht, müssen die Fahrzeughalter nun beweisen, dass die Ladefläche mehr als die Hälfte der gesamten Nutzfläche des Fahrzeugs ausmacht.

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Quelle: Kfz-Steuer: Für den Zoll ist dieser Sprinter ein Pkw!

Arbeitszeit: Beschäftigte leisten im ersten Halbjahr fast eine Milliarde Überstunden

Arbeitnehmer in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2019 insgesamt rund 960 Millionen Überstunden geleistet – davon waren mit 490 Millionen mehr als die Hälfte unbezahlt. Das geht aus einer Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hervor. Zuerst hatten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) darüber berichtet, unter Berufung auf die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion.

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Die Daten zeigen, dass sich die Zahl der Überstunden im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten kaum verändert hat. Dafür ist der Unterschied zum Vorjahr deutlich: Im ersten Halbjahr 2018 waren es noch rund 1,1 Milliarden Überstunden.

Insgesamt wurden 2018 etwa 2,02 Milliarden Überstunden gezählt, 1,8 Prozent mehr als im Jahr davor. Damit waren 3,8 Prozent aller Arbeitsstunden von Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten Überstunden – das entspricht den Angaben zufolge rechnerisch rund 1,2 Millionen Vollzeitstellen. 1,04 Milliarden Überstunden waren den Angaben zufolge im vergangenen Jahr bezahlt, gut 980 Millionen Überstunden unbezahlt.

Arbeitnehmer im Homeoffice leisten deutlich mehr Überstunden

Arbeitnehmer, die zum Teil auch im Homeoffice arbeiten, leisten überproportional viele Überstunden. “Im Jahr 2017 leisteten Beschäftigte mit Homeoffice-Nutzung im Durchschnitt 5,6 Überstunden pro Woche, während Beschäftigte ohne Homeoffice-Nutzung im Durchschnitt 2,9 Überstunden pro Woche leisteten”, heißt es in der Ministeriumsantwort.

Linken-Arbeitsmarktexpertin Jessica Tatti forderte schärfere Regeln für Überstunden. Es sei “fahrlässig, dass die Überstunden mit jedem Jahr weiter ansteigen, ohne dass die Bundesregierung einen Anlass zum Handeln erkennt”, sagte Tatti den RND-Zeitungen. “Die Bundesregierung legt die Hände in den Schoß, während Arbeitgeber auf Kosten der Gesundheit ihrer Beschäftigten Milliardenbeträge einsparen, indem jede zweite Überstunde unbezahlt bleibt.” Dies sei “Lohndiebstahl”.

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Quelle: Arbeitszeit: Beschäftigte leisten im ersten Halbjahr fast eine Milliarde Überstunden – SPIEGEL ONLINE

Dienstplan-Apps: Wenn digitale Planungstools zur Waffe werden

Dienstplan-Apps sind praktisch und beheben so manches Kommunikationsproblem. Doch die digitalen Helfer haben auch Fallstricke. In manchen Branchen kann die Planung dadurch zur „Waffe“ werden.
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Wer im Schichtdienst arbeitet, kennt die Situation: Es bedarf vieler Absprachen, doch am Ende wird der Dienstplan kaum allen Wünschen gerecht. Verschärft wird das Problem durch immer flexiblere und vielfältigere Arbeitsmodelle, die den Abstimmungsbedarf steigen lassen.

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Anbietern, die Unternehmen Dienstplan-Apps zur Verfügung stellen. Sie heißen etwa Papershift, Shyftplan und Planday und sollen die moderne Arbeitsplangestaltung einfacher und schneller machen. Die digitalen Planungstools sind aber mit neuen Herausforderungen verbunden.

Dienstplan-Apps ermöglichen leichtere Kommunikation

Grundsätzlich können solche Apps vieles erleichtern, sagt der Arbeitspsychologe Gottfried Müller, der Unternehmen zur Arbeitszeitgestaltung berät. Insbesondere dann, wenn die Mitarbeiter aufgrund versetzter Schichten keine Möglichkeit haben, sich persönlich abzustimmen.

So ermöglichen etwa die digitalen Tauschbörsen der Apps den Kollegen, sich darüber abzustimmen, wer wem welchen Dienst abnimmt. Schichten können getauscht werden, ohne dass die Kommunikation im endlosen Telefon-Pingpong aus dem Ruder läuft.

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Quelle: Dienstplan-Apps: Wenn digitale Planungstools zur Waffe werden – WELT

Mitarbeiter in den USA: Für Tesla arbeiten, heißt schuften

Der Jubel war groß, als Tesla ankündigte, in Brandenburg eine Fabrik zu bauen. Wie aber werden die Arbeitsbedingungen aussehen? In den USA sind alle Versuche, eine Gewerkschaft zu gründen, bislang gescheitert.

Von Katharina Wilhelm, ARD-Studio Los Angeles

In Buffalo im US-Bundesstaat New York steht die “Gigafabrik 2” – eine große Halle, in der vor allem Module für Photovoltaikanlagen entstehen. Ende 2018 gab es Versuche der Stahlarbeitergewerkschaft “United Steelworkers Union”, sich dort zu organisieren. Robert Walsh, ein Mitarbeiter, sagte dem örtlichen TV-Sender: “Ich will hier Karriere machen, eine lange Zeit arbeiten, bis zur Rente. Wir bekommen aber zu wenig Geld für die Arbeit, die wir hier machen.”

Zwölf-Stunden-Schichten am Fließband, schlechte und unsicherere Arbeitsbedingungen, Stress. Das sind nur einige Punkte, die ehemalige Mitarbeiter dem Unternehmen vorwerfen.

Der Sender CNBC hatte im Juli aufgedeckt, dass Mitarbeiter in der kalifornischen Fabrik in Fremont unter schwierigen Bedingungen arbeiteten. Um die Produktionszahlen zu erreichen, wurde beispielsweise kurzerhand ein riesiges Zelt aufgebaut, in dem die Elektroautos gebaut wurden. Während der Feuersaison sei das Arbeiten in dem teils offenen Zelt aber unangenehm gewesen.

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Quelle: Mitarbeiter in den USA: Für Tesla arbeiten, heißt schuften | tagesschau.de

Nachbar bestiehlt Handwerker in der Mittagspause

Dass gutes Werkzeug gern unberechtigte Abnehmer findet, ist nichts Neues. Besonders frech war ein Dieb in Bremerhaven.

 

Wie dreist Werkzeugdiebe mitunter vorgehen, mussten jetzt drei Handwerker in Bremerhaven erleben. Die Männer legten nach einem arbeitsreichen Vormittag ihre verdiente Mittagspause im Lkw ein. Den Eingang des Mehrfamilienhauses, in dem ihre Baustelle war, konnten sie vom Auto aus im Blick behalten. Werkzeug und Maschinen ließen sie deshalb dort.

Die Polizei rät: Kennzeichnen Sie Ihr Werkzeug!

Handwerker werden immer wieder Opfer von Dieben, die teures Gerät und Maschinen aus dem Auto stehlen. So machen Sie es Kriminellen schwerer.

Doch als die drei Handwerker nach der Pause weiterarbeiten wollten, erlebten sie eine üble Überraschung: Mehrere Arbeitsgeräte waren verschwunden. Da aber niemand das Haus betreten oder verlassen hatte, lag der Verdacht nahe, dass einer der Hausbewohner lange Finger gemacht hatte.

Die eilig alarmierte Polizei durchsuchte die Keller des Mehrfamilienhauses – und wurde fündig. In einem abgeschlossenen Verschlag fanden sich die verschwundenen Maschinen. Der zugehörige Mieter gab sich ahnungslos. Doch das nützte ihm wenig: Die Polizei ermittelt jetzt wegen Diebstahls gegen ihn.

Quelle: Nachbar bestiehlt Handwerker in der Mittagspause

Bundesrat beschließt Aus für den gelben Schein

Bundesrat beschließt Aus für den gelben Schein

Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat das Bürokratieentlastungsgesetz abgesegnet. Eine der Folgen: Der gelbe Schein wird abgeschafft.

 

Die Zettelwirtschaft bei Krankmeldungen hat für Arbeitgeber bald ein Ende: Mit dem Bürokratieentlastungsgesetz (BEG III) hat der Bundesrat Anfang November das Aus für den gelben Schein beschlossen. Statt Krankmeldung auf Papier soll es von 2021 an eine elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung geben.

Bürokratieabbau: Wird der gelbe Schein abgeschafft?

Die Bürokratie bremst viele Handwerksbetriebe aus. In diesen Punkten will die Große Koalition für Entlastung sorgen. Doch was bedeutet das konkret für Arbeitgeber? Auf Abruf werden sie künftig von den Krankenkassen über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit von gesetzlich versicherten Arbeitnehmern informiert, teilt die Länderkammer mit.
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Quelle: Bundesrat beschließt Aus für den gelben Schein

Morgenroutine hilft Ihnen und Ihrem Betrieb

Morgenroutine ist wichtig: Sie arbeiten entspannter und produktiver. Wie so eine Routine aussehen könnte, verrät handwerk.com-Autor Klaus Steinseifer.

Auf einen Blick:

  • Morgenroutine hilft dabei, entspannt in den Tag zu starten und dadurch die eigenen Ziele effizienter zu verfolgen.
  • Wer sich stattdessen treiben und hetzen lässt, verbrennt viel Zeit damit, immer nur kurzfristig die drängendsten Probleme zu lösen.
  • Störungen wird es auch in der Morgenroutine geben – doch das ist kein Problem, denn gerade die Routine schafft Luft, um Störungen zu bewältigen.

Wie gestalten Sie Ihren Morgen? Ich sage es gleich: Sie können sich Zeit nehmen und kommen voran – oder Sie hetzen sich ab und drehen sich nur im Kreis.

Morgenroutine – oder blankes Chaos?

Gehört zu Ihrer Morgenroutine genügend Zeit für ein Frühstück und einen entspannten Weg ins Büro? Ist Ihre Morgenroutine sinnvoller Weise so, dass Sie vor Ihrem Team im Unternehmen sind? Dass Sie sich Ihre am Vorabend geplanten und priorisierten Aufgaben anschauen und in aller Ruhe die ersten erledigen können?

Oder hetzen Sie ohne jegliche Morgenroutine in Ihr Unternehmen? Wartet Ihr Team schon auf Sie, denn nichts ist vorbereitet, keiner weiß, was er machen soll und wo er hin soll? Stürzt alles auf Sie ein, will jeder etwas von Ihnen? Sie selbst sind gar nicht auf dem Laufenden, müssen Unterlagen suchen, um Ihre Mitarbeiter zu informieren?

Ein Tag, der so beginnt, ist schon zum Tode verurteilt. Denn besser wird es nicht. Es folgt nur noch immer mehr Chaos, durch das Sie sich mühsam hindurchkämpfen, ohne jemals wirklich voranzukommen.

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Quelle: Morgenroutine hilft Ihnen und Ihrem Betrieb

Krankenrückkehrgespräche – das sollten Sie wissen

Echte Sorge oder bloße Kündigungsvorbereitung? Arbeitgeber interessieren sich häufig für die Krankheitsursachen der Belegschaft – und laden nach erfolgter Genesung gern zum Krankenrückkehrgespräch. Aber was darf dort besprochen werden? Und müssen Beschäftigte einer solchen Einladung überhaupt folgen? Lesen Sie es in »Arbeitsschutz und Mitbestimmung« 11/2019.

Krankenrückkehrgespräche werden meist unmittelbar nach der Erkrankung eines Mitarbeiters geführt. Der Arbeitgeber möchte im Gespräch die Gründe für die Fehltage in Erfahrung bringen.

Solche Gespräche dürfen nicht mit BEM-Gesprächen verwechselt werden. Im Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) geht es darum, Beschäftigten zu schützen und die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen. Krankenrückkehrgespräche verfolgen in der Regel für die Arbeitnehmer negative Ziele, wie z.B. die Vorbereitung einer krankheitsbedingten Kündigung.

Inhalte und Grenzen der Gespräche

Dennoch gelten sie weitestgehend als zulässig. Der Arbeitgeber kann die Durchführung eines solchen Gespräches verlangen aufgrund des ihm zustehenden Direktionsrechts (§ 106 GewO). Arbeitnehmer müssen der Einladung zum Gespräch also grundsätzlich folgen. Oft sorgt die Angst um den Arbeitsplatz dann dafür, dass Arbeitnehmer im Gespräche auch unzulässige Fragen beantworten und z. B. Diagnosen mitteilen.

Und der Betriebsrat?

Daher verwundert es nicht, dass Krankenrückkehrgespräche sowohl von Beschäftigten als auch von den Interessenvertretern kritisch gesehen werden – häufig auch zu Recht.

Aber die Durchführung von formalisierten Krankenrückkehrgesprächen unterliegt der Mitbestimmung des Betriebsrats. Betriebsräte müssen sich daher überlegen, ob sie in Ihrem Betrieb die vom Arbeitgeber gewünschte Einführung von Krankenrückkehrgesprächen generell boykottieren oder in einer Betriebsvereinbarung möglichst arbeitnehmerschützend gestalten.

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Quelle: Krankenrückkehrgespräche – das sollten Sie wissen

1.500 € Schadensersatz wegen unzulässiger Videoüberwachung

Die Überwachung der Mitarbeiter unterliegt engen Grenzen. Will der Arbeitgeber seine Angestellten per Videokamera filmen, braucht er einen triftigen Grund. Ohne einen solchen können die Beschäftigten Schadensersatz verlangen – so das LAG Mecklenburg-Vorpommern.

Es geht um den allgemeinen Schadenersatzanspruch nach § 823 BGB wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch unzulässige Videoüberwachung.

Das war der Fall

Ein Mitarbeiter einer Tankstelle beendet sein Arbeitsverhältnis. Er fühlt sich durch die massive Videoüberwachung in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt. Dabei stören ihn weniger die sichtbaren Kameras im öffentlichen Bereich (Zapfsäulen, Verkaufsraum), die vor allem auf die Abwehr von Straftaten Außenstehender zielen. Vielmehr fühlt er sich durch die versteckten Kameras im Kassen- und im Lagerbereich beeinträchtigt, die nach seiner Einschätzung ausschließlich auf ihn und die Kollegen als Arbeitnehmer der Tankstelle abzielen.

Das sagt das Gericht

Das LAG gibt dem Angestellten Recht und spricht ihm Geldentschädigung zu. Durch die Installation der versteckten Kameras im Flur- und Lagerbereich hat der Arbeitgeber die Persönlichkeitsrechte des Angestellten verletzt. Daher besteht ein Anspruch nach § 823 BGB. Wegen der nur kurzen Dauer des Beschäftigungsverhältnisses hält das Gericht einen Schadenersatz in Höhe von 1.500 Euro für gerechtfertigt.

Eine unfreiwillige Videoüberwachung braucht der Arbeitnehmer nicht hinzunehmen. Es gehört zum Persönlichkeitsrecht jedes Beschäftigten, dass dieser bestimmen kann, ob er abgefilmt wird oder nicht. Nur im Ausnahmefall sind Film- oder Videoaufnahmen durch den Arbeitgeber zulässig. Diese Ausnahmefälle, die eine Persönlichkeitsverletzung rechtfertigen, sind im Beschäftigtendatenschutzgesetz (BDSG) geregelt. Es gilt das »Verbot mit Erlaubnisvorbehalt«.

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Quelle: 1.500 € Schadensersatz wegen unzulässiger Videoüberwachung

9 von 10 Beschäftigten bekommen Weihnachtsgeld

Fast neun von zehn Beschäftigte in Deutschland dürfen sich in diesem Jahr über Weihnachtsgeld freuen – sofern ihr Arbeitsverhältnis einem Tarifvertrag unterliegt. Das ist immerhin bei nahezu der Hälfte aller Arbeitnehmer der Fall.

Im Schnitt beträgt das Weihnachtsgeld 2.632 Euro brutto, 1,9 Prozent mehr als im 2018. Trotz des Anstiegs gibt es immer noch deutliche Unterschiede zwischen Branchen und Regionen: In erhalten Tarifbeschäftigte 2.644 Euro und damit 3,8 Prozent mehr als Beschäftigte im Osten des Landes, wo im Schnitt 2.547 Euro gezahlt werden.

Große Unterschiede zwischen Wirtschaftszweigen

Am besten zahlen die Rundfunkveranstalter mit 5.274 Euro, gefolgt vom Bereich Energieversorgung mit 4.923 Euro. Das niedrigste Weihnachtsgeld erhalten die Tarifbeschäftigten bei Leih- und Zeitarbeitsfirmen – diese müssen sich mit durchschnittlich 318 Euro zufriedengeben. Nicht viel besser sieht es in der Landwirtschaft aus: Hier hat das Statistische Bundesamt knapp 500 Euro ermittelt. Die Statistiker haben alle Zahlungen berücksichtigt, im November oder Dezember ausgezahlt werden.

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Quelle: 9 von 10 Beschäftigten bekommen Weihnachtsgeld

60 Jahre geplant und gebaut. Endlich fertig!Das gibt`s wohl nur in Deutschland.

In Borgholzhausen wird am Montag (18.11.2019) der letzte Abschnitt der A33 eröffnet. Fast 60 Jahre wurde die Autobahn geplant und gebaut. Damit ist es wohl eines der längsten Straßenbauprojekte Deutschlands.

Streit um Autobahnbau

Das Wort “umstritten” beschreibt kaum, wie Jahrzehnte lang um die Autobahn gerungen wurde. Wo wird sie gebaut? Wann? Wie groß? Sollte sie überhaupt gebaut werden? Umweltschützer kämpften gegen Politik und Wirtschaft, Freunde und Familien zerstritten sich – Anwohner der Bundesstraße 68 forderten sie vehement.

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Quelle: Lückenschluss der A33 im Kreis Gütersloh – Westfalen-Lippe – Nachrichten – WDR

McDonald’s: Affären in der Firma können folgenschwer sein

Paare, die sich am Arbeitsplatz kennen- und lieben gelernt haben, werden oft in einem romantischen Licht gesehen – Bill und Melinda Gates etwa oder auch Michelle und Barack Obama. Aber wenn zwei Firmenangehörige mit einer unterschiedlichen Machtposition eine Affäre haben, kann das folgenschwer sein, insbesondere in der #MeToo-Ära.

McDonald’s Vorstandschef Steve Easterbrook hat das just auf die harte Tour erfahren: Er verlor seinen Job wegen einer Beziehung mit einer ihm untergeordneten Person. Mit der Affäre verstieß er gegen interne Vorschriften – was auch Topmanagern in anderen US-Firmen leicht passieren könnte, wenn sie derartige Beziehungen eingehen.

Denn immer mehr Unternehmen im Land haben spezielle Richtlinien, was solche Fälle betrifft. Es ist ein Trend, der schon einsetzte, bevor die #MeToo-Bewegung das Problem sexuellen Fehlverhaltens von Menschen in Machtpositionen in den Brennpunkt rückte. Aber er hat sich seitdem noch deutlich verstärkt, und viele Firmen lassen dabei keine Grauzonen zu: Sie untersagen ihren Spitzenleuten Beziehungen mit Untergebenen ohne jedes Wenn und Aber.

Quelle: McDonald’s: Affären in der Firma können folgenschwer sein

Sachbezugswerte 2020 stehen fest

Die amtlichen Sachbezugswerte werden jährlich an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst.

Sachbezüge 2020: Die Werte

Im Jahr 2020 wird der Monatswert für Verpflegung 258 Euro betragen. Der Monatswert für Unterkunft und Miete wird auf 235 Euro festgelegt.

Sachbezugswerte 2020: Verbraucherpreisindex maßgeblich

Für die Sachbezüge 2020 ist der Verbraucherpreisindex im Zeitraum von Juni 2018 bis Juni 2019 maßgeblich. Der Verbraucherpreisindex für Verpflegung ist um 2,8 % gestiegen. Der Verbraucherpreisindex für Unterkunft oder Mieten stieg um 1,8 %.

Sachbezug Verpflegung 2020

Der Monatswert für Verpflegung wird ab 1.1.2020 auf 258 Euro angehoben. Damit sind für verbilligte oder unentgeltliche Mahlzeiten

  • für ein Frühstück 1,80 Euro
  • für ein Mittag- oder Abendessen 3,40 Euro

anzusetzen.

Sachbezug Unterkunft 2020

Ab 1.1.2020 wird der Wert für Unterkunft oder Mieten 235 Euro betragen. Der Wert der Unterkunft kann auch mit dem ortsüblichen Mietpreis bewertet werden, wenn der Tabellenwert nach Lage des Einzelfalls unbillig wäre (§ 2 Abs. 3 der SvEV). Kalendertäglich beträgt der Wert ab dem 1.1.2020 7,83 Euro.

Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung 2020

Die Sachbezugswerte werden jährlich durch eine Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) angepasst, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erlassen wird. Der Bundesrat hat der Verordnung am 8.11.2019 zustimmen.

Neue Sachbezugswerte 2020 sind ab 1. Januar anzusetzen

Die Sachbezugswerte 2020 sind bereits ab dem ersten Abrechnungsmonat des Jahres 2020 maßgeblich, da die geänderte SvEV am 1.1.2020 in Kraft tritt. Sachbezüge sind 2020 in Höhe der neu festgesetzten Werte einheitlich sowohl steuer- als auch beitragspflichtig in der Sozialversicherung.

Sachbezugswerte 2020: Tabelle

Eine Übersicht der Sachbezugswerte 2020 können Sie hier kostenfrei downloaden.

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Quelle: Sachbezugswerte 2020 stehen fest | Personal | Haufe

Weihnachtsgeld: Wer bekommt wie viel?

Aus Daten des Statistischen Bundesamts, die aus aktuellen Tarifverträgen zusammengetragen wurden, geht hervor, dass 2019 86,9 Prozent der Tarifbeschäftigten in Deutschland Weihnachtsgeld erhalten. Dabei kommen alle Sonderzahlungen im November und Dezember zur Geltung. Im Jahr 2018 waren es mit 86,6 Prozent noch etwas weniger Tarifbeschäftigte, die Weihnachtsgeld bekamen.

Durchschnittliches Weihnachtsgeld zeigt große Branchenunterschiede

Durchschnittlich liegt die Summe 2019 bei 2.632 Euro brutto. In der Energieversorgung erhalten 99,9 Prozent der Beschäftigten durchschnittlich 4.923 Euro Weihnachtsgeld. Im Bereich Erziehung und Unterricht sind es mit 2.978 Euro und 82,6 Prozent der Beschäftigten schon deutlich weniger. Am geringsten ist der Betrag mit 1.034 Euro im Gastgewerbe. Allerdings erhalten diese Summe 92,7 Prozent der Tarifbeschäftigten, wie die Grafik von Statista zeigt. Insgesamt werden heute in Westdeutschland noch 56 Prozent der Beschäftigten nach Tarif bezahlt, im Osten des Landes sind es 45 Prozent. Der Anteil der Betriebe mit Tarifbindung in Gesamtdeutschland sank von 48 Prozent im Jahr 2000 auf 29 Prozent im Jahr 2018.

Weihnachtsgeld: Ohne Tarifvertrag seltener

Wer wie viel Weihnachtsgeld bekommt, hat das WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung im Jahr 2018 mit einer Online-Befragung auf ihrem Internetportal www.lohnspiegel.de ermittelt. Mehr als 90.000 Beschäftigte hatten sich zwischen Oktober 2017 und Oktober 2018 an der Befragung beteiligt. Laut Umfrage lag der Anteil unter Tarifbeschäftigten, die 2018 Weihnachtsgeld bekamen, bei 77 Prozent.

In Betrieben ohne Tarifvertrag waren es 2018 laut WSI-Tarifarchiv hingegen nur 42 Prozent, die sich über Weihnachtsgeld freuen konnten. Im Jahr 2017 waren es unter den Beschäftigten ohne Tarifvertrag noch 44 Prozent. “Hinzu kommt”, so der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Prof. Dr. Thorsten Schulten, “dass in tarifgebundenen Betrieben die Beschäftigten in der Regel durch den Tarifvertrag einen rechtlichen Anspruch auf Weihnachtgeld haben. In nicht-tarifgebundenen Betrieben wird das Weihnachtsgeld hingegen oft nur als freiwillige Zahlung geleistet, die vom Unternehmen wieder eingestellt werden kann.”

Zahlen und Fakten zum Weihnachtsgeld in Ost und West

Aus der Online-Befragung 2018 des WSI-Tarifarchivs ging auch hervor: Es gibt Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. In Westdeutschland bekamen laut WSI-Tarifarchiv 56 Prozent, in Ostdeutschland nur 42 Prozent aller Beschäftigten Weihnachtsgeld. Der Blick in die Tarifverträge zeigte aber, dass unter Tarifbeschäftigten insgesamt eine Angleichung stattgefunden hat: Im Frühjahr 2018 konnte beispielsweise die Gewerkschaft IG Bau eine Einführung eines Weihnachtsgeldes für Beschäftigte im Bauhauptgewerbe im ostdeutschen Bundesgebiet durchzusetzen. Die Daten des statistischen Bundesamtes zeigten: Weder die durchschnittliche Höhe, noch der Anteil der Beschäftigten, die Anspruch auf tarifliches Weihnachtsgeld haben, unterscheidet sich wesentlich.

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Quelle: Weihnachtsgeld: Wer bekommt wie viel? | Personal | Haufe

Mitarbeiterfotos: Was Arbeitgeber beachten müssen | Personal | Haufe

Die jährliche Weihnachtsfeier im Unternehmen, das Weihnachtsessen mit der Abteilung oder Glühweintrinken mit Kollegen: In der Adventszeit gibt es regelmäßig viele Firmenevents. Häufig werden bei diesen Veranstaltungen Fotos oder Filmaufnahmen von Mitarbeitern gemacht. Unternehmen nutzen diese im Anschluss gerne zu Werbe- und Imagezwecken für die eigene Homepage oder auf Social Media Plattformen. Ohne rechtliche Grundlage ist dies jedoch nicht ohne weiteres möglich. Was ist rechtlich für das Veröffentlichen von Mitarbeiterfotos zu beachten?

Einwilligung in Veröffentlichung von Mitarbeiterfotos

Bei der Beurteilung dieser Frage waren bislang vor allem die Voraussetzungen des Kunsturhebergesetz (KUG) entscheidend. Danach dürfen Bildnisse grundsätzlich nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Abgesehen von den Ausnahmen des § 23 KUG benötigt der Arbeitgeber eine Einwilligung für die Veröffentlichung von Fotoaufnahmen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat hier eigene Grundsätze entwickelt, nach denen die Einwilligung des Arbeitnehmers zur Veröffentlichung seines Fotos schriftlich erfolgen muss.

Verwendung von Mitarbeiterfotos: Datenschutz beachten

Bei Foto- oder Videoaufnahmen von Mitarbeitern im Unternehmenskontext handelt es sich nach allgemeiner Auffassung auch um personenbezogene Daten. Ob durch die neue DSGVO möglicherweise die Vorschriften des KUG überlagert werden, wird seit deren Geltung diskutiert. Arbeitgeber sollten daher nunmehr Mitarbeiterfotos nur noch unter Einhaltung der strengeren datenschutzrechtlichen Voraussetzungen veröffentlichen. Auch hier gilt gemäß Art. 6 DSGVO ein sogenannter Erlaubnisvorbehalt. Arbeitgeber benötigen grundsätzlich eine Einwilligung, außer wenn das berechtigte Interesse des Arbeitgebers gemäß Art. 6 Abs. 1 DSGVO überwiegt. Dies beurteilt sich weiter inzident nach den Voraussetzungen von § 23 KUG, wobei beispielsweise keine Einwilligung nötig ist, wenn Personen auf einem Foto nur als Beiwerk erscheinen.

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Quelle: Mitarbeiterfotos: Was Arbeitgeber beachten müssen | Personal | Haufe

Der Postillon: Süßigkeitenhersteller nennt Adventskalender “Jahresendüberraschungstürchen”, damit AfD-Politiker gratis dafür Werbung machen

Leinfelden-Echterdingen (dpo) – Clever! Mit einem simplen Trick will sich der Süßwarenhersteller Schleck GmbH aus Leinfelden-Echterdingen das Werbebudget für seinen neuen Schokoladen-Adventskalender sparen: Wie die Firmenleitung gegenüber dem Postillon bestätigte, habe man den Kalender “Jahresendüberraschungstürchen” genannt, damit AfD-Politiker in den sozialen Netzwerken kostenlos Werbung für ihn machen.
“Wir sind nur ein kleiner Süßigkeitenhersteller und haben entsprechend auch nicht viel Geld, das wir in Werbung investieren können”, erklärt Marketing-Chefin Kathrin Bechold. “Die einzige Chance, unser Produkt wirklich bekannt zu machen, besteht für uns darin, die Medienmacht von AfD-Politikern und ihren Anhängern zu nutzen.”
Der Name “Jahresendüberraschungstürchen” sei bewusst gewählt, um zu provozieren. “Unsere Marktforschung ergab, dass diese Wortkombination AfD-Anhänger, Nazis und Patrioten besonders verlässlich zur Weißglut treibt.” Zusätzlich habe man sich dafür entschieden, einen Weihnachtsmann mit dunkler Hautfarbe abzubilden.
Nun hofft die Firma aus Baden-Württemberg auf einen veritablen Shitstorm. Und tatsächlich: Erste Bilder der “Jahresendüberraschungstürchen” kursieren bereits in den sozialen Netzwerken.
“Was sol das!??!! Kniefall vor dem Islan!!!! Und warum ist der Weinachtmann ein Neger!?”, schreibt etwa ein Administrator der Facebook-Gruppe “Deutsche Patrioten Düsseldorf”. Und der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner echauffiert sich.

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Quelle: Der Postillon: Süßigkeitenhersteller nennt Adventskalender “Jahresendüberraschungstürchen”, damit AfD-Politiker gratis dafür Werbung machen

Der Postillon: Schlagstöcke und Pyrotechnik sichergestellt: Polizei löst unerlaubte Kinderdemo auf

Köln (Archiv) – Dem beherzten Eingreifen einer Hundertschaft der Kölner Polizei ist es zu verdanken, dass am Montag eine nicht angemeldete Demonstration in Köln-Bickendorf innerhalb weniger Minuten aufgelöst werden konnte. Bei den Beteiligten wurden Dutzende Schlagstöcke sowie Pyrotechnik in großem Umfang sichergestellt.
Nach Angaben der Polizei nahmen rund 50 Minderjährige im Alter zwischen drei und sechs Jahren an der Kundgebung teil. Augenzeugen berichten, dass die Beteiligten lautstark Sprüche wie “Sankt Martin, Sankt Martin” und “Rabimmel, rabammel, rabumm, bumm bumm!” skandierten und dabei Schlagstöcke vor sich hertrugen, an denen Brandsätze befestigt waren.

Wasserwerfer gegen Pyrotechnik: Kölner Polizei beim Einsatz

Ob es sich bei den Demonstranten, die sich als Besucher der Kindertagesstätte “Blaue Zwerge” ausgaben, um Mitglieder eines extremistischen Bündnisses handelt, wird derzeit noch geprüft. Die 43-jährige Leiterin der Gruppe wurde festgenommen und sitzt derzeit noch in Untersuchungshaft.
Ein weiterer Mann auf einem Pferd, der die Demonstration anzuführen schien, konnte sich in vollem Galopp dem Zugriff durch die Beamten entziehen. Er verlor auf der Flucht einen halben Mantel. Nach ihm wird gefahndet.
Wie die Polizei mitteilte, werden zudem mehrere Dutzend von den Demonstranten mitgeführte Kekse auf Drogen untersucht; das Ergebnis steht noch aus. Da mehrere Beamte von widerspenstigen Kindern gekratzt und laut Polizeibericht teilweise fies ans Schienbein getreten wurden, ergingen insgesamt 32 Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. 17 Polizisten wurden krankgeschrieben.

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Altersvorsorge: Krankenkassenbeiträge für Betriebsrente sollen sinken | ZEIT ONLINE

Wer Betriebsrente bezieht, soll vom kommenden Jahr deutlich weniger Beiträge für die Krankenkasse zahlen müssen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) legte dafür eine Gesetzesformulierung vor, wie ein Ministeriumssprecher mitteilte. Damit werde der Grundsatzbeschluss des Koalitionsausschusses vom Sonntag zur sogenannten Doppelverbeitragung umgesetzt. Zuerst hatte die Neue Osnabrücker Zeitung darüber berichtet. Demnach sollen Betriebsrentner jährlich rund 300 Euro einsparen können.

Derzeit müssen Betriebsrentnerinnen und -rentner auf ihre Altersbezüge den vollen Beitragssatz von 14,6 Prozent an die Krankenkasse zahlen – also sowohl den Arbeitnehmer- als auch den Arbeitgeberanteil. Bislang gibt es nur eine Freigrenze von 155,75 Euro. Wer mehr Betriebsrente bekommt, musste auf die komplette Betriebsrente den kompletten Beitrag zahlen.

Künftig soll laut dem Spahn-Entwurf nun ein Freibetrag von 159 Euro gelten. Erst ab dieser Höhe werden dann überhaupt Beiträge auf die Betriebsrente fällig, wie es in Regierungskreisen hieß. Da bei 60 Prozent der Betriebsrentner die Bezüge unter 318 Euro liegen, sollen diese künftig nur noch maximal den halben Beitragssatz zahlen müssen. Die weiteren 40 Prozent sollen durch den Freibetrag spürbar entlastet werden. Der gesetzlichen Krankenversicherung entgehen dadurch 1,2 Milliarden Euro jährlich.

Profitieren würden alle Betriebsrentner, sagte Spahn der Zeitung: “Das Drittel der Betriebsrentner mit kleinen Betriebsrenten zahlt gar keinen Beitrag, ein weiteres Drittel zahlt maximal den halben Beitrag, und das gute Drittel mit höheren Betriebsrenten wird auch spürbar entlastet.”

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Weihnachtsgeld: Sonderzahlung nur für eine Hälfte 

Viele Arbeitnehmer in Deutschland erhalten mit dem Novembergehalt auch eine teils üppige Sonderzahlung. Doch längst nicht jeder erhält dieses Weihnachtsgeld. Einer Befragung der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung zufolge profitiert nur gut die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland davon.

Das Statistische Bundesamt hatte auf einer anderen Datengrundlage vor einigen Tagen dagegen berichtet, dass unter den Tarifbeschäftigten fast 87 Prozent Weihnachtsgeld erhielten – in diesem Jahr durchschnittlich 2632 Euro. Nach den aktuellen Daten des WSI-Internetportals “Lohnspiegel.de” der Böckler-Stiftung bekommen indes nur 76 Prozent der Tarifbeschäftigten – und 42 Prozent der übrigen Arbeitnehmer die begehrte Sonderzahlung. In der Gesamtheit sind es demnach dann 53 Prozent, die mit einem Weihnachtsgeld rechnen können.

Für die Frage, ob Arbeitnehmer Weihnachtsgeld erhalten, sind mehrere Faktoren entscheidend. “Am höchsten stehen die Chancen auf ein Weihnachtsgeld, wenn das Unternehmen an einen Tarifvertrag gebunden ist”, berichtet der Leiter des WSI-Tarifarchivs der Stiftung, Thorsten Schulten.

Weihnachtsgeld: Härterer Anspruch als Gewinnbeteiligung

Tarifverträge gelten längst nicht für alle Arbeitnehmer. Arbeitsmarktforscher sehen seit Jahren eine “schleichende Erosion” der Tarifbindung. Nach jüngsten Daten des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) arbeiteten im vergangenen Jahr 46 Prozent der Beschäftigten in Betrieben mit einem Branchentarif. Seit 1996 ist der Anteil den Angaben zufolge damit bundesweit um 21 Prozentpunkte gesunken. Daneben gibt es noch Firmen- und Haustarifverträge für rund 8 Prozent der Beschäftigten.

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Quelle: Weihnachtsgeld: Sonderzahlung laut Hans-Böckler-Stiftung nur für eine Hälfte – SPIEGEL ONLINE

Sucht bei Mitarbeitern – was Führungskräfte tun können | Personal | Haufe

Haufe Online-Redaktion: Eine aktuelle Studie der Dekra zeigt, dass in vielen Unternehmen Alkoholmissbrauch ein absolutes Tabuthema ist. Das ist sicherlich nicht der richtige Weg. Was können Vorgesetzte tun?

Werner Fürstenberg: Es ist leider tatsächlich so: Hat ein Mitarbeiter ein Alkoholproblem, spricht in den meisten Fällen schon das ganze Umfeld, inklusive der Führungskräfte und Kollegen hinter seinem Rücken darüber – es besteht aber eine sehr hohe Unsicherheit, den Mitarbeiter direkt darauf anzusprechen. Dabei ist genau das bei Sucht sehr wichtig.

“Den Mitarbeiter klar, aber respektvoll mit dem Verdacht konfrontieren”

Haufe Online-Redaktion: Aber wie sollte man vorgehen?

Fürstenberg: In vielen Unternehmen bestehen bereits Betriebsvereinbarungen oder andere Vereinbarungen zur Vorprävention, an deren Vorgehensweise man sich in solchen Fällen halten kann. Grundsätzlich ist wichtig, den Mitarbeiter, sollte die Vermutung bestehen, dass er aufgrund einer Sucht seine Arbeitsleistung nicht mehr in der vereinbarten Form erbringen kann, sehr klar, aber natürlich immer auch respektvoll damit zu konfrontieren.

Haufe Online-Redaktion: Im Klartext heißt das dann: „Bekämpfen Sie Ihre Sucht oder Sie fliegen raus?“

Fürstenberg: Nein, das es heißt es nicht. Es geht darum, Mitarbeiter mit insbesondere arbeitsrechtlich relevanten Auffälligkeiten zu konfrontieren und ihnen gleichzeitig Hilfe anzubieten. Letztendlich muss der Vorgesetzte in solchen Fällen, also bei Suchtproblematiken, tatsächlich mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen drohen, wenn der Mitarbeiter seine Leistungen nicht mehr erbringt und nicht bereit ist, für seine Gesundheit Verantwortung zu übernehmen. Das ist der Unterschied zum Vorgehen beispielsweise bei psychischen Belastungen oder Depressionen. Hier kann der Vorgesetzte natürlich nicht sagen: „Ich habe den Eindruck, Sie haben eine depressive Verstimmung, wenn Sie die nicht in den Griff bekommen, müssen Sie mit einer Abmahnung rechnen.“

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Anklage gegen Manager: VW sieht kein Fehlverhalten bei Betriebsratsvergütung | STERN.de

Das Unternehmen halte an der Rechtsauffassung fest, dass bei der Vergütung einzelner Betriebsratsmitglieder kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten festgestellt werden könne, teilte ein Konzernsprecher am Dienstag mit. Er betonte, dass sich die Anklage nicht gegen Volkswagen, sondern gegen Einzelpersonen richte.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hält zwei früheren Vorstandsmitgliedern sowie einem ehemaligen und einem aktuell leitenden Manager Untreue vor. Das Thema beschäftigt den Konzern und die niedersächsische Justiz seit 2016. Die Staatsanwälte prüfen, ob Arbeitnehmervertretern zu hohe Gehälter genehmigt wurden. «Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, als jeweilige Personalvorstände beziehungsweise Leiter des Personalwesens für die Konzernmarke Volkswagen zwischen Mai 2011 und Mai 2016 mehreren Betriebsratsmitgliedern überhöhte Gehälter und Boni gewährt zu haben», so die Ermittler. Hierdurch sei dem VW-Konzern ein Schaden in Millionenhöhe entstanden.

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Quelle: Anklage gegen Manager: VW sieht kein Fehlverhalten bei Betriebsratsvergütung | STERN.de

Oberlandesgericht fällt Hammer-Blitzer-Urteil: Messungen rechtswidrig!

Städte und Gemeinden die private Dienstleister zur Verkehrsüberwachung einsetzen, ziehen den Kürzeren. In einer Grundsatzentscheidung hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main am 06. November 2019 bestätigt, dass Verkehrsüberwachungen durch private Dienstleister gesetzeswidrig sind. Auf dieser Grundlage können keine Bußgeldbescheide erlassen werden. Ein geblitzter Autofahrer hatte geklagt, da bei der ihm vorgeworfenen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit die Messung durch einen Angestellten einer privaten GmbH, als Zeuge B benannt, vorgenommen worden sei. Wie sich das Urteil auf künftige Bußgeldvorwürfe auswirkt, verrät die Berliner CODUKA GmbH – Betreiber des Portals www.geblitzt.de – die sich als Prozessfinanzierer auf Vorwürfe aus dem Straßenverkehr spezialisiert hat.

Das Oberlandesgerichts (OLG) bestätigte mit seiner Entscheidung das Urteil des Amtsgerichts Gelnhausen, dass den Betroffenen zuvor freigesprochen hatte. Zur Begründung führte das Amtsgericht aus, dass der Bürgermeister der Gemeinde Freigericht als Ortspolizeibehörde im Zuge verbotener Arbeitnehmerüberlassung einen privaten Dienstleister mit der hoheitlichen Verkehrsüberwachung und der Verhängung von Verwarn- und Bußgeldern beauftragt hat (Aktenzeichen 44 OWi – 2545 Js3379/19, Amtsgericht Gelnhausen, 29.5.2019). Gegen das Urteil hat die Staatsanwaltschaft Hanau Rechtsbeschwerde eingelegt.

Das Oberlandesgericht stellte in seiner Begründung nun grundlegend klar: „Die vorliegend durchgeführte Verkehrsüberwachung durch den gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk der Gemeinden Freigericht und Hasselroth ist gesetzeswidrig. Die im hoheitlichen Auftrag von einer privaten Person durchgeführte Geschwindigkeitsmessung hat keine Rechtsgrundlage. In der Folge hätte das Regierungspräsidium Kassel keinen Bußgeldbescheid erlassen dürfen.“ (Aktenzeichen 2 Ss-OWi 942/19, OLG Frankfurt am Main, 6.11.2019)
Im Urteil weist das Gericht darauf hin, dass die Verkehrsüberwachung nur durch eigene Bedienstete der Ortspolizeibehörde, mit entsprechender Qualifikation, durchgeführt werden darf. Der eingesetzte Zeuge ist unstrittig kein Bediensteter der Gemeinde. Seine Überlassung im Wege der Arbeitnehmerüberlassung sei rechtswidrig und entzieht damit dem Verfahren die Rechtsgrundlage für den Erlass des Bußgeldbescheides.

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Quelle: Oberlandesgericht fällt Hammer-Blitzer-Urteil: Messungen rechtswidrig!

Xing & ProJobs – spekuliert man mit der ABO-Falle?

Sicherlich ist Ihnen auch schon mehrfach XING ProJobs angeboten wurden. Wenn Sie mich um eine Meinung bitten, sehe ich kaum einen besonders großen Nutzen, wenn Sie ProJobs buchen. Aus meiner Erfahrung und den vielen Kommentaren in sozialen Netzwerken, besteht die Gefahr viel Geld zu verlieren, bei möglichst kleinen Nutzen. Ich möchte jedoch nicht vorgreifen, sondern empfehle, sich peinlichst genau mit dem Leistungsumfang zu beschäftigen und auch bei Google oder in Xing direkt zu recherchieren, um sich eine Meinung bilden zu können.

ProJobs wird teils mit Nachlässen von über 70% angeboten. Da stellt sich schon die Frage, ob das wirklich sein muss, wenn das Produkt so gut ist? Aber passen Sie auf. Wenn Sie ein Probe-Abo für 3 Monate abschließen, zahlen Sie statt 29,95 Euro nur 8,95 Euro. Und wenn Sie vergessen, innerhalb der Frist das Probe-Abo zu kündigen, verlängert es sich automatisch auf eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und einem Preis von 29,95 Euro für jeden Monat.

Fair wäre es, bei Vertragsabschluss z.B. einen befristeten Vertrag anzubieten, statt darauf zu hoffen, dass Sie die Kündigung versäumen und es zu einer automatischen Vertragsverlängerung kommt. Aber für mehr Umsatz baut man darauf, dass die Leser das “Kleingedruckte” nicht zur Kenntnis nehmen und unfreiwillig einer Vertragsverlängerung zustimmen.

Mitarbeiter betrügen Firmen um 170 Mio. Euro pro Jahr

Wenn eine Firma Opfer von Betrügern wird, sind häufig die eigenen Mitarbeiter die Täter. Nicht nur das: Kriminelle Angestellte erbeuten sehr viel mehr Geld als externe Betrüger. Schließlich kennen sie die internen Sicherheitsmechanismen aus erster Hand und nutzen das Vertrauen der Vorgesetzten und Kollegen aus. „Im Schnitt bringen kriminelle Mitarbeiter ihre Arbeitgeber um fast 115.000 Euro, bevor sie auffliegen“, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Betrüger von außen würden durchschnittlich gerade einmal die Hälfte dieser Summe erbeuten. Das hat eine Auswertung der Schadenfälle aus der Vertrauensschadenversicherung ergeben. Diese Versicherung entschädigt Unternehmen, wenn interne oder externe Vertrauenspersonen Gelder veruntreuen oder das Unternehmen betrügen.

Betrug in Firmen ist alltäglich

Betrug in den eigenen Reihen ist nicht nur kostspielig. Er ist auch leider keine Ausnahme. „Angesichts unserer Erfahrungen müssen wir davon ausgehen, dass jedes Jahr fünf bis zehn Prozent der deutschen Unternehmen von eigenen Mitarbeitern betrogen werden“, sagte Rüdiger Kirsch, Vorsitzender der AG Vertrauensschadenversicherung im GDV. Der Verband registrierte für das Jahr 2018 insgesamt rund 2400 Schadenfälle in der Vertrauensschadenversicherung. In 63 Prozent waren interne Täter am Werk. Sie verursachten 75 Prozent der Schadensumme in Höhe von etwa 225 Mio. Euro, als knapp 169 Mio. Euro.

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Quelle: Mitarbeiter betrügen Firmen um 170 Mio. Euro pro Jahr – Capital.de

Enercon baut rund 3000 Stellen ab – Windkraftbranche vor dem Aus?

Beim Windkraftanlagenbauer Enercon sollen rund 3.000 Jobs wegfallen. Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig beschuldigt die Bundesregierung.Der Windkraftanlagenbauer Enercon plant, bis zu 3.000 Stellen abzubauen. Das betrifft vor allem die Standorte Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Aurich (Niedersachsen). Auch Verträge mit Zulieferern, unter anderem dem Rotorblattproduzenten KTA, sollen gekappt werden. Grund dafür seien Absatzeinbrüche wegen mangelnder Aufträge, wie NDR berichtet. Bereits im August 2018 waren aus diesen Gründen mehr als 800 Jobs weggefallen. Enercon hatte laut Focus Online 2018 einen Verlust von 200 Millionen Euro erlitten.

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Quelle: Enercon baut Stellen ab – Windkraftbranche vor dem Aus?

Gefälschter Gesellenbrief: Handwerkskammer erstattet Strafanzeige

Eine Ausbildung im Handwerk dauert im Normalfall drei Jahre und wird mit dem Gesellenbrief belohnt. „Es kommt immer wieder vor, dass Gesellen- oder Meisterbriefe gefälscht werden“, sagt Walter Bantleon, Bereichsleiter „Recht und Handwerksrolle“ bei der Handwerkskammer Karlsruhe. Betrieben rät er, bei Verdacht die zuständige Handwerkskammer zu kontaktieren – wie in diesem aktuellen Fall.

Der Fall: Ein Mann hatte sich mit einem aus dem Internet heruntergeladenen Gesellenbrief für eine Anstellung in einem Betrieb des Maler- und Lackiererhandwerks beworben. Der Arbeitgeber hatte jedoch Zweifel an der Echtheit des Dokuments und kontaktierte die zuständige Handwerkskammer. Das Dokument war nicht echt, fand die Kammer heraus, und erstattete Strafanzeige gegen den Mann. Der Betrieb kündigte dem vermeintlichen Gesellen.

Das Urteil: Die Richter des Amtsgerichts Stuttgart-Bad Cannstedt (Az. 3 Ds 93 Js 1979/19) verurteilten den Mann wegen Urkundenfälschung zu 90 Tagessätzen, teilt die Handwerkskammer Karlsruhe mit.

Urkundenfälschung ist kein Kavaliersdelikt“, betont Walter Bantleon. Um das Renommee der handwerklichen Ausbildungsqualität zu schützen, leite die Kammer in jedem Fall rechtliche Schritte ein.

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Quelle: Gefälschter Gesellenbrief: Handwerkskammer erstattet Strafanzeige

Sanktionen der Jobcenter sind zum Teil verfassungswidrig

Das Bundesverfassungsgericht hat heute über die Leistungskürzungen entschieden, die Jobcenter bei Pflichtverletzungen von ALG-II-Beziehern verhängen. Zwar bleiben Sanktionen zulässig, aber das bisher in Wiederholungsfällen übliche Kürzen der Barleistung um 60 oder gar 100 Prozent verstößt gegen das Grundgesetz – so die Richter in Karlsruhe. 

Welche Sanktionen sind noch erlaubt?

Der Hartz IV-Regelsatz beträgt gegenwärtig 424 Euro für erwachsene Alleinstehende (ab 2020 steigt er auf 432 Euro). Die Richter des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) halten bei Verstößen gegen bestimmte Mitwirkungspflichten höchstens eine Leistungsminderung von 30 Prozent für zulässig (geregelt in  §§ 31 – 31b SGB II).

In seiner Pressemitteilung führt der Erste Senat des BVerfG aus, der Gesetzgeber könne die Inanspruchnahme existenzsichernder Leistungen auf Bezieher beschränken, die ihre Existenz tatsächlich nicht selbst sichern können. Er könne auch die erwerbsfähigen Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld (ALG) II im zumutbaren Rahmen verpflichten, sich um Arbeit zu bemühen und Sanktionen verhängen, indem er staatliche Leistungen vorübergehend entzieht. Dem Entzug der Leistungen setzt das Gebot der Verhältnismäßigkeit aber Grenzen.

Diese Sanktionen sind verfassungswidrig:

  • die bisher möglichen Abzüge für das Verletzen der Mitwirkungspflicht um 60 oder sogar 100 Prozent, z. B. wenn ein Empfänger eine zumutbare Arbeit wiederholt nicht annimmt oder abbricht
  • das Verhängen von Sanktionen, soweit der Regelbedarf bei einer Pflichtverletzung auch bei außergewöhnlicher Härten zwingend zu mindern ist, und
  • soweit für alle Leistungsminderungen eine starre Dauer von drei Monaten vorgegeben ist.

Jobcenter und Verwaltung dürfen die bisherigen Regelungen mit diesen Maßgaben weiterhin anwenden, bis der Gesetzgeber das SGB II geändert hat.

Welche Sanktionen hat das BVerfG noch nicht geprüft?

  • Der Erste Senat hat in diesem Urteil nur über Regelungen entschieden, die für über 25-jährige Langzeitarbeitslose gelten.
  • Die Kürzungen für Leistungsbezieher unter 25 Jahren, die zum Teil strenger ausfallen können (§ 31a Abs. 2 SGB II), waren nicht Gegenstand des Verfahrens.
  • Nicht geprüft hat das BVerfG zudem den Abzug von zehn Prozent, der verhängt wird, wenn ein Leistungsempfänger unentschuldigt nicht zu einem Termin im Jobcenter erscheint (§ 32 SGB II).

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Quelle: Sanktionen der Jobcenter sind zum Teil verfassungswidrig

Xing`s peinliche Befragungen……………….

Andere tun es auch, aber bei Xing es es ziemlich auffällig, dass man möglichst viel persönliche Dinge über die Mitglieder herausfinden will. Da schreibt man uns: “Sie wurden exclusiv ausgewählt, Frau XY: Ihre Meinung ist uns  wichtig.”  Weiter gehts mit: Welche Aspekte sind Ihnen im Leben und im Umgang mit Xing wichtig?

Jetzt einige der Fragen:

Wie sehr beschreiben die folgenden Aussagen, was Ihnen im Leben wichtig ist?

– leistungsfähiger werden
– geliebt werden
– der/die Beste sein
– sich aufwerten
– Anderen nahe sein
– Zugehörigkeit fühlen
– Ansehen verschaffen
– sich anvertrauen
– produktiv sein
– besser werden
– Anderen etwas beweisen
– über Anderen stehen
– gefordert werden
– Status erlangen
– Entscheidungen treffen
– Zuneigung erfahren
– Potenziale nutzen
– an sich arbeiten
– wichtige Rolle spielen
– Gemeinsamkeiten haben
– Freundschaften pflegen

Dann noch hier:  “Welche dieser Aspekte sind Ihnen am wichtigsten?”

Wundern Sie sich nicht: Die Überschneidungen zu den anderen Fragen sind beabsichtigt.
Bitte kreuzen Sie ca. 3-4 Aspekte an.

– Gemeinsamkeiten mit anderen haben
– Zugehörigkeit fühlen

– leistungsfähiger werden
– produktiv sein
– wichtige Rolle spielen
– besser werden
– Entscheidungen treffen
– Status erlangen
– Freundschaften pflegen

Meine Meinung hierzu?
Diese Fragen würde ich auch nicht beantworten, wenn man sie in der “Bild der Frau” stellen würde. Und Xing würde ich bei solchen Fragen keinerlei Antworten geben.

Infektionen: “Männergrippe” ist kein Mythos 

Hormone beeinflussen Immunsystem

Kranker Mann mit Fieberthermometer im Mund © dpa

Mann mit Schnupfen – ein Fall für die Intensivstation?

Wie sich das Immunsystem von Männer und Frauen unterscheidet, haben Forscher der Universität Innsbruck untersucht. Wenn Krankheitserreger wie Bakterien und Viren in den Körper eindringen, werden sie durch das körpereigene Immunsystem bekämpft. Dafür gibt es zwei Systeme:

  • Das unspezifische Abwehrsystem umfasst die angeborene allgemeine Immunreaktion, die nicht auf bestimmte Erreger optimiert ist.
  • Das spezifische Abwehrsystem richtet sich mit speziellen Abwehrzellen gezielt gegen bestimmte Krankheitserreger. Die Zellen liegen nur in geringer Menge vor und müssen sich bei einer Infektion erst vermehren, bevor sie Erreger wirksam bekämpfen können.

Das weibliche Sexualhormon Östrogen regt die Vermehrung der spezifischen Abwehrzellen an. Das männliche Geschlechtshormon Testosteron wirkt sich gegenteilig aus. Deshalb reagiert das spezifische Immunsystem von Frauen schneller und aggressiver gegen Krankheitserreger als das von Männern.

Je höher der Testosteronspiegel, umso mehr Östrogen wird produziert. Weil Männer mit niedrigem Testosteronspiegel auch wenig Östrogen produzieren, sind sie anfälliger für Infektionen.

Männer genetisch im Nachteil

Ein weiterer Nachteil bei der Infektabwehr liegt in den männlichen Genen: Während Frauen zwei X-Chromosomen haben, haben Männer ein X- und ein Y-Chromosom. Doch auf dem X-Chromosom liegen besonders viele Gene, die für Abwehrprozesse im Körper verantwortlich sind.

Frauen sind schmerzempfindlicher

In vielen Studien wurde festgestellt, dass Frauen schmerzempfindlicher sind als Männer. Die Immunreaktion ist bei Frauen heftiger als bei Männern. Das bedeutet Schwerstarbeit für den Körper und kann zu stärkeren Symptomen als bei Männern führen. Allerdings widmen Frauen ihrem “Leiden” oft weniger Aufmerksamkeit, während viele Männer sich bei einer Erkältung stärker auf einzelne Symptome konzentrieren.

Frauen leben gesundheitsbewusster

Häufig verhalten sich Frauen gesundheitsbewusster als Männer: Sie waschen sich zum Beispiel dreimal so oft die Hände – ein gutes Mittel gegen Infektionen. Außerdem achten viele Frauen mehr als Männer auf eine gesunde Ernährung und lassen sich konsequenter impfen.

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Quelle: Infektionen: “Männergrippe” ist kein Mythos | NDR.de – Ratgeber – Gesundheit

Karrierenetzwerke: Brauche ich wirklich ein Profil auf Xing und LinkedIn? 

Sich in sozialen Netzwerken zu präsentieren, wird (gefühlt) immer wichtiger: Wir teilen auf Instagramm unsere Urlaubsfotos, äußern uns auf Twitter zum politischen Geschehen und verfolgen auf Facebook, was alte Schulfreunde heute so treiben. Nicht nur im privaten Bereich, auch im Arbeitsleben hat dieser Trend schon vor einigen Jahren Einzug gehalten.

So pflegen Millionen Menschen ihre Profile auf Plattformen wie LinkedIn oder Xing. Letzteres bezeichnet sich selbst mit 16 Millionen Mitgliedern als das führende soziale Netzwerk für berufliche Kontakte im deutschsprachigen Raum. Über das internationaler ausgerichtete LinkedIn vernetzen sich nach Angaben des Unternehmens 13 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, weltweit gar mehr als 610 Millionen Mitglieder.

Wir haben bei drei Experten nachgefragt, wie wichtig Profile in Karrierenetzwerken wirklich sind.

Wozu braucht es überhaupt Online-Netzwerke wie Xing und LinkedIn?

Früher, so erzählt es die heutige Großeltern-Generation, da hat man eine Arbeitsstelle noch ausschließlich über eine Annonce in der Samstagsausgabe der Zeitung gefunden. Heutzutage sieht das anders aus: Regelmäßig hört man, dass der ehemalige Kollege, die Nachbarin oder ein Freund der Tante ein tolles Jobangebot über Xing oder LinkedIn erhalten hat. Aber kommt das tatsächlich so oft vor?

Professor Michael Heister leitet beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die Abteilung Initiativen für die Berufsbildung und ist dort unter anderem verantwortlich für die Weiterbildungsstrategie der Bundesregierung. Er sagt: “Profile in Netzwerken wie Xing oder LinkedIn werden überschätzt. Wir sehen in unseren Auswertungen relativ gut, über welche Kanäle Einstellungen in Unternehmen zustande kommen. Das sind immer noch eher die klassischen Kanäle wie Onlineportale oder Stellenanzeigen auf der Unternehmens-Homepage, und seltener Karrierenetzwerke wie LinkedIn oder Xing.” Lediglich ein bis drei Prozent aller Einstellungen hätten ihren Ursprung auf einem dieser Kanäle.

Profil auf Xing oder LinkedIn kann sich dennoch lohnen

Heister ist dennoch der Meinung, dass sich ein Auftritt in einem Karrierenetzwerk lohnt: “Es geht theoretisch auch ohne. Sie können ja auch ohne Smartphone leben. Aber die Möglichkeit, sich über diese Portale zu vernetzen, ist unglaublich bereichernd. Bedenken Sie, dass durch die Millionen Mitglieder mittlerweile ungefähr ein Viertel aller Berufstätigen dort vertreten ist.” Und er prognostiziert: “Xing und LinkedIn spielen für Stellenbesetzungen einfach noch keine zentrale Rolle. In den letzten Jahren ist aber ein langsamer Anstieg festzustellen und die Bedeutung wird weiter zunehmen.”

Claudia Lange-Hetmann, die den Career Service der Universität Augsburg leitet und dort Studenten rund um den Berufseinstieg berät, nennt zwei Aspekte, warum man Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn nutzen sollte: “Einer ist, um sich selbst online ein gutes Profil aufzubauen, um von Unternehmen und Personalern gefunden zu werden.” Sie vergleicht das mit einer elektronischen Bewerbungsmappe. Ein zweiter Aspekt sei die Möglichkeit zu recherchieren: “Auf anderen Profilen finden Sie oft Anregungen, wie beispielsweise welche Kompetenzen Sie zusätzlich zu Ihrem Fachwissen haben und welche Tools Sie kennen sollten.”

Welche Berufsgruppen sollten Xing, LinkedIn und Co. nutzen?

Xing und LinkedIn machen es einfach, den Kontakt zu Kommilitonen aus dem Studium, ehemaligen Kollegen oder Bekanntschaften aus dem Praktikum halten. Auf beiden Plattformen können Nutzer sich ein Profil anlegen und dieses sowohl mit beruflichen als auch privaten Daten füllen. Studium, Ausbildung und beruflicher Werdegang werden wie im Lebenslauf tabellarisch dargestellt. Zudem können Nutzer ein Profilfoto, ihre Interessen und Fähigkeiten hinterlegen. Über die Suchfunktion können andere Nutzer gefunden werden, um sich mit ihnen zu vernetzen.

Gerade Selbstständige profitieren davon, erklärt Jörg Hohlfeld. Er arbeitet als Karrierecoach in Augsburg und München und sagt: “Selbstständige können die Netzwerke nutzen, um Kunden zu adressieren. Ich kann dort Menschen direkt anschreiben. Oder ich kann Werbung und somit auf mich aufmerksam machen.” Hohlfeld hat jedoch den Eindruck, dass die Plattformen interessanter sind für Menschen, die in der freien Wirtschaft arbeiten, als für solche aus sozialen Berufen oder der Gesundheitsbranche.

Ganz ähnlich bewertet es Michael Heister vom Bundesinstitut für Berufsbildung: “Für Freiberufler ist es fast ein Muss. Für Trainer und Coaches wird vor allem LinkedIn mittlerweile zum echten Vertriebskanal. Und für Menschen, die ein Studium absolviert haben und heute zum Beispiel im Bereich berufliche Bildung oder in der Wissenschaft tätig sind, sind diese Netzwerke wichtiger als im handwerklichen Bereich.” Für Wissenschaftler habe auch die Plattform Researchgate große Relevanz.

LinkedIn ist internationaler ausgerichtet als Xing und hat eigenen Angaben zufolge weltweit mehr als 610 Millionen Mitglieder.
Bild: Jens Büttner, dpa

Claudia Lange-Hetmann relativiert jedoch: “Es ist auch immer die Frage, welches Ziel sie verfolgen”, sagt sie. “Wenn Sie beruflich in der Region bleiben wollen, können sie natürlich genauso gut persönlich auf Fachveranstaltungen oder Netzwerkevents auftreten.”

Online-Karrierenetzwerke: Wie sieht das perfekte Profil aus?

In einem sind sich die drei Experten einig: Ganz besonders wichtig beim Auftritt auf Xing oder LinkedIn sind ein vollständiger Lebenslauf und ein professionelles Foto. Wie Michael Heister aus eigener Erfahrung weiß, schauen sich viele Personaler auch die digitalen Auftritte ihrer Bewerber an. “Statt riesige Lücken im Lebenslauf zu haben, schreiben Sie, was Sie in der Zeit gemacht haben. Da haben sich die Zeiten geändert: Ein Jahr Sabbatical oder für Work and Travel sollten Sie unbedingt mit aufführen, das finden Personaler gut.”

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Quelle: Karrierenetzwerke: Brauche ich wirklich ein Profil auf Xing und LinkedIn? – Geld & Leben – Augsburger Allgemeine

Bundesverfassungsgericht kippt Hartz-IV-Sanktionen teilweise

Die Kürzungen von Hartz-IV-Leistungen bei Pflichtverletzungen sind teilweise verfassungswidrig. Bei Verstößen gegen die Auflagen seien maximal um 30 Prozent reduzierte Leistungen möglich, urteilte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts (AZ: 1 BvL 7/16). Die bisher möglichen Abzüge bei Verletzung der Mitwirkungspflicht um 60 oder sogar 100 Prozent seien mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren, erklärte Vizepräsident Stephan Harbarth.

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Hartz-IV-Leistungen betragen gegenwärtig 424 Euro für Alleinstehende (zum 1. Januar steigt er auf 432 Euro). Nimmt ein Empfänger eine zumutbare Arbeit nicht an oder bricht sie ab, wird die Leistung laut Gesetz drei Monate lang um 30 Prozent gekürzt. Im Wiederholungsfall werden 60 Prozent abgezogen, danach entfallen die Barleistungen für wiederum drei Monate sogar ganz, und es gibt nur noch Sachleistungen.

Jüngere müssen weiter mit härteren Sanktionen rechnen

Der Erste Senat hatte nur über Regelungen zu entscheiden, die für über 25-jährige Langzeitarbeitslose gelten. Für unter 25-Jährige sind die Sanktionen härter. Sie waren aber nicht Gegenstand des Verfahrens. Nicht überprüft wurde zudem der Abzug von zehn Prozent, der erfolgt, wenn ein Leistungsempfänger nicht zum Termin im Jobcenter erscheint.

Das Urteil geht zurück auf eine Vorlage des Sozialgerichts im thüringischen Gotha. Die Richter dort hatten eines ihrer Verfahren ausgesetzt, um die Vorschriften vom Bundesverfassungsgericht überprüfen zu lassen. In dem Fall musste ein Arbeitsloser mit 234,60 Euro weniger im Monat auskommen, weil er beim Jobcenter Erfurt ein Stellenangebot abgelehnt und Probearbeit verweigert hatte

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Quelle: Bundesverfassungsgericht kippt Hartz-IV-Sanktionen teilweise – SPIEGEL ONLINE

Gesetz für bessere Löhne in der Pflege verabschiedet

Pflegekräfte in Deutschland sollen in Zukunft besser bezahlt werden. Hierzu verabschiedete der Bundestag am 24.10.2019 ein Gesetz von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Höhere Löhne sollen über eine Tarifvereinbarung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern erreicht werden. Heil will einen entsprechenden Tarifvertrag dann allgemeinverbindlich erklären. Als Alternative könnten höhere Pflegemindestlöhne festgelegt werden – nicht nur für Hilfskräfte, sondern auch für Fachkräfte. Die Erhöhung soll auf Empfehlungen der Pflegekommission basieren. Die Pflegekommission soll künftig als ständiges Gremium mit einer grundsätzlich fünfjährigen Amtszeit berufen werden.

Tarifvertrag Verdi und BVAP

Einen Tarifvertrag für die Altenpflege wollen erstmals die Gewerkschaft Verdi und die neue Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) abschließen, der unter anderem Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt und des Arbeiter-Samariter-Bundes angehören.

Kritik an dem Vorhaben

Von privaten Altenpflege-Anbietern kommt massive Kritik an dem Vorgehen der großen Koalition. Sie hatten das Projekt schon im Vorfeld scharf kritisiert. Ihrer Ansicht nach ist die BVAP zu klein, um für die gesamte Branche sprechen zu können.

Der Arbeitgeberverband bpa spricht stattdessen von einem Gesetz, mit dem Investoren und privates Kapital aus dem Pflegemarkt vergrault würden. So schlittere Deutschland «sehenden Auges direkt in den Pflegenotstand», warnte der bpa-Präsident und Ex-Wirtschaftsminister Rainer Brüderle.

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Quelle: Gesetz für bessere Löhne in der Pflege verabschiedet | Personal | Haufe

Emotionale Intelligenz wird durch Automatisierung wichtiger 

Neue Technologien automatisieren mehr und mehr herkömmliche Tätigkeiten und Routineaufgaben. Bei Führungskräften wie auch betroffenen Mitarbeitern reift daher die Erkenntnis, dass emotionale Intelligenz – und damit Fähigkeiten wie Selbstreflexion, Selbstmanagement, soziales Bewusstsein, Beziehungsmanagement und Kommunikationsgeschick – eine Kernkompetenz für den Erfolg im digitalen Zeitalter ist. Laut dem Capgemini Research Institute, das im August und September 2019 750 Führungskräfte großer Unternehmen und 1.500 Mitarbeiter aus 11 Ländern befragte, wird die Nachfrage nach emotionaler Intelligenz international in den nächsten drei bis fünf Jahren um das Sechsfache steigen – in Deutschland um das Fünffache.

Emotionale Intelligenz wird zum Must-have

Etwa drei Viertel der Führungskräfte (76 Prozent global und 72 Prozent in Deutschland) glauben, dass die Mitarbeiter ihre emotionalen Fähigkeiten ausbauen müssen, damit sie auch für kunden- und personenbezogene Rollen geeignet sind. Derselbe Prozentsatz meint, dies sei nötig, damit sie Aufgaben übernehmen können, die nicht automatisierbare Fähigkeiten wie Empathieempfinden, Einflussnahme und Teamarbeit erfordern.

Im globalen Durchschnitt glauben 61 Prozent – in Deutschland nur 45 Prozent – der befragten Führungskräfte, dass emotionale Intelligenz in den nächsten ein bis fünf Jahren zu einer Must-have-Fähigkeit wird. Von den Mitarbeitern ohne Führungsaufgaben glauben dies 41 Prozent global und 32 Prozent in Deutschland. Insgesamt sagen 83 Prozent der Unternehmen, dass eine hochgradig emotional intelligente Mitarbeiterschaft in den kommenden Jahren eine Grundvoraussetzung für Erfolg sein wird.

Unternehmen mit emotional intelligenter Belegschaft profitieren

Unternehmen, die über Mitarbeiter mit hoher emotionaler Intelligenz verfügen, genießen laut der Studie erhebliche Vorteile: Im Durchschnitt haben 60 Prozent der befragten Unternehmen international höhere Gewinne von mehr als 20 Prozent durch ihre Mitarbeiter mit besagten Fähigkeiten. Zu den wichtigsten quantitativen Vorteilen gehören eine gesteigerte Produktivität, eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit und ein wachsender Marktanteil. Die Studie schätzt, dass Unternehmen, die nachhaltig in emotionale Intelligenz investieren, einen Return on Investment zwischen dem 2,2- und 4,4-Fachen erzielen, wenn man die Auswirkungen auf Umsatz, Produktivität, Kosten und Fluktuation einkalkuliert.

“Unternehmen ist zunehmend bewusst, dass sie die Kompetenzen von Mitarbeitern mit ausgeprägter emotionaler Intelligenz brauchen. Allerdings bewegen sie sich nicht schnell genug, um angemessen in sie zu investieren”, sagt Claudia Crummenerl, Expertin für HR Transformation bei Capgemini Invent. Während 75 Prozent der Unternehmen angeben, dass sie die emotionale Intelligenz ihrer Mitarbeiter entwickeln können, tut ein weitaus geringerer Anteil etwas dafür, um dieses Ziel zu erreichen: Nur 42 Prozent der Unternehmen international und 46 Prozent in Deutschland bieten entsprechende Trainings für Senior-Management und Führungskräfte an. Für das mittlere Management tun dies international lediglich 32 Prozent, in Deutschland dagegen ebenfalls 46 Prozent.

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Quelle: Emotionale Intelligenz wird durch Automatisierung wichtiger | Personal | Haufe

Gastbeitrag: 5 Tipps, wie man im Job mit Ärger umgeht

Es gibt günstigen Ärger und ungünstigen Ärger. Günstiger Ärger ist jene Widerstandsenergie, die wie ein notwendiger Katalysator zur Selbstbehauptung wirkt. Er hilft uns, gegen gefühlte Ungerechtigkeit aufzubegehren. Ungünstiger Ärger hingegen ist die reinste Energie- und Zeitverschwendung, weil er lediglich in uns entsteht, ohne dass wir damit etwas anfangen.

Wie Du von ungünstigem zum günstigen Ärger gelangen kannst, verraten Dir die folgenden fünf Anregungen.

# 1 Ärger gar nicht erst entstehen lassen. Mit Humanismus.

Wenn wir Humanismus als Streben nach Menschlichkeit und Respekt begreifen, dann gilt: Je humanistischer Du Menschen begegnest, desto geringer Dein Konfliktaufkommen. Humanismus meint nicht Nachgeben oder Aufgeben, sondern wohlwollendes, wertschätzendes Selbstbehaupten, und es geht um Partnerschaftlichkeit und nicht um Dominanz.

Der Leitgedanke: „Du und ich, wir sind beide okay, nur gerade anders“. Wer so denkt, sieht im Gegenüber keinen Feind, keinen Konkurrenten und auch kein Instrument, sondern einen Kooperationspartner, dessen Wohl unweigerlich mit dem eigenen verknüpft ist. Und wer in der Gemeinsamkeit und im Mitgefühl ist, der nimmt dem Ärger die Existenzgrundlage.

#2 Ärgerangebote liegen lassen. Mit Erwartungsmanagement.

Von Natur aus gibt es keine Konflikte, nur Konfliktangebote. Das Besondere daran: Ein Angebot musst Du nie annehmen, Du hast eine Wahl.

Der Zusammenhang: Erwartungen erzeugen Abhängigkeiten und Abhängigkeiten erzeugen Enttäuschungen. Wenn Du die Wahrscheinlichkeit für Enttäuschungen minimieren willst, minimiere Deine Abhängigkeiten. Und wenn Du Abhängigkeiten minimieren willst, minimiere Deine Erwartungen.

Einfach ist das nicht. Denn viele wollen zwar keine Abhängigkeiten oder Enttäuschungen erleben, doch an den meisten Erwartungen festhalten. Erkenne diesen Widerspruch und löse ihn auf. Trenne Dich von allen Erwartungen, die nicht Deine Integrität betreffen. Löse hierdurch sämtliche Nice-To-Have-Erwartungen radikal auf und halte nur an wenigen Must-Have-Erwartungen fest.

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Quelle: Gastbeitrag: 5 Tipps, wie man im Job mit Ärger umgeht

Entgeltfortzahlung an Feiertagen: Arbeitsort ist maßgeblich

Arbeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, soll nach der Entscheidung des Gesetzgebers keine Minderung des Arbeitsentgeltes zur Folge haben. Nach § 2 Abs. 1 EFZG hat der Arbeitgeber daher in solchen Fällen dasjenige Arbeitsentgelt zu zahlen, das der Arbeitnehmer ohne den Arbeitsausfall erhalten hätte. Voraussetzung für den Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach § 2 EFZG ist, dass die Arbeit tatsächlich ausfällt.

Wenn der Feiertag auf einen Sonntag fällt

Hätte der Arbeitnehmer ohnehin an dem Tag nicht gearbeitet, so besteht auch kein Anspruch aus § 2 EFZG. Demzufolge ist in der Vielzahl der Unternehmen auch für Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, kein Entgelt fortzuzahlen, wenn der Arbeitnehmer an dem Sonntag ohnehin nicht gearbeitet hätte.

Gesetzliche Feiertage und kirchliche Feiertage

§ 2 Abs. 1 EFZG gewährt Entgeltfortzahlung nur bei Arbeitsausfall infolge eines gesetzlichen Feiertages. Gemeint sind Feiertage, die durch Bundes- oder Landesgesetze angeordnet sind. Für diese Feiertage besteht im Grundsatz das Arbeitsverbot des § 9 Abs. 1 Arbeitszeitgesetz (ArbZG).

Kirchliche Feiertage fallen nicht hierunter; in einigen Bundesländern haben Arbeitnehmer jedoch nach Landesgesetzen einen Anspruch auf unbezahlte Freistellung von der Arbeit zur Religionsausübung.

Nicht-bundeseinheitliche Feiertage: Maßgeblich ist der Arbeitsort

Bei Arbeitnehmern mit wechselnden Einsatzorten oder mit Reisetätigkeit oder wenn Unternehmen Betriebe in verschiedenen Bundesländern haben, kann sich die Frage stellen, welches lokale Feiertagsrecht (welche Feiertage) anzuwenden ist. Maßgeblich für die Feiertage sind weder der Sitz des Arbeitgebers noch der Wohnsitz des Arbeitnehmers, sondern die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse am Arbeitsort. Die öffentlich-rechtlichen Feiertagsgesetze gelten für diejenigen Arbeitnehmer, die sich am fraglichen Tag zur Arbeit in dem Bundesland aufhalten.

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Quelle: Entgeltfortzahlung an Feiertagen: Arbeitsort ist maßgeblich | Personal | Haufe

Harte Konsequenzen bei „falscher“ Unterrichtung nach § 99 Abs. 1 BetrVG

In zwei aktuellen Entscheidungen hat das BAG die Relevanz der ordnungsgemäßen Unterrichtung des Betriebsrats durch den Arbeitgeber gemäß § 99 Abs. 1 BetrVG betont. Sowohl in dem Beschluss vom 9. April 2019 (1 ABR 25/17) als auch in dem vom 12. Juni 2019 (1 ABR 39/17) weist das BAG Arbeitgeber eindrücklich darauf hin, dass die einwöchige Frist zur Zustimmungsverweigerung durch den Betriebsrat gemäß § 99 Abs. 3 BetrVG erst dann zu laufen beginnt, wenn der Arbeitgeber den Betriebsrat über die beabsichtigte personelle Einzelmaßnahme unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen ausreichend unterrichtet hat. Außerdem ist auch nur im Falle einer solchen ordnungsgemäßen Unterrichtung eine Zustimmungsersetzung durch das Arbeitsgericht nach § 99 Abs. 4 BetrVG überhaupt möglich. Den Betriebsrat soll ferner keine Pflicht treffen, den Arbeitgeber auf eine – offenkundig – unvollständige Unterrichtung hinzuweisen.

Rechtlicher Hintergrund

In Unternehmen mit in der Regel mehr als 20 wahlberechtigten Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber vor jeder Einstellung, Eingruppierung, Umgruppierung und Versetzung den Betriebsrat ordnungsgemäß zu unterrichten und dessen Zustimmung zu der beabsichtigten personellen Einzelmaßnahme einzuholen, § 99 Abs. 1 BetrVG. Der Betriebsrat kann seine Zustimmung verweigern, wenn einer der in § 99 Abs. 2 BetrVG genannten Gründe vorliegt; er muss seine Zustimmungsverweigerung innerhalb einer Woche schriftlich begründen, § 99 Abs. 3 S. 1 BetrVG. Verweigert der Betriebsrat seine Zustimmung, so kann der Arbeitgeber gemäß § 99 Abs. 4 BetrVG beim Arbeitsgericht beantragen, die Zustimmung zu ersetzen.

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Quelle: Harte Konsequenzen bei „falscher“ Unterrichtung nach § 99 Abs. 1 BetrVG – Arbeitsrecht. Weltweit.

Angestellte bat Elon Musk um mehr Gehalt — von seiner Reaktion könnt ihr viel lernen

In seinem Buch von 2015, „Elon Musk: Tesla, SpaceX, and the Quest for a Fantastic Future“ erzählt Ashlee Vance unter anderem, warum Elon Musk die Zusammenarbeit mit seiner langjährigen Assistentin im Jahr 2014 beendete.

Laut Vance habe die Assistentin Mary Beth Brown Musk nach zwölf Jahren Zusammenarbeit nach einer bedeutenden Gehaltserhöhung gefragt. Als Antwort bat Musk sie darum, zwei Wochen freizunehmen, in denen er ihre Aufgaben übernehmen würde und schauen würde, ob sie zu seinem Erfolg beigetragen hat.

Als Brown zurückkehrte, sagte Musk zu ihr, er bräuchte sie nicht mehr.

Musk sagte zudem zu Vance, er habe Brown eine andere Stelle im Unternehmen angeboten, doch sie sei nach dem Ereignis nie wieder ins Büro gekommen.

Dieses Beispiel ist sehr extrem, doch es ist eine gute Lektion, die zeigt, wie wichtig es ist, euren Stellenwert im Unternehmen zu kennen.

Business Insider sprach mit Lynn Taylor, einem Arbeitsplatz-Experten und Autor von „Tame Your Terrible Office Tyrant: How to Manage Childish Boss Behavior and Thrive in Your Job“. Sie verriet uns ein paar Strategien, mit denen ihr euren Wert ermitteln könnt — bevor es jemand anderes für euch tut — und ihn steigern könnt.

Als erstes rät Taylor dazu, eure Verantwortungsbereiche zu „prüfen“. Nehmt euch 15 Minuten am Tag Zeit, um darüber nachzudenken, woran genau ihr arbeitet.

„Könnte eine Aushilfe das tun was ihr tut und euren Chef damit zufriedenstellen?“, fragt Taylor. Wenn die Antwort „ja“ oder „vielleicht“ lautet, müsst ihr etwas ändern.

Ihr wichtigster Rat: „Euer Chef muss euch wirklich brauchen — und euch nicht nur dabei haben.“ Also denkt darüber nach, was euren Chef erfolgreich macht und wie ihr euch danach ausrichten könnt.

Es geht darum, herauszufinden, wie ihr euren Chef vor seinem Vorgesetzten gut dastehen lassen könnt.

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Quelle: Angestellte bat Elon Musk um mehr Gehalt — von seiner Reaktion könnt ihr viel lernen – Business Insider Deutschland

Ex-Tesla-Mitarbeiter: Das war das schlimmste an Arbeit mit Elon Musk 

Wie viele andere Unternehmen, die Teil eines Marktes sind, auf dem es viel Konkurrenz gibt, ist Tesla nicht immer ein Ort, an dem es sich einfach arbeiten lässt. Der Job beim E-Auto-Hersteller kann einem viel abverlangen: von Überstunden bis hin zu dem Stress, den es bedeutet, unter Geschäftsführer Elon Musk zu arbeiten.

Neun ehemalige Angestellte, die zwischen 2008 und 2019 in dem Unternehmen tätig waren, beschreiben hier, was dort für sie am unangenehmsten war. Jeder und jede einzelne von ihnen hat darum gebeten, anonym bleiben zu dürfen — aus Angst vor Teslas Vergeltung.

Und das haben sie uns erzählt.

Die Fotos in diesem Artikel zeigen nicht die Ex-Tesla-Mitarbeiter, die Business Insider interviewt hat.

Ihr arbeitet momentan für Tesla? Habt ihr eine Meinung darüber, wie es ist, dort zu arbeiten? Dann schreibt unserem US-Reporter Mark Matousek eine E-Mail an: mmatousek@businessinsider.com.

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Quelle: Ex-Tesla-Mitarbeiter: Das war das schlimmste an Arbeit mit Elon Musk – Business Insider Deutschland

Bund zahlt IT-Experten Prämien von bis zu 80.000 Euro

Der öffentliche Dienst braucht Fachkräfte. Deshalb will der Bund IT-Experten mit einer Prämie anlocken. Doch es gibt einen Haken.

Der Bund wirbt IT-Fachkräfte künftig mit Zulagen und Prämien von 44.000 bis zu 80.000 Euro. Das berichtet das Fachmagazin Heise.de. Die neue Regelung tritt zum Jahresbeginn in Kraft und ist Teil des Gesetzesentwurfs zur „Modernisierung der Strukturen des Besoldungsrechts“. Der Bundestag billigte den Vorschlag letzte Woche in der Nacht zum Freitag.

Prämie ist an Auflage gebunden

Mit der neuen Prämie will der Bund für IT-Fachkräfte attraktiver werden und das Personal stärker binden. Wer das Geld in Anspruch nimmt, verpflichtet sich im Gegenzug, den Arbeitgeber innerhalb der nächsten 48 Monate nicht zu wechseln. Beamten und Berufssoldaten erklären sich außerdem einverstanden, eine Funktion im jeweiligen Verwendungsbereich wahrzunehmen. Die Höhe der Prämie orientiert sich an den jeweiligen Besoldungsstufen. Sie beläuft sich Heise.de zufolge auf 30 Prozent des monatlichen Grundgehalts beim Einstieg und ist auf bis zu 48 Monate bemessen.

Aufschläge für Stellen im sicherheitskritischen IT-Bereich

Im Zuge des neuen Gesetzes erhöht der Bund außerdem die Stellenzulagen für sicherheitskritische IT-Bereiche, etwa für das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI), die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (Zitis) oder den Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIR) der Bundeswehr. Die pauschalen monatlichen Aufschläge liegen hier Heise.de zufolge bei bis zu 240 Euro monatlich.

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Quelle: Bund zahlt IT-Experten Prämien von bis zu 80.000 Euro

Fachkräfte und Führung

Im Schnitt bewerten Fachkräfte in Deutschland ihre Vorgesetzten auf einer Schulnotenskala von eins bis sechs mit einer 3+ (2,67) wie eine aktuelle Untersuchung zeigt. Das Marktforschungsinistut Respondi hat im Auftrag von Meinetstadt.de rund 2.000 Fachkräfte mit Berufsausbildung im Alter von 25 bis 65 Jahren befragt. Die Studienautoren stellen dabei infrage, ob diese “befriedigende” Bewertung der Vorgesetzten in Zeiten des Fachkräftemangels wirklich gut genug ist. Auch dass 30,2 Prozent der Befragten schon einmal wegen ihrer Führungskraft den Job gewechselt haben, wirft kein gutes Licht auf die Führungskultur.

Wolfgang Weber, Geschäftsführer von Meinstadt.de, meint deshalb, dass Arbeitgeber ihre Führungskultur reflektieren und in die Führungsqualität investieren müssten. Denn: “Gute Führungskräfte machen einen Arbeitgeber für Fachkräfte mit Berufsausbildung attraktiv, schlechte Führungskräfte unattraktiv.”

Schilderungen negativer Führungserlebnisse geben zu denken

Besonders alarmierend sind die konkreten Beschreibungen von negativen Führungserlebnissen, die in der Studie zusammengetragen wurden. Viele Fachkräfte schildern dabei ein beachtliches Maß an Wutausbrüchen und Gewalt seitens einzelner Führungskräfte. In der Studie werden Schilderungen von cholerischen Anfällen “bis an den Rand der Gewalttätigkeit”, vom Werfen mit Ordnern und anderen Gegenständen oder vom Anschreien “vor versammelter Mannschaft und Kunden” zitiert. Auch Homophobie oder bewusst eingesetzte psychologische Gewalt werden in der Studie problematisiert: Ein Teilnehmer erzählt von “persönlichen Beleidigungen, weil ich schwul bin”. Auch vom Zwang, “21 Tage ohne Pause zu arbeiten”, oder von der Verweigerung von Toilettenpausen durch Abschließen der Toilette berichtet die Studie.

Als besonders positiv erleben es die Befragten der Studie hingegen, wenn Führungskräfte Rücksicht auf persönliche Stresslagen oder Nöte nehmen und wenn die Arbeit der Fachkräfte geschätzt wird. So freut sich eine Fachkraft beispielsweise, als sein Vorgesetzter “vor allen anderen sagt, dass er weiß was er an mir hat.” Andere Stimmen freuen sich darüber, dass “Stress und Arbeit ferngehalten” werden, wenn die gesundheitliche oder psychische Situation das erfordert, oder darüber, dass für Todesfälle auch außergewöhnlich lange Abwesenheitszeiten (“drei Wochen unvorhergesehenes Fernbleiben”) akzeptiert werden.

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Quelle: Fachkräfte und Führung | Personal | Haufe

Entgeltzahlung in Verzug: Pauschaler Schadensersatz droht 

Muss der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter doch pauschalen Schadensersatz leisten, wenn er den Arbeitslohn verspätet oder unvollständig zahlt? Das LAG Sachsen hat kürzlich entschieden, dass der Arbeitnehmer Anspruch auf die allgemeine Verzugspauschale in Höhe von 40 Euro hat. Damit widerspricht das Gericht in der jetzt veröffentlichten Entscheidung dem BAG, das sich mit Urteil vom 25. September 2018 (Az: 8 AZR 26/18) gegen eine Verzugspauschale im Arbeitsrecht ausgesprochen hat. (Lesen Sie mehr in der News: Entgeltzahlung: Kein pauschaler Schadensersatz für Arbeitgeber bei Verzug.) Die Frage bleibt in der Praxis also weiter umstritten. Bereits zuvor ging die Mehrheit der Landesarbeitsgerichte davon aus, dass § 288 Abs.5 BGB im Arbeitsrecht Anwendung findet. Arbeitgeber sollten im Blick haben, dass auch im Anschluss an die BAG-Entscheidung weitere Instanzgerichte der höchstrichterlichen Meinung nicht folgen.

Pauschaler Schadensersatz relevant im Arbeitsverhältnis?

Der Hintergrund: Nach dem im Jahr 2014 neu eingefügten § 288 Absatz 5 BGB hat der Gläubiger einer Entgeltforderung bei Verzug des Schuldners – neben dem Ersatz des durch den Verzug entstehenden konkreten Schadens – zusätzlich Anspruch auf die Zahlung einer Pauschale in Höhe von 40 Euro. Weil die Pauschale die Geltendmachung eines Verzugsschadens erleichtert, kann dies bei Arbeitgebern in der Folge zu höheren Kosten führen.

Ob § 288 Abs. 5 BGB jedoch auch für das Arbeitsverhältnis anzuwenden ist, wird und wurde kontrovers diskutiert. Die Gerichte haben bis dato unterschiedlich entschieden und oft einen Anspruch des Arbeitnehmers bestätigt.

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Quelle: Entgeltzahlung in Verzug: Pauschaler Schadensersatz droht | Personal | Haufe

Paketboten-Schutz-Gesetz 

Ob Hermes oder DHL, in der Paketbranche geben viele Kurier-, Express- und Paketdienste aufgrund der großen Auftragslage einen gewissen Teil der Aufträge an Subunternehmer ab. Verstöße gegen den Mindestlohn oder die Pflicht zur Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge sind dort häufig an der Tagesordnung, wie die Zollverwaltung festgestellt hat. Um die Arbeitsbedingungen der beschäftigten Arbeitnehmer zu verbessern, hat die Bundesregierung am 18. September 2019 das Paketboten-Schutz-Gesetz beschlossen. Am 24. Oktober wurde das Gesetz auch vom Bundestag verabschiedet.

Nachunternehmerhaftung für die Paketbranche

Mit dem Paketboten-Schutz-Geset wird die sogenannte Nachunternehmerhaftung eingeführt. Diese Haftungsregel existiert bereits in der Bau- und Fleischbranche und hat sich nach Angaben der Bundesregierung auch bewährt. Mit Einführung dieser Haftung sollen zukünftig Unternehmer, die im Bereich der Kurier-, Express- und Paketdienste im Speditions-, Transport- und im damit verbundenen Logistikgewerbe tätig sind, dazu verpflichtet werden, Sozialbeiträge für säumige Subunternehmer nachzuzahlen. Damit soll sichergestellt werden, dass Sozialversicherungsbeiträge auch bei Nachunternehmern, die im Auftrag eines anderen Pakete befördern, abgeführt werden.

Ausnahme: Unbedenklichkeitsbescheinigung für Unternehmen

Vorgesehen ist folgende Ausnahme: Mit einer sogenannten Unbedenklichkeitsbescheinigung können Versandunternehmen die Haftung umgehen. Diese Bescheinigung soll dann belegen, dass die Unternehmen ihre Subunternehmen vorab besonders geprüft haben. Krankenkassen und Berufsgenossenschaften stellen eine solche Bescheinigung regelmäßig dann aus, wenn die eingesetzten Subunternehmen die Sozialbeiträge bisher immer ordnungsgemäß abgeführt haben.

Quelle: Paketboten-Schutz-Gesetz | Personal | Haufe

Berufsbildungsgesetz: Mindestlohn für Azubis verabschiedet 

Eine Mindestvergütung für Auszubildende, international vergleichbare Abschlussbezeichnungen und mehr Möglichkeiten, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Das sind die Kernpunkte der Novelle des Berufsbildungsgesetzes. Deren Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der dualen Ausbildung zu stärken. Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf bereits Mitte Mai 2019 beschlossen, der Bundestag hat ihn am 24. Oktober verabschiedet. Die Vorschriften sollen ab dem 1. Januar 2020 gelten. Nur die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus.

Mindestvergütung für Auszubildende

Die Bundesregierung will mit dem Mindestlohn die Attraktivität der Berufsausbildung erhöhen und die Abbruchquote in der Ausbildung verringern. Jeder Azubi, der im kommenden Jahr eine Berufsausbildung beginnt, soll nun mindestens 515 Euro im ersten Lehrjahr bekommen. Der Betrag wird in den folgenden Jahren schrittweise weiter erhöht auf bis zu 620 Euro monatlich im ersten Lehrjahr. Auch im zweiten und dritten Ausbildungsjahr wird es eine höhere Ausbildungsvergütung geben. Ab 2024 soll die Azubi-Mindestvergütung dann automatisch entsprechend der durchschnittlichen Entwicklung der vertraglich vereinbarten Ausbildungsvergütungen angepasst werden.

Pech haben diejenigen, die sich heute schon in einer Ausbildung befinden: Sie profitieren nicht von der Neuregelung. Außerdem sind Ausnahmen von der Mindestvergütung möglich, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften für einzelne Branchen eigene Vereinbarungen treffen.

Rechnerisch könnten rund 89.000 junge Menschen vom neuen Lehrlings-Mindestlohn profitieren. So viele Azubis verdienten jedenfalls nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit Ende 2018 weniger als 500 Euro im Monat, viele davon sogar weniger als 400 Euro. In bestimmten Berufen wie dem Friseurhandwerk und vor allem im Osten bekommen Azubis bisher besonders wenig Geld

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Quelle: Berufsbildungsgesetz: Mindestlohn für Azubis verabschiedet | Personal | Haufe

Bewerbung – Eingangsbestätigung

Vielen Dank für Ihre Bewerbung. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir jede eingegangene Bewerbung umgehend bearbeiten. In Kürze erhalten Sie noch eine schriftliche Bestätigung über den Eingang Ihrer Bewerbung.

Sollten Sie ausnahmsweise innerhalb 2 Tagen (Wochentags) keine Eingangsbestätigung erhalten haben, kann auch ein technisches Problem vorliegen.  Bitte nehmen Sie dann nochmals Kontakt mit uns auf.

Empfehlung für Steuerberater in Heidelberg gesucht.

Für einen guten Bekannten, der unseren Verein Netzwerk Arbeit e.V. auch öfters durch sein Fachwissen unterstützt, suchen wir nach einer Empfehlung für einen Steuerberater,
dessen Kanzlei sich in Heidelberg befindet. Es handelt sich um einen IT-ler, der als Freelancer, aber auch als Teilzeitangestellter tätig ist.

Themen werden lfd. Buchhaltung und Steuererklärung sein.

Ihre Empfehlung nehmen wir gerne per E-Mail an info@netzwerk-arbeit.com entgegen.

Trucker verzweifelt gesucht – Zehntausende Fahrer fehlen

Fehlende Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ungünstige Arbeitszeiten, mangelnde Wertschätzung, mäßige Bezahlung – Trucker ist längst kein Traumberuf mehr – dabei braucht die Branche dringenden mehr Personal.

Immer weniger Menschen wollen am Steuer eines Lastwagens sitzen. „Bundesweit fehlen derzeit schon mehr als 60.000 Fahrer“, beklagt Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL). Die Gewerkschaft Verdi geht sogar von 90.000 unbesetzten Stellen aus.

Ein Großteil der derzeit rund 560.000 bei den Speditionen in Deutschland angestellten Fahrer werde in den kommenden Jahren in Rente gehen. Deshalb werde das Problem immer größer, sagte Engelhardt im Vorfeld der Mitgliederversammlung des Verbands am Donnerstag im südniedersächsischen Bad Lauterberg. Seine Branche befürchte einen Versorgungs-Kollaps. Im BGL sind rund 7000 Unternehmen organisiert.

Nachfrage nach Fahrern steigt stetig

Statt weniger würden eigentlich immer mehr Fahrer gebraucht, sagte der BGL-Vorstand. Dazu trage auch das ständig steigende Frachtaufkommen aus dem Online-Handel bei. „Derzeit gibt es bundesweit pro Jahr 3,5 Milliarden Paketsendungen“, sagte Engelhardt. „Und man kann davon ausgehen, dass das Volumen innerhalb der nächsten zehn Jahre auf neun Milliarden Pakete steigen wird.“

Diese Frachtmenge sei kaum zu bewältigen, sagte Engelhardt. Schon jetzt klagten die meisten Speditionen, dass sie nicht mehr alle Aufträge erledigen können. Wegen des Fahrermangels seien schon zahlreiche Fahrzeuge abgemeldet und viele Fuhrparks verkleinert worden. Derzeit erwerben nach Angaben des BGL in Deutschland rund 15.000 Menschen pro Jahr einen Lkw-Führerschein. Da die Zahl der in Rente gehenden Trucker doppelt so hoch sei, werde sich die Lage verschärfen. Die zuletzt deutlich gestiegenen Löhne hätten an der Situation nichts geändert. Nach Angaben von Verdi verdienen Lastwagenfahrer in Deutschland derzeit zwischen 1900 und 3500 Euro brutto im Monat.

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Quelle: Trucker verzweifelt gesucht – Zehntausende Fahrer fehlen | VerkehrsRundschau.de

Chancengleichheit ist ein Märchen

Jeder ist seines Glückes Schmied und ohne Fleiß kein Preis? Von wegen. Jahrhundertelang gewachsene Ungerechtigkeit löst sich nicht auf, wenn wir alle soziale Durchlässigkeit nur irgendwie gut finden. Wir brauchen ein neues Narrativ – eines, das uns Eliten zwingt, unser Handeln gegenüber Minderheiten zu ändern.

Theoretisch kann in Deutschland jeder seine berufliche Biografie unabhängig seiner Herkunft oder des Berufs der Eltern gestalten. In der Praxis scheitert sozialer Aufstieg aber an genau diesen Punkten. Und bei denjenigen, die sich einen Platz am Tisch erkämpft haben, bleibt ein Gefühl des Nicht-dazu-Gehörens zurück. Egal wie sehr man den Bildungsbürgerslang der anderen angenommen und sich von der eigenen Herkunft entfernt hat. Dieses Gefühl, zu den Abgehängten zu gehören, verschwindet bei Aufsteigern auch nach Jahren nicht. Und das ist fatal.

Denn bekanntermaßen können vor allem die Ränder einem etablierten System zusätzliche Perspektiven, neue Aspekte und disruptive Impulse geben – wenn sie sich im ausreichenden Maße einbringen können. Wir sollten zukünftig also nicht nur aktiv werden, weil das nett wäre, sondern weil sonst eine große Chance unserer Wirtschaftskraft verpufft.

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Quelle: Chancengleichheit ist ein Märchen

Alte Säcke und Schachteln 

Sie haben rentarentner.ch mit «alten Säcken» und «alten Schachteln» beworben. Wie kamen Sie auf diese Idee?

Reto Dürrenberger: Die Idee für ein Freelancerportal für Pensionierte entstand, als der soeben pensionierte Vater meiner Geschäftspartnerin 2009 bei uns in der Werbeagentur vorbeikam und uns mitteilte, er wolle weiterarbeiten, weil er seiner Frau nicht länger beim Haushalt im Weg stehen wolle. Mit Peter Hiltebrand hatten wir ab sofort einen mutigen Kunden an Bord. Wir konnten frei von der Leber weg texten und eine freche Bildsprache entwerfen. So ist die Werbekampagne mit den «alten Säcken und Schachteln» entstanden. Hätten wir das Portal «Rentnervermietung» genannt, wären wir wohl nicht so erfolgreich gewesen. Werbung muss polarisieren, um Emotionen zu wecken.

Und wie kam das bei den so Benannten an?

Wir haben unsere registrierten Mitglieder dazu befragt. 60 Prozent fanden die Kampagne super, 20 Prozent sagten, sie könnten damit leben. Nur zehn Prozent fanden sie «daneben.» Die meisten unserer Mitglieder nehmen sich selbst nicht so ernst. Das zeigen jedenfalls die vielen E-Mails, die etwa mit «liebe Grüsse, euer alter Sack Bruno» enden.

Rent a Rentner ist sogar in Japan bekannt …

Mit der Namensgebung haben wir wohl etwas losgetreten. Das Schweizer Radio und Fernsehen kamen auf uns zu und auch das Nachrichtenportal Bloomberg hat über uns berichtet. Das Seco hat uns daraufhin kontaktiert und uns auf den SilverEco and Ageing Well International Award aufmerksam gemacht. Letztes Jahr haben wir uns in Frankreich darum beworben und in unserer Kategorie den zweiten Platz belegt. Deshalb waren wir, wie die Gewinner, für den internationalen Wettbewerb in Japan nominiert, den wir dann als einziges Schweizer Unternehmen auch gewonnen haben.

Die Lage älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt ist nicht ganz einfach. Wie sehen Sie das?

Manchmal kommen Mitglieder bei uns vorbei und erzählen uns ihre Geschichte. Erst kürzlich hat sich ein Portugiese bei mir gemeldet. Er hat sich für unsere Initiative bedankt, weil er mit 57 Jahren auf dem Arbeitsmarkt keine Stelle mehr gefunden und durch rentarentner.ch einige Jobs bekommen hat. Das ist ein Nebeneffekt unserer Plattform, obwohl wir damit das Ü50-Problem nicht lösen wollten.

Es gäbe ja viele Optionen für Ü50 wie Bogen- oder Alterskarrieren. Doch Firmen scheinen sich damit schwerzutun. Weshalb?

Grossfirmen konzentrieren sich derzeit vor allem auf die Genderfrage. Ein weiterer Aspekt ist vielleicht jener, dass viele Kaderangehörige Angst davor haben, ältere Hochqualifizierte anzustellen, weil diese Führungserfahrung haben und sie in den Schatten stellen könnten. Es fehlt in vielen Unternehmen schlicht und einfach der Mut, erfahrene Arbeitnehmende anzustellen. Daneben sind auch die Sozialkosten ein Thema. Firmen wie wir, die ältere Mitarbeitende anstellen, werden sozusagen mit höheren Sozialabgaben bestraft.

Firmen scheinen eher bereit zu sein, Pensionierte temporär zu beschäftigen …

Ja, das ist tatsächlich so. Das hat auch damit zu tun, dass man emotional nicht so sehr beteiligt ist, wenn die Pensionierten nicht mehr gebraucht werden, weil sie finanziell ja abgesichert sind. Das Bedürfnis der Unternehmen nach pensionierten Fachkräften ist jedenfalls da, weshalb wir mit hire-a-rentner demnächst ein neues Portal lancieren, über das Firmen Pensionierte temporär anstellen können.

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Quelle: Alte Säcke und Schachteln | hrtoday.ch

Fürsorgepflicht bei Mobbing: Grenzen und Schadensersatz | Personal | Haufe

Das Berliner Arbeitsgericht lehnte im konkreten Fall neben einem Schadensersatzanspruch wegen Diskriminierung auch einen Anspruch wegen einer Persönlichkeits- oder Gesundheitsverletzung ab, weil der von Mobbing betroffene Ressortleiter den Arbeitgeber nicht rechtzeitig auf das Verhalten seiner Vorgesetzten sowie die Gefahr eines ungewöhnlich hohen Schadens aufmerksam gemacht habe (siehe auch: Greift AGG bei Diskriminierung wegen ostdeutscher Herkunft?).

Grundsätzlich sollten Arbeitgeber das Thema Mobbing nicht unterschätzen. Denn: Bei Mobbing am Arbeitsplatz ist die Situation nicht nur für die Betroffenen sehr belastend – dem Arbeitgeber können sogar rechtliche Konsequenzen drohen, wenn er nicht eingreift.

Eine Definition von Mobbing

Mobbing ist weder ein juristischer Begriff noch eine eigenständige Anspruchsgrundlage. Bei Kränkungen, Ungleichbehandlungen oder unsinnigen Arbeitsanweisungen ist zwar schnell von sogenanntem Mobbing die Rede. Eine rechtlich relevante und allgemein gültige gesetzliche Definition des Begriffs existiert jedoch grundsätzlich nicht. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) definiert Mobbing als “das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander oder durch Vorgesetzte”.

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Quelle: Fürsorgepflicht bei Mobbing: Grenzen und Schadensersatz | Personal | Haufe

Urteil zum Mobbing wegen ostdeutscher Herkunft – Personalwirtschaft.de

Die Herabwürdigung eines Mitarbeiters wegen seiner ostdeutschen Herkunft stellt keine Benachteiligung im Sinne des § 1 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wegen der ethnischen Herkunft oder Weltanschauung dar. Das hat das Arbeitsgericht Berlin entschieden.

Justitia mit Waage
Einem neuen Urteil zufolge ist eine ostdeutsche Herkunft kein Merkmal, das unter dem Schutz des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes steht. Bild: © BillionPhotos.com/Adobe Stock

Der stellvertretende Ressortleiter eines Zeitungsverlags hatte seinen Arbeitgeber auf Entschädigung, Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagt, weil er von zwei vorgesetzten Mitarbeitern wegen seiner ostdeutschen Herkunft stigmatisiert und gedemütigt worden sei. Das Arbeitsgericht Berlin hat die Klage jedoch abgewiesen (ArbG Berlin, Urteil vom 15.08.2019, Az. 44 Ca 8580/18). Menschen ostdeutscher Herkunft sind nach Auffassung des Arbeitsgerichts Berlin keine Mitglieder einer ethnischen Gruppe oder Träger einer einheitlichen Weltanschauung. Dementsprechend lehnte das Arbeitsgericht einen Anspruch aus dem AGG ab. Nach Ansicht des Gerichts lag keine Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft oder der Weltanschauung vor.

Einen Schadensersatzanspruch wegen einer Persönlichkeits- oder Gesundheitsverletzung hat das Arbeitsgericht Berlin ebenfalls abgelehnt. Die Begründung: Der Kläger habe den Arbeitgeber nicht rechtzeitig auf das Verhalten seiner Vorgesetzten und die Gefahr eines ungewöhnlich hohen Schadens aufmerksam gemacht (der Mitarbeiter hatte die Schadenssumme auf 800.000 EUR beziffert). Das Mitverschulden des Klägers an dem Schaden wiege derart schwer, dass eine Ersatzpflicht des Arbeitgebers entfalle, so das Gericht.

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Quelle: Urteil zum Mobbing wegen ostdeutscher Herkunft – Personalwirtschaft.de

Jeder Zwölfte pendelt mehr als 20 Kilometer – Personalwirtschaft.de

Die Deutschen sind ein Volk der Pendler. Knapp sieben Millionen Menschen legen täglich mehr als 20 Kilometer auf dem Weg zur Arbeit zurück. Nun will die Bundesregierung ab 2021 die Pendlerpauschale erhöhen.

Kürzlich hat die Bundesregierung Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030 verabschiedet. Der Gesetzentwurf beinhaltet unter anderem, dass die Pendlerpauschale für Fernpendler angehoben werden soll. Dazu heißt es: „Pendler, die einen langen Arbeitsweg zurücklegen müssen, besonders in ländlichen Räumen, können oftmals weder auf ein ausgebautes ÖPNV-Angebot zurückgreifen, noch stehen heute bereits ausreichende  Ladeinfrastruktur und Fahrzeuge mit entsprechender Reichweite zur Verfügung, um kurzfristig auf Elektromobilität umzusteigen. Dies wird sich in den kommenden Jahren ändern. Deshalb wird zu deren Entlastung die Pendlerpauschale ab 2021 ab dem 21sten km auf 35 Cent befristet bis zum 31.12.2026 angehoben.“

Das Statistische Bundesamt (> Destatis) hat berechnet, wie viele Arbeitnehmer hierzulande einen Weg von mehr als 20 Kilometern zur Arbeit zurücklegen. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2015 und wurden auf Basis der Steuererklärungen ermittelt. Danach fuhren rund 6,7 Millionen einkommensteuerpflichtige Menschen über 20 Kilometer zur Arbeitsstelle – bei einer Bevölkerung von rund 82 Millionen war das circa jeder Zwölfte. 5,8 Millionen und damit 86 Prozent gaben in ihrer Steuererklärung an, für mindestens einen Teil der Strecke das Auto zu nutzen.

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Quelle: Jeder Zwölfte pendelt mehr als 20 Kilometer – Personalwirtschaft.de

Eine Sechs für sächsische Kopfnoten

»Betragen«, »Fleiß«, »Ordnung« – in Sachsen bekommen Schüler Kopfnoten, also solche Noten, bei denen es nicht um die Leistung in Schulfächern geht. Das VG Dresden hält das nicht nur für rechtswidrig, sondern auch für einen möglichen Nachteil bei der Jobsuche.

Geklagt hatte ein Schüler, in dessen Jahreszeugnis der 9. Klasse und Halbjahreszeugnis der 10. Klasse Kopfnoten ausgewiesen waren. Das Gericht hatte die Kopfnoten bereits im Eilverfahren für rechtswidrig erachtet und diese Rechtsauffassung nun im Hauptsacheverfahren bestätigt.

Kopfnoten können Chancen mindern

Zwar habe der Schüler bereits einen Ausbildungsplatz gefunden. Dennoch konnte das VG über die Frage der Kopfnoten entscheiden. Denn die Vergabe von Kopfnoten in Zeugnissen, die für die Ausbildungsplatzsuche verwendet würden, greife in die Freiheit der Wahl der Ausbildungsstätte und in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Schülers und damit erheblich in Grundrechte ein. Der Sachverhalt habe daher in einem Hauptsacheverfahren mit mündlicher Verhandlung überprüft werden müssen.

Quelle: Eine Sechs für sächsische Kopfnoten

Dienstherr darf keinen Zwangsurlaub verhängen

Werden Behörden an bestimmten Tagen per Anordnung von »oben« geschlossen, darf der jeweilige Dienstherr seinen Beamten die freien Tage nicht vom Urlaubskonto abziehen. Das hat das VG Potsdam entschieden.

Geklagt hatte ein Beamter, der von einer neuen Regelung des Ministeriums des Innern und für Kommunales (MIK) betroffen war. Das MIK wollte Beamte dazu verpflichten, an bestimmten Behördenschließtagen Erholungsurlaub zu nehmen. Das sei nicht rechtens, meinte das VG.

Aufgrund einer Befragung aus dem Januar 2018 zur Einführung von Schließtagen an sogenannten Brückentagen, bei der sich rund 64 Prozent der Befragten für solche Behördenschließtage ausgesprochen hatten, hatte die Hausleitung des MIK mit Zustimmung des Personalrates entschieden, das Ministerium am 30. April, 11. Mai sowie 27. und 28. Dezember 2018 zu schließen und für den Arbeitszeitausgleich antragslose Urlaubstage von den Urlaubskonten der Beschäftigten abzubuchen. Auf Antrag sollte ein Tausch dieser vier abgezogenen Urlaubstage mit entsprechenden (Gleit-)Zeitguthaben möglich sein. Hiergegen wandte sich der Kläger.

Das VG hat das beklagte Land Brandenburg nun dazu verurteilt, die vier für 2018 abgebuchten Urlaubstage wieder auf dem Urlaubskonto des Klägers gutzuschreiben.

Zum Dinestrecht gehört die Beschäftigung der Beamten

Der Dienstherr dürfe zwar an einzelnen Tagen in Wahrnehmung seines Organisationsrechts Dienststellen schließen, jedoch nicht auf dem Rücken der Beamten – so das VG. Ein solcher Verzicht entbinde nämlich den Dienstherrn nicht davon, hinsichtlich der dienstrechtlichen Konsequenzen der getroffenen Organisationsentscheidung das geltende Recht zu beachten. Beamten könne nach anzuwendendem Recht Urlaub nicht ohne deren Einverständnis aufgezwungen werden. Das heißt: Zur Wahrnehmung des Dienstrechts der Dienstherrn gehört in diesem Fall, seine Beamten entweder zu beschäftigen oder ihnen auf eigene Kosten freizugeben.

Eine Erholungsurlaubsanordnung sei auch nicht für einen ordnungsgemäßen Dienstbetrieb erforderlich. Dies zeige die Dienstvereinbarung über die flexible Arbeitszeit im MIK, nach der Beschäftigte auf Wunsch auch samstags arbeiten dürften, und zwar unabhängig davon, wie viele weitere Bedienstete sich insgesamt an den Samstagen zum Dienst einfinden, so das VG.

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Quelle: Dienstherr darf keinen Zwangsurlaub verhängen

Zeitungszusteller hat Anspruch auf Feiertagsvergütung

Der gesetzliche Anspruch auf die Entgeltzahlung an Feiertagen ist unabdingbar. Das gilt auch für Zeitungszusteller: Muss der Zusteller von Montag bis Samstag Zeitungen ausliefern, ist es rechtswidrig, wenn er für die auf einen Werktag fallenden Feiertage, z. B. Karfreitag oder Ostermontag, keine Vergütung erhält – so das Bundesarbeitsgericht.

Darum geht es:

Der Kläger ist bei der Beklagten als Zeitungszusteller beschäftigt. Arbeitsvertraglich ist er zur Belieferung von Abonnenten von Montag bis einschließlich Samstag verpflichtet.

Arbeitstage sind nach dem Vertrag alle Tage, an denen Zeitungen im Zustellgebiet erscheinen. Fällt ein Feiertag auf einen Werktag, an dem keine Zeitungen im Zustellgebiet erscheinen, erhält er keine Vergütung.

Mit seiner Klage verlangt der Zeitungszusteller für fünf Feiertage im April und Mai 2015 (Karfreitag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt und Pfingstmontag), an denen er nicht beschäftigt wurde, Vergütung von insgesamt 241,14 Euro brutto.

Der Zeitungszusteller meint, an diesen Tagen sei die Arbeit allein wegen der Feiertage ausgefallen, weshalb die gesetzlichen Voraussetzungen für den Entgeltzahlungsanspruch vorlägen. Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht (LAG) sprachen ihm den Betrag zu (Sächsisches LAG, 21.2.2018 – 5 Sa 269/17).

Das sagt das Gericht:

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) gab dem Zeitungszusteller im Grunde Recht.

Gemäß § 2 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) hat der Arbeitgeber für Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertags ausfällt, das Arbeitsentgelt zu zahlen, das der Arbeitnehmer ohne den Arbeitsausfall erhalten hätte.

Die Beschäftigung des Zeitungszustellers ist an den umstrittenen Feiertagen einzig deshalb unterblieben, weil in seinem Arbeitsbereich die Zeitungen nicht erschienen sind. Damit hat der Kläger dem Grunde nach Anspruch auf die begehrte Feiertagsvergütung.

Die im Arbeitsvertrag enthaltene Vereinbarung zur Festlegung vergütungspflichtiger Arbeitstage ist unwirksam, soweit sie darauf zielt, Feiertage aus der Vergütungspflicht auszunehmen. Denn der gesetzliche Entgeltzahlungsanspruch an Feiertagen ist unabdingbar (§ 12 EntFG).

Sein rückständiges Entgelt erhält der Kläger allerdings noch nicht, denn das BAG hob das Urteil des Sächsischen LAG wegen eines Rechenfehlers auf und verwies das Verfahren zur neuen Verhandlung an dieses Gericht.

Quelle: Zeitungszusteller hat Anspruch auf Feiertagsvergütung

Mandalas und Basteln: 52-jähriger fühlt sich von Jobcenter gedemütigt

Der Arbeitssuchende Ralf Stork wurde bei einer Qualifizierungsmaßnahme in einem Jobcenter in Hannover nach eigenen Angaben mit Bastel- und Malbildern auf Grundschulniveau beschäftigt. Das berichtet die “Hannoversche Allgemeine”, die mit dem 52-Jährigen gesprochen hat.

Stork sollte bei einem Check-up im Stephansstift Berufsbildungszentrum Hannover offenbar Ausmalvorlagen mit dem Bild des Weihnachtsmannes mitsamt Geschenken bearbeiten. Dazu sollte er ein Blumenmännchen ausschneiden und mithilfe einer Bastelanleitung eine Papierbrücke bauen.

Entwürdigend oder eine echte Chance? Zu Besuch in einem der größten Jobcenter Deutschlands

Von Andreas Hoffmann

Ralf Stork ist 52 Jahre alt und leidet unter anderem unter Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule und Schwindelgefühlen – arbeiten wolle er aber “unbedingt”. Dass er dafür auf Grundschulniveau Malen und Basteln sollte, findet er demütigend: „Warum soll ein Mensch mit 52 Jahren mit gesundheitlichen Einschränkungen solche Bilder ausmalen?”, fragte er in der “Hannoverschen Allgemeinen”. Vor zehn Jahren habe er das letzte Mal solche Mal- und Bastelaufgaben bearbeitet – mit seiner damals siebenjährigen Tochter. Vor seiner Arbeitslosigkeit war Stork laut “HAZ” unter anderem als Geräteführer im Tiefbau, Schweißer, Putzer, Lagerarbeiter, Inventurhelfer und Regalbestücker tätig.

Was das Jobcenter zu den Vorwürfen sagt

Ein Sprecher des Jobcenters Hannover wies Storks Kritik zurück. Ihm sei kein Fortbildungsmaßnahme bekannt, in der Material aus dem Kindergarten- oder Grundschulbereich verwendet werde. Er betonte gegenüber der “HAZ”, dass bei der Maßnahme “Check-up” Kompetenzen wie selbstständiges Arbeiten, Konzentrationsfähigkeit oder Fein- und Grobmotorik geprüft würden. Sollten einzelne Testaufgaben die Teilnehmer an Materialien aus Kindergarten oder Grundschulen erinnern, so verfolgten sie doch einen völlig anderen Zweck. Beim Augenarzt oder Optiker müsse man bei der Untersuchung manchmal auch Buchstaben vorlesen, sagte der Sprecher weiter.

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Quelle: Mandalas und Basteln: 52-jähriger fühlt sich von Jobcenter gedemütigt | STERN.de

Unpünktliche Mitarbeiter: So gehen Sie mit Zu-spät-Kommern um | impulse

Kennen Sie das? Sitzungen, die wieder erst um fünf nach anfangen, weil Kollege XY noch kurz ans Telefon musste? Unpünktliche Mitarbeiter (und ihre Ausreden) sind die Pest. So reagieren Sie sinnvoll.

„Sorry, ich habe gerade noch einen wichtigen Anruf bekommen.“

„Entschuldigung, aber der Drucker hat nicht gedruckt.“

„Ups, Sie haben schon angefangen?“

Oder auch ganz dreist: „Tschuldigung, ich brauchte noch ’nen Kaffee.“

Chronische Zu-spät-Kommer nerven nicht nur. Durch sie verschiebt sich häufig der ganze Ablauf im Betrieb, weil alle Besprechungen zu spät anfangen und zu spät enden. Einer trödelt, alle anderen müssen warten.

Die Aufgabe als Führungskraft ist es, alle Mitarbeiter zu disziplinieren, pünktlich zu sein. Wie aber gelingt das?

1. Seien Sie ein Vorbild

Sie sind der Leitwolf in Sachen Besprechungskultur. Wer als Führungskraft häufig erst nach Dienstbeginn eintrudelt oder bei Meetings gerne den vielbeschäftigten Chef gibt, der zehn Minuten zu spät reingestürmt kommt, weil er ach-so-wichtige andere Aufgaben hatte, der demotiviert seine Mitarbeiter nicht nur. Er motiviert sie auch: nämlich dazu, sich ganz genauso zu verhalten.

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Quelle: Unpünktliche Mitarbeiter: So gehen Sie mit Zu-spät-Kommern um | impulse

Arbeitsmarkt: 70 Prozent der Arbeitnehmer in regulärer Arbeit

Die Anzahl der Arbeitnehmer, die in Leiharbeit oder mit einem befristeten Vertrag angestellt sind, ist auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gesunken. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Demnach ging der Anteil der Arbeitnehmer in atypischer Beschäftigung von 22,6 Prozent 2007 auf 20,1 Prozent im vergangenen Jahr zurück. Zugleich sank der Anteil der Selbstständigen von gut 11 auf 9,3 Prozent.

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Reguläre Arbeitsverhältnisse nehmen dagegen zu. Erstmals seit 2002 waren mehr als 70 Prozent der 15- bis 64-Jährigen in einem “Normalarbeitsverhältnis” angestellt. Dazu zählen sozialversicherungspflichtige, unbefristete Arbeitsplätze mit mindestens 21 Wochenstunden – Zeitarbeit ist ausgeschlossen. Jugendliche in Ausbildung oder Freiwilligendienst wurden nicht mitgezählt.

Der Höchststand der atypischen Beschäftigungsverhältnisse, zu denen auch Mini-Jobs gehören, wurde 2007 erreicht. Damals waren nur 65,4 Prozent der Arbeitnehmer regulär beschäftigt.

Grund für diese Entwicklung dürfte die langanhaltend stabile Konjunktur sein. Zurzeit warnen Experten allerdings vor einer Rezession: Für den Zeitraum von September bis Ende November weist das Frühwarnsystem des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) ein Risiko für eine schrumpfende Wirtschaft von 59,4 Prozent auf – nach 43 Prozent im August.

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Quelle: Arbeitsmarkt: 70 Prozent der Arbeitnehmer in regulärer Arbeit – SPIEGEL ONLINE

Über Probleme sprechen: Wie gute Chefs schlechte Neuigkeiten überbringen | impulse

Niemand spricht gern über Probleme – doch manchmal muss es sein. Ob miese Zahlen oder Lieferausfälle: Diese Strategien helfen, dem Gegenüber schlechte Neuigkeiten schonend beizubringen.

Mit Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern über negative Entwicklungen oder Neuigkeiten sprechen – diese Aufgabe fällt wohl den wenigsten Unternehmen leicht. Denn einerseits will man zwar nichts beschönigen; die Botschaft soll schließlich ankommen. Andererseits will man aber natürlich weder Kunden vergraulen noch die Belegschaft demotivieren. Wie schafft man es also, Klartext zu reden – und das Gegenüber trotzdem nicht schockiert oder frustriert zurückzulassen? Die folgenden vier Strategien helfen dabei.

Strategie 1: Die goldene Nadel im Heuhaufen suchen

Diese Strategie hilft besonders dann, wenn Sie schlechte Unternehmenszahlen mitteilen müssen. Suchen Sie Zahlen, die positiv sind – und den Eindruck mindern, alles würde sich verschlechtern. Das kann etwa eine Umsatzsteigerung in einem eher unwichtigen Geschäftsfeld sein. Oder der gestiegene Umsatz bei einem Großkunden, der die Verluste im Ganzen zumindest minimal wettmacht. Wer genau hinschaut, wird sicher mindestens eine positive Auffälligkeit finden. Wichtig: Nennen Sie diese immer zum Schluss – was dann kommt, merken wir uns besonders gut.

Der Effekt: Jeder kennt es – ist der Himmel bedeckt, reicht eine winzige Wolkenlücke, um Hoffnung auf besseres Wetter zu hegen. Entsprechend reduziert ein positives Detail den frustrierenden Effekt negativer Nachrichten.

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Quelle: Über Probleme sprechen: Wie gute Chefs schlechte Neuigkeiten überbringen | impulse

Verdachtskündigung: Wann ein Rauswurf auf Verdacht möglich ist 

Um einen Mitarbeiter wegen Fehlverhaltens zu kündigen, braucht es handfeste Beweise? Das stimmt so nicht: Mitunter reicht ein gut begründeter Verdacht aus. Was Chefs bei einer solchen Verdachtskündigung beachten müssen.Normalerweise braucht ein Unternehmer gute Gründe, bevor er eine Kündigung aussprechen darf. Leistet sich ein Mitarbeiter etwa ein Fehlverhalten, muss der Chef das genau dokumentieren – und in der Regel vorher auch noch eine Abmahnung schreiben. Anders bei der Verdachtskündigung.In welchen Fällen ist eine Verdachtskündigung möglich?Anders als bei einer Tatkündigung muss der Arbeitgeber bei einer Verdachtskündigung nicht lückenlos nachweisen, dass der Arbeitnehmer eine strafbare Handlung begangen hat. Er kann vielmehr zur Verdachtskündigung greifen, wenn er den Verdacht hat, dass der Mitarbeiter eine schwere Pflichtverletzung oder gar eine Straftat begangen hat, es aber an eindeutigen Beweisen fehlt. Er kann in diesem Fall keine ordentliche Kündigung aussprechen. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts rechtfertigt ein Verdacht aber in vielen Fällen eine außerordentliche Kündigung.„Das ist zum Beispiel der Fall, wenn regelmäßig etwas in der Kasse fehlt und alle Indizien auf einen Mitarbeiter hindeuten“, erläutert Uwe Schlegel, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Der Verdacht auf Diebstahl kann die Kündigung begründen. Auch wenn der Arbeitnehmer nur fadenscheinige Erklärungen dafür hat, warum er Eigentum der Firma mit nach Hause genommen hat, rechtfertigt das unter Umständen eine Verdachtskündigung. Möglicherweise ist der verdächtigte Mitarbeiter tatsächlich unschuldig – trotzdem kann die Weiterbeschäftigung für den Betrieb unzumutbar sein.

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Razzia der FKS: Zoll prüft auch Eintrag in Handwerksrolle

Es war eine konzertierte Aktion: An vier Tagen führten insgesamt 264 Kontrolleure der Finanzkontrolle Schwarzarbeit der Hauptzollämter (FSK), Kommunen und anderer Behörden eine groß angelegte Razzia mit Schwerpunkt in der Baubranche durch. 715 Betriebe und 1.841 Personen wurden in Niedersachsen unter die Lupe genommen.

So reagieren Sie richtig bei Kontrollen!

Schwarzarbeitskontrollen gehen Sie nichts an? Wenn Sie sich da mal nicht irren: Wer Arbeitnehmer hat, muss immer mit einem Besuch der Finanzkontrolle Schwarzarbeit rechnen. 9 Experten-Tipps, damit die Zöllner Sie nicht kalt erwischen.

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Dabei stellten die Kontrolleure 325 mutmaßliche Rechtsverstöße fest, teilte das niedersächsische Innenministerium mit. 44 davon betrafen Betriebe, die zulassungspflichtige Handwerksarbeiten – ohne den entsprechenden Eintrag in der Handwerksrolle – ausführten. In 21 Fällen lag die erforderliche Gewerbeanzeige nicht vor.

Weitere Schwerpunkte der Kontrolle waren Schwarzarbeit und Lohndumping. In 90 Fällen ergaben sich Hinweise darauf, dass Betriebe nicht den vorgeschriebenen Mindestlohn zahlen und in 57 Fällen besteht der Verdacht, dass Unternehmen Sozialversicherungsbeiträge nicht oder nicht in der richtigen Höhe abführen.

Den betroffenen Betrieben drohen jetzt Straf- oder Ordnungswidrigkeitsverfahren.

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Quelle: Razzia der FKS: Zoll prüft auch Eintrag in Handwerksrolle

Wie weit geht der Datenschutz? Vermieter / Mieter / Handwerker

Vermieter beauftragen Handwerker und geben Mieterdaten weiter. Wie sollten Betriebe im Alltag mit solchen persönlichen Daten umgehen? Ein Datenschützer klärt auf.

INHALTSVERZEICHNIS

Auf einen Blick:

  • Was gilt datenschutzrechtlich, wenn Handwerker die Kontaktdaten von Mietern brauchen, um bei ihnen Aufträge auszuführen? Ohne Namen und Adresse sind die Handwerker aufgeschmissen.
  • Ein Datenschützer klärt auf: Es geht um die Weitergabe personenbezogener Daten – also um datenschutzrechtlich relevantes Verhalten.
  • Bekommen Handwerker eine Telefonnummer, um die Mieter zu kontaktieren, dürfen sie die Kontaktdaten nur zu diesem Zweck verwenden und müssen sie danach wieder löschen.
  • Von Bundesland zu Bundesland kann die Auslegung und Abwägung des Datenschutzes im Sinne der DSGVO variieren.

Im Handwerkeralltag keine Seltenheit: Ein Vermieter beauftragt einen Handwerker und gibt die Kontaktdaten des Mieters weiter. Hört sich zunächst nach der gängigen Praxis an, aber wie sieht es datenschutzrechtlich aus? „Als Rechtsgrundlage gilt hier der Artikel 6 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), Absatz 1, Satz 1, Buchstabe f“, sagt ein Mitarbeiter des Landesbeauftragten für den Datenschutz Sachsen-Anhalt. In solchen Fällen müsse die Weitergabe der Kontaktdaten zur Interessenwahrung erforderlich sein. Es müsse außerdem abgewogen werden, ob Interessen der Betroffenen einer Weitergabe der Kontaktdaten entgegenstehen.

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Quelle: Wie weit geht der Datenschutz?

Meisterpflicht: Regierung beschließt Wiedereinführung

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass die Meisterpflicht in zwölf Gewerken wieder eingeführt werden soll. Damit stimmte sie dem Gesetzentwurf von Wirtschaftsminister Peter Altmaier zu.

Rückkehr zur Meisterpflicht: Das plant die Große Koalition

Über die Wiedereinführung der Meisterpflicht wird seit Jahren diskutiert. Jetzt hat die Große Koalition konkrete Pläne für einige Gewerke vorgelegt.

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Die Zulassungspflicht soll für folgende Gewerke wieder eingeführt werden:

  1. Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
  2. Betonstein- und Terrazzohersteller
  3. Estrichleger
  4. Behälter- und Apparatebauer
  5. Parkettleger
  6. Rollladen- und Sonnenschutztechniker
  7. Drechsler und Holzspielzeugmacher
  8. Böttcher
  9. Raumausstatter
  10. Glasveredler
  11. Orgel- und Harmoniumbauer
  12. Schilder- und Lichtreklamehersteller.

Aus dem Handwerk gibt es erste Reaktionen. „Damit setzt die Bundesregierung den richtigen und notwendigen Akzent für mehr Qualität und Qualifizierung im Handwerk“, freut sich Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.

„Meisterinnen und Meister sorgen für Wissenstransfer, schaffen die Basis für nachhaltiges Unternehmertum und sind Vorbild für Auszubildende“, so Wollseifer. Wissen und Können bleibe erhalten. Das „Ja zum Meister“ sei zudem ein klares Bekenntnis für mehr Verbraucherschutz.

Auch beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe kommt der Kabinettsbeschluss gut an: „Damit ist der Weg frei, die Fehlentwicklungen der Vergangenheit zu korrigieren“, sagt Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Ebenso wie Wollseifer fordert er, dass das Gesetz zügig von Bundestag und Bundesrat verabschiedet wird, damit es Anfang Januar 2020 in Kraft treten kann.

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Quelle: Meisterpflicht: Regierung beschließt Wiedereinführung

Künstliche Intelligenz entscheidet sich gegen Frauen im Job

Ein automatisches Bewertungssystem von Bewerbungen bei Amazon wurde größtenteils eingestampft, nachdem der US-Konzern mitbekommen hatte, dass die KI Frauen systematisch benachteiligte. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervor. Demnach war seit 2014 intern ein Algorithmus entwickelt worden, der unter mehreren Bewerbungstexten automatisch jene der vielversprechendsten Bewerber herausfiltern sollte. Dabei bezog die Software sich auf Erkenntnissen aus den Bewerbungen von angenommenen Bewerbern, verdeutlichte dabei aber grundlegende Probleme des maschinellen Lernens in seiner aktuellen Form.

Wie Reuters erklärt, hatte der Algorithmus mit den Datensätzen der angenommen Bewerber trainiert und sollte so quasi lernen, welche Eigenschaften Amazon bevorzugt. Weil das Unternehmen aber Teil einer von Männern dominierten Industrie ist, waren in den zugrunde gelegten vergangenen zehn Jahren vor allem Männer eingestellt worden. Der Algorithmus kam also quasi zu dem Schluss, dass Bewerbungen von Frauen schlechter zu bewerten seien – selbst wenn sich das Geschlecht nur indirekt etwa aus Mitgliedschaften in Frauenvereinen erschließen ließ. Allein das Geschlecht sorgte dabei für die Herunterstufung. Weil Amazon also in der Vergangenheit vorwiegend Männer eingestellt hatte, blieb die KI diesem Auswahlkriterium treu.

Zwar habe das Entwicklerteam die Software später angepasst, aber es konnte nicht garantiert werden, dass die Technik nicht trotzdem weiter diskriminieren würde, schreibt Reuters. Ziel war es vorher eigentlich gewesen, dass die Software den Auswahlprozess komplett übernehmen könnte. Im Lauf der Zeit sei es aber nie über eine Vorschlagsfunktion hinausgegangen. Das Unternehmen habe zu keiner Zeit allein auf Basis des Algorithmus’ eingestellt. Dabei hat der US-Onlinehändler in den vergangenen Jahren in beispiellosem Umfang neue Mitarbeiter angeworben. Die besagte Software wird bei Amazon nur noch in deutlich eingeschränktem Umfang eingesetzt, schreibt die Nachrichtenagentur.

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Quelle: Amazon: KI zur Bewerbungsprüfung benachteiligte Frauen | heise online

Drei Hauptgründe, warum Fachkräfte kündigen

1. Zu wenig Geld

Die Befragten konnten im Rahmen der Studie mehrere Kündigungsgründe nennen. Vier von zehn Fachkräften (39,7 Prozent) nannten das Gehalt. 79 Prozent von ihnen gehen zudem davon aus, dass sie nach einem Jobwechsel mehr verdienen als vorher – das zeigt eine weitere StepStone-Studie zum Thema „Gehaltsverhandlungen in Deutschland“.

2. Schlechtes Arbeitsklima

Ein unfreundlicher Chef, fiese Kollegen – wer geht da schon gern zur Arbeit? Ein schlechtes Arbeitsklima wurde von 37,4 Prozent der Befragten als Kündigungsgrund genannt und liegt damit fast gleichauf mit einem zu geringen Gehalt. Für Frauen ist ein schlechtes Arbeitsklima übrigens sogar der Hauptgrund für den Wechsel. Männern sind die Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten wichtiger.

3. Fehlende Aufstiegsmöglichkeiten

Viele Jahre im selben Job und keine Perspektive in Sicht? Für viele Fachkräfte sind fehlende Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens ein Grund, ihm den Rücken zu kehren. 34,6 Prozent gaben an, ihrem letzten Arbeitgeber deshalb gekündigt zu haben.

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Quelle: Drei Hauptgründe, warum Fachkräfte kündigen

Schichtarbeit gerecht gestalten

Schichtarbeit bringt dem Arbeitgeber viele Vorteile wie längere Maschinenlaufzeiten und eine höhere Flexibilität. Für Beschäftigte bedeutet sie jedoch großen Stress. Als Betriebsrat sollten Sie Ihre Mitbestimmung nutzen, um die Arbeitnehmer bestmöglich zu schützen. Was zulässig ist und wie Sie mitbestimmen, lesen Sie in »Betriebsrat und Mitbestimmung« 10/2019.

Was ist Schichtarbeit?

Der Begriff »Schichtarbeit« ist im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) nicht definiert.

Nach der Europäischen Arbeitszeit-Richtlinie handelt es sich bei Schichtarbeit um:

  1. Jede Form der Arbeitsgestaltung
  2. kontinuierlicher oder nichtkontinuierlicher Art,
  3. bei der Beschäftigte nach einem bestimmten Zeitplan,
  4. auch im Rotationsturnus,
  5. sukzessive
  6. an den gleichen Arbeitsstellen eingesetzt werden,
  7. so dass sie ihre Arbeit innerhalb eines Tages oder Wochen umfassenden Zeitraums
  8. zu unterschiedlichen Zeiten verrichten müssen.

Die Ausgestaltung kann sehr unterschiedlich ausfallen, so dass Betriebe viele verschiedene Modelle nutzen, um unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden (siehe Schaubild zu den verschiedenen Schichtmodellen in »Betriebsrat und Mitbestimmung« 10/2019, S. 5).

HINWEIS: Eine Altersgrenze besteht bei Schichtarbeit grundsätzlich nicht. Nacht

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Quelle: Schichtarbeit gerecht gestalten

Pausen dienen der Erholung

Muss ein Beschäftigter, etwa im Polizeidienst, während einer Arbeitsunterbrechung erreichbar bleiben, befindet er sich nicht in Erholungszeit. »Pausen unter Bereithaltung« sind Arbeitszeit, die auf das Arbeitszeitkonto gehört – so das LAG Mecklenburg-Vorpommern.

In dem Fall geht es darum, welchen Anforderungen eine Pause im Sinne des Gesetzes genügen muss, um als solche zu qualifizieren.

Das war der Fall

Die Arbeitnehmerin ist Angestellte bei der Bundespolizei, die im Streifendienst an der Grenze zu Polen tätig ist. Sie verlangt, dass ihr für die Pausen während des Dienstes Zeitgutschriften auf ihr Arbeitszeitkonto gebucht werden. Die Pausen entsprächen nicht den Anforderungen des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) und könnten nicht als echte Arbeitsunterbrechungen gelten.

Die Angestellte arbeitet in Teilzeit (30 Stunden) und nimmt am Wechselschichtdienst teil. In der Regel übernimmt sie die Frühschicht, ab und an auch 12-Stunden-Schichten. Den Streifendienst absolviert die Angestellte mit der Kollegen in einem Fahrzeug. Die Pausen legt der Gruppenleiter fest, öfter steuern die Kollegen eine Tankstelle oder Bäckerei an. Die Polizisten müssen allerdings während der Pausen über Funk und Mobiltelefon erreichbar bleiben. Es kommt öfter vor, dass die Pausen abgebrochen und der Dienst wieder aufgenommen werden muss. »Pausen unter Bereithaltung« ist daher die innerdienstliche Bezeichnung.

Die angestellte Polizistin ist der Meinung, dass derlei Pausen nicht den gesetzlichen Anforderungen an eine Pause entsprechen, da der Erholungszweck nicht gewährleistet sei. Daher seien ihr die Pausen als Arbeitszeit auf ihr Arbeitszeitkonto zu buchen.

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Quelle: Pausen dienen der Erholung

Auf Arbeitgeberseite ist Aktivität gefragt 

Eine Befragung von 1.000 Führungskräften aus deutschen Unternehmen zeigt: Zwar bleiben viele Vakanzen länger unbesetzt und die Belastung der angestellten Mitarbeiter steigt, trotzdem wird dies nicht als flächendeckendes Phänomen wahrgenommen.

42 Prozent der vom Personaldienstleister Hays befragten Führungskräfte beklagten, dass sie neue Stellen derzeit nicht optimal besetzen können. Mit 41 Prozent haben fast ebenso viele bemerkt, dass dies mit einer wachsenden Belastung der bereits angestellten Mitarbeiter einhergeht. 21 Prozent führen sogar sinkende Umsätze auf den Fachkräftemangel zurück.

“Je mehr es um das unmittelbare Arbeitsumfeld geht, umso weniger dramatisch bewerten sie den Fachkräftemangel”, heißt es jedoch in der Studie weiter. 40 Prozent sehen ihn auf einzelne Branchen und 44 Prozent auf einzelne Tätigkeitsfelder beschränkt.

Bei der Frage nach den zentralen Ursachen wurden sowohl externe als auch interne Einflussfaktoren häufig genannt. So spielte für 53 Prozent der demografische Wandel eine Rolle, für 50 Prozent die Trägheit der Bildungssysteme. Als wichtigste Handlungsfelder innerhalb der Unternehmen nannten 54 Prozent das Arbeiten an ihrer Arbeitgeberattraktivität. 49 Prozent hielten die strategische Planung ihres Personalbedarfs für wichtig, 48 Prozent die Rekrutierung und Nachwuchsförderung.

Hier gibt es offenbar aber noch viel Nachholbedarf. Nur jeder vierte Befragte sah sein Unternehmen auf diesen Feldern gut gewappnet. Sieben von zehn Befragten schätzten die Umsetzung in diesen Bereichen dagegen als verbesserungswürdig oder mangelhaft ein. “Es hilft nicht, wenn Unternehmen den demografischen Wandel und das Bildungssystem vorschieben”, kommentiert Christoph Niewerth von Hays die Ergebnisse. Vielmehr sollten sie aktiv mit dem Fachkräftemangel umgehen.

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Quelle: Auf Arbeitgeberseite ist Aktivität gefragt – Personalwirtschaft.de

Diskriminierung wegen ostdeutscher Herkunft 

Selbst 30 Jahre nach dem Mauerfall sind die Unterschiede zwischen Ost und West noch Thema – auch in arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen. In einem jetzt erst veröffentlichten Fall klagte ein stellvertretender Ressortleiter, weil er von zwei Vorgesetzten aufgrund seiner ostdeutschen Herkunft gemobbt worden sei. Das AGG schützt Arbeitnehmer zwar grundsätzlich – allerdings nicht vor jeglicher Art von Mobbing, sondern nur vor Diskriminierungen wegen Rasse, ethnischer Herkunft, Religion und Weltanschauung, Alter, Geschlecht, Behinderung oder sexueller Identität. Das Arbeitsgericht Berlin musste sich daher mit der Frage befassen, ob eine ostdeutsche Herkunft eine Ethnie ist.

Mobbing wegen ostdeutscher Herkunft?

Der stellvertretende Ressortleiter klagte vor dem Arbeitsgericht gegen den Arbeitgeber auf Entschädigung, Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 800.000 Euro. Dazu brachte er vor, dass zwei ihm vorgesetzte Mitarbeiter ihn wegen seiner ostdeutschen Herkunft stigmatisiert und gedemütigt hätten.

Keine Diskriminierung wegen ethnischer Herkunft oder Weltanschauung im Sinne des AGG

Vor dem Arbeitsgericht Berlin hatte der Arbeitnehmer mit seiner Klage keinen Erfolg. Das Gericht urteilte, dass der betroffene Mitarbeiter keinen Anspruch auf Entschädigung nach dem AGG habe. Dazu führte das Gericht aus, dass in dem Verhalten der Vorgesetzten gegenüber dem betroffenen Mitarbeiter jedenfalls keine Benachteiligung wegen dessen ethnischer Herkunft oder Weltanschauung zu erkennen sei.

Die Richter stellten hierzu fest, dass Menschen mit einer ostdeutschen Herkunft nicht als Mitglieder einer ethnischen Gruppe oder Träger einer einheitlichen Weltanschauung zu sehen seien.

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Quelle: AGG: Diskriminierung wegen ostdeutscher Herkunft | Personal | Haufe

Kann einem Mitarbeiter während Krankheit gekündigt werden? 

Wer etwa wegen einer Operation im Job länger ausfällt, hat meist schon genug Sorgen. Da möchte man sich nicht noch zusätzlich Gedanken über seinen Arbeitsplatz machen müssen. Aber darf ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter kündigen, während dieser krank ist?

Arbeitsrechtlich sei das eine “absurde” Frage, sagt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Berlin. “Da es in der DDR nicht möglich war, hält sich der Irrglaube bis heute”, sagt er. Also ganz klar:

Ein Mitarbeiter kann auch während der Krankheitsphase gekündigt werden. Es gäbe kein Gesetz, das dies verbiete. Probleme gebe es vielmehr bei der Frage, ob ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer wegen der Krankheit kündigen darf, die Krankheit also ein ausreichender Kündigungsgrund sei.

Kündigung während Krankheit nur selten anfechtbar

Bredereck zufolge gibt es nur wenige Ausnahmen, bei dem eine Kündigung während einer Krankheit allein aus diesem Grund arbeitsrechtliche Relevanz hat. “Das sind Diskriminierungstatbestände, manchmal kann die Kündigung auch treuwidrig sein”, so der Fachanwalt. So zum Beispiel, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Kündigung direkt bei Kenntnisnahme von einem Arbeitsunfall des Arbeitnehmers überreiche.

Der Fachanwalt nennt den Fall eines Paketboten, der nach einem unverschuldeten Fahrradunfall während der Arbeitszeit mit dem Krankenschein zurück an den Arbeitsplatz kehrte und direkt die Kündigung ausgehändigt bekam. “Solche Fälle sind aber selten und eine Absicht des Arbeitgebers schwierig nachzuweisen”, so der Fachanwalt.

Quelle: Arbeit – Kann einem Mitarbeiter während Krankheit gekündigt werden? – Karriere – Süddeutsche.de

Was kostet Fluktuation?

Viele berechnen die Kosten für Fluktuation rein auf Basis der Recruiting-Kosten. Manche rechnen ausbleibende Wertschöpfung hinzu. Wenige sind sogar der Meinung, eine unbesetzte Stelle kostet gar nichts. Kann das ein Gesamtbild ergeben? Es fehlen zu viele Perspektiven und Aufwände, wie beispielsweise das zeitliche Investment der Personen und deren Reduzierung produktiver Wertschöpfung dadurch im konkreten Einstellungsprozess.

Was kostet Fluktuation?

Wie kommen wir zu einer Entscheidung für eine Schärfung oder den Wandel der Unternehmenskultur? Ein guter Indikator ist zu wissen, was dem eigenen Unternehmen ein Prozent Fluktuation kostet – und zwar über den ganzen Prozess hinweg.

Hypothese

Nehmen wir eine Hypothese des folgenden Unternehmens.

  • 6.000 Mitarbeiter
  • 500 Personen Fluktuation (8,33 %)
  • 18 % Recruitingkosten (als Anteil am Gehalt)
  • Vakanz-Zeit: 102 Tage
  • Produktionsratio von 2,5 (jährlicher Wertbeitrag)
  • durchschnittliches Jahresgehalt von 62.000 Euro
  • Recruitingkosten belaufen sich auf gerundete 5 Mio. Euro (Budget für Personalmarketing, Personalkosten sowie Aufwand der Hiring-Manager)

In der Formel sieht dies wie folgt aus:

Recruiting-Kosten und verminderte Produktivität: Hohe Fluktuation kostet Geld.

Re-Hire-Aufwand + Opportunitätskosten unbesetzter Rollen + Opportunitätskosten für Ramp-up = jährliche Gesamtkosten für Fluktuation

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Quelle: Was kostet Fluktuation?

Homeoffice: Mobiles Arbeiten löst auch gesellschaftliche Probleme

Kürzlich machten 15 Bürgermeister aus Mecklenburg-Vorpommern den Bewohnern Berlins ein ungewöhnliches Angebot. Einen „unverstellten Blick auf atemberaubende Landschaften, Wohnraum, Grundstücke“ – all das gebe es reichlich in ihrem Bundesland, schrieben die Kommunalpolitiker in einem gemeinsamen Aufruf. Die Berliner sollten darüber nachdenken, ob sie ihren Hauptwohnsitz nicht in den Norden verlagern könnten. Den Neulingen werde dann sehr gern geholfen, auch solchen mit Job in Berlin. Man sei ja heutzutage weniger denn je gezwungen, seine Arbeitszeit in der Firma zu verbringen.

Zwar meldeten sich anschließend sofort Kritiker mit dem Hinweis, dass Internet- und Bahnverbindung vielerorts dürftig seien. Das mache es schwer, vom Strandkorb oder vom Hochsitz aus Büromails zu erledigen.

Doch der Bürgermeister-Aufruf macht deutlich: Unternehmen, die mobiles Arbeiten ernsthaft durchsetzen, tun nicht nur ihren Beschäftigten einen Gefallen, sie lindern gleich mehrere gesellschaftliche Probleme. Wohnungsnot, vom Verkehr verstopfte Innenstädte, Frust über Abwanderung aus Kleinstädten und Dörfern. Wer etwa von Berlin nach Cottbus zieht, an Montagen und Freitagen zu Hause arbeitet und sonst den Zug in die Hauptstadt nimmt, entlastet Wohnungsmarkt und Transportwege. Gerade der Großraum Berlin wäre wie geschaffen als Schauplatz der Homeoffice-Revolution: In keiner westlichen Industrienation gibt es rund um die Hauptstadt so billige Häuser und Grundstücke wie hier.

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Quelle: Homeoffice: Mobiles Arbeiten löst auch gesellschaftliche Probleme

Jobbörse der Arbeitsagentur benachteiligt Zeitarbeit? Da lach ich mich doch tot!

Vor einigen Wochen las ich in unterschiedlichen sozialen Medien Beschwerden von Zeitarbeitsunternehmen, in denen man davon sprach, das Arbeitsuchende die Möglichkeit besitzen, Zeitarbeitsunternehmen und Personalvermittler bei der Jobsuche nicht zu berücksichtigen.  Hier ist als Beispiel ein Link zu so einem Beitrag: https://www.germanpersonnel.de/blog/jobboerse-der-ba-benachteiligt-zeitarbeit/

Obwohl wir auch mit Personalvermittlung zu tun haben, hat es uns nicht gestört, das man Arbeitsuchenden diese Möglichkeit bietet. Wer nicht von einem, Vermittler vermittelt werden möchte, kann eben sein Glück alleine suchen.
Im gleichen Zug sagten wir aber auch: “es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird”. Sprich, die Branche Personalvermittlung und Zeitarbeit wird schon einen Ausweg finden. Und das dieser (Aus)Weg nicht zum Vorteil der Arbeitsuchenden sein wird, das erschien ebenso klar.

Stellen Sie sich einfach vor, Sie würden einen Job suchen und benutzen dazu die Jobbörse der Arbeitsagentur. Grenzen Sie die Auswahl in keiner Form ein. Sie suchen bundesweit und egal um welchen Job es sich handelt. Sie sind also jemand, der jede mögliche Chance nutzt. Einzig und allein kreuzen Sie bei “erweiterte Suche”,  “weitere Suchkriterien”  und “Branchengruppen” an, dass Sie nicht über Personalvermittler oder Zeitarbeit vermittelt werden möchten. Dann geben Sie den Befehl “suchen” und sehen………………?

Eine Auswahl von 200 möglichen Stellenangeboten, die zu mehr als 70% nur von Zeitarbeitsunternehmen stammen. Und zusätzlich erkennen Sie bei diesen Datensätzen, das die Stellenangebote fast ausnahmslos über Xing in die Jobbörse der Arbeitsagentur übertragen wurden. Das hat zur Folge, dass Sie bei Auswahl eines dieser Stellenangebote zuerst auf die Seiten von Xing weitergeleitet werden, das Stellenangebot lesen können, aber auch sofort darauf aufmerksam gemacht werden, dass Sie Mitglied in Xing werden können.

Ist das noch Marktwirtschaft oder sind es schon Machenschaften?

XING schließt API-Schnittstelle für Kontakt-Export

Nachdem XING den Export der Kontakte als CSV bereits verhindert, soll im April auch die Schnittstelle zu anderen Software-Tools wie CentralStationCRM abgeschaltet werden. XING-Kontakte konnten bis 2014, ähnlich wie bei LinkedIn, als CSV-Datei heruntergeladen werden. Dann entschloss man sich, normalen Usern nur noch den Export einzelner XING-Kontakte als vCard anzubieten und den vollständigen Export (Bulk-Export) nicht mehr zu erlauben. Möglich war weiterhin jedoch der Zugriff über die XING-Schnittstelle mit Hilfe einer anderen Software, z.B. unserem CRM-System. Diese API (Schnittstelle) soll nun nach Aussage von XING auch geschlossen werden.

Quelle: XING schließt API-Schnittstelle für Kontakt-Export

6 Tipps für ein Auslandsstudium in Europa – Nachrichtenartikel – Europäische Kommission

Organisieren Sie den ausgewählten Studiengang im Vorfeld

Sie sollten wenn möglich alles rund um Ihren Studiengang und die entsprechenden Leistungspunkte organisieren, bevor Sie Ihre Reise zur Universität oder Fachhochschule Ihrer Wahl antreten. Falls Sie an einer Austauschmaßnahme teilnehmen, sollten Sie bedenken, dass sich die Verwaltungsabläufe möglicherweise von denen Ihrer Heimateinrichtung unterscheiden und es daher etwas Zeit braucht, um zu verstehen, wie alles funktioniert. Wenn Sie sich bereits vor der Ankunft einen Plan machen, können Sie während der ersten Tage Ihres Auslandsaufenthalts, die ohnehin schon anstrengend sind, unnötigen Stress vermeiden.

 

Stellen Sie Fragen

Eine gute Möglichkeit, sich auf Ihren Studienaufenthalt im Ausland vorzubereiten, besteht darin, Menschen, die denselben Studiengang belegt haben, nach ihren Erfahrungen zu fragen. Damit erhalten Sie möglicherweise wertvolle Informationen zu den angebotenen Studiengängen oder Modulen, praktische Informationen zu Unterkünften oder auch Anregungen für mögliche Besichtigungen, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. Außerdem können Sie mit Ihren künftigen Kommilitonen auf den Seiten sozialer Netzwerke oder über Gruppen Kontakt aufnehmen und Ihre neuen Erkenntnisse austauschen.

 

Lernen Sie Einheimische kennen

Wenn Sie Ihre Sprachkenntnisse verbessern möchten, unterhalten Sie sich am besten mit Muttersprachlern. So lernen Sie die Sprache am schnellsten. Wenn Sie neue Leute kennenlernen wollen, können Sie sich zum Beispiel Gruppen oder Vereinen anschließen, die Ihren Interessen entsprechen, oder an einem Sprachaustausch in einem Café teilnehmen. Wenn Sie Kontakt mit Einheimischen bekommen, können Sie zum Beispiel mit ein bisschen Glück auch gemeinsam kulturelle Feste und lokale Veranstaltungen erleben und langjährige Freundschaften an Ihrem Studienort schließen.

 

Tauchen Sie ein

Anstatt nur das zu tun, was Sie ohnehin schon kennen, sollten Sie versuchen, in die Kultur Ihres Studienlandes einzutauchen. Probieren Sie die regionale Küche und lernen Sie die lokale Geschichte und Kultur kennen. Dadurch bereichern Sie Ihren Studienaufenthalt und können die Sprache, die Sie erlernen, in einen wertvollen Kontext einbinden. Nutzen Sie Ihre freie Zeit so gut wie möglich und besichtigen Sie die umliegenden Städte, Sehenswürdigkeiten, historisch bedeutsame Orte, Naturschutzgebiete, Museen und andere kulturelle Einrichtungen wie Theater, Konzerthäuser und Kunstgalerien.

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Quelle: EURES – 6 Tipps für ein Auslandsstudium in Europa – Nachrichtenartikel – Europäische Kommission

EURES – 6 Bereiche, in denen sich die Arbeitswelt weiterentwickelt – Nachrichtenartikel – Europäische Kommission

Technologie fördert das Unternehmenswachstum

Vier Schlüsseltechnologien – mobiles Hochgeschwindigkeitsinternet, künstliche Intelligenz, Massendatenanalyse und Cloud-Technologie – werden in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen und die Leistungsfähigkeit der Unternehmen steigern. Sozioökonomische Trends wie nationales Wirtschaftswachstum und die Ausweitung der Bildung (insbesondere in Entwicklungsländern) werden den Unternehmen neue Chancen eröffnen. Der derzeitige Übergang zu einer umweltverträglicheren Wirtschaft wird auch Fortschritte bei den grünen Technologien mit sich bringen.

 

Unternehmen nehmen neue Technologien schneller an

Bis 2022 werden wahrscheinlich über 80 % aller Unternehmen auf die Analyse von Nutzer- und Massendaten setzen. Das Gleiche gilt für neue Technologien: Zu den großen Trends der Zukunft gehören steigende Investitionen in maschinelles Lernen, erweiterte Realität und virtuelle Realität.

 

Mit der Automatisierung verschwinden einige Arbeitsplätze, es entstehen aber auch neue

Die zunehmende Automatisierung wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. In diesem Zusammenhang rechnen nahezu 50 % der Unternehmen mit einem Rückgang der Zahl ihrer Vollzeitbeschäftigten. Fast 40 % erwarten jedoch, dass sich ihre Belegschaft aufgrund neuer, produktivitätssteigender Aufgaben vergrößern wird. Über 25 % gehen davon aus, dass die Automatisierung in ihren Unternehmen zur Schaffung völlig neuer Arbeitsplätze führt.

 

Mensch und Maschine teilen sich die Arbeit

Angesichts zunehmend ausgefeilter Technik wird der Einsatz verschiedenster Maschinen am Arbeitsplatz zunehmen. Bis 2022 wird sich der Anteil der von Menschen und der von Maschinen geleisteten Arbeitsstunden von 71 % bzw. 29 % zu 58 % bzw. 42 % verlagern. Zu den Bereichen, in denen ein zunehmender Maschineneinsatz erwartet wird, zählen logisches Denken, Entscheidungsfindung und administrative Aufgaben.

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Quelle: EURES – 6 Bereiche, in denen sich die Arbeitswelt weiterentwickelt – Nachrichtenartikel – Europäische Kommission

BMAS – “Auf Weiterbildung und Qualifizierung setzen”

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir stehen an der Schwelle eines neuen Jahrzehnts. In wenigen Monaten enden die 2010er-Jahre, die 2020er-Jahre beginnen. Bevor wir darüber reden, wie wir in die nächsten zehn Jahre gehen, möchte ich vermessen, wo wir heute am Arbeitsmarkt und in der Sozialpolitik stehen. Tatsache ist, dass sich der Arbeitsmarkt in den letzten zehn Jahren sehr, sehr gut entwickelt hat. Die Arbeitslosigkeit ist um ein Drittel reduziert worden. Heute sind über 5,5 Millionen Menschen mehr in Lohn und Brot als vor zehn Jahren; ich rede von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. In manchen Branchen und einigen Regionen herrscht faktisch Vollbeschäftigung. In der Grundsicherung sind heute über 1 Million Menschen weniger als vor zehn Jahren als Langzeitarbeitslose zu vermelden. Die Bruttolöhne in Deutschland sind im Durchschnitt um mehr als ein Viertel gestiegen, ebenso übrigens die Renten.

Ich erwähne das nicht, meine Damen und Herren, um kleinzureden, vor welchen Herausforderungen wir jetzt stehen. Ich sage auch nicht, dass das die gesamte Lebenswirklichkeit in Deutschland erfasst. Aber wenn wir jetzt in die 20er-Jahre gehen, dann bieten die letzten zehn Jahre, dann bietet das, was die Menschen in diesem Land geleistet haben, allen Grund zu realistischer Zuversicht, dass wir die Aufgaben, die wir vor uns haben, auch bewältigen können. Dieses Land kann stolz darauf sein, was in den letzten zehn Jahren geleistet wurde.

Aber es geht nicht allein um gute Bilanzen und Statistiken. Es geht um mehr, nämlich um die Frage, ob wir das Kernversprechen der sozialen Marktwirtschaft erneuern wollen. Dieses Kernversprechen lautet, dass wir in diesem Land nicht wirtschaftliche Stärke und Reichtum für wenige wollen, sondern Wohlstand und Sicherheit für viele. Wir sagen: Wir müssen dieses Kernversprechen erneuern, weil das heute in der Lebenswirklichkeit vieler Menschen nicht mehr Realität ist. Wenn wir Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft dieses Landes haben wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass der Fortschritt, der sich jetzt durch technologischen Wandel abzeichnet, nicht Fortschritt für wenige im Sinne von Wohlstand für wenige ist, sondern sozialer Fortschritt für das ganze Land.

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Quelle: BMAS – “Auf Weiterbildung und Qualifizierung setzen”

BMAS – Einführung einer Statistik zu Wohnungslosigkeit

Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Wohnungslosenberichterstattung sowie einer Statistik untergebrachter wohnungsloser Personen beschlossen.

Mit dem Gesetzesentwurf wird erstmals eine bundesweite Datengrundlage zum Ausmaß sowie zur Struktur von Wohnungslosigkeit in Deutschland geschaffen. Wohnungslosigkeit ist eine besonders schwere Form von Armut und sozialer Ausgrenzung. Gleichwohl liegen bislang auf Bundesebene sowie für die meisten Bundesländer keine belastbaren Daten vor. Existierende Schätzungen und Landesstatistiken gehen sehr weit auseinander. Der Gesetzesentwurf zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen und greift damit eine langjährige Forderung der Verbände sowie ein Anliegen der Länder auf. Damit soll die Wissensbasis verbreitert werden, um auf dieser Grundlage sozialpolitische Maßnahmen zu entwickeln. Die Bundesregierung unterstützt somit die hierfür zuständigen Länder und Kommunen dabei, Wohnungslosigkeit besser als bisher zu bekämpfen.

Der Gesetzesentwurf sieht die Einführung einer Statistik untergebrachter wohnungsloser Personen als Stichtagserhebung zum 31. Januar eines jeden Jahres durch das Statistische Bundesamt vor. Erfasst werden Wohnungslose, die Leistungen zur Unterbringung in Anspruch nehmen. In diesem Zusammenhang werden künftig Angaben zu Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit, Haushaltstyp und -größe, die Art der Unterkunft sowie das Datum des Beginns der Unterbringung erhoben. Damit den auskunftspflichtigen Stellen ausreichend Zeit zur Vorbereitung bleibt, ist die Bundesstatistik durch das Statistische Bundesamt erstmalig zum 31. Januar 2022 geplant.

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Quelle: BMAS – Einführung einer Statistik zu Wohnungslosigkeit

BMAS – Höhere Regelbedarfe in der Grundsicherung und Sozialhilfe. Ab 2020 = 432 Euro

Das Bundeskabinett hat heute die “Regelbedarfsstufen-Fortschreibungsverordnung 2020” (RBSFV 2020) gebilligt. Mit der Verordnung werden die Regelbedarfsstufen im Bereich der Sozialhilfe (SGB XII) und in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) zum 1. Januar 2020 angepasst. Dies erfolgt gemäß gesetzlicher Vorgaben.

Demnach sind die Regelbedarfe in Jahren, in denen die Leistungssätze nicht auf Grundlage einer neuen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe neu festgesetzt werden, fortzuschreiben. In die Berechnung fließt sowohl die bundesdurchschnittliche Entwicklung der Preise für regelbedarfsrelevante Güter und Dienstleistungen ein sowie die bundesdurchschnittliche Entwicklung der Nettolöhne und -gehälter je beschäftigten Arbeitnehmer. Beide Entwicklungen münden in einen Mischindex, an dem die Preisentwicklung einen Anteil von 70 Prozent und die Nettolohn- und -gehaltsentwicklung einen Anteil von 30 Prozent hat.

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Quelle: BMAS – Höhere Regelbedarfe in der Grundsicherung und Sozialhilfe

Teurer Fehler – wann haftet der Mitarbeiter?

Kann ein Mitarbeiter haftbar gemacht werden, wenn er einen teuren Schaden anrichtet? Eine Arbeitsrechtsexpertin gibt Auskunft.VonKatharina WolfteilenmailteilenmehrINHALTSVERZEICHNIS1. Ihr Mitarbeiter handelt grob fahrlässig oder vorsätzlich2. Sie müssen das fahrlässige oder vorsätzliche Verhalten und den entstandenen Schaden nachweisen3. Den vollen Schaden wird Ihr Mitarbeiter meist nicht ersetzen müssen4. Bedenken Sie die Folgen, wenn Sie Schadensersatz verlangen5. So kommen Sie an Ihr GeldAuf einen Blick:Ein Fehler, der einem Ihrer Mitarbeiter bei der Arbeit unterläuft, kann teuer werden.Voll haftbar ist der Mitarbeiter nur, wenn er grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat.Als Arbeitgeber sind Sie in der Beweispflicht: War es Fahrlässigkeit oder Vorsatz? Ist der Schaden tatsächlich durch den Fehler des Mitarbeiters entstanden?Ein hoher Schaden kann von einem durchschnittlichen Gesellengehalt kaum beglichen werden. Gerichte legen nicht selten eine Obergrenze bei drei Monatsgehältern fest.Bedenken Sie die Folgen, wenn Sie Schadensersatz fordern. Unter Umständen verunsichern Sie Ihr ganzes Team.

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Elterngeld: Reform noch für 2019 geplant 

Die Rol­len­mo­delle haben sich – auch auf­grund der Ein­füh­rung des Eltern­geldes – stark ver­än­dert, zeigt eine Allens­bach-Erhe­bung. Dennoch bleiben immer noch mehr Mütter als Väter für die Kin­der­be­treuung zu Hause. Fami­li­en­mi­nis­terin Giffey plant daher weitere Ver­än­de­rungen beim Eltern­geld. Fami­li­en­mo­delle: Die Umfra­ge­er­geb­nisse  Das Fami­li­en­mo­dell Vater arbeitet voll, Mutter geht in Teil­zeit und kümmert sich um Haus­halt und Kinder wird immer unpo­pu­lärer. Der Allens­bach-Umfrage zufolge befür­worten heute nur noch 28 Prozent der befragten Eltern, dass Mütter sich haupt­säch­lich um die Kinder kümmern, während Väter Voll­zeit arbeiten gehen. Vor zwölf Jahren waren es noch 43 Prozent. Gleich­zeitig ist die Zustim­mung zum Fami­li­en­mo­dell, in dem beide Eltern­teile voll arbeiten und sich Kin­der­be­treuung und Haus­halt teilen, von 15 auf 24 Prozent gestiegen. Eine deut­liche Mehr­heit der Befragten ist der Ansicht, dass sich Väter heute mehr an der Erzie­hung und Betreuung ihrer Kinder als noch vor 10 oder 15 Jahren betei­ligen – und 70 Prozent finden das gut oder sehr gut.Die Geschäfts­füh­rerin des Insti­tuts für Demo­skopie Allens­bach, Renate Köcher, sagte bei der Vor­stel­lung der Zahlen, im Bereich Frau­en­rollen und Män­ner­rollen habe es in den ver­gan­genen Jahren so starke Ver­än­de­rungen gegeben wie in wenigen anderen Berei­chen.Eltern­geld als Grund für ver­än­derte Ein­stel­lungEin Grund für die sich ver­än­dernden Ein­stel­lungen dürfte das Eltern­geld sein, das 2007 ein­ge­führt wurde und an Väter oder Mütter, die wegen der Kinder zu Hause bleiben, glei­cher­maßen gezahlt wird. 85 Prozent der Bevöl­ke­rung hält die staat­liche Leis­tung der Umfrage zufolge für eine «gute Rege­lung».Eltern­geld und Eltern­zeit für VäterSeit 2015 hat sich die Zahl der­je­nigen, die einen Vater kennen, der in Eltern­zeit war, von 48 auf 69 Prozent erhöht. Trotzdem sind es aber immer noch in großer Über­zahl die Frauen, die für den Nach­wuchs zuhause bleiben, zeigen Daten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts.

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Quelle: Elterngeld: Reform noch für 2019 geplant | Personal | Haufe

Übernahme der Kinderbetreuungskosten durch Arbeitgeber

Sie möchten Ihren Mit­ar­bei­tern einen Arbeit­ge­ber­zu­schuss zur den Kosten für Tages­mutter, Kita oder Kin­der­garten zahlen? Hier lesen Sie, wann Zuschüsse zu den Kin­der­be­treu­ungs­kosten durch den Arbeit­geber steu­er­frei bleiben.Steuer- und sozi­al­ver­si­che­rungs­frei sind Arbeit­ge­ber­leis­tungen zur Unter­brin­gung (ein­schlie­ß­lich Unter­kunft und Ver­pfle­gung) und Betreuung von nicht schul­pflich­tigen Kindern des Mit­ar­bei­ters in Kin­der­gärten oder ver­gleich­baren Ein­rich­tungen, die der Arbeit­geber zusätz­lich zum ohnehin geschul­deten Arbeits­lohn erbringt (§ 3 Nr. 33 EStG).Arbeit­ge­ber­zu­schuss zur Kin­der­be­treuung: in voller Höhe steu­er­freiIm Gegen­satz zum Abzug der Kin­der­be­treu­ungs­kosten (2/3 der Kosten, max. 4.000 EUR) in der Steu­er­erklä­rung (§10 Abs. 1 Nr. 5 EStG) ist die Steu­er­frei­heit der Arbeit­ge­ber­zu­schüsse der Höhe nach grund­sätz­lich nicht begrenzt. Damit können z. B. auch hohe Kosten für die Kin­der­be­treuung in exklu­siven privat orga­ni­sierten Ein­rich­tungen in voller Höhe steu­er­frei erstattet werden.Begüns­tigt sind sowohl Sach­leis­tungen (z. B. betriebs­ei­gene Kin­der­gärten) als auch Geld­leis­tungen (z. B. Zuschüsse zu Kita-Gebühren). Ver­gleich­bare Ein­rich­tungen sind Schul­kin­der­gärten, Kin­der­ta­ges­stätten, Kin­der­krippen, Tages­mütter, Wochen­mütter und Ganz­ta­ges­pfle­ge­stellen.Keine steu­er­freie Erstat­tung von Betreu­ungs­kosten im eigenen Haus­haltAuf­wen­dungen für die Betreuung des Kindes im eigenen Haus­halt, z. B. durch Kin­der­pfle­ge­rinnen, Haus­ge­hil­finnen oder Fami­li­en­an­ge­hö­rige, können nicht steu­er­frei vom Arbeit­geber ersetzt werden. Damit scheidet auch eine steu­er­freie Arbeit­ge­be­r­erstat­tung von Fahrt­kosten für die Gro­ßmutter, die auf die Kinder auf­passt, aus. Ein aktu­elles Urteil hatte hier die Berück­sich­ti­gung in der Steu­er­erklä­rung zuge­lassen (FG Baden-Würt­tem­berg, Urteil v. 9.5.2012, 4 K 3278/11).Soweit Arbeit­ge­ber­leis­tungen auch den Unter­richt eines Kindes ermög­li­chen, sind sie eben­falls nicht steu­er­frei. Das Gleiche gilt für Leis­tungen, die nicht unmit­telbar der Betreuung eines Kindes dienen, zum Bei­spiel die Beför­de­rung zwi­schen Wohnung und Kin­der­garten (R 3.33 Absatz 2 LStR).

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Quelle: Übernahme der Kinderbetreuungskosten durch Arbeitgeber | Personal | Haufe

Wann gilt der amtliche Sachbezugswert für ein Frühstück

Nach aktu­eller Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) ist die Gestel­lung von Back­waren nebst Hei­ß­ge­tränken durch den Arbeit­geber kein Arbeits­lohn. Back­waren ohne Belag sind ins­be­son­dere auch kein als Sach­bezug anzu­set­zendes Früh­stück.Im Fall des BFH hatte ein Arbeit­geber seinen Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­bei­tern täglich unbe­legte Bröt­chen kos­tenlos zur Ver­fü­gung gestellt. Sie konnten sich auch aus einem Hei­ß­ge­trän­ke­au­to­maten bedienen. Das Finanzamt sah das als ein Früh­stück an, das mit den amt­li­chen Sach­be­zugs­werten (2019 für ein Früh­stück 1,77 EUR täglich) zu ver­steuern sei. Mahl­zeiten: Wann liegt Arbeits­lohn vor?Der Bun­des­fi­nanzhof sah dies nicht so. Die unent­gelt­liche oder ver­bil­ligte Abgabe von Speisen und Getränken durch den Arbeit­geber an seine Mit­ar­beiter kann zwar zu Arbeits­lohn führen. Arbeits­lohn liegt grund­sätz­lich vor, wenn der Arbeit­geber eine Mahl­zeit, wie ein Früh­stück, Mit­tag­essen oder Abend­essen, unent­gelt­lich oder ver­bil­ligt reicht.Abgren­zung zu Auf­merk­sam­keiten ohne Ent­loh­nungs­funk­tionDavon abzu­grenzen sind jedoch nicht steu­er­bare Auf­merk­sam­keiten, die ledig­lich der Aus­ge­stal­tung des Arbeits­platzes und der Schaf­fung güns­tiger betrieb­li­cher Arbeits­be­din­gungen dienen und denen daher keine Ent­loh­nungs­funk­tion zukommt.

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Bauherr lässt Minijobber aufs Dach: 680.000 Euro Schaden

Ein paar einfache Dacharbeiten. Mehr wollte der Eigentümer eines Wohn- und Geschäftshauses im baden-württembergischen Mühlacker gar nicht erledigt haben. Ein 64-jähriger Mann, angestellt auf 450-Euro-Basis, sollte sich darum kümmern. Folge: Nun musste der sich wegen fahrlässiger Brandstiftung verantworten, wie das Mühlacker Tagblatt berichtet.

Zum Brand kam es, als der 64-Jährige versuchte, das undichte Flachdach abzudichten. Er war gerade mit Gasbrenner und Bitumenplatten an der Arbeit, als er plötzlich Rauch aus einer Ritze aufsteigen sah. Was er bis dahin nicht wusste: Unter dem Dach, war eine Holzbalken-Konstruktion und Styropor verbaut.

Sicher hätte eine Fachfirma sich vor den Arbeiten vergewissert, was sich unter dem Dach befindet. Der Angeklagte aber habe zwar zeitlebens als Dachdecker gearbeitet, jedoch stets nur als Helfer, ohne Ausbildung.

So fraß sich das Feuer in den Dachstuhl des Gebäudes. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Gesamtschaden: 680.000 Euro.

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Kein unbefristeter Job wegen Beschäftigung vor 22 Jahren

Stellt ein Arbeitgeber einen Beschäftigten erneut befristet ein, kann dieser nicht auf eine unbefristete Stelle klagen, wenn das frühere Arbeitsverhältnis schon 22 Jahre zurückliegt. Das Verbot der wiederholten Befristung ohne Sachgrund gilt in solchen Fällen nicht – so das BAG.

Darum ging es:

Die Arbeitnehmerin war zwischen 1991 und 1992 als Hilfsbearbeiterin für Kindergeld beschäftigt. Am 15.10.2014 stellte die Arbeitgeberin sie erneut befristet ein, diesmal als Telefonserviceberaterin in ihrem Servicecenter. Das Arbeitsverhältnis wurde bis zum 30.11.2015 sachgrundlos befristet und bis zum 30.6.2016 verlängert.

Die Arbeitnehmerin will feststellen lassen, dass ihr Arbeitsverhältnis unbefristet fortbesteht, weil die Befristung rechtswidrig war. Das Landesarbeitsgericht (LAG) hat ihrer Klage stattgegeben (LAG Schleswig-Holstein 27.7.2017 – 4 Sa 221/16).

Streit um das Vorbeschäftigungsverbot

Ein Arbeitsverhältnis darf nur ausnahmsweise ohne sachlichen Grund befristet werden, höchstens für eine Dauer von zwei Jahren (§ 14 Abs. 2 TzBfG). Einen schon einmal angestellten Arbeitnehmer erneut befristet anzustellen, ist unzulässig (§ 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG). Verstößt eine Befristung gegen dieses Verbot, kann der Arbeitnehmer auf Feststellung klagen, dass zwischen ihm und dem Arbeitgeber ein unbefristetes Arbeitsverhältnis besteht.

Die zeitliche Reichweite des »Vorbeschäftigungsverbots« ist umstritten. 2011 entschied das Bundesarbeitsgericht, dass das Verbot nur Beschäftigungen umfassen soll, die bis zu drei Jahre zurückliegen. Dieses Urteil stieß auf Kritik. Mehrere Gerichte widersprachen dieser Auslegung, so auch das LAG Schleswig-Holstein im vorliegenden Fall. 2018 verwarf das Bundesverfassungsgericht die »Drei-Jahres-Grenze« ausdrücklich.

Das sagt das BAG

Das BAG entschied allerdings im Sinne der Arbeitgeberin und hob das Urteil des LAG Schleswig-Holstein auf.

Nach dem Gesetzeswortlaut in § 14 Abs. 2 Satz TzBfG ist es unerheblich, wie lange die frühere Beschäftigung zurückliegt. Allerdings hat das BVerfG entschieden, dass die Arbeitsgerichte den Befristungsschutz verfassungskonform auslegen müssen. Dabei müssen sie das Ziel beachten, Arbeitnehmer vor Kettenbefristungen und prekärer Beschäftigung zu schützen.

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Quelle: Kein unbefristeter Job wegen Beschäftigung vor 22 Jahren

Jede zweite Neueinstellung ist befristet

Über 3 Millionen Beschäftigte hatten 2018 einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind doppelt so viele wie 1996. Besonders häufig betroffen sind Frauen, junge Menschen sowie Arbeitnehmer in Teilzeit oder ohne deutschen Pass. Vor allem die sachgrundlosen Befristungen sind rasant angestiegen, meldet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB).

Wenn man nur die Neueinstellungen im ersten Halbjahr 2018 betrachtet, waren knapp 45 Prozent davon befristet.

Rasanter Anstieg der sachgrundlosen Befristungen

Während Befristungen mit Sachgrund seit 2001 anteilig auf mehr oder weniger demselben Niveau der Gesamtbeschäftigung bleiben, hat sich der Anteil derer ohne Grund verdreifacht.  Dabei sind Befristungen lange nicht mehr nur ein Problem von Geringqualifizierten und jungen Menschen. Alle Gruppen auf dem Arbeitsmarkt sind betroffen.

Auch Qualifikation schützt nicht

Gravierend ist vor allem, dass eine berufliche Qualifikation oder ein Studium nicht einmal in Zeiten von verstärktem Fachkräftemangel vor befristeten Verträgen und Unsicherheit schützen. Der Anteil der Befristungen bei Neueinstellungen ist bei Hochqualifizierten am größten und absolut gesehen sind die meisten befristet Neueingestellten ausgebildete Fachkräfte (knapp zwei Millionen).

Beschäftigte wünschen sich einen sicheren Arbeitsplatz

Nach einer Umfrage des Statistischen Bundesamtes ist für die Beschäftigten in Deutschland ein sicherer Arbeitsplatz der Wunsch Nr. 1. Unabhängig von Region oder soziodemographischen Merkmalen steht der Wunsch nach einem sicheren Arbeitsplatz bei Weitem über Wünschen nach flexiblen Arbeitszeiten oder einem hohen Einkommen. Eine Befragung des DGB Index Gute Arbeit stellt außerdem fest, dass Zukunftssorgen bei befristet Beschäftigten deutlich stärker verbreitet sind als bei unbefristeten.

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Quelle: Jede zweite Neueinstellung ist befristet